Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Beschreibung
Die Geschichte einer eigenwilligen Außenseiterin – einfühlsam und packend gelesen von Luise Helm.

In den 1960er-Jahren schwirren viele Gerüchte über Kya Clark durch die ruhige Küstenstadt Barkley Cove. Isoliert lebt sie im Marschland mit seinen Salzwiesen, Sandbänken, Buchten. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwei junge Männer werden auf die wilde Schöne aufmerksam, und Kya öffnet sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Als einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich die Bewohner sicher: Das „Marschmädchen“ ist schuld. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

Sprecher
Luise Helm

Länge
13 h 04 m

Meine Meinung
Wenn ich ein Hörbuch direkt nach dem Beenden des letzten Satzes gleich nochmals von vorne starte, dann hat es mich entweder völlig verwirrt oder aber es hat mir so gut gefallen, dass ich es direkt nochmals hören möchte. Den Gesang der Flusskrebse fand ich derart beeindruckend, dass eindeutig letzteres zutraf.

Diese Geschichte ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Es spielt in einer nicht gerade gängigen Gegend, sprich das Setting – nämlich im Marschland – ist für sich genommen schon äußerst interessant und nicht gerade Standard in Romanen.

Die Protagonistin ist ebenso wild und eigenwillig wie die Gegend. Ihr Schicksal wird hier sehr ausführlich, sehr gefühlvoll und äußerst glaubwürdig geschildert. Ganz selten kommt man in den Genuss, Gefühle so echt und so schonungslos erzählt zu bekommen, wie in dieser Geschichte. Ich fühlte förmlich die gnadenlose Einsamkeit und ihre Andersartigkeit, die Kya in ihrem jungen Leben und auch später durchleben musste.

Sehr fasziniert haben mich auch die detaillierten Naturbeschreibungen. Die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert und all ihr Wissen in eine kurzweilige, sehr spannende und insgesamt äußerst interessante Geschichte gepackt. Ich will hier gar nicht viel über die Story an sich erzählen.  Aber eins will ich ganz bestimmt: Eine klare Hörempfehlung aussprechen!

Luise Helm hat dieses Meisterwerk an Erzählkunst ganz hervorragend vertont. Sie war die perfekte Stimme für dieses Buch. Sie hat sogar gesungen. Und das ganz wunderbar.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Richard Russo – Diese gottverdammten Träume

Beschreibung
Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitnessstudiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat.

Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In „Diese gottverdammten Träume“ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt.

Sprecher
Stefan Kaminski

Länge
22 h 25 m

Meine Meinung
Ich bin begeistert! Diese Geschichte hat mich von der ersten Minute an gefesselt und direkt hinein in das Leben der Kleinstadt Empire Falls gezogen. Diese kleine Stadt hatte schon bessere Zeiten gesehen. Hauptschauplatz ist das Diner von Miles Roby. Nach und nach lernt man die meisten Bewohner und somit Gäste des Diners der Kleinstadt kennen, sehr schnell hat man von allen ein klares Bild vor Augen. Vielleicht weniger von deren Aussehen, aber dafür umso besser von deren Charakter. Und das ist ja auch wesentlich wichtiger. Unterschiedlicher könnten die Leute nicht sein. Ich fand die Beschreibungen außerordentlich gut gelungen. Man könnte fast sagen, einer skurriler als der andere – und doch immer glaubhaft und vorstellbar beschrieben. Doch ich möchte hier gar nicht groß in Charakterbeschreibungen oder zu einer längeren Inhaltsangabe verfallen.

Richard Russo versteht es grandios, wunderbare Sätze zu Papier zu bringen. Nicht selten gespickt mit einer ordentlichen Portion an Humor und Situationskomik. Dank dieser wirkt dieses Drama nicht erdrückend oder schwer, vielmehr lässt er Empire Falls mit einer originellen schriftstellerischen Leichtigkeit zum Leben erwachen und beschreibt eine Kleinstadt, die einem zu keinem Zeitpunkt erfunden vorkommt. Im Gegenteil. Man könnte fast meinen, er erzähle hier tatsächlich die wahre Geschichte von Miles Roby und allen anderen Beteiligten. Herrlich.

Für mich vergingen die über 22 Stunden wie im Flug und ich hätte noch stundenlang weiterhören können. Dies ist natürlich nicht auch zuletzt dem genialen Sprecher Stefan Kaminski zu verdanken, der mal wieder zur Bestform aufgelaufen ist. Er hat all den vielen Mitwirkenden wirklich einzigartige und unverwechselbare Stimmen verpasst, so dass es Ohrenkino vom Feinsten war.

„Diese gottverdammten Träume“ ist eindeutig ein Hörbuch für meine Bestenliste.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Richard Russo – Diese gottverdammten Träume

Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Beschreibung
Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
14 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Auch die Fortsetzung von „Trophäe“ ist wieder spannungsreich und spart nicht an  Toten. Aber gut, mit einem Bombenanschlag im Tivoli, dem größten Freizeitpark Dänemarks, hat man natürlich gleich eine Menge Morde begangen.

Zunächst muss hier Lene Jensen alleine in diesem verzwickten Fall von Terror ermitteln, erst ab ca. der Hälfte tritt auch Michael Sander in Erscheinung.

Insgesamt ist die Fortsetzung auch wieder kurzweilig und abwechslungsreich. Auch hier hat man irgendwie ständig Angst.

Josef Vossenkuhl hat mir auch hier wieder gut gefallen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Siehe auch:

Maria Braig – Nennen wir sie Eugenie

Beschreibung
Die junge Senegalesin Eugenie flüchtet aus ihrer Heimat, da ihr dort wegen ihrer Liebe zu einer Frau Gefängnis, Folter, und möglicherweise auch der Tod drohen. Sie sucht Schutz in Deutschland. Doch das Asylverfahren verläuft nicht wie erwartet. Perspektivlosigkeit, Langeweile und eine sie ständig begleitende Angst vor einer Abschiebung prägen ihren Alltag in der Flüchtlingsunterkunft.

Dieses Hörbuch basiert auf der Grundlage realer Schicksale. Einzelheiten wurden von der Autorin frei hinzugefügt. Eine Geschichte, wie sie heute in vielen Ländern von vielen Menschen durchlebt werden muss.

Sprecher
Birgit Arnold

Länge
3 h 51 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch erzählt die Geschichte einer Senegalesin, die nach Deutschland geflüchtet ist, da sie in ihrem Heimatland nicht länger bleiben kann. Der Grund: Ihre Liebe zu einer anderen Frau und die drohende Zwangsverheiratung mit einem ihr unbekannten Mann. Im Senegal wird homosexuelle Liebe nicht akzeptiert und unter drastische Strafe gestellt. Sehr schnell wenden sich alle ihre Freunde von ihr ab, sind gar bereit, sie an die Polizei zu verraten. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als Hals über Kopf das Land zu verlassen. Völlig planlos kommt sie also in Deutschland an und wird in ein Asylantenheim gesteckt. Die Menschen, die dort leben, könnten unterschiedlicher nicht sein. Kaum einer spricht die Sprache des anderen, somit ist eine Verständigung untereinander äußerst schwierig. Sie haben einzig gemeinsam, dass sie alle geflüchtet sind. Und das aus den verschiedensten Gründen und aus den verschiedensten Ländern. Und sie sind hier alle einsam und perspektivlos.

Eugenie ist äußerst unglücklich, nicht mehr im Senegal bei ihrer Freundin sein zu können. Denn alles was sie wollte, war ein glückliches Leben mit ihr. Sie nahm all die Umstände auf sich, die solch eine heimliche Liebe mit sich brachte, denn das war allemal besser, als nun in Deutschland zu sein und soweit weg von ihr. Doch sie hatte einfach keine andere Chance, als ihr Land zu verlassen, wenn sie nicht für den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen wollte. Und das nur, weil sie eine Frau anstatt einen Mann liebt.

Ich fand die Erzählung, was Eugenie hier in Deutschland erlebte, wie sie sich bemühte und wie sie versuchte, mit ihrer Verzweiflung umzugehen, sehr zu Herzen gehend. Und ich finde es sehr wichtig, dass man einen Eindruck von eben solchen Erlebnissen erhält. Denn ohne solche persönlich geschilderten Eindrücke bleiben die Flüchtlinge eben einfach nur Flüchtlinge, „die doch froh sein sollten, dass sie hier sind.“  Der Aspekt Mensch mit Ängsten, Gefühlen, Nöten, Wünschen, Träumen etc. wird ja gerne allzu schnell vergessen.

Dieses Hörbuch öffnet einem die Augen, dass es durchaus auch andere lebensbedrohliche Situationen außer Krieg und Armut gibt, die einen Menschen dazu bringen können, seine geliebte Heimat zu verlassen und zu uns zu flüchten. Ich glaube, kaum einer hat die Hoffnung, dass er hier den Himmel auf Erden vorfindet, doch vermutlich hat jeder die Hoffnung, dass er hier zumindest eine reelle Chance aufs Überleben hat. Und das alleine sollte für uns, die wir einfach nur Glück hatten, in Deutschland geboren zu sein (denn nichts anderes ist es als Glück) Grund genug sein, um Flüchtlinge zu akzeptieren, auch wenn sie nicht gerade aus einem aktuell in den Nachrichten gezeigten Kriegsgebiet kommen. Es liegt so einiges im Argen in unserer Welt.

Birgit Arnold als Sprecherin fand ich wieder sehr gut. Ich mag ihre Stimme einfach und ihre Art, sich selbst zurückzuhalten und dem Text die volle Wirkung zu überlassen.

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag 3.0

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Maria Braig – Nennen wir sie Eugenie

Ivonne Keller – Unglücksspiel

Beschreibung
Nerina hat Angst. Todesangst. Besonders seit jenem Tag vor elf Jahren, an dem sie etwas Unverzeihliches tat. Die Angst vor der Strafe Gottes und vor der Abschiebung zurück in den Kosovo, aus dem sie einst floh, verfolgt sie. Immer.

Als eine junge Frau mit Kind in die Nachbarschaft zieht und sich mit ihr anfreundet, sieht Nerina einen Hoffnungsschimmer, vergisst für einen Moment ihre Angst. Doch dann macht die neue Nachbarin einen Fund, der Nerinas Geheimnis in Gefahr bringt. Für Nerina beginnt ein Alptraum, aus dem es nur einen Ausweg zu geben scheint…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
11 h 17 m

Meine Meinung
Also die Schriftstellerin Ivonne Keller werde ich im Auge behalten. Das ist das zweite Hörbuch, das ich von ihr gehört habe. Es ist ganz anders als „Hirngespenster“ und trotzdem wieder sehr, sehr gut.

Nerina ist einst aus dem Kosovo geflohen. Die Erinnerungen an den Krieg dort begleiten sie Nacht für Nacht in ihrem Träumen und stets lebt sie in der Angst, dass sie wieder zurückgeschickt wird. Zurück in ein Land, in dem es für sie und ihre Familie keine Zukunft zu geben scheint. So lebt sie zurückgezogen und unauffällig in Deutschland und wagt sich nicht, Freundschaften zu schließen. Doch eines Tages zieht eine junge Mutter mit Tochter in der Nachbarschaft ein. Diese braucht dringend jemand, der sich um ihre Tochter kümmert, während sie arbeiten geht. Recht schnell sind sich die beiden Frauen einig. Doch so sehr zuverlässig, scheint Nerina nicht zu sein. Denn ab und an kommt sie einfach nicht zur vereinbarten Zeit und in der Mutter wächst der Verdacht, dass Nerina von ihrem Mann geschlagen und unterdrückt wird. Doch ist dieser Verdacht berechtigt? Soll sie sich einmischen?

Sehr gut gefallen hat mir hier der behutsame Aufbau der Geschichte. Langsam kommen sich die Frauen näher. Durch Rückblenden erfährt man nach und nach, was sich in dem Haus damals vor 10 Jahren zugetragen hatte.

Auch die Auflösung all der Rätsel, die sich im Lauf der Story im Kopf des Zuhörers bilden, werden am Ende allesamt zufriedenstellend aufgeklärt.

Vera Teltz als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen.

Ich freue mich jedenfalls, auf das nächste Buch von Ivonne Keller und bin schon sehr gespannt, mit welcher Geschichte sie mich dann in ihren Bann ziehen wird.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ivonne Keller – Unglücksspiel

Siehe auch:

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Beschreibung
Von der Liebe zur Musik und den Zwängen der Macht.

Der sowjetische Starkomponist Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch gehört zu den renommiertesten Komponisten seines Landes, als Stalin eines Abends der Aufführung einer seiner Opern beiwohnt und schon in der Pause den Saal verlässt. Schostakowitsch wartet ab diesem Abend Nacht für Nacht angezogen, auf seinen gepackten Koffern sitzend neben dem Aufzug seiner Wohnung, dass er verhaftet wird.
Doch niemand kommt. Stattdessen feiert er Erfolge mit seiner Fünften Symphonie und wird wieder Liebling der Massen. Aber nun muss er sich ungewollter Privilegien erwehren, die mit der Vereinnahmung durch die Partei einhergehen. Es geht nun nicht mehr um Leben und Tod, sondern um künstlerische und moralische Integrität. Und diese ist nicht weniger substanziell für den Komponisten.

Sprecher
Frank Arnold

Länge
6 h 07 m

Meine Meinung
Es ist einfach immer und immer wieder furchtbar zu lesen/zu hören, was unter der Diktatur Stalins geschah. Das Hörbuch „Der Lärm der Zeit“ beschreibt sehr anschaulich in Romanform das Leben des sowjetischen Starkomponisten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch und wie er unter der Macht litt. Weit entfernt von selbstbestimmt, noch weiter entfernt von kreativ oder künstlerisch. Alles wurde ihm vorgeschrieben, alles wurde reguliert, was nicht passt, wurde verboten, wer aufmuckte wurde kurzerhand hingerichtet. Klare Regeln die nur noch Angst und Schrecken verbreiteten. Denn etliche Millionen verloren unter Stalins Macht ihr Leben.

Schostakowitsch ist natürlich verzweifelt. Er lebt in ständiger Angst, doch noch abgeholt und hingerichtet zu werden, da Stalin sein Werk „Lady Macbeth von Mzensk“ nicht zugesagt hatte. Um seiner Familie die Schmach der Verhaftung zu ersparen, sitzt er fortan Nacht für Nacht mit gepacktem Koffer im Flur und wartet auf sein Schicksal. Doch es kommt nicht. Es hat einen fast noch perfideren Plan für ihn, als den Tod. Denn immer und immer wieder muss er sich entscheiden: Steht er zu seiner Überzeugung, seinem Tun, seiner künstlerischen Schöpfung und wird somit hingerichtet oder beugt er sich dem unsäglichen Willen der Regierung, tut alles, was sie von ihm verlangt und verliert dadurch sein Gesicht.

Sein ganzes Leben ist geprägt von diesem Widerstreit der Gefühle, nicht selten denkt er an Selbstmord. Und das erschreckende ist, dass dieser Roman keineswegs erfunden ist. Größtenteils beruht er auf Tatsachen.

„Der Lärm der Zeit“ ist kein Hörbuch, dass man nebenbei hören kann. Denn es ist nicht nur äußerst intensiv von der wahren Geschichte her, es ist auch extrem wortgewaltig und ja auch philosophisch. Sehr gut haben mir hier die beschriebenen Gedanken des Protagonisten gefallen. Ich fühlte richtig mit ihm mit und war sehr froh, dass ich nicht in seiner Haut steckte.

In diesem Hörbuch hat mir Frank Arnold als Sprecher mal wieder sehr gut gefallen. Seine Stimme passte zu der Geschichte und er blieb als Sprecher angenehm im Hintergrund. Das bewirkte, dass das Gesagte nochmals an Intensität zunahm.

Keine leichte Kost – aber absolut empfehlenswert!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Barbara Wendelken – Das Dorf der Lügen (Martinsfehn-Krimi 1)

barbara-wendelken-das-dorf-der-lugenBeschreibung
Ein Alptraum für Polizeikommissarin Viktoria Engel: Sie erschießt im Dienst einen Unschuldigen, den 16-jährigen Rouven Kramer. In ihrer Not inszeniert sie die Tat, als hätte sie aus Notwehr gehandelt, doch die Dorfbewohner hegen Zweifel. Als kurze Zeit später eine weitere Leiche auftaucht, bizarr inszeniert wie Rouvens Tod, bricht eine Welle von Misstrauen über das Dorf herein, bis sich niemand mehr vor dem anderen sicher fühlt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
13 h 33 m

Meine Meinung
Dieser Krimi war für mich eine echte Überraschung. Die Autorin kannte ich noch nicht und bin auch eher durch Zufall auf dieses Hörbuch gestoßen. Die Beschreibung klang gut, also habe ich es geholt. Sofort habe ich angefangen zu hören und wollte es eigentlich gar nicht mehr unterbrechen. Denn die Story fängt gleich hochdramatisch an.

Der junge und sympathische Rouven Kramer wird aus Unerfahrenheit erschossen. Um dies zu vertuschen, inszeniert die frisch gebackene Polizeikommissarin mit ihrem Partner eine Notwehrsituation. Fast niemand aus dem Dorf kann glauben, dass der friedfertige Rouven zuerst geschossen haben soll. Proteste wallen auf. Und schon bald wird die nächste Leiche gefunden – niedergestreckt mit Pfeil und Bogen, 4 Pfeile stecken in der Leiche. Inszeniert wurde die Tat wie der Ort, an dem sich Rouven aufhielt, als er erschossen wurde. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, doch lange Zeit tappt sie im Dunkeln. Es gibt viele Verdächtige, doch so recht wollen die Motive bei niemanden passen. Und weitere Morde folgen…

Die Situation wird immer beklemmender und man ermittelt kräftig mit, wer denn ein echtes Motiv haben könnte. Doch wenn man das gefundene Motiv mit der Persönlichkeit des Verdächtigen vergleicht, dann will es wieder nicht so recht passen. Ein verzwickter Krimi mit sehr menschlich agierenden Protagonisten. Überhaupt sind die Personen sehr genau beschrieben und man kann sich die Bewohner des Dorfes Martinsfehn sehr gut vorstellen. Ebenso bei der Polizei sind alle sehr gut beschrieben. Ich mag es sehr, wenn viel Wert auf die Charakterisierung der Protagonisten und der Nebendarsteller gelegt wird. Und das ist hier sehr gut gelungen.

Auch wenn die Aufklärung wirklich erst in den letzten 30 Minuten angesiedelt ist, sind die 13 Stunden zuvor immer spannend und niemals langatmig oder gar langweilig. Ein wirklich sehr guter Aufbau der Geschichte. Und das Ende, ja auch das Ende hat mir richtig gut gefallen.

Jürgen Holdorf fand ich in der ersten halben Stunde etwas hölzern, doch das legte sich sehr schnell und er gefiel mir bis zum Schluß richtig gut in seiner Rolle als Sprecher.

Von mir gibt es für diesen Krimi eine absolute Hörempfehlung.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Barbara Wendelken – Das Dorf der Lügen (Martinsfehn-Krimi 1)

Siehe auch: 

Sebastian Fitzek – Das Paket

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Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den „Friseur“ nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der „Friseur“ könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden.

In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
7 h 29 m

Meine Meinung
Mittlerweile vergleiche ich ja Fitzeks Bücher mit dem blinden Kauf einer Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt. Dementsprechend lange zögerte ich auch, bis ich mir seinen neuesten Thriller „Das Paket“ herunterlud.

Dieses Mal wurde ich relativ positiv überrascht. Zwar empfand ich auch dieses Hörbuch wieder als durch und durch konstruiert, aber es war recht spannend, hatte überraschende Wendungen, die ich – mit gutem Willem – nachvollziehen konnte und das Ende hätte ich so nun überhaupt nicht erwartet, weil es einfach – mal wieder – ein riesen großes Konstrukt war. Und natürlich gab es auch wieder völlig übertriebene Szenen. Aber das kennt man ja schon von Fitzek.

Aufgrund der Kürze der Geschichte hatte ich sie auch sehr schnell durch, was ich hier auch sehr schätzte, denn unterbrechen wollte ich sie ungern und viel länger hätte ich diesem „Drama“ auch nicht zuhören wollen. Bei der Stange hielten mich die Ereignisse, die sich schier übereinander stapelten. Also Tempo kann er, der Sebastian Fitzek.

Doch wie schon zuvor erwähnt, sind mir seine Bücher mittlerweile – und hier auch wieder – einfach einen Tick zu konstruiert. Man hat nicht den Eindruck, dass sich die Protagonisten während der Geschichte groß entwickeln dürfen. Jede Persönlichkeit scheint bei Fitzek zu Beginn des Schreibens schon fix und fertig gestylt und charakterisiert zu sein, deshalb gibt es in Sachen Persönlichkeitsentwicklung auch recht wenig zu vermelden. Da fehlt einfach – wie soll ich es ausdrücken – ein wenig die Seele, der Mensch an sich.

Simon Jäger fand ich hier sehr gut. Er hat die einzelnen Personen sehr glaubhaft gesprochen.

Insgesamt fand ich „Das Paket“ eine kurzweilige Unterhaltung, die nett für zwischendurch ist, aber schon morgen wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden sein wird. Die Story bleibt nicht haften. Dafür ist sie einfach zu schwach, zu konstruiert und das Thema mittlerweile auch zu abgedroschen.

Vielleicht sollte man Sebastian Fitzek einfach mal wieder mehr Zeit gönnen, um wieder einen richtig guten Thriller schreiben zu können. Denn dass er das kann, hat er ja schon bewiesen. Nur eben die letzten Jahre, seit dem er so beliebt und berühmt geworden ist, nicht mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn dies einfach dem zeitlichen Druck zu Schulden wäre, unter dem er höchstwahrscheinlich steht.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Frank Goldammer – Der Angstmann

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Dresden, 1944: Der letzte Kriegswinter verlangt der Bevölkerung das Äußerste ab, als auch noch ein brutaler Frauenmörder im Kriegschaos sein Unwesen treibt. Kriminalinspektor Max Heller ist alarmiert. Weder sein linientreuer Vorgesetzter noch der regelmäßige Bombenalarm können ihn davon abbringen, sich auf die Suche nach dem kaltblütigen Täter zu machen. Autor Frank Goldammer hat bereits einige Romane über seine Heimatstadt Dresden im Eigenverlag veröffentlicht. »Der Angstmann«, erschienen bei dtv, ist der fulminante Auftakt zu einer historischen Krimi-Serie um Kommissar Max Heller. Die ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann, erschienen auf 1 mp3-CD, ist bei Der Audio Verlag erhältlich.

Gebt auf Euch acht: Der Angstmann geht um!

Als im Kriegswinter 1944 in Dresden eine grausam zugerichtete Frauenleiche nach der anderen auftaucht, erkennt Kriminalinspektor Max Heller schnell, dass er es mit einem Serienmörder zu tun hat. Auch die Bevölkerung hat eine klare Meinung zu den schrecklichen Morden: Schuld ist der Angstmann, der nachts stöhnend und jaulend durch die Bombenruinen schleicht. Max Heller glaubt nicht an das Ammenmärchen und doch lässt ihm der Fall keine Ruhe. Trotz Gegenwind von Kollegen und stark eingeschränkten Ermittlungsmöglichkeiten versucht er hartnäckig, dem Täter auf die Schliche zu kommen und das Morden zu beenden. Nach dem Bombenhagel auf Dresden im Februar 1945, bei dem die Stadt größtenteils zerstört wird, halten alle den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück.

Sprecher
Heikko Deutschmann

Länge
10 h 13 m

Meine Meinung
Wie viel ist ein Menschenleben wert, wenn die Welt in Trümmern liegt.

Diese Frage muss sich Kriminalinspektor Max Heller nicht nur einmal stellen. Denn während schier auf der ganzen Welt die Menschen in den Bombenhageln sterben, jagt Heller einen Mörder, der in Dresden sein Unwesen treibt. Ergibt das einen Sinn? Für Heller schon, für die Nazis nicht und dementsprechend behindern diese auch die Nachforschungen, die aufgrund der Kriegssituation sowieso schon schwierig genug sind.

Nach dem Krieg denkt zunächst jeder, dass der Angstmann ganz sicher in der Bombennacht, in der fast ganz Dresden in Schutt und Asche gelegt wurde, auch ums Leben kam. Doch das Morden geht weiter und Heller nimmt erneut seine Spur auf. Kurz darauf verhaften die Russen den vermeintlichen Angstmann und wollen ihn am nächsten Tag hinrichten. Todesmutig wagt sich Heller in die russische Hand, um sich selbst davon zu vergewissern, dass sie tatsächlich den richtigen Mann inhaftiert haben. Doch Heller hat große Zweifel. Fortan ermittelt er zusammen mit einem Russen.

Mehr will ich zu dem spannenden Kriminalfall gar nicht erzählen. Vielmehr möchte ich auf die hervorragende Erzählweise des Romans eingehen. Frank Goldammer hat hier eine Mordermittlung geschickt mit einer gehörigen Portion an Kriegsschilderungen zusammengefügt. Sehr schnell wird einem die Situation in Dresden bewusst, wie die Nazis alles regierten, wie sich niemand traute, etwas zu sagen, wie jeder Angst vor den Nazis doch auch vor Denunziation haben musste. Heller und seine Frau, die hier stellvertretend für Millionen von anderen Menschen stehen, leben völlig verarmt von der Hand in den Mund, haben keine Perspektiven. Einzig Heller hat ein Ziel: Er will den Mörder um jeden Preis fangen. Denn er war niemals ein Nazi, er war und ist zu jedem Zeitpunkt Max Heller mit seiner Auffassung von Gerechtigkeit. Und die passt mit der von den Nazis ganz und gar nicht zusammen. Und das macht es für ihn natürlich unheimlich kompliziert zu agieren, ohne sich selbst und seine Frau dabei in Lebensgefahr zu bringen.

Die Beschreibung der Bombennacht von Dresden kurz vor Kriegsende wurde äußerst beklemmend geschildert. Man fühlte sich mit in dem Keller eingeschlossen, in dem Max Heller und viele andere Zuflucht gesucht hatten. Auch die Szene, als er aus dem Keller herauskam, dann plötzlich völlig alleine in den Trümmern stand und anschließend über die völlig zerstörte und in Flammen stehende Stadt irrte, wurde bildlich außerordentlich gut geschildert. Ich konnte mir das lebhaft vorstellen und hatte die ganze Zeit über eine Gänsehaut.

Überhaupt gibt es viele sehr schöne und auch weniger schöne, aber umso passendere bildliche Situationsbeschreibungen. Sehr gut hat mir das gefallen.

Heikko Deutschmann brillierte hier mit einem ganz hervorragenden Auftritt! Ich fand ihn ja schon immer gut, aber wie er dieses Hörbuch vertonte, übertraf meine kühnsten Erwartungen. Grandios. Wirklich. Das war Kopfkino pur.

Da mich dieses Hörbuch emotional wirklich sehr mit riss und auch der Kriminalfall kaum an Spannung vermissen ließ, kommt dieses Hörbuch auf meine Bestenliste. Und eines ist klar: Ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Krimireihe.

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Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Arno Strobel / Ursula Poznanski – Anonym

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Du verabscheust deinen Nachbarn? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf die Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr…

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums Morituri. Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt ein grausamer Tod. Die User sind nur schwer zu fassen, der Tod aber ist ausgesprochen real. Und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben.

Sprecher
Sascha Rotermund, Christiane Marx, Richard Barenberg

Länge
11 h 21 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch sollte man unbedingt zum Anfang eines Wochenendes beginnen! Unter der Woche geht das definitiv nur unter größten Qualen. Denn unterbrechen kann man es nur sehr, sehr schwer.

Zugegeben, anfangs hat mir die Protagonistin Nina wirklich schwer zu schaffen gemacht. Nicht nur, dass sie einen eckigen und borstigen Charakter hat, den ich einfach nur als Extrem-Zicke bezeichnen konnte. Zusätzlich erschwerte mir die kindliche und viel zu hohe Stimme von Christiane Marx das Zuhören, da die Stimme in meinen Ohren einfach nicht zu der toughen Protagonistin passen wollte. Nach einer Stunde schaltete ich das Hörbuch ab. Wenn mich ein Buch aggressiv macht, will ich es nicht hören. Doch meine Freundin beharrte darauf, dass es besser werden würde, dass ich doch noch etwas durchhalten solle. Nun, ich hörte erst ein anderes Buch, dann gab ich „Anonym“ eine 2. Chance.

Was für ein Glück! Denn kaum hatte ich das Hörbuch wieder eingeschaltet, hatte es mich auch schon fest in seinen Krallen. Die Sprecherin fand ich zwar immer noch sehr unpassend, aber das drängte ich nach und nach in den Hintergrund ob des äußerst spannenden Inhalts! Ich konnte die Stöpsel kaum noch aus den Ohren nehmen und heute Morgen stand ich extra früh auf, damit ich die verbleibenden 2 Stunden noch vor der Arbeit fertig hören konnte.

Was für ein Krimi, kann ich nur sagen! Selten einen derart stramm gestrafften Spannungsbogen erlebt. Nicht selten saß ich fassungslos da und stellte mir vor, dass würde nun in Wirklichkeit passieren. Ist so etwas im realen Leben auch möglich? Na, ich hoffe es mal nicht. Andererseits, wenn man sich manchmal anschaut, was im Netz so abgeht, ist es vielleicht doch gar nicht so abwegig.

Die Protagonistin Nina fand ich, wie oben bereits erwähnt, sehr gewöhnungsbedürftig. Als liebenswürdig kann man sie wohl nur in sehr seltenen Momenten bezeichnen. Ok, sie hat ihr Päckchen zu tragen. Aber muss man deshalb ausnahmslos allen Menschen in der Umgebung vor den Kopf stoßen? Na, ich weiß ja nicht.

Daniel ist nun auch nicht gerade ein Super-Sympath. Jedoch empfand ich ihn wesentlich schneller als angenehm, als Nina. Ich finde, Strobel und Poznanski haben mit diesen beiden zwei echte Charakterköpfe erschaffen, die beide ihre Ecken und Kanten haben. Und zum Ende der Geschichte, war ich dann doch mit beiden versöhnt.

Der Plot ist äußerst perfide. Aber auch einfach genial! Die beiden Autoren haben die Hilflosigkeit der Polizei in solch einer Situation sehr gut in Szene gesetzt, wie ich meine. Denn viele Ansatzpunkte hatten sie ja wirklich nicht. Und auch wenn Nina sich über alle Regeln hinwegsetzt, (und ich mich stellenweise wirklich über ihr Handeln aufgeregt habe) so konnte ich ihre Verzweiflung doch auch wieder verstehen.

Ich habe schon lange kein Hörbuch mehr gehört, das mich emotional so derart tief in seinen Bann gezogen hat, bei dem ich derart bibbernd und zitternd mit den Protagonisten mitfieberte und – hört, hört – ich meine über alles geliebte Schlafenszeit um einige Stunden dezimiert habe. Freiwillig. Weil ich einfach weiterhören wollte / musste!

War ich von Fremd, ihrem ersten gemeinsamen Werk, ziemlich enttäuscht, so bin ich von diesem Hörbuch äußerst begeistert. Eigentlich hätte die Story es auch auf meine Bestenliste geschafft, da mir aber hauptsächlich die Sprecherin überhaupt nicht zu dieser Geschichte gefiel und ich auch die männlichen Stimmen nicht hunderprozentig passend gewählt fand, bleibt es bei sehr guten 4,8 Pingu-Punkten.

Und wie es im Klappentext steht, darf man hoffen, dass es auch einen zweiten Fall für Nina Salomon und Daniel Buchholz geben wird. Ich freue mich schon darauf!

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Anmerkung:
Ich habe von Christiane Marx schon etliche Hörbücher gehört.  Und in den meisten Hörbüchern fand ich sie auch absolut klasse. Aber hier passte sie meiner Meinung nach einfach nicht zum Charakter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel / Ursula Poznanski – Anonym

Siehe auch: