Max Landorff – Die Siedlung der Toten

die-siedlung-der-totenBeschreibung
Mit einem Kopfschuss hingerichtet sitzt die Frau in ihrem Rollstuhl, aufrecht wie eine Mumie in ihrem Chanel-Kostüm – die letzte Bewohnerin der Siedlung. Idyllisch war es hier einst in den Bungalows an der Isar. Bis man die Leichen fand: 18 Tote, im Kreis angeordnet um eine Feuerstelle. Alle waren sie Bewohner der ersten Stunde. Welches Grauen hält sich bis heute versteckt in der Siedlung?

Sprecher
Anneke Kim Sarnau, Sylvester Groth, Felix von Manteuffel, Leslie Malton, Frauke Poolmann, Ilse Strambowski

Länge
8 h 30 m

Meine Meinung
Der Mord an der letzten Bewohnerin der Siedlung ist eigentlich nur der Aufhänger, um eine düstere Mordgeschichte aus der Vergangenheit aufzuklären. Sehr geschickt verknüpft der Autor die Ermittlungen der Gegenwart mit denen aus der Vergangenheit, in dem der damalige Kommissar als Rentner sich an die Ereignisse erinnert und seine Erinnerungen und Aufzeichnungen der Polizei mitteilt.

Die Siedlung. Jeder kennt jeden, es hätte ein tolles Idyll werden sollen, in dem sich alle Familien nahe stehen und sich gegenseitig helfen. Doch der Schein trügt. Denn es gibt Randfiguren in der ach so friedlichen Siedlung, Figuren, die von der Gesellschaft nicht akzeptiert und somit links liegen gelassen werden. Der Krimi zeichnet das Bild der gepflegten Vorgärten, des anhaltenden Wirtschaftswunders und der neuen Wohlfühlgesellschaft. Wenn da nicht…

Die Siedlung der Toten ist kein vor Spannung berstender Krimi. Ganz im Gegenteil. Viele Erinnerungen setzen sich Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammen, dass man erst zum Ende hin als Ganzes erkennen kann. Und trotzdem hat dieser Krimi etwas fesselndes. Es ist nicht gerade die leichte Krimikost für nebenbei. Man sollte schon mit seiner ganzen Aufmerksamkeit bei der Story bleiben, sonst wird man wenig „Vergnügen“ mit der Story haben.

Die Story ist vom Grundtenor her sehr düster und in keinster Weise auf Effekthascherei aus. Es gibt zwar 18 Tote aus der Vergangenheit und einen aktuellen Mord und trotzdem fließt sehr wenig Blut in dieser Geschichte.

Die verschiedenen Sprecher fand ich sehr passend eingesetzt und jeder einzelne hat seine Arbeit toll gemacht.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Max Landorff – Die Siedlung der Toten

Eric Berg – Das Nebelhaus

Das NebelhausBeschreibung
Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur, und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf…

Sprecher
Jürgen Uter, Anneke Kim Sarnau

Länge
10 h 59 m

Meine Meinung
Die Geschichte fängt sehr harmlos an. Eine frühere Clique, die sich damals aus Protest an Gleise ketteten, in Hühnerzuchtanlagen einbrachen etc. haben sich nach dem Ende ihrer Studienzeit aus den Augen verloren. Jetzt haben sie sich über das Internet wiedergefunden, bis auf Yasmin, die bis dato keinerlei Spuren im WWW hinterlassen hat. Spontan lädt Philipp sie zu sich nach Hiddensee ein. Timo gelingt es, doch auch Yasmin davon zu unterrichten und bringt sie zu dem Treffen mit, wovon Philipp wenig begeistert ist.

Doro Kagel ist Journalistin und aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlags „Expertin“ für Mordfälle. Sie bekommt den Auftrag, über den Amoklauf von Hiddensee, der sich nun zum zweiten Mal jährt, einen ausführlichen Artikel zu schreiben. Zunächst ist sie wenig begeistert von dem Auftrag. Doch es hilft ja nichts, sie muss etwas abliefern. Und da sie nicht einfach alles nochmals zusammenfassen will, was darüber bereits geschrieben wurde, sondern vielmehr eine detaillierte Story aus verschiedenen Blickwinkeln abliefern möchte, beginnt sie, ausführlich zu recherchieren.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen von zwei verschiedenen Sprechern gesprochen. Nach und nach erfährt man, was sich damals auf der idyllischen Insel Hiddensee ereignet hat. Und Stück für Stück stellten sich mir die Haare mehr zu Berge. Ich fand die Zusammenführung der Ereignisse dieser zwei Handlungsstränge (also einmal Doro Kagel in der Gegenwart und zum anderen, die Erzählung von damals) dermaßen gut gelungen, dass ich das Hörbuch nicht mehr ausschalten konnte, bis ich die ganze Story gehört hatte. Ich hatte von den Protagonisten jeden einmal in Verdacht, verwarf meinen Verdacht wieder und war mir sicher, dass es sich so und nicht anders zugetragen haben musste. Doch nein… Und solche Geschichten liebe ich einfach, bei denen man schön miträtseln kann und am Ende doch verblüfft aufgrund der tatsächlichen Lösung dasteht.

Die beiden Sprecher Jürgen Uter und Anneke Kim Sarnau hätten ihre Sache nicht besser machen können. Zum einen sind beide ganz hervorragende Sprecher und zum anderen erleichterte es der Einsatz von zwei Sprechern dem Hörer ungemein, jederzeit genau zu wissen, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet.

Ich kann für dieses Hörbuch nur eine klare Hörempfehlung aussprechen. Ich jedenfalls fühlte mich bestens unterhalten und war von Anfang an von der Geschichte gefesselt.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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Siehe auch: