Jussi Adler-Olsen – Opfer 2117 (Carl Mørck 8)

Beschreibung
Auf Zypern wird eine Tote aus dem Wasser geborgen. Offenbar eine Geflüchtete aus dem Nahen Osten. Auf der sogenannten „Tafel der Schande“ in Barcelona, wo die aktuelle Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge angezeigt wird, ist sie das „Opfer 2117“. Doch die alte Frau ist nicht ertrunken, sondern wurde ermordet. In Kopenhagen spielt der 22-jährige Alexander das Computerspiel „Kill Sublime“. Das Foto des „Opfers 2117“ hängt direkt vor ihm. Sein Hass auf die Gesellschaft, die gegenüber dem Elend der Welt gleichgültig ist, ist so groß, dass er beschließt, für diese Frau Rache zu nehmen, sobald er in „Kill Sublime“ Level 2117 erreicht hat. Können Carl Mørck und Assad ihn rechtzeitig aufhalten?

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
18 h 9 m

Meine Meinung
Uff, Opfer 2117 ist hart, hart an der Grenze des Erträglichen, hart, was die erzählte Geschichte an sich angeht und hart was wir über die Geschichte von Assad erfahren.

Ist Assad aus den vorherigen Bänden als zwar sehr intelligent aber doch ein klein wenig trottelig – immer mit seinen Kamelwitzen und seinen herrlichen Wortverdrehungen – bekannt, so bekommen wir hier Assad in einem ganz anderen Licht präsentiert. Hier erfährt man so einiges über seine Herkunft aus Syrien, was er früher wirklich getan hat und dass er das reinste Sprachgenie ist. Findest du nun unglaubwürdig? So ging es mir im ersten Moment auch. Ich dachte sogar: Boah, nee, ist Jussi sonst nix eingefallen, als solch eine unglaubwürdige Story? Kurz davor, das Buch abzubrechen, hörte ich doch weiter. Denn ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Jussi seine Fans mit so etwas abspeisen würde. Was ein Glück kann ich im Nachhinein  nur sagen. Denn je weiter die Story voran schreitete, um so glaubwürdiger fand ich alles und umso schrecklicher weil durchaus vorstellbar.

Es ist wirklich keine leichte Kost, die wir als Hörer dieser 8. Fortsetzung auf die Ohren bekommen. Ganz im Gegenteil. Es bewegt sich hart an der Grenze zum Erträglichen. Tja, wie soll ich das nun weiter beschreiben, ohne etwas zu verraten? Nur soviel: Alles hängt zusammen, das Opfer 2117, der noch recht junge angehende Attentäter, der mit einer Machete Gerechtigkeit für das Opfer 2117 fordern will, der Syrien-Krieg, die Uno, Selbstmordattentäter… und und und… Fantastisch, wie Jussi hier die Fäden gezogen hat und wie clever er hier das Netz der Zusammengehörigkeit gewoben hat.

Auch darf man sich wieder auf Rose freuen. Sie ist wieder da, und zwar gewaltig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Sprecher Wolfram Koch war natürlich wieder in Höchstform. Er und kein anderer gehört zu dieser Reihe. Er passt einfach wie der Deckel auf den Topf.

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jussi Adler-Olsen – Opfer 2117 (Carl Mørck 8)

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Jussi Adler-Olsen – Selfies (Carl Mørck 7)

Beschreibung
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Sie kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Und welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Der neue Thriller von Jussi Adler-Olsen verspricht atemberaubende Spannung bis zur letzten Minute – ungekürzt gelesen von Wolfram Koch.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Bei dieser Folge ist die Ermittlungsarbeit im eigentlichen Fall etwas Nebensache. So kam es mir jedenfalls vor. Es geht hier hauptsächlich um Rose, die in ein sehr tiefes psychisches Loch gefallen ist und dort nicht mehr herausfindet. Carl und Assad versuchen nun also, auch Roses Vergangenheit aufzuklären, um ihr irgendwie helfen zu können.

Den Fall an sich fand ich dieses Mal ziemlich gut aber nicht super spannend. Es ging hier hauptsächlich um Sozialschmarotzer und jede Menge Gesellschaftskritik. Das war natürlich schon sehr interessant. Durchzogen mit den privaten Dramen ergab es eine kurzweilige Story, der man stundenlang zuhören konnte, ohne langweilig zu werden.

Wolfram Koch gehört zu Carl und Assad wie David Nathan zu Stephen King. Das perfekte Paar.

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Jussi Adler-Olsen – Verheißung: Der Grenzenlose (Carl Mørck 6)

VerheißungBeschreibung
Eine Tote hing kopfüber in einem Baum und keiner weiß, was damals geschah. Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Habersaat versucht, den tragischen Tod der jungen Frau aufzuklären. Doch jetzt, kurz nachdem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet, kommt er selbst auf schockierende Weise ums Leben – und wenig später stirbt auch sein Sohn.

Die Recherchen bringen Carl Mørck und sein Team auf die Insel Öland, zu einem Mann, der mit seinen Heilsversprechen Sinnsucher aus ganz Europa anlockt. Der neue Fall führt Carl, Assad und Rose weit über ihre Grenzen hinaus. Und lange ahnen sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie sich befinden.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Ein neuer Fall für das Sonderdezernat Q. Zwar will Carl – wie eigentlich immer – zunächst nichts von dem Fall wissen, doch schnell packt auch ihn die Neugier und die Gewissheit, dass der Unfall, der bereits 18 Jahre her ist, kein Unfall sondern vielmehr ein eiskalter Mord war. Und so beginnt die Ermittlungsarbeit des genialen Trios mit Carl, Assad und Rose. Anfangs plätschert die Story etwas vor sich hin, doch schnell ist die Einführung gehört und fortan will man den Player nicht mehr abschalten, so spannend beschreibt Jussi Adler-Olsen die Ereignisse.

„Verheißung“ ist ein Krimi, der einige Handlungsstränge gekonnt miteinander verknüpft. War mir anfangs noch völlig schleierhaft, wie sich das alles zu einem Großen und Ganzen fügen soll, dämmert es einem im Laufe der Story und man ist wieder einmal mehr begeistert von Jussis gekonnter Art, vielschichtige Geschichten geschickt und äußerst spannend zu erzählen. Sich solch eine komplexe Story überhaupt erst einmal einfallen zu lassen, ist absolut bewundernswert.

Lange Zeit war ich auf einer falschen Fährte, wurde hierin und dahin gelockt mit meinem Verdächtigungen und doch immer wieder eines Besseren belehrt. Und wie sich das alles am Ende aufklärte, war hochdramatisch, für mich unerwartet und genial überlegt und erzählt.

Einzigartig, wie präzise die Personen und die verschiedenen Schauplätze beschrieben wurden, so dass sich wieder sehr schnell das Gefühl „Kopfkino“ einstellte. 18 Stunden beste und spannende Unterhaltung, die Carl, Assad und Rose nicht selten an den Rand ihrer Kräfte trieb.

Sehr toll war auch wieder der Wortwitz, den die Unterhaltungen boten. Ich habe trotz der Dramatik sehr oft sehr herzhaft gelacht. Und natürlich fehlten auch die Kamelwitze nicht. Äußerst interessant fand ich den kurzen Exkurs eines Professors, dass alle Weltreligionen auf ein und denselben Ursprung zurückzuführen sind.

Somit ist auch der 6. Teil der Carl Mørck-Reihe wieder ein Meisterwerk der Krimikunst. Jussi Adler-Olsen ist in meinen Ohren einer der besten skandinavischen Krimi-Autoren.

Wolfram Koch als Sprecher war wieder perfekt. Keiner könnte diese Reihe besser lesen, als er. Man könnte sagen: Was David Nathan für Stephen King, ist Wolfram Koch für Jussi Adler-Olsen. Eine andere Kombination ist schlichtweg undenkbar!

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Weitere Informationen

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Jussi Adler-Olsen – Erwartung: Der Marco-Effekt (Carl Mørck 5)

ErwartungBeschreibung
Der 15-jährige Marco ist Mitglied eines Clans, der sich mit Einbrüchen, Diebstählen und Bettelei über Wasser hält. Als der Clan droht, ihn zum Krüppel zu machen, flüchtet Marco Hals über Kopf und stolpert im Wald über eine Leiche. Das Gesicht des Toten lässt ihm keine Ruhe mehr und er setzt alles daran, das Verbrechen aufzuklären.

Parallel nimmt auch Carl Mørck die Fährte auf – wie es scheint, ist der Tote in einen politischen Skandal über die Veruntreuung von Entwicklungshilfegeldern verstrickt. Gemeinsam kommen Mørck und Marco dem Komplott auf die Spur. Doch Marcos ehemaliger Bandenchef bleibt ihnen dicht auf den Fersen.

„Erwartung“ ist der fünfte Fall für Carl Mørck und seinen Assistenten Assad, packend gelesen von Wolfram Koch.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Ich habe die bisher vier erschienen Krimis um das Sonderdezenat Q rund um Carl Mørck, Assad und Rose verschlungen. Natürlich war ich auf den fünften Band sehr gespannt. Kaum erschienen, schon hatte ich ihn mir geladen und angefangen zu hören.

Marco ist ein sehr cleverer junger Kerl, der äußerst wissbegierig ist und von einem ganz normalen Leben träumt. Doch leider verhindert das der Clan, dem er unfreiwillig angehört und der ihn zu Einbrüchen und Diebstählen zwingt. Als das Oberhaupt des Clans dann beschließt, ihn zum Krüppel zu machen, nimmt er reiß aus und versteckt sich vor seinen Verfolgern in einem Erdloch im Wald. Als die Gefahr einigermaßen gebannt scheint und sie die Suche zunächst abbrechen, schlüpft er wieder aus dem Erdloch heraus. Etwas sich seltsam anfühlendes hat er berührt. Als er genauer nachschaut stellt er mit Entsetzen fest, dass er sich neben einer Leiche versteckt hat! Das Gesicht des Toten kann er fortan nicht mehr vergessen. Und als ihm dann auch noch dämmert, dass sein Clan diesen Mann getötet hat, wird seine Panik und seine Angst noch viel größer.

Währenddessen schließen Carl, Assad und Rose gerade einen anderen ungeklärten Fall auf. Für Carl ist die Sache zwar noch nicht ganz abgehakt, aber Rose besteht darauf, als nächstes in einem Fall zu ermitteln, in dem es um einen seit Jahren vermissten Mann geht, der im Bereich Entwicklungshilfe für Afrika tätig war. Carl kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Rose unbedingt diesen Fall bearbeiten will. Doch dann ereignen sich Dinge, die ebenfalls auf diesen Fall deuten. Und diese Dinge ereignen sich durch Marco. Denn so gut wie er Sachen aus fremden Taschen klauen kann, so gut kann er auch etwas in fremde Taschen hineinschmuggeln.

Abwechselnd erfährt man nun von dem Fortgang von Carls Ermittlungen und von Marcos Flucht vor seinen Peinigern. Denn der Bandenchef hat nicht nur seinen ganzen Clan auf ihn angesetzt, nein, es suchen auch noch Kerle ganz anderen Kalibers nach ihm. Angeheuerte Kindersoldaten, die vor nichts zurückschrecken und die nur ein Ziel vor Augen haben: Marco zu töten.

In diesem Buch menschelt es sehr. Und das fand ich so richtig klasse. So hat sich Mona z. B. von Carl getrennt. Und die Gefühle, die fortan in Carl wüten, hat Jussi Adler-Olsen dermaßen gut beschrieben, dass ich mit Carl litt, mit ihm spürte, wie die Brust zu eng wurde. Doch nicht nur Carls menschliche Regungen wurden bravourös beschrieben. Auch Marcos Angst und Verzweiflung wurden hervorragend gezeichnet – kurz, ich war wirklich sehr angetan, von diesen fantastisch zutreffenden Beschreibungen nicht nur der Gefühle, sondern auch der Körperreaktionen. Wirklich toll, wie Jussi es versteht, dies in Worte zu fassen. Wer da keine Gänsehaut bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Assad darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Ihm geht es in diesem Band langsam wieder etwas besser, nachdem er ja vom letzten Fall noch mächtig lädiert war. Im Laufe der Geschichte macht er immer weitere Fortschritte und seine Kamelsprüche waren wie immer erste Sahne. Ich muss schon wieder lachen, wenn ich nur daran denke.

Den Ausgang der Geschichte fand ich genial. Ich weiß zwar nicht, ob das in … Nein. Kein Wort mehr dazu. Ich fand das klasse – fertig, aus.

Wolfram Koch ist für mich „Die Stimme“ für Jussis Carl Mørck-Geschichten. Das dürfte niemand, wirklich niemand anderes sprechen. Besonders die Art, wie er Assads Stimme spricht, lässt mich immer wieder dahin schmelzen.

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