Marc Elsberg – GIER – Wie weit würdest du gehen?

Beschreibung
Wenn Reichtum für alle möglich wäre, man dafür aber von seinem eigenen Geld abgeben müsste, würdest du teilen?

„Stoppt die Gier!“ rufen sie und „Tod dem Kapitalismus“. Auf der ganzen Welt demonstrieren Menschen gegen die Folgen einer neuen Wirtschafts krise. Nur ein paar wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will Nobelpreisträger Herbert Thompson eine Rede halten, die die Welt verändern könnte. Denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall stirbt er – aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen…

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
9 h 46 m

Meine Meinung
In Gier beschreibt Marc Elsberg ein sehr interessantes Szenario. Die Schere zwischen Reich und Arm weitet sich immer mehr, der Unmut der armen Bevölkerung wächst immer mehr, Streiks und Demos sind die Folge. Und dann ist da ein Wissenschaftler, der die Formel gefunden hat, mit der Reichtum für Alle möglich sein soll. Doch auf dem Weg zur Bekanntmachung wird der Nobelpreisträger getötet. Ein unschuldiger Beobachter ist der junge Jan. Und schon beginnt eine fulminante Geschichte, die recht kurzweilig daherkommt. Allerdings fand ich die „Geschichte um die eigentliche Geschichte“ gar nicht mal so sehr interessant. Sie war spannend ja, aber viel interessanter fand ich die Formel.

Die Beschreibung der heiß begehrten Formel hat mich sehr fasziniert. Wer weiß, vielleicht könnte das ja wirklich der Weg aus der Misere sein. Das Begleitmaterial, das man bei Audible zum Hörbuch dazu bekommt, sieht jedenfalls recht vielversprechend aus. Man kann sich hiermit nochmals sehr lange beschäftigten, bis man das alles verstanden hat. Ich fand das sehr interessant!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Marc Elsberg – GIER – Wie weit würdest du gehen?

Siehe auch: 

Karl Olsberg – Die achte Offenbarung

Beschreibung
Dem Historiker Paulus Brenner fällt ein uraltes verschlüsseltes Manuskript aus dem Besitz seiner Familie in die Hände. Doch je mehr er von dem Text dekodiert, desto rätselhafter wird der Inhalt. Denn das Buch sagt mit erstaunlicher Präzision Ereignisse voraus, die zum Zeitpunkt seiner vermuteten Entstehung noch nicht geschehen sind. Während aus einem US-Labor hoch gefährliches Genmaterial verschwindet, will irgendjemand um jeden Preis verhindern, dass Paulus auch die letzte, die achte Offenbarung entziffert.

Ein packender Thriller um eine erschreckend realistische Apokalypse.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
11 h 58 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mich sehr begeistert. Zwar erst am Schluss, denn erst dann versteht man, warum man während des Hörens so manches Mal einige Zweifel hegt, ob es denn noch realistisch oder glaubwürdig ist. Doch es ist auch im Vorfeld so interessant gestrickt, dass man weiter und weiter hört bis dann plötzlich ein Drama passiert und von da an hat man stellenweise Schnappatmung von lauter Spannung. Ich bin heute sogar vor dem Wecker aufgestanden, um noch die letzten 1,5 Stunden vor dem Arbeiten gehen fertig hören zu können.

Besonders aufreibend fand ich die Szene, als ein Kampfjet auf einem Probeflug unterwegs war. Das war wirklich grandios beschrieben. Man zitterte mit den Piloten richtig mit und der eigene Puls beschleunigte sich ebenfalls.

Den Protagonisten Paulus fand ich klasse. Vom ziemlich langweiligen Historiker zum wahren Helden. Na, wenn das mal keine grandiose Entwicklung ist.

Wolfgang Wagner als Sprecher fand ich – wie schon in Marco Polo – sehr gut. Ich mag seine Stimme sehr gerne und er hat eine hervorragende Art, Texte zu sprechen. Immer passend für jede Gelegenheit.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Die achte Offenbarung

Siehe auch:

Arno Strobel / Ursula Poznanski – Fremd

FremdBeschreibung
Stell dir vor, du bist zu Hause, und vor dir steht plötzlich ein Mann. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du kennst ihn nicht. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass er bei dir wohnt. Du hast Angst. Und du spürst diesen unwiderstehlichen Drang, ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?

Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie nur beschützen. Aber sie wehrt sich. Sie hält dich offenbar für verrückt. Bist du es womöglich? Oder spielt jemand sein perfides Spiel mit euch?

Sprecher
Sascha Rotermund, Christiane Marx

Länge
7 h 50 m

Meine Meinung
Sehr gespannt war ich auf „Fremd“ – ein Gemeinschaftswerk von Ursula Poznanski und Arno Strobel. Kaum war es erschienen, schon landete es auf meinem Player.

Es fing auch sehr spannend auf. Ok. Das Thema „Nicht wiedererkennen“ ist nun nicht ganz neu, kann ja aber durchaus immer wieder spannend sein. So war es auch. Anfangs zumindest. Ich rätselte etliche Stunden mit, glaubte mal ihren Worten, mal seinen. Stellte selbst meine Theorien auf, was da denn nun passiert sein mochte.

Und dann die Auflösung. Was bitte war das denn? Ich, der normalerweise ein äußerst ruhiger Mensch bin, tobte. Ich wollte und konnte es nicht glauben, dass das nun der Grund für alles sein sollte. Also hörte ich erwartungsvoll weiter, ob noch eine Wendung in dem Buch kommen würde und alles mit Pauken und Trompeten richtig stellen würde. Aber nein. Da kam nichts mehr. Schluss, aus, fertig. Abgespeist mit einer halbgaren Erklärung – so kam ich mir vor.

Schade, denn ich hatte wirklich mehr erwartet. Da mich die ersten Stunden wirklich gut unterhalten haben, bekommt diese Geschichte noch 3 Pingus von mir, sonst wären es wirklich nur 2 geworden.

Die beiden Sprecher hingegen fand ich sehr gut. Sie passten perfekt zu der Story und zu den beiden Protagonisten.

s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel / Ursula Poznanski – Fremd

Siehe auch:

Nick Louth – Die Suche

Die SucheBeschreibung
Eine Wissenschaftlerin verschwindet spurlos. Ihr Freund sucht sie fieberhaft. Die Katastrophe steht kurz bevor. In Amsterdam sterben Menschen. Jeden Tag werden es mehr. Malaria breitet sich in der Stadt aus, übertragen von gezielt ausgesetzten Mücken.

Eine könnte helfen: Die Wissenschaftlerin Erica Stroud-Jones steht kurz vor dem Durchbruch in der Malaria-Forschung. Doch sie ist spurlos verschwunden – alles deutet auf eine Entführung hin. Ihr Freund Max Carver sucht in der Amsterdamer Unterwelt nach ihr. Max muss wissen, woran Erica zuletzt gearbeitet hat, nur so lässt sich die Katastrophe aufhalten. Seine Suche führt ihn immer tiefer in Ericas Vergangenheit. Was hat sie in den 90er Jahren in Afrika gemacht? Und was hat das mit der Malaria-Epidemie zu tun? Max muss feststellen, dass er Erica kaum gekannt hat, denn was er über sie herausfindet, ist lebensgefährlich…

Spannend, raffiniert und hochexplosiv – die Thriller-Sensation aus England!

Sprecher
Jürgen Holdorf, Elena Wilms

Länge
13 h 21 m

Meine Meinung
„Die Suche“ fing sehr spannend an. Doch recht bald nahm meine Aufmerksamkeit ab. Woran das gelegen hat, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ich vermute, dass mich der Sprecher hier einfach nicht begeistern konnte, obwohl er mir bei anderen Hörbüchern bisher ganz gut gefallen hatte. Auch Elena Wilms kam nicht in meinem Hirn an. Und sie mag ich eigentlich besonders gerne. Somit denke ich, dass es sicherlich nicht an den Sprechern alleine lag. Ich suche jedenfalls immer noch die Begeisterung für dieses Hörbuch.

Die Geschichte an sich ist ja eigentlich schon sehr interessant. Ich glaube, irgendwie passt dieses Hörbuch einfach nicht zu mir. Ich konnte ihm nicht wirklich viel abgewinnen. Aber vielleicht war auch einfach meine Aufmerksamkeit gestört. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich hörte und hörte und doch eigentlich alles nur am Rande mitbekam. Oft, sehr oft habe ich zurückgespult, um alles nochmals zu hören. Doch auch dann kam nicht viel mehr in meinen Hirnwindungen an. Jedenfalls möchte ich für dieses Hörbuch keine Bewertung abgeben, da mein negativer Eindruck der Story glaube ich nicht gerecht werden würde.

Also so etwas ist mir auch noch nicht passiert.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Nick Louth – Die Suche

Donna Tartt – Der Distelfink

Der DistelfinkBeschreibung
Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
33 h 25 m

Meine Meinung
Bei diesem Buch hat eindeutig der Titel den Ausschlag gegeben, dass ich es gekauft habe. Wenn man selbst Distel mit Nachnamen heißt, ist das ja wohl Ehrensache. Doch ich hätte im Traum nicht vermutet, was für ein wundervolles Buch ich mir da zugelegt habe!

Die Story im Schnelldurchlauf: Theo Decker verliert bei einem Bombenanschlag in einem New Yorker Kunstmuseum seine Mutter. Noch in dem Trümmern bekommt er von einem alten verwundeten Mann, den er zuvor mit einem jungen Mädchen gesehen hat, ein Bild zugeschoben, das er unbedingt retten soll! Außerdem gibt er ihm noch einen Ring, ein altes Familienerbstück. Der Mann verstirbt kurz darauf im Museum. Theo kommt zu einer Pflegefamilie. Währenddessen geht ihm das Mädchen nicht aus dem Kopf. Aufgrund des Ringes kann er ausfindig machen, wo diese wohnt und besucht sie. Sie ist schwerverletzt, ein älterer Herr – Hoby – pflegt sie. Hoby restauriert alte Möbel mit viel Liebe und Hingabe. Theo und Hoby freunden sich an – Theo lernt eine ganze Menge über das Handwerk. Der alte Mann aus dem Museum führte aber die Verkäufe durch, die seit seinem Tod praktisch brach liegen. Dann taucht plötzlich Theos verschollener Vater mit seiner neuen Flamme auf und meint urplötzlich, sich um seinen Sohn kümmern zu müssen. Er reißt ihn aus seinem gewohnten New Yorker Umfeld heraus und nimmt ihn mit nach Las Vegas. Theo gelingt es, das Bild, das gut eingepackt in einem Bettlaken in seinem Rucksack ruht, mitzunehmen.

In Las Vegas lernt er einen jungen Russen kennen, der mit seinem Vater dort gestrandet ist. Der Vater arbeitet und trinkt – kümmert sich aber nicht um Boris, seinen Sohn. Theo und Boris freunden sich an. Und da Theos Vater und auch seine Lebensgefährtin so gut wie nie da sind, sind die beiden ziemlich auf sich alleine gestellt. Der Vater, trockener Alkoholiker, dafür aber spielsüchtig und tablettenabhängig, kümmert sich recht wenig um die beiden. Die ersten ausufernden Experimente mit Alkohol und Drogen beginnen bei Theo und Boris, die mittlerweile unzertrennlich geworden sind. Doch von dem Bild erzählt Theo Boris nie. Zu groß ist seine Angst, da Kunstraub ja nun kein Kavaliersdelikt ist. Das Bild ist weiterhin gut versteckt, im Bettlaken eingewickelt. Der Vater gerät irgendwann durch seine Spielsucht wieder in Schwierigkeiten, Geldeintreiber stehen vor der Tür… Dann verunglückt Theos Vater tödlich bei einem Verkehrsunfall. Theo bekommt die Panik und reißt Hals über Kopf mit dem Hund der Freundin und natürlich dem Bild im Gepäck im Bus zurück nach New York. Zu seiner alten Pflegefamilie kann er nicht zurück, also versucht er sein Glück bei Hoby. Dieser nimmt ihn in sein Haus auf. Theo wird natürlich auch älter und übernimmt nach und nach die Verkaufsgeschäfte des Antiquitätenladens. Dann taucht plötzlich ein Mann auf, der ihm durch die Blume vorwirft, er habe das Bild „Der Distelfink“ aus dem Museum gestohlen und hätte es verkauft – er könne alles zurückverfolgen…

Donna Tartt, die mir bis dato gänzlich unbekannt war, kann sehr, sehr gut erzählen. Von Anfang an hatte sie mich mit diesem Buch in ihren Bann gezogen. Klar, es fing ja auch verdammt spannend an – nämlich mit der Explosion im Museum. Theo, der 13-jährige Junge ist mir natürlich auch sehr schnell ans Herz gewachsen, steht er doch nun ganz alleine da und ist verzweifelt. Viel Action passiert in diesem Buch nicht. Vielmehr glänzt es durch detaillierte Beschreibungen sowohl der Menschen, der Umgebung, ja selbst der Möbel bis natürlich hin zu den einzelnen Charakteren, die sehr gut gezeichnet wurden. Ich habe jetzt noch genau im Kopf, wie sie aussehen, kenne ihren Charakter, kurz, als würde ich sie persönlich kennen. Auch die Gefühlsschwankungen, die Gedanken und sonstige menschlichen Regungen sind äußerst gut beschrieben.

Theo ist ein eher zurückhaltender Junge – auch als junger Mann noch. Er antwortet immer recht zögerlich, manchmal für meinen Geschmack zu zögerlich – Spontanietät ist nicht gerade seine Stärke.

Boris ist das genaue Gegenteil. Er weiß alles, probiert alles aus – ist ein altkluger Typ, weiß immer eine Lösung. Und er quasselt ohne Ende.

Hoby ist ein alter herzensguter Mann, dessen Lebensfreude und -inhalt darin besteht, seine alten Möbel zu restaurieren. An Geld ist er wenig interessiert – viel glücklicher macht ihn, wenn er das passende Stück Holz findet.

Das Bild „Der Distelfink“ von Fabritius spielt natürlich eine ganz zentrale Rolle in dieser Geschichte, auch wenn es im Vergleich zur Wichtigkeit eher selten Erwähnung findet. Es ist ein wirklich schönes Bild, wie ich finde.

Der Schreibstil von Donna Tartt ist einfach wunderbar. Er ist flüssig, nichts ist überflüssig, trotz der Länge fand ich jeden Satz, jedes Wort wichtig und richtig für die Geschichte. Und es sind ganz wunderbare Gedanken in diesem Buch zu finden. Besonders zum Ende hin wird selbst Boris ein wenig philosophisch, das Gespräch mit Hoby fand ich grandios, die Bildbeschreibung und -erklärung ganz phantastisch und überhaupt hat mich gerade die letzte Stunde nochmals so richtig vom Hocker gerissen. Ich bin wirklich sehr begeistert.

Matthias Köberlin als Sprecher fand ich auch eine sehr gute Wahl. Seine ruhige Stimme passte sehr gut zu Theo, der die Geschichte ja erzählt. Aber auch alle anderen Stimmen hat er wundervoll inszeniert. Es brauchte keine: Hoby sagte oder Xandra meinte… das war schon immer klar durch die jeweilige Stimme. Ja, auch der Sprecher, den ich schon von einigen anderen Hörbüchern her kannte, hat mich überzeugt.

Somit hat Donna Tartt mit „Der Distelfink“ zu Recht einen Platz auf meiner Hörbuch-Bestenliste verdient.

s5g5h

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Donna Tartt – Der Distelfink

<<<5 Jahre später>>>
Ich habe mir dieses Hörbuch nochmals angehört und war wieder genauso begeistert, wie im Jahr 2014.

Wulf Dorn – Phobia

PhobiaBeschreibung
Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
9 h 09 m

Meine Meinung
Seltsame Dinge ereignen sich im Haus der Bridgewaters. Sarah wähnt ihren Mann auf Geschäftsreise, als sie nachts Geräusche im Haus hört. Alles klang nach den Gewohnheiten ihres Mannes. Der Schlüssel auf der Kommode, der Koffer, der dort abgestellt wird, der Gang in die Küche und das Öffnen der Kühlschranktür, um noch eine Kleinigkeit zu essen. All das waren die typischen Geräusche, die ihr Mann machte, wenn er von einer Geschäftsreise nach Hause kam. Als sie nach unten geht um ihn zu begrüßen, stellt sie jedoch entsetzt fest, dass es sich bei dem Mann in ihrer Küche nicht um ihren Ehemann handelt. Dieser Mann steckte zwar in dem Anzug ihres Mannes, doch war er ihm zu klein. Denn der Mann war größer. Und natürlich sah er anders aus. Ganz anders! Er sah entsetzlich aus! Sein ganzes Gesicht war voller Narben.  Und doch behauptete er steif und fest, ihre Ehemann Stephen zu sein. Und er wusste auch Dinge, die nur Stephen wissen konnte!

Hui, dachte ich mir, was ist denn da passiert? Also hörte ich gespannt weiter. Dann kam eine andere Szene. Mark Behrendt wurde nun in die Geschichte eingeführt. Was hierzu erzählt wurde, fand ich dann etwas seltsam. Aber ok. Man soll ja nicht vorschnell urteilen. Aber meine Spannung war zunächst etwas weg.

Dann traf Sarah Stephen auf einer Beerdigung. Sie bat ihn um Hilfe. Die Polizei glaubte ihr nicht, ihr Mann war immer noch spurlos verschwunden und der Fremde meldete sich immer wieder als Stephen bei ihr.

Mark, der eigentlich Psychiater war, hatte aber durch den Tod seiner Frau selbst den Boden unter den Füßen verloren, war dem Alkohol verfallen und sah sich nicht in der Lage, ihr zu helfen. Doch er berappelte sich und dachte, wenn er ihr hilft, hilft er sich selbst auch. Mein Interesse an der Geschichte schwand dahin…

Ein anderes Hörbuch musste her… „Unbescholten“ von Alexander Söderberg suchte ich mir aus. Meine Rezi hierzu gibt es hier. Als ich dieses dann fertig hatte, hörte ich „Phobia“ weiter. Denn so ganz aus dem Kopf ging mir das nicht und ich wollte letztlich doch wissen, wie es weiter geht.

Mark und Sarah versuchten nun also gemeinsam, den fremden Mann zu finden. Mehr will ich dazu nicht erzählen.

Das Ende der Geschichte fand ich gut, was Sarah und ihren Mann betrifft, was Mark betrifft fand ich es unverständlich. Ich weiß gar nicht, was mir Wulf Dorn mit diesem Ende sagen wollte? Vielleicht war es ja auch ein Hinweis, dass es eine Fortsetzung zu Marks Geschichte geben wird? Alles andere macht für mich keinen Sinn. Oder habe ich irgendetwas nicht verstanden? Falls dem so ist, bitte klärt mich auf!

„Phobia“ war für mich keine Geschichte, die mich vom Hocker riss oder um den Schlaf brachte. Ich fand zwar die Vorstellung, dass ein geliebter Mensch spurlos verschwunden und vermutlich in den Händen eines „Verrückten“ ist erschreckend! Und auch, dass jemand Fremdes alles über einen wusste, was er eigentlich gar nicht wissen konnte, fand ich fürchterlich. Und doch hat mich die Art und Weise der geschilderten Situationen nicht richtig entsetzt. Ich konnte weder Sarah noch mit Mark wirklich mitfühlen. Ich hörte es, registrierte es, aber eigentlich plätscherte für mich die Story einfach nur dahin. Sie hat mich nicht gepackt. Schade. Echt schade, da ich dieses Hörbuch als „Musst du unbedingt hören“ empfohlen bekommen hatte.

Aber ich will das Hörbuch natürlich auch nicht verteufeln. Vielleicht liegt es ja auch an mir – vielleicht bin ich momentan der vielen Thriller und Krimis einfach überdrüssig.

David Nathan – na, muss ich nix zu sagen. Natürlich war er wieder toll.

s5g3s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wulf Dorn – Phobia

Siehe auch: