Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Beschreibung
Ohio 1977: James Lee möchte seine Tochter Lydia als Abschlussballkönigin sehen – eine Popularität, die ihm als Sohn chinesischer Einwanderer verwehrt blieb. Für ihre Mutter soll die 17-Jährige Klassenbeste sein. Auch ihre beiden Geschwister vergöttern sie. Doch dann der Schock: Lydia wird tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Der tragische Verlust verwandelt das Leben der Familie in eine Tragödie, die ihre glückliche Vergangenheit als Illusion entlarvt. Doch auch dieses Ende birgt die Chance auf einen Neuanfang. Und alle erkennen, dass Ehrlichkeit und Respekt füreinander das Wichtigste im Leben sind.

Sprecher
Britta Steffenhagen

Länge
7 h 46 m

Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie erzählt die Geschichte einer Amerikanerin, die einen Chinesen heiratet. Mit ihren drei Kinder leben sie in einer amerikanischen Stadt, die 1977 noch voller Vorurteile gegenüber Ausländern ist.

In dieser Familie dreht sich alles um die älteste Tochter Lydia, die ums Leben gekommen ist. Ob es Mord, Selbstmord oder ein tragischer Unfall war – es wird hier viel spekuliert. Und so erfährt man sehr viel über die Umstände, in denen die Familie und ihre einzelnen Mitglieder so leben. Jeder hat eine andere Ansicht, doch in einem Punkt sind sich alle einig: Lydia hatte viele Freunde und war sehr beliebt. Doch nach und nach hebt sich der Vorhang der Verhüllung und es treten erstaunliche Gesichtspunkte in den Vordergrund.

Eigentlich spielt hier jedes Familienmitglied eine tragische Rolle. Dies könnte man nun als etwas kitschig deuten, doch das ist es ganz und gar nicht.

Celeste Ng hat eine Art zu erzählen, die einem sehr ans Herz geht und die absolut glaubhaft und vorstellbar zugleich ist. Diese Familie könnte es meiner Meinung nach wirklich gegeben haben, denn nichts scheint hier konstruiert oder gekünstelt.

Kurz, ich bin rundum begeistert von der tollen Geschichte „Was ich euch nicht erzählte“.

Britta Steffenhagen als Sprecherin passte ganz hervorragend zu dieser Geschichte, sie las mit viel Herzblut und Leidenschaft.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Siehe auch:

Jan Weiler – Kühn hat zu tun

Kühn hat zu tunBeschreibung
Martin Kühn ist 44, verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in einer Neubausiedlung nahe München. Er hat sich damit abgefunden, dass er, obwohl ihn alle für brillant halten, bei der Polizei wohl keinen weiteren Karriereschritt mehr machen wird. Dass sein pubertierender Sohn ihm langsam entgleitet. Dass seine rothaarige Nachbarin seine sexuelle Fantasie entfacht, er sich aber niemals trauen würde, fremdzugehen. Dass von seinem Gehalt nach allen Abzügen ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt.

Eines Tages wird Kühn von einem Kollegen zu einem Tatort gerufen: Es gibt eine Leiche, Tötungsdelikt, Kühn soll sich sofort auf den Weg machen. Er kann zu Fuß gehen. Das Opfer liegt gleich hinter seinem Garten in der Böschung. Keine 30 Meter von Kühns Gartentor entfernt…

Sprecher
Jan Weiler

Länge
8 h 27 m

Meine Meinung
Bisher kannte ich Jan Weiler nur von „Maria, ihm schmeckt’s nicht“. Das fand ich damals einen herrlichen Klamauk und in diese Schiene hatte ich Weiler eingeordnet. Somit war ich nun sehr überrascht, als ich diesem Kriminalroman lauschte. Denn mit „Kühn hat zu tun“ hat Weiler zwar auch einen recht humorvollen Roman geschrieben, jedoch hat dieser wesentlich mehr Tiefgang.

Feines Gespür
Sehr gut gefallen hat mir der psychologische Tiefgang, den diesen Roman durchzieht. Kühn ist am Ende seiner Kräfte. Sein Leben scheint ihm gänzlich zu entgleiten. Er kämpft und kämpft und doch wird alles immer schlimmer. Nicht zuletzt dank seiner sich immer mehr in den Abgrund drehenden eigenen Gedanken. „Nebenbei“ gibt es dann noch einen ziemlich rätselhaften Mordfall aufzuklären, der auch immer komplizierter wird.

Auch die Beobachtungsgabe von Weiler, die Schilderung einer typischen Kleinstadt, in der alles seine deutsche Ordentlichkeit haben muss, fand ich toll beschrieben. Er bringt das Kleinbürgertum wunderbar und humorvoll auf den Punkt.

Fazit
Somit war „Kühn hat zu tun“ für mich eine kurzweilige, amüsante und doch tiefgehende Unterhaltung, die mir sehr gut gefallen hat. Nicht zuletzt durch die auch sehr gute Leistung von Jan Weiler selbst als Sprecher. Er ist einer der seltenen Autoren, die ihren Text wirklich brillant selbst vortragen können. Eigentlich bin ich ja nicht so der Fan von Autorenlesungen, aber das passte hier wirklich perfekt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jan Weiler – Kühn hat zu tun

Siehe auch: