Anika Decker – Wir von der anderen Seite

Beschreibung
Schauspielerin Katja Riemann liest den Debütroman der erfolgreichsten Kino-Autorin Deutschlands – persönlich, humorvoll, emotional.

Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer.

Vor allem, wenn der Medikamentenentzug Albträume und winkende Eichhörnchen hervorruft. Zum Glück kann sie sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer verrückten Familie verlassen, die immer für sie da ist. Und noch etwas wird Rahel immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Von jetzt an nimmt sie es selbst in die Hand.

Sprecher
Katja Riemann

Länge
10 h 01 m

Meine Meinung
Wenn Anika Decker nicht so fantastisch pointiert schreiben könnte und Katja Riemann die Geschichte nicht so herrlich inszeniert hätte, ich hätte wohl beim Lauschen dieser wirklich tragischen Story nur geheult.

Erzählt wird hier die Story von Rahel Wald, die im Koma lag und sich langsam zurück ins Leben kämpft. Dies ist ganz offensichtlich kein lockerer Spaziergang, vielmehr ist es ein harter Kampf, der unserer Protagonistin Tag für Tag viel Geduld und noch mehr Tapferkeit abverlangt. Trotz der tiefen Dramatik, von der diese Geschichte berichtet, gelingt es der Autorin, eine Leichtigkeit und einen Humor in die Geschehnisse zu legen, die mich manches Mal laut auflachen liesen. Man merkt, dass sie von Beruf Kino-Autorin für Komödien (z. B.: Keinohrhasen) ist. Denn sie macht das ganz wundervoll.

Die zehn Stunden Krankheit vergingen trotz des vielen Leids wie im Flug.  Anika Decker weiß wovon sie redet. Denn sie lag selbst nach einer Sepsis im Koma und kann hier sehr gut Rahels Leiden beschreiben. Aber wie gesagt, immer mit der richtigen Portion Humor, so dass es kein Buch voller Gejammere und Selbstmitleid wird. Natürlich kommt das auch vor, aber eben gekonnt unterhaltsam. Ich finde das eine extrem klasse Leistung von der Autorin, ein derart ernstes Thema mit einer solchen Lockerheit zu erzählen.

Die Sprecherin Katja Riemann, ebenfalls bekannt aus der Filmbranche, passt natürlich perfekt zu dieser Story. Kurz, mich hat dieses Hörbuch sehr begeistert und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Anika Decker – Wir von der anderen Seite

Sy Montgomery – Rendezvous mit einem Oktopus

Beschreibung
Sie haben drei Herzen, acht Fangarme mit 1600 Saugnäpfen, der Mund gleich Schnabel sitzt in der Achselhöhle oder, bei anderer Betrachtungsweise, zwischen den Beinen. Ihr Biss kann giftig sein, sie können Tinte verspritzen und sich mit ihrem schlabberigen, knochenlosen Körper, der sich bis auf Autogröße ausstrecken kann, durch ein organgengroßes Loch zwängen. Das hört sich auf Anhieb nicht gerade nach einem sympathischen Zeitgenossen an. Und doch hat Sy Montgomery die Oktopoden Athena, Octavia und Kali rasch lieben gelernt. Und offenbar nicht nur sie, denn ihr preisgekröntes Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“ eroberte weltweit die Bestsellerlisten. Bei Bonnevoice ist das Hörbuch erschienen, einfühlsam gelesen von Sophie von Kessel.

Vor über 500 Millionen Jahren haben sich die Abstammungslinie der Oktopoden und die des Menschen voneinander getrennt. Ihr Aussehen, ihr Körper könnten sich nicht grundlegender vom Menschen unterscheiden. Riesenkraken sind der Inbegriff der Andersartigkeit, und doch ist es möglich, eine Beziehung zu ihnen herzustellen. Die Naturforscherin Sy Montgomery tauchte regelrecht ein in die faszinierende Welt dieser schlauen Wunderwesen – erst nur mit den Armen ins Becken im Aquarium von New Hampshire, später mit dem ganzen Körper beim Tauchen im Golf von Mexiko.

Berührend, kenntnisreich und unterhaltsam erzählt die Autorin von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit den heimlichen Stars der Meere und ihren engagierten Pflegern. Man erfährt, dass sich Oktopoden rasch langweilen, beschäftigt werden wollen und spielen, je nach Laune Farbe und Form ändern, Menschen unter anderem am Geschmack ihrer Haut erkennen, Zu- und Abneigung ausdrücken können. Sie lernen komplizierte, unterschiedliche Schraubverschlüsse zu öffnen, haben unglaubliche Kräfte und man muss bei Riesenkraken in Aquarien immer damit rechnen, dass sie unfassbar findig im Ausbüchsen sind. Letzteres kann ihnen mitunter zum Verhängnis werden.

Vielleicht geht man mit Skepsis an das Thema heran, ist in kurzer Zeit komplett abgetaucht und fasziniert, kann kaum glauben, was man da über diese klugen, fremden Lebewesen erfährt – und isst am Ende nie wieder Oktopussalat.

Sprecher
Sophie von Kessel

Länge
10 h 30 m

Meine Meinung
„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery ist kein rein wissenschaftliches Buch über das Verhalten von Oktopoden. Vielmehr ist es eine leidenschaftliche Geschichte darüber, wie sich Sy Montgomery mit verschiedenen Oktopoden sehr eng befreundete und welche Gefühlsregungen sowohl in ihr als auch in dem jeweiligen Oktopus vor sich gingen.

Äußerst interessant fand ich ihre Schilderungen, wenn sich die vielen Saugnäpfe der diversen Arme der Tiere um ihre Arme schlangen und wie sie ihre Zuneigung zeigten. Sehr lustig fand ich hingegen, wie sie den Menschen, die sie nicht mochten, ihre Abneigung zeigten. Es endet meist: Klatschnass.

Sehr interessant fand ich auch, dass Oktopoden gänzlich farbenblind sind, aber trotzdem auf äußerst spektakuläre Weise ihre Farbe ändern können. Sie können sich hervorragend an ihre Umgebung farblich anpassen. Es wird spekuliert, dass sie über ihre Haut „Farben sehen“ können. Doch das ist noch nicht belegt. Aber ganz sicher ist, dass sie durch ihre Farbwechsel auch Gefühle ausdrücken.

Sy Montgomery erzählt hier leidenschaftlich von vielen Begebenheiten, alle in Verbindung mit den intelligenten Tintenfischen. Ich fand das äußerst interessant und kurzweilig und kann es nur empfehlen.

Die Sprecherin passte auch sehr gut zum Inhalt. Kurz: Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sy Montgomery – Rendezvous mit einem Oktopus

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Beschreibung
New York in den achtziger Jahren: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. In der Schule eher eine Außenseiterin und von ihrer älteren Schwester konsequent ignoriert, fühlt sich June nur in Finns Gesellschaft wirklich wohl. Als Finn viel zu jung an einer mysteriösen Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen.

Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, der sich im Hintergrund des Geschehens hält, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die wunderschöne Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wie sich herausstellt, ist June nicht die Einzige, die am Verlust Finns zu zerbrechen droht. Zunächst ist June misstrauisch, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Toby und ihr eine zarte Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jodie Ahlborn

Länge
13 h 15 m

Meine Meinung
Ich muss zugeben, anfangs tat ich mich mit der Geschichte ziemlich schwer. Zu groß erschien mir das nicht enden wollende Leiden der Protagonistin. Ihre Schwester tat ihr übriges dazu, dass ich wirklich nur schwer in diese düstere und letztendlich doch bezaubernde Geschichte hineinfand. Doch als sie mich endlich gepackt hatte, wollte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Die Story spielt in der Zeit, als Aids als Krankheit noch völlig neu war. Keiner wusste so recht, wie man damit und besonders mit den infizierten Menschen umgehen sollte/musste/konnte. Zu groß war die Angst, sich selbst anzustecken. Und natürlich gab es auch entsprechende Vorurteile gegenüber den Betroffenen. Den nicht mehr ganz so jungen Lesern wird dies sicherlich auch noch gut in Erinnerung sein.

Dies alles wurde hier sehr detailliert dargestellt, die Personen wurden ebenfalls sehr klar und deutlich beschrieben. Entweder man liebte sie oder man hasste sie, dazwischen gab es nur wenige Personen.

Toll fand ich die Beschreibungen des Bildes und wie es sich nach und nach durch verschiedene Hände mal mehr mal weniger künstlerisch veränderte. Ganz witzig fand ich auch die Szene mit dem Flohzirkus. Da musste ich schon sehr grinsen.

Insgesamt ist „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ eine sehr interessante, sehr düstere aber doch toll erzählte Geschichte, die sich besonders sprachlich in den Vordergrund rückt. Mir war sie insgesamt einen Tick zu traurig in ihrer Gesamtheit. Aber lohnenswert ist diese Geschichte allemal. Denn sie gibt auch gute Impulse, um über das seltsame und manchmal gemeine Verhalten anderer einfach mal anders nachzudenken, einfach einmal die Perspektive zu wechseln. Oft kommen dann überraschende Erkenntnisse ans Licht.

Jodie Ahlborn hat mir in ihrer Rolle als Protagonistin auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Harald Lesch – Was ist Materie?

was-ist-materieBeschreibung
Das Unveränderbare: Materie ist für uns die fassbare Grundsubstanz aller Dinge und allen Lebens. Sie ist nichts anderes als Energie.

Atome und das Nichts: Alles, was ist, besteht aus unteilbaren Teilchen – und aus dem Nichts. Aber was ist das Nichts?

Elektromagnetische Felder: Im 19. Jahrhundert meinten Physiker, jetzt endlich das Geheimnis der Materie gelüftet zu haben. Sie irrten sich ganz gewaltig. Elektrische und magnetische Felder machten die Natur der Materie noch rätselhafter.

Quantenmechanik: Die Quantenmechanik lässt die Eigenschaften der Materie in ganz neuem Licht erscheinen. „Beziehung“ ist das Schlüsselwort.

Prof. Dr. Harald Lesch ist Prof. für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie an der LMU und lehrt auch an der Hochschule für Philosophie in München.

Sprecher
Harald Lesch

Länge
57 m

Meine Meinung
Die Themen (siehe oben), die Lesch in diesem Hörbuch erklärt, fand ich sehr gut zusammengestellt und natürlich – wie immer – bestens erklärt. Besonders interessant finde ich bei seinen Hörbüchern immer die geschichtliche Entwicklung bis heute. Wie erklärten sich die alten Philosophen die Welt, was hat bis heute seine Gültigkeit und was ist nach heutigen Erkenntnissen gänzlich anders.

Wie immer kurzweilig und interessant von Harald Lesch höchstpersönlich vorgetragen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Harald Lesch – Was ist Materie

Siehe auch:

 

Robert Galbraith – Die Ernte des Bösen (Cormoran Strike 3)

Die Ernte des BösenBeschreibung
Scharfsinnig, packend, teuflisch klug…

Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, Privatdetektiv Cormoran Strike, ist nicht überrascht. Ihm fallen vier Menschen ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde. Während die Polizei im Dunkeln tappt, wagen sich Strike und Robin vor in eine düstere und verstörende Welt…

Fesselnd von Anfang bis Ende gelesen von Dietmar Wunder, der deutschen Stimme von Daniel Craig.

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
18 h 22 m

Meine Meinung
Ja, und auch hier habe ich zu lange mit meiner Rezension gewartet. Doch auch hier gilt: Das Hörbuch war klasse!  Ich kenne zwar die zwei Vorgängerbände nicht, doch diese geniale Story hat mich dazu inspiriert, dies nun nachzuholen. Denn die beiden sind ein zu interessantes Privatermittler-Paar, als dass ich mir das länger entgehen lassen möchte.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Galbraith – Die Ernte des Bösen (Cormoran Strike 3)

Siehe auch:

 

Isa Grimm – Klammroth

KlammrothBeschreibung
Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinder wispern in der Dunkelheit – die toten Kinder von Klammroth. Einst war der Weinort am Fluss eine Idylle. Doch dann starben Dutzende Kinder bei einer Katastrophe im Tunnel, zahllose weitere wurden entstellt. Jetzt, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Seltsame Dinge geschehen – und fordern neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Nicole Engeln

Länge
8 h 51 m

Meine Meinung
Die Beschreibung fand ich interessant. Die Sprecherin in der Hörprobe gefiel mir auch gut. Ich kenne sie auch schon von anderen Hörbüchern her. Also überlegte ich nicht lange und holte mir das Hörbuch. Anfangs hat es mir auch sehr gut gefallen. Es wurde flüssig erzählt und die Geschichte schien ganz interessant zu werden. Die Protagonistin Anais fand ich sympathisch und glaubwürdig dargestellt. Doch dann kamen die ersten Mystery-Effekte. Hm. Das hatte ich nun nicht in der Geschichte erwartet. Ich hätte vielleicht besser einige Rezensionen im Vorfeld lesen sollen, da steht das geschrieben. Für mich nahm diese Wende allerdings ein wenig den Schwung aus der Story, da ich nur bedingt auf Mystery stehe.

Es hätte mir vlt. auch bereits durch die Beschreibung klar sein sollen – aber ich hatte wirklich eine andere Erklärung erwartet.

Es gab sehr viele spannende Höhepunkte, so dass die Geschichte nicht wirklich langweilig wurde. Es war eine durchaus gute Story, die ohne die Mystery auch nicht funktioniert hätte. Aber so ganz meinen Geschmack hat sie damit halt nicht getroffen. Ich habe lange überlegt ob ich für die Story 3 Punkte oder doch schwache 4 Punkte geben soll. Doch da ich ja durchaus über die knapp 9 Stunden recht gut unterhalten wurde, habe ich mich für 4 Pingus entschieden.

4 Pingus bekommt auch die Sprecherin Nicole Engeln von mir.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Isa Grimm – Klammroth