Harald Welzer – Alles könnte anders sein – Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen

Beschreibung
Die Welt ist zum Verändern da, nicht zum Ertragen. Früher war die Zukunft besser. Heute scheint keiner zu glauben, dass es unseren Kindern mal besser gehen wird. Muss das so sein? Muss es nicht! Der Soziologe und erprobte Zukunftsarchitekt Harald Welzer entwirft uns eine gute, eine mögliche Zukunft: Darin gibt es Städte ohne Autos, Schulen ohne Gebäude, die Menschen erhalten ein Grundeinkommen, und Grenzen gibt es auch nicht mehr. Erfrischend und ermutigend zeigt Welzer: Die vielbeschworene Alternativlosigkeit ist in Wahrheit nur Phantasielosigkeit. Alles kann tatsächlich anders sein. Man braucht nur eine Vorstellung davon, wie es sein sollte. Und man muss es machen.

Sprecher
Christian Brückner

Länge
10 h 07 m

Meine Meinung
Harald Welzer ist ein Querdenker. Er nimmt die Gegebenheiten nicht einfach hin, nein, er hinterfragt alles und jeden und hat seine ganz eigene Meinung zu einer lebenswerten Zukunft. Ich muss sagen: seine Gesellschaftsutopie für den freien Menschen gefällt mir außerordentlich gut! Prima finde ich auch die Idee der Reaktivierung des öffentlichen Raums zu Diskussions- und Abstimmungszwecken wie bei den alten Römern. Auch träumt er von einer echten gelebten Demokratie. Nicht wie sie momentan in Deutschland ist, vielmehr eher wie in der Schweiz.

Dieses Buch hat mir in vielen Bereichen nochmals die Augen geöffnet und einen ganz anderen Blickwinkel gezeigt. Ich fand das sehr interessant.

Meine uneingeschränkte Hörempfehlung!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Alles könnte anders sein – Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen

Jeffrey Archer – Das letzte Plädoyer

Beschreibung
Hätte Danny Cartwright seiner Freundin Beth den Heiratsantrag nur einen Tag früher oder später gemacht, wäre er nicht verhaftet und wegen Mordes an seinem besten Freund angeklagt worden. Vor Gericht steht die Aussage des unschuldigen Mechanikers aus dem Londoner East End gegen die Aussagen von vier Gentlemen. Schnell wird klar, dass Dannys Version der Geschichte die Geschworenen nicht überzeugt: Er wird zu 22 Jahren Haft verurteilt. Die wahren Schuldigen kommen davon. Vorerst – denn alle vier unterschätzen Dannys Entschlossenheit zur Rache: Er kämpft für eine Gerechtigkeit, die die skrupellosen Täter das Fürchten lehren wird.

Sprecher
Maximilian Laprell

Länge
18 h 38 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich brauchte drei Anläufe, um letztlich in die Story zu finden und um sie dann nicht mehr ausschalten zu wollen. Anfangs fand ich es total unlogisch, dass Danny eben noch ganz normal redete. Doch kaum war er im Knast, stellte man fest, dass er keinen korrekten Satz sagen konnte, dass sein Dialekt und sein Benehmen mehr als zu wünschen übrig ließen. Eben ein typischer Arbeiter, der keine gute Ausbildung genossen hatte. Das wollte mir nicht so recht einleuchten. Ich begann also nochmals von vorne und lauschte ganz genau auf Dannys Worte. Und da stellte ich fest, dass er eigentlich vorher nicht viel sagte. Also schluckte ich es und hörte weiter. Welch ein Glück. Denn wie sich diese Geschichte entwickelte, fand ich derart spannend, dass ich – hatte ich erst einmal Blut geleckt – nur noch mit Ohrhörern anzutreffen war.

Danny hatte es im Knast gut getroffen. Denn in der breiten Bevölkerung bestanden durchaus Zweifel, ob Danny wirklich der Mörder war. Und so wurde er zu zwei Inhaftierten in eine Zelle gesperrt, die keine Schwerverbrecher waren. Einer davon war ein durchaus betuchter Herr aus sehr gutem Hause. Dieser nahm sich Danny an und brachte ihm das Lesen und Schreiben bei und auch wie man sich angemessen in der Gesellschaft verhält. Nach und nach wurden sich die beiden immer ähnlicher, da sie von gleicher Statur waren, sich eh schon ziemlich ähnlich sahen und durch die Anpassung von Dannys Haarschnitt wurde es bald sehr schwer, die beiden überhaupt noch auseinanderhalten zu können.

Dann ergab sich eine tragische Chance für Danny, auf „fast“ legalem Wege aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Diese ergriff er natürlich. Und fortan arbeitete er an seinem Racheplan. Mehr will ich aber nicht zu der Geschichte erzählen. Höre es dir selbst an! Nur soviel sei gesagt: Niemand will Danny zum Feind.

Insgesamt fand ich diesen Thriller aus Archers Feder wirklich absolut klasse! Das einzige, das man bemängeln könnte, wenn man nun unbedingt in den Krümeln suchen möchte, dann wäre es dies: Wieder typisch Archer, ein armer Kerl kommt groß raus. Aber das wäre dann hier doch recht weit geholt, denn diese Story mutet ganz anders an als z. B. Die Clifton-Saga oder Kain und Abel.

Wenn das nicht sehr nach Bestenliste aussieht, dann weiß ich auch nicht.

Kurz noch zum Sprecher. Maximilian Laprell hat mir sehr gut gefallen! Auch er bekommt die volle Punktzahl.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Das letzte Plädoyer

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

Yuval Noah Harari – Eine kurze Geschichte der Menschheit

Eine kurze Geschichte der MenschheitBeschreibung
Vor 100.000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen.

Vor 70.000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herrn des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
17 h 02 m

Meine Meinung
Ich bin begeistert! Ein tolles und äußerst interessantes Hörbuch. Harari fasst hier nicht nur das landläufig Bekannte zusammen, nein es gibt auch sehr viel Neues zu erfahren. Er hinterfragt gründlich, wieso, weshalb und warum sich etwas so und nicht anders entwickelte. Harari kann toll erklären, so dass mir hier so manche für mich schleierhaften Vorgänge endlich verständlich wurden.  Alles sehr gut und ausführlich recherchiert. Ich bin wirklich beeindruckt.

Am Ende wird es spekulativ, wie denn unsere Entwicklung weiter gehen könnte. Das fand ich ebenfalls äußerst faszinierend und erschreckend zugleich. Denn er zeigt durchaus realistische Möglichkeiten auf, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Anhand von schon heute erreichten wissenschaftlichen Fortschritten, stellt er Gedankenspiele an, die dann plötzlich gar nicht mehr so Sci-Fi klingen.

Auch Jürgen Holdorf als Sprecher fand ich sehr gut! Mir persönlich ist zwar Frank Arnold als Sprecher von Sachbüchern lieber, aber Herr Holdorf hat hier wirklich eine tolle Leistung gebracht. Auch er bekommt hier die volle Punktzahl.

Ja, und wenn ich so begeistert bin und ich dieses Hörbuch wirklich nur empfehlen kann, dann hat dieses Buch natürlich einen Platz auf meiner Bestenliste verdient.

Yuval Noah Harari werde ich im Auge behalten. Das nächste Buch, das er veröffentlicht, wird direkt wieder meins sein.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yuval Noah Harari – Eine kurze Geschichte der Menschheit

Siehe auch: 

John Katzenbach – Das Tribunal

Das TribunalBeschreibung
1942 wird das Flugzeug des jungen amerikanischen Navigators Thomas Hart über Italien abgeschossen. Er überlebt als einziger den Absturz und wird im bayerischen Gefangenenlager Stalag 13 inhaftiert. Als ein Mitgefangener ermordet wird, fällt der Verdacht sofort auf den schwarzen Piloten Lincoln Scott. Hart, der Jura studiert hat, wird als dessen Verteidiger vor einem provisorischen Kriegsgericht einberufen. Im harten Lageralltag muss er nicht nur gegen die Nazis, sondern auch gegen Rassisten aus seiner eigenen Truppe für Gerechtigkeit eintreten…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
20 h 20 m

Meine Meinung
Vor lauter Begeisterung fällt es mir hier wirklich schwer, eine Rezension zu schreiben, die auch wirklich das transportiert, was ich sagen will. Eigentlich sollte reichen: Hör es dir an! Denn es wird dir gefallen. Da bin ich mir 100 % sicher. Aber gut. So einfach komme ich hier wohl nicht davon.

Was Katzenbach aus obiger Kurzbeschreibung für eine Geschichte gemacht hat, ist wirklich einzigartig gut. Amerikaner und Engländer, alle gefangen in Stalag 13. Alles Flieger, die abgeschossen und von den Nazis festgenommen wurden. Thomas Hart hatte vor dem Krieg Jura studiert. Er war noch nicht fertig mit seinem Studium, als er sich zum Kriegsdienst meldete. Doch Jura begeistert ihn nach wie vor und er nutzt im Gefangenenlager jede Möglichkeit, sich in dieser Richtung weiterzubilden. Angeregten Diskussionen kann er sich hier mit einem ehemaligen Richter hingeben, die Möglichkeit, sich Bücher auszuleihen, nutzt er, so oft er nur kann.

Ein weiterer Gefangener ist ein „Meister-Dealer“. Er kann jedem alles besorgen, es hat nur eben seinen Preis. Und als dieser Dealer eines Morgens ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht schnell auf Lincoln Scott, den einzigen farbigen Gefangenen unter den Häftlingen. Es wird ein provisorisches Kriegsgericht einberufen, bei dem Thomas Hart als Verteidiger fungieren soll.  Es geht um Leben und Tod. Denn sollte Lincoln Scott schuldig gesprochen werden, wird er hingerichtet.

Thomas Hart versucht beharrlich, das Vertrauen von Scott zu gewinnen. Doch dieser kann ihm einfach nicht vertrauen. Ihm ist aufgrund seiner Erfahrungen mit dem ewig währenden Rassismus das Wort Freundschaft fremd. So ist es auch für den unerfahrenen Strafverteidiger Thomas Hart mehr als schwierig, Scotts Unschuld zu beweisen. Denn er kämpft nicht nur gegen das Misstrauen seines Mandanten, sondern auch gegen die Anfeindungen und Intrigen aus den eigenen Reihen. Ganz zu schweigen von den Nazis…

Katzenbach ist es im Handumdrehen gelungen, mich in das Jahr 1942 in das bayerische Gefangenenlager Stalag 13 zu katapultieren. Er beschreibt das Lager, die Menschen und die Vorkommnisse dort derart bildlich, dass ich mich wirklich in dieser Welt mitgefangen fühlte. Die Emotionen, die Intrigen, die Überlegungen, die Bemühungen, die Verzweiflung, die Wut und auch die immer währende Angst – alles spürte ich quasi am eigenen Leib. Toll. Das war Ohrenkino in 3D. Wenn ich nur an die Beschreibungen und die Luftnot im Tunnel denke, bekomme ich schon wieder Beklemmungen und Atemnot.

Auch die Weiterentwicklung der Protagonisten hat mir sehr gut gefallen. Der unerfahrene Thomas Hart, der über sich selbst hinaus wächst und Lincoln Scott – ach, das will ich hier aber gar nicht verraten.

Manch einer wird das Ende als zu theatralisch, zu schnulzig betiteln. Ich aber sage: Das war der perfekte Abschluss dieser emotional voll gepackten Geschichte und ich habe geheult wie ein Schlosshund.

Zu Uve Teschner muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Er ist einfach verdammt gut. Und ich muss sagen, dass Duo Katzenbach/Teschner in Kombination war ein Hörgenuss der Spitzenklasse. Klar, dass es dieses Hörbuch auf meine Bestenliste geschafft hat.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: John Katzenbach – Das Tribunal

Siehe auch:

Thor Heyerdahl – Kon-Tiki: Ein Floß treibt über den Pazifik

Kon-tikiBeschreibung
Thor Heyerdahl war überzeugt: Die polynesische Kultur hat ihren Ursprung in Peru. Doch konnten die Menschen vor 1500 Jahren wirklich die Weiten des Pazifischen Ozeans überqueren? Um das zu demonstrieren, baute der Norweger ein einfaches Floß und begab sich mit fünf Begleitern auf die abenteuerliche Fahrt. Und tatsächlich erreichte er nach 101 Tagen sein Ziel – der Fachwelt und aller Gefahren zum Trotz.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gordon Piedesack

Länge
10 h 06 m

Meine Meinung
Wow! Die Geschichte der „Kon-Tiki“ bzw. der Mannschaft fand ich dermaßen gut, dass ich immer noch ganz fassungslos und überglücklich bin, dass ihre Expedition geglückt ist.

Thor Heyerdahl – ein Mann mit einer Überzeugung. Leider ist er der einzige Mensch, der es für möglich hält, dass die polynesische Kultur ihren Ursprung in Peru hat. Doch für Heyerdahl sind es ganz offensichtliche Zeichen. Und das will er beweisen. Doch konnten die Menschen vor 1500 Jahren wirklich mit einem Floß von Peru nach Polynesien treiben? Das hält jeder für unmöglich. Aber Schiffe gab es damals noch nicht. Heyerdahl will es beweisen. Er baut die „Kon-Tiki“. Ein Floß, das ganz nach dem Vorbild von damals gebaut wird. Ein Floß aus 9 dicken Stämmen Balsaholz, mit einer kleinen Bambus-Hütte obenauf, einem Bambus-Segel und Proviant. Heyerdahl konnte 5 weitere Wissenschaftler begeistern. Bei allerbesten Verhältnissen würden sie die polynesischen Inseln nach ca. 3 Monaten erreichen…

In diesem Hörbuch wird zunächst geschildert, wie Thor Heyerdahl versucht, Menschen für sein Projekt zu überzeugen. Alle halten ihn für verrückt. Alle denken, dass es unmöglich sei, den Pazifik mit einem Floß zu überqueren. Alle sehen das Projekt schon vor Beginn als gescheitert an. Doch er lässt sich nicht entmutigen. Mit 5 weiteren Wissenschaftlern starten sie 1947 eine einzigartige Pazifiküberfahrt. Und was sie dabei alles erleben wird in diesem Hörbuch detailreich und äußerst spannend erzählt.

Falls nun jemand denkt: toll, da schippern sie nun bald 100 Tage über den Pazifik, was soll es da schon groß zu erzählen geben, der irrt gewaltig. „Kon-Tiki“ ist eine der spannendsten Geschichten, die ich je gehört habe. Und ich bin voller Bewunderung für die Mannschaft. Soviel Mut muss man erst einmal haben.

Gordon Piedesack erzählt dieses „Abenteuer“ ganz, ganz großartig. Er passt mit seiner rauen Stimme ganz hervorragend zu der rauen See und zu der Geschichte überhaupt.

Dieses Hörbuch will ich von ganzem Herzen weiterempfehlen. Denn die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Und das Leben dieser 6 Besatzungsmitglieder könnte spannender kaum sein.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Thor Heyerdahl – Kon-Tiki: Ein Floss treibt über den Pazifik 

Und im Internet gibt es natürlich auch jede Menge Infos dazu:
Wikipedia: Kon-Tiki
Bilder zur Kon-Tiki

Dietrich Schwanitz – Bildung. Alles, was man wissen muss – Literatur

Beschreibung
Literatur ist Geschichtsschreibung in der Form persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen – und sie bietet den besten Zugang zum Verständnis der eigenen Kultur. Dietrich Schwanitz analysiert Formen und Gattungen, beschreibt Entwicklungen und Höhepunkte, knüpft überraschende Verbindungen zu sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und religiöser Praxis, und nennt und zitiert die Bücher, die man kennen muss.
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Sprecher
Matthias Ponnier

Länge
2 CDs

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

Gehört vor dem 31.12.2008

Siehe auch: