Christiane Ritter – Eine Frau erlebt die Polarnacht

Beschreibung
Der Klassiker der Abenteuerliteratur als ungekürztes Hörbuch. „Die Arktis ist die Zone der Welt, wo der Himmel die Erde berührt. Nicht jeder erträgt das große Licht, nicht jeder die Finsternis, nicht jeder die große Einsamkeit. Ich hatte die große Gnade, gleich am Anfang meines Abenteuers, und dies alleine, mitten hineingeschleudert zu werden in die Unerbittlichkeit der wilden Natur und erhielt meine Feuertaufe.“

Im eisigen Spitzbergen, viele hundert Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt und ohne technische Hilfsmittel moderner Arktisexpeditionen, haben sich Christiane Ritter und ihr Mann einen Traum erfüllt: Sie lebten 1934 ein Jahr lang zusammen mit einem Pelzjäger in einer primitiven Hütte. Christiane Ritters Erlebnisbericht vermittelt eine Ahnung von der rätselhaften Faszination der Arktis.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
5 h 33 m

Meine Meinung
Wow, das fand ich einen äußerst interessanten Erfahrungsbericht einer Frau, die die Polarnacht erlebt. Das klingt nun auf den ersten Blick zeitlich ziemlich überschaubar, zieht sich ja aber doch verdammt lang hin. Ihre Erlebnisse und Schilderungen fand ich sehr interessant und natürlich sehr außergewöhnlich. Kann ich wirklich jedem empfehlen, der gerne ungewöhnlichen „Reiseberichten“ lauscht.

Weitere Informationen
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Michelle Knight, Michelle Burford – Die Unzerbrechliche

Beschreibung
Michelle Knight ist 21 Jahre alt, als sie entführt wird; ihr Martyrium wird elf Jahre dauern. Der Schulbusfahrer Ariel Castro hält sie und später zwei weitere Frauen in seinem Haus in Cleveland gefangen, wo er sie psychisch und physisch unvorstellbar misshandelt. Was sie in dieser Zeit an körperlichen und seelischen Qualen durchlitt, beschreibt sie in ihrem Buch. Und was ihr half, diese Zeit zu überleben und nie die Hoffnung aufzugeben, dass sie eines Tages wieder ein normales Leben führen würde.

Sprecher
Jo Kern

Länge
7 h 40 m

Meine Meinung
Diese Biografie ist derart traurig und schrecklich, dass ich während der ganzen knapp acht Stunden einen dicken Kloß im Hals stecken hatte. Was Michelle Knight und auch ihre Leidensgenossinnen in den Fängen dieses Irren durchleiden mussten, ist mit Worten eigentlich gar nicht zu beschreiben. Unvorstellbar, wie man solch ein Martyrium elf Jahre überleben kann.

Doch auch schon vor ihrer Entführung war sie nicht gerade mit einem glücklichen gesegnet. Manche Menschen leben wirklich nicht „on the bright side of life“. Umso erstaunlicher, wie sie das alles durchstehen konnte.

Ich will dieses Hörbuch nun gar nicht wirklich empfehlen, da es einfach ganz furchtbar schlimm ist. Aber wen das Schicksal der drei Frauen des Entführungsfalls von Cleveland interessiert, der bekommt hier einen exklusiven Bericht aus erster Hand. Und eines muss man wirklich sagen: Michelle Knight ist trotz oder gerade wegen ihrer schrecklichen Vergangenheit eine äußerst erstaunliche Frau! Hut ab!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Bookbeat.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michelle Knight, Michelle Burford – Die Unzerbrechliche

Walter Isaacson – Einstein – Sein Leben, seine Forschung, sein Vermächtnis

Beschreibung
Albert Einstein ist der Inbegriff des Genies. Kein Wissenschaftler des 20. Jahrhundert hat unser Verständnis vom Universum so revolutioniert wie er. Neben den teils verschlungenen Wegen zu seinen Theorien, widmet sich das Hörbuch auch dem Menschen, der diese Wege beschritt. Es beschreibt, wie Einsteins Kindheit in Deutschland, seine Arbeit im Schweizer Patentamt, aber auch sein komplexer Charakter und die daraus folgenden familiären Begebenheiten den großen Wissenschaftler formten.

Sprecher
Christian Baumann

Länge
4 h 54 m

Meine Meinung
Nachdem ich vor kurzem das Hörbuch „Frau Einstein“ gehört habe und meine  Bewunderung für Albert Einstein einen Knacks abbekommen hat, wollte ich es genauer wissen.

Diese Biografie war dann natürlich genau das, was ich suchte. Und ja, auch in dieser Biografie wird Einsteins Charakter nicht gerade geschönt dargestellt. Er war privat wohl wirklich ein sehr schwieriger Mensch. Eigentlich ein echter Chauvi, zumindest was seine Denke Frauen gegenüber betrifft, weniger gegenüber Nationen. In dieser Biografie wird jedoch mehr Wert auf das geistige Schaffen Einsteins gelegt, auf seine Entdeckungen und seine Begegnungen und Exkurse mit anderen wissenschaftlichen Größen der damaligen Zeit. Ich fand das äußerst interessant und es war auch genau das, was ich brauchte. Denn auch wenn er menschlich – sagen wir mal – eine Niete war, so war er doch mit Sicherheit ein großer Denker, ein Genie.

Christian Baumann als Sprecher fand ich sehr gut. Er hat eine angenehme Stimme und ich konnte ihm unangestrengt über die gesamte Zeit sehr gut zuhören.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Bookbeat. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Walter Isaacson – Einstein – Sein Leben, seine Forschung, sein Vermächtnis

Ja,  und dann habe ich auch noch folgendes Buch gelesen, nicht gehört. Gibt es nicht als Hörbuch. „Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte“ von Anne-Kathrin Kilg-Meyer. Hier wird das Privatleben der Einsteins erörtert und dann natürlich die Scheidung. Es bestätigt so ziemlich alles, was auch in „Frau Einstein“ in Romanform erzählt wurde. 

Siehe auch: 

Marie Benedict – Frau Einstein

Beschreibung
War Albert Einsteins erste Frau Mileva Maric das eigentliche Genie in der Familie? Dieser Roman rückt zum ersten Mal Mileva Maric in den Mittelpunkt der Geschichte um die Entdeckung der Relativitätstheorie. Die erste Frau des Nobelpreisträgers war maßgeblich beteiligt an seinen wissenschaftlichen Errungenschaften. Marie Benedict zeichnet eine atemberaubende Liebes- und Emanzipationsgeschichte nach, die Albert Einstein in ein völlig anderes Licht stellt: Zürich 1896: Mileva Maric, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist. Marie Benedict erzählt in ihrem biografischen Roman die wahre Geschichte einer Frau, die mit ihrer Forschung Bahnbrechendes geleistet hat und dennoch bis heute eine Unbekannte ist.

Sprecher
Sabine Arnhold

Länge
9 h 30 m

Meine Meinung
Albert Einstein ist bekannt. Wohl jeder weiß, wer er ist, wohl jeder denkt an ein Genie und hat einerseits sofort die Relativitätstheorie auf dem Schirm und andererseits natürlich seine wirre Frisur. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, mich über sein Privatleben zu informieren. Doch mit der Entdeckung dieses Buches war mein Interesse sofort geweckt.

Jetzt, da ich dieses Hörbuch fertig gehört habe, bin ich doch etwas entsetzt, muss ich gestehen. Meine grenzenlose Bewunderung für dieses Genie hat einen ordentlichen Dämpfer bekommen.

Frau Einstein erzählt die Geschichte von Alberts erster Frau. Albert und Mileva haben sich während des Studiums kennen und lieben gelernt. Und das ist schon außergewöhnlich genug, waren Frauen an der Hochschule damals eine echte Rarität und hatten es dementsprechend auch wirklich nicht leicht. Milevas Traum war es, zusammen mit Albert Forschung zu betreiben und so ihr Leben ganz der Wissenschaft zu widmen. Doch dann wird Mileva schwanger und die ersten Schwierigkeiten schleichen sich in die Beziehung der beiden ein. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird zum einen die Leidenschaft zur Wissenschaft der beiden sehr interessant und leicht verständlich beschrieben, zum anderen wird aber auch der private Part des Pärchens sehr genau beleuchtet. Hier lernt man dann den berühmten Albert Einstein von einer ganz anderen Seite kennen. Diese private Seite hat für mich dieses  von mir so hochgeschätzte Genie dann doch etwas entzaubert.

Dieser autobiografische Roman ist wohl sehr fundiert recherchiert. Denn es ist unumstritten, dass Frau Mileva Einstein und Albert sehr viel zusammen erörtert haben. Wohl nicht so ganz klar ist, inwieweit Mileva an der Relativitätstheorie mitgewirkt hat. Die Autorin bezieht hier klar Stellung und gestaltet den Roman entsprechend. Mir hat das sehr gut gefallen und meine zugegebenermaßen nicht sonderlich ausführlichen Recherchen haben dies  – wenn auch nicht klar bestätigt – so aber zumindest auch nicht widerlegt. In der Printausgabe soll es wohl Quellenangaben der Autorin geben. Leider sind diese im Hörbuch nicht aufgeführt.

Ist dieser Roman nun empfehlenswert? Absolut! Anfangs brauchte ich zwar etwas, um wirklich Gefallen an diesem autobiografischen Roman zu finden, doch spätestens ab Milevas Schwangerschaft hatte mich die Geschichte richtig gepackt.

Mileva ist in meinen Augen eine wirklich bemerkenswerte Frau. Auch wenn sie ihren einzigen Traum, nämlich in der Wissenschaft arbeiten zu können, nie verwirklichen konnte, so war sie doch eine starke und vor allem äußerst intelligente Frau die einzig das Pech hatte, im falschen Jahrhundert gelebt und den sehr egozentrischen fast schon narzisstisch veranlagten Albert Einstein geliebt zu haben.

Sabine Arnhold als Sprecherin fand ich sehr gut. Sie hat Mileva eine sehr überzeugende und gut passende Stimme verliehen.

Ja, und da haben wir wieder einmal ein Buch für meine Bestenliste.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Bookbeat. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Marie Bendedict – Frau Einstein

Siehe auch: 

Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Beschreibung
Die intime, kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit ihrem bedeutsamen und erfüllten Leben wurde Michelle Obama zu einer der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika war sie die erste Afro-Amerikanerin in dieser Position und trug in dieser Rolle maßgeblich dazu bei, das wohl gastfreundlichste und offenste Weiße Haus in der Geschichte des Landes zu schaffen. Gleichzeitig wurde sie zu einer mächtigen Fürsprecherin für Frauen und Mädchen in den USA und in der ganzen Welt, trieb in der Familienpolitik den dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben voran, und stärkte ihrem Ehemann den Rücken, während dieser Amerika durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns auch ein paar Moves für die Tanzfläche, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es außerdem, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.

Ihre Autobiografie ist nachdenklich und gleichzeitig voller fesselnder Geschichten. Michelle Obama nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie heute ist – von ihrer Kindheit an der South Side von Chicago über ihre Jahre als Anwältin und leitende Angestellte, in denen sie das Muttersein mit dem Beruf vereinbaren musste, bis hin zu ihrer Zeit in der berühmtesten Adresse der Welt. Gnadenlos ehrlich und mit flottem Witz schreibt sie sowohl über ihre großen Erfolge als auch über ihre Enttäuschungen, privat wie öffentlich. Sie erzählt ihre ureigene Lebensgeschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Warmherzig, weise und unverblümt, sind „BECOMING“ die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, einer Frau, die den Erwartungen, die an sie gestellt wurden, beharrlich getrotzt hat – und deren Geschichte uns dazu ermutigt, es ihr nachzutun.

Sprecher
Katrin Fröhlich

Länge
18 h 41 m

Meine Meinung
Knapp 19 Stunden wollen erst einmal gehört sein. Michelle Obama, ehemalige First Lady, beschreibt in ihrer Biografie ihr Leben. Manchmal findet auch Barack Erwähnung. Später hin dann öfter.

Doch anfangs erzählt sie stundenlang von ihrer Kindheit, von bald jeder Schulklasse, die sie besucht hat, die kleinen Erfolge, die sie hier hatte. Puh, das fand ich schon anstrengend. Andererseits hat dies natürlich aber auch einen Eindruck ihrer Strebsamkeit vermittelt, die sie von klein auf verfolgte.

Ihr Erwachsenenleben fand ich dann schon wesentlich interessanter. Wie sie z. B. ihren Mann kennengelernt hat. Doch Hauptaugenmerk bleibt auch hier die Familie. Warum auch nicht, ist ja ihre Biografie und nicht die ihres Mannes.

Sie ist eine durchaus bemerkenswerte Frau, die eigene Überzeugungen hat und diese auch versucht, umzusetzen. Doch nicht nur für sich, sondern für alle Frauen, Andersfarbige und sonstige Benachteiligte auf dieser Welt.

Die Aufzählung, was Barack und sie während seiner Präsidentschaft alles erreicht haben, ist eine nette Erinnerung an all die Vorteile, die Barack für die Amis erkämpft hat. Jedoch finden seine – meiner Meinung nach – schlechten Entscheidungen keinerlei Erwähnung. Und doch wird einem dann nochmals bewusster, welch großen Abstieg die USA mit ihrem jetzigen Präsidenten gewählt haben.

Ob man diese Biografie gelesen/gehört haben muss? Hm, sie ist durchaus stellenweise sehr  interessant. Doch ich muss gestehen, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Was genau, weiß ich selbst nicht. Eventuell hat mich hier gestört, dass sie hier den Leitspruch: „Tue Gutes und erzähle davon“ äußerst ausgeprägt befolgt hat. Jedoch bin ich nicht so der Fan dieses Spruches / dieser Einstellung.

Doch eines ist nach wie vor klar: Ich finde Michelle Obama eine tolle Frau, die doch bitte so weitermachen soll, wie bisher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Udo Lindenberg, Thomas Hüetlin – Udo

Beschreibung
Die Abstürze und Triumphe, die Niederlagen und Siege: Udo erzählt seine Geschichte

„Stell Dir einmal vor, Du gibst eine Party, und das Ganze dauert ein bisschen länger. Nicht bis zum Morgengrauen. Nicht zwei oder drei Tage. Eher vierzig Jahre. So genau weißt Du es nicht mehr. Es ist schließlich eine Party, und da kann es schon mal passieren, dass man den Überblick verliert. Du konntest Dir das leisten, weil es Dein Beruf ist, das Leben zu feiern und Dich dabei gehen zu lassen, denn Du bist ja ein Rockstar…“

Die Beatles, die Stones, Bob Dylan, ja gut, aber ein Deutscher, der auf Deutsch rockt – unmöglich. Dann kam Udo und machte alles anders. Und ein halbes Jahrhundert später ist er immer noch da – größer und erfolgreicher denn je. Basierend auf Udo Lindenbergs Erinnerungen, auf Berichten von Wegbegleitern und Mitgliedern des Panikorchesters, aufgeschrieben von dem mehrfach ausgezeichneten Journalisten Thomas Hüetlin, gelesen von Udo Lindenberg und Charly Hübner – ein Geschenk an alle Fans!

Sprecher
Udo Lindenberg, Charly Hübner

Länge
7 h 56 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich bin kein eingefleischter Udo-Fan. Die erste CD, die ich mir von ihm gekauft habe, war „Stark wie zwei“. Aber diese CD fand ich richtig klasse. Und jetzt weiß ich auch, wem er dieses Lied gewidmet hat.

Udos Leben ist kein stetiger Aufstieg nach oben. Vielmehr hat er einiges zu verkraften, was ihm meist am besten mit Unmengen an Alkohol gelingt. Umso erstaunlicher, welchen Erfolg er trotz dieser ausufernden Eskapaden hatte und noch immer hat. Das Leben als nicht enden wollende Party. So mag es sich für Außenstehende darstellen. Doch dieses Bild trügt.

Klasse fand ich Beschreibungen seines persönlichen Widerstands, den er immer wieder in Liedern wie Sonderzug nach Pankow usw. leistete und damit jede Menge Anhänger fand.

Diese Biografie ist sehr offen und ehrlich, wie mir scheint. Sehr froh war ich, dass Udo selbst nur kleine Passagen des Hörbuchs gelesen hat. Den Rest las Charly Hübner, dessen Aussprache wesentlich angenehmer ist. Udos Stimme in Liedern finde ich zwar toll, aber als Sprecher – nein, da gefällt er mir mit seiner schnoddrigen Art nicht wirklich.

Insgesamt fand ich diese Biografie sehr schockierend aber auch äußerst interessant.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Udo Lindenberg, Thomas Hüetlin – Udo

Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Beschreibung
Otto wird rund! 70. Geburtstag am 22. Juli 2018

Darauf haben Generationen von Fans gerade noch gewartet: Otto erzählt aus den ersten 70 Jahren seines Lebens – einem märchenhaften Aufstieg vom Deichkind zum Alleinunterhalter der Nation. Seine Sketche und Figuren haben unser kollektives Gedächtnis und unseren Witzwortschatz bereichert: Harry Hirsch (übergibt sich ins Funkhaus), Robin Hood (der Stecher der Entnervten), Susi Sorglos (föhnt ihr goldenes Haar), Louis Flambée (kocht Pommes de Bordell) Peter, Paul and Mary (are planning a bank robbery), Hänsel und Gretel (verirren sich im Wald) und der „Schniedelwutz“ (hat’s bis in den Duden gebracht).

Was Otto-Fans seit Generationen wissen wollten und bisher nicht zu fragen wagten: Wer waren Ottos Vorbilder? Wo kommt er her? Was treibt ihn an? Wie entsteht seine eigene Art von Komik? Und wozu eigentlich? Gibt es ein Geheimnis?

In seiner großen Ottobiografie erzählt Otto freiwillig von Höhe- und Tiefpunkten, von den glücklichsten und den glanzvollsten Momenten, ohne die peinlichsten und traurigsten auszulassen.

Sprecher
Otto Waalkes

Länge
6 h 12 m

Meine Meinung
Was für eine tolle und gutlaunige Biografie. Aus jedem Satz sprüht hier die reine Lebensfreude. Schnell fühlte ich mich wieder in meine Kindheit und Jugend zurückversetzt. Denn Otto hatte es mit so ziemlich allen Größen zu tun und berichtet auch völlig enthusiastisch darüber.

Äußerst interessant fand ich seine Berichte aus seiner Jugend und seine ambitionierten Versuche mit seiner Band. Nicht weniger spannend fand ich die Episoden aus seinem Elternhaus und überhaupt seiner Ostfrieslandgegend, in der er groß wurde.

Er berichtet nicht nur von den Highlights seines Lebens, nein er lässt uns auch an seinen Rückschlägen teilhaben. Allerdings kommen die einem gar nicht so dramatisch vor, da er sie zum einen recht lustig erzählt und man zum anderen ja weiß, was er trotz alledem in seinem Leben alles auf die Beine gestellt hat.

Ein wirklich ganz großer Entertainer, dieser Otto. Und auch dieses Hörbuch verging wie im Flug! Ich hätte locker noch weitere sechs Stunden seinen Erinnerungen lauschen mögen.

Dadurch dass er seine Biografie natürlich selbst liest, wirkt sie zu 100 % authentisch. Dieses Hörbuch kann ich wirklich rundweg allen empfehlen. Ob man nun eine großer Otto-Fan war/ist oder auch nicht. Diese Biografie macht einfach Spaß und sie zeigt auch auf, dass selbst Otto für seinen Erfolg hart arbeiten musste.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Random House Audio.

Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Elinor Lipper – Elf Jahre meines Lebens: Eine Frau in sowjetischen Gefängnissen und Lagern

Beschreibung
In diesem bewegenden Werk liest Silvia Höhne die Geschichte von Elinor Lipper. Elf Jahre lang saß sie in sowjetischen Gefängnissen und Lagern. In ihrem intelligenten Bericht legt sie Zeugnis ab über ein Kapitel der deutschen Geschichte, das beinahe vergessen wurde. Mit ihrem Erzählstil, der den Hörer in den Bann zieht, berichtet sie von den Menschen, die an die Grenzen des überhaupt Vorstellbaren getrieben wurden und dabei eine unvorstellbare Leidensfähigkeit zeigten. Und während sie uns ihre Geschichte erzählt, entsteht durch ihre Worte ein konkretes historisches Dokument, das kein Gemüt kalt lässt.

Elinor Lipper wurde 1912 in Brüssel als Tochter von deutsch-jüdischen Eltern geboren. Um Medizin zu studieren, zog sie 1931 nach Deutschland, wo sie Kommunistin wurde. Nachdem Hitler an die Macht kam, ging sie nach Italien und erhielt 1935 durch ihre Ehe die Schweizer Staatsbürgerschaft. 1937, zwei Monate nachdem sie nach Russland gezogen war, wurde sie festgenommen und wegen Verdacht auf anti-revolutionäre Aktivitäten für fünf Jahre Zwangsarbeit verurteilt. Nach elf Jahren Sibirischer Sklaverei wurde sie freigelassen. In späteren Jahren war sie als Zeugin Teil des Prozesses gegen David Rousset, in dem die Frage um Sklavenarbeit im sowjetischen Russland hinterfragt wurde.

Sprecher
Silvia Höhn

Länge
11 h 07 m

Meine Meinung
Der Kloß steckt tief in meinem Hals fest. Elinor Lipper erzählt hier von einer Episode ihres Lebens, die schlimmer wohl kaum hätte sein können. Noch ein klitzeklein wenig schlimmer und sie hätte ihre Geschichte wohl nicht mehr erzählen können. Denn  dann hätte sie die verschiedenen sibirischen Arbeitslager, in die sie während ihrer 11 Jahre Haft gesteckt wurde, wohl nicht überlebt.

Elinor Lipper beging einen fatalen Fehler. Sie wurde1937 überzeugte Kommunistin und zog hoffnungsfroh nach Russland. Doch dort wurde sie bereits nach zwei Monaten wegen Verdachts auf konter-revolutionäre Aktivitäten inhaftiert. Zunächst auf 5 Jahre, doch diese verlängerten sich auf insgesamt 11 Jahre des Leidens, des Martyriums, der grausamsten Menschenverachtung und härtesten Arbeit. Schnell musste sie feststellen, dass die Konter-Revolutionäre noch weniger Ansehen genossen, als die schlimmsten Verbrecher in den Arbeitslagern. Als Konter-Revolutionär eingestuft zu sein, war gleichzusetzen mit dem untersten Abschaum der Menschheit. Selbst Mörder genossen mehr „Ehre“ und „Freiheiten“ als Konter-Revolutionäre. Und das fatale daran: Sie kam ja aufgrund ihrer politischen Überzeugung des Systems nach Russland.

Die Essensrationen waren natürlich ein wichtiges Thema in ihrem Leben. Was sie dort täglich bekam, näherte sich einem „Hauch von nichts“ an. Und das bei extremst schwerer körperlicher Arbeit. Wenn man seinen Soll von 100 % und darüber nicht erreichte, wurde diese kümmerliche Essensration dann auch noch gekürzt, so dass man zwangsläufig noch schwächer wurde und in der Folge natürlich noch weniger in der Lage war, sein tägliches Soll zu erfüllen. Es war ein täglicher Kampf ums blanke Überleben.

Ich könnte hier endlos von grausamen, menschenverachtenden Bestrafungen und Behandlungen berichten, doch das kann Elinor Lipper wesentlich besser als ich.

Diese Biografie ist sehr nüchtern gehalten. Sie klingt meist wie ein unbeteiligter, zurückhaltender Bericht, manchmal gleicht sie einer Aufzählung von Fakten. Und eben genau diese zurückhaltende Art des Erzählens lässt den Hörer dieser Geschichte nochmals fassungsloser und erschrockener in seinem Sessel tiefer sinken. Denn es ist einfach unvorstellbar, was diese Frau erlebt und vor allem überlebt hat! Und es ist unglaublich, was Menschen alles ertragen können. Wobei man natürlich die vielen, vielen, viel zu vielen Menschen nicht vergessen sollte, die diese Arbeitslager nicht mehr lebend verlassen konnten. Opfer gab es unzählige, eine genaue Zahl ist jedoch unbekannt. Ein einzelner Mensch zählte im Russland unter Stalin ja nichts. Warum also Statistiken darüber führen.

Eigentlich dachte ich, dass ich über die Stalin-Zeit schon sehr viel gehört und gelesen habe und dass mich so schnell nichts mehr schockieren könnte. Doch diese Biografie kommt in ihrer nüchternen Schlichtheit so eindringlich daher, dass ich mich an kein anderes Werk erinnere, das solch eindringliche Bilder in ihrer nackten Grausamkeit schildert, wie dieses. Und das ist alles wahr! Das ist kein Thriller. Es ist ein Stück Geschichte, das tatsächlich passiert ist. Umso wichtiger, dass es nun endlich zu Papier gebracht und vertont wurde.

Silvia Höhn als Sprecherin dieser Biografie hätte nicht besser passen können. Sie hat diesen Text wirklich mit Perfektion gesprochen.

Von mir bekommt dieses Hörbuch eindeutig 5 Sterne und natürlich wird es ab sofort auch auf meiner Bestenliste zu finden sein.

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Allen Eskens – Das Leben, das wir begraben

Beschreibung
„Wenn das Schicksal mir damals wirklich ins Ohr geflüstert hätte – wenn ich gewusst hätte, dass dieser Besuch so viele Dinge ändern würde – hätte ich dann einen sichereren Weg gewählt? Wäre ich links abgebogen, wo ich rechts abgebogen bin?“

Der Student Joe Talbert muss fürs College mit einem völlig Fremden ein Interview führen. Dafür sucht er in einem Pflegeheim nach der passenden Person und trifft auf den krebskranken, im Sterben liegenden Carl Iverson.

Doch Iverson ist kein harmloser alter Mann. Er ist ein verurteilter Mörder. Vor 30 Jahren soll er ein Mädchen missbraucht, umgebracht und in seinem Schuppen verbrannt haben. Nach einigen Gesprächen erkennt Joe, dass etwas an dem grausamen Mordfall nicht stimmt. Es gibt zu viele Widersprüche. Joe überkommt eine regelrechte Besessenheit, die Wahrheit herauszufinden… Doch das könnte seinen eigenen Tod bedeuten!

Ein meisterhafter Thriller, der in den USA fast alle Literaturpreise des Genres gewann, u. a.: Barry Award (Best Paperback Original), Left Coast Crime Rosebud Award (Best Debut Mystery), Mystery People (Best Debut Novel 2014), Silver Falchion Award (Best First Novel), Suspense Magazine (Best Debut Author 2014), Edgar Award Finalist (Best First Novel 2015), Minnesota Book Award Finalist (Best Genre Novel), Anthony Award Finalist (Best First Novel), ITW Thriller Awards Finalist (Best First Novel).

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Oliver Erwin Schönfeld

Länge
10 h 16 m

Meine Meinung
Der Student Joe Talbert bekommt in seinem Englischkurs die Aufgabe, eine Biografie eines älteren Menschen zu schreiben. Er sucht sich einen Herrn im Pflegeheim aus. Und wie sich herausstellt, hat dieser so einiges zu erzählen. Denn er ist ein verurteilter Pädophiler und Mörder, bei dem, da er Krebs im Endstadium hat, die Haft ausgesetzt wurde. Nach und nach kommt der Student den wahren Ereignissen von vor 30 Jahren auf die Spur und dies bringt ihn bald selbst in ziemliche Schwierigkeiten. Denn er ist ein wenig zu neugierig.

Der Protagonist ist ein sehr sympathischer Kerl, wenn auch in meinen Ohren etwas zwiespältig. Manchmal ist er super schlau, in anderen Momenten agiert er wieder wenig logisch. Doch bis auf einen größeren faux pas fand ich das nicht so gravierend. Etwas schade fand ich, dass eben auf diesem faux pas die Wendung der Geschichte aufbaut. Aber wenn man darüber hinweg sieht, dann hat man spannende, unterhaltsame und interessante Stunden vor sich.

Mir hat die Story insgesamt gut gefallen, wenn sie mich auch nicht komplett vom Hocker gerissen hat. Doch der Showdown hat es echt in sich.

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Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit

Beschreibung
Kaum ein anderer Politiker dieses Jahrhunderts symbolisierte in solchem Maße die Friedenshoffnungen der Menschheit und den Gedanken der Aussöhnung aller Völker auf Erden wie der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, dessen Rolle für seinen Kontinent mit der Gandhis für Indien verglichen wurde. Seine trotz langer Haft ungebrochene Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit haben nicht nur die Bewunderung seiner Landsleute, sondern aller friedenswilligen Menschen auf der Welt gefunden.

Obwohl als Häuptlingssohn, hochgebildeter und sprachenkundiger Rechtsanwalt gegenüber der schwarzen Bevölkerung privilegiert, war er doch nicht von vornherein zum Freiheitskämpfer und international geachteten Politiker prädestiniert. Erst die fast drei Jahrzehnte währende Gefängnishaft hat ihn zum Mythos der schwarzen Befreiungsbewegung werden lassen.

Nelson Mandelas Lebensgeschichte ist über die politische Bedeutung hinaus ein spannend zu hörendes, kenntnis- und faktenreiches Dokument menschlicher Entwicklung unter Bedingungen und Fährnissen, vor denen die meisten Menschen innerlich wie äußerlich kapituliert haben dürften.

Sprecher
Thomas Balou Martin

Länge
28 h 42 m

Meine Meinung
Nelson Mandela war für mich schon immer der Inbegriff von Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Seine Biografie in Buchform habe ich schon seit Jahren in meinem Bücherregal stehen, doch es schadet ja nie, es auch als Hörbuch zu hören.

Seine Gedankengänge und Entscheidungen hat Mandela sehr ausführlich beschrieben, auch hat er deutlich gemacht, dass er nicht als ein ganz „Großer“ geboren wurde, dass auch er aus seinen Fehlern zunächst lernen musste. Doch kaum einer hat dies in solcher Perfektion betrieben wie Nelson Mandela. Ich kann nur immer wieder meinen Hut ehrfürchtig vor ihm ziehen.

Natürlich fehlen auch die 27 Jahre Inhaftierung nicht in seiner Biografie. Auch diese Jahre wurden ausführlich und sehr eindringlich beschrieben. Nicht selten hatte ich einen dicken Kloß im Hals, ob der Ungerechtigkeiten, die ihm – und natürlich ganz vielen anderen auch – angetan wurden. Doch statt zu zerbrechen, wurde Nelson Mandela immer stärker in seinen eigenen Überzeugungen und Handlungen. Ein wirklich absolut bewundernswerter Mensch, von denen es nicht viele auf unserem Planeten gibt.

Die Biografie gehört meiner Meinung nach zu den Büchern, die man unbedingt kennen sollte (ganz besonders als Politiker). Es könnte so viel Leid vermeiden, wenn mehr Menschen sich ihren Handelns etwas bewusster wären. Ich möchte hier keine Beispiele von aktuellen Politikern nennen… Die Liste wäre definitiv zu lange.

Thomas Balou Martin als Sprecher hat seine Rolle hier sehr gut vertreten. Ich vergaß sehr schnell, dass es nicht Nelson Mandela selbst ist, der hier zu mir spricht. Was  natürlich auch viel darüber aussagt, wie persönlich diese Biografie verfasst wurde.

Klarer Fall für meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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