Brendan McDonough – Granite Mountain

Beschreibung
A gripping first-person account by the sole survivor of Arizona’s disastrous 2013 Yarnell Hill Fire, which took the lives of 19 „hotshots“ – firefighters trained specifically to battle wildfires.

Brendan McDonough was on the verge of becoming a hopeless, inveterate heroin addict when, for the sake of his young daughter, he decided to turn his life around. He enlisted in the Granite Mountain Hotshots, a team of elite firefighters based in Prescott, Arizona. Their leader, Eric Marsh, was in a desperate crunch after four hotshots left the unit, and, perhaps seeing a glimmer of promise in the skinny would-be recruit, he took a chance on the unlikely McDonough, and the chance paid off. Despite the crew’s skepticism, and thanks in large part to Marsh’s firm but loving encouragement, McDonough unlocked a latent drive and dedication, going on to successfully battle a number of blazes and eventually win the confidence of the men he came to call his brothers.

Then, on June 30, 2013, while McDonough – „Donut“, as he’d been dubbed by his team – served as lookout, they confronted a freak 3,000-degree inferno in nearby Yarnell, Arizona. The relentless firestorm ultimately trapped his hotshot brothers, tragically killing all 19 of them within minutes. Nationwide, it was the greatest loss of firefighter lives since the 9/11 attacks.

My Lost Brothers is a gripping memoir that traces McDonough’s story of finding his way out of the dead end of drugs and finding his purpose among the Granite Mountain Hotshots and the minute-by-minute account of the fateful day he lost the very men who had saved him. A harrowing and redemptive story of resilience in the face of tragedy, My Lost Brothers is also a powerful reminder of the heroism of the people who put themselves in harm’s way to protect us every day.

Sprecher / Sprache
John Glouchevitch / GB

Länge
7 h 04 m

Meine Meinung
Vor etlichen Wochen habe ich per Zufall den Film „No way out – Gegen die Flammen“ geschaut. Dieser Film basiert auf einer wahren äußerst tragischen Geschichte. Denn im Jahr 2013 starben 19 „Hotshots“ bei einem verheerenden Waldbrand, dem Yarnell Hill Fire. Nur einer des 20 köpfigen Teams überlebte. Er heißt Brendan McDonough und ist der Autor dieses Hörbuches.

Dieses Hörbuch ist also die Geschichte eines Zeugen, eines tragischen Zeugen, der nur schwer damit zurecht kommt, dass all seine Freunde bei dem Feuer ums Leben kamen. Ausgerechnet er, das Greenhorn in seinem Team, überlebte. Denn er wurde als Späher weggeschickt, um den Verlauf des Feuers von einem ferneren Hügel zu beobachten und Bericht zu erstatten. Doch dann schlägt das Wetter um und alles gerät außer Kontrolle.

Brendan erzählt hier seine ganz persönliche Geschichte. Sein Leben in jungen Jahren, seine Träume und Hoffnungen, die alle immer wieder zerstört wurden und schließlich sein Absturz in den Drogensumpf. Einzig Eric Marsh, der Chef der Granite Mountain Hotshots war bereit, ihm eine Chance zu geben. Diese hat Brendan genutzt und neuen Lebensmut gefasst. In dem Team findet er nicht nur Arbeitskollegen, nein, es sind echte Freunde für ihn. Denn bei solch einem Job kann man den anderen nichts vormachen und muss einfach zu 100 % aufrichtig sein.

Die Geschichte ist so offen erzählt, dass ich eigentlich ständig eine Gänsehaut hatte. Das Englisch, das hier gesprochen wird, ist leicht verständlich und wird auch entsprechend gut von John Glouchevitch vorgetragen. Trotzdem habe ich mir die Geschichte gleich zweimal hintereinander angehört. Beim zweiten Mal hört man ja immer noch mehr als beim ersten Hördurchgang. Das ist ja auch bei deutschen Hörbüchern so. Anschließend habe ich mir dann nochmals den Film angeschaut. Und dann habe ich noch ein Bild dazu gemalt. Wie du siehst, hat mich das Yarnell Hill Fire wirklich sehr beschäftigt und. Es ist einfach unvorstellbar grausam, was den hochmotivierten Granite Mountain Hotshots zugestoßen ist.

Das Hörbuch fand ich äußerst interessant, sehr informativ und sehr persönlich. Ich kann es jedem empfehlen, der sich über dieses Thema näher informieren möchte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Brendan McDonough – Granite Mountain

Andrea Wulf – Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

alexander-von-humboldtBeschreibung
Die große Biografie eines Universalgenies. Andrea Wulf vergegenwärtigt das pralle Leben des Universalgenies Alexander von Humboldt und zeigt ihn als interdisziplinären Forscher sui generis.

Natur wird bei Humboldt quasi neu erfunden: In ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz, als moderne Ausgestaltung der wirkmächtigen Idee von der „great chain of being“. Wulf macht deutlich, worin Humboldt seiner Zeit weit voraus war und unverändert wichtig bleibt: So sah er bereits um 1800 den von Menschen verursachten Klimawandel kommen und gab entscheidende Anstöße zur Theorie der Evolution.

Sprecher
Christian Baumann

Länge
15 h 38 m

Meine Meinung
Kennt jemand eine Stadt, in der es keine Von-Humboldt-Straße gibt? Ich glaube, außer in kleinen Dörfern gibt es diese Straßenbezeichnung überall. Doch wer war eigentlich dieser Von Humboldt genau? Einen kurzen und humorvollen Einblick liefert hier das Buch „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann. Doch wenn man wirklich wissen will, was Alexander von Humboldt umtrieb, wofür er brannte, worin er seine Lebenszeit investierte, dann sollte man diese wirklich äußerst ausführliche Biografie von Andrea Wulf lesen/hören. Und eines kann ich vorab schon verraten: Es lohnt sich!

Ich habe soeben das Hörbuch fertig gehört und plädiere nun an alle Regierungen und Wirtschaftsbosse dieser Welt: Lest Alexander von Humboldt oder zumindest diese Biografie. Denn was Humboldt bereits um das Jahr 1800 von dem unabdinglichen Zusammenspiel der Natur und der Umweltzerstörung verstand, finde ich unglaublich! Vermutlich würde er sich in seinem Grab mittlerweile drehen wie ein Kreisel, wenn er einen Blick auf den heutigen Zustand unseres Planeten werfen könnte.

Alexander von Humboldt lebte in einer Zeit, in der es durchaus noch andere Größen gab. So war er sehr gut mit Goethe befreundet, doch auch Schiller und Kant zählten zu seinem Freundeskreis. Thomas Jefferson, den damaligen amerikanischen Präsidenten, beeinflusste er ebenso nachdrücklich wie später Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie. Ohne Alexander von Humboldts Erkenntnissen, wäre Darwin vielleicht nie auf seine Schlussfolgerungen gekommen. Doch wer weiß das schon.

Ich bin jedenfalls von dem Menschen Von Humboldt äußerst begeistert und sehr froh, dass ich ihn durch diese Biografie besser kennen lernen durfte.

Diese Biografie ist ausführlich. Sie ist sehr ausführlich und dafür bin ich auch äußerst dankbar. Denn hier wird nicht nur das Leben und das Werk von Von Humboldt beschrieben, sie geht weiter. Sie beschreibt auch ausführlich seinen Einfluss auf seine direkten Mitmenschen und auch auf seine Wirkung über seine Bücher weit über seinen Tod hinaus.

Es ist wirklich eine Schande, dass er heutzutage eigentlich kaum noch Erwähnung findet. Denn ihn würde ich mir als „Welt-Umwelt-Minister“ wünschen. Dann hätten vielleicht auch zukünftige Generationen noch die Chance, eine intakte Natur kennenzulernen.

Christian Baumann als Sprecher fand ich auch sehr gut. Er hat diese Biografie unaufgeregt und sehr überzeugend gesprochen. Ich konnte stundenlang unangestrengt seinem Vortrag zuhören, ohne dass mich auch nur das Geringste gestört hätte.

Am liebsten würde ich noch ganz viel aus dieser Biografie erzählen, doch ich empfehle eindeutig: Höre sie dir selbst an! Denn ich finde jeden Satz darin hörenswert. Daher ist es kaum verwunderlich, dass dieses Hörbuch natürlich auf meine Bestenliste kommt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andrea Wulf – Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Anatol Regnier – Wir Nachgeborenen – Kinder berühmter Eltern

REgnierBeschreibung
Anatol Regnier, Sohn von Charles Regnier und Pamela Wedekind, Enkel Frank Wedekinds, hat ein spannendes Buch über Menschen geschrieben, die als Nachfahren berühmter Familien mit Fluch und Segen ihrer Herkunft umgehen müssen. Er schöpft dafür aus  einem  faszinierenden Kreis von Verwandten, Bekannten und Kindheitsfreunden, in dem sich große Namen des 20. Jahrhunderts tummeln. Ausgehend von seiner eigenen Geschichte gewährt er in einfühlsamen Porträts amüsante und tragische Einblicke. Fast immer geht es um Theater, Literatur, Musik, aber auch um Politik und die deutsche Vergangenheit. So verbindet sich mit seinem eigenen verschlungenen Lebensweg, in dem das legendäre Ambach am Starnberger See eine bedeutsame Rolle spielt, auch ein Stück deutsche Kulturgeschichte.

Anatol Regnier erzählt selbst – auf unnachahmliche und berührende Weise. Gitarrenklänge markieren den Übergang zwischen den Kapiteln.

Sprecher
Anatol Regnier

Länge
300 Minuten

Meine Meinung
Ich muss gestehen, als ich zuerst in das Hörbuch hineinhörte, schaltete ich es direkt wieder ab. Diese Stimme! Ich war entsetzt. Lange hat es dann gedauert, bis ich einen erneuten Versuch startete. Beim zweiten Anlauf fand ich die Stimme nicht mehr ganz so fürchterlich –  aber wirkliche Freunde sind wir über das gesamte Hörbuch nicht geworden.

Doch was Anatol Regnier zu erzählen hat, fand ich äußerst interessant! Er erzählt seine eigene Geschichte, immer wieder unterbrochen durch Episoden und Beschreibungen von anderen berühmten Nachkommen, die er alle kennt. Unglaublich, was dieser Mensch für eine Verwandtschaft und für einen Bekanntenkreis hat.

So erfährt man hier neben vielen anderen Geschichten auch einiges über Friedrich Gulda und Hans Fallada, denn klar, eine kurze Beschreibung der berühmten Eltern darf nicht fehlen. Hans Fallada hätte ich mir als Person ganz anders vorgstellt, wenn man sich seine einfühlsam geschriebenen Geschichten anschaut. Doch ganz so nett war er dann wohl doch nicht. Was aber in meinen Augen sein künstlerisches Schaffen in keinster Weise schmälert.

Ja, Nachkomme von berühmten Eltern zu sein, kann einerseits ein Fluch, andererseits aber auch ein Segen sein. Doch eines scheint es immer zu sein: Sehr schwierig für den Nachwuchs, sich selbst zu finden.

Dieses Hörbuch fand ich inhaltlich toll, auch die zwischen den Kapiteln eingespielte Gitarrenmusik empfand ich als sehr schön und passend. Hätte Anatol Regnier dieses Hörbuch nicht persönlich gelesen, sondern ein anderer Sprecher, der mir besser ins Ohr geht, dann wäre ich restlos begeistert. Sehr empfehlenswert finde ich es aber auf alle Fälle.

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Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

Elena Gorokhova – Goodbye Leningrad

Goodbye LeningradBeschreibung
Lena wächst in einem typisch sowjetischen Wohnblock auf: Die Fassade bröckelt, die Mülltonnen im Hof quellen über, in der Wohnung trocknen neben der Wäsche auch die im Wald gesammelten Pilze. Schon im Kindergarten begreift sie, dass das „So tun, als ob“ eine lebensnotwendige Disziplin ist. Vor allem wenn man sich wie Lena in die Sprache des Klassenfeindes verliebt: In einem grauen Alltag, in dem nichts auf die offiziell propagierte, kurz bevorstehende leuchtende Zukunft hindeutet, wird der Englischunterricht zum Fenster in eine andere Welt und Lenas persönlicher Weg zu innerer Freiheit. Nach ihrem Studium unterrichtet sie ausländische Studenten. Einer von ihnen ist der Amerikaner Robert, sein Heiratsantrag ermöglicht Lena die Ausreise: Mit 20 Kilo Gepäck checkt sie ein in ein neues Leben.

Die Autorin
Elena Gorokhova, geboren 1955 in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, studierte Englisch an der Staatlichen Universität Leningrad, bevor sie 1980 die damalige Sowjetunion verließ. In den USA promovierte sie über Sprachvermittlung und unterrichtete an verschiedenen Colleges Englisch als Zweitsprache, Linguistik und Russisch. Elena Gorokhova lebt in New Jersey.

Sprecher
Anne Weber

Länge
11 h 36 m

Meine Meinung
Diese Biographie hat mich sehr fasziniert. Zuvor hatte ich von Elena Gorokhova noch nie etwas gehört. Doch wie sich herausgestellt hat, sind das oft die besten und interessantesten Geschichten. Sie beschreibt in „Goodbye Leningrad“ auf faszinierende Art und Weise ihre Kindheit und Jugendzeit in der damaligen Sowjetunion. Ich muss gestehen, ich hatte nur eine vage Vorstellung vom Leben dort. Wenn man das aber derart bildhaft und greifbar erzählt bekommt, dann ist man entsetzt und weiß seine eigene Freiheit gleich nochmals doppelt zu schätzen. Für einen „Westler“ ist solch ein Leben einfach unvorstellbar.

Mit ihrer Mutter hatte sie es nicht einfach. Sie war eine treue Anhängerin der Staatspolitik, was Elena immer verschlossener werden ließ. Ihre Oma hatte ihr einen Satz mit ins Leben gegeben: „Was du in dir hast, kann dir niemand nehmen.“ An diesen Satz klammert sie sich immer wieder, wenn sie kurz vorm Verzweifeln ist.

Elena Gorokhova versteht es auf wunderbare Art und Weise ihre wirklich schwere Kindheit trotz allem humorvoll und kurzweilig zu erzählen. Ich hatte mich keine Sekunde gelangweilt. Sie kann wirklich wunderbar erfrischend erzählen. Deshalb will ich mir auch unbedingt die Fortsetzung ihrer Biographie „Russisches Tattoo“ anhören. Hier berichtet sie von ihrem Leben in den USA. Mit ihrer Ausreise dahin endet „Goodbye Leningrad“.

Anne Weber als Sprecherin fand ich sehr passend für dieses Hörbuch. Ich hörte ihr sehr gerne über die elfeinhalb Stunden zu.

Dieses Hörbuch hat es auf meine Bestenliste geschafft.

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Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

Siehe auch:

Thomas Kielinger – Winston Churchill – Der späte Held

Winston ChurchillBeschreibung
Sir Winston Leonard Spencer Churchill – ein Jahrhundertpolitiker. Und eine „Marke“, die der Meister der Selbstinszenierung gekonnt in Szene setzte. Die Utensilien: Zigarre, Gehrock, die Kollektion seiner Hüte und Zylinder, der rote Morgenmantel. Sein Zeichen: das V-Siegesfingerzeichen.

„Wir sind doch alle Würmer. Aber ich glaube, ich bin ein Glühwurm“, hat Churchill (1874–1965) in jungen Jahren einmal verkündet. Als Mitglied des englischen Hochadels erhielt er eine militärische Ausbildung und versuchte, talentiert und ehrgeizig, in die Fußstapfen seines berühmten Vorfahren, des Herzogs von Marlborough zu treten. In Englands Kolonialkriegen kämpfte er als Soldat, wurde Kriegsberichterstatter, erlebte und überlebte Abenteuer und saß mit 25 Jahren im britischen Unterhaus. Thomas Kielinger würdigt in dieser Biographie das „Allroundgenie“: den Politiker, der fast jeden Ministerposten seines Landes innehatte, den zweifachen Premierminister, aber auch den Maler, den charismatischen Redner, den Schriftsteller, der 1953 den Nobelpreis für Literatur erhielt, und den Ehemann und Vater. Der innige Briefwechsel zwischen Churchill und seiner Frau Clementine lassen noch einen ganz anderen Aspekt aufblitzen. Und dann kam der Zweite Weltkrieg. 1939 holte Chamberlain den fast 65jährigen Churchill ins Kabinett. Churchill rief sofort zum entscheidenden Widerstand gegen Hitler-Deutschland auf, „um die ganze Welt vor der Pestilenz der Nazi-Tyrannei zu bewahren“ und führte sein Land bis zum siegreichen Kriegsende.

50 Jahre nach Churchills Tod erzählt Thomas Kielinger einfühlsam und fesselnd die wechselvolle Lebensgeschichte dieser faszinierenden Persönlichkeit.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
13 h 28 m

Meine Meinung
Winston Churchill – klar kennt man seinen Namen. Aber so wirklich wusste ich nicht, wer das eigentlich war, was er tat und wie er dachte. Er starb in dem Jahr,  in dem ich geboren wurde.

Jetzt, nachdem ich diese wirklich sehr aufschlussreiche Biographie gehört habe, bin ich um einiges schlauer. Und ich muss sagen, ich bin voller Bewunderung für diesen Vollblut-Politiker. Solche Persönlichkeiten sucht man leider vergebens in der heutigen Politik. Doch er war nicht nur Politiker mit Leib und Seele. Vielmehr beeindruckte er auch durch seine brillante Rhetorik. Und diese gab er nicht nur in Reden zum Besten, er schrieb auch viele Bücher, erhielt sogar den Nobelpreis für Literatur. Und als ob das nicht schon genug wäre, war er auch noch ein begeisterter Maler.

Auch seine um etliche Jahre jüngere Frau Clementine ist mir sehr ans Herz gewachsen. Oftmals haben sie schriftlich kommuniziert, mit kleinen Zettelchen, die unter Türen durchgeschoben wurden, wenn man den anderen gerade nicht stören wollte. Oder auch Telegramme wurden verschickt, oft mehrere am Tag, wenn sie nicht am gleichen Ort waren. Winston und Clementine hätten sicherlich WhatsApp oder Threema sehr zu schätzen gewusst, hätte es so etwas damals schon gegeben.

Natürlich ist Churchill nicht alles in die Wiege gelegt worden. Er musste immer wieder hart für seine Erfolge kämpfen und es gab durchaus auch Rückschläge. Doch er war ein Workaholic wie er im Buch steht. Denn ohne Arbeit verfiel er leicht in ein tiefes Loch. Und das mochte er ganz und gar nicht. Und somit nutzte er seinen wachen Geist immerfort, um neue Pläne zu schmieden, um neue Lösungen zu finden und opferte sich für sein Land ganz und gar auf.

Thomas Kielinger hat Churchill von allen Seiten durchleuchtet und das Wesen und Schaffen des Menschen sehr gut beschrieben. Anfangs hatte ich etwas Probleme mit den zeitlichen Abläufen, da hier doch etwas hin und her gesprungen wurde. Aber wie ich im Verlaufe der Biographie feststellte, war dies gar nicht anders zu machen, da natürlich einfach alles mit allem verwoben ist. Und so musste schon mal vorgegriffen und dann wieder zurückgesprungen werden. Also lass dich davon anfangs nicht verwirren. Es ist gut so wie es ist.

Der Sprecher Gert Heidenreich passte natürlich hervorragend zu dieser Biographie. Mit seiner Leistung war ich sehr zufrieden.

Insgesamt war „Winston Churchill – Der späte Held“ für mich eine äußerst interessante Unterhaltung. Ich kann dieses Hörbuch jedem ans Herz legen, der zwar auch den Namen irgendwie kennt, aber doch nicht wirklich Bescheid weiß. Nach der Lektüre ist man um einiges schlauer. Und ja, Winston Churchill war wirklich ein Glühwurm.

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Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

Jon Krakauer – In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest

Beschreibung
Von der amerikanischen Zeitschrift „Outside“ beantragt, nahm Jon Krakauer an einer Mount Everest Expedition teil, um über die Auswüchse des kommerziellen Bergsteigens zu berichten. Auf dieser Expedition im Frühjahr 1996 ereignete sich die schlimmste Katastrophe, die je auf dem „Dach der Welt“ geschah: 12 Menschen aus einer Gruppe von 33, zum Teil „Grenzgänger“ auf der Suche nach dem ultimativen Abenteuer und dem absoluten Kick, fanden dabei ihren Tod.

Sprecher
Christian Brückner

Länge
648 Minuten

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mich sehr schockiert, denn es ist ein Tatsachenbericht und 12 Menschen starben. Obwohl sich diese Tragödie 1996 ereignete, habe ich damals nichts davon mitbekommen. Hm. Und jetzt, beim Hören dieses Hörbuches, habe ich mich wirklich gefragt: wie kann man denn als Otto-Normal-Wanderer auf die Idee kommen, den Mount Everst erklimmen zu wollen? Ich meine, nur weil ich  Auto fahren kann, kann ich noch lange keine Autos bauen. Aber gut, das kommerzielle Bergsteigen am Mount Everest scheint ja wirklich sehr populär zu sein.

Jon Krakauer, der zwar durchaus ein recht erfahrener Bergsteiger ist, nahm an dieser Tour mit einem Journalistenauftrag in der Tasche teil und erlebte das ganze Drama mit. Und er leidet höchstwahrscheinlich noch heute, ob des tragischen Ausgangs dieser Besteigung. Denn deshalb schrieb er ja auch dieses Buch – um alles besser verarbeiten zu können.

Jon Krakauer beschreibt äußerst intensiv die geistige Verwirrung durch Sauerstoffmangel in solchen Höhen und dass das menschliche Gehirn dann schlichtweg nicht mehr in der Lage ist, klar zu denken und logisch zu handeln. Das fand ich sehr interessant. Denn in diesem Ausmaß war mir das nicht bewusst. Und dadurch entstanden auch sehr viele unterschiedliche Ansichten, wie sich etwas zugetragen hatte. Nur durch ganz viele anschließende Interviews der Überlebenden konnte er einigermaßen rekonstruieren, wie sich alles zugetragen hatte. Und das Bild, das dadurch entsteht, ist erschreckend.

Diese Geschichte ist von Anfang bis zum Ende einfach spannend und schockierend. Aber trotzdem hat mich das Hörbuch nicht so fesseln können, wie es z. B. 635 Tage im Eis – Die Shackleton-Expedition geschafft hat. Die Story ist zwar sehr interessant, spannend, auch entsetzlich (klar) und Christian Brückner hat super gut gelesen. Aber mir war es ca. 3 Stunden zu lang. Viele Sachen wiederholten sich sehr oft und das störte mich ein wenig.

Aber trotzdem ist es ein sehr gutes Hörbuch, von einem Mann, der wirklich etwas zu erzählen hat.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest

Die Sprecherliste ist jetzt auch fertig!

Autoren- und Sprecherliste

Ich bin stolz wie Harry! Jetzt sind beide Listen fertig!

In der Sprecherliste habe ich zusätzlich noch einen Link zur Google-Foto-Seite der Sprecher eingefügt (hinterlegt im Namen des Sprechers). Denn nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass mir zwar der Name des Sprechers/der Sprecherin außer der Stimme nichts sagte. Aber als ich dann auf der Suche nach brauchbaren Links war, stellte ich fest: ach, da schau, das ist er oder ach, das ist sie!!! Ich war wirklich sehr erstaunt, wieviele Sprecher ich vom schauspielern her sehr wohl kannte, aber deren Namen mir nicht bekannt waren – und somit auch keine Verknüpfung statt fand.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern in den beiden Listen, die selbstverständlich ständig aktualisiert werden.

Und hier nun die Links:

Die Links zu den Listen findest du auch oben im Hauptmenü unter der Rubrik „Autoren-/Sprecherliste“.

Liebe Grüße
Die Ute

… die nun wirklich froh ist, dass sie dieses Mammutwerk geschafft hat 🙂

Linksammlung zu Autoren

Linksammlung zu Autoren

Drei Wochen lief hier eine Umfrage, ob euch denn eine Linksammlung zu Autoren und Sprechern interessieren würde. 10 Leute haben sich beteiligt, alle 10 haben mit „Ja“ abgestimmt. Das hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und seit ein paar Tagen habe ich nun schon kräftig Links gesammelt und gelistet… es ist fast wie ein Fass ohne Boden … Aber: ich habe ja Durchhaltevermögen. ;-)

Allerdings habe ich festgestellt, dass es keinen Sinn macht, zunächst die ganze Linksammlung fertig zu stellen und sie dann zu veröffentlichen. Denn dann könnte ich euch die Liste vielleicht in 6 oder 8 Monaten präsentieren. Deshalb habe ich beschlossen, das, was ich bisher zusammengetragen habe, online zu stellen und dann peut-à-peut, sprich Buchstabe für Buchstabe, zu erweitern.

Ich habe mit der Liste der Autoren begonnen. Hier bin ich nun bis zu dem Buchstaben D gekommen. Bitte beachte, dass ich die Liste nach den vollständigen Namen (also [Vorname] [Nachname]) sortiert habe und so auch abarbeiten werde. D. h. wenn ich sage, Buchstabe D ist abgeschlossen, dann findest du z. B. Douglas Preston. Bei Frank Arnold wirst du noch keine Links finden, da sein Vorname mit F beginnt.

In der Navigationsleiste rechts werde ich den jeweils neu online gestellten Buchstaben veröffentlichen, damit du immer auf einen Blick im Bilde bist, ob dein Favorit nun auch dabei ist.

So, genug geredet, jetzt willst du sicher mal schauen, wie sich die Liste denn präsentiert.

Hier also Link zur

Linksammlung der Autoren

Anmerkung: Wenn du auf den Link klickst, öffnet sich ein neues Fenster. Denn ich „entführe“ dich hier auf meinen privaten Webspace – über den Blog war die Formatierung der Liste unmöglich so zu gestalten, wie ich das wollte.

Zukünftig findest du diese Linkliste direkt unter dem Hauptmenüpunkt „Autoren“ (über dem Blogbild).