Kevin O’Brien – Der Feind in mir

der-feind-in-mirBeschreibung von Audible

„Der Feind in mir“ – hypnotischer Extraklasse-Thriller zum Miträtseln

Das Hörbuch „Der Feind in mir“ des US-amerikanischen Thrillermeisters Kevin O’Brien schafft spielend den Spagat zwischen klassischer Thrillerkost und subtilen Horrorelementen.

Die Hypnosetherapeutin Olivia zieht nach einigen familiären Rückschlägen nach Seattle, um ein neues Leben anzufangen. Als sie dort einen verängstigten jungen Mann behandelt, gerät ihr komplettes Leben aus den Fugen. In Trance hält sich ihr Patient für einen Serienkiller, der vor langer Zeit mehrere Frauen umbrachte. Olivia versucht das Rätsel zu lösen und setzt sich so schnell großen Gefahren aus.

Nils Nelleßen erzählt die mitreißende Story sehr nuanciert und versteht es ausgezeichnet, die einzelnen Charaktere mit Leben zu füllen. Bis zur letzten Minute setzt „Der Feind in mir“ von Kevin O’Brien auf den Miträtsel-Faktor. Erst spät wird das Rätselkonstrukt entwirrt – ein Aha-Effekt, den Sie keinesfalls verpassen dürfen!

Inhaltsangabe

Die Hypnosetherapeutin Olivia zieht nach Seattle, um nach einer gescheiterten Ehe neu anzufangen. Einer ihrer ersten Patienten ist Collin, ein stark verängstigter Jugendlicher.
Als Olivia Collin in Hypnose versetzt, erkennt sie den Grund für seine Angst: In Trance nimmt Collin die Persönlichkeit eines Killers an, der vor über 50 Jahren mehrere Frauen umbrachte. Olivia ist geschockt. Tief im Inneren ahnt sie, dass sie es hier nicht einfach nur mit einem Fall von Identitätsstörung zu tun hat. Und sie soll Recht behalten: Bald bedrohen skrupellose Männer ihr und Collins Leben.

 

Sprecher

Nils Nelleßen

Länge

19 h 06 m

Meine Meinung
Es ist nun leider schon eine Weile her, dass ich dieses Hörbuch gehört habe. Ziemlich viel ist in meinem Gedächtnis jedoch nicht davon hängengeblieben. Dann war es also kein Buch, dass mich sonderlich vom Hocker riss. Wie es zu den zahlreichen überschwänglichen Bewertungen gekommen ist, ist mir jedenfalls ein Rätsel. Dank meiner Notizen kann ich folgendes zu dem Hörbuch sagen:

Ich fand die Story ziemlich langatmig und war letztendlich heilfroh, als sie endlich zu Ende war. Sie ist zwar toll zum Miträtseln, aber das hätte man auf weniger Seiten durchaus auch fertig gebracht. Für meinen Geschmack waren hier zu viele Details, die nicht wirklich etwas mit der Story zu tun hatten. Die subtilen Horrorelemente suche ich noch heute.
Der Plot an sich war gut, auf so eine Idee muss man erst einmal kommen und auch die Auflösung kam für mich wie ein Knalleffekt ans Licht. Somit ist das Hörbuch insgesamt ziemlich gut, aber man braucht sehr viel Geduld.
Den Sprecher kannte ich noch nicht. Er hat seine Sache recht gut gemacht. Ein wenig mehr Hingabe hätte hier allerdings nicht geschadet.

 

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kevin O’Brien – Der Feind in mir

Jocelyne Saucier – Ein Leben mehr

Ein Leben mehrBeschreibung
Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck.
Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte.

„Ein Leben mehr“ ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.

Sprecher
Beate Rysopp, Wolfgang Berger, André Eckner

Länge
5 h 18 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch war es eindeutig das Cover, das mich zum Kauf inspirierte. Das Gesicht des Mannes deutet auf viel Lebenserfahrung hin und eben auch darauf, dass ihn so schnell nichts aus Ruhe bringen kann. Er kennt das Leben mit all seinen Facetten.

Und so geht es den Männern, die sich in Nordkanada in eine Einsiedelei zurückgezogen haben und ihr Leben nach ihrem Gusto gestalten. Nicht wie es ein Altenheim will. Sie kommen gut miteinander aus – sind keine Männer der großen Worte und doch ist nie einer von ihnen einsam, auch wenn er gerade alleine ist.

Doch dann kommt eine junge Fotografin daher und würfelt ihr geruhsames Leben mächtig durcheinander. Sie ist auf der Suche nach Boychuck, der einer der letzten Überlebenden der großen Brände sein soll. Doch leider müssen ihr die Männer mitteilen, dass sie ihn gerade vor kurzem erst beerdigen mussten, zeigen ihr sein Grab. Zunächst etwas misstrauisch findet sie doch schnell Gefallen an den drei Männern im Wald, die ihr Leben in der Wildnis und absoluter Freiheit genießen. Sie verspricht wieder zu kommen, um ihnen die Bilder zu zeigen, die sie von ihnen und der Einsiedelei gemacht hatte.

Doch schnell ward sie vergessen, als eine äußerst zerbrechlich wirkende 80 jährige Dame bei ihnen eintrifft, um ihr dort Schutz zu gewähren. Denn Marie-Desneiges war seit ihrem 16. Lebensjahr in einer psychiatrischen Klinik eingesperrt und hatte bis dato kein eigenes Leben führen können. Schnell werden Pläne geschmiedet, wie man der kleinen, äußerst netten und charmanten Dame helfen könnte. Ein Haus soll für sie gebaut werden. Kaum sind die Pläne fertig, beginnen die 2 Männer mit den Bauarbeiten für das schmucke Häuschen, das natürlich wesentlich mehr Komfort aufweisen muss, als ihre Holzhütten. Mit Eifer und Fleiß sind sie dabei, als die Fotografin wieder auftaucht.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den 4 Menschen, die alle ihre Eigenheiten und Besonderheiten haben. Die gegenseitige vollkommene Akzeptanz aller Charaktere bildet die Basis für diese außergewöhnliche Konstellation. Es ist ein wahrer Genuss den Gesprächen am Frühstückstisch oder auch eingehüllt in den Bärenfellen lauschen zu dürfen. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, was wirklich ganz wunderbar beschrieben wurde.

Zum Ende hin gibt es eine tragische Wende in dem kleinen Idyll und ich zitterte wirklich um meine mir mittlerweile sehr lieb gewonnenen Freunde.

Kurzum, ich hatte eine schöne Geschichte erwartet und wurde mit einer zutiefst menschlichen und vor Kraft und Lebenswillen nur so strotzenden Story äußerst positiv überrascht.

Die Sprecher fand ich auch sehr passend. Beate Rysopp fungierte hier als Ich-Erzählerin und somit aus der Sicht der Fotografin, die Sprecher übernahmen die männlichen Episoden. Das gab der ohnehin schon sehr lebhaften und nie langatmig werdenden Geschichte noch einen Extra-Schuss Abwechslung.

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Weitere Informationen
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Gabriella Engelmann – Sturmgeflüster

SturmgeflüsterBeschreibung
Für Tinka sollte es der coolste Sommer ever werden. Doch wenn einen die beste Freundin versetzt, sind Ferien auf Sylt einfach nur noch langweilig. Bis Tinka Kitesurfer Sven kennenlernt, der sie in seine Clique aufnimmt und mit seinem durchdringenden Blick ihr Herz sofort zum Kentern bringt. Bald aber merkt Tinka, dass er und die anderen ihr etwas verschweigen. Es ist fast zu spät, als Tinka begreift, dass sie selbst die dunkle Vergangenheit wieder heraufbeschworen hat.

Sprecher
Uta Dänekamp

Länge
4 h 26 m

Meine Meinung
Tinka soll ihre Sommerferien zusammen mit ihrer besten Freundin bei den Großeltern auf Sylt verbringen. Schlimm genug. Doch als dann auch noch ihre beste Freundin absagt, fürchtet sie, dass sie in den 6 Wochen komplett versauern wird. Ok, die Großeltern wohnen auf Sylt, was ja nun nicht gerade der schlechteste Urlaubsort ist. Doch trotzdem empfindet sie wenig Lust, ihre Sommerferien dort zu verbringen.

Doch kaum ist sie dort angekommen, findet sie auch schon Anschluss an eine Kyte-Clique. Unsterblich verliebt ist sie vom ersten Augenblick in den coolen und gutaussehenden Typen namens Sven. Auch er findet sie mehr als nur nett. Zunächst sieht alles nach tollen und erlebnisreichen Sommerferien aus. Doch recht schnell bemerkt Tinka, dass irgendetwas nicht stimmt. Besonders mit Sven. Die Stimmung kippt zunehmend und bald schwebt sie sogar in Lebensgefahr.

„Sturmgeflüster“ ist ein sehr schöner, unterhaltsamer und spannender Jugendroman, der auch für ältere Semester wie mich interessant anzuhören ist. Die viereinhalb Stunden vergingen wie im Flug und Tinka hat dabei so einiges erlebt. Als Hörer hat man den Eindruck, dass man ständig an Tinkas Seite dabei ist und ihre Höhen und Tiefen hautnah miterlebt.

Ich kann dieses Hörbuch Mädchen so ab 13 Jahren empfehlen, doch auch für 50-jährige ist „Sturmgeflüster“ eine wirklich schöne Unterhaltung für zwischendurch.

Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Ich kannte sie bereits von den Hörbüchern „Stolperherz“ und „Herzriss“. Auch bei diesen Hörbüchern fand ich sie toll. Sie hat eine sehr passende Stimme für junge Mädchen an der Schwelle zum Erwachsen werden.

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Herzlichen Dank an den Rubikon Audioverlag für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen

Hier geht es zur Facebook-Seite des Rubikon Audioverlags.

Bei Audible.de. kann man es natürlich auch herunterladen: Hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Gabriella Engelmann – Sturmgeflüster

 

Andreas Gruber – Der Judas-Schrein

Der Judas-SchreinBeschreibung
In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt. Der Ermittler Alexander Körner wird mit seinem Kripoteam in den Ort geschickt, um den Fall zu lösen. Die Lage spitzt sich zu, als durch den anhaltenden Regen der Fluss über die Ufer tritt und die einzige Brücke wegreißt. Vom Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht, und das Morden geht weiter…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
17 h 13 m

Meine Meinung
Eins vorweg: Wer hier einen klassischen Krimi à la „Todesfrist“ oder „Todesurteil“ vermutet, liegt falsch. Denn es geht eindeutig in die Richtung Fantasy, Mystery, Horror. Wenn einem das klar ist, man so etwas gerne hört und man die gewohnt spannende Erzählkunst von Andreas Gruber liebt, dann ist man hier goldrichtig. Mein Fall ist Fantasy ja eigentlich nicht so sehr, aber da ich Andreas Gruber toll finde, wollte ich es trotzdem hören. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Stellenweise erinnerte mich die Detailverliebtheit und die große Erzählkunst an Stephen King. Nicht selten musste ich beim Hören an Storys aus seiner Feder denken. Das fand ich natürlich schon mal klasse.

Um die Geschichte greifbar zu machen, gibt es zum Einen Rückblicke auf ein Grubenunglück, welches bereits 140 Jahre zurückliegt und zum Anderen Tagebucheinträge, die ein Messdiener vor etwa 70 Jahren niederschrieb. Aktuell soll der Mord an einem Mädchen aufgeklärt werden, welches an ihrem Todestag 14 Jahre alt wurde. Ihre Verletzungen sind furchtbar, den Ermittlern ist es ein Rätsel, wie es zu solchen Wunden an ihrer Wirbelsäule kommen konnte. Bald stellt sich heraus, dass auch ihre Geschwister jeweils an ihrem 14. Geburtstag zu Tode kamen. Natürlich wachsen hier die Zweifel, ob diese Tode wirklich auf natürliche Art und Weise geschahen.

Während Körner und sein Ermittlerteam akribisch auf Spurensuche gehen, nimmt der Regen zu und bald ist das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Die einzige Brücke wurde durch die Wassermassen des Flusses fortgerissen. Körner und seinen Kollegen bleibt nichts anderes übrig, als sich in dem Dorf einzuquartieren. Und dann geschieht ein weiterer Mord. Ausgerechnet an dem Fotografen seines Teams. Und das Grauen nimmt kein Ende…

Spannend, spannend kann ich da nur sagen. Über die aktuellen Geschehnisse, die Rückblicke und die Tagebucheinträge gelangt man Stück für Stück immer mehr an die Wahrheit. Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen konstant hoch und die Story endet in einem Showdown, der den besten Action-Kinostreifen Stand halten würde.

Mich hat dieser etwas andere Krimi sehr gut unterhalten und die 17 Stunden waren über Ostern schnell gehört. Denn unterbrechen wollte ich das Hörbuch nur selten. Auch wenn mir der klassische Krimi eigentlich lieber ist, so hat mich dieser doch sehr begeistert. Und deshalb verdient er auch die volle Punktzahl.

Hans Jürgen Stockerl, den ich bisher nur von den Peter James-Thrillern her kannte, hat mir sehr gut gefallen. Seiner Stimme kann ich stundenlang zuhören.

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Siehe auch:

 

Christina Baker Kline – Der Zug der Waisen

Der Zug der WaisenBeschreibung
New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisenkindern wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Stattdessen müssen sie als billige Landarbeiter, Haushaltshilfen oder Näherinnen harte Knochenarbeit leisten.

Auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor, bis es ihr nach entbehrungsreichen Jahren endlich gelingt, einen Ort der Geborgenheit zu finden und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Aber erst Jahrzehnte später vermag sie, durch die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen jungen Mädchen, das wie sie seine Eltern verloren hat, das Schweigen zu brechen und wahren Frieden zu finden.

Sprecher
Beate Himmelstoß, Susanne Schroeder

Länge
10 h 22 m

Meine Meinung
Dieser Roman hat mich sehr berührt. Von dem „Zug der Waisen“ hatte ich zuvor noch nicht gehört. Der Zug brachte Waisenkinder in den Mittleren Westen, um dort von Familien adoptiert werden zu können. Manche Kinder hatten Glück und fanden liebevolle Familien, die sie wirklich wie ihre eigenen Kinder aufzogen. Andere hatten nicht so viel Glück und wurden als „Arbeitstiere“ ausgebeutet.

Vivian Daly verlor ihr Familie. Ganz auf sich alleine gestellt, wurde sie von den Behörden in einen solchen Waisenzug gesteckt und musste auf ihr Glück hoffen. Doch leider war sie schon ein wenig zu alt, man konnte sie bereits zum Arbeiten gebrauchen. Fortan begann für sie eine Odysee der unmenschlichen Art.

Molly lebt in einer Pflegefamilie. Sie muss Sozialstunden abarbeiten. Sie wird zu Vivian Daly geschickt, die mittlerweile über 90 Jahre alt ist. Die alte Dame will ihren Dachstuhl entrümpeln und benötigt hierzu Unterstützung.

Die Story hat zwei Handlungsstränge, einen in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart. Durch die alten Gegenstände auf dem Dach wird Vivian an ihre Kindheit erinnert und sie erzählt Molly (und dem Hörer) ein Stück ihrer Lebensgeschichte.

Einmal angefangen, hat mich diese Geschichte nicht mehr losgelassen. Die Erfahrungen, die Vivian in ihrer Kindheit gemacht hat, werden sehr intensiv und glaubhaft erzählt. Die Unterbrechungen, in denen man in die heutige Zeit zurückkehrt, sprich, in denen von Molly erzählt wird, kamen immer genau zur richtigen Zeit. Die Protagonisten wurden ebenfalls sehr gut gezeichnet, so dass ich ein klares Bild von ihnen vor Augen hatte.

Mich hat „Der Zug der Waisen“ sehr begeistert. Es ist ein sehr intensiver und gefühlvoller Roman, dessen Ende mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.

Auch die beiden Sprecherinnen fand ich sehr passend. Kurz, das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen und erhält somit die vollen Pingu-Punkte.

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Weitere Informationen
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Jussi Adler-Olsen – Verheißung: Der Grenzenlose (Carl Mørck 6)

VerheißungBeschreibung
Eine Tote hing kopfüber in einem Baum und keiner weiß, was damals geschah. Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Habersaat versucht, den tragischen Tod der jungen Frau aufzuklären. Doch jetzt, kurz nachdem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet, kommt er selbst auf schockierende Weise ums Leben – und wenig später stirbt auch sein Sohn.

Die Recherchen bringen Carl Mørck und sein Team auf die Insel Öland, zu einem Mann, der mit seinen Heilsversprechen Sinnsucher aus ganz Europa anlockt. Der neue Fall führt Carl, Assad und Rose weit über ihre Grenzen hinaus. Und lange ahnen sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie sich befinden.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Ein neuer Fall für das Sonderdezernat Q. Zwar will Carl – wie eigentlich immer – zunächst nichts von dem Fall wissen, doch schnell packt auch ihn die Neugier und die Gewissheit, dass der Unfall, der bereits 18 Jahre her ist, kein Unfall sondern vielmehr ein eiskalter Mord war. Und so beginnt die Ermittlungsarbeit des genialen Trios mit Carl, Assad und Rose. Anfangs plätschert die Story etwas vor sich hin, doch schnell ist die Einführung gehört und fortan will man den Player nicht mehr abschalten, so spannend beschreibt Jussi Adler-Olsen die Ereignisse.

„Verheißung“ ist ein Krimi, der einige Handlungsstränge gekonnt miteinander verknüpft. War mir anfangs noch völlig schleierhaft, wie sich das alles zu einem Großen und Ganzen fügen soll, dämmert es einem im Laufe der Story und man ist wieder einmal mehr begeistert von Jussis gekonnter Art, vielschichtige Geschichten geschickt und äußerst spannend zu erzählen. Sich solch eine komplexe Story überhaupt erst einmal einfallen zu lassen, ist absolut bewundernswert.

Lange Zeit war ich auf einer falschen Fährte, wurde hierin und dahin gelockt mit meinem Verdächtigungen und doch immer wieder eines Besseren belehrt. Und wie sich das alles am Ende aufklärte, war hochdramatisch, für mich unerwartet und genial überlegt und erzählt.

Einzigartig, wie präzise die Personen und die verschiedenen Schauplätze beschrieben wurden, so dass sich wieder sehr schnell das Gefühl „Kopfkino“ einstellte. 18 Stunden beste und spannende Unterhaltung, die Carl, Assad und Rose nicht selten an den Rand ihrer Kräfte trieb.

Sehr toll war auch wieder der Wortwitz, den die Unterhaltungen boten. Ich habe trotz der Dramatik sehr oft sehr herzhaft gelacht. Und natürlich fehlten auch die Kamelwitze nicht. Äußerst interessant fand ich den kurzen Exkurs eines Professors, dass alle Weltreligionen auf ein und denselben Ursprung zurückzuführen sind.

Somit ist auch der 6. Teil der Carl Mørck-Reihe wieder ein Meisterwerk der Krimikunst. Jussi Adler-Olsen ist in meinen Ohren einer der besten skandinavischen Krimi-Autoren.

Wolfram Koch als Sprecher war wieder perfekt. Keiner könnte diese Reihe besser lesen, als er. Man könnte sagen: Was David Nathan für Stephen King, ist Wolfram Koch für Jussi Adler-Olsen. Eine andere Kombination ist schlichtweg undenkbar!

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Weitere Informationen

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Siehe auch:

Tom Finnek – Unter der Asche (London-Trilogie 1)

Unter der AscheBeschreibung
London 1666 – vier Tage lang verschlingt ein Feuer die Stadt. Im Armenviertel Southwark lebt der Straßenjunge Geoff, der mehr schlecht als recht versucht, seine Familie durchzubringen. Seine Schwester Jezebel, die sich in einer verruchten Spelunke als Schankmagd verdingt, birgt ein Geheimnis – und verschwindet eines Tages spurlos. Auf der Suche nach ihr stößt Geoff auf ein Netz aus Intrigen, Schuld und ungesühnter Rache – ein Gemisch, das schließlich den größten Brand der Geschichte entfachen sollte.

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Sprecher 
Elmar Börger

Länge
18 h 05 m

Meine Meinung
Bisher kannte ich weder ein Buch von Tom Finnek noch kannte ich den Sprecher Elmar Börger. Es war also ein Schuss ins Blaue – der sich absolut gelohnt hat.

Erzählt wird hier eine Geschichte, wie es zu dem großen Brand in London im Jahre 1666 gekommen ist. Der Hauptprotagonist ist der junge Geoff, der von seinem Lehrer aufgetragen bekommen hat, seine Geschichte nieder zu schreiben. Herrlich unbeholfen fängt diese Geschichte also an. Er schreibt, wie ihm „der Schnabel gewachsen ist“, was mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht hat. Im weiteren Verlauf wechseln etwas die Perspektiven und auch der Schreibstil ändert sich. Das alleine sorgt schon für viel Abwechslung. Die Story an sich ist auf den ersten Blick total wirr erzählt, aber doch fügt sich alles immer wieder zu einem logischen Ganzen, so dass am Ende eine wirklich runde Sache daraus wird. Mir hat diese etwas andere Art des Erzählens sehr gut gefallen, da man sehr oft einen Aha-Effekt erleben konnte.

Insgesamt ist die Story kurzweilig geschrieben, es gibt Schreckliches und Humoriges und das alles in einem gut harmonierenden Maß.

Den Sprecher kannte ich bisher noch nicht. Er hat mir sehr gut gefallen, so dass ich zukünftig gerne mehr Hörbücher mit ihm als Sprecher lauschen werde.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Tom Finnek – Unter der Asche

Siehe auch: