Jeffery Deaver – Der talentierte Mörder (Lincoln Rhyme 12)

Beschreibung
Zwei Wochen nach einem brutalen Mord in Manhattan ist Detective Amelia Sachs dem vermeintlichen Killer dicht auf den Fersen. Sie liefert sich mit ihm eine Verfolgungsjagd in einem Einkaufszentrum in Brooklyn, als es dort zu einem technischen Defekt an einer der Rolltreppen kommt – mit verheerenden Folgen. Die Stufen brechen ein, ein Mann stürzt und wird vom Getriebe zerquetscht.

Kurz darauf erkennen Amelia und ihr Partner Lincoln Rhyme, dass es sich bei dem Ereignis keineswegs um einen Unfall handelte. Der Täter verwandelt Alltagsgegenstände und intelligente Technologien in Mordwaffen – und er plant offensichtlich weitere Anschläge.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
15 h 45 m

Meine Meinung
Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen Deaver gehört. Eigentlich geht mir Lincoln Rhyme meist recht schnell auf die Nerven mit seiner überbordenden Schlauheit. Doch hier fand ich ihn tatsächlich ganz erträglich.

Der neueste Fall befasst sich mit einem interessanten und äußerst aktuellen Thema. Nämlich dem Internet der Dinge und den Gefahren, die mit allem Luxus und aller Bequemlichkeit einhergehen. Dieses Thema hat Deaver sehr gut ausgearbeitet und in einen spannenden Thriller gepackt.

Besonders gut haben mir hier zwei Charaktere gefallen: Da haben wir zum einen Vernon, der sehr groß, sehr dürr und dabei immer äußerst hungrig ist.
Auch die Praktikantin von Lincoln Rhyme war toll. Sie konnte Rhyme tatsächlich öfter Paroli bieten, was stellenweise zu sehr amüsanten  Dialogen führte.

Dann gibt es hier noch einige Nebenschauplätze, die aber auch durchweg rätselhaft und interessant in die Geschichte eingewoben wurden.

Auch glänzt diese Geschichte durch sehr spannende Szenenbeschreibungen! Doch hierzu will ich gar nicht zu viel verraten. Aber stellenweise schwitzte ich Blut und Wasser beim Lauschen der Geschehnisse.

Die Auflösung kam dann sehr abrupt. Gut. Ich war darüber sehr überrascht! Mein erster Gedanke war: Nein, das ist jetzt nicht Deavers Ernst. Kurz darauf folgten noch einige Erklärungen, die dann doch alles wieder logisch erscheinen ließen. Die Quintessenz für mich persönlich: Ich habe halt einfach nicht die Klasse von Lincoln Rhyme.

Dietmar Wunder als Sprecher fand ich wieder sehr gut. Ihn mag ich als Sprecher einfach sehr gerne.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jeffery Deaver – Der talentierte Mörder

Siehe auch:

Lincoln Rhyme-Reihe:

Kathryn Dance-Reihe: 

Andere

Leslie Parrish – Die Farbe des Todes (Veronica Sloan 1)

Die Farbe des TodesBeschreibung
Washington, 2022. Im Keller des Weißen Hauses wird die grausam zugerichtete Leiche einer Frau gefunden. Detective Veronica Sloan wird auf den Fall angesetzt – als Teil eines Spezialteams, das mit einer neuen Technologie Morde schneller aufklären soll. Das Projekt ist noch geheim, doch das Opfer war offenbar darin involviert. Es scheint, der Mörder wusste genau, womit er es zu tun hat. Denn er hat den Kopf der Leiche verschwinden lassen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher 
Christiane Marx

Länge
11 h 30 m

Meine Meinung
Das o. g. Spezialteam und 5000 andere speziell ausgewählte Personen haben eine neue Technik implantiert bekommen. D. h. die Technologie zeichnet das Gesehene auf, so dass man sich die erlebten Szenen am PC anschauen kann, wenn man die Daten hat. Sprich andere Personen können sehen, was man selbst gesehen hat. Eine bizarre Vorstellung, wie ich meine… Hierzu gab es eine unglaublich gute Beschreibung einer Szene, wie ein Opfer seine letzten Sekunden verbracht hat, bzw. was er gesehen hat. Diese Beschreibung fand ich mal eine sehr gelungene Abwechslung zu den „üblichen“ Beschreibungen. Wenn ich daran denke, bekomme ich gleich wieder eine Gänsehaut.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Die ganze Story hatte für meinen Geschmack einen Touch zu viel an Sex. Hier stimmte das Verhältnis zur Wichtigkeit des Falles nicht – zumindest empfand ich das so. Auch finde ich es langsam etwas einfallslos, in jedem Krimi oder Thriller zu hören, dass die jeweils weiblichen Cops anscheinend immer Probleme mit Männern haben. Kennt jemand einen Krimi oder Thriller in dem es einen weiblichen Cop gibt, der in dieser Richtung nicht völlig verkorkst ist? Für Tipps bin ich dankbar.

Hier und da gab es auch ein paar Unstimmigkeiten in der Handlung, die einem sofort auffielen, so eklatant fand ich sie. Nun, vermutlich soll noch ein zweiter Teil folgen, in dem diese Unstimmigkeiten aufgeklärt oder zumindest zu einem erklärlichen Ende gebracht werden sollen. Ob ich mir den nächsten Teil allerdings auch anhören werde – nun das glaube ich eher nicht.

Doch dies liegt sicher nicht an der Sprecherin Christiane Marx. Denn sie hat ihre Sache wirklich sehr gut gemacht.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Leslie Parrish – Die Farbe des Todes (Veronica Sloan 1)