Laetitia Colombani – Das Haus der Frauen

Beschreibung
Ein Haus in Paris für die Frauen dieser Welt In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben infrage stellt. Im Haus der Frauen schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe – an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten – und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Doch wer war die Frau, die vor 100 Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben. Endlich fühlt sie sich am Ziel, so wie all die anderen Frauen, die nach langer Reise im Haus der Frauen in Sicherheit sind. Andrea Sawatzki hat bereits an „Der Zopf“ mitgewirkt und leiht zusammen mit Ruth Reinecke, bekannt aus „Weißensee“, der Anwältin Solène ihre Stimme.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Ruth Reinecke

Länge
5 h 41 m

Meine Punktebewertung
Tolle Geschichte in zwei Zeitebenen erzählt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Bookbeat.de. Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Laetitia Colombani – Das Haus der Frauen

Jasmin Schreiber – Marianengraben

Beschreibung
Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt – auf die eine oder andere Weise.

Sprecher
Maximiliane Häcke

Länge
6 h 34 m

Meine Punktebewertung

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Bookbeat. Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jasmin Schreiber – Marianengraben

Jussi Adler-Olsen – Selfies (Carl Mørck 7)

Beschreibung
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Sie kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Und welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Der neue Thriller von Jussi Adler-Olsen verspricht atemberaubende Spannung bis zur letzten Minute – ungekürzt gelesen von Wolfram Koch.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Bei dieser Folge ist die Ermittlungsarbeit im eigentlichen Fall etwas Nebensache. So kam es mir jedenfalls vor. Es geht hier hauptsächlich um Rose, die in ein sehr tiefes psychisches Loch gefallen ist und dort nicht mehr herausfindet. Carl und Assad versuchen nun also, auch Roses Vergangenheit aufzuklären, um ihr irgendwie helfen zu können.

Den Fall an sich fand ich dieses Mal ziemlich gut aber nicht super spannend. Es ging hier hauptsächlich um Sozialschmarotzer und jede Menge Gesellschaftskritik. Das war natürlich schon sehr interessant. Durchzogen mit den privaten Dramen ergab es eine kurzweilige Story, der man stundenlang zuhören konnte, ohne langweilig zu werden.

Wolfram Koch gehört zu Carl und Assad wie David Nathan zu Stephen King. Das perfekte Paar.

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jussi Adler-Olsen – Selfies (Carl Mørck 7)

Siehe auch:

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Beschreibung
Von der Liebe zur Musik und den Zwängen der Macht.

Der sowjetische Starkomponist Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch gehört zu den renommiertesten Komponisten seines Landes, als Stalin eines Abends der Aufführung einer seiner Opern beiwohnt und schon in der Pause den Saal verlässt. Schostakowitsch wartet ab diesem Abend Nacht für Nacht angezogen, auf seinen gepackten Koffern sitzend neben dem Aufzug seiner Wohnung, dass er verhaftet wird.
Doch niemand kommt. Stattdessen feiert er Erfolge mit seiner Fünften Symphonie und wird wieder Liebling der Massen. Aber nun muss er sich ungewollter Privilegien erwehren, die mit der Vereinnahmung durch die Partei einhergehen. Es geht nun nicht mehr um Leben und Tod, sondern um künstlerische und moralische Integrität. Und diese ist nicht weniger substanziell für den Komponisten.

Sprecher
Frank Arnold

Länge
6 h 07 m

Meine Meinung
Es ist einfach immer und immer wieder furchtbar zu lesen/zu hören, was unter der Diktatur Stalins geschah. Das Hörbuch „Der Lärm der Zeit“ beschreibt sehr anschaulich in Romanform das Leben des sowjetischen Starkomponisten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch und wie er unter der Macht litt. Weit entfernt von selbstbestimmt, noch weiter entfernt von kreativ oder künstlerisch. Alles wurde ihm vorgeschrieben, alles wurde reguliert, was nicht passt, wurde verboten, wer aufmuckte wurde kurzerhand hingerichtet. Klare Regeln die nur noch Angst und Schrecken verbreiteten. Denn etliche Millionen verloren unter Stalins Macht ihr Leben.

Schostakowitsch ist natürlich verzweifelt. Er lebt in ständiger Angst, doch noch abgeholt und hingerichtet zu werden, da Stalin sein Werk „Lady Macbeth von Mzensk“ nicht zugesagt hatte. Um seiner Familie die Schmach der Verhaftung zu ersparen, sitzt er fortan Nacht für Nacht mit gepacktem Koffer im Flur und wartet auf sein Schicksal. Doch es kommt nicht. Es hat einen fast noch perfideren Plan für ihn, als den Tod. Denn immer und immer wieder muss er sich entscheiden: Steht er zu seiner Überzeugung, seinem Tun, seiner künstlerischen Schöpfung und wird somit hingerichtet oder beugt er sich dem unsäglichen Willen der Regierung, tut alles, was sie von ihm verlangt und verliert dadurch sein Gesicht.

Sein ganzes Leben ist geprägt von diesem Widerstreit der Gefühle, nicht selten denkt er an Selbstmord. Und das erschreckende ist, dass dieser Roman keineswegs erfunden ist. Größtenteils beruht er auf Tatsachen.

„Der Lärm der Zeit“ ist kein Hörbuch, dass man nebenbei hören kann. Denn es ist nicht nur äußerst intensiv von der wahren Geschichte her, es ist auch extrem wortgewaltig und ja auch philosophisch. Sehr gut haben mir hier die beschriebenen Gedanken des Protagonisten gefallen. Ich fühlte richtig mit ihm mit und war sehr froh, dass ich nicht in seiner Haut steckte.

In diesem Hörbuch hat mir Frank Arnold als Sprecher mal wieder sehr gut gefallen. Seine Stimme passte zu der Geschichte und er blieb als Sprecher angenehm im Hintergrund. Das bewirkte, dass das Gesagte nochmals an Intensität zunahm.

Keine leichte Kost – aber absolut empfehlenswert!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Julian Barnes – Der Lärm der Zeit