John Ironmonger – Der Wal und das Ende der Welt

Beschreibung
Eines Morgens retten die Bewohner des idyllischen Fischerdorfs St. Piran einen jungen Mann aus dem Wasser. Alle kümmern sich rührend um ihn: der pensionierte Arzt Dr. Books, der Strandgutsammler Kenny Kennet, die Romanautorin Demelza Trevarrick und Polly, die hübsche Frau des Pastors. Doch keiner von ihnen ahnt, wie existenziell ihre Gemeinschaft vermutlich bedroht ist. Denn Joe ist aus London geflohen, wo er einen Kollaps in Gang gesetzt hat. Aber steht wirklich das Ende der ganzen Zivilisation bevor? Und was ist mit dem Wal, der in der Bucht von St. Piran viel zu nah am Strand schwimmt?

Sprecher
Johann von Bülow

Länge
12 h 41 m

Meine Meinung
„Der Wal und das Ende der Welt“ ist ein etwas anderes Buch. Die Geschichte, die hier erzählt wird, hebt sich durchaus von vielen anderen Romanen durch ihre skurillen Bestandteile ab. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch die extremen Gegensätze, die hier aufgezeigt wurden, fand ich durchaus interessant.

Erzählt wird die Geschichte in verschiedenen Zeiten. Durch Rückblenden erfährt man nach und nach, was Joe in London gearbeitet hat und warum er aus der City geflüchtet ist. Hier liegen allerdings keine Jahre dazwischen, lediglich ein paar Tage.

Was ich stellenweise etwas anstrengend fand, waren die doch recht vielen Episoden mit Bezug auf die Bibel/Religion. Doch davon abgesehen, hat mir die Geschichte, ihre Entwicklung und ihre sehr unterschiedlichen Protagonisten ziemlich gut gefallen. Ich liebe es einfach, wenn ein ganzes Dorf mit all seinen unterschiedlichen Bewohnern vor dem inneren Auge entsteht, da sie einfach alle sehr gut und glaubhaft agieren dürfen.

Den Sprecher Johann von Bülow fand ich absolut klasse! Er hat die einzelnen Szenen sehr engagiert und lebhaft vorgetragen, ohne dass sie gekünstelt wirkten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: John Ironmonger – Der Wal und das Ende der Welt

Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Beschreibung
Die fünfzehnjährige Melody schleicht sich heimlich fort, um den Geburtstag ihrer Freundin Simone zu feiern. Als sie heimkommt, steht der Reiterhof ihrer Mutter in Flammen. Ihre Mutter, ihr kleiner Bruder und eine Pferdewirtin kommen ums Leben. Der Brandstifter wird nicht gefasst. Zwanzig Jahre später kehrt sie nach Martinsfehn zurück und ist erneut auf Simones Geburtstag eingeladen. Simone verkündet auf der Feier, dass sie den Brandstifter kennt. Am nächsten Tag ist sie tot. Die Kommissare Nola von Heerden und Renke Nordmann müssen tief in der Vergangenheit graben, um den Täter zu finden.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
13 h 09 m

Meine Meinung in Kürze
Bisher haben mir die Krimis von Barbara Wendelken immer sehr gut gefallen. Doch bei diesem hier brauchte ich wirklich sehr viel Geduld. Denn lange passiert einfach nichts. Die Charaktere fand ich so ziemlich alle äußerst unsympathisch, wenig Spannung – nun, das machte es mir wirklich schwer, dabei zu bleiben.

Das Ende fand ich dann zwar doch recht gut, so dass ich es letztendlich nicht bereut habe, so lange durchgehalten zu haben. Doch so wirklich vom Hocker gerissen, hat mich der 4. Teil der Martinsfehn-Reihe leider nicht.

Jürgen Holdorf fand ich wieder klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

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Ferdinand von Schirach – Verbrechen

Beschreibung
Der renommierte Strafverteidiger Ferdinand von Schirach kennt die Brüche der Welt. Der Umgang mit Schuld und Unschuld bestimmt seinen Alltag. Doch was ist Schuld eigentlich? Wer will richten über Täter, die zugleich auch Opfer sind?

Mit dem scharfen Blick eines begnadeten Analytikers erzählt Ferdinand von Schirach von menschlichen Dramen und vielfachem Scheitern, von seelischen Abgründen, die sich einer einfachen Bewertung entziehen.

Sprecher
Burghart Klaußner

Länge
3 h 28 m

Meine Meinung
Geschichten die das Leben schreibt.  Erzählt werden hier verschiedene Geschichten, die sich wohl alle so zugetragen haben und bei denen es nun wirklich nicht einfach ist, zu richten. Am besten haben mir die erste und die letzte Geschichte gefallen. Beide habe ich auch verfilmt gesehen. Auch die Filmfassung ist übrigens sehr gut! Ich glaube allerdings, dass alle Geschichten aus „Verbrechen“ verfilmt wurden.

Dass Ferdinand von Schirach mit solchen Schicksalen an die Öffentlichkeit geht, finde ich sehr gut. Denn allzu schnell wird doch verurteilt, ohne dass man die wahren Hintergründe weiß. Dass man etwas vorsichtig mit seinen Urteilen sein sollte, wird mit diesen Geschichten wieder einmal überdeutlich.

Burghart Klaußner als Sprecher gefiel mir ebenfalls sehr gut.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ferdinand von Schirach – Verbrechen

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Wulf Dorn – Die Kinder

Die KinderBeschreibung
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, scheint unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
9 h 10 m

Meine Meinung
„Die Kinder“ beginnt sofort mit einem schrecklichen Ereignis. Sehr schnell ist man somit mitten in der Geschichte und lauscht gebannt den Ereignissen. Es ist alles äußerst seltsam, was die Frau, die von dem Psychiater verhört wird, zu erzählen hat. Dies ist auch der Stil des kompletten Buches. Die Frau erzählt die Geschichte im Rückblick unter Schock. Als Hörer klebt man also förmlich an ihren Lippen, da man sich einfach nicht vorstellen kann, wie ein ganzes Dorf verschwinden kann. Dafür muss es doch eine logische Erklärung geben. Doch lange harrt man vergeblich aus, es will alles einfach keinen Sinn ergeben und es scheint auch so, dass man den Geschehnissen kaum näher kommt. Doch nichtsdestotrotz ist es spannend erzählt. Die Frau weiß so einiges zu berichten, was ganz und gar nicht langweilig ist, sehr seltsam zwar, aber nicht langweilig. Leider fand ich das Ende dann ziemlich misslungen, so abwegig fand ich diese Erklärung. Schade. Denn der Umweltaspekt, der hier ganz klar ausgearbeitet wurde, hätte durchaus Raum für bessere Erklärungen gegeben. Doch so fand ich eine wirklich gute Idee leider nur im Ansatz auch gut ausgeführt.

Aber ok, wenn man spannende und zum miträtseln geeignete Stunden verbringen möchte, dann ist „Die Kinder“ sicherlich nicht die schlechteste Wahl.

Von David Nathan hatte ich in letzter Zeit kaum ein Hörbuch gehört, weshalb ich mich wirklich freute, ihn mal wieder zu hören. Und er war wieder bombastisch gut.

Von mir gibt es jedoch für die Aufklärung einen Punkt Abzug.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wulf Dorn – Die Kinder

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Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

Der lange Atem der VergangenheitBeschreibung
Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gebäudes in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden.
Detective Chief Inspector Karen Pirie und ihre Cold Cases Unit sollen den Fall aufklären. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Karen hat kaum Anhaltspunkte, aber einen zielsicheren Instinkt. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die Erbarmungslosigkeit der Balkankriege. In ein Labyrinth aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen…

Sprecher
Tanja Geke

Länge
7 h 53 m

Meine Meinung
Val McDermid ist für mich ein Garant für gute, außergewöhnliche Geschichten. Klar, dass ihr neues Buch natürlich direkt auf meinem Player landete. Ich war zwar zunächst etwas skeptisch, was das Thema Balkankrieg angeht, da ich für Kriegsgeschichten nicht immer empfänglich bin. Aber hier überwiegte meine Neugier.

Meine Entscheidung habe ich nicht bereut. Das Buch fängt gleich gut an. Ein junger Mann mit Höhenangst muss aufgrund seines Berufes auf das Dach eines sehr hohen Gebäudes, um die Baumasse zu überprüfen. Der Berufsberater hatte ihm ein gänzlich falsches Bild eines Baukostenanalysten vermittelt, spielte die Notwendigkeit, auf hohe Gebäude zu klettern, völlig herunter, es käme nur ganz selten vor. So klettert dieser junger Mann nun auf einem äußerst hohen Gebäude von Ecktürmchen zu Ecktürmchen, um sie zu überprüfen. Und als hätte er nicht schon genug Angst, so findet er in einem der Türmchen auch noch eine Leiche. Ein Skelett vielmehr, der Tote musste dort schon sehr lange liegen.

Daraufhin kommt Karen Pirie ins Spiel. Sie ist die Leiterin der Unit Cold Cases. Stets an ihrer Seite ihr Assistent mit dem Spitznamen „Mintsdrops“. Dieses Team – also Karen und Mintsdrops – wurden herrlich dargestellt. Ich musste des öfteren wirklich schmunzeln. Auch machen die beiden eine schöne Entwicklung im Lauf der Geschichte durch. War Karen anfangs nur genervt von ihrem Assistentin, so hatte sich zum Ende hin die Beziehung wesentlich verbessert. Ich möchte nicht unbedingt von Freundschaft sprechen, aber die Zusammenarbeit verlief dann wesentlich besser.

Die Aufklärung des Falles nimmt aber natürlich den Hauptteil der Geschichte ein. Und diese Geschichte fand ich wirklich sehr interessant. Zunächst gibt es natürlich bei einem Skelett, dessen Kleidung mittlerweile gänzlich verrottet ist, kaum Hinweise auf die Identität. Im Schädel des Skeletts kann man jedoch ein Loch erkennen, was klar auf eine Schußwunde deutet, sprich einen Mord. Eine Hotelzimmerkarte aus Plastik ist jedoch noch recht gut erhalten. So müssen sich die Ermittler an dieses kleine Stück Plastik klammern und hoffen, dass sie ihm wichtige Informationen entlocken können. Wie das funktionieren soll? Nun, höre selbst, das fand ich schon erstaunlich. Ok, ein bisschen Glück war auch dabei, aber das darf es ja auch ab und an mal geben.

Die weiteren Ermittlungen führen Karen bis in den Balkan, wo sie zu ihrem eigenen Erstaunen die ehemalige Ehefrau des Toten antrifft. Auch sie geht nun den Spuren der Vergangenheit nach. Was hier geschildert wird, ist schon sehr hart. Es ist die Rede von einem furchtbaren Massaker, das sich in dem Heimatdorf des Ermordeten vor vielen Jahren zugetragen hat. Doch hat dies mit dem Mord zu tun? Und wenn ja, inwiefern?

Für mich war „Der lange Atem der Vergangenheit“ eine kurzweilige und äußerst interessante Krimikost. Val McDermid hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht und ich kann für die Geschichte die volle Punktzahl geben.

Tanja Geke fand ich größtenteils auch sehr gut. Doch hier kam leider wieder ein Zug zum Tragen, den ich bei ihr meistens nicht gut ertragen kann. In diesem Hörbuch hat sie den meisten männlichen Stimmen derart übel mitgespielt, dass mich das schon wieder nervte. Ein Glück waren es nie zulange Szenen, so dass ich es ertragen konnte. Aber einen Punkt Abzug gibt es trotzdem dafür. Bei Tanja Geke bin ich immer hin- und hergerissen. Mal finde ich sie ganz hervorragend, mal nervt sie mich. Und letzteres liegt immer an ihrer Art, Männerstimmen zu vertonen. Bei vielen Büchern gefällt sie mir mittlerweile, andere wiederrum habe ich sogar abgebrochen, da ich sie nicht ertragen konnte. In diesem Hörbuch war es ok, da es nicht allzu viele und vor allem nicht allzu lange Szenen mit männlichen Stimmen gab.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

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Andreas Gruber – Der Judas-Schrein

Der Judas-SchreinBeschreibung
In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt. Der Ermittler Alexander Körner wird mit seinem Kripoteam in den Ort geschickt, um den Fall zu lösen. Die Lage spitzt sich zu, als durch den anhaltenden Regen der Fluss über die Ufer tritt und die einzige Brücke wegreißt. Vom Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht, und das Morden geht weiter…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
17 h 13 m

Meine Meinung
Eins vorweg: Wer hier einen klassischen Krimi à la „Todesfrist“ oder „Todesurteil“ vermutet, liegt falsch. Denn es geht eindeutig in die Richtung Fantasy, Mystery, Horror. Wenn einem das klar ist, man so etwas gerne hört und man die gewohnt spannende Erzählkunst von Andreas Gruber liebt, dann ist man hier goldrichtig. Mein Fall ist Fantasy ja eigentlich nicht so sehr, aber da ich Andreas Gruber toll finde, wollte ich es trotzdem hören. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Stellenweise erinnerte mich die Detailverliebtheit und die große Erzählkunst an Stephen King. Nicht selten musste ich beim Hören an Storys aus seiner Feder denken. Das fand ich natürlich schon mal klasse.

Um die Geschichte greifbar zu machen, gibt es zum Einen Rückblicke auf ein Grubenunglück, welches bereits 140 Jahre zurückliegt und zum Anderen Tagebucheinträge, die ein Messdiener vor etwa 70 Jahren niederschrieb. Aktuell soll der Mord an einem Mädchen aufgeklärt werden, welches an ihrem Todestag 14 Jahre alt wurde. Ihre Verletzungen sind furchtbar, den Ermittlern ist es ein Rätsel, wie es zu solchen Wunden an ihrer Wirbelsäule kommen konnte. Bald stellt sich heraus, dass auch ihre Geschwister jeweils an ihrem 14. Geburtstag zu Tode kamen. Natürlich wachsen hier die Zweifel, ob diese Tode wirklich auf natürliche Art und Weise geschahen.

Während Körner und sein Ermittlerteam akribisch auf Spurensuche gehen, nimmt der Regen zu und bald ist das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Die einzige Brücke wurde durch die Wassermassen des Flusses fortgerissen. Körner und seinen Kollegen bleibt nichts anderes übrig, als sich in dem Dorf einzuquartieren. Und dann geschieht ein weiterer Mord. Ausgerechnet an dem Fotografen seines Teams. Und das Grauen nimmt kein Ende…

Spannend, spannend kann ich da nur sagen. Über die aktuellen Geschehnisse, die Rückblicke und die Tagebucheinträge gelangt man Stück für Stück immer mehr an die Wahrheit. Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen konstant hoch und die Story endet in einem Showdown, der den besten Action-Kinostreifen Stand halten würde.

Mich hat dieser etwas andere Krimi sehr gut unterhalten und die 17 Stunden waren über Ostern schnell gehört. Denn unterbrechen wollte ich das Hörbuch nur selten. Auch wenn mir der klassische Krimi eigentlich lieber ist, so hat mich dieser doch sehr begeistert. Und deshalb verdient er auch die volle Punktzahl.

Hans Jürgen Stockerl, den ich bisher nur von den Peter James-Thrillern her kannte, hat mir sehr gut gefallen. Seiner Stimme kann ich stundenlang zuhören.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Gruber – Der Judas-Schrein

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Arno Strobel – Das Dorf

Das DorfBeschreibung
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass er Anna zuletzt gesehen hat. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
8 h 54 m

Meine Meinung
Soeben habe ich das Hörbuch fertig gehört. Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert, entsetzt, begeistert, schockiert – und froh, dass ich nun endlich die Auflösung kenne. Diese hat mich allerdings mehr als verblüfft. Meine Ahnung, wohin das führen würde, war mal wieder total falsch. Ein Glück, denn das wirkliche Ende fand ich tausend Mal besser, als mein „Geahntes“.

Wie oben bereits beschrieben, fährt Bastian in ein kleines Dorf an der Müritz, aus dem er einen Hilferuf seiner Exfreundin Anna erhielt. Sein Freund Safir kommt mit und will ihm helfen, Anna wiederzufinden. Doch in dem Dorf ist alles mehr als seltsam. Vieles deutet darauf hin, dass Anna hier festgehalten wird und trotzdem kann er sie nicht finden. Die Dorfbewohner sind mehr als unfreundlich und wollen ihm nicht helfen. Einzig Mia schenkt ihm ein offenes Ohr und hilft ihm. Seltsame Dinge passieren, die Bastian nach und nach immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen. Den Hörer übrigens auch. Die Geschichte ist stellenweise äußerst verwirrend aber nicht so, dass man denkt, was ein Mist, sondern vielmehr so, dass man sagt: Gott, der arme Kerl – was geschieht da.

Ich will von der Geschichte nicht mehr erzählen, denn sie soll für dich ja genauso spannend bleiben, wie die Story für mich war. Ich lauschte jedenfalls gebannt jeder Minute der knapp 9 Stunden und fand sie durchweg spannend und interessant. Zum Ende hin nahm die Story sogar nochmals mehr an Fahrt auf, was meine Nerven schier zum Bersten brachte. Na, und das Ende fand ich toll.

Sascha Rotermund fand ich wieder ganz hervorragend in seiner Rolle des Sprechers. Er passt sehr gut zu Strobels Büchern.

Kurzum, „Das Dorf“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, genau so, wie ich mir einen Psychothriller vorstelle.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel – Das Dorf

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Linda Castillo – Teuflisches Spiel (Kate Burkholder 5)

Teuflisches SpielBeschreibung
Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die traumatisierte Witwe trifft, kommen ihr erste Zweifel: Es ist eine Freundin aus Jugendtagen, deren Schönheit schon damals das Schlechte magisch anzog. War der Tod ihrer Familie wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Tanja Geke

Länge
10 h 02 m

Meine Meinung
Der Einstieg in dieses Hörbuch fängt sofort schockierend an. Ein furchtbarer Unfall mit einem Buggy. Die Schilderung dieses Unfalls hat mich sehr bewegt – ich fand das sehr gut gemacht. Der Schrecken, die Schockstarre – mir gefror das Blut in den Adern. Und trotzdem war die Beschreibung nicht bluttriefend. Natürlich war ich sofort sehr gespannt, wie diese Geschichte nun weitergehen würde.

Die Witwe ist eine ehemalige Freundin von Kate aus ihrer Amish-Zeit. Nach und nach kommen Kate die ersten Zweifel an ihrer damaligen Freundin, ob sie denn auch wirklich in allem die Wahrheit sagen würde. Doch was sich am Ende des Buches als Lösung präsentierte verschlug mir regelrecht die Sprache. Und das ganz ohne unglaubwürdig oder konstruiert zu klingen.

Für mich war „Teuflisches Spiel“ das bisher beste Buch aus der Kate-Burkholder-Reihe (Teil 4 habe ich noch nicht gehört – werde ich aber noch nachholen).

Selbst an Tanja Geke konnte ich dieses Mal nichts aussetzen. Im Gegenteil, ich fand sie hier ausgesprochen gut.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

Liv Winterberg – Der Klang der Lüge

Der Klang der LügeBeschreibung
Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt.

Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine „ketzerische“ Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 51 Minuten

Meine Meinung
Von Liv Winterberg habe ich bisher das Hörbuch „Vom andere Ende der Welt“ gehört. Dieses hatte mir sehr gut gefallen. Somit fiel die Entscheidung leicht, als ich „Der Klang der Lüge“ bei Audible entdeckte.

Wie auch schon in „Vom anderen Ende der Welt“ haben wir es auch in dieser Geschichte mit einer starken Frau zu tun, die sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Völlig ausgehungert kommt sie mit ihren ehemaligen 2 Herren (sie arbeitete bei ihnen als Magd) in dem Dorf Pamiers an. Dort werden die drei herzlich aufgenommen und Alissende bekommt auch gleich eine Arbeit, da die alte Magd die ganze Arbeit alleine nicht mehr so recht schafft.

Alissende sind Relgionen völlig egal. Ihr sind die Menschen wichtiger, als ihre religiösen Ansichten. Somit stört es sie auch nicht, dass sie hier in einem Dorf gelandet ist, das religiös gesehen dem Bischoff leider missfällt. Alisende will einfach nur glücklich sein, ihre Arbeit machen und das besondere i-Tüpfelchen für sie ist natürlich Simon der Hirte, in den sie sich auf Anhieb verliebt hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie bemerkt, dass Simon die gleichen Gefühle für sie hegt. Ein Groschenroman würde hier wahrscheinlich sein Ende finden. Doch damit haben wir es hier ja ein Glück nicht zu tun.

Der Bischoff hat sich in den Kopf gesetzt, das Böse in dem Dorf auszumerzen. Somit verhört er einige wenige Leute und verspricht ihnen dafür das, was sie sich schon immer gewünscht haben. Der Bischoff ist eben ein guter Menschenkenner und ist auch äußerst gut über die Lebensumstände der Befragten informiert. Es ist für ihn also ein Leichtes, an die Informationen zu kommen, die er haben möchte. Da konnten sich die Befragten noch so sehr vornehmen, dass sie nur dies oder das erzählen und niemals jemanden verraten würden. Doch durch die vielen Bruchstücke kann sich der Bischoff sehr wohl ein Bild machen und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Die Folgen sind furchtbar. Alle Erwachsenen aus dem Dorf werden eingekerkert, manchen droht die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

Durch die Hilfe des halbwüchsigen und sehr cleveren Paul gelingt Alissende die Flucht, als die Männer des Bischoffs das Dorf stürmen. So bleibt Alissende alleine mit einer Horde von Kindern zurück, deren Eltern allesamt mitgenommen wurden. Alissende wollte zwar eigentlich nur ein schönes Leben führen, doch nun kann und will sie sich nicht mehr aus allem heraushalten. Nun muss sie Farbe bekennen und ihr Bestes geben, damit alle überleben können. Und sie wächst schier über sich selbst hinaus…

Auch „Der Klang der Lüge“ hat mich wieder bestens unterhalten. Die Protagonisten waren gut beschrieben und glaubhaft dargestellt, die Erzählweise sehr flüssig und die Story insgesamt interessant. Doch so ein kleines Tüpfelchen von Leidenschaft hat mir trotzdem gefehlt. Das hatte mir bei „Vom anderen Ende der Welt“ besser gefallen.

Doch nichtsdestotrotz ist „Der Klang der Lüge“ wieder eine sehr schöne Geschichte, bei der die Zeit im Nu vergeht und bei der man keine Minute Langeweile hat. Liv Winterberg versteht es einfach sehr gut, Geschichten mit historischem Hintergrund spannend zu erzählen.

Dieses Hörbuch wurde wieder von Gabriele Blum gesprochen. Und auch hier hat sie mir sehr gut gefallen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Liv Winterberg – Der Klang der Lüge

Siehe auch: