Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings

Beschreibung
Füllhorn der Wünsche? Oder Büchse der Pandora?

Frank Schätzing – der neue Thriller als Hörbuch.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen… der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
23 h 49 m

Meine Meinung
Am 23.04.2018 schaute ich per Livestream die Buchvorstellung von Frank Schätzing. Ich war begeistert! Ich fand diese Buchpräsentation wirklich klasse und freute mich wie Bolle auf das neue Buch. Doch… ich hätte es besser bei der Präsentation belassen. Denn eigentlich wurde hier schon alles gesagt.

Zwei Tage später begann ich also voller Vorfreude das neueste Werk von Schätzing. Insgesamt finde ich dieses Hörbuch ja wirklich interessant. Denn es sind viele spannende Gedankenspiele darin enthalten. Und natürlich ist nicht alles komplett abwegig, was sich Schätzing in seinem neuesten Buch erdacht hat.

Doch die Umsetzung muss ich leider sehr bemängeln. Den Anfang fand ich ja noch sehr spannend, doch spätestens ab der Brücke (der Insider weiß, wovon ich rede) wurde die Story zunehmend wirrer und unverständlicher. Ich konnte mir die meisten Ortsbeschreibungen leider fast gar nicht vorstellen. Da halfen auch nicht seine mit Adjektiven überbordenden Endlossätze. Die Szenerie wurde mir persönlich dadurch nicht verständlicher. Somit blieben für mich dann nur vereinzelte Brocken, die ich durchaus sehr bemerkenswert fand. Denn ab und an hat er tatsächlich einen deutlichen Satz zu Papier gebracht, der die stundenlangen vorherigen wirren Sätze ganz einfach erklärte. Doch hauptsächlich fand ich es anstrengend und verwirrend, der Story weiter zu lauschen. Zwischendurch dachte ich sogar an Abbruch.

Insgesamt habe ich zwar kapiert, was der Plot der Story war, doch die Feinheiten, die er so ausgetüftelt zu erklären versuchte, blieben mir leider weitgehend verborgen. Vielleicht ging es ja nur mir so, doch ich möchte bezweifeln, dass sich jemand die Welt, die Schätzing hier beschreibt, wirklich in allen Details vorstellen konnte.

Auch hatte ich so meine liebe Mühe mit den ganzen Personen. Ich konnte – außer zu Luther – keinerlei Beziehungen aufbauen. Manchmal dachte ich sogar, ob er denn nun seine eigenen Protagonisten verwechselt hat? Doch vermutlich habe ich das nur in dem Chaos einfach nicht richtig verstanden.

Was mir persönlich sehr half, überhaupt durchzuhalten, war der Sprecher Sascha Rotermund. Man muss ihn hier wirklich sehr loben, wie er sich gekonnt durch dieses Weltenchaos manövrierte und diesem Werk wenigstens noch ein bisschen Verstand abringen konnte. Ohne ihn hätte ich wohl wirklich frühzeitig abgebrochen.

Tja, so bin ich nun ein weiteres Mal zu dem Schluss gekommen, dass mir „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing bisher am besten gefallen hat. Den „Schwarm“ und „Limit“ fand ich zwar auch sehr gut, doch „Tod und Teufel“ ist mein persönlicher „Long-time-favorit“.

Weitere Informationen
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Margaret Atwood – Oryx und Crake (Die MaddAddam-Trilogie 1)

Beschreibung
Crake und Jimmy waren Freunde, und sie liebten dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie lebten in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, war Wissenschaftler und arbeitete für das Projekt „Paradice“ in einem Elite-Labor eines biogenetisch-pharmazeutischen Konzerns. Jimmy sorgte als Werbefachmann für die Bekanntmachung der Produkte, die Crake entwickelte.

Nun sitzt Jimmy, mittlerweile „Schneemensch“ genannt, versehrt, gebrochen und als womöglich letzter Vertreter der Gattung „Homo sapiens“ auf einem Baum, dem einzig verbliebenen sicheren Ort, und blickt zurück. Auf die Überflutung der bewohnten Gebiete durch den Klimawandel, auf das Verschwinden der überlebenswichtigen Ressourcen, auf das Artensterben, auf den Zusammenbruch der Ökosysteme und auf die Vernichtung der Menschheit durch eine fatale Seuche. Und natürlich auf Oryx. Und Crake.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 15 m

Meine Meinung
Per Zufall bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Biogenetisch-pharmazeutischer Konzern – das klingt ja schon mal sehr interessant. Klimakatastrophe und letzter Homo sapiens? Äußerst verlockend. Kaum hatte ich also die Beschreibung gelesen, schon war der erste Teil der Trilogie auf meinem iPod. 12 Stunden später hatte ich es schon fertig gehört, so spannend fand ich das.

Okay anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch spätestens als Crake von seinen neuesten Entwicklungen erzählte, hatte mich die Story gepackt. Hier werden fantastische Fähigkeiten beschrieben, die alle aus der Vielzahl der Tierwelt übernommen wurden. Für was? Um den Homo sapiens zu „optimieren“.

Die Liebesgeschichte zwischen Crake, Oryx und Jimmy fand ich auch okay. Auch wenn ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin. Aber hier ging es ja hauptsächlich um die Zukunft, wie sie sein könnte, wie fatal und faszinierend zugleich. Doch mehr erschreckend als wünschenswert. Somit war für mich die Liebesgeschichte nur ein würziges Beiwerk, dass dem ganzen natürlich nochmals mehr Emotionen verlieh.

Uve Teschner war auch hier wieder absolut ok.

Teil 2 wartet schon auf meinem Player auf mich. Ich bin dann also mal weg.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

 

Karl Olsberg – Mirror

mirrorBeschreibung
Dein Mirror kennt dich besser als du selbst. Er tut alles, um dich glücklich zu machen. Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 36 m

Meine Meinung
Karl Olsberg versteht es sehr gut, die gegebenen technischen Entwicklungen etwas auf die Spitze zu treiben und daraus eine durchaus vorstellbare Dystopie zu kreieren. Was er mit Mirror beschreibt, finde ich keineswegs abwegig, sondern durchaus vorstellbar. Leider.

Ursprünglich wurde der Mirror entwickelt, um den Menschen zu helfen, um ihr bester Freund zu sein und ihnen mit Rat beiseite zu stehen. Der Grundgedanke ist also durchaus löblich und hat natürlich auch sehr viele positive Aspekte. So hilft der Mirror z. B. Andy, der ein Autist ist und sich ohne seinen Mirror nur schwer in der Welt zurechtfindet. Auch der blinden Narnie hilft er, sich aufgrund von Geräuschen in ihrer Umgebung sicher bewegen zu können. So lange der Mirror einzig das Wohlergehen seines Besitzers im Blick hat, ist die Erfindung geradezu genial.

Doch was ist, wenn sich die Mirrors vernetzen und ihre eigene Theorie von hilfreich entwickeln? Wieviel bleibt dann noch übrig von dem einst so hehren Ziel, dem einzelnen Menschen zu helfen? Das Thema künstliche Intelligenz wurde hier geschickt mit der Psychologie der Massen verknüpft. Denn kaum gibt es das Mirrornet, beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen.

Sehr gut gefiel mir der dichte Bezug zu unserer heutigen bereits komplett vernetzten Welt. Es gibt sehr viele Aspekte die heute schon zutreffen und auf aktuelle Verhaltensweisen hindeuten.  Somit ist dieses Buch keineswegs abwegig. Im Gegenteil, eigentlich… na, ich will nicht zu viel verraten.

Mir haben die Figuren sehr gut gefallen, sie waren sehr glaubhaft beschrieben und handelten auch entsprechend. Durch die verschiedenen Blickwinkel bekam man einen guten Eindruck dessen, wie die verschiedenen Personen die aktuelle Situation gerade einschätzten.

Für mich vergingen die über zehneinhalb Stunden wie im Flug, da die Story äußerst kurzweilig und interessant erzählt wurde. Auch steigerte sich die Spannung konstant bis zum fulminanten Schluss. Dieses Ende kam zwar nicht sonderlich überraschend, wenn man sich den Verlauf der Geschichte vorher anschaute, und trotzdem war es sehr gut beschrieben. Ebenso den anschließenden Epilog fand ich (leider) eine zutreffende und vorstellbare Vision. Oder ist es gar keine Vision mehr, sondern längst Realität?

Wolfgang Wagner, den ich als Sprecher von Marco Polo her bereits kannte, passte auch hier wieder sehr gut. Er hat einfach eine super Stimme und versteht sein Handwerk. Ich konnte ihm über Stunden begeistert zuhören. Er schiebt sich nicht in den Vordergrund und doch merkt man in jedem Satz sein großes Engagement für die Story.

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Weitere Informationen
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Thomas Thiemeyer – Evolution – Die Stadt der Überlebenden

EvolutionBeschreibung
Ahnungslos reisen Lucie und Jem mit einer Austauschgruppe in die USA. Doch als ihr Flugzeug am Denver Airport notlandet, wird ihnen schnell klar: Die Welt, wie sie sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Flugbahn überwuchert, das Terminal menschenverlassen, lauern überall Gefahren. Sogar die Tiere scheinen sich gegen sie verschworen zu haben: Wölfe, Bären, Vögel greifen die Jugendlichen immer wieder in großen Schwärmen an. Was ist bloß geschehen? Während ihrer gefahrvollen Reise durch die neue Welt erfahren sie von einem Kometeneinschlag. Und von ein paar letzten Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Aber wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat? …

Sprecher
Mark Bremer

Länge
6 h 40 m

Meine Meinung
Als erstes: Dies wird eine Trilogie. „Die Stadt der Überlebenden“ ist Teil 1 davon.

Deutsche Jugendliche fliegen zum Schüleraustausch in die USA. 10 Monate soll ihr Aufenthalt dort andauern. Alle sind aufgeregt und freuen sich, doch als sie in den USA ankommen, ist nichts mehr wie es einmal war. Es gibt scheinbar keine Menschen mehr und die Population der Tiere ist enorm angestiegen und sie scheinen die Städte erobert zu haben. Hier und da gibt es noch Roboter, einer trägt einen erheblichen Beitrag dazu bei, etwas Licht in das Dunkel der Geschehnisse zu bringen.

Ich fand diese Geschichte kurzweilig und interessant. Sie ist spannend erzählt und man fiebert mit den Protagonisten mit. Einzig den Stil fand ich stellenweise etwas einfallslos. Denn klar gab es hier sehr viele Dinge, die man so noch nie gesehen hatte. Doch diese auch immer mit den Worten „So etwas hatte sie noch nie gesehen“ zu beschreiben, fand ich etwas langweilig. Da hätte ich mir etwas mehr Ideenreichtum in der Beschreibung gewünscht. Aber das ist nun wirklich nur ein kleines Manko. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es mit den Protagonisten weiter gehen wird und freue mich somit auf die Fortsetzung.

Mark Bremer als Sprecher – na was soll ich dazu noch sagen – ich finde ihn einfach immer klasse! Ich mag seine Stimme und seine Art, die Texte zu sprechen. Ganz besonders hat mir hier gefallen, wie er das „Flüstern der Herrscher“ (ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben könnte, ohne zu viel zu verraten) gesprochen hat. Das klingt mir jetzt noch in den Ohren. Sehr genial!

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Weitere Informationen
Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Thomas Thiemeyer – Evolution – Die Stadt der Überlebenden

Herzlichen Dank an den Rubikon-Audioverlag für das Rezensionsexemplar!

Siehe auch:

Martin Burckhardt – Score

ScorBeschreibung
Wir schaffen das Paradies auf Erden.

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Regierungen sind abgeschafft, Geld, Gewalt, Krankheiten, Umweltver-schmutzung, Ungerechtigkeit ebenso. Nollet heißt das Unternehmen, das Glück für alle garantiert. Aber noch gibt es die „Zone“, wo ein erbarmungsloser Überlebenskampf tobt.

Zwischen Utopie und Dystopie entwirft Martin Burckhardt mit dieser fundierten „Social Fantasy“ eine Gesellschaft, die uns viel näher ist, als wir denken.

Sprecher
Florian Halm

Länge
12 h 03 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mich nicht so begeistern können. Eigentlich mag ich Dystopien, aber diese Story konnte mich einfach nicht fesseln. Die Idee an sich fand ich zwar sehr gut, aber trotzdem hat es mich nur wenig berührt. Ich merkte, dass ich mit meinen Gedanken oft abschweifte und musste etliche Passagen erneut hören.

Vielleicht lag es auch an dem etwas monotonen Vortrag von Florian Halm. Jedenfalls war ich sehr froh, als ich das Hörbuch endlich beendet hatte. Und mein erster Gedanke dazu war: „Es gibt deutlich bessere Dystopien“.

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Weitere Informationen
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Lissa Price – Starters

Beschreibung
Nach dem Ausbruch eines tödlichen Virus gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Kritikerstimmen
Der Körper, den sie mieten, könnte ihr Enkel sein. In der futuristischen Nachkriegswelt von Lissa Price gieren die Alten nach Abenteuern in den Körpern der Jungen, die mittlere Generation ist ausgelöscht. Das ist eine spannende Geschichte
faz.net

Sprecher
Annina Braunmiller

Länge
556 Minuten

Meine Meinung
Vorweg, dies ist ein Jugendhörbuch – und ich denke, es dürfte eher Mädchen als Jungs interessieren. Aber da sind wir dann bei genau der richtigen Zielgruppe.

Ich bin ja nun schon etwas älter, aber das Thema fand ich spannend, deshalb hörte ich mir es an. Und ich wurde nicht enttäuscht. Vom Aufbau erinnert es zwar stark an die Tribute von Panem, aber das fand ich ja schließlich auch gut.

Allein die Vorstellung, dass die »Alten« die Körper der »Jungen« mieten, um quasi Urlaub zu machen und wieder jung zu sein, fand ich ziemlich einfallsreich und grotesk. Auch wie dies geschildert wurde, fand ich interessant. Temporeich und natürlich mit viel Dramatik und Herzschmerz ausgeschmückt, wird erzählt, was die Protagonistin beim Verleihen ihres Körpers durchmacht. Ich fand es keine Minute langweilig.  Mehr will ich von der Geschichte aber nicht verraten.

Die Sprecherin Annina Braunmiller passte sehr gut zu dem Hörbuch. Ihre Stimme klingt noch sehr jung, so dass die Ich-Erzählung »authentisch« herüberkam.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Lissa Price – Starters