Andy Weir – Der Marsianer

Der MarsianerBeschreibung
Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden, schließlich war er der erste Mensch in der Geschichte der Raumfahrt, der je den Mars betreten hat. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
12 h 36 m

Meine Meinung
Wow! Gerade habe ich das Hörbuch beendet. Ich bin begeistert.

Mark Watney strandet während einer Expedition auf dem Mars. Als ein heftiger Sandsturm aufkommt, wird er von einem herumfliegenden Teil getroffen. Er stürzt zu Boden und bleibt reglos liegen. Seine Kameraden überprüfen seine Vitalwerte – nichts. Sie halten ihn für tot und flüchten von dem Planeten, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden. Nach einer Weile – seine Kameraden sind längst weg – kommt Mark wieder zu Bewusstsein. Er ist alleine auf dem Mars zurückgeblieben. Mit ihm blieben die Wohnkapsel und zwei Rover zurück. Nicht viel, um in solch einer menschenunfreundlichen Umgebung zu überleben. Doch Mark hat einen starken Überlebenswillen. Er überprüft die Vorräte. Rechnet aus, wie lange er damit auskommen kann – die Aussichten sind nicht gut. Und schon wird man Zeuge des enormen erfinderischen Talents von Mark Watney. Er erschafft quasi aus nichts alles, was ihn am Leben hält. Ein Vergleich zu McGyver darf hier natürlich nicht fehlen. Nur hat es der gute Mark noch eine Kante schwerer.

Bei der Crew, die mittlerweile auf dem Rückweg zur Erde ist, herrscht Trauerstimmung. Sie sind alle von dem Verlust ihres Kameraden schwer mitgenommen. Indes entdeckt die NASA durch Satelliten-Aufnahmen, dass Mark alles andere als tot ist! Sie können seine Aktivitäten beobachten. Nur können sie nicht mit ihm kommunizieren. Also arbeiten sie mit Hochdruck daran, dies zu ändern. Und Mark, der völlig auf sich alleine gestellt ist, ist ein brillanter Kopf. Doch gelingt die Rettung?

Mark Watney, unser Protagonist ist in dieser Story, ist ein richtiges Steh-Auf-Männchen. Er rettet sich durch seinen enormen Einfallsreichtum und sein immenses Wissen selbst das Leben – immer wieder, Tag für Tag und selbst wenn er derbe Rückschläge erleidet, gibt er nicht auf. Ganz im Gegenteil. Er kämpft weiter, egal wie hoffnungslos seine Lage auch ist.

Abgesehen von seiner Genialität ist er auch noch ein äußerst sympathischer Kerl, bei dem man gar nicht anders kann, als mit ihm mitzuzittern und für ihn zu beten, er möge dieses riesen Schlamassel doch bitte, bitte überleben! Er schreibt seine Gedanken, seine Gefühle und seine Berichte in ein Log-Buch. Diese Parts werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Und diese Einträge liest Richard Barenberg auch wirklich sehr gut. Was mich allerdings stellenweise echt rasend machte, war die Art, wie Barenberg die Crew-Mitglieder und die NASA-Mitarbeiter vertonte. Als wären sie kleine Idioten, was sie natürlich durch die Bank weg nicht waren. Aber er sprach sie alle quasi in Slow-Motion, betonte rein gar nichts, leierte die Worte einfach nur extrem langsam daher, stellenweise hatte ich den Eindruck, er liest Buchstabe für Buchstabe. Das war nicht gut. Nein, das war überhaupt nicht gut! Wenn die Story an sich nicht so außergewöhnlich fesselnd gewesen wäre, dann hätte ich den Player abgeschaltet. Doch aufgrund des wirklich äußerst spannenden Aufbaus der Geschichte kam diese Option natürlich überhaupt nicht Frage. Ich habe schon lange nicht mehr so sehr um einen Protagonisten gezittert, wie um Mark.

Und nun kommen wir zum heiklen Teil – der Bewertung. Die Story bekommt ganz glasklare 5,0 Pingu-Punkte von mir. Der Sprecher eigentlich nur 3,0. Da aber der Anteil, den Mark Watney erzählte doch sehr groß war, er diese Szenen ja wirklich gut gesprochen hat, bekommt er 4,0 Pingu-Punkte. Was mich natürlich in ein Dilemma stürzt. Denn dieses Buch will ich unbedingt auf meine Bestenliste setzen. Doch mit 4,8 Pingu-Punkten geht das ja eigentlich nicht. Auf meiner Bestenliste befinden sich bisher nur Hörbücher mit einer glatten 5,0-Bewertung. Doch irgendwann ist immer das erste Mal – „Der Marsianer“ von Andy Weir kommt auf meine Bestenliste. Punkt. Ist ja schließlich meine Bestenliste und die kann ich gestalten wie ich will. Sie wäre einfach nicht vollständig, wenn ich dieses Buch nicht aufnehmen würde. Herz-Icon

Wie ich gesehen habe, ist das das Erstlingswerk von Andy Weir. Hut ab für diese grandiose Leistung. Ich bin sehr gespannt, was er als Nächstes schreiben wird. Und eins ist sicher: Ich werde es mir holen und freue mich schon sehr darauf.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andy Weir – Der Marsianer

Siehe auch:

Marie-Sabine Roger – Das Leben ist ein listiger Kater

Listiger KaterBeschreibung
Zum Leben ist es nie zu spät. Im Krankenhaus ziehen sich die Tage wie Kaugummi, und über zu viel Besuch kann sich Jean-Pierre, verwitweter Rentner ohne Kinder oder Hund, eigentlich nicht beklagen. Aber alleine ist er trotzdem nie, ständig fällt ihm jemand auf die Nerven: Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen, um „schnell mal facebook zu checken“. Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist – und schon bald entdecken die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Westernfilme. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat. Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu holen – und für einen Neuanfang ist es bekanntlich nie zu spät.

Sprecher
Armin Hauser

Länge
4 h 09 m

Meine Meinung
Irgendwie kam mir das Cover bekannt vor. Nach kurzem Überlegen dämmerte es mir. Von Marie-Sabine Roger hatte ich schon einmal einen Roman gehört. Das Buch hieß: „Das Labyrinth der Wörter“ und ich fand es toll. So überlegte ich nicht lange und lud mir auch dieses Hörbuch herunter.

Um was es in der Geschichte geht, ist eigentlich schon recht gut in der obigen Beschreibung erläutert. Jean-Pierre ist ein alter Muffel, am liebsten alleine und kann es nicht leiden, wenn er ständig von anderen Menschen genervt wird. Doch im Krankenhaus in seinem Gipskorsett kann er sich nicht davonschleichen. Er ist den aufdringlichen Menschen gnadenlos ausgeliefert. Anfangs nervt ihn das ganz furchtbar, doch nach und nach gewöhnt er sich ein wenig daran…

Die Beschreibung der Protagonisten fand ich durchweg gut und vorstellbar. Auch die Schilderung des Krankenhausalltags fand ich durchaus glaubhaft. Der Schreibstil war flüssig und es ließ sich mühelos zuhören ohne sich groß anstrengen zu müssen. Spannend ist die Geschichte nicht, will sie auch gar nicht sein. Es ist vielmehr ein kleiner Entwicklungsroman, der die Veränderung des alten Griesgrams sehr nett beschreibt.

Hier und da musste ich sogar laut lachen, denn humorvoll ist diese Story durchaus auch. Zwar nicht durchgängig, aber dadurch kommen die kleinen, fein gesetzten Höhepunkte sehr gut zur Geltung.

Armin Hauser fand ich recht gut als Sprecher, wenn er mich jetzt auch nicht umgehauen hat. Aber seine Stimme passte durchaus gut zu dem alten griesgrämigen Jean-Pierre.

Insgesamt ist „Das Leben ist ein listiger Kater“ eine nette Unterhaltung für zwischendurch, die einen hier und da auch zum Lachen bringt. Warum das Buch heißt wie es heißt, kommt erst ganz zum Schluss ans Licht. Und dieses Ende hat mir durchaus gut gefallen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Marie-Sabine Roger – Das Leben ist ein listiger Kater

Siehe auch: