Arno Strobel – Das Dorf

Das DorfBeschreibung
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass er Anna zuletzt gesehen hat. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
8 h 54 m

Meine Meinung
Soeben habe ich das Hörbuch fertig gehört. Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert, entsetzt, begeistert, schockiert – und froh, dass ich nun endlich die Auflösung kenne. Diese hat mich allerdings mehr als verblüfft. Meine Ahnung, wohin das führen würde, war mal wieder total falsch. Ein Glück, denn das wirkliche Ende fand ich tausend Mal besser, als mein „Geahntes“.

Wie oben bereits beschrieben, fährt Bastian in ein kleines Dorf an der Müritz, aus dem er einen Hilferuf seiner Exfreundin Anna erhielt. Sein Freund Safir kommt mit und will ihm helfen, Anna wiederzufinden. Doch in dem Dorf ist alles mehr als seltsam. Vieles deutet darauf hin, dass Anna hier festgehalten wird und trotzdem kann er sie nicht finden. Die Dorfbewohner sind mehr als unfreundlich und wollen ihm nicht helfen. Einzig Mia schenkt ihm ein offenes Ohr und hilft ihm. Seltsame Dinge passieren, die Bastian nach und nach immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen. Den Hörer übrigens auch. Die Geschichte ist stellenweise äußerst verwirrend aber nicht so, dass man denkt, was ein Mist, sondern vielmehr so, dass man sagt: Gott, der arme Kerl – was geschieht da.

Ich will von der Geschichte nicht mehr erzählen, denn sie soll für dich ja genauso spannend bleiben, wie die Story für mich war. Ich lauschte jedenfalls gebannt jeder Minute der knapp 9 Stunden und fand sie durchweg spannend und interessant. Zum Ende hin nahm die Story sogar nochmals mehr an Fahrt auf, was meine Nerven schier zum Bersten brachte. Na, und das Ende fand ich toll.

Sascha Rotermund fand ich wieder ganz hervorragend in seiner Rolle des Sprechers. Er passt sehr gut zu Strobels Büchern.

Kurzum, „Das Dorf“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, genau so, wie ich mir einen Psychothriller vorstelle.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel – Das Dorf

Siehe auch:

 

 

Jochen Rausch – Krieg

KriegBeschreibung
Seit Monaten schon lebt Arnold Steins zurückgezogen inmitten der rauen Welt der Berge und kommt nur gelegentlich runter ins Dorf. Doch so einsam und abgeschieden ist das Leben nicht in dieser verwitterten Almhütte mit all ihren Geheimnissen: In einem Moment der Abwesenheit zerstört ein Fremder die letzten Dinge, die ihm wichtig sind, sein Hund wird brutal verletzt – ein Kampf auf Leben und Tod mit unbekanntem Gegner beginnt. Und auf einmal versteht Arnold, wie alles zusammenhängt: das Schicksal seines Sohnes mit der zerstörerischen Trauer seiner Frau und der eigenen Flucht aus einem Leben, in dem er sich nur ein einziges Mal zur Wehr setzte.

Sprecher
Ulrich Noethen

Länge
6 h 04 m

Meine Meinung
Ich ging aufgrund der von mir im Vorfeld gelesenen Rezensionen mit der Erwartung an dieses Buch, dass es wohl eine Mischung aus „Winter in Maine“ und „Das finstere Tal“ sein würde. Beide Bücher fand ich ausgesprochen gut – da fiel die Entscheidung leicht. Kaum gekauft, hatte ich es auch schon auf den Ohren.

Was mir begegnete: Kurze, prägnante Sätze, die wie Pfeilspitzen auf mich abgeschossen wurden. Zumindest empfand ich es so.

Das Buch beginnt mit zwei Handlungssträngen. Zunächst ergab das für mich keinen Sinn, es dauerte etwas, das muss ich zugeben. Dann wird aus verschiedenen Zeiten heraus erzählt, auch das musste ich erst einmal kapieren. Somit war ich stellenweise ziemlich verwirrt.

Nun zur Geschichte: Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Arnold Steins erzählt. Sein Sohn hat sich freiwillig für den Einsatz in Afghanistan gemeldet. Man erfährt viel über das Bangen der Eltern und über die so sehr erhofften und gleichzeitig auch gefürchteten eMails ihres Sohnes, die der Vater vor der Mutter stets verborgen hält – ihr gegenüber alles schön malt. Es ist eine gänzlich andere, durchaus sehr interessante Art der Kriegsberichterstattung. Das Leiden der Eltern wird eiskalt, aber äußerst überzeugend dargestellt. Hier musste ich des Öfteren schwer schlucken.

Arnolds Zeit auf der Hütte wurde ihm dann auch nicht gerade leicht gemacht. Denn ein Fremder nahm ihm auch den letzten Rest, den er noch hatte.

Ich glaube, um dieses Buch vollständig zu verstehen, muss man es öfters als ein Mal hören. Da es mich aber nicht wirklich packen konnte, verspüre ich auch nicht den Wunsch, diesem Buch gänzlich auf den Grund zu gehen. Auch wenn mich die ein oder andere Aussage wirklich tief getroffen und Eindruck auf mich gemacht hat, so konnte es mich aber trotzdem nicht genug in seinen Bann ziehen.

Schade. Ich hatte mir etwas anderes erhofft.

Ulrich Noethen als Sprecher fand ich sehr passend für diese Geschichte. Er hat wie immer eine sehr gute Leistung hingelegt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jochen Rausch – Krieg