Val McDermid – Rachgier

Beschreibung
Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den „Wedding Killer“!

Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffälligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte. Eine weitere Frauenleiche bestätigt Carols furchtbaren Verdacht: Ein ebenso raffinierter wie perfider Serienkiller macht sich die Einsamkeit seiner Opfer zunutze.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung
Ein Glück hatte ich die letzten 2 Tage Urlaub. Denn sonst wäre ich vor Spannung wohl schier verrückt geworden. Ok, die ersten paar Stunden sind vielleicht nicht so super spannend, da die Ermittlertruppe um Carol Jordan keinen Schritt weiterkommt. Morde passieren und sie finden einfach keinen Anhaltspunkt, nicht das kleinste Detail, das ihnen einen Hinweis auf diesen perfiden Mörder geben könnte. Nur sehr zögerlich können sie aus quasi nichts endlich einen kleinen Lichtblick am Horizont erblicken. Doch dieser ist wirklich sehr klein. So klein, dass die Überwachung des Hauptverdächtigen aus Kostengründen eingestellt wird, da die Chancen auf eine Verurteilung aufgrund der Indizien einfach zu gering sind.

Des Weiteren wird Carols sowieso schon angekratzte Persönlichkeit durch eine hartnäckige Journalistin attackiert, die ihr Leben und ihre Karriere mit nur einem Artikel komplett ruinieren könnte. Das alles ist  zu viel für Carol, die stark unter dem Alkoholentzug und ihrem momentanen Misserfolg leidet. Doch nicht nur wegen sich, es geht ihr auch um ihre Gruppe, deren Mitglieder dann wohl auch keine großen Karrierechancen mehr hätten. Alles zusammen lässt sie eine fatale Entscheidung treffen.

Die letzten Stunden dieses Krimis fand ich derart spannend, dass ich keine Minute mehr das Hörbuch unterbrechen wollte. Solche Krimis mag ich sehr, die zum Ende hin derart spannend werden, dass man nur noch mit aufgerissenen Augen und bibberndem Herzen da sitzt und den weiteren Geschehnissen lauscht.

Wolfgang Berger als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Etwas schade finde ich, dass für die Serie die Sprecher sehr verschieden sind. Ok, meine Pausen zwischen den Hörbüchern sind immer sehr lange, so dass es bei mir nicht so ins Gewicht fällt. Aber prinzipiell finde ich es besser, wenn für eine Serie ein und derselbe Sprecher am Mikrofon ist.

Weitere Informationen
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Leonie Swann – Gray

Beschreibung
Dieses Hörbuch hat einen Vogel!

Dr. Augustus Huff, Dozent in Cambridge, hat plötzlich einen Vogel – und ein Problem: Einer seiner Studenten ist beim Fassadenklettern in den Tod gestürzt. War es nur ein tragischer Unfall? Oder Mord? Augustus vermutet Letzteres und geht auf Spurensuche – unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen.

Der sprachbegabte Vogel erweist sich als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus bei seinen Ermittlungsversuchen von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der im Labyrinth der altehrwürdigen Universität die richtigen Fragen stellt. Augustus begreift: Nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bjarne Mädel , Christopher Heisler

Länge
10 h 26 m

Meine Meinung
„Hey Huff, nimm ’ne Nuss!“ oder „Die Trauben kannst’e dir abschminken.“ Diese und ähnliche Sätze hört man recht oft, in diesem Hörbuch. Und jedesmal musste ich wieder lachen. Ein herrlich skurriler Krimi, bei dessen Auflösung Gray erheblichen Anteil hat.

Augustus Huff ist Tutor in Cambridge und Fassadenkletterer. Als einer seiner Schützlinge – ebenfalls Fassadenkletterer – abstürzt und das natürlich nicht überlebt, übernimmt er gemeinsam mit dem Graupapagei Gray die Ermittlungen. Und nicht selten bringt Gray mit seinem Geplapper Huff erst auf die richtigen Gedankengänge und Fragestellungen.

Die Protagonisten Huff und Gray sind mir direkt ans Herz gewachsen. Huff mit seinem Drang, ständig seine Hände mehrmals zu waschen und seine Dinge peinlich genau zu ordnen ist trotz seiner Macken ein sehr sympathischer Typ. Zuweilen etwas unsicher in seinem Handeln, eben kein Superheld. Aber er wird ein immer besserer Ermittler. Letzeres jedoch nur zusammen im Team mit Gray. Gray ist ein sehr intelligenter Vogel mit einem enormen Sprachschatz. Und er scheint auch die Bedeutung seiner Worte zu verstehen – er plappert nicht nur so vor sich hin. Herrliche Dialoge kommen hier zustande, bei denen ich wirklich oft lachen musste.

Ein lustiger aber auch sehr spannender Krimi der etwas anderen Art. Und er ist äußerst kurzweilig. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Hörbuch ausgehört. Ich tappte lange im Dunkeln und es machte wirklich Spaß, zusammen mit dem oben beschriebenen Team zu ermitteln und mitzurätseln.

Die beiden Sprecher haben mir auch beide sehr gut gefallen. Wobei der eine nur einen recht kurzen Teil zu sprechen hat.

Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche Krimi so gut gefallen, dass er es auf meine Bestenliste geschafft hat.

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Weitere Informationen
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Alfred Bodenheimer – Das Ende vom Lied

das-ende-vom-liedBeschreibung
Der zweite Rabbi-Klein-Krimi aus Zürich mit hintergründigem Humor – der reinste Hörgenuss.

Im Bahnhof Zürich-Enge wird eine Frau vom Zug überfahren. Rabbi Klein hat die Tote gut gekannt. Sein Instinkt verrät ihm, dass es weder Selbstmord noch ein Unfall war. Der zweite Fall des gelehrten, beharrlichen und mitfühlenden Rabbi, der das Ermitteln nicht lassen kann, auch wenn er sein engstes Umfeld damit ins Visier der ermittelnden Kommissarin bringt.
Mit hintergründigem Humor erzählt Alfred Bodenheimer, Professor für Jüdische Literatur und Religionsgeschichte an der Universität Basel, eine Kriminalgeschichte, zu der auch Weisheiten aus dem Talmud zur Falllösung beitragen. Thomas Sarbacher liest mit viel Empathie für den weisen Rabbi unter der Regie von Franz Wassmer.

Sprecher
Thomas Sarbacher

Länge
5 h 10 m

Meine Meinung
Der zweite Krimi mit dem sympathischen Rabbi Klein braucht etwas, um in Fahrt zu kommen. Denn zunächst passiert eigentlich nichts, außer dass Rabbi Klein sich endlich alten Briefen eines Juden widmet, der diese Briefe an seine bereits tote Frau schrieb. Diese sind erstaunlich interessant, wie der Rabbi bald feststellt, doch alles andere in seinem Leben ödet ihn gerade etwas an. So plätschert die Story zunächst recht ereignislos vor sich hin.

Doch dann passiert ein schreckliches Unglück. Carmen stürzt im Bahnhof Zürich Enge vor einen vorbeifahrenden Zug und wird natürlich tödlich verletzt. Carmen ist für den Rabbi keine Fremde. Sie war Mitglied in seiner Gemeinde und hatte ihn über längere Zeit gestalked. Eigentlich dachte er, dass sich dieses leidige Thema mittlerweile erledigt hätte, doch dann wird seine Frau wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Rabbi Klein ist außer sich! Und natürlich ist er sofort wieder in seinem Element. Er beginnt, seine eigene Recherchen zum Tathergang zu machen. Schnell hat er einige Unstimmigkeiten entdeckt, doch aufgrund seiner Befangenheit, darf er nicht mehr mit der Polizei kooperieren. Und wieder steckt er in einem großen Dilemma.

Wie schon im ersten Krimi, fand ich die private Seite des Rabbis sehr interessant und humorvoll beschrieben. Man hat einen sehr guten Einblick in die Familie und fühlt sich – trotz völlig anderer Sitten – direkt heimisch bei den Kleins. Ich empfand auch hier den Kriminalfall eher als zweitrangig. Aber natürlich wäre ohne ihn keine Story da. Somit ist das wieder eine sehr gute Kombination aus Unterhaltung und Spannung. Das Ende hätte ich so niemals erwartet. Doch wenn man zurückblickt, dann ja, dann hätte man vielleicht ahnen können…. aber nein, das ginge nun zu weit.

Nur aufgrund des etwas schleppenden Einstiegs bekommt dieser Krimi nicht die volle Punktzahl von mir. Doch es lohnt sich wirklich, am Ball zu bleiben und die Story fertig zu hören.

Thomas  Sarbacher hat auch den zweiten Krimi gesprochen und das ist auch gut so. Er ist für mich die Stimme des Rabbis und hat seinen Job wieder richtig gut gemacht.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es direkt beim Verlag Hörkultur.

Herzlichen Dank an Hörkultur für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch: 

Alfred Bodenheimer – Kains Opfer

kains-opferBeschreibung
Als ein Mitglied seiner Gemeinde ermordet wird, ist Rabbi Klein bestürzt. Dann bittet ihn die Polizei um Übersetzung einiger hebräischer E-Mails des Toten. Dabei sollte er es bewenden lassen. Aber die Ungewissheit über den Täter, die Frage nach Schuld und Motiven und die Verantwortung für seine Gemeinde lassen den Rabbi nicht ruhen. Heimlich beginnt er zu ermitteln – ein unbeirrter Wahrheitssucher, dessen Mut den Hörer unweigerlich mitfiebern lässt.

Thomas Sarbacher zeigt in diesem Hörwerk unter der Regie von Franz Wassmer die ganze Breite seiner Sprechkunst. Ein Zürich-Krimi, der dem Verlagsmotto – Erlesenes Hören – mehr als gerecht wird.

Der erste garantiert koschere Lokalkrimi und die spannendste Art, das jüdische Zürich kennenzulernen – oder wiederzuerkennen.
(Charles Lewinsky)

Sprecher
Thomas Sarbacher

Länge
374 Minuten

Meine Meinung
Das Jahr 2017 ist noch jung und schon habe ich eine wirklich positive Überraschung zu vermelden! Dieses Hörbuch wurde mir netterweise als Rezensionsexemplar angeboten. Ich war zunächst skeptisch, da es doch in einer Welt spielt, die mir ziemlich fremd ist. Doch dann dachte ich, na eigentlich willst du doch genau das mit deinen vielen Hörbüchern erleben:  Andere „Welten“ und fremde Sitten kennenlernen. Und das alles in einen Krimi gekleidet – warum also nicht. Ich stimmte zu. Welch ein Glück kann ich im Nachhinein nur sagen.

Rabbi Klein ist bestürzt, wurde doch ein ihm wohlbekanntes und sehr geschätztes Mitglied seiner Gemeinde ermordet. Natürlich ist er der Polizei gerne behilflich, E-Mails, die in hebräischer Schrift verfasst wurden, zu übersetzen. Will er doch auch nichts sehnlicher, als dass der Mörder möglichst schnell gefasst wird.

Doch schon beim Durchlesen der ersten privaten Mails überkommen ihn starke Zweifel, ob er hier nicht zu sehr in die Privatsphäre des Toten eingreift – dass ihn das alles doch eigentlich gar nichts angeht. Hin- und hergerissen liest er weiter und findet einzig eine alarmierende E-Mail. Dass der Inhalt allerdings auf ein weiteres Mitglied seiner Gemeinde hinweist, lässt ihn schwer mit sich hadern, doch letztendlich beschließt er, die Polizei auf diese E-Mail hinzuweisen. Schließlich hat er versprochen, nach eben solchen E-Mails besonders zu schauen. Selbst kommt er sich dabei als übler Denunziant vor, fühlt sich dabei ganz und gar nicht wohl. Und prompt wird daraufhin eben dieses Gemeindemitglied inhaftiert. Doch dass ausgerechnet dieser Mann diese Tat begangen haben soll, kann er sich einfach nicht vorstellen.

Und hier beginnt das wahre Dilemma des Rabbi Klein, der immer nur das Richtige tun will, sich jedoch immer weiter in einen Sumpf verstrickt, der schwer an ihm zerrt. Denn hier eine kleine Lüge und da eine kleine Unwahrheit führen letztendlich zu einem Ende, dass… werde ich hier natürlich nicht verraten. Nur soviel: Auch das Ende hat mir richtig gut gefallen.

Rabbi Klein, ein wahrlich sympathischer Mensch, muss hier durch eine harte Prüfung gehen. Was ist richtig und was ist falsch? Was ist in welcher Situation wie zu bewerten? Er hat es mit dieser Aufgabe hier wirklich nicht leicht und das ist das schöne an diesem Krimi. Denn auf die ein oder andere Weise stecken wir ja auch oft genug in solch einem Dilemma. Das macht das ganze Verhalten des Rabbis äußerst glaubhaft und lebensnah.

Auch die weiteren Personen wurden sehr gut gezeichnet, es wurde – je nach Wichtigkeit – immer die richtige Dosis an Informationen gegeben, um sich die jeweilige Person lebhaft vorstellen zu können. Vielleicht weniger vom Aussehen her, dafür aber vom Charakter. Und das ist ja eh das Wesentliche an einem Menschen.

Sehr interessant fand ich auch die vielen Informationen zum Judentum. Man erfährt hier wirklich eine Menge über die Bräuche und das alles so ganz nebenbei. Und wenn man den ein oder anderen Begriff doch aus der Geschichte heraus vielleicht nicht ganz verstanden hat, so liefert das Booklet Abhilfe. Denn hier sind die wichtigsten Begriffe erklärt.

Thomas Sarbacher, den ich bisher nur als Schauspieler kannte, fand ich als Stimme auch sehr passend. Anfangs fand ich ihn ein wenig fade, doch je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr hat auch er sich in seine Rolle gefunden. Am Ende war ich sehr angetan von seiner Stimme und seiner Art.

Insgesamt ist „Kains Opfer“ ein wirklich spannender Krimi, der einem weniger des Mordes wegen als vielmehr durch den ermittelnden Rabbi Klein immer weiterhören lässt. Und bald schon fürchtet man das Ende. Denn dann ist das Buch ja leider schon fertig. Doch es gibt einen Lichtblick. Denn ein weiterer Band mit dem sympathischen Rabbi, der das „Ermitteln auf eigene Faust“ einfach nicht lassen kann, ist bereits bei Hörkultur erhältlich.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es direkt beim Verlag Hörkultur.

Herzlichen Dank an Hörkultur für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch: 

Jane Harper – The Dry

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Die schlimmste Trockenheit seit 100 Jahren lastet wie heißes Blei auf dem ländlichen Städtchen Kiewarra mitten im australischen Nirgendwo. Das Vieh stirbt, die Menschen fürchten um ihre Existenz. Als Luke Harding, seine Frau und ihr Sohn erschossen aufgefunden werden, glauben alle, dass der Farmer durchgedreht ist und erweiterten Suizid begangen hat.

Aber Sergeant Raco hat seine Zweifel… Aaron Falk kehrt nach 20 Jahren zum ersten Mal nach Kiewarra zurück – zur Beerdigung seines Jugendfreundes Luke. Bald brechen alte Wunden wieder auf, das Misstrauen wirft lange Schatten auf die Kleinstadt. Und die Hitze lässt den Druck steigen…

Sprecher
Götz Otto

Länge
11 h 26 m

Meine Meinung
Es ist heiß in Kiewarra. Man könnte beim Lauschen durchaus ins Schwitzen geraten. Doch nicht nur die Hitze treibt einem den Schweiß auf die Stirn. Denn es gibt 3 Tote. Ein Mann, seine Frau und ihr gemeinsamer kleiner Sohn. Was zunächst nach einem erweiterten Selbstmord aussieht, wird nach und nach immer mysteriöser. Denn zu viele Hinweise deuten gegen diese These. Und dann gibt es noch einen ungeklärten Todesfall von vor 20 Jahren. Damals stand Aaron Falk unter Verdacht, jedoch konnte niemand für den Tod des Mädchens zur Verantwortung gezogen werden. Jedoch ist es nicht weiter verwunderlich, dass Falk, der zur Beerdigung nach 20 Jahren in sein Heimatort zurückkehrt, nicht von allen Bewohnern willkommen geheißen wird.

Langsam aber sicher spitzt sich die Lage in Kiewarra zu. Zusammen mit Raco, der noch nicht lange seinen Dienst in Kiewarra angetreten hat, ermittelt Falk in dem aktuellen Mordfall.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen. Einmal kehrt man zurück in die Jugendzeit von Aaron Falk, als seine Freundin Ellie ums Leben kam und dann befindet man sich wieder in der aktuellen Zeit, in der es gilt zu klären, ob es erweiterter Selbstmord oder doch eher ein kaltblütiger Mord war.

Anfangs fand ich die Geschichte zwar interessant, jedoch etwas schleppend erzählt. Doch je weiter man in der Geschichte fortschreitet und je mehr Details ans Tageslicht kommen, wird die Story immer spannender ohne jedoch zuviel zu verraten, wie sie letztendlich enden wird. Und das Ende fand ich wirklich erstaunlich überraschend.

Götz Otto als Sprecher kannte ich bisher noch nicht. Aber er hat mir sehr gut gefallen. Er hat eine angenehme Stimme, der man stundenlang lauschen kann.

Insgesamt ist „The Dry“ kein Thriller, der einem vor Spannung nicht mehr schlafen lässt. Es ist eher ein Psychothriller der durch seinen langsam sich immer weiter steigernden Spannungsbogen den Leser/Hörer in seinen Bann zieht.

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Nele Neuhaus – Im Wald (Bodenstein & Kirchhoff 8)

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Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln wegen Brandstiftung – und bald auch wegen Mordes.

Kurz darauf wird eine alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand – und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Doch es bleibt nicht bei zwei Toten.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
20 h 09 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte geht man über 40 Jahre zurück ins Jahr 1972. Damals verschwand Bodensteins bester Freund und sein zahmer Fuchs. Dieses Ereignis hat Bodenstein bis heute nicht überwinden können, machte er sich doch furchtbare Vorwürfe, da er lieber Fernsehen schauen wollte, anstatt seinen Freund nach Hause zu begleiten. Und das obwohl er wusste, dass sein Freund von den anderen Kindern im Dorf immer übelst geärgert wurde, wenn er nicht an seiner Seite war.

40 Jahre später geschehen Morde, die doch sehr ungewöhnlich scheinen, da sich unter den Opfern unter anderem auch Menschen befinden, die sowieso nicht mehr lange zu leben hatten. Warum also mussten sie ermordet werden? Die Suche nach dem Motiv erwies sich als langwierig und besonders für Bodenstein sehr schwierig, da er ja selbst aus dem Dorf stammte und alle gut kannte.

Und eben diese Motiv- und Mördersuche wurde über 20 Stunden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Jede Bekanntschaft, jede Verwandschaft wurde hier erklärt und geschildert. Viele Details führten einen in die Irre und trotzdem wurden sie genauestens beleuchtet. Das zog die Geschichte natürlich enorm in die Länge und steigerte meiner Meinung nach nicht gerade die Spannung. Es ist zwar eine interessante Geschichte, aber keine spannende. Dementsprechend lange habe ich auch mit dem Hörbuch gebraucht. Das ist eigentlich völlig untypisch für mich. Normalerweise höre ich in jeder freien Minute, hier war es anders. Ich schob sogar zwei andere Hörbücher zwischen rein, da ich einfach keine Lust hatte, „Im Wald“ weiterzuhören.

Ob nun die gekürzte Version eine Überlegung wert ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich nicht weiß, was herausgestrichen wurde. Und den meisten anderen Hörern hat die lange Version ja auch sehr gut gefallen. Man sollte sich also – wie immer – seine eigene Meinung bilden.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

David Morrell – Der Opiummörder

Der OpiummörderBeschreibung
1854, London: Ein grausamer Ritualmörder versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Detective Shawn Ryan verdächtigt den opiumsüchtigen Schriftsteller Thomas de Quincey. Mit seiner Abhandlung „Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet“ hatte dieser kurz zuvor einen Skandal ausgelöst und seinen Ruf als Enfant terrible gefestigt.

Als sich Ryans Verdacht als falsche Fährte erweist, schließen sich die beiden zu einem kongenialen Ermittlerpaar zusammen. Schon bald führen ihre Nachforschungen in höchste politische Kreise und in die Schattenwelt des Opiumschmuggels.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
14 h 03 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch war für mich eine echte Entdeckung! Ich hatte gar nicht darauf geachtet, von wem es ist, ich las nur die Beschreibung und fand diese äußerst interessant. Als ich es dann auf meinem Player hatte, stellte ich entsetzt fest: Das ist ja von David Morrell! Oh Schreck, dachte ich. Ich hatte bereits zwei Hörbücher von ihm gehört und diese hatten mir überhaupt nicht gefallen. Skeptisch begann ich also zu lauschen. Schnell war vergessen, dass es von David Morrell ist! Im Handumdrehen war ich von der Handlung gefesselt und mitten in der Geschichte, die mir wirklich sehr gut gefiel! Mir hat die Sprache dieses Mal besonders gut gefallen. Auch waren alle Charaktere sehr außergewöhnlich und perfekt beschrieben. Besonders toll fand ich hier die Tochter Thomas de Quinceys, die aufgrund ihrer offenen Weltanschauung regelmäßig die Männerwelt erröten ließ. Doch auch den Schriftsteller selbst fand ich sehr sympathisch, trotz seiner immensen Opiumsucht.

Sämtliche Situationen wurden sehr deutlich beschrieben, so dass ich jederzeit ein klares Bild von den Geschehnissen vor meinen Augen hatte. Ich würde sagen: Perfektes Kopfkino.

Erich Räuker hat mir als Sprecher für dieses Hörbuch auch sehr gut gefallen. Er hat mit seiner sehr eigenwilligen Sprechweise und seiner markanten Stimme die richtigen Akzente gesetzt.

Wieder einmal hat sich bestätigt, dass jeder mehrere Chancen verdient hat! Hätte ich vor dem Herunterladen bewusst wahrgenommen, dass das Hörbuch von Morrell ist, hätte ich die Finger davon gelassen. Ein Glück kam es anders.

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Weitere Informationen
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