Fjodor M. Dostojewskij – Der Doppelgänger

Beschreibung
Ein Mann schleicht sich Schritt für Schritt in das Leben eines anderen Mannes: Er übernimmt dessen Aussehen, Kleidung, Arbeit und gesellschaftliche Kontakte; er stammt aus demselben Ort, hat denselben Beruf, ja trägt offenbar sogar denselben Namen. Immer weiter verdrängt der Jüngere den Älteren aus seiner Welt. Realität oder Sinnesstörung?
Meisterhaft führt uns Dostojewski durch die Wahnvorstellungen eines vereinsamten, alternden Beamten im Petersburg des 19. Jahrhunderts.

Sprecher
Ignaz Kirchner, Ulrich Matthes, Werner Wölbern

Länge
2 CDs

Meine Meinung
Hab ich auf meinem Blog eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich Dostojewskij einfach bombastisch gut finde? Ja? Habe ich schon? Macht nichts, ich kann es nicht oft genug sagen.

Auch dieses Hörspiel hat mich mal wieder fasziniert. Die Geschichte fand ich richtig gut, die Umsetzung des Hörspiels war absolut klasse gemacht. Durch die Machart des Hörspiels wurde die Zwiespältigkeit des Geistes nochmals auch sprachlich deutlich dargestellt. Klasse.

Die Sprecher waren auch absolut genial – sie haben die Geschichte äußerst engagiert und professionell umgesetzt. Die Stimmen passten einfach perfekt. Auch die Musikuntermalung passte sehr gut zum Petersburg des 19. Jahrhunderts.

Fazit: absolut empfehlenswert

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Der Großinquisitor

Beschreibung
Die Legende vom Großinquistitor ist ein Teil aus seinem genialen Romanwerk „Die Brüder Karamasow“.

Sprecher
Klaus-Dieter Hönig

Länge
1 CD
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Meine Meinung
Fand ich jetzt nicht so den Bringer – es gibt Besseres von Fjodor. Aber wahrscheinlich sollte man „Die Brüder Karamasow“ anhören, um es überhaupt richtig einordnen zu können.

Fazit: ganz nett

Gehört am 24.12.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Die Sanfte

Beschreibung
Ein Mann wurde aus dem russischen Heer entlassen und hadert jetzt mit der menschlichen Gesellschaft. Die Heirat mit einer noch kindlichen Frau verspricht mehr Glück für ihn, doch er rächt sich an ihr für die ihm zugefügte Schmach, indem er sie hart behandelt und unterdrückt.

Sprecher
Klaus-Dieter Hönig
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Länge
2 CDs

Meine Meinung
Die Beschreibung im Klappentext ist leicht untertrieben. Diese Erzählung geht unter die Haut und zeigt einem deutlich, wie man mit seinen Mitmenschen tunlichst nicht umgehen sollte. Absolut empfehlenswert!

Fazit:  absolut empfehlenswert

Gehört am 02.09.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Der Spieler

Beschreibung
Dostojewskij hat an den Spieltischen deutscher Casinos in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Spieler, ihre Welt und ihre suchtartige Leidenschaft erlebt und beobachtet. Er erzählt von der qualvollen Liebe eines Spielers zu seiner Stieftochter und von dem Leben einer russischen Adelsfamilie. Dieser Roman trägt autobiographische Züge und fasziniert dadurch auf ganz besondere Weise.

.

Sprecher
Friedrich Schoenfelder

Länge
4 CDs

Meine Meinung
Herrlich! Dostojewskij in Bestform! Kann ich nur empfehlen!

Fazit:  absolut empfehlenswert

Gehört am 07.07.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Schuld und Sühne – Teil 5 und 6

Beschreibung
Der arme, aber hochintelligente Jurastudent Rodion Raskolnikow ermordet eine alte Pfandleiherin und deren Schwester. Überzeugt davon, ein „großer Mensch“  im Sinne Napoleons zu sein, hat er den Mord an den beiden Frauen von langer Hand geplant und rechtfertigt ihn als eine „erlaubte Rücksichtslosigkeit“. Mit atemberaubender Spannung schildert Dostojewskij das sich nun anschließende Katz-und-Maus-Spiel zwischen Raskolnikow und dem Untersuchungsrichter Porfirij. Als Raskolnikow schließlich gefasst und nach Sibirien als Zwangsarbeiter geschickt wird, begleitet ihn die Prostituierte Sonja. Kann sie Raskolnikows innere Umkehr auslösen?

Teil 5 und 6

Schauplatz des Romans ist Sankt Petersburg um 1860. Es geht um die Geschichte des bitterarmen, aber überdurchschnittlich begabten Jura-Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow. Unter dem starken Eindruck eines von ihm zufällig belauschten Wirtshausgesprächs entwickelt er eine Theorie der „außergewöhnlichen“ Menschen.

Seine Kleidung ist zerlumpt und er haust in einem Zimmer von sargähnlicher Enge. Die finanziell prekäre Situation zwingt Raskolnikow, sich an eine alte wucherische Pfandleiherin zu wenden, eine geizige und herzlose Alte, die nur dafür lebt, ein immer größeres Vermögen zusammenzuraffen. Für Raskolnikow ist sie der Inbegriff einer „Laus“, eines wertlosen Menschen, über dessen Leben die wirklich großen Menschen rücksichtslos hinweggehen dürfen. Von dieser Weltanschauung getrieben, drängt sich ihm der Entschluss zum Mord immer mehr auf.

Unter einem Vorwand besucht er die Alte erneut, erschlägt sie genauso wie ihre zufällig erscheinende Schwester und raubt ihre Wertsachen. Doch immer mehr zeigt sich, dass er seiner eigenen Theorie nicht gewachsen ist. Er ist nicht der Mensch ohne Gewissen, der er zu sein glaubte. Außerdem hat ihn seine Tat verändert. Wenngleich Raskolnikow ein scheinbar perfektes Verbrechen gelungen ist, empfindet er als Doppelmörder die gesellschaftliche Abspaltung innerlich nun umso schmerzhafter.

Nach der Mordtat findet er keine Ruhe mehr. So dauert es nicht lange und er wird von einem Ermittlungsrichter als Schuldiger erkannt, obwohl jener Raskolnikows Täterschaft nicht zu beweisen vermag. Beiden, Täter wie Ermittler, ist dies bewusst, auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird. Stattdessen steigert sich das intellektuelle Gefecht zwischen den Widersachern zu einem subtilen psychologischen Spiel…

Sprecher
Reiner Unglaub

Länge
566 Minuten

Meine Meinung
Man darf nicht sterben, bevor man dieses Hörbuch gehört hat! Knapp 26 Stunden (also alle 6 Teile) klingen zwar heftig, aber jede einzelne Minute davon ist hörenswert!!!

Ein genialer „Krimi“ der anderen Art – eben halt ein Klassiker der Weltliteratur – der durch den Sprecher Reiner Unglaub ein wahrer Thriller mit Charme und „Kinoeffekt“ wird. Bewundernd anmerken möchte ich hier noch, dass der Sprecher von Geburt an blind ist und dieses Werk in Braille-Schrift gelesen und wirklich hervorragend präsentiert hat.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Gehört am 14.04.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Schuld und Sühne – Teil 3 und 4

Beschreibung
Der arme, aber hochintelligente Jurastudent Rodion Raskolnikow ermordet eine alte Pfandleiherin und deren Schwester. Überzeugt davon, ein „großer Mensch“  im Sinne Napoleons zu sein, hat er den Mord an den beiden Frauen von langer Hand geplant und rechtfertigt ihn als eine „erlaubte Rücksichtslosigkeit“. Mit atemberaubender Spannung schildert Dostojewskij das sich nun anschließende Katz-und-Maus-Spiel zwischen Raskolnikow und dem Untersuchungsrichter Porfirij. Als Raskolnikow schließlich gefasst und nach Sibirien als Zwangsarbeiter geschickt wird, begleitet ihn die Prostituierte Sonja. Kann sie Raskolnikows innere Umkehr auslösen?

Teil 3 und 4

Schauplatz des Romans ist Sankt Petersburg um 1860. Es geht um die Geschichte des bitterarmen, aber überdurchschnittlich begabten Jura-Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow. Unter dem starken Eindruck eines von ihm zufällig belauschten Wirtshausgesprächs entwickelt er eine Theorie der „außergewöhnlichen“ Menschen.

Seine Kleidung ist zerlumpt und er haust in einem Zimmer von sargähnlicher Enge. Die finanziell prekäre Situation zwingt Raskolnikow, sich an eine alte wucherische Pfandleiherin zu wenden, eine geizige und herzlose Alte, die nur dafür lebt, ein immer größeres Vermögen zusammenzuraffen. Für Raskolnikow ist sie der Inbegriff einer „Laus“, eines wertlosen Menschen, über dessen Leben die wirklich großen Menschen rücksichtslos hinweggehen dürfen. Von dieser Weltanschauung getrieben, drängt sich ihm der Entschluss zum Mord immer mehr auf.

Unter einem Vorwand besucht er die Alte erneut, erschlägt sie genauso wie ihre zufällig erscheinende Schwester und raubt ihre Wertsachen. Doch immer mehr zeigt sich, dass er seiner eigenen Theorie nicht gewachsen ist. Er ist nicht der Mensch ohne Gewissen, der er zu sein glaubte. Außerdem hat ihn seine Tat verändert. Wenngleich Raskolnikow ein scheinbar perfektes Verbrechen gelungen ist, empfindet er als Doppelmörder die gesellschaftliche Abspaltung innerlich nun umso schmerzhafter.

Nach der Mordtat findet er keine Ruhe mehr. So dauert es nicht lange und er wird von einem Ermittlungsrichter als Schuldiger erkannt, obwohl jener Raskolnikows Täterschaft nicht zu beweisen vermag. Beiden, Täter wie Ermittler, ist dies bewusst, auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird. Stattdessen steigert sich das intellektuelle Gefecht zwischen den Widersachern zu einem subtilen psychologischen Spiel…

Sprecher
Reiner Unglaub

Länge
454 Minuten

Meine Meinung
Man darf nicht sterben, bevor man dieses Hörbuch gehört hat! Knapp 26 Stunden (also alle 6 Teile) klingen zwar heftig, aber jede einzelne Minute davon ist hörenswert!!!

Ein genialer „Krimi“ der anderen Art – eben halt ein Klassiker der Weltliteratur – der durch den Sprecher Reiner Unglaub ein wahrer Thriller mit Charme und „Kinoeffekt“ wird. Bewundernd anmerken möchte ich hier noch, dass der Sprecher von Geburt an blind ist und dieses Werk in Braille-Schrift gelesen und wirklich hervorragend präsentiert hat.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Gehört am 09.04.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Schuld und Sühne – Teil 1 und 2

Beschreibung
Der arme, aber hochintelligente Jurastudent Rodion Raskolnikow ermordet eine alte Pfandleiherin und deren Schwester. Überzeugt davon, ein „großer Mensch“  im Sinne Napoleons zu sein, hat er den Mord an den beiden Frauen von langer Hand geplant und rechtfertigt ihn als eine „erlaubte Rücksichtslosigkeit“. Mit atemberaubender Spannung schildert Dostojewskij das sich nun anschließende Katz-und-Maus-Spiel zwischen Raskolnikow und dem Untersuchungsrichter Porfirij. Als Raskolnikow schließlich gefasst und nach Sibirien als Zwangsarbeiter geschickt wird, begleitet ihn die Prostituierte Sonja. Kann sie Raskolnikows innere Umkehr auslösen?

Teil 1 und 2

Schauplatz des Romans ist Sankt Petersburg um 1860. Es geht um die Geschichte des bitterarmen, aber überdurchschnittlich begabten Jura-Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow. Unter dem starken Eindruck eines von ihm zufällig belauschten Wirtshausgesprächs entwickelt er eine Theorie der „außergewöhnlichen“ Menschen.

Seine Kleidung ist zerlumpt und er haust in einem Zimmer von sargähnlicher Enge. Die finanziell prekäre Situation zwingt Raskolnikow, sich an eine alte wucherische Pfandleiherin zu wenden, eine geizige und herzlose Alte, die nur dafür lebt, ein immer größeres Vermögen zusammenzuraffen. Für Raskolnikow ist sie der Inbegriff einer „Laus“, eines wertlosen Menschen, über dessen Leben die wirklich großen Menschen rücksichtslos hinweggehen dürfen. Von dieser Weltanschauung getrieben, drängt sich ihm der Entschluss zum Mord immer mehr auf.

Unter einem Vorwand besucht er die Alte erneut, erschlägt sie genauso wie ihre zufällig erscheinende Schwester und raubt ihre Wertsachen. Doch immer mehr zeigt sich, dass er seiner eigenen Theorie nicht gewachsen ist. Er ist nicht der Mensch ohne Gewissen, der er zu sein glaubte. Außerdem hat ihn seine Tat verändert. Wenngleich Raskolnikow ein scheinbar perfektes Verbrechen gelungen ist, empfindet er als Doppelmörder die gesellschaftliche Abspaltung innerlich nun umso schmerzhafter.

Nach der Mordtat findet er keine Ruhe mehr. So dauert es nicht lange und er wird von einem Ermittlungsrichter als Schuldiger erkannt, obwohl jener Raskolnikows Täterschaft nicht zu beweisen vermag. Beiden, Täter wie Ermittler, ist dies bewusst, auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird. Stattdessen steigert sich das intellektuelle Gefecht zwischen den Widersachern zu einem subtilen psychologischen Spiel…

Sprecher
Reiner Unglaub

Länge
515 Minuten

Meine Meinung
Man darf nicht sterben, bevor man dieses Hörbuch gehört hat! Knapp 26 Stunden (also alle 6 Teile) klingen zwar heftig, aber jede einzelne Minute davon ist hörenswert!!!

Ein genialer „Krimi“ der anderen Art – eben halt ein Klassiker der Weltliteratur – der durch den Sprecher Reiner Unglaub ein wahrer Thriller mit Charme und „Kinoeffekt“ wird. Bewundernd anmerken möchte ich hier noch, dass der Sprecher von Geburt an blind ist und dieses Werk in Braille-Schrift gelesen und wirklich hervorragend präsentiert hat.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Gehört am 08.04.2009

Siehe auch:

Fjodor M. Dostojewskij – Der Traum eines lächerlichen Menschen

Beschreibung
Der Erzähler sieht keinen Sinn mehr im Leben und beschließt, ihm ein Ende zu machen. Ein kleines Mädchen, das ihn auf der Straße um Hilfe anfleht, wehrt er verärgert ab – doch eben diese Begebenheit hält ihn letztlich davon ab, seinen Entschluss in die Tat umzusetzen. Wenn die Begegnung mit dem Kind noch Emotionen in ihm weckt, können noch nicht alle Verbindungen zum Leben durchschnitten sein. Er schläft ein. Wird im Traum durch das All getragen und landet auf einem Planeten, der eine völlige Kopie der Erde darstellt. Auch die Menschen sind gleich – kennen jedoch keinerlei negative Gefühle wie Hass, Neid und ähnliches. Er lebt bei ihnen, und durch ihn lernen sie das Negative kennen. Er erkennt seine Schuld, und will die Entwicklung zurückdrehen, aber vergebens. Er erwacht. Die Absicht, sein Leben zu beenden, ist vergessen. Er sucht das kleine Mädchen und zieht durch die Welt, um zu predigen, dass man auf der Erde leben und dennoch glücklich sein kann. Nicht die Ratio entscheidet über den Sinn des Lebens, sondern das Herz.

Sprecher
Peter Striebeck

Länge
1 CD

Meine Meinung
Genial! In 61 Minuten erklärt Dostojewskij das Wesen der Menschheit.

Fazit: absolut empfehlenswert

Gehört am 11.03.2009

Siehe auch: