Nele Neuhaus – Im Wald (Bodenstein & Kirchhoff 8)

im-waldBeschreibung
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln wegen Brandstiftung – und bald auch wegen Mordes.

Kurz darauf wird eine alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand – und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Doch es bleibt nicht bei zwei Toten.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
20 h 09 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte geht man über 40 Jahre zurück ins Jahr 1972. Damals verschwand Bodensteins bester Freund und sein zahmer Fuchs. Dieses Ereignis hat Bodenstein bis heute nicht überwinden können, machte er sich doch furchtbare Vorwürfe, da er lieber Fernsehen schauen wollte, anstatt seinen Freund nach Hause zu begleiten. Und das obwohl er wusste, dass sein Freund von den anderen Kindern im Dorf immer übelst geärgert wurde, wenn er nicht an seiner Seite war.

40 Jahre später geschehen Morde, die doch sehr ungewöhnlich scheinen, da sich unter den Opfern unter anderem auch Menschen befinden, die sowieso nicht mehr lange zu leben hatten. Warum also mussten sie ermordet werden? Die Suche nach dem Motiv erwies sich als langwierig und besonders für Bodenstein sehr schwierig, da er ja selbst aus dem Dorf stammte und alle gut kannte.

Und eben diese Motiv- und Mördersuche wurde über 20 Stunden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Jede Bekanntschaft, jede Verwandschaft wurde hier erklärt und geschildert. Viele Details führten einen in die Irre und trotzdem wurden sie genauestens beleuchtet. Das zog die Geschichte natürlich enorm in die Länge und steigerte meiner Meinung nach nicht gerade die Spannung. Es ist zwar eine interessante Geschichte, aber keine spannende. Dementsprechend lange habe ich auch mit dem Hörbuch gebraucht. Das ist eigentlich völlig untypisch für mich. Normalerweise höre ich in jeder freien Minute, hier war es anders. Ich schob sogar zwei andere Hörbücher zwischen rein, da ich einfach keine Lust hatte, „Im Wald“ weiterzuhören.

Ob nun die gekürzte Version eine Überlegung wert ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich nicht weiß, was herausgestrichen wurde. Und den meisten anderen Hörern hat die lange Version ja auch sehr gut gefallen. Man sollte sich also – wie immer – seine eigene Meinung bilden.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Nele Neuhaus – Im Wald

Siehe auch:

Mein erstes Mal…

… auf einer Buchmesse.

Das Team von Audible.de lud zum Bloggertreffen auf die Frankfurter Buchmesse 2011 ein. Das fand ich eine gute Idee, da ich schon nicht nach Leipzig kommen konnte. Doch das Treffen sollte heute, am Mittwoch stattfinden. Nach einem Blick auf die Buchmesse-Site stellte ich fest, dass meine Vermutung richtig war. Die ersten drei Tage ist die Messe nur für Fachbesucher zugänglich. Hm, toll, dachte ich mir, wie soll ich das denn anstellen? Dann bekam ich von Audible.de die Info, dass man als Blogger einen Akkreditierungsantrag als Journalist stellen kann. Also tat ich das. Einzig ein Nachweis, dass man tatsächlich als Journalist / Blogger tätig ist, musste erbracht werden, doch das war mittels Hyperlink auf meinen Blog kein Problem. Ein paar Tage später hatte ich den Presseausweis in der Tasche.

Ich stöberte also tagelang auf der Website der Buchmesse, um mir einen Plan zu erstellen, wo ich neben dem Bloggertreffen noch hingehen wollte. Und das war gar nicht so einfach, bei der Masse, die angeboten wird. Aber eines war klar, die Hallen 3.1, 4.1, 4.2 und 4.3 hatten mein größtes Interesse geweckt.

Gestern bekam ich von Hexenritt noch den wertvollen Tipp, dass es auch eine App zur Buchmesse gibt. Also lud ich mir die auch noch herunter und muss sagen: die ist wirklich klasse! Gut vorbereitet ging es also heute auf nach Frankfurt.

Die Autobahnauffahrt, die ich nehmen wollte war gesperrt. Ok, dachte ich mir, kein Problem, fährst vom nächsten Ort aus auf die A5. Jou, die war genauso gesperrt. Toll! Kurzerhand wich ich auf die parallel verlaufende A 67 aus und kam auch fast ohne Stau nach einer knappen dreiviertel Stunde im Messeparkhaus (in dem ich mit meinem Presseausweis übrigens kostenlos parken durfte) an, von wo aus dann ein Pendelbus zum Messegelände fuhr.

Auf der Messe angekommen musste ich mich natürlich zunächst einmal orientieren, wo ich denn hin musste. Ich stellte fest, ein weiter Weg lag vor mir, bis zum Treffpunkt für das Bloggertreffen. Ich marschierte los, durch viele endlose Gänge und Hallen und kam ich dann kurz vor 10.00 Uhr vorm Café an. Das war allerdings noch geschlossen. Also beschloss ich, davor zu warten. Kurz darauf kamen dann Silvia, Paul und der 3. im Bunde, welcher die Nachfolge von Jenni antreten wird.

Das Bloggertreffen war klasse. Nette Leute, interessante Gespräche. Allein dafür hat sich der Besuch auf der Messe schon gelohnt. Nach einer Weile beschloss ich dann aber trotzdem, mir nun den Rest der Messe anzusehen. Ich verabschiedete mich und lief los in Richtung Halle 4. Dort lief ich jeden Gang in allen 3 Etagen ab, wenn ich Kilometergeld bekommen hätte, dann wäre ich jetzt reich! Dann weiter zur ARD. Dort lauschte ich dann einem Interview mit Dieter Moor (Interviewer) und Fatih Akin. Sehr interessant. Es wurde sein Buch „Im Clinch“ vorgestellt. Dann wieder weiter, mal hierin mal dahin, mal dorthin, zur Lauscher Lounge, zum Hörbuchmagazin etc. Mein Gott, was es alles zu sehen gab! Unglaublich. Dann noch bei 3-Sat vorbei, auf dem Rückweg – klar, noch zum „blauen Sofa“. Dort fand gerade ein Interview statt, aber die Dame kannte ich nicht und ich fand es jetzt auch nicht so spannend. Und nach 6 Stunden Buchmesse hatte ich dann auch echt genug. Meine Füße waren platt gelaufen, und ich hatte auch alles gesehen was ich sehen wollte. Außerdem: so viele Menschen! So viele Kameras! Ich war dann echt kurz vorm Overload. Irgendwann reicht es einfach.

Der Freitag wäre sicherlich – was die Autoren betrifft – interessanter gewesen, aber das Bloggertreffen war heute und außerdem muss ich ab morgen auch wieder arbeiten – Urlaub vorbei.

Insgesamt war es ein äußerst interessanter aber auch anstrengender Tag. Ich denke, wenn man Bücher oder Hörbücher liebt, dann sollte man auch einmal auf einer Buchmesse gewesen sein. Ein tolles Erlebnis mit einem Hauch von Schlaraffenlandfeeling.