Richard Russo – Diese gottverdammten Träume

Beschreibung
Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitnessstudiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat.

Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In „Diese gottverdammten Träume“ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt.

Sprecher
Stefan Kaminski

Länge
22 h 25 m

Meine Meinung
Ich bin begeistert! Diese Geschichte hat mich von der ersten Minute an gefesselt und direkt hinein in das Leben der Kleinstadt Empire Falls gezogen. Diese kleine Stadt hatte schon bessere Zeiten gesehen. Hauptschauplatz ist das Diner von Miles Roby. Nach und nach lernt man die meisten Bewohner und somit Gäste des Diners der Kleinstadt kennen, sehr schnell hat man von allen ein klares Bild vor Augen. Vielleicht weniger von deren Aussehen, aber dafür umso besser von deren Charakter. Und das ist ja auch wesentlich wichtiger. Unterschiedlicher könnten die Leute nicht sein. Ich fand die Beschreibungen außerordentlich gut gelungen. Man könnte fast sagen, einer skurriler als der andere – und doch immer glaubhaft und vorstellbar beschrieben. Doch ich möchte hier gar nicht groß in Charakterbeschreibungen oder zu einer längeren Inhaltsangabe verfallen.

Richard Russo versteht es grandios, wunderbare Sätze zu Papier zu bringen. Nicht selten gespickt mit einer ordentlichen Portion an Humor und Situationskomik. Dank dieser wirkt dieses Drama nicht erdrückend oder schwer, vielmehr lässt er Empire Falls mit einer originellen schriftstellerischen Leichtigkeit zum Leben erwachen und beschreibt eine Kleinstadt, die einem zu keinem Zeitpunkt erfunden vorkommt. Im Gegenteil. Man könnte fast meinen, er erzähle hier tatsächlich die wahre Geschichte von Miles Roby und allen anderen Beteiligten. Herrlich.

Für mich vergingen die über 22 Stunden wie im Flug und ich hätte noch stundenlang weiterhören können. Dies ist natürlich nicht auch zuletzt dem genialen Sprecher Stefan Kaminski zu verdanken, der mal wieder zur Bestform aufgelaufen ist. Er hat all den vielen Mitwirkenden wirklich einzigartige und unverwechselbare Stimmen verpasst, so dass es Ohrenkino vom Feinsten war.

„Diese gottverdammten Träume“ ist eindeutig ein Hörbuch für meine Bestenliste.

Weitere Informationen
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Ulrich Alexander Boschwitz – Der Reisende

Beschreibung
Berlin, 1938: Der Kaufmann Otto Silbermann findet sich nach den Novemberpogromen und seiner Flucht aus Berlin als rastloser Reisender in den Zügen der Deutschen Reichsbahn wieder. Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Was ihm noch bleibt, ist eine Aktentasche voller Geld.

In den Waggons, auf Bahnsteigen und in Bahnhofsrestaurants, auf seinen Fahrten quer durchs Land trifft er auf andere Reisende, Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie schlechte Menschen. Noch nie hat man mit so unmittelbarer Wucht nachempfinden können, wie lebensverändernd die Novemberpogrome für jeden einzelnen Menschen in Deutschland waren.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
7 h 26 m

Meine Meinung
Otto Silbermann steckt mitten in Verhandlungen, um sein Haus zu verkaufen, als die Nazis seine Wohnung stürmen. Hals über Kopf verlässt er seine arische Frau und sein Heim, um seiner Verhaftung zu entkommen. Doch wo soll er hin? Sein Geschäftspartner sollte doch schon längst von den Verkaufsverhandlungen aus Hamburg zurück sein. Will er ihn etwa um sein Geld bringen? Becker, ein Arier, man weiß ja nicht mehr, wem man noch vertrauen soll. Kurzentschlossen reist er mit der Bahn nach Hamburg. Dort sieht er auch seinen Geschäftspartner zusammen mit Nazis an einem Tisch ausgiebig feiernd. Die Zweifel steigen, denn Becker ignoriert ihn komplett, so als würde er Silbermann überhaupt nicht kennen. Zuhause in Berlin treffen die beiden wieder aufeinander. Becker löst in einem höchst unerfreulichen Disput die Geschäftsbeziehung auf und zahlt Silbermann aus. Mit einem Koffer voller Geld steigt er in den nächsten Zug, denn er weiß nicht recht, wo er denn hin soll. Freunde und Verwandte wurden entweder verhaftet oder sind in der Partei. Fortan ist er auf Reisen, diverse Versuche, Deutschland zu verlassen, scheitern, so dass er immer weiter auf Reisen ist.

Hierbei lernt er verschiedene Menschen kennen, die Gespräche sind immer höchst interessant anzuhören. Auch Silbermanns Gedanken, wenn er alleine im Abteil sitzt sind zutiefst menschlich und nachvollziehbar und stellen sehr deutlich die innere Zerrissenheit der Juden dar. Denn was unterscheidet sie denn von den Goys? Und plötzlich wird er kurzzeitig gedanklich selbst zum jüdischen Antisemit und meint, all die anderen Juden seien an seinem Elend schuld.

Es ist wirklich unglaublich gut geschildert, welche Verzweiflung in Silbermanns Kopf Form annimmt. Ich fand diese Geschichte äußerst beklemmend und zutiefst menschlich erzählt. Er steht hier für viele Tausend anderer Juden, die im Nazideutschland gnadenlos verfolgt, verhaftet und ermordet wurden.

Wie man sich denken kann, ist diese Geschichte keine seichte oder leichte  Unterhaltung. Doch trotzdem oder gerade deshalb möchte ich dieses Hörbuch sehr empfehlen! Nicht zuletzt, da Torben Kessler als Sprecher wirklich eine grandiose Leistung hingelegt hat.

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Bernhard Kegel – Ein tiefer Fall

Beschreibung
Korruption und Machtgier in der Wissenschaft.

Als der Kieler Biologieprofessor Hermann Pauli spät am Abend den Campus verlassen will, locken ihn eigentümliche Geräusche ins Reich des gefeierten Evolutionswissenschaftlers Frank Moebus. Zwischen zappelnden Fischen, Kröten und zahllosen Glasscherben liegt ein Mann, dessen Kopf in einem zerbrochenen Aquarium steckt. Wenig später findet die von Pauli gerufene Polizei einen zweiten Toten unter dem offenen Fenster – auch er ein Mitglied der Arbeitsgruppe von Moebus.

Kriminalhauptkommissarin Anne Detlefsen steht vor einem Rätsel. Geht es um die kostbaren Urzellen, auf die Moebus in der Tiefsee gestoßen ist? Bewegung kommt in den Fall, als eine Gruppe prominenter Forscher aus aller Welt Moebus vorwirft, ihren Labors trotz mehrfacher Bitten keine Zellen zu überlassen. In Hermann Pauli keimt ein unheimlicher Verdacht auf.

Bernhard Kegel, Jahrgang 1953, ist promovierter Biologe, leidenschaftlicher Jazzgitarrist und vielfach ausgezeichneter Autor von Romanen und Sachbüchern. Zuletzt erschien sein Roman „Abgrund“. Bernhard Kegels Bücher wurden mit mehreren Publizistikpreisen ausgezeichnet.

Sprecher
Bert Stevens

Länge
15 h 16 m

Meine Meinung
Diesen Krimi fand ich äußerst amüsant. Schon die Beschreibung am Anfang, als die ganzen Aquarien kaputt gingen und die verschiedensten Lebewesen auf dem Boden liegen fand ich witzig, auch wenn das natürlich für die Fische alles andere als witzig war. Viel zu meiner Erheiterung hat auch der Sprecher beigetragen. Ihn könnte ich mir auch gut als Sprecher von Karl-May-Büchern vorstellen.

Doch eigentlich ist „Ein tiefer Fall“ ein wissenschaftlicher Krimi, bei dem es um Forschung, Ruhm und Ehre geht. Auch wenn man ca. ab der Mitte ahnt, worauf das alles hinauslaufen wird, so fand ich die Story insgesamt doch wirklich unterhaltsam und – wie gesagt – sehr amüsant. Einzig das Ende fand ich etwas einfallslos. Hier hätte ich mir dann doch etwas mehr „Pauken und Trompeten“ gewünscht.

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Andy Weir – Artemis

Beschreibung
Der neue Roman vom Autor des Weltbestsellers „Der Marsianer“.

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht als das Schicksal von Artemis selbst.

Eine Idealbesetzung – Gabrielle Pietermann leiht der toughen Heldin ihre Stimme.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabrielle Pietermann, Marius Clarén

Länge
10 h 06 m

Meine Meinung
Mit dieser Geschichte entführt uns Andy Weir dieses Mal nicht auf den Mars, dieses Mal geht die Reise auf den Mond. Dort hat sich mittlerweile eine Kolonie von 2000 Menschen eine Existenz aufgebaut. Diese Kolonie existiert bereits so lange, dass die 25-jährige Protagonistin bereits auf dem Mond geboren wurde und noch nie auf der Erde war.

Die Protagonistin ist eine erfolgreiche Schmugglerin, die eigentlich verbotene Waren von der Erde beschafft. Doch sie ist natürlich auch pflichtbewusst. So würde sie niemals Waffen o. ä. schmuggeln.

Als sie sich aufgrund eines reizvollen „Gehalts“ auf eine sehr gefährliche Mission begibt, gerät das unbedingt notwendige Gleichgewicht auf dem Mond aus den Fugen.

Leider ging mir persönlich die Protagonistin mit ihrer sehr eigenen Art ziemlich auf den Keks. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Einzig ihre Briefwechsel mit dem auf der Erde wohnenden jungen Mann fand ich sehr nett.

Doch ich denke, das ist Geschmackssache, ob man die Protagonistin nun mag oder nicht. Davon mal ganz abgesehen ist die Geschichte wirklich wieder sehr interessant, wenn sie mich auch nicht ganz so fesseln konnte, wie damals der Marsianer. Doch das ist sicherlich auch schwer zu toppen.

Den Sprecher, der leider nur sehr selten zum Einsatz kam, fand ich sehr gut, die Sprecherin hingegen, die den größten Part dieser Geschichte erzählt, klang in meinen Ohren leicht verschnupft, was ich nicht so gut leiden mag bei einem Hörbuch.

Insgesamt ist „Artemis“ ein wieder durchaus gelungenes Werk aus der Feder von Andy Weir, wenn es auch meiner Meinung nach an den „Marsianer“ nicht heranreicht.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Roberto Saviano – Der Clan der Kinder

Beschreibung
Zehn Jungen rasen auf ihren Motorrollern durch die Stadt. Sie heißen Maraja, Dentino, Lollipop, Drone, sie tragen Markenschuhe und den Namen der Freundin auf die Schulter tätowiert – und sie wollen alles haben. In Neapel ist das nur eine Frage der richtigen Camorra-Bande. Der Weg vom Pusher zum Killer ist kurz.

Auf den Dächern der Stadt üben die 15-jährigen mit Sturmgewehren, zielen auf Mülltonnen und Fensterscheiben. Bald gilt ein Menschenleben weniger als ein gebrochenes Wort. Sie fühlen sich unsterblich, bis der Glanz ihres rasanten Lebens sie schließlich selbst blendet.

Roberto Savianos erster großer Roman erzählt von einer Jugend ohne Gott: schnell, brutal und ohne Pardon.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Martin Bross

Länge
12 h 32 m

Meine Meinung in Kürze
Dieses Hörbuch fand ich erschreckend. Erschreckend aufgrund seiner Gewalt, die von Kindern ausgeübt wird, im Glauben, etwas ganz großes zu tun und mit den Großen der Welt mithalten zu können. Ich konnte das Hörbuch vor lauter Entsetzen und Abscheu kaum abschalten. Denn es war so eindrücklich beschrieben, dass man stellenweise die Gedankengänge der Knirpse vielleicht sogar nachvollziehen konnte.

Weitere Informationen
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Jojo Moyes – Mein Herz in zwei Welten (Lou Clarke 3)

Beschreibung
„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Diese Sätze hatte Will Traynor Louisa Clark mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Nun ist sie endlich bereit, Wills Worten zu folgen: In New York wagt Lou den Neuanfang.

Doch ein Teil ihres Herzens ist in England zurückgeblieben: bei ihrer Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou in New York versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zu Hause ist?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Luise Helm

Länge
15 h 28 m

Meine Meinung
Zugegeben, ich bin an diesen 3. Teil sehr skeptisch herangegangen. Denn Teil 1 fand ich genial, Teil 2 furchtbar nervig. Ich war also sehr gespannt, was mich nun erwarten würde.

Heute Morgen habe ich die Story fertig gehört. Hach, sie hat mir sehr gefallen. Nicht so gut, wie der 1. Teil (doch das ist auch wirklich schwer zu toppen), doch auch wesentlich besser, als der 2. Teil. Hier war es eine Mischung aus sehr guter Story und – natürlich, ohne geht wohl nicht – einer leidenden Lou. Doch letzteres hielt sich in Grenzen, Lou bekam sich hier wesentlich besser und schneller wieder in den Griff, als im 2. Teil. Das fand ich sehr angenehm.

Ihre Erfahrungen, die sie in New York machte, fand ich stellenweise äußerst humorvoll beschrieben und nicht selten musste ich dabei schmunzeln. Ich konnte mir die Situationen sehr gut vorstellen.

Doch besonders klasse fand ich die Beschreibungen der Garderobe von Lou. Als sie dann noch den Vintage-Kleiderladen entdeckte, wurde es dann wirklich skurril – also styletechnisch. Doch das i-Tüpfelchen setzte dann die Garderobe der alten Dame. Ich fand das derart genial – hach, das konnte ich mir so richtig gut bildlich vorstellen und musste oft wirklich laut lachen.

Allen, die sich auch mit dem 2. Teil wirklich schwer taten, da dieser einfach furchtbar nervig war, kann ich sagen, dass sich der 3. Teil wirklich wieder lohnt, gehört zu werden. Ich habe es jedenfalls keine Minute bereut, „Mein Herz in zwei Welten“ anzuhören. Im Gegenteil, ich wurde wieder mit einer wirklich sehr schönen Story belohnt. Die Entwicklung, die Lou hier durchmachte, fand ich sehr gut beschrieben und auch glaubhaft.

Wie das Ende erhoffen lässt, wird es wohl eine weitere Fortsetzung dieser Reihe geben. Und nach dieser wirklich wieder tollen Folge freue ich mich jetzt darauf.

Luise Helm ist natürlich auch hier wieder die Stimme von Lou Clarke. Und das ist auch gut. Die zwei gehören einfach zusammen. Also auch hier kann ich nichts aussetzen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jojo Moyes – Mein Herz in zwei Welten

Siehe auch: 

Ruth Ware – Woman in Cabin 10

Beschreibung
Die Journalistin Lo Blackwood nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs an der norwegischen Küste teil. Ein wahrgewordener Traum. Doch in der ersten Nacht erwacht sie von einem Geräusch aus der Nachbarkabine. Sie hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres, ungefähr von der Größe eines menschlichen Körpers. Und die Reling ist blutverschmiert. Lo alarmiert den Sicherheitsoffizier: Die Kabine ist leer. Keine Kleider, kein Blut, und vor allem kein Eintrag ins Passagierregister. Die Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben…

Sprecher
Julia Nachtmann

Länge
11 h 02 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist nun schon etwas her, dass ich dieses Hörbuch gehört habe. Eins vorneweg: Es hat mir besser gefallen, als „Im dunklen, dunklen Wald“. Ich fand die Story über weite Strecken sehr spannend, wenn es auch immer wieder sehr langatmige Szenen gab.

Was denn auf dem Kreuzfahrtschiff passiert ist, wollte ich wirklich wissen. Denn sehr seltsam erschienen die Ereignisse durchaus. Wie sich das dann alles entwickelte, hat mir ziemlich gut gefallen, auch wenn es einige Schwachstellen gibt. Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich, dass das 3. Buch, welches Ruth Ware hoffentlich schreiben wird (oder schon geschrieben hat?) dann ein voller Erfolg werden wird. Denn eine Verbesserung vom 1. zum 2. Buch finde ich durchaus bemerkenswert.

Julia Nachtmann war wieder sehr gut. Ich mag ihre Stimme einfach und ihre Art, die Sätze zu sprechen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei der D>A<V oder auch bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ruth Ware – Woman in Cabin 10

Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Arno Frank – So, und jetzt kommst du

Beschreibung
Wenn der Held deiner Kindheit ein Betrüger ist.

Der Autoverkäufer Jürgen lebt mit seiner Frau und drei Kindern in kleinbürgerlichen Verhältnissen in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Bis plötzlich das „große Geld“ da ist und die Familie fluchtartig nach Südfrankreich auswandert. Es folgt ein paradiesisches Leben im Luxus – doch die Eltern benehmen sich zunehmend seltsam. Bis herauskommt, dass der Vater ein Hochstapler ist und hohe Summen unterschlagen hat. Im letzten Moment entflieht die Familie dem Zugriff der Behörden und eine Jagd durch Europa beginnt. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt…

Devid Striesow macht facettenreiche Persönlichkeiten und gebrochene Charaktere hörbar wie kein Zweiter.

Sprecher
Devid Striesow

Länge
9 h 58 m

Meine Meinung
Ein Kartenhaus fällt zusammen. So könnte man die Geschichte kurz beschreiben.

Ein völlig verantwortungsloser Vater, der alle anderen Menschen für dumm hält – sein Lieblingsspruch: „Jeden Tag steht ein Dummer auf“ – ist davon überzeugt, dass er nicht arbeiten muss, dass er irgendwann den ganz großen Deal machen wird. Doch zunächst lässt dieser Deal auf sich warten. Als er ihm dann vermeintlich gelingt, ist dieser weitab vom legalen und fortan lebt die Familie auf der Flucht. Sehr zum Leidwesen der Kinder, die keine Freundschaften schließen können, meist an der Armutsgrenze leben und kein funktionierendes Familienleben erfahren.

Diese Geschichte fand ich erschreckend gut, vor allem, da sie auf einer wahren Geschichte beruht. Stellenweise lauschte ich wirklich fassungslos, was sich der Vater wieder hatte einfallen lassen, um an das ganz große Geld heranzukommen.

Die armen Kinder kann man da nur sagen. Vor allem finde ich schlimm, dass diese Geschichte zu jeder Zeit glaubhaft daherkommt, da es ja durchaus solche Tagträumer gibt. Solange sie keine Familie haben – meinetwegen, solange sie nur alleine die Konsequenzen ihres Handelns tragen müssen. Aber in dem Moment, da Kinder ins Spiel kommen, wird es tragisch.

Devid Striesow hat hier wieder einen tollen Job gemacht.

Weitere Informationen
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Peter Swanson – Die Gerechte

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Eine verhängnisvolle Begegnung. Ein eiskalter Racheengel. Ein grausamer Plan. Nur sie entscheidet, wer den Tod verdient.

Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als sich eine attraktive Frau neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?

Sprecher
Christiane Marx, Oliver Brod, Britta Steffenhagen, Uve Teschner

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
„Die Gerechte“ war seit langem mal wieder ein Thriller, der mir so richtig gut gefallen hat. Denn als Hörer wird man von der ersten Sekunde an gefesselt, was denn diese Frau im Schilde führt und wohin das alles führen soll. Lange Zeit ist man völlig ahnungslos, jedoch bleibt man immer bei der Stange, da die Dinge die geschehen, einfach so anders sind, als man sie erwartet. Überhaupt passieren hier ganz erstaunliche Wendungen, mit denen man als Hörer überhaupt nicht rechnet. Und doch geschehen sie und alles sieht wieder ganz anders aus. Das macht die ganze Geschichte natürlich unheimlich spannend und nervenaufreibend. Und das zieht sich über die gesamte Story hin. Die Spannung bliebt wirklich bis zum letzten Satz erhalten! Überhaupt fand ich das Ende absolut grandios.

Sehr schön fand ich auch den Einsatz der vier verschiedenen Sprecher. Dadurch konnte man perfekt unterscheiden, aus wessen Perspektive die Geschichte gerade erzählt wird. Alle vier erzählen jeweils aus der Ich-Perspektive, was natürlich einen sehr guten Einblick in deren Seelenleben erlaubte.

Natürlich sind auch die gewählten Sprecher alle erste Sahne und keine Unbekannten auf dem Parkett der Hörbuchsprecher. Ich höre sie alle vier unheimlich gerne und auch hier haben sie wieder volle Leistung gebracht.

„Die Gerechte“ ist seit sehr langer Zeit einmal wieder ein Thriller, der es auf meine Bestenliste geschafft hat.

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Weitere Informationen
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Robert Galbraith – Der Ruf des Kuckucks (Cormoran Strike 1)

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Das Krimi-Ereignis, über das die Welt spricht!

Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.

Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch Strike ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während er immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert Strike Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr…

Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
16 h 02 m

Meine Meinung
Vor einigen Monaten hatte ich schon einmal mit diesem Hörbuch angefangen. Doch da konnte es mich nicht fesseln, denn die Welt der Reichen und Schönen trifft nicht ganz meinen Geschmack. Doch dann hörte ich letztens den 3. Teil der Serie und fand diesen toll. Also nahm ich mir vor, auch die vorherigen 2 Teile zu hören.

Ja, diese Folge spielt eindeutig in der Welt der Reichen und Schönen. Doch es ist eine wirklich spannende Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte. Der Bruder der Toten engagiert Cormoran Strike, der, gebeutelt durch eine Kriegsverletzung, verzweifelt versucht, seine Detektei am Leben zu erhalten. Dazu kommt noch, dass er sich endgültig von seiner Lebensgefährtin getrennt hat. Ab sofort „wohnt“ er also auch in seinem Büro. Eine Aushilfe, die ihm über eine Leiharbeitsfirma geschickt wurde, erweist sich als äußerst clever und engagiert. Obendrein ist sie auch noch sehr sympathisch und aufgeweckt. Das Kennenlernen der beiden Protagonisten in den ersten zwei Wochen fand ich sehr gut und emotional glaubwürdig beschrieben.

Doch auch der Fall des tödlichen Balkonsturzes des Fotomodells wird nach und nach immer interessanter. Und dieses Mal dauerte es tatsächlich nicht lange, bis ich von dem Hörbuch sehr fasziniert war. Die Spannung steigerte sich stetig, man konnte sich Stück für Stück ein klareres Bild von den Ereignissen machen. Doch was tatsächlich bei der Lösung des Falles herauskam, überraschte mich dann doch.

Insgesamt fand ich den ersten Fall äußerst spannend und gelungen. Jetzt fehlt mir noch Teil 2. Doch lange werde ich nicht damit warten. Denn wenn Teil 1 und Teil 3 derart gut waren, wird der 2. Teil wohl nicht viel anders sein. Ich freue mich schon drauf.

Dietmar Wunder als Sprecher war natürlich wie immer wundervoll. Ich höre ihn einfach sehr gerne – er kann es einfach.

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Siehe auch: