Holger Volland – Die kreative Macht der Maschinen

Warum künstliche Intelligenzen bestimmen, was wir morgen fühlen und denken

Beschreibung
Leben oder gelebt werden? Immer klügere Algorithmen beeinflussen, wen wir lieben, welche Nachrichten wir lesen und ob wir einen Kredit bekommen. Bilder malen wie Rembrandt, preisgekrönte Romane schreiben oder Musik komponieren – Algorithmen scheinen einfach alles zu können.

Holger Volland beschreibt, wie sich Künstliche Intelligenz bereits in unser Leben und unsere Kultur eingeschlichen hat – und was das mit uns macht. Sind Algorithmen kreativer als wir? Was können wir sie getrost für uns machen lassen – und was besser nicht? Wo lauert Gefahr für uns? Anhand vieler Beispiele aus unserem Alltag erklärt er, wo und wie KI uns persönlich betrifft. Er beschreibt, wie sie uns davon abhält, zur Wahlurne zu gehen oder wie sie psychische Krankheiten an der Telefonstimme erkennt. Und genauso entschieden sagt er uns, wo wir auf Kontrolle und Einflussnahme achten müssen – weil wir nur so selbst über unser zukünftiges Leben bestimmen und Herr im (digitalen) Haus bleiben können.

Seiten
253

ISBN-10
3407865090

Verlag
Beltz

Meine Meinung
Heute stelle ich ausnahmsweise mal ein Buch vor, welches mich in letzter Zeit sehr begeistert hat. „Die kreative Macht der Maschinen“ gibt einen guten Überblick, wozu Computer heute bereits in der Lage sind und in Zukunft vermutlich sein werden. Es geht hier viel um Kunst und Kultur, aber natürlich werden auch andere Bereiche sehr ausführlich beleuchtet.

Diese interessante Mischung machte für mich das Lesen sehr kurzweilig, wobei es auch gleichzeitig eine Menge Wissen vermittelt. Für mich war das Lesen ein Genuss und brachte mich nicht selten zum Staunen.

Von mir bekommt dieses Buch das Prädikat: lesenswert!

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Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Beschreibung
Die wahre Geschichte einer unglaublichen Frau, die sich nicht beirren lässt und in einem fast aussichtslosen Kampf am Ende gewinnt und Gerechtigkeit erfährt.

Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante Adele Bloch-Bauer geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der sie 1907 porträtiert: das berühmte Bildnis der Goldenen Adele! Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollem Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Maria Altmann beschließt mit fast 84 Jahren den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen, um die gestohlenen Klimt-Bilder zurückzubekommen.

Elisabeth Sandmann, Verlegerin des gleichnamigen Verlags, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema der gestohlenen Kunstwerke. Die ausgezeichnet recherchierte Geschichte wird von Lilly Forgách berührend und fesselnd gesprochen – spannend bis zur letzten Minute.

Sprecher
Lilly Forgách

Länge
153 m

Meine Meinung
Restitution, was bedeutet das eigentlich? Laut Wikipedia: „Unter Restitution versteht man die Rückerstattung geraubter, enteigneter und zwangsverkaufter Kulturgüter.“

Dass sich die Nazis im zweiten Weltkrieg mit großer Gier an die Besitztümer der Juden heranmachten und sich alles unter den Nagel rissen, was sie kriegen konnten, ist wohl weitläufig bekannt. Dass dies nicht rechtmäßig sein kann, versteht sich von selbst. Doch die Gesetzeslage sah dies lange Zeit nicht so.

In diesem äußerst interessanten Hörbuch erzählt Elisabeth Sandmann vom Kampf der Maria Altmann, deren jüdische Familie in Wien all ihrer Besitztümer beraubt wurde. Darunter auch ein Gemälde von Gustav Klimt, welches der Künstler von Marias Tante Adele Bloch-Bauer angefertigt hatte. Bekannt ist dieses Gemälde als „Die goldene Adele“. Eines der bedeutensten Werke von Klimt.

Sehr spannend werden hier die Anstregungen erzählt, die Maria aus den USA heraus unternimmt, um an eben dieses Gemälde zu gelangen. Österreich stellt sich jedoch quer, sieht sich als rechtmäßigen Besitzer des Gemäldes und Österreich spielt auf Zeit. Denn Maria ist natürlich schon recht betagt, als sie den Prozess anstrebt. Die ausschlaggebende Wende kommt durch das Testament Adeles ans Licht. Doch als dann letztendlich ein Schiedsgericht bestehend aus drei österreichischen Richtern besteht, dachte ich, nun sei alles verloren, alle Mühe vergebens gewesen. Doch manchmal siegt doch die Gerechtigkeit – auch wenn es über ein halbes Jahrhundert dauert.

Lilly Forgách als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen.

Es gibt einen Film über eben dieses Thema. Er heißt „Die Frau in Gold“ und ist eine sehr gute Verfilmung, die sich fast 1:1 mit Hörbuch deckt. Natürlich bekommt man im Hörbuch noch mehr Details mitgeteilt, doch der Film ist auch durchaus sehr beeindruckend und empfehlenswert.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

Reiner Hänsch – 100.000 Tacken

100-000-tackenBeschreibung
Die Knippschilds und der Ärger mit dem Reichtum
Eine Mietshaustragödie

Die Knippschilds haben geerbt!
Hunderttausend Tacken, wie der Sauerländer sagt – also Euros – von Onkel Günter, dem alten Miesepeter. Alex, Steffi und Max sind also plötzlich reich! Naja, wenigstens sieht es erst mal sehr schön aus auf dem bisher immer recht übersichtlichen Konto der Familie.
Doch Geld einfach so bei der Bank liegen lassen? Geld muss doch arbeiten! Da hat das „Finanzgenie“ Alex Knippschild eine großartige Idee: Man kauft ein Mietshaus. Das nennt man gut angelegt … oder?
Und damit beginnt die tragische Mietshauskomödie um die Sauerländer Familie Knippschild und den großen grauen Kasten in Arnsberg. Das Haus steckt voller … sagen wir mal, interessanter Leute und Abenteuer, die das Leben von Alex, Steffi und Max völlig auf den Kopf stellen. Eine Katastrophe folgt der anderen. Das schöne Haus ist alt, marode und eigentlich unbewohnbar. „Allet im Arsch!“, wie Herr Prankow, der handwerkende Rockerpräsident es vorsichtig umschreibt.
Dass Alex gleichzeitig noch einem ominösen Geldfälscher auf der Spur ist, dessen Blüten das ganze Sauerland überschwemmen, macht die Geschichte hochkriminalistisch, ganz schön aufregend und auf jeden Fall witzig und hochamüsant – bis zum furiosen Ende.

Ein echtes Hörspiel mit vielen Sounds und ner Menge Musik. Wunderbar lebendig gespielt und gesprochen von Reiner Hänsch, dem Autor dieser witzig turbulenten Geschichte um die abenteuerlichen Probleme der Sauerländer Familie Knippschild.

Sprecher
Reiner Hänsch

Länge
11 h 45 m

Meine Meinung
Was habe ich gelacht! Dieses Hörbuch lag eines Tages plötzlich in meinem Briefkasten. Ein Geschenk! Wie schön! Als ich den Klappentext las, war ich zunächst skeptisch. Gekauft hätte ich es mir wohl nie. Doch es war ein Geschenk, also wollte ich zumindest mal reinhören. Tja, und da war es dann auch schon geschehen. Kaum hatte ich angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Einzig weil es dann schon spät war, unterbrach ich das Hörbuch für die Nacht. Die Mietshausbewohner und die Knippschilds verfolgten mich bis in meine Träume. Herrlich war das. Und morgens hörte ich dann gleich weiter, bis die Story fertig erzählt war. Schade, ich hätte noch stundenlang weiter hören können.

Dieses Hörbuch versprüht einen sehr eigenen Charme, der mich sofort fesselte und mich oft zum Lachen brachte. Man denkt, oh Gott, bitte nicht, und da ist es dann auch schon passiert.  Ok, man ahnt recht schnell, was alles passieren wird, aber das macht überhaupt nichts. Denn wenn es dann tatsächlich passiert – und es passiert wirklich alles, was nur passieren kann – ist es derart toll erzählt, dass man einfach nur grinst und lauscht und lacht und weiter lauscht. Situationskomik gekonnt zu erzählen, ist verdammt schwierig, wie jeder wohl selbst weiß, wenn er etwas Erlebtes, das wirklich urkomisch war, erzählen will. Na, meist gelingt es nicht wirklich gut. Ganz anders bei Herrn Hänsch. Er erzählt solche Geschehnisse einfach nur brillant und gekonnt pointiert und lässt den Hörer kaum zum Verschnaufen kommen. Eine Katastrophe folgt der anderen, doch jede Szene ist liebevoll ausgearbeitet und mit entsprechenden Tönen untermalt. Eine One-Man-Show die sehr pompös gestaltet ist. Humor pur.

Auch die Protagonisten wachsen einem sehr schnell ans Herz. Seien es nun die Knippschilds selbst oder die Bewohner, alle sind toll ausgearbeitet. Man kann gar nicht anders, als sie zu lieben.

Der Autor und Sprecher hat eine sehr angenehme Stimme und hat auch die ganzen fremdländischen Szenen perfekt gesprochen. Das fand ich äußerst bemerkenswert!

Die ganze Welt unter einem Dach vereint – es kann funktionieren! Ein herrlicher Spaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn man kein Sauerländer ist, so wie ich, so hat man wirklich verdammt viel Spaß damit. Das perfekte Geschenk!

Und wenn mir ein Hörbuch so gut gefällt, dann kommt es natürlich auf meine Bestenliste!

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Amazon.

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an FUEGO.

Jocelyne Saucier – Ein Leben mehr

Ein Leben mehrBeschreibung
Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck.
Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte.

„Ein Leben mehr“ ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.

Sprecher
Beate Rysopp, Wolfgang Berger, André Eckner

Länge
5 h 18 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch war es eindeutig das Cover, das mich zum Kauf inspirierte. Das Gesicht des Mannes deutet auf viel Lebenserfahrung hin und eben auch darauf, dass ihn so schnell nichts aus Ruhe bringen kann. Er kennt das Leben mit all seinen Facetten.

Und so geht es den Männern, die sich in Nordkanada in eine Einsiedelei zurückgezogen haben und ihr Leben nach ihrem Gusto gestalten. Nicht wie es ein Altenheim will. Sie kommen gut miteinander aus – sind keine Männer der großen Worte und doch ist nie einer von ihnen einsam, auch wenn er gerade alleine ist.

Doch dann kommt eine junge Fotografin daher und würfelt ihr geruhsames Leben mächtig durcheinander. Sie ist auf der Suche nach Boychuck, der einer der letzten Überlebenden der großen Brände sein soll. Doch leider müssen ihr die Männer mitteilen, dass sie ihn gerade vor kurzem erst beerdigen mussten, zeigen ihr sein Grab. Zunächst etwas misstrauisch findet sie doch schnell Gefallen an den drei Männern im Wald, die ihr Leben in der Wildnis und absoluter Freiheit genießen. Sie verspricht wieder zu kommen, um ihnen die Bilder zu zeigen, die sie von ihnen und der Einsiedelei gemacht hatte.

Doch schnell ward sie vergessen, als eine äußerst zerbrechlich wirkende 80 jährige Dame bei ihnen eintrifft, um ihr dort Schutz zu gewähren. Denn Marie-Desneiges war seit ihrem 16. Lebensjahr in einer psychiatrischen Klinik eingesperrt und hatte bis dato kein eigenes Leben führen können. Schnell werden Pläne geschmiedet, wie man der kleinen, äußerst netten und charmanten Dame helfen könnte. Ein Haus soll für sie gebaut werden. Kaum sind die Pläne fertig, beginnen die 2 Männer mit den Bauarbeiten für das schmucke Häuschen, das natürlich wesentlich mehr Komfort aufweisen muss, als ihre Holzhütten. Mit Eifer und Fleiß sind sie dabei, als die Fotografin wieder auftaucht.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den 4 Menschen, die alle ihre Eigenheiten und Besonderheiten haben. Die gegenseitige vollkommene Akzeptanz aller Charaktere bildet die Basis für diese außergewöhnliche Konstellation. Es ist ein wahrer Genuss den Gesprächen am Frühstückstisch oder auch eingehüllt in den Bärenfellen lauschen zu dürfen. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, was wirklich ganz wunderbar beschrieben wurde.

Zum Ende hin gibt es eine tragische Wende in dem kleinen Idyll und ich zitterte wirklich um meine mir mittlerweile sehr lieb gewonnenen Freunde.

Kurzum, ich hatte eine schöne Geschichte erwartet und wurde mit einer zutiefst menschlichen und vor Kraft und Lebenswillen nur so strotzenden Story äußerst positiv überrascht.

Die Sprecher fand ich auch sehr passend. Beate Rysopp fungierte hier als Ich-Erzählerin und somit aus der Sicht der Fotografin, die Sprecher übernahmen die männlichen Episoden. Das gab der ohnehin schon sehr lebhaften und nie langatmig werdenden Geschichte noch einen Extra-Schuss Abwechslung.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jocelyne Saucier – Ein Leben mehr

Jojo Moyes – Ein Bild von dir

Ein Bild von dirBeschreibung
Getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch den Kampf um ihre Liebe.

Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein: Für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll…

Hundert Jahre später in London: Liv trauert noch immer um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist Liv bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Luise Helm

Länge
13 h 58 m

Meine Meinung
„Ein Bild von dir“ ist eine wundervolle, herzberührende Story um ein Bild, das eine ganz besondere Geschichte erzählt. Das Buch fängt im ersten Weltkrieg in Frankreich an. Hier erfährt man, wie dieses Bild entstand und von der starken Liebe von Sophie und Édouard. Dieser Part hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich konnte mir das kleine Dorf bildlich vorstellen und auch all die Personen, die dort mitwirkten. Dieser Teil der Geschichte verdient 5 Sterne mit Zusatzsternchen, so gut hat er mir gefallen. Zurück in der Gegenwart hängt das Bild, das damals entstand, nun im Schlafzimmer von Liv, deren Mann vor vier Jahren gestorben ist und der es ihr viele Jahre zuvor geschenkt hatte. Liv hängt sehr an diesem Motiv, zeigt es doch eine junge Frau, die ihr in gewisser Weise ähnelt und von dem sie sich ungemein angezogen fühlt.

Doch bald wird dieses Bild zum Mittelpunkt einer Ermittlung, in dem es um Kunstraub geht. Liv kann es nicht fassen, dass sie ihr Bild abgeben soll. Noch dazu an einen Mann, dem nichts an dem Bild liegt, außer dem Geld, das er mit diesem Bild verdienen kann. Liv treibt sich selbst fast in den finanziellen Ruin, um dieses Bild behalten zu können. Natürlich geht das nicht ohne Schlammschlacht in der Presse ab. Als Hörer ist man hin- und hergerissen, auf wessen Seite man sich denn stellen soll. Denn natürlich ist es nicht rechtens, falls das Bild im „Zuge des Krieges“ geraubt wurde. Auch wenn es Jahrzehnte später rechtmäßig gekauft wurde. Doch wurde es wirklich geraubt? Diesen Beweis gilt es letztendlich zu führen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie geht einem tief ins Herz und lässt einen lange nicht mehr los. Und hat man erstmal mit dem Hörbuch begonnen, kann man es schier nicht mehr abschalten, bis es fertig gehört ist. Wieder einmal ein Fall von: Immer diese störenden Nächte, in denen man schlafen muss.

Von mir gibt es hier eine klare Hörempfehlung. Auch aufgrund der genialen Vortragsweise von Luise Helm. Sie und die Geschichten von Jojo Moyes sind einfach ein perfektes Gespann.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jojo Moyes – Ein Bild von dir

Siehe auch: 

 

 

Martin Suter – Der letzte Weynfeldt

Der letzte WeynfeldtBeschreibung
Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, großbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie – entgegen seinen Gepflogenheiten – mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schließlich merkt, dass nichts ist, wie es scheint.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
8 h 21 m

Meine Meinung
Dieses war nun das sechste Buch, das ich von Martin Suter gehört habe. Und wieder bin ich sehr fasziniert von seinem Schreibstil, von seiner gediegenen Art, Geschichten leise aber doch spannend zu erzählen. Ok, der Einstieg dauert hier etwas länger, aber wer Suter kennt weiß, dass es sich lohnt.

Adrian Weynfeldt ist sehr reich, hat ein weltmännisches aber sehr zurückhaltendes Auftreten und erkauft sich Freundschaften damit er nicht immer so alleine ist. Er ist pflichtbewusst und ein wahrer Kunstexperte.

In diesem Hörbuch geht es um ein ganz spezielles Gemälde. Da ich ein paar Wochen zuvor die Verfilmung des Buches gesehen hatte, hatte ich das Gemälde noch sehr gut vor Augen. Und hier muss ich sagen, rein von der Beschreibung hätte ich es mir wohl nicht so gut vorstellen können. Von daher war ich froh, dass ich den Film (der übrigens sehr gut verfilmt wurde) gesehen hatte.

Zurück zu Adrian. Sein Leben läuft sehr geordnet ab, wie auch er sehr geordnet ist. Es passiert nie etwas unvorhergesehenes. Bis zu diesem einen Abend in der Bar… als sich diese junge hübsche Frau zu ihm gesellt… und er sie mit nach Hause nimmt. Von da an wird sein Leben – sagen wir einmal – etwas überraschender und abwechslungsreicher.

Er hilft der Dame immer wieder gerne aus jeder Patsche heraus – immer dreht es sich dabei um Geld – er tut das ganz gentlemanlike. Bis er dann letztendlich… Nein. Stopp. Bis hierhin und nicht weiter.

Dieses Hörbuch ist für mich wieder ein echter Suter und somit natürlich empfehlenswert.

Was für das Duo Stephen King und David Nathan gilt, gilt auch für Martin Suter und Gert Heidenreich. Perfekter geht es nicht.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Der letzte Weynfeldt

Siehe auch: