Jeffery Deaver – Der Komponist (Lincoln Rhyme 13)

Beschreibung
Er komponiert den Todeswalzer – zum Klang deiner letzten Atemzüge.

Am helllichten Tag wird auf einer Straße in der New Yorker Upper East Side ein Mann überwältigt und entführt. Als einzige Spur bleibt am Tatort ein Galgenstrick in Miniaturgröße zurück. Kurz darauf sorgt ein Video im Internet für Aufsehen: Man sieht live dabei zu, wie dem aufgehängten Opfer langsam die Luft abgeschnürt wird. Seine verzweifelten Atemzüge bilden den Hintergrund zu einem düsteren Musikstück. Als in Neapel eine ähnliche Entführung stattfindet, reisen der Forensik-Experte Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs nach Italien und nehmen die Verfolgung auf. Denn solange der Täter nicht gefasst ist, wird die Musik des Grauens nicht verklingen…

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung in Kürze
Mir hat die Geschichte ziemlich gut gefallen, da sie einem zwar den Schrecken in die Knochen jagt, aber doch recht blutlos über die Bühne geht. Die Idee mit den „Röchel-Kompositionen“ fand ich sehr außergewöhnlich und interessant. Wie man allerdings anhand der zusammengestellten chemischen Liste als Hörer irgendetwas daraus schließen sollte, ist mir ein Rätsel. Aber dafür haben wir ja ein Glück Rhyme, der hat das dann für uns übernommen.

Die Auflösung fand ich interessant und auch nachvollziehbar, sofern man auch nur irgendetwas an diesem Thriller nachvollziehbar finden kann. Ich fand den Komponisten eine spannende und kurzweilige Unterhaltung, die zwar ziemlich abgedreht, aber trotzdem hörenswert ist.

Dietmar Wunder als Sprecher war wieder ganz wunderbar.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jeffery Deaver – Der Komponist

Siehe auch:

Lincoln Rhyme-Reihe:

Kathryn Dance-Reihe: 

Andere

Jens Ohrenblicker – So fühlt sich Freiheit an. Eine Reise durch Australien

FreiheitBeschreibung

Im September 2002 sagte Jens Ohrenblicker Deutschland für ein Jahr Lebewohl und brach mit seiner Freundin zu einer ganz besonderen Reise auf: Ein Jahr lang wollten sie Australien erkunden und sich durch Gelegenheitsjobs die Reisekasse aufbessern. 12 Jahre später hat er die Australienreise in einem Hörbuch verarbeitet.

In einem Rückblick auf die aufregendste Zeit seines Lebens erzählt er Geschichten, die mal ironisch-frech, mal skurril, mal nachdenklich und mit einem Schuss Melancholie diese Reise wieder lebendig werden lassen. Sie handeln von den Schwierigkeiten des Gebrauchtwagenkaufs, von ungewöhnlichen Begegnungen, vom härtesten Job seines Lebens, von manchmal sehr menschlichen Tieren, von Outbackstaub unter den Füßen, Eukalyptusduft in der Nase und von lauen Nächten unter einem gigantischen Sternenhimmel.

Sprecher
Jens Wenzel

Länge
2 h 28 m

Meine Meinung
Schon einmal in Australien gewesen? Also ich war da noch nicht. Doch nach diesem Hörbuch habe ich nun den Eindruck, als ob ich doch so ein kleines Stück davon miterlebt hätte, was Jens und seine Freundin auf ihrer Reise damals alles erlebten.

Die Reise fängt – klar, beim Hinflug – an. Wo auch sonst. Weiter geht es mit dem Autokauf und dem weiteren Verlauf quer durch Australien. Viel wird hier von den Jobs erzählt, die er und seine Freundin immer wieder annahmen, um ihre weitere Reise zu finanzieren. Diese Geschichten waren stellenweise wirklich sehr zum Schmunzeln, doch immer entführten Sie einen mit auf z. B. ein Auberginenfeld oder eine Tomatenplantage. Besonders die Tomaten haben es mir angetan. Wie Jens den Geschmack dieser herrlich roten und runden Dinger beschreibt – hach, da läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Auch werden hier viele Erlebnisse mit einheimischen Tieren und natürlich auch Menschen erzählt. Und als ob das nicht schon toll genug wäre, so hat er auch viele sehr beeindruckende akustische Aufnahmen, die er hier und da einblendet. Diese Mischung aus Gesehenem und Gehörtem macht dieses Hörbuch wirklich zu einem einmaligen Hörerlebnis. Meine anfängliche Skepsis, was Musik/Geräusche in Kombination mit einem Hörbuch anbetraf war im Nu vergessen und ich lauschte nur noch gebannt.

Und: Nicht zu vergessen – Jens kann wirklich toll erzählen. Auch seine Stimme finde ich absolut angenehmen. Man hört wirklich in jeder Minute, dass er mit Herzblut dabei ist.

Wer also auch einfach mal für zweieinhalb unserer gehetzten Zeit entkommen möchte, ist mit diesem Reise-Hörbuch wirklich bestens bedient. Und ich wurde gleich doppelt überrascht. Denn plötzlich war das Päckchen bei mir in der Post, welches nicht angekündigt war und dann stellte es sich auch noch als solch ein Juwel heraus. Solche Überraschungen liebe ich. Gerne mehr davon.

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Mein herzlicher Dank für dieses Rezensionsexemplar geht an Jens Ohrenblicker (Wenzel).

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Hörbuch und auch Hörproben gibt es hier zu bestaunen: Jens Ohrenblicker – So fühlt sich Freiheit an. Eine Reise durch Australien

Thomas Raab – Still: Chronik eines Mörders

Still - Chronik eines Mörders_Beschreibung
Jettenbrunn, ein kleines Dorf am Fuße eines Kalvarienberges. In dieses Elysium wird ein bedauerliches und zugleich grausames Wesen geboren: Karl Heidemann, ein Junge, geschlagen mit dem Makel des wohl sensibelsten Gehörs, das es je gab. Jedes Geräusch, jeder Flügelschlag eines Schmetterlings wird ihm zur unerträglichen Qual. Also schreit er. Seine zudringliche Mutter hört es, aber versteht es nicht. Keiner versteht es. Einzig der schalldichte Keller scheint ihm Ruhe zu bringen. So wächst er heran, isoliert, schweigsam. Bis zu jenem unheilvollen Nachmittag an den Ufern des Dorfweihers…

Sprecher
Frank Arnold

Länge
9 h 03 m

Meine Meinung
Dieser Krimi ist einer der besonderen Art. Denn er ist alles andere, als ein klassischer Krimi.

Wie oben bereits beschrieben, verfügt Karl Heidemann über ein äußerst sensibles Gehör, welches für ihn mehr ein Fluch denn eine Gabe ist. Denn er hört alles derart intensiv und laut, dass die Welt um ihn herum schier unerträglich ist. Recht bald wenden sich die Erwachsenen von ihm ab, hält er doch das ganze Dorf auf Trab mit seinem nicht enden wollenden Geschrei. Doch wie sollte sich ein Baby sonst zur Wehr setzen. So wächst er isoliert im Keller des Elternhauses auf. Als Jugendlicher verlässt er das Elternhaus und fortan geschehen Morde… Viele Morde. Doch eigentlich sind nicht die Morde der Mittelpunkt der Story, diese passieren quasi so nebenbei, als vielmehr die Psyche des Karl Heidemann.

Dieser Krimi ist nicht blutrünstig, auch wenn man das bei solch einer Anzahl von Toten vermuten könnte. Vielmehr ist er ein feingezeichnetes „Profil“ eines Menschen, der aufgrund seiner besonderen Gabe nicht in diese Welt passt und sich darin auch nicht wohl fühlen kann.

Am Ende lässt einen dieser Krimi sprachlos, entsetzt und mit offenem Mund zurück. Und nichtsdestotrotz hat mir dieser Krimi äußerst gut gefallen. Eben durch seine Feinfühligkeit und das besondere Wesen des Protagonisten hebt sich dieser Krimi vom klassischen Krimi deutlich ab. Toll.

Diese Story in Verbindung mit der hervorragenden Leistung von Frank Arnold kann nur die beste Bewertung erhalten. Ich war sehr beeindruckt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Thomas Raab – Still: Chronik eines Mörders