Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen (Clifton-Saga 6)

Beschreibung
Dramatische Zeiten für die Cliftons und Barringtons. Die Erfolgs-Saga geht weiter!

Für die Cliftons und Barringtons, die seit Jahrzehnten schicksalhaft verbunden sind, beginnt eine dramatische Zeit. Giles Barrington muss sich zwischen der Karriere als Politiker und seiner großen Liebe entscheiden, während für Emma und Harry Clifton eine Welt zusammenbricht, als sie einen Selbstmordbrief entdecken. Für beide Familien.

Erich Räukers tiefe Erzählerstimme lässt das Familien-Epos lebendig werden.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
14 h 01 m

Meine Meinung
Auch im 6. Band der Clifton-Saga geht es wieder um viele Intrigen, Leid und Kummer. Doch auch sehr lustige Szenen sind hier zu vernehmen. So bringt z. B. die 10-jährige, altkluge und sehr aufgeweckte Tochter von Sebastian frischen Wind die Story.

Virginia ist und bleibt ein ausgebufftes Luder und glänzt auch hier wieder durch gemeine Intrigen. Denn nur so kann sie sich durch ihr teures Leben schnorren.

Harry geht wieder durch so einige Höhen und Tiefen, insbesondere was die Befreiung seines Schriftstellerfreundes Babakov betrifft, und auch Emma geht neue, ungeahnte Wege.

Kurz: Auch der 6. Band kommt in gewohnt spannender Manier daher, jedoch empfand ich hier und da einige Szenen doch als etwas zäh.  Natürlich endet auch dieser vorletzte Band wieder mit einem lauten Knall.

Ich gestehe, ich bin froh, wenn die Saga mit dem 7. und letzten Teil dann endlich ihr Ende finden wird. Doch vorher erwarten uns sicherlich noch weitere spannende Stunden.

Zu Erich Räuker muss ich wohl nicht  mehr viel sagen. Er passt zu dieser Saga wie der Deckel auf einen Topf.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen (Die Clifton-Saga 6)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

 

Alfred Bodenheimer – Kains Opfer

kains-opferBeschreibung
Als ein Mitglied seiner Gemeinde ermordet wird, ist Rabbi Klein bestürzt. Dann bittet ihn die Polizei um Übersetzung einiger hebräischer E-Mails des Toten. Dabei sollte er es bewenden lassen. Aber die Ungewissheit über den Täter, die Frage nach Schuld und Motiven und die Verantwortung für seine Gemeinde lassen den Rabbi nicht ruhen. Heimlich beginnt er zu ermitteln – ein unbeirrter Wahrheitssucher, dessen Mut den Hörer unweigerlich mitfiebern lässt.

Thomas Sarbacher zeigt in diesem Hörwerk unter der Regie von Franz Wassmer die ganze Breite seiner Sprechkunst. Ein Zürich-Krimi, der dem Verlagsmotto – Erlesenes Hören – mehr als gerecht wird.

Der erste garantiert koschere Lokalkrimi und die spannendste Art, das jüdische Zürich kennenzulernen – oder wiederzuerkennen.
(Charles Lewinsky)

Sprecher
Thomas Sarbacher

Länge
374 Minuten

Meine Meinung
Das Jahr 2017 ist noch jung und schon habe ich eine wirklich positive Überraschung zu vermelden! Dieses Hörbuch wurde mir netterweise als Rezensionsexemplar angeboten. Ich war zunächst skeptisch, da es doch in einer Welt spielt, die mir ziemlich fremd ist. Doch dann dachte ich, na eigentlich willst du doch genau das mit deinen vielen Hörbüchern erleben:  Andere „Welten“ und fremde Sitten kennenlernen. Und das alles in einen Krimi gekleidet – warum also nicht. Ich stimmte zu. Welch ein Glück kann ich im Nachhinein nur sagen.

Rabbi Klein ist bestürzt, wurde doch ein ihm wohlbekanntes und sehr geschätztes Mitglied seiner Gemeinde ermordet. Natürlich ist er der Polizei gerne behilflich, E-Mails, die in hebräischer Schrift verfasst wurden, zu übersetzen. Will er doch auch nichts sehnlicher, als dass der Mörder möglichst schnell gefasst wird.

Doch schon beim Durchlesen der ersten privaten Mails überkommen ihn starke Zweifel, ob er hier nicht zu sehr in die Privatsphäre des Toten eingreift – dass ihn das alles doch eigentlich gar nichts angeht. Hin- und hergerissen liest er weiter und findet einzig eine alarmierende E-Mail. Dass der Inhalt allerdings auf ein weiteres Mitglied seiner Gemeinde hinweist, lässt ihn schwer mit sich hadern, doch letztendlich beschließt er, die Polizei auf diese E-Mail hinzuweisen. Schließlich hat er versprochen, nach eben solchen E-Mails besonders zu schauen. Selbst kommt er sich dabei als übler Denunziant vor, fühlt sich dabei ganz und gar nicht wohl. Und prompt wird daraufhin eben dieses Gemeindemitglied inhaftiert. Doch dass ausgerechnet dieser Mann diese Tat begangen haben soll, kann er sich einfach nicht vorstellen.

Und hier beginnt das wahre Dilemma des Rabbi Klein, der immer nur das Richtige tun will, sich jedoch immer weiter in einen Sumpf verstrickt, der schwer an ihm zerrt. Denn hier eine kleine Lüge und da eine kleine Unwahrheit führen letztendlich zu einem Ende, dass… werde ich hier natürlich nicht verraten. Nur soviel: Auch das Ende hat mir richtig gut gefallen.

Rabbi Klein, ein wahrlich sympathischer Mensch, muss hier durch eine harte Prüfung gehen. Was ist richtig und was ist falsch? Was ist in welcher Situation wie zu bewerten? Er hat es mit dieser Aufgabe hier wirklich nicht leicht und das ist das schöne an diesem Krimi. Denn auf die ein oder andere Weise stecken wir ja auch oft genug in solch einem Dilemma. Das macht das ganze Verhalten des Rabbis äußerst glaubhaft und lebensnah.

Auch die weiteren Personen wurden sehr gut gezeichnet, es wurde – je nach Wichtigkeit – immer die richtige Dosis an Informationen gegeben, um sich die jeweilige Person lebhaft vorstellen zu können. Vielleicht weniger vom Aussehen her, dafür aber vom Charakter. Und das ist ja eh das Wesentliche an einem Menschen.

Sehr interessant fand ich auch die vielen Informationen zum Judentum. Man erfährt hier wirklich eine Menge über die Bräuche und das alles so ganz nebenbei. Und wenn man den ein oder anderen Begriff doch aus der Geschichte heraus vielleicht nicht ganz verstanden hat, so liefert das Booklet Abhilfe. Denn hier sind die wichtigsten Begriffe erklärt.

Thomas Sarbacher, den ich bisher nur als Schauspieler kannte, fand ich als Stimme auch sehr passend. Anfangs fand ich ihn ein wenig fade, doch je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr hat auch er sich in seine Rolle gefunden. Am Ende war ich sehr angetan von seiner Stimme und seiner Art.

Insgesamt ist „Kains Opfer“ ein wirklich spannender Krimi, der einem weniger des Mordes wegen als vielmehr durch den ermittelnden Rabbi Klein immer weiterhören lässt. Und bald schon fürchtet man das Ende. Denn dann ist das Buch ja leider schon fertig. Doch es gibt einen Lichtblick. Denn ein weiterer Band mit dem sympathischen Rabbi, der das „Ermitteln auf eigene Faust“ einfach nicht lassen kann, ist bereits bei Hörkultur erhältlich.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es direkt beim Verlag Hörkultur.

Herzlichen Dank an Hörkultur für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch: 

Sabine Thiesler – Versunken

VersunkenBeschreibung
Die schönsten Wochen des Jahres verbringt das deutsche Ehepaar Werner und Vivian Faenzi stets auf seiner Yacht im Mittelmeer. Nur diesen Sommer muss Vivian die Reise in Nizza aus beruflichen Gründen für zwei Wochen unterbrechen. Werner möchte nach Korsika, aber ihm graut ein wenig vor der langen nächtlichen Überfahrt allein auf See. Durch Zufall trifft er den sympathischen Malte, der auch nach Korsika will. Gemeinsam fahren sie los. Was Werner nicht weiß: Malte wird wegen Mordes gesucht und ist auf der Flucht. Nun wittert er die große Chance einer ganz neuen Existenz auf diesem prachtvollen Schiff. Dabei stört eigentlich nur Werner. Und Vivian. Und jeder, der ihm sonst in die Quere kommt…

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 22 m

Meine Meinung
Bisher hatte Sabine Thiesler alle ihre Bücher selbst gesprochen. Und das auch sehr gut! Warum sie es dieses Mal nicht gemacht hat, weiß ich nicht. Aber es war durchaus eine gute Wahl, David Nathan als Sprecher einzusetzen. Zunächst fand ich das zwar ein wenig seltsam, aber sehr schnell hatte ich mich daran gewöhnt und es für absolut ok befunden.

Als ich „Versunken“ entdeckte, habe ich es sofort gekauft. Denn Sabine Thiesler gehört eindeutig zu meinen Lieblingsautorinnen. Sie schreibt einfach brillant! So auch hier wieder.

Dieser Thriller ist knallhart. Zunächst bekommt man mit, wie Malte eiskalt einen Mann ermordet. Dann ist er auf der Flucht. Man lernt dann das sehr sympathische Ehepaar Werner und Vivian kennen und auch noch zwei Abiturientinnen, die vor ihrem Studium für ein Jahr durch die südlichen Gefilde tingeln. Diese beiden lernen auch Werner und Vivian kennen – bis hier ist alles sehr harmonisch, wunderschön, man fühlt sich wie im Urlaub.

Dann reist Vivian aus beruflichen Gründen ab und Werner bleibt alleine zurück auf der Yacht. Er würde gerne nach Korsika rüberschippern, traut sich aber nicht recht ganz alleine. Durch „Zufall“ lernt er Malte kennen, der sich mit Booten bestens auskennt. Er hilft Werner bei einer kleinen Motor-Panne und schon bald freunden sie sich an.

Von da an schnürrt sich einem die Kehle zusammen. Man ahnt, nein man weiß, dass es furchtbar weiter gehen wird und dass Werner offenen Auges in sein Verderben rennt. Doch die Art, wie Sabine Thiesler dies erzählt, ist einfach genial, wenn auch äußerst kaltblütig. Doch Werner bleibt nicht das einzige Opfer von Malte…

Mein Liebling Neri ist natürlich auch wieder mit von der Partie und wieder kann er den Fall zwar auflösen, aber es nicht beweisen. Er ist und bleibt einfach ein armer, aber äußerst sympathischer Tropf.

Auch für dieses Hörbuch vergebe ich die volle Punktzahl. Denn es ist super spannend, absolut logisch und nachvollziehbar und auch äußerst menschlich. Mehr brauche ich für einen tollen Thriller nicht.

David Nathan war auch wieder sehr gut. Er hat halt einfach eine sehr gute Thriller-Stimme.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sabine Thiesler – Versunken

Siehe auch: