Serotonin – Die Karte (Das Blausteintuch 2)

Beschreibung
Die abenteuerliche Reise des Carlos Karge Dinarese geht weiter: „Die Karte (Das Blausteintuch 2)“ von Serotonin.

„Heinrich ist unsere Chance, die Karte aus der Bibliothek des Richters doch noch zu finden!“, überrascht Karge seinen Gefährten Anselmo eines Abends, als er in Paris den Infanten Heinrich von Portugal kennenlernt. Die beiden Freunde sind dem Zorn der Obrigkeit Venedigs gerade eben nur mit Glück entkommen, doch sie haben alles verloren und ihr früheres Leben hinter sich lassen müssen. Auf ihrer Flucht machen sie die Bekanntschaft einer fahrenden Theatergruppe, der sie sich anschließen. Im Schutz der Truppe müssen sie erst alten Freunden und Feinden begegnen, ehe Karge den Entschluss fasst, der ihr ganzes Leben erneut verändern wird.

Unter dem Schutz Heinrichs des Seefahrers und der portugiesischen Krone nimmt eine abenteuerliche Segelreise ihren Lauf, der sie ins unbekannte Land der maurischen Heiden bringt. Werden sie dort die geheimnisvolle Karte finden, die sie zu ihrem Sehnsuchtsort, den Inseln im westlichen Atlantik, führen soll?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Stefan Kaminski

Länge
18 h 10 m

Meine Meinung
Die Fortsetzung des Blausteintuchs geht genauso unterhaltsam und spannend weiter, wie sich schon der komplette erste Teil präsentierte. Zum Inhalt will ich auch hier nicht viel sagen, einiges steht ja schon oben in der Beschreibung und alles andere würde den Rahmen dieser Rezension wirklich sprengen.

Was mir sehr gut gefallen hat war, dass sich Karge hier tatsächlich auch persönlich weiter entwickelt hat. Man merkt, dass er mittlerweile älter geworden ist und nicht mehr so blauäugig durchs Leben läuft. Er hat inzwischen durchaus begriffen, dass Menschen auch Boshaftigkeiten im Sinn haben können. Er hat eindeutig dazugelernt.

Stefan Kaminski war natürlich auch hier wieder absolut genial! Anders kann man das gar nicht sagen. Er schafft es wirklich alleine, ein „Ein-Mann-Hörspiel“ zu erschaffen.

Insgesamt kann ich also auch die Fortsetzung der Reihe besten Gewissens weiterempfehlen. Und – soviel darf verraten werden – man darf sich auf eine weitere Fortsetzung freuen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Serotonin – Die Karte (Das Blausteintuch 2)

Siehe auch:

Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

die-letzten-tage-der-nachtBeschreibung
„Eine geniale Reise in die Vergangenheit“ The Washington Post

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?
Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf deutsch und als Hörbuch!
Graham Moore, der für sein Drehbuch für den Film „Imitation Game“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist mit „Die letzten Tage der Nacht“ ein packender historischer Roman gelungen, der auf wahren Ereignissen beruht.

Sprecher
David Nathan

Länge 
7 h 02 m

Meine Meinung
Eine Geschichte um einen Patentrechtsstreit. Was zunächst als öder Stoff klingt, entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als ein echtes Highlight.  Denn hier geht es um eine große Erfindung: Die Glühbirne. Edison und Westinghouse meinen beide, diese geniale Erfindung zuerst getätigt zu haben.

Doch nicht nur die beiden spielen hier wichtige Rollen, ebenso der vor Ideenreichtum nur so sprudelnde Nikola Tesla bekommt eine wichtige Rolle in diesem Roman. Und selbst Alexander Graham Bell bekommt noch einen glänzenden Auftritt. Man kann also sagen, alle damaligen Größen in Sachen Elektrotechnik tümmeln sich in diesem Buch. Und dann gibt es natürlich den noch unerfahrenen Anwalt von Westinghouse, der im Laufe der Geschichte eine erstaunliche Entwicklung durchlebt.

Überhaupt werden die Charaktere in diesem Buch sehr gut beschrieben, so dass man recht schnell denkt, man kenne sie persönlich, was natürlich die Verbundenheit zum Fortgang der Story sehr positiv beeinflusst.

Wer nun denkt, dass er von Elektrik vermutlich keinen Ton verstehen wird, der sei eines Besseren belehrt. Denn hier wird z. B. der Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom hervorragend einfach erklärt, so dass man selbst als „Unwissender“ alles versteht und der Story mit Leichtigkeit und viel Spannung folgen kann.

Edison gegen Westinghouse. Gleichstrom gegen Wechselstrom. Erfindergeist gegen Profitgier. Eine herrliche Mischung aus historischen Tatsachen und ein wenig Fiktion.

Doch Vorsicht: Hat man das Hörbuch erst einmal angefangen, kann man es nur sehr schwer unterbrechen. Ich hatte ein Glück an einem Sonntag damit angefangen und natürlich auch am selben Tag beendet.

Leider, leider ist das Hörbuch gekürzt. Doch mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass etwas gravierendes gefehlt hätte. Mir hat es so wie es ist, sehr gut gefallen. Aber natürlich weiß ich nicht, was alles an vielleicht noch sehr interessanten Fakten gestrichen wurde. Nichtsdestotrotz kommt dieses Hörbuch auf meine Bestenliste.

David Nathan war natürlich wieder grandios. Aber eigentlich muss man das ja gar nicht mehr erwähnen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

Oliver Plaschka – Marco Polo: Bis ans Ende der Welt

marco-poloBeschreibung
Ein heldenhafter Abenteurer? Ein geistreicher Berater der Mächtigen? Oder doch nur ein einfacher Betrüger?

Die einzige Romanbiografie über eine der schillernsten Figuren des Mittelalters: Marco Polo. Ist dieser Mann ein Held, ein Genie oder nur ein Lügner? Diese Fragen gehen dem Geschichtenerzähler Rustichello durch den Kopf, als er der Erzählung seines Mitgefangenen Marco Polo lauscht. Hat dieser Marco es wirklich bis an den Hof des Kublai Khan geschafft? Doch diese Fragen verblassen mehr und mehr, je stärker der geschickte Geschichtenerzähler Marco seinen Zuhörer mit seinen Schilderungen gefangen nimmt. Und so reist Rustichello mit Marco zurück in die Vergangenheit, bestaunt mit ihm die Wunder Asiens, hört von dem Geschick, mit dem der Venezianer alle kulturellen Gräben überwinden und zu einem der wichtigsten Männer Chinas aufsteigen konnte.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
25 h 23 m

Meine Meinung
Über die Vergangenheit und die wirklichen Erlebnisse des Marco Polo herrschen bis heute große Zweifel.
Oliver Plaschka hat sich für diese Zweifelsfälle eine tolle Grundidee einfallen lassen. Denn erzählt wird die Geschichte zwar aus der Perspektive des Marco Polo. Doch dieser sitzt im Kerker, in der Zelle nebenan der Geschichtenerzähler Rustichello. Ihm erzählt er nach und nach seine Abenteuer im Fernen Osten.

Bald sind auch die Kerkermeister von den Geschichten des Marco Polo fasziniert und ihre Lage verbessert sich – jedoch nur geringfügig. Erst als es eine evtl. zukünftige Braut für Marco Polo gibt, verbessert sich ihre Lage wesentlich. Doch gefangen sind beide immer noch. Allerdings geht die Geschichtenerzählerei weiter. Mit immer mehr Publikum.

Das Gerüst ist zwar sehr interessant gestaltet, doch der eigentliche und spannende Part dieses Hörbuch sind die wirklich faszinierenden Erlebnisse, von denen Marco Polo zu berichten weiß. Und man weiß nie, ob er nun übertreibt, erfindet und dichtet oder ob er all die geschilderten Begebenheiten wirklich erlebt hat. Glaubhaft klingen sie allemal.

Doch da niemand weiß, was nun wahr und was Dichtung ist, bleibt diese Romanbiographie nah an dem, was man weiß und was gemunkelt wird. Doch egal wie: Sehr spannend und vor allem sehr interessant sind alle diese Geschichten auf jeden Fall.

Ich habe dieses über 25 Stunden lange Hörbuch nicht am Stück gehört. Doch es eignet sich perfekt  dafür, es über mehrere Etappen zu hören. Denn so wird ja auch die gesamte Geschichte erzählt.

Wolfgang Wagner als Sprecher kannte ich bisher noch nicht. Doch er hat mich sehr fasziniert. Er hat sowohl Marco Polo als auch Rustichello eine perfekte eigene Stimme verliehen. Er war in seiner Rolle als Sprecher meiner Meinung nach wirklich grandios.

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Serotonin – Das Blausteintuch. Ein Renaissance-Roadmovie

Das BlausteintuchBeschreibung
Dieses Buch ist eine Odyssee, ein Abenteuerroman, eine mittelalterliche Saga und ein Renaissance-Roadmovie, es erzählt die gefahrvolle Reise des Carlos Karge Dinarese, die vom Balkan über das Osmanische Reich bis nach Venedig führt. Spätmittelalter in Rumelien, Schlachtfeld der osmanischen Invasion gen Westen, Heere und Kulturen prallen aufeinander.

Karge, ein Bauernsohn und Außenseiter, fällt eines Tages der „Knabenlese“ zum Opfer und wird aus seiner Heimat gen Osten verschleppt. Doch das Unglück entpuppt sich als Segen, denn für Karge beginnt eine Reise in ein gänzlich anderes Leben: Er schließt echte Freundschaften, sieht sein erstes Kamel, lernt die wunderbaren Gärten jener Feinde kennen, die ihn raubten. Er hat Glück mit seinem neuen Herren und findet in dessen Haus den Zugang zu Büchern und Bildung.

Selbst die neuerliche Vertreibung aus Bursa und seine Flucht über das Meer nach Venedig können den jungen Mann nicht aufhalten. Als Karge jedoch seine Chance ergreift, die fest gefügte Ordnung der Serenissima mit seinen neuen Ideen zu durchbrechen, ruft er den Zorn der Kirche und des Adels auf sich. Ein tödliches Spiel beginnt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Stefan Kaminsky

Länge
16 h 05 m

Meine Meinung
Lange schlich ich um dieses Hörbuch herum. Warum ich nicht sofort zugriff, ist mir im Nachhinein eigentlich schleierhaft. Denn sowohl das Cover als auch die Beschreibung finde ich sehr verlockend.

Wie sich dann – nach dem Kauf – endlich herausstellte, wurde ich mit meiner Erwartungshaltung auch nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Ich wurde positiv überrascht, ob der spritzigen, spannenden Geschichte.

Ich möchte hier nichts über den Inhalt erzählen, das würde komplett ausufern. Denn mit zwei, drei Absätzen ist das nicht getan. So einiges widerfährt dem jungen und sympathischen Karge. Er ist auch durchaus etwas einfältig. Doch dies liegt vermutlich an seinem einfach zu guten Herzen. Er kann sich einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die anders gestrickt sind – ja, die einfach böse sind. Und so hat er mit einigen Schicksalsschlägen zu kämpfen. Doch immer macht er tapfer weiter, findet wieder und wieder einen Ausweg aus seiner misslichen Lage.

Doch was mir wirklich ein wenig fehlte, war die Entwicklung des Karge. Er liest zwar viele Bücher und wird dadurch immer schlauer. Aber cleverer wird er im Umgang mit den Menschen nicht. Eigentlich reagiert er immer nur, er agiert nur selten. Aber wie schon oben gesagt, liegt das vermutlich an seiner fehlenden Vorstellungskraft, dass andere Menschen andere Dinge im Schilde führen.

Hätte der Protagonist also in dieser Hinsicht etwas mehr Entwicklung durchgemacht, so wäre dieses Hörbuch auf meiner Bestenliste gelandet. So jedoch nicht.

Allerdings schmälerte das meinen Hörgenuss in keinster Weise. Die Geschichte ist rasant, spannend, sehr abwechslungsreich und niemals langweilig. Auch habe ich Karge sofort in mein Herz geschlossen, was natürlich eine der besten Voraussetzungen dafür ist, mit jemanden mitzuzittern. Für mich war die Geschichte also rundum gelungen. Auf eine Fortsetzung darf man sich wohl auch schon freuen. Ich jedenfalls warte schon gespannt darauf.

Das i-Tüpfelchen war natürlich der kongeniale Sprecher Stefan Kaminski. Er hat die Geschichte derart mit Lebendigkeit gefüllt, dass man sich stellenweise direkt neben Karge wähnte und in die Story eingesogen fühlte.

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Rebecca Gablé – Jonah – Der Aufstieg (Der König der purpurnen Stadt 2)

Jonah2Beschreibung
London, um 1337. Jonah Durham ist zu einem der einflussreichsten Kaufmänner Englands aufgestiegen. Er ist Schiffseigner, Hoflieferant und Ritter der Königin. Außerdem ist er verliebt – und das ausgerechnet in Giselle, die Tochter seines größten Widersachers. Während König Edward drauf und dran ist, das Land durch einen Krieg gegen Frankreich in den Ruin zu treiben, schlägt Jonah seinem Konkurrenten William de la Pole einen Handel vor: Die Hand seiner Tochter gegen eine Geschäftsidee, um die finanziellen Probleme des Königs zu lösen. Doch dieser Handel erweist sich als folgenschwer. Und damit nicht genug: den finanziellen Bankrott vor Augen, verlangt auch noch König Edward nach ihm. Jonah soll an seiner Seite in den Krieg ziehen…

Mit „Jonah – Der Aufstieg“ präsentiert Audible Entertainment den zweiten Teil der ungekürzten Hörspiel-Trilogie des Bestsellers „Der König der purpurnen Stadt“. Die große Tuchhändler-Saga von Rebecca Gablé wurde als aufwändiges Hörspiel in 3 Teilen produziert und von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Wie schon bei „Jonah – Die Lehrjahre“ ist auch im zweiten Teil die erste Riege der deutschen Sprecherszene vertreten: Neben Erzähler Detlef Bierstedt sind das u. a. Timmo Niesner (Jonah), Dorette Hugo (Giselle), Nicolas Artajo (Crispin), Marie-Isabel Walke (Annot), Ulrike Stürzbecher (Philippa), Norman Matt (Edward) und Stefan Kaminski (Waringham). Außerdem Oliver Siebeck, Vera Teltz, Uve Teschner, Elena Wilms, Reinhard Kuhnert, Greta Galisch, Erich Räuker, Robert Frank, Michael Iwannek und viele andere.

Diese ungekürzte Hörspiel-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
ganz viele (siehe oben)

Länge
10 h 15 m

Meine Meinung
Der zweite Teil um den strebsamen Jonah Durham geht genauso spannend weiter, wie der erste Teil endete. Kein Wunder also, dass ich auch diesen bereits beendet habe. Auch hier gibt es wieder aufregende Geschehnisse zu er- und überleben und nicht nur einmal denkt man: Oh oh, das war es nun. Doch Jonah wäre nicht Jonah, wenn ihm nicht zu jedem Problem eine Lösung einfallen würde. Wenn auch nicht immer ohne ein wenig Hilfe von außen. Aber, das ist ja durchaus legitim. Eine Hand wusch ja schließlich damals schon die andere. 

Mir hat der zweite Teil ebenso gut gefallen, wie der erste. Er ist spannend, kurzweilig und voller Wendungen. Somit fällt es mir nicht schwer, auch der Fortsetzung die volle Punktzahl zu geben. Und da die Sprecher ja wieder die gleichen wie im ersten Teil sind, bekommen sie natürlich auch 5 Pingus.

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Rebecca Gablé – Hiobs Brüder

Hiobs BrüderBeschreibung
England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon hat die Fallsucht. Edmund hält sich für einen toten Märtyrerkönig. Regy ist ein Mörder und so gefährlich, dass er an einer Kette gehalten werden muss. Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren.

Ausgerechnet Letzterem fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Er bringt die kleine Schar zurück in die „wirkliche“ Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht…

Rebecca Gablé schildert in „Hiobs Brüder“ große Emotionen und bewegende Schicksale vor historischer Kulisse. In der Hörbuchfassung wird das vom Bürgerkrieg geplagte mittelalterliche England durch die Lesung von Detlef Bierstedt wieder lebendig.

Wie kann man ohne Gedächtnis und mit Behinderung in einer Zeit voll Hunger, Not und Rechtlosigkeit überleben? „Hiobs Brüder“ erzählt von einer Gruppe, die ihren Weg in einer Welt sucht, die nicht für sie gemacht ist.

Detlef Biersted, bekannt als die deutsche Synchronstimme von George Clooney, ist die ideale Besetzung für dieses Hörbuch, da es ihm gelingt allen Charakteren einen hohen Wiedererkennungswert zu geben. Es zieht Sie direkt ins Geschehen, nicht zuletzt durch den Einsatz von Hintergrundgeräuschen wie Regen, Schlachtenlärm und mittelalterlicher Musik.

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
14 h 41 m

Meine Meinung
Mit den Hiobs Brüdern habe ich mich echt schwer getan. Die Geschichte um die Protagonisten, die nicht so recht in die Welt passen in der sie leben, ist zwar durchweg interessant, manchmal auch spannend, aber trotzdem wollte bei mir der Funke nicht so recht überspringen. So kam es, dass ich immer wieder andere Hörbücher dazwischen schob, da ich kurzzeitig wieder das Interesse verloren hatte. Aber so ganz ließ mich die Geschichte dann doch nicht los, denn Stück für Stück hörte ich doch immer weiter. Heute habe ich es nun endlich beendet.

Insgesamt gesehen bin ich froh, dass ich es mir zu Ende angehört habe. Denn im Großen und Ganzen ist die Story gut. Doch so originell wie sie anfing, ging sie leider nicht weiter. Irgendwann wurde sie zu einer der „üblichen“ historischen englischen Geschichten, in der es um Macht, Besitz- und Reichtum geht. Trotz der ab und an eingestreuten außergewöhnlichen Episoden, blieb sie im weiteren Verlauf für meinen Geschmack einfach ein wenig blass.

Vermutlich muss man ein eingefleischter Gablé-Fan sein, um in völlige Begeisterung hierfür zu fallen. Detlef Bierstedt hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich immer wieder ein Stück weiter hörte. Denn er machte einen wirklich guten Job.

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Weitere Informationen
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Liv Winterberg – Der Klang der Lüge

Der Klang der LügeBeschreibung
Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt.

Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine „ketzerische“ Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 51 Minuten

Meine Meinung
Von Liv Winterberg habe ich bisher das Hörbuch „Vom andere Ende der Welt“ gehört. Dieses hatte mir sehr gut gefallen. Somit fiel die Entscheidung leicht, als ich „Der Klang der Lüge“ bei Audible entdeckte.

Wie auch schon in „Vom anderen Ende der Welt“ haben wir es auch in dieser Geschichte mit einer starken Frau zu tun, die sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Völlig ausgehungert kommt sie mit ihren ehemaligen 2 Herren (sie arbeitete bei ihnen als Magd) in dem Dorf Pamiers an. Dort werden die drei herzlich aufgenommen und Alissende bekommt auch gleich eine Arbeit, da die alte Magd die ganze Arbeit alleine nicht mehr so recht schafft.

Alissende sind Relgionen völlig egal. Ihr sind die Menschen wichtiger, als ihre religiösen Ansichten. Somit stört es sie auch nicht, dass sie hier in einem Dorf gelandet ist, das religiös gesehen dem Bischoff leider missfällt. Alisende will einfach nur glücklich sein, ihre Arbeit machen und das besondere i-Tüpfelchen für sie ist natürlich Simon der Hirte, in den sie sich auf Anhieb verliebt hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie bemerkt, dass Simon die gleichen Gefühle für sie hegt. Ein Groschenroman würde hier wahrscheinlich sein Ende finden. Doch damit haben wir es hier ja ein Glück nicht zu tun.

Der Bischoff hat sich in den Kopf gesetzt, das Böse in dem Dorf auszumerzen. Somit verhört er einige wenige Leute und verspricht ihnen dafür das, was sie sich schon immer gewünscht haben. Der Bischoff ist eben ein guter Menschenkenner und ist auch äußerst gut über die Lebensumstände der Befragten informiert. Es ist für ihn also ein Leichtes, an die Informationen zu kommen, die er haben möchte. Da konnten sich die Befragten noch so sehr vornehmen, dass sie nur dies oder das erzählen und niemals jemanden verraten würden. Doch durch die vielen Bruchstücke kann sich der Bischoff sehr wohl ein Bild machen und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Die Folgen sind furchtbar. Alle Erwachsenen aus dem Dorf werden eingekerkert, manchen droht die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

Durch die Hilfe des halbwüchsigen und sehr cleveren Paul gelingt Alissende die Flucht, als die Männer des Bischoffs das Dorf stürmen. So bleibt Alissende alleine mit einer Horde von Kindern zurück, deren Eltern allesamt mitgenommen wurden. Alissende wollte zwar eigentlich nur ein schönes Leben führen, doch nun kann und will sie sich nicht mehr aus allem heraushalten. Nun muss sie Farbe bekennen und ihr Bestes geben, damit alle überleben können. Und sie wächst schier über sich selbst hinaus…

Auch „Der Klang der Lüge“ hat mich wieder bestens unterhalten. Die Protagonisten waren gut beschrieben und glaubhaft dargestellt, die Erzählweise sehr flüssig und die Story insgesamt interessant. Doch so ein kleines Tüpfelchen von Leidenschaft hat mir trotzdem gefehlt. Das hatte mir bei „Vom anderen Ende der Welt“ besser gefallen.

Doch nichtsdestotrotz ist „Der Klang der Lüge“ wieder eine sehr schöne Geschichte, bei der die Zeit im Nu vergeht und bei der man keine Minute Langeweile hat. Liv Winterberg versteht es einfach sehr gut, Geschichten mit historischem Hintergrund spannend zu erzählen.

Dieses Hörbuch wurde wieder von Gabriele Blum gesprochen. Und auch hier hat sie mir sehr gut gefallen.

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Weitere Informationen
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Helen Bryan – Das Zeichen der Schwalbe

Das Zeichen der SchwalbeBeschreibung
Menina überlebt als Kleinkind einen verheerenden Wirbelsturm, der über die südamerikanische Pazifikküste hinweggefegt ist. Ihr einziger Besitz: eine Medaille mit einer Schwalbe. Das kleine Waisenmädchen wird von einer amerikanischen Familie adoptiert. Menina wächst zu einer schönen und intelligenten jungen Frau heran. Sie blickt einer glänzenden Zukunft entgegen, als ein weiteres traumatisches Ereignis all ihre Träume zunichte macht.

Menina flieht nach Spanien; dort vergräbt sie sich in Nachforschungen für eine Collegearbeit und versucht so, ihr Unglück zu vergessen. Das Thema ihrer Arbeit: Ein Künstler aus dem 16. Jahrhundert, der seine Werke mit dem Bild einer Schwalbe signiert – mit eben jenem Bild, das auch auf Meninas Medaille zu sehen ist. Plötzlich findet sich Menina in einem abgelegenen spanischen Kloster wieder und kommt der Legende von fünf Waisenmädchen auf die Spur, die der Spanischen Inquisition entkommen und in die Neue Welt fliehen konnten. Stellt Meninas Medaille eine Verbindung zu ihnen oder zu ihrer eigenen Vergangenheit dar? Hat der Zufall sie in dieses Kloster geführt – oder das Schicksal…

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
15 h 50 m

Meine Meinung
Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen im 16. Jahrhundert, als die Inquisition in Spanien tobte und zum anderen in der Gegenwart. Anfangs sind die Wechsel zwischen den Zeiten ausgeglichen und ich fand das sehr abwechslungsreich. Doch dann verliert sich dieser Rhythmus zwischen den Zeiten. Plötzlich werden sehr lange Passagen aus der Vergangenheit erzählt, viele Einzelschicksale werden durchleuchtet und ausführlich beschrieben – hier hatte ich dann kurzzeitig fast vergessen, dass es ja auch noch die Story aus der Gegenwart gibt. Dann wurde kurz in die Gegenwart geschwenkt, stimmt, da war ja noch was, dachte ich dann.

Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Autorin ein wenig die Lust verloren hatte. Denn einige der vielen, vielen Handlungsstränge blieben offen, wurden überhaupt nicht mehr aufgegriffen und einiges, was einer ausführlicheren Erklärung bedurft hätte, wurde zu einem abrupten Ende kurz zusammengefasst. Das fand ich sehr schade.

Aber nichtsdestotrotz ist „Das Zeichen der Schwalbe“ ein sehr interessanter Roman, der mich über die meiste Zeit gut unterhalten hatte. Durch die vielen geschilderten Einzelschicksale war die Story stets abwechslungsreich.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir gut gefallen, wenn auch ihre Stimme ab und an  etwas „gequetscht“ klang.

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Rebecca Gablé – Die Hüter der Rose (Waringham-Saga 2)

Waringham 2Beschreibung
England 1413: Als der 13-jährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade 8 Monate alt.

„Die Hüter der Rose“ ist der zweite Band der Waringham-Saga von Rebecca Gablé.

Sprecher
Martin May

Länge
13 h 02 m

Meine Meinung
Der zweite Teil der Waringham-Saga hat mir noch einen Tick besser als der 1. Teil gefallen. Da passierte zwar auch schon sehr viel und es war spannend, aber im 2. Teil gibt es meiner Meinung nach noch mehr Action. So hatten wir es hier mit einer wahnsinnig gut beschriebenen Kriegsszene zu tun – Mann gegen Mann. Da blieb mir fast das Herz stehen. „Blutrausch“ im wahrsten Sinne des Wortes. Dann gab es noch eine Kindesentführung inkl. (vorgetäuschter) Folterung, einen Brautraub gab es auch. Und natürlich wieder jede Menge Intrigen und Erpressungen. Klar, durfte auch Jeanne d’Arc nicht fehlen. Ach ja, und ein kleines Kind als König mit vielen Beratern. Das war sehr interessant.

Kurzum, kurzweilige 13 Stunden garantiert auch der 2. Teil der Waringham-Saga. …und der 3. Teil wartet schon darauf, von mir gehört zu werden.

Martin May hat mich auch in dieser Folge wieder sehr begeistert und mir mit seiner tollen Darbietung die ohnehin schon sehr interessante Geschichte noch versüßt.

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Siehe auch:

 

Rebecca Gablé – Das Lächeln der Fortuna (Waringham-Saga 1)

Das Lächeln derBeschreibung
England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, verdingt sich der zwölfjährige Robin als Stallknecht auf dem einstigen Gut seiner Familie. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin. Zwischen ihnen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn zurück in die Welt von Hof und Adel – an die Seite des charismatischen Duke of Lancaster führt. Doch plötzlich steht Robin wieder seinem alten Todfeind gegenüber…

„Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Band der Waringham-Saga von Rebecca Gablé.

Die Autorin: 
Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman Jagdfieber wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane „Quo Vadis“ an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform.

Sprecher
Martin May

Länge
12 h 27 m

Meine Meinung
In meiner Twitter-Timeline las ich hier einen begeisterten Tweet von der Waringham-Saga, dann dort, dann wurden es immer mehr und meine Neugierde war geweckt. Ich schaute nach, was es denn mit der Waringham-Saga auf sich hat. Und ich gestehe, ich war nicht schlecht erstaunt, dass die Saga von Rebecca Gablé geschrieben wurde. Bis dato dachte ich, dass Gablé fast ausschließlich Fantasie schreibt. Keine Ahnung, wie ich darauf kam – aber deshalb schaute ich mir ihre Bücher nie genauer an. (Bis auf „Von Ratlosen und Löwenherzen„, welches ich empfohlen bekam.)

Schnell war der Entschluss gefasst, mir das Hörbuch zu laden. Und was soll ich sagen, es hat mir richtig gut gefallen. Es ist zwar sehr gekürzt, aber das fand ich ausnahmsweise mal ok. Denn so ereigneten sich die Dinge sehr rasch aufeinander und die Zeit verging wie im Flug. Natürlich waren dadurch aber auch die Beschreibungen recht knapp bzw. auf das Minimum reduziert – aber trotzdem hatte ich jederzeit eine gute Vorstellung der Orte und Protagonisten.

Das Lächeln der Fortuna ist eine spannende historische Geschichte mit vielen Ungerechtigkeiten, Intrigen und auch Kämpfen/Kriegen. Es passiert ständig etwas und man kann sehr leicht erkennen, wer zu welcher Kategorie gehört. Die Guten sind richtig gut, die Bösen sind richtig böse. Hach, manchmal liebe ich solch eine Schwarz-/Weiß-Malerei ohne Grauzonen. Es ist nicht kompliziert zuzuhören und ist doch eine gute Unterhaltung.

Untermalen wurden viele Szenen mit Musik, die natürlich an Rittertum etc. erinnert. Das fand ich zwar einerseits recht passend, jedoch wäre mir eine Musikeinspielung zum Beispiel nur zu Beginn eines Kapitels lieber gewesen. Denn so hatte man oft Text und Musik zusammen. Und, wie schon oft erwähnt, haben meine Ohren damit so ihre Probleme.

Martin May als Sprecher war mir zwar nicht gänzlich unbekannt, aber ich hatte ihn nicht als richtig guten Sprecher in meinen Hirnwindungen abgespeichert. Dies hat sich nach diesem Hörbuch geändert. Er hat seine Sache hier richtig gut gemacht.

Insgesamt hat mir der 1. Teil der Waringham-Saga so gut gefallen, dass ich mir bereits den 2. Teil auf meinen iPod geladen habe.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Rebecca Gablé – Das Lächeln der Fortuna

Siehe auch: