Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Beschreibung
Das Finale der Kain-Trilogie

Durch puren Zufall erfährt das FBI am 3. März um 19 Uhr abends von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane, die amerikanische Präsidentin. Um 20.30 Uhr wissen fünf Personen alle Details – eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mike Andrews bleibt übrig. Er hat genau sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen, denn der unbekannte Täter scheint aus den eigenen Reihen zu kommen. Und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
7 h 34 m

Meine Meinung
Beim dritten und somit letzten Teil der Trilogie hat Jeffrey Archer wieder mehr Einfallsreichtum bewiesen. „Kains Erbe“ ist äußerst kurzweilig und sehr rasant geschrieben. Allerdings könnte dies auch eine x-beliebige Agentenstory sein, völlig losgelöst von dieser Trilogie. Denn außer dass es um Florentyna Kain geht, auf die ein Mordanschlag geplant ist, hat die Story reichlich wenig mit Kain und Abel zu tun. Denn Florentyna kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Eigentlich hat sie nur jeweils einen kleinen Part am Anfang und am Ende der Story.

Die Thematik der Story – nämlich die Änderung des Waffengesetzes in den USA – ist natürlich hochbrisant und somit sehr interessant. Die Ausarbeitung, wie die Verabschiedung des neuen Gesetzes verhindert werden soll, ist einfallsreich, detailliert und sehr menschlich beschrieben. Ich fieberte jedenfalls jede Minute mit dem Agenten Mike Andrews mit.

Richard Barenberg fand ich – wie immer – spitzenmäßig als Sprecher.

Jetzt habe ich lange überlegt, wie ich diesen dritten Teil nun bewerten soll. Soll ich einen Punkt abziehen, da es so wenig mit der Trilogie zu tun hat? Oder soll ich das einfach als gegeben hinnehmen und mich über die wirklich sehr kurzweilige und unterhaltsame Story freuen? Ich entschied mich für letzteres. Denn ich wurde über die gesamte Zeit sehr gut unterhalten. Mir hat es gefallen.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

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Karen Hamilton – Perfect Girlfriend: Du weißt, du liebst mich

Beschreibung
Sie ist die perfekte Freundin. Sie würde alles für dich tun… Du kannst ihr nicht entkommen.

Juliette Price weiß genau, was sie will und wen sie will. Um ihrem Freund Nate nahe zu sein, wird sie Flugbegleiterin bei der Airline, für die er als Pilot arbeitet. Sie sind füreinander bestimmt, da ist Juliette sich absolut sicher. Dass Nate vor ein paar Monaten mit ihr Schluss gemacht hat, bedeutet nichts. Denn Juliette hat einen Plan, wie sie ihn zurückgewinnen wird. Sie ist die perfekte Freundin, und sie wird ihm zeigen, wie sehr er sie in seinem tiefsten Inneren noch liebt – und wenn er sie dafür erst einmal fürchten lernen muss…

Fragil und doch abgrundtief böse gelesen von Nora Waldstätten.

Sprecher
Nora Waldstätten

Länge
12 h 06 m

Meine Meinung
Poh, dieses Hörbuch hat mir wirklich einige graue Haar beschert. Fand ich den Plot anfangs ja noch richtig gut und wirklich spannend aufgebaut, so wird er etwas vor der Hälfte echt – hm, wie soll ich sagen  – bescheuert! Da plant  sie und plant, man denkt, heijah, wenn man sich die Blöße geben will, derart einem Mann nachzurennen – bitte, und dann – Peng – an einem Abend macht sie alles kaputt. Aber nicht so, dass es ein Versehen gewesen wäre. Nein, das war wirklich von der Autorin so gewollt!

Das war der Moment, an dem ich das Hörbuch abbrechen wollte. Hätte ich mal besser getan. Aber nein, meine Neugierde war natürlich größer und ich hörte weiter. Doch anschließend habe ich mich eigentlich nur noch aufgeregt. Eine Frau mit einem kompletten Sockenschuss und ein Mann wie ein Waschlappen. Machtspielchen, eins nach dem anderen… hach, es war einfach nur noch ein Dilemma, diesem Drama zuzuhören. Doch ich hörte weiter, ich wollte unbedingt wissen, wie es denn nun ausgeht. Und ja, auch hier wurde ich wieder bitter enttäuscht.

Nein, also trotz der wirklich sehr guten Leistung von Nora Waldstätten, die ich bisher übrigens noch gar nicht als Sprecherin kannte, hat mich diese Story einfach nur enttäuscht und genervt.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Karen Hamilton – Perfect Girlfriend

Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Beschreibung
New York in den achtziger Jahren: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. In der Schule eher eine Außenseiterin und von ihrer älteren Schwester konsequent ignoriert, fühlt sich June nur in Finns Gesellschaft wirklich wohl. Als Finn viel zu jung an einer mysteriösen Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen.

Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, der sich im Hintergrund des Geschehens hält, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die wunderschöne Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wie sich herausstellt, ist June nicht die Einzige, die am Verlust Finns zu zerbrechen droht. Zunächst ist June misstrauisch, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Toby und ihr eine zarte Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jodie Ahlborn

Länge
13 h 15 m

Meine Meinung
Ich muss zugeben, anfangs tat ich mich mit der Geschichte ziemlich schwer. Zu groß erschien mir das nicht enden wollende Leiden der Protagonistin. Ihre Schwester tat ihr übriges dazu, dass ich wirklich nur schwer in diese düstere und letztendlich doch bezaubernde Geschichte hineinfand. Doch als sie mich endlich gepackt hatte, wollte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Die Story spielt in der Zeit, als Aids als Krankheit noch völlig neu war. Keiner wusste so recht, wie man damit und besonders mit den infizierten Menschen umgehen sollte/musste/konnte. Zu groß war die Angst, sich selbst anzustecken. Und natürlich gab es auch entsprechende Vorurteile gegenüber den Betroffenen. Den nicht mehr ganz so jungen Lesern wird dies sicherlich auch noch gut in Erinnerung sein.

Dies alles wurde hier sehr detailliert dargestellt, die Personen wurden ebenfalls sehr klar und deutlich beschrieben. Entweder man liebte sie oder man hasste sie, dazwischen gab es nur wenige Personen.

Toll fand ich die Beschreibungen des Bildes und wie es sich nach und nach durch verschiedene Hände mal mehr mal weniger künstlerisch veränderte. Ganz witzig fand ich auch die Szene mit dem Flohzirkus. Da musste ich schon sehr grinsen.

Insgesamt ist „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ eine sehr interessante, sehr düstere aber doch toll erzählte Geschichte, die sich besonders sprachlich in den Vordergrund rückt. Mir war sie insgesamt einen Tick zu traurig in ihrer Gesamtheit. Aber lohnenswert ist diese Geschichte allemal. Denn sie gibt auch gute Impulse, um über das seltsame und manchmal gemeine Verhalten anderer einfach mal anders nachzudenken, einfach einmal die Perspektive zu wechseln. Oft kommen dann überraschende Erkenntnisse ans Licht.

Jodie Ahlborn hat mir in ihrer Rolle als Protagonistin auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Ian McGuire – Nordwasser

Beschreibung
Henry Drax kennt kein Gewissen. Er ist Harpunierer auf der Volunteer, einem Walfangschiff, das von England Kurs auf die arktischen Gewässer der Baffinbucht nimmt. Ebenfalls an Bord ist Patrick Sumner, ein Arzt von zweifelhaftem Ruf, der glaubt, schon alles gesehen zu haben – nicht ahnend, dass seine größte Prüfung noch bevorsteht, nachdem er Drax einer ungeheuerlichen Tat überführt hat. Während sich der Konflikt zwischen den beiden Männern zuspitzt, wird auch der eigentliche Sinn der verhängnisvollen Expedition zunehmend klar…

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
9 h 43 m

Meine Meinung
Dieses HB ist gleichzeitig irgendwie abstoßend und doch auch enorm anziehend! Die Zeit, in der es spielt, war sicherlich nicht allzu pingelig – unter den harten Männern der Walfangschiffe ging es natürlich dementsprechend derb zu. Es mangelt hier nicht an derben Begriffen und üblen Beschimpfungen. Und doch zieht einem die Geschichte derart in seinen Bann, dass man kaum aufhören kann zu hören. Denn der Plot ist äußerst interessant.

Abgesehen von den qualvollen Walfangmethoden geht es hier hauptsächlich um einen Versicherungsbetrug. Keine Bange, ich habe damit jetzt nicht gespoilert, denn dies wird schon sehr früh in der Story mitgeteilt. Nach und nach merken die Männer, dass ihr Kapitän nicht sonderlich viel Wert auf ihr Überleben legt. Als dann durch den Arzt ein übles Verbrechen ans Licht kommt, eskaliert die Sache und es wird zunehmend ein immer härterer Kampf ums Überleben.

Wolfram Koch als Sprecher fand ich klasse! Generell finde ich ihn als Hörbuchsprecher erste Sahne und freue mich immer, wenn er als Sprecher in einer Geschichte eingesetzt wurde.

Weitere Informationen
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François Lelord – Hector und die Kunst der Zuversicht

Beschreibung
In Hectors Leben gibt es gerade nicht so viele gute Tage. Er zweifelt an seinem Leben, und auch die Zukunft scheint nicht besonders rosig. Als dann noch seine Frau Clara durchblicken lässt, dass sie Zweifel an ihrer Beziehung hat, weiß Hector: Er muss etwas tun. Nur was? Er beschließt, seine alten Freunde aus aller Welt um Rat zu fragen. Zusammen mit der jungen Journalistin Géraldine bricht er auf und merkt schnell, dass er zumindest anderen Menschen dabei helfen kann, optimistisch zu sein.

Das perfekte Thema für ein Buch, meint Géraldine, und wer könnte besser darüber schreiben als Hector? Hector nimmt die Aufgabe an und erkennt: Optimismus kann man lernen! Auch er selbst?

„Hector und die Kunst der Zuversicht“ erzählt von einer philosophischen Reise zu der Quelle des Glücks.

Sprecher
Augut Zirner

Länge
6 h 28 m

Meine Meinung
Hector kommt wieder in gewohnter, mittlerweile lieb gewonnenen Manier daher. Allerdings ist er dieses Mal selbst von Zweifeln und Ängsten geplagt.

In diesem Hörbuch geht es um rosa Brillen und um dunkle Brillen. Und über dieses Thema schreibt er zusammen mit Géraldine ein Buch. Wie er zu all seinen verschiedenen rosa Brillen kommt (ja, davon gibt es durchaus mehrere), erzählt Hector wieder in verschiedenen Episoden aus seinen Gesprächen mit seinen Freunden auf Reisen und aus der Erkenntnis seiner eigenen Beziehung.

August Zirner gehört natürlich zu Hector (bzw. François Lelord) wie David Nathan zu Stephen King. Daher volle Punktzahl auch für den Sprecher.

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Siehe auch: 

Andy Weir – Artemis

Beschreibung
Der neue Roman vom Autor des Weltbestsellers „Der Marsianer“.

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht als das Schicksal von Artemis selbst.

Eine Idealbesetzung – Gabrielle Pietermann leiht der toughen Heldin ihre Stimme.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabrielle Pietermann, Marius Clarén

Länge
10 h 06 m

Meine Meinung
Mit dieser Geschichte entführt uns Andy Weir dieses Mal nicht auf den Mars, dieses Mal geht die Reise auf den Mond. Dort hat sich mittlerweile eine Kolonie von 2000 Menschen eine Existenz aufgebaut. Diese Kolonie existiert bereits so lange, dass die 25-jährige Protagonistin bereits auf dem Mond geboren wurde und noch nie auf der Erde war.

Die Protagonistin ist eine erfolgreiche Schmugglerin, die eigentlich verbotene Waren von der Erde beschafft. Doch sie ist natürlich auch pflichtbewusst. So würde sie niemals Waffen o. ä. schmuggeln.

Als sie sich aufgrund eines reizvollen „Gehalts“ auf eine sehr gefährliche Mission begibt, gerät das unbedingt notwendige Gleichgewicht auf dem Mond aus den Fugen.

Leider ging mir persönlich die Protagonistin mit ihrer sehr eigenen Art ziemlich auf den Keks. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Einzig ihre Briefwechsel mit dem auf der Erde wohnenden jungen Mann fand ich sehr nett.

Doch ich denke, das ist Geschmackssache, ob man die Protagonistin nun mag oder nicht. Davon mal ganz abgesehen ist die Geschichte wirklich wieder sehr interessant, wenn sie mich auch nicht ganz so fesseln konnte, wie damals der Marsianer. Doch das ist sicherlich auch schwer zu toppen.

Den Sprecher, der leider nur sehr selten zum Einsatz kam, fand ich sehr gut, die Sprecherin hingegen, die den größten Part dieser Geschichte erzählt, klang in meinen Ohren leicht verschnupft, was ich nicht so gut leiden mag bei einem Hörbuch.

Insgesamt ist „Artemis“ ein wieder durchaus gelungenes Werk aus der Feder von Andy Weir, wenn es auch meiner Meinung nach an den „Marsianer“ nicht heranreicht.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Eva Almstädt – Ostseerache (Pia Korittki 13)

Beschreibung
In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Anne Moll

Länge
10 h 40 m

Meine Meinung
Hier habe ich viel zu lange mit meiner Rezension gewartet. Ich kapituliere, was eine einigermaßen fundierte Rezension betrifft.

Meine notierte Bewertung lautet jedoch:

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Siehe auch: 

Jeffrey Archer – Abels Tochter (Kain und Abel 2)

Beschreibung
Zwei Leben – ein Schicksal

Der Gigantenkampf zwischen Abel Rosnovski und seinem Feind William Lowell Kane, den Jeffrey Archer in „Kain und Abel“ schilderte, setzt sich in der nächsten Generation fort. Florentyna, die Tochter Abels, des legendären „Chicago-Barons“, ist bildschön, hochbegabt, ehrgeizig und die Erbin einer der größten Hotelketten der Welt. Wie ihr Vater geht sie ihren eigenen Weg mit eisernem Willen. Abel liebt sie abgöttisch, und sie vergöttert ihn – aber Florentyna begeht eine Todsünde: sie liebt und heiratet den Sohn seines Todfeindes.

Wunderbar atmosphärisch gelesen von Richard Barenberg!

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
13 h 38 m

Meine Meinung
Den zweiten Teil der Trilogie fand ich bei weitem nicht so gut, wie den ersten Teil. Denn in der ersten Hälfte wird eigentlich komplett Teil 1 nacherzählt, viel Neues erfährt man hier leider nicht. Es wird zwar aus anderen Perspektiven erzählt, doch die Handlung bleibt natürlich dieselbe.

Im zweiten Teil dann wird es spannender, denn hier geht die Geschichte dann eigentlich erst richtig weiter. Florentyna steigt in die Politik ein. Ein spannender Wahlkampf wird einem hier präsentiert, der sich natürlich über die komplette 2. Hälfte des Hörbuches hinzieht. Denn amerikanische Wahlkämpfe ziehen sich ja für gewöhnlich sehr lange hin. Es ist zwar nicht langweilig geschrieben, doch es ist eben wieder ein Wahlkampf, wie man ihn ja nun schon zu genüge in der Clifton-Saga erleben durfte. Nur findet dieser Wahlkampf dieses Mal nicht in Großritannien, sondern in den USA statt.

Im Nachhinein gesehen muss ich leider sagen, dass die Fortsetzung von Kain und Abel lange nicht so gut ist, wie  Teil 1. Hier hatte Jeffrey Archer wirklich etwas zu erzählen. Ich habe das Buch vor zig Jahren gelesen und fand es damals schon klasse. Dass es eine Fortsetzung davon gab, war mir damals nicht bekannt. So könnte man mutmaßen, ob denn hier auf Teufel komm raus eine Trilogie daraus gemacht werden sollte, um an den Erfolg der Clifton-Saga anzuknüpfen. Nun. Das weiß ich natürlich nicht, aber es kommt mir eben so vor. Denn neue Ideen bietet dieser 2. Teil nicht. Und ich bin mir auch sicher, dass ich nach Beendigung der Trilogie sicherlich so schnell kein Buch von Jeffrey Archer mehr anrühren werde. Es ist Schema F, das zwar beim ersten Mal (Clifton-Saga) prima funktioniert und auch wirklich spannend ist, beim zweiten Mal aber einfach schon abgedroschen ist und langweilig wird.

Doch natürlich will ich mir auch den letzten Teil der Trilogie anhören. Denn wie sich Florentyna in ihrer neuen Aufgabe schlagen wird, will ich selbstverständlich trotzdem wissen. Ich hoffe nur, dass uns Jeffrey Archer im dritten Teil mehr Einfallsreichtum präsentiert, als in diesem leider schwachen zweiten Teil.

Richard Barenberg hingegen war auch hier wieder ganz hervorragend in seiner Leistung.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Abels Tochter (Kain und Abel 2)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

 

Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Beschreibung
Was Tiere denken.

Delfine rufen sich beim Namen, und Orcas leben in einer über 700.000 Jahre alten Kultur. Entenküken bestehen komplizierte Tests zum abstrakten Denken, und Schnecken drehen freiwillig Fitnessrunden im Hamsterrad. Hunde bestrafen Unehrlichkeit, doch können vergeben, wenn man sich entschuldigt. Spinnen treffen ihre Berufswahl auf Grundlage ihrer Persönlichkeit und individueller Vorlieben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
10 h 45 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch wird jedem gefallen, der Tiere liebt und sich dafür interessiert, wozu Tiere wirklich in der Lage sind. Ich fand das äußerst interessant. Vor allem, weil hier einmal auch von ganz anderen Tieren berichtet wird, als den üblichen „Kandidaten“. Natürlich sind diese aber auch dabei. So berichtet Karsten Brensing z. B. von Raben, die in Japan die Gunst der roten Ampeln ausnutzen, um sich ihre Nüsse knacken zu lassen, ohne dabei in Lebensgefahr zu geraten. Oder auch von Orcas, die lieber aussterben, als die Regeln ihrer uralten Kultur zu brechen.

Sehr amüsant fand ich die Beschreibung von Bären, die in Kamschatka Kerosin schnüffeln. Die Kersosin-Fässer liegen dort ungesichert für die Hubschrauber bereit, da die Landschaft einfach riesengroß ist und sie Nachschub brauchen. Die Bären sind ganz begeistert von diesem wahrhaft betörenden Geruch.

Auch widerlegt er die These, dass Delfine allzu gerne mit Menschen schwimmen würden. Vielmehr können sie den Menschen einfach kaum entkommen, wenn sie in einem kleinen Becken eingesperrt sind. Ach und wenn ich schon bei den Delfinen bin, dann gibt es hier durchaus auch Rabaukengangs, die gezielt ein Weibchen entführen, um es dann tagelang zu vergewaltigen.

Ich könnte hier noch zig weitere Beispiele geben, doch das will ich mir sparen. Hör dir dieses faszinierende Hörbuch lieber selbst an, um aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen.

Richard Barenberg als Sprecher fand ich wieder einmal sehr passend. Egal ob er Romane oder Sachbücher spricht, ich mag seine Stimme und seine Art der Interpretation.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es u. a. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Karl Olsberg – Boy in a white room

Beschreibung
Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Björn Beermann

Länge
6 h 38 m

Meine Meinung
Hm, da wacht man auf, befindet sich in einem komplett weißen Raum und weiß nicht, wie man dorthin gekommen ist und warum. Gruselige Vorstellung.  So ergeht es unserem Protagonisten Manuel, der in eben solch einem weißen Raum eingesperrt ist.

Zunächst hat er „nur“ Zugriff auf das Internet. Anhand dessen versucht er herauszufinden, was passiert ist und warum er hier ist. Was ganz zu Beginn etwas schnöde wirkt, entwickelt sich schnell zu einer rasanten Story, der es an überraschenden Wendungen nicht mangelt. Das macht das Ganze natürlich irre spannend und kurzweilig. Und vor allem bleibt es über die ganze Story hinweg sehr rätselhaft, was denn mit ihm wirklich passiert ist.

Sehr interessant hat Olsberg hier auch die Themen Identität und künstliche Intelligenz ausgearbeitet. Wem kann Manuel vertrauen? Auf was kann er sich wirklich verlassen? Was ist echt und was nicht?

Das Ende passt zwar irgendwie, aber mir persönlich hat es nicht so gut gefallen. Ich fand es etwas arg übertrieben, aber wenn man es recht bedenkt, irgendwie auch wieder logisch. Da bin ich mir selbst noch nicht einig 😉

Doch wenn man das Ende mal außer Acht lässt, so fand ich „Boy in a white room“ eine sehr spannende Geschichte, die nicht selten zum Nachdenken anregt.

Björn Beermann als Sprecher fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit zunehmendem Verlauf der Story immer passender.

Weitere Informationen
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Siehe auch: