Andreas Gruber – Todesmal (Sneijder & Nemez 5)

Beschreibung
Der fünfte Fall für Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder.

Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA und kündigt an, in den nächsten sieben Tagen sieben Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sabine Nemez die Frau. Diese schweigt beharrlich – und obwohl sie die Verhörzelle nicht verlässt, gibt es das erste Opfer. Damit ist Sneijders Aufmerksamkeit geweckt. Während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez zu Jägern und Gejagten: Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschenleben nach dem anderen fordert…

Sprecher
Achim Buch

Länge
14 h 19 m

Meine Meinung
Was für eine grandiose Fortsetzung! Maarten S. Sneijder läuft hier echt zur Höchstform auf. Seine Ermittlungsmethoden sind genial, in keiner Weise regelkonform aber ziemlich erfolgreich! Und das auch noch mit Erlaubnis seines Chefs.

Dieser Fall hat es mal wieder in sich. Eine Nonne kommt zum BKA und kündigt 7 Morde an, die in den nächsten 7 Tagen passieren werden. Natürlich wird sie festgesetzt. Und doch passiert der erste Mord. Die Ermittler kommen leider zu spät, um das Opfer noch retten zu können. Dieser Krimi ist ein einziger Wettlauf mit der Zeit. Die Nonne schweigt, gibt nur ganz spärlich ihre Geheimnisse preis, nur mit genialer Kombinationsgabe und Ermittlungsarbeit kommt das Team überhaupt auf die Orte und Zeiten. Das ergibt natürlich ein extrem hohes Tempo mit einem gleichbleibend straff gezogenem Spannungsbogen.

Doch Vorsicht! Die Morde sind grausam. Und sie werden auch grausam beschrieben. Normalerweise danke ich dann ab und höre auf mit dem Hörbuch. Doch bei Sneijder ist das anders. Denn die klasse Story, die super Spannung, das sympathische Team um Sneijder und nicht zuletzt das schreckliche aber glaubwürdige Motiv für die Tat überzeugen mich dann doch davon, hier mal wieder eine Ausnahme zu machen. Belohnt wird  man am Ende mit einem wirklich rundum gelungenen Thriller, der wirklich in keiner Minute auch nur Ansätze von Langeweile aufweisen würde. Im Gegenteil, im habe wirklich jede freie Minute gehört und meine Schlafenszeit kurzerhand verkürzt.

Achim Buch als Sprecher war mal wieder kongenial. Wie er den niederländischen Akzent von Sneijder spricht ist einfach perfekt und macht obendrein auch noch Spaß anzuhören. Doch auch die anderen Personen und nicht zuletzt die gesamte Story hat er einfach wunderbar gesprochen. Auch hier vergebe ich natürlich die volle Punktzahl.

Weitere Informationen
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Sam Feuerbach – Der Dieb und der Söldner (Die Gaukler-Chroniken 1)

Beschreibung
Die neue Mittelalter-Fantasy-Saga von Sam Feuerbach.

Der alte Söldner Brocken gilt als lebende Legende, seitdem er als einziger Streiter die große Schlacht im Nebelmoor überlebt hat. Er verdingt sich bei einem machtgierigen Landherrn und führt dessen Armee auf einen Eroberungszug tief ins Feindesland. Welcher Fluch verleiht dem alten Söldner übermenschliche Kräfte und lässt ihn voller Hass und Rachgier über das Schlachtfeld stürmen?

Der Müllerssohn Raffael verdient seinen Lebensunterhalt mit vielfältigen Gaunereien – stets darauf bedacht, nicht einer Hand oder eines Kopfes verlustig zu werden. Denn nur die Strafen für Diebstahl sind noch härter als das Leben. Eine verhexte Karte, sein treues Pferd Diego und sein handzahmer Regenwurm Borsti begleiten ihn auf seinen Abenteuern.

Verschiedener können Dieb und Söldner kaum sein. Doch beide tragen ein Geheimnis in sich, das zugleich der Grund dafür ist, warum sich ihre Lebenswege in einer schicksalhaften Reise kreuzen.

Sprecher
Robert Frank

Länge
10 h 36 m

>>> Sommerpause <<<
Das heißt: Ich höre zwar weiterhin Hörbücher, doch es gibt keine Rezensionen dazu. Ich werde hier lediglich meine Gesamtbewertung notieren.

Weitere Informationen
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Arto Passilinna – Heißes Blut, kalte Nerven

Beschreibung
Antti Kokkoluoto wird schon bei der Geburt das genaue Todesdatum prophezeit. Am 12. Juli 1990 wird er siebzigjährig sterben – keinen Tag früher, keinen Tag später. Und tatsächlich, Antti gerät immer wieder in höchst lebensbedrohliche Situationen, aber überlebt stets Kanonenhagel, Krankheiten und Naturkatastrophen. Als sich sein Todestag schließlich nähert, hat Antti eine famose Idee. Er will es noch einmal so richtig krachen lassen, er muss die Kosten ja nicht tragen. Aber: Antti stirbt wider Erwarten nicht…

Sprecher
Max Schautzer

Länge
5 h 04 m

Meine Meinung
Hm, ich hatte mir bei diesem Hörbuch ähnlichen Humor wie bei „Der wunderbare Massenselbstmord“ und „Der Mann mit den schönen Füßen“ erhofft. Leider bekam ich hier etwas gänzlich anderes auf die Ohren. Viel zu viel Krieg, zu wenig Geschichte an sich und was ich mir hier erhoffte, nämlich Erzählungen, wie er denn nun aus dem Schuldenschlamassel nach dem riesen großen Fest wieder herauskommen will, wird überhaupt nicht behandelt. Letztendlich ist die Beschreibung oben schon die ganze Geschichte. Eine Überraschung kommt nicht mehr. Denn mit dem obigen letzen Satz endet tatsächlich auch die Geschichte. Nein, so hatte ich mir das nicht erhofft.

Es gibt zwar hier und da durchaus nette Episoden, aber ich schaute bei diesem Hörbuch verdammt oft nach, wieviel ich denn noch hören müsste, bis ich endlich damit durch sein würde. Ein klares Zeichen von Langeweile.

Max Schautzer als Sprecher war zwar nicht schlecht, doch er kam bei weitem nicht an Jürgen von der Lippe heran, der Passilinnas Bücher einfach grandios spricht.

Insgesamt bin ich von diesem Hörbuch leider ziemlich enttäuscht. So dass ich letztendlich auch keine gute Bewertung abgeben kann.

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Klaus Seibel – Das Erbe der ersten Menschheit – Die erste Menschheit 1

Beschreibung
Vor 65 Millionen Jahren stürzte ein großer Meteorit nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatán auf die Erde. Das war das Ende der Dinosaurier und von etwa 90 Prozent allen Lebens. Es war auch das Ende einer Zivilisation, von der wir heute nichts mehr wissen. Aber diese Vor-Menschen haben ihren Nachfolgern ein Erbe hinterlassen: zwölf Container, sicher verborgen auf dem Mond. Der Inhalt: Unschätzbar wertvoll. Jetzt ist es soweit: „Das Erbe der ersten Menschheit“ wird geborgen und die Entdeckungen beginnen. Sind Sie dabei?

Sprecher
Mark Bremer

Länge
5 h 53 m

Meine Meinung
Der zweite Teil der Serie hat mir wieder sehr gut gefallen. Hier werden die auf dem Mond gefundenen Container geborgen und zur Erde gebracht. Nach und nach öffnen sie diese und gehen entsprechend den inneliegenden Anweisungen vor. Wie, fragst du dich nun?

Nun, es wird weder großartig ausschweifend auf die Bergung der Container eingegangen noch darauf, wie man das alles so schnell verstehen und nach Anleitung bauen konnte. Das mag manchem Nerd bitter aufstoßen, ich war dankbar dafür. Denn – mal ehrlich – wer braucht schon diese ausschweifenden technischen Beschreibungen? Mir – und ein Glück dem Autor auch – geht es mehr um die Idee, um die Geschichte an sich. Nicht, wie das technisch oder biologisch überhaupt möglich sein könnte.

Und ja, deshalb finde ich diese Serie einfach klasse. Es fängt mit einer kleinen abgebrochenen Schraube an und endet in diesem Teil mit einem Menschen, der vor 65 Millionen Jahren zusammen mit den Dinosauriern die Erde bewohnte. Und unsere Heldin aus Teil 1 hat eine ganz besondere Beziehung zu diesem Menschen, dieser Frau. Doch dies wird in Teil 3 genauer und ausführlicher beschrieben.

Mark Bremer war wieder klasse. Er passt sehr gut zu dieser Serie.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

 

Klaus Seibel – Krieg um den Mond – Die erste Menschheit 0

Beschreibung
Ein Rover der NASA macht eine Entdeckung: Auf der Mondoberfläche liegt eine abgebrochene Schraube. Das Problem: Sie stammt von der Erde, aber – sie ist 65 Millionen Jahre alt. Die NASA möchte die Entdeckung um jeden Preis geheimhalten, aber Anne Winkler, eine Mitarbeiterin der ESA, deckt das Geheimnis auf und setzt dadurch Ereignisse in Gang, die die ganze Welt durcheinanderwirbeln. Gegen alle Widerstände gelangt sie tatsächlich auf den Mond. Was sie dort findet, ist phantastischer als alles, was die Menschen vorher vermutet haben.

Sprecher
Mark Bremer

Länge
12 h 20 m

Meine Meinung
Klasse! Diese Idee fand ich einfach richtig gut.

Ein Rover der NASA filmt per Zufall eine herumliegende Schraube auf dem Mond. Bitte wie? Eine Schraube auf dem Mond? Wie kommt die denn da hin? Doch noch rätselhafter, sie ist nicht wie heutige Schrauben geformt. Was ist das für eine Schraube? Die NASA will diese Entdeckung auf jeden Fall verheimlichen, doch die junge und sehr ehrgeizige Anne Winkler bei der ESA weiß genau, was sie gesehen hat. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wird ihr endlich geglaubt. Ihre Verbündeten finden sich aber nicht in den USA, nein, Russland ist an diesem Fund durchaus sehr interessiert… Zwist und Streitigkeiten sind dann natürlich vorprogrammiert.

Was bei einer darauffolgenden Mondmission entdeckt wird, ist wirklich erstaunlich.

Die Story hat mir sehr gut gefallen. Der Stil ist vielleicht noch nicht ganz ausgereift, manche Stellen kamen mir etwas bemüht, etwas lehrbuchartig vor. Aber man spürt in jedem Satz, dass Klaus Seibel seine Geschichte mit großer Leidenschaft erzählt. Und so konnte ich getrost über manche stilistische Schwäche hinwegsehen. Denn spannend ist es durchweg. Und es macht wirklich Spaß zuzuhören, wie sich Anne Winkler von der etwas blauäuigen Praktikantin zu einer echten Persönlichkeit entwickelt. (Was auch in den Folgebänden weiter bewiesen wird.)

Mark Bremer hat mir sehr gut für diese Story gefallen. Er hat eine angenehme Stimme und Art, die Texte zu sprechen.

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Siehe auch:

Dolores Redondo – Alles was ich dir geben will

Beschreibung
Wie weit geht eine Familie, um ihr Ansehen zu retten?

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Die dortige Polizei ist auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Manuel muss feststellen, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardia Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Die führen ihn in eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, die für ihr Ansehen über Leichen geht.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
18 h 11 m

Meine Meinung
Dieser Krimi findet sich in der Rubrik Krimi wieder. Ja, es ist wohl ein Krimi, allerdings bekommt man hier sehr viel Story und wenig Krimi. Was aber nicht negativ gemeint ist. Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal etwas arg langsam voran geht. Doch man soll sich für ein Buch ja bekanntlich Zeit lassen. So what.
Die Tatsachen, die immer  – wie soll ich sagen – „erstaunlicher“ wurden, zeigten sich nur langsam bis man am Ende das gesamte Puzzle zusammensetzen konnte. Und das Ergebnis hätte ich am Anfang nie und nimmer vermutet.
Die Beschreibung der Personen hat mir sehr gut gefallen. Sie waren etwas anders als in den meisten Krimis. Was aber vielleicht auch an ihrer Nationalität lag. Ich fand sie jedenfalls sehr glaubwürdig dargestellt, da ihre Reaktionen sehr menschlich und meist nachvollziehbar waren.
Matthias Koeberlin als Sprecher fand ich für diese Story passend. Er ist ja eher der zurückhaltende Sprechertyp, was hier genau richtig war.

Weitere Informationen
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Stefan Ahnhem, Katrin Frey – 10 Stunden tot (Ein Fabian-Risk-Krimi 4)

Beschreibung
Der neue Bestseller von Stefan Ahnhem – nordisch, spannend, realitätsnah.

Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel.  Helsingborg ist nicht mehr der idyllische Ort an der schwedischen Küste, der er mal war.

Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur.

Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?

Sprecher
David Nathan

Länge
13  h 59 m

Meine Meinung
Vorweg ist es spannend, etwas verworren, es passieren fiese Morde, die überhaupt keinen Zusammenhang erkennen lassen. Es ist wirklich sehr schwierig, hier ein Motiv zu finden.

Erzählt ist die Story sehr flüssig, hat kaum bis gar keine Längen, so dass man einfach immer weiter hören will und keine Unterbrechung dulden möchte.

Eine Bewertung ist hier allerdings schwierig, da das Buch mitten in einem Streit abrupt endet. Das fand ich sehr unbefriedigend. Was soll ich denn davon halten? Und wie soll man das bewerten? Ich habe beschlossen, es überhaupt nicht zu bewerten und auf eine evtl. Fortsetzung zu hoffen. Falls keine kommen sollte, dann war das hier wohl vergebene Lebenszeit. Aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Ahnhem dies als abgeschlossenen Teil ansieht.

David Nathan war wieder unschlagbar gut. Und da ich ihn schon lange nicht mehr gehört hatte, habe ich seinen Vortrag sehr genossen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stefan Ahnhem – Minus 18 Grad (Ein Fabian-Risk-Krimi 3)

Siehe auch:

Pierre Lemaitre – Die Farben des Feuers

Beschreibung
Als der berühmte Bankier Marcel Péricourt im Jahr 1927 verstirbt, steht seine Tochter Madeleine plötzlich völlig allein an der Spitze eines mächtigen Bankimperiums – in einer Epoche, in der Frauen selbst keine Geschäfte führen dürfen. Im Schatten von Börsenskandalen und politischen Wirrnissen bahnt sich ein Komplott an, der die traditionsreiche Bank Péricourt und ihre Besitzerin zu Fall bringt. Doch Madeleine weiß die unruhigen Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen und beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug. Ein beeindruckendes Zeitpanorama, eindringlich gelesen von Torben Kessler.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
14 h 40

Meine Meinung
Auf das neueste Buch von Pierre Lemaitre habe ich mich sehr gefreut, haben mir doch seine bisherigen Werke alle sehr gut gefallen.

Um was es in der Geschichte geht, will ich hier gar nicht groß erzählen, das wird bereits im Klappentext recht gut beschrieben.

Doch von „Die Farben des Feuers“ war ich zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht. Die erste Hälfte fand ich recht langatmig, wenn auch mit den typischen Lemaitre-Skurril-Elementen gespickt. Doch Madeleine war mir hier einfach ein wenig zu gutgläubig, zu farblos, zu sehr Mutterglucke. Und so verwundert es wohl auch nicht sonderlich, dass ich den plötzlichen Wandel zur eiskalten und sehr cleveren Rachegöttin nicht ganz realistisch fand. Ok, dass man äußerst verärgert ist, wenn man plötzlich feststellt, dass man von allen denen man vertraut hatte, übelst hintergangen wurde, kann ich absolut nachvollziehen. Aber ich halte es für ein wenig unrealistisch, dass man sich dann plötzlich einen derart perfiden Racheplan ausdenken kann.

Doch davon einmal abgesehen, haben mir die wirklich wieder sehr außergewöhnlichen Szenenbeschreibungen sehr gut gefallen. Das ist etwas, was ich an Lemaitres Romanen sehr liebe. Auch gab es wieder sehr wunderliche Personen, die mit der eigentlichen Geschichte nicht wirklich etwas zu tun hatten. Man denke nur an die Opernsängerin, die ihren Narren an Madeleines Sohn gefressen hat. Dies ist solch ein typisch skurriles Element in der Story.

Torben Kessler als Sprecher hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich höre seine Stimme sehr gerne in Hörbüchern.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei „Der Audio-Verlag“ Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Pierre Lemaitre – Die Farben des Feuers

Siehe auch:

Herzlichen Dank an den Audio-Verlag für das Rezensionsexemplar

Joel Dicker – Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Beschreibung
Joël Dicker ist zurück – so intensiv, stimmungsvoll und packend wie „Harry Quebert“.

Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin. Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau…

Die idyllischen Hamptons sind Schauplatz einer fatalen Intrige, die Joël Dicker mit einzigartigem Gespür für Tempo und erzählerische Raffinesse entfaltet.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
19 h 53 m

Meine Meinung
Grandios! Dass Joel Dicker verdammt gut erzählen kann, hat er schon in „Die Geschichte der Baltimores“ und „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ unter Beweis gestellt. Und hier hat er dieses Statement erneut untermauert. Allerdings sind hier wieder sehr viele Personen am Start, so dass ich mir beim ersten Durchlauf wirklich etwas schwer tat, die vielen Personen immer richtig zuzuordnen. Aus diesem Grund habe ich dieses Hörbuch nach dem ersten Hören gleich nochmals gestartet. Und dieser zweite Durchgang hat dann so richtig Spaß gemacht. Ich kannte die Leute bereits, konnte sie problemlos zuordnen und war nicht mehr darauf fixiert, die vielen Zusammenhänge sofort verstehen zu müssen. Es war einfach ein wahrer Genuss, vieles wurde deutlicher, Kleinigkeiten, die ich vorher gar nicht registriert hatte, erfasste ich nun komplett und konnte diese wirklich toll aufgebaute Story einfach nur genießen.

Sehr hilfreich fand ich auch, dass die Geschichte bei Kapitel 7 beginnt und somit der Countdown und schließlich der Showdown besser einzuschätzen ist.

Doch man muss wirklich gut aufpassen! Denn hier wird sehr oft zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, und das ist nicht immer sofort deutlich erkennbar.

Torben Kessler als Sprecher war wieder klasse. Ich mag seine Stimme und seine Art zu lesen/sprechen mittlerweile sehr gerne.

Und das ist nun das erste Hörbuch von Joel Dicker, das es verdient auf meine Bestenliste geschafft hat.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Joel Dicker – Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Siehe auch:

Pierre Martin – Madame le Commissaire und der tote Liebhaber (Isabelle Bonnet 6)

Beschreibung
Untermalt vom Summen der Zikaden und Lavendelduft gleiten die Tage in Fragolin in der Provence friedlich vorüber. Bis das Undenkbare geschieht und das Städtchen jäh aus dem sanften Sommerschlummer reißt: Eines Morgens findet man den Bürgermeister Thierry – tot, mit durchschnittener Kehle. Zwar waren er und Kommissarin Isabelle Bonnet schon länger kein Paar mehr, dennoch trifft sein Tod Isabelle zutiefst.

Dabei werden gerade jetzt die Fähigkeiten von Madame le Commissaire gebraucht, denn am Tatort gibt es keine brauchbaren Spuren. Und wer sollte schon einen Grund gehabt haben, den beliebten Bürgermeister zu ermorden? Ihre Nachforschungen führen Isabelle zum Tatort nach Sanary-sur-Mer, jenem Küstenort, in dem in den Dreißiger und Vierziger Jahren viele deutsche Künstler und Intellektuelle Zuflucht gefunden haben.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 22 m

Meine Meinung
Ich weiß gar nicht so recht, woran es liegt. Aber dieser Teil der Reihe hat mir nicht so gut gefallen, wie die anderen.

Es ist zwar hochdramatisch, wer hier mit durchtrennter Kehle aufgefunden wird, doch so wirklich packen konnte mich dieser Fall einfach nicht. Ich fand es über weite Strecken wirklich langweilig und anstrengend. Das ist mir bei den vorherigen Teilen nie so vorgekommen. Auch habe ich Apollinaires Glanzleistungen vermisst. Er kam mir hier größtenteils einfach nur zerstreut vor. Isabelle fand ich hier recht hochnäsig und eingebildet. Und ihre Trauer um den Bürgermeister kam bei mir nun auch nicht so wirklich glaubwürdig an.

Vielleicht war es aber auch einfach nur der falsche Zeitpunkt zum Hören dieser Story. Ich hatte schon drei Anläufe gebraucht, um überhaupt in diese Geschichte hineinzufinden. Vermutlich hätte ich es besser auf den Winter verschoben. Oder so.

Gabriele Blum hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie hat wieder ihr bestes gegeben.

Weitere Informationen
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Siehe auch: