Ian McEwan – Maschinen wie ich

Beschreibung
Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen „Adam“ geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte – und verhängnisvolle – Situationen.

Sprecher
Wanja Mues

Länge
11 h 16 m

>>> Sommerpause <<<
Das heißt: Ich höre zwar weiterhin Hörbücher, doch es gibt keine Rezensionen dazu. Ich werde hier lediglich meine Gesamtbewertung notieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ian McEwan – Maschinen wie ich

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Ian McEwan – Solar

SolarBeschreibung
Michael Beard, 53, ist Nobelpreisträger der Physik. Doch seine besten Zeiten hat er hinter sich. Er lebt von seiner Reputation, gibt seinen Namen für Briefköpfe her, käut seine prämierte Idee in Vorträgen wieder und ergattert Fördergelder für ein politisches Prestigeprojekt: das Institut für Erneuerbare Energien. Wirklich neue Energie aber steckt er nur in den privaten Bereich: Während seiner fünften Ehe hat er es zu elf Affären gebracht. Nun aber rächt sich seine Frau und nimmt sich einen Liebhaber. Genau in dem Moment, als alles ins Wanken gerät, bietet sich ihm die Gelegenheit zu einem Coup.

Ian McEwans Roman ist eine ebenso gnadenlose wie vielschichtige Abrechnung mit der Politik, dem Wissenschaftsbetrieb und einer Sorte Mann.

Sprecher
Burghart Klaußner

Länge
11 h 12 m

Meine Meinung
Ein Roman wie eine Comedy. Herrlich. Michael Beard ist ein Mann, der sich nach zig Jahren immer noch auf seinen Lorbeeren seiner „Jugend“ ausruht. Er genießt seinen Ruhm, muss sich aber auch eingestehen (natürlich nur im Geheimsten), dass er seit Jahren, gar Jahrzehnten keinen genialen Einfall mehr hatte. Aber das muss die Außenwelt ja nicht wissen.  Deshalb kaut er die Weisheiten von damals wieder und wieder seinem wechselnden Publikum vor und hat somit ein bequemes Leben. Eine große Leidenschaft von ihm: Frauen. Er kann keiner widerstehen. Das beruhte lange Zeit auf Gegenseitigkeit. Doch mittlerweile? Nun, es verändert sich so einiges um ihn herum, während er sich durch seine Eitelkeit immer tiefer in die Katastrophe manipuliert. Und auch wenn Michael Beard eigentlich ein Mann ist, den Frauen hassen müssten, so hatte ich doch auch Mitleid mit diesem leicht vertrottelten Frauenheld, der trotz seine Überheblichkeit recht sympathisch daher kommt.

Ian McEwan hat mit „Solar“ einen Roman der Extraklasse geschrieben. Es gelingt ihm mit spielerischer Leichtigkeit, der Gesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt den Spiegel vorzuhalten. Jeder bekommt sein Fett weg. Und das auf eine derart humorvolle Art, dass ich über die ganzen 11 Stunden ein Schmunzeln im Gesicht hatte.

Burghart Klaußner als Sprecher fand ich äußerst passend für diese Geschichte.

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Ian McEwan – Kindeswohl

KindeswohlBeschreibung
Fiona Maye ist eine angesehene Richterin am High Court in London, bekannt für ihre Gewissenhaftigkeit. Mit ihrem Mann Jack, einem Geschichtsprofessor, ist sie seit mehr als dreißig Jahren verheiratet – harmonisch, wenn auch in letzter Zeit vielleicht ein wenig distanziert. So fällt Fiona aus allen Wolken, als er ihr eröffnet, dass er ihren Segen für eine außereheliche Affäre will. Genau in diesem Moment wird ihr ein eiliger Fall vorgelegt: Ein 17-jähriger Junge, der an Leukämie leidet, benötigt dringend eine Bluttransfusion. Aber seine Familie – Zeugen Jehovas – lehnt das aus religiösen Gründen ab. Genauso wie er selbst. Doch ohne Transfusion wird er qualvoll sterben. Fiona bleiben für ihr Urteil weniger als 24 Stunden. Kann sie jetzt, inmitten ihres emotionalen Tumults, ihre kühle Professionalität bewahren?

Sprecher
Eva Mattes

Länge
6 h 16 m

Meine Meinung
Nachdem ich „Psychopolis“ von Ian McEwan vor einiger Zeit gehört hatte und überhaupt nichts damit anfangen konnte, wollte ich eigentlich von Ian McEwan nichts mehr hören. Doch die Beschreibung zu „Kindeswohl“ fand ich dann doch so interessant, dass ich dachte, ich gebe ihm doch noch eine Chance. Welch ein Glück! Denn „Kindeswohl“ ist das genaue Gegenteil von „Psychopolis“ und hat mich sehr begeistert.

Fiona Maye befindet sich in einem Dilemma. Ihr Mann will von ihr quasi eine „Genehmigung zum Ehebruch“ und beruflich muss sie entscheiden, ob einem 17-jährigen Jungen, der Zeuge Jehovas ist, eine Bluttransfusion gegen seinen Willen gelegt wird. In ihrer Haut möchte ich nicht stecken. Sie besucht kurzerhand den Jungen im Krankenhaus und spricht mit ihm, um sich ein besseres Bild von seiner Situation machen zu können. Und sie trifft sowohl beruflich als auch privat ihre Entscheidungen.

Das klingt nun alles sehr kühl, doch das ist dieses Buch überhaupt nicht. Es ist zutiefst menschlich, tiefgründig und anspruchsvoll erzählt und fesselt von Anfang an. Besonders beeindruckt haben mich die detaillierten Beschreibungen zur Entscheidungsfindung.

Ein Hörbuch mit Anspruch, das man nicht einfach so nebenbei hören kann. Sehr gut gesprochen von Eva Mattes.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ian McEwan – Kindeswohl

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Ian McEwan – Psychopolis

Beschreibung
Enttäuscht von Los Angeles, beschließt ein englischer Schriftsteller, Abschied zu feiern. Er trifft sich mit seinen Freunden – einer feministischen Buchhändlerin, einem frustrierten Schürzenjäger und einem Partyzubehörverleiher – zu ein paar Drinks. Was sich als gemütlicher Abend anläßt, wird schon bald zum Alptraum.

Kritikerstimmen
„Psychopolis“ ist kurz, knackig und überraschend. Christian Ulmen bringt mit seiner sehr biegsamen Stimme das Absurde der Geschichte prima zur Geltung und macht es spannend für die Hörer. Ein Hörbuch zum in einem Rutsch Durchhören und danach ausgiebig drüber Nachdenken.
— rbb Online, Potsdam

Sprecher
Christian Ulmen

Länge
53 Minuten

Meine Meinung
Es gibt Hörbücher, mit denen kann ich so gar nichts anfangen. Dieses gehört dazu. Erzählt werden hier ein paar Begebenheiten, ja, was wird hier eigentlich erzählt? Was will mir der Autor eigentlich damit sagen? Das habe ich wohl nicht kapiert. Ich konnte jedenfalls nichts mit anfangen. Als das Hörbuch zu Ende war, fragte ich mich wirklich: und das war es jetzt? Was soll das? Falls mir das irgend jemand erklären kann, wäre ich echt dankbar.

Der Sprecher klang über weite Strecken, als sei er leicht betrunken – hm, fand ich dann auch nicht so toll.

Fazit: Zeitverschwendung

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Ian McEwan – Psychopolis

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