Nina Sahm – Die Tage mit Bumerang

Beschreibung
Eine Geschichte, die glücklich stimmt und voller liebenswerter Figuren steckt.

Nichts ist mehr wie vorher in dem kleinen Dorf. Seitdem Annu einen tragischen Unfall verursacht hat, schneiden sie die Nachbarn. Sogar ihr bester Freund Lars hat sich von ihr abgewandt. Langsam, aber sicher verzweifelt Annu allein in ihrem windschiefen Haus. Bis eines Tages ein Schaf vor ihrer Tür steht, das sich nicht wegschicken lässt. Der störrische Gast heißt von nun an Bumerang – und holt Annu langsam ins Leben zurück.

Die Zuversicht kommt im Schafspelz: ein hinreißender Roman, der einen direkt in den verwilderten Garten von Annu versetzt, mitten auf das alte Sofa, auf dem es sich auch schon Bumerang bequem gemacht hat.

Sprecher
Jodie Ahlborn

Länge
6 h 56 m

Meine Meinung
Bezaubernd. Ja, ich denke dieses Wort beschreibt diese Geschichte ziemlich treffend. Eine Geschichte wie ein warmer Sommerregen.

Im einen Moment ist Annu glücklich und fühlt sich in dem kleinen Dorf, in dem auch ihr bester Freund mit seiner Familie lebt, pudelwohl. Im nächsten Moment steht Annus Leben Kopf – nichts ist mehr wie zuvor. Denn sie verursacht einen tragischen Autounfall und das auch noch mit Alkohol im Blut.  Das ganze Dorf ist geschockt und meidet jeglichen Kontakt mit ihr. Selbt der Postbote bringt ihr keine Post mehr. Doch Annu ist auch ohne die „Bestrafung“ der Dorfgemeinschaft schon schwer gebeutelt. Wie konnte ihr das nur passieren? Sie zieht sich in ihr windschiefes Haus zurück und verliert immer mehr den Kontakt zur Außenwelt.

Bis eines Tages ein Schaf in ihrem Garten steht und fortan nicht mehr von ihrer Seite weicht. Den Namen Bumerang finde ich sehr passend gewählt für das treue Schaf. Dann strandet eine Frau mit ihrem kleinen Sohn bei ihr und plötzlich hat sie auch noch einen Hund. Getreu dem Motto: Wenn du nicht mehr in die Welt hinaus gehst, dann kommt die Welt eben zu dir.

Ich fand diese Geschichte einfach wunderschön. Zum Einen sind die agierenden Personen allesamt sehr eigen. Keine 08/15-Stereotypen. Nein, alle sind sie besonders. Und fast alle sind sie auf Ihre Weise sehr liebenswert gezeichnet. Ich habe Annu und ihren Jugendfreund sehr schnell ins Herz geschlossen und durchlebte die Geschichte mit ihnen zusammen. Die guten und die schlechten Zeiten.

Jodie Ahlborn als Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie passte sehr gut zur Protagonistin Annu.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Nina Sahm – Die Tage mit Bumerang

Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Beschreibung
New York in den achtziger Jahren: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. In der Schule eher eine Außenseiterin und von ihrer älteren Schwester konsequent ignoriert, fühlt sich June nur in Finns Gesellschaft wirklich wohl. Als Finn viel zu jung an einer mysteriösen Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen.

Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, der sich im Hintergrund des Geschehens hält, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die wunderschöne Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wie sich herausstellt, ist June nicht die Einzige, die am Verlust Finns zu zerbrechen droht. Zunächst ist June misstrauisch, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Toby und ihr eine zarte Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jodie Ahlborn

Länge
13 h 15 m

Meine Meinung
Ich muss zugeben, anfangs tat ich mich mit der Geschichte ziemlich schwer. Zu groß erschien mir das nicht enden wollende Leiden der Protagonistin. Ihre Schwester tat ihr übriges dazu, dass ich wirklich nur schwer in diese düstere und letztendlich doch bezaubernde Geschichte hineinfand. Doch als sie mich endlich gepackt hatte, wollte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Die Story spielt in der Zeit, als Aids als Krankheit noch völlig neu war. Keiner wusste so recht, wie man damit und besonders mit den infizierten Menschen umgehen sollte/musste/konnte. Zu groß war die Angst, sich selbst anzustecken. Und natürlich gab es auch entsprechende Vorurteile gegenüber den Betroffenen. Den nicht mehr ganz so jungen Lesern wird dies sicherlich auch noch gut in Erinnerung sein.

Dies alles wurde hier sehr detailliert dargestellt, die Personen wurden ebenfalls sehr klar und deutlich beschrieben. Entweder man liebte sie oder man hasste sie, dazwischen gab es nur wenige Personen.

Toll fand ich die Beschreibungen des Bildes und wie es sich nach und nach durch verschiedene Hände mal mehr mal weniger künstlerisch veränderte. Ganz witzig fand ich auch die Szene mit dem Flohzirkus. Da musste ich schon sehr grinsen.

Insgesamt ist „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ eine sehr interessante, sehr düstere aber doch toll erzählte Geschichte, die sich besonders sprachlich in den Vordergrund rückt. Mir war sie insgesamt einen Tick zu traurig in ihrer Gesamtheit. Aber lohnenswert ist diese Geschichte allemal. Denn sie gibt auch gute Impulse, um über das seltsame und manchmal gemeine Verhalten anderer einfach mal anders nachzudenken, einfach einmal die Perspektive zu wechseln. Oft kommen dann überraschende Erkenntnisse ans Licht.

Jodie Ahlborn hat mir in ihrer Rolle als Protagonistin auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Cristin Terrill – Zeitsplitter: Die Jägerin

ZeitsplitterBeschreibung
Em ist seit Monaten in eine winzige Zelle gesperrt und rechnet fast täglich mit dem Tod. Ihr bleibt allein die geheime Kommunikation mit Finn, den sie liebt und der im Nebenraum eingekerkert ist. Marina dagegen hat alles: Sie ist reich, hat viele Freunde und ist verliebt in einen aufstrebenden Physiker. Vier Jahre liegen zwischen den beiden jungen Frauen, und doch sind sie dieselbe Person. Als in Ems Zeit eine Möglichkeit entdeckt wird, in die Vergangenheit zu reisen, geht sie vier Jahre zurück. Ihre Aufgabe: Sie muss den Mann töten, den Marina über alles liebt – um zu verhindern, dass dieser ihr Zuhause und die Zukunft der gesamten Menschheit zerstört.

Sprecher
Jodie Ahlborn, Britta Steffenhagen

Länge
6 h 15 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch ist ein Zeitreise-Roman. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man mit dem Hören anfängt. Denn ich war zunächst leicht verwirrt. Ich hatte die Beschreibung nicht aufmerksam genug gelesen – mich verleitete hier mehr das schöne Cover zum Hören.

Die Story hat mir richtig gut gefallen. Denn: kann man aus der Erfahrung etwas lernen? Und kann man das Schicksal beeinflussen, wenn man genau weiß, wie es sich entwickeln wird, wenn man es so laufen lässt, wie es eben läuft? Bringt man es als Mensch wirklich fertig, den Mann, den man liebt zu töten, um zu verhindern, dass er in der Zukunft etwas schlimmes tut? Und wie wird man damit fertig, wenn man sich selbst erlebt, wie man in der Zukunft agiert?

Die Umsetzung der ganzen Thematik hat mir sehr gut gefallen – ich war mit dabei in der kleinen Zelle gefangen, ich habe mitgelitten, mitgefiebert und mitgekämpft. Wollte sogar Ratschläge erteilen…

Na, kurz und gut: Ich fand das Hörbuch toll. Und wer Zeitreise-Romane mag, der liegt mit diesem hier garantiert nicht falsch.

Sehr gut fand ich auch die Auswahl der beiden Sprecherinnen. Denn zum Einen machten beide ihre Sache richtig gut und zum Anderen konnte man so recht leicht unterscheiden, ob gerade Em oder Marina aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählte.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Cristin Terrill – Zeitsplitter: Die Jägerin