Simon Beckett – Die ewigen Toten

Beschreibung
Verlorene Orte. Vergessene Tote.

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Sprecher
Johannes Steck

Länge
13 h 11 m

Meine Meinung
Nach sehr langer Zeit habe ich mir mal wieder einen Simon-Beckett-Thriller angehört. Und doch war mir die Figur David Hunter direkt wieder präsent. Dieser Fall führt David in ein verlassenes Krankenhaus, das in Kürze abgerissen werden soll. Doch auf dem Dachboden wurde eine mumifizierte schwangere Frau gefunden. Als dann bei der Bergung der Leiche der Boden des Dachbodens zum Teil einstürzt, wird ein Zimmer entdeckt, dass weder Fenster noch Türen hat. Sich allerdings drei Betten mit zwei Toten darin befinden. Und schon beginnt das Drama. Alles wird genauestens untersucht, die Überreste aufs Gründlichste untersucht. Hier gibt es noch etliche Nebenstränge, die nicht uninteressant sind, allerdings hier nicht erwähnt werden sollen.

Bei den Alleingängen von David Hunter gerät er schnell in Lebensgefahr und man kann gar nicht anders, als mit ihm mitzuzittern. Ich fand das äußerst spannend beschrieben. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich das Thema Forensik nicht mehr ganz so prickelnd interessant finde, wie früher. Es ist zwar nach wie vor erstaunlich, was man anhand solch alter menschlicher Überreste alles feststellen kann, doch so richtig gepackt haben mich diese Beschreibungen nicht mehr. Da fand ich das beschriebene Umfeld wesentlich spannender.

Johannes Steck, den ich eigentlich sehr gerne als Sprecher habe, hat mich hier nicht ganz überzeugen können. Meiner Meinung nach hat er hier sämtlichen Frauen eine furchtbare Stimme verpasst, die man gar nicht als Frau identifizieren konnte. Das hat mich sehr gestört. Aber den Rest hat er prima gemacht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Simon Beckett – Die ewigen Toten

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David Hunter:

Andere:

Michael Robotham – Die andere Frau (Joe O’Loughlins 11)

Beschreibung
Joe O’Loughlins neuester Fall

Am frühen Morgen erhält der Psychologe Joe O’Loughlin einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden und liegt im Koma. Joe eilt ins Krankenhaus. Doch am Bett seines Vaters sitzt nicht Joes Mutter Mary, sondern eine völlig fremde Frau, tränenüberströmt, mit blutbefleckten Kleidern und der absurden Behauptung, William O’Loughlins Ehefrau zu sein. Wer ist sie wirklich? Bekannte, Geliebte, verwirrte Seele – Mörderin? Gegen den Willen der Polizei beginnt Joe, eigene Ermittlungen anzustellen, und muss erkennen, dass man für die Wahrheit bisweilen einen hohen Preis bezahlt.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Joe O’Loughlin durchlebt gerade eine wirklich schwere Zeit. Nicht genug, dass seine Frau nicht mehr lebt und er mit den beiden Kindern alleine zu Recht kommen muss, nein, da erhält er auch noch die Nachricht, dass sein Vater Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Mit schweren Hirnverletzungen liegt er im Krankenhaus. Doch am Krankenbett sitzt nicht seine Mutter, nein, es ist eine ihm gänzlich unbekannte Frau, die auch noch behauptet, Williams Ehefrau zu sein. Puh, das muss man erst einmal im Kopf ordnen. Nach einem Gespräch mit der Fremden wird ihm schnell bewusst, dass sie William wirklich sehr nahe gestanden haben muss, denn sie weiß Einzelheiten aus seinem Leben, die sie nur über William erfahren haben kann. Doch wie soll man diese junge und anziehende Frau einordnen?

Im Verlauf der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die Joe komplett an seinem Leben und seinen festen Überzeugungen zweifeln lassen. Wer war sein Vater wirklich? Anscheinend ein gänzlich anderer Mensch, als wie er ihn immer gesehen hatte. Das muss man erst einmal verdauen.

Dieser Thriller birst nun nicht an Spannungsbögen und gefährlichen Szenarien, doch er ist durchgehend interessant, rätselhaft und legt erst nach und nach seine Karten auf den Tisch. Das hält einen bei der Stange und man will natürlich immer weiter hören, um endlich auf die Lösung dieses mysteriösen Überfalls und der außergewöhnlichen Lebensweise des Familienvaters zu stoßen.

Insgesamt ist „Die andere Frau“ eine empfehlenswerte Story, die nur selten Längen aufweist und an zwischenmenschlichen Beziehungen und Dramen nicht geizt.

Johannes Steck als Sprecher hat mir hier wieder sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Michael Robotham – Die andere Frau

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Michael Robotham – Der Schlafmacher

Beschreibung
Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden in einer Nacht von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Die Polizei steht vor einem Rätsel und bittet den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe.

Verdächtige Personen gibt es viele, den betrogenen Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand will sich rächen. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie.

Sprecher
Johannes Steck, Stefan Merki

Länge
11 h 54 m

Meine Meinung
Sorry, hier habe ich definitiv zu lange mit meiner Rezension gewartet. Ich kann da kaum noch etwas zu sagen. Deshalb lasse ich es lieber.

Meine notierte Bewertung lautet:

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Michael Robotham – Der Schlafmacher

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Wesley Chu – Die Leben des Tao (Tao 1)

das-leben-des-taoBeschreibung
Action, Abenteuer und Aliens – Wesley Chus SF-Thriller „Die Leben des Tao“ ist der Auftakt einer Trilogie, in der sich ein durchschnittlicher Nerd zum Top-Geheimagenten mausert.

Seit Anbeginn der Zeiten wird das Schicksal der Menschheit insgeheim von Aliens gelenkt, die als körperlose Parasiten einige der einflussreichsten Persönlichkeiten der Geschichte kontrolliert haben: Dschingis Khan etwa, Napoleon oder Steve Jobs. Und fast ebenso lange tobt unbemerkt ein heftiger Krieg auf der Erde, in dem sich zwei verfeindete Fraktionen der Außerirdischen bis aufs Blut bekämpfen. Mal haben die Prophus die Nase vorn, die auf eine friedliche Koexistenz mit den Menschen setzen, und manchmal die Genjix, die glauben, dass technischer und gesellschaftlicher Fortschritt nicht ohne Krieg und Konflikte zu haben ist. Wenn es nach ihnen geht, wird auch in Zukunft die Weltgeschichte mit Blut geschrieben.

Von all dem ahnt Roen Tan – Programmierer, Vollzeit-Nerd und Freund fettiger Fertiggerichte – natürlich nichts. Bis er eines Morgens in seiner Wohnung in Chicago aufwacht und eine fremde Stimme in seinem Kopf hört.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
12 h 34 m

Meine Meinung
Jetzt ist endlich alles klar: Die Aliens sind schuld! Wir Menschen sind also gar nicht so grausam, wie ich bisher immer dachte. Die Aliens sind das. Ist das nicht schön, dass wir endlich den wahren Schuldigen gefunden haben?

Ok, also wie oben schon beschrieben, benötigen diese zwei verfeindeten Fraktionen der Aliens Menschen, in die sie hineinschlüpfen können. Um sich ein neues „Gefäß“ auszusuchen, muss zum einen das alte Gefäß gestorben sein und zum anderen muss es dann sehr schnell gehen. Denn unsere Atmosphäre ist für die Aliens lebensbedrohlich. Also heißt es, so schnell wie möglich einen neuen Menschen zu finden, in den sie sich einnisten können. Nicht immer steht ihnen eine große Auswahl zu Verfügung. So muss Tao Vorlieb mit dem unsportlichen und wenig geeigneten Kandidaten Roan Tan nehmen, der als einziger verfügbar ist. Fortan gilt es, aus ihm einen cleveren und durchtrainierten Agenten zu machen.

Ich fand die Beschreibung, wie sich Tao zum ersten Mal in Roans Kopf meldet und mit ihm kommuniziert derart herrlich beschrieben, ich habe stellenweise wirklich laut lachen müssen. Überhaupt hatte ich während des gesamten Hörbuchs ein Grinsen im Gesicht. Humor kommt hier jedenfalls auf keinen Fall zu kurz. Auch die Kampfausbildung, die Roan von nun an über sich ergehen lassen muss, ist zwar knallhart, aber sehr humorvoll beschrieben.

Doch bei allem Humor kommt natürlich auch die eigentliche Mission nicht zu kurz. Somit ist es eine wirklich gelungene Mischung aus Humor und ernstem Kampf, der stellenweise wirklich irre spannend ist.

Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen. Es war beste Unterhaltung mit vielen ungewöhnlichen Szenarien. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Johannes Steck hat mir hier auch sehr gut gefallen. Er hat die verschiedenen Lebenslagen des zunächst ahnungslosen Roan Tan sehr glaubhaft und passend vertont.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wesley Chu – Das Leben des Tao (Tao 1)

Simon Beckett – Totenfang

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Die Gezeiten spülen einen Toten auf eine schlammige Sandbank in den Backwaters, einem abgelegenen Mündungsgebiet in Essex. Die Wasserleiche ist stark verwest, Hände und Füße fehlen. Das Gesicht ist nicht mehr zu erkennen. Trotzdem glaubt die Polizei zu wissen, um wen es sich handelt: Ein junger Mann aus dem Ort ist seit Wochen verschwunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter kommen Zweifel, als am nächsten Tag ein Fuß geborgen wird. Denn dieser gehört zu einer anderen Leiche, da ist er sich sicher. Kurz darauf treibt ein weiterer Toter im Wasser…

Sprecher
Johannes Steck

Länge
15 h 47 m

Meine Meinung
David Hunter ist zurück. Der sympathische forensische Anthropologe wird zu einem Fall hinzugerufen, der sich in seinem schrecklichen Ausmaß erst nach und nach zu erkennen gibt. Die Story spielt in den Backwaters in England und ist durchweg von schlechtem Wetter und Kälte begleitet. Die Erkältung lässt auch nicht lange auf sich warten. David Hunter erleidet diese für Männer meist tödlich verlaufende Krankheit und macht sich große Sorgen um sein Wohlergehen. Doch er begegnet auch einer Frau, die ihn immer mehr fasziniert.

Den Mordfall, der sich zu einem viel größeren Fall entwickelte, als es zunächst den Anschein hatte, fand ich äußerst interessant. Viele verzwickte Situationen trafen hier aufeinander und führten zu einem grausigen Ausmaß an Verzweiflung, Angst und Wut.

Die Naturschilderungen der Gegend der Backwaters fand ich sehr interessant. Ich hatte von diesem Gebiet noch nie etwas gehört und lauschte sehr gespannt den Beschreibungen.

Totenfang empfand ich jetzt nicht als durchweg äußerst spannend. Es gibt zwar durchaus hier und da auch eine gehörige Portion an Spannung, besonders zum Schluss hin, doch insgesamt ist es eher eine ruhige Geschichte, die einen tiefen Einblick in die Gedanken Hunters wirft. Mir hat das sehr gut gefallen. Selbst sein Leiden und seine Erschöpfung aufgrund der Krankheit ließ mich eigentlich mehr schmunzeln, denn ihn allzu ernst zu nehmen. Amüsant wurde die Story dann, als sich Hunter verliebte. Erkältet und verliebt – was für eine Mischung.

Insgesamt war der Plot intelligent und verzwickt aufgebaut und erzählt. Immer mehr Puzzleteilchen (oder hier besser gesagt Leichenteile) setzten sich zu einem Gesamtbild zusammen, das ich anfangs so ganz sicher nicht erwartet hätte. Geschickt verknüpfte hier Simon Beckett selbst zunächst völlig unwichtig erscheinende Handlungsstränge  vom Anfang zu einem fest gezwirbelten  Strang am Ende zusammen. Das hat mich sehr beeindruckt.

Als klassischen spannenden Thriller würde ich die Geschichte nun nicht bezeichnen. Dazu fehlte mir etwas die Action, die Geschichte verlief recht ereignislos über weite Strecken.  Zwar fand ich diese Phasen nicht langweilig, aber ich würde es insgesamt doch eher einfach als einen Kriminalroman bezeichnen, der am Ende in einem straff gespannten Spannungsbogen gipfelt.

Johannes Steck als Sprecher fand ich klasse. Er passt einfach sehr gut zu solchen Geschichten.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Simon Beckett – Totenfang

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David Hunter:

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Thomas Thiemeyer – Magma

CoverBeschreibung
Ein verschwundener Forscher, mysteriöse Gebilde aus Stein, ein Zeichen am Himmel – die Geologin Ella Jordan steht vor einem Rätsel. Als sie sich zum tiefsten Punkt der Erde hinunterwagt, scheinen die zusammenhanglosen Ereignisse einen schrecklichen Sinn zu ergeben. Aus dem Marianengraben dringen Signale an die Oberfläche, die viel zu regelmäßig sind, um natürlichen Ursprungs zu sein. Mit einem U-Boot tauchen Ella und der Wissenschaftler Konrad Martin zum untersten Bereich des Grabens, der Challenger Tiefe, die die Quelle der Störung zu sein scheint. Dort entdecken sie eine riesige Steinkugel, hart wie Diamant, widerstandsfähig gegenüber allen Messmethoden. Plötzlich werden neue Signale empfangen: zuerst aus der Region des Nordkaps, dann aus Australien bis hinunter zur Antarktis. Ella und Konrad reisen um die ganze Welt und stoßen überall auf dieselben rätselhaften Gebilde aus Stein. Mit einem Mal beginnen sich die Signale aller Kugeln zu synchronisieren, ihre seismischen Wellen erzeugen auf der ganzen Welt Erdbeben und Vulkanausbrüche – Ella arbeitet wie besessen an einer Lösung, doch der Countdown läuft …

Länge
6 CDs

Sprecher
Johannes Steck

Meine Meinung
Vor kurzem habe ich den Thriller „Valhalla“ von Thomas Thiemeyer gehört. Und da mir dieser sehr gut gefallen hatte, kramte ich in meinem riesigen Stapel ungehörter Hörbücher, denn mir kam der Name des Autors irgendwie bekannt vor. Ich wurde fündig. „Magma“ schlummerte seit langer Zeit in diesem Stapel. Jetzt wollte ich es hören.

Es deutet schon auf etwas Großes hin, wenn die Erde plötzlich anfängt, im Gleichtakt zu ticken – und das von innen heraus. Puh, da kann es einem schon mulmig werden. Also werden die besten Wissenschaftler zusammengetrommelt, um dieses Phänomen zu erforschen. Die Geologin Ella Jordan ist mit von der Partie, obwohl sie anfangs so gar nicht wollte. Sie hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Auch die anderen Personen wurden gut beschrieben.

Die Spannungsbogen wurde immer mal wieder angehoben, jedoch blieb er nicht konstant oben. Zum Ende hin stieg dieser allerdings nochmals an. Und trotzdem fand ich das Ende etwas – nun – mau.

Thomas Thiemeyer versteht es, spannende Wissenschaftsthriller zu schreiben, die nicht ganz realistisch sind und doch recht glaubhaft und vorstellbar daherkommen. Jedoch hat mir „Magma“ lange nicht so gut gefallen wie „Valhalla„. Es ist halt immer schwierig, wenn man zuerst ein tolles Buch von einem Schriftsteller gehört hat. Da ist es schwer wieder an die Leistung heran zu kommen. So erging es mir mit Magma. Aber meine Erwartungen waren hoch, vielleicht zu hoch. Doch mehr als 3 Pingus kann ich für die Story nicht geben.

Johannes Steck als Sprecher hat eine gute wenn auch nicht hervorragende Leistung gebracht. Für ihn gibt es 4 Pingus.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Amazon. Im Moment ist das Hörbuch dort allerdings nur noch gebraucht erhältlich.

Siehe auch:

Ruediger Schache – Herzverstand

Herz-VerstandBeschreibung
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, wie groß die Kraft des Herzens in Wahrheit ist. Sie geht weit über die physische Dimension hinaus. Ruediger Schache zeigt, dass das Herz seine eigene Intelligenz besitzt, dass es komplexe Informationen ganzheitlich und schnell erfassen und verarbeiten kann. Und dass es auf diese Weise zu Einsichten und Entscheidungen kommt, die allein mit Verstandeskraft niemals möglich wären.

Doch wie schafft man es, Verstand und Herz in Einklang zu bringen, um so tatsächlich sein ganzes Potenzial zu nutzen? Dazu dienen 4 kluge Schlüsselfragen, die bei jedem Problem, Konflikt oder Zwiespalt hilfreich sind. Sie sind so konzipiert, dass sie den Hörer fast automatisch in die Lage versetzen, sich auf sein höchstes Ziel, seine höchsten Werte und die größte ihm innewohnende Kraft auszurichten. So wird es möglich, zu wirklich neuen und für Herz und Kopf stimmigen Lösungen zu kommen, die das Leben kraftvoll in eine neue Richtung lenken.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ruediger Schache, Johannes Steck

Länge
5 h 40 m

Meine Meinung
Vorneweg ein Zitat von Albert Einstein, welches in diesem Hörbuch genannt wird: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“. Dieses Zitat war mir gänzlich neu – doch ich habe es sofort lieben gelernt.

Ruediger Schache ermutigt hier ganz bewusst, mehr auf sein Herz zu hören! Anhand von sehr vielen Beispielen, die leicht verständlich und auch nachvollziehbar sind, erläutert er, warum das eigene Herz ein so wertvoller Ratgeber bei wichtigen Lebensentscheidungen ist. Und er zeigt auch, wie man mit seinem eigenen Herz „kommunizieren“ kann. Ok, das kann dann alles Zufall sein (sagt der Zweifler), aber es könnte ja auch…(sage ich…) Jedenfalls kann es eine Entscheidungshilfe sein, wenn man so gar nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll.

Dieses Buch fand ich sehr leicht verständlich geschrieben und es machte enormen Spaß, hier zuzuhören. Nach der „Lektüre“ des Hörbuches fühlte ich mich jedenfalls wie neu geboren und das alleine macht dieses Hörbuch schon absolut hörenswert. Auch ist es äußerst inspirierend, einfach mal neue Wege auszuprobieren (siehe Zitat oben).

Sehr interessant fand ich auch die Geschichten bzgl. der Herztransplantationen und wie sich diese auf manche Menschen auswirken. Da habe ich wirklich gestaunt!

Die beiden Sprecher fand ich wieder sehr gut. Sie bilden ein perfektes Team für die Hörbücher von Schache.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ruediger Schache – Herzverstand

Siehe auch:

Herman Koch – Sehr geehrter Herr M.

Sehr geehrter Herr MBeschreibung
Seine Triumphe sind schon lange her, sein schriftstellerischer Stern ist am Sinken. Noch immer zehrt M. von seinem größten Erfolgsroman, der auf einer wahren Begebenheit beruht: Das aufsehenerregende Verschwinden des Lehrers Jan Landzaat, das landesweit Schlagzeilen machte. Landzaat hatte eine Affäre mit einer Schülerin und wurde kurz vor seinem Verschwinden vor dem Ferienhaus ihres neuen Freundes gesehen.

Für Herrn M. bedeutete diese boulevardeske Geschichte den internationalen Durchbruch. Doch nun tauchen Briefe auf, die danach fragen, was er mit dem Verschwinden des Mannes zu tun haben könnte. Und auch ein geheimnisvoller Nachbar beginnt sich brennend für M. zu interessieren – was führt er im Schilde?

Sprecher
Johannes Steck

Länge
7 h 26 m

Meine Meinung
Herman Koch und ich – hm, irgendwie scheinen wir uns nicht so gut zu vertragen. Nach „Angerichtet“ wollte ich eigentlich nichts mehr von ihm hören. Doch der Titel und die Beschreibung weckte dann doch mein Interesse. Der Anfang hat mir auch gut gefallen. Mysteriös fand ich die Briefe und war gespannt, wie es weitergehen würde. Doch je weiter die Story fortschritt, umso weniger fesselte sie mich. Über die gesamte restliche Länge konnte mich das Hörbuch einfach nicht packen, ich kam nicht wirklich hinein und mein Interesse wurde von Stunde zu Stunde geringer.

Ok, ich fand es besser als „Angerichtet“. Ein paar Dinge haben mir auch richtig gut gefallen. Z. B. dass Herr M. in einem Interview sagt, dass man den Namen Landzaat niemals in einem Roman verwenden könnte. Oder auch, dass in einem Buch zwei Personen niemals den gleichen Namen haben dürften. Interessant fand ich auch die Meinung von Herrn M., dass man bei Jugendlichen am Besten die Neugierde für Literatur wecken würde, indem man ihnen das Lesen ausredete.

D. h. nun, dass ich diverse Gedankengänge und verschiedenen Ansichten durchaus interessant fand, aber die Story an sich mich trotzdem nicht richtig fesseln konnte.

Johannes Steck fand ich wieder sehr gut. Ihm kann man einfach ewig zuhören, auch wenn die Story nicht ganz so packend ist, wie in diesem Fall hier.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Michael Robotham – Erlöse mich (Joe O’Loughlin 7)

Erlöse michBeschreibung
Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal – immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der aber schnell den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert…

Sprecher
Johannes Steck, Hans Kremer

Länge
12 h 11 m

Meine Meinung
Marnie fühlt sich beobachtet. Doch nicht nur deshalb ist sie in psychologischer Behandlung. Ihr Mann ist vor einem Jahr spurlos verschwunden und sie steht alleine mit den zwei Kindern da und versucht, die schwierige Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Was natürlich gar nicht so einfach ist.

Dieses Hörbuch fand ich sehr spannend und kurzweilig. Ständig passierten neue Dinge, die alles wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen ließen. Und ich muss gestehen, dass ich sehr lange im Dunkeln tappte, wohin diese Story eigentlich gehen wollte. Nicht selten schwankte ich zwischen: „Marnie spinnt einfach“ und „Nein, sie kann da gar nichts für“. Eine bemerkenswerte Wendung nahm die Story, als die Episode auf dem Speicher erzählt wurde – puh, da bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke.

Die beiden Sprecher fand ich eine sehr gute Wahl für das Hörbuch. Beide sprachen ihre Parts bestens und man bekam dadurch eine kleine Hilfestellung, ein kleines Gerüst für die Gesamthandlung.

Insgesamt fand ich „Erlöse mich“ einen passenden Titel für die Handlung. Die 12 Stunden vergingen für mich mit viel Spannung, viel Miträtseln und einer ordentlichen Portion Gänsehaut. So mag ich das.

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Siehe auch: 

 

Simon Beckett – Der Hof

Der HofBeschreibung
Auf der Flucht vor der Vergangenheit strandet der Engländer Sean auf einem einsamen Hof in Frankreich. Es ist brütend heiß, die Schweine wühlen im Dreck. Nur widerwillig duldet man den Fremden, denn die Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen – etwas, das man besser für immer ruhen lässt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
10 h 37 m

Meine Meinung
Auf „Der Hof“ hatte ich mich sehr gefreut, hatten mir doch die letzten Bücher von Simon Beckett ausgesprochen gut gefallen. Die Story fing auch recht gruselig und geheimnisvoll an. Sofort war ich von der Geschichte gefesselt, bis zu dem Vorfall im Wald. Ab da flachte der Spannungsbogen ab. Sean befand sich also auf dem Hof, der diesem Buch den Titel verlieh. Hier und da passierte auch etwas, aber eher selten. Die Menschen dort waren allesamt etwas seltsam, ebenso die Tiere (bis auf den Hund, den fand ich toll).

Kurz vor dem Ende kam dann wieder etwas Spannung auf, doch kann man dieses Zwischenspiel nicht als ausreichenden Ausgleich für den äußerst trägen Mittelteil ansehen. Und kaum ist der Höhepunkt erreicht, flacht die Story wieder ab, um letztendlich im alten Trott wieder zu versickern.

Abwechselnd wird aus der Gegenwart – also von der Zeit auf dem Hof – und aus Seans Vergangenheit erzählt. Nach und nach setzt sich so Seans Leben zusammen. Normalerweise finde ich solch eine Erzählweise äußerst reizvoll. Warum das hier eher nicht so war, kann ich gar nicht genau sagen.

Der Plot des Buches war sicherlich insgesamt gesehen gut. Doch leider konnten mich weder die Protagonisten noch die Handlung wirklich so richtig packen. Es war letztendlich eine für meinen Geschmack viel zu lange Erzählung, die um einiges gekürzt vielleicht auch etwas spannender gewesen wäre. So jedoch braucht man viel Geduld. Dieses Buch als Psychothriller zu verkaufen – na ich weiß ja nicht. Das trifft es meiner Meinung ganz und gar nicht.

Der Sprecher Johannes Steck war sehr gut in seiner Leistung. Er macht seinen Job einfach immer verdammt gut.

Ich habe nun lange überlegt, ob ich der Story 3 oder 4 Pingu-Punkte geben soll. Ich habe mich für knappe 4 Pingu-Punkte entschieden, da wie gesagt der Plot durchaus gut war. Wer allerdings meint, mit „Der Hof“ ein ähnlich spannendes Buch wie z. B. mit „Kalte Asche“ in den Händen zu halten, der wird enttäuscht werden. Wer sich jedoch gerne auf eine weit ausufernde Erzählung einlassen möchte, der wird hiermit bestens bedient sein.

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Siehe auch:

David Hunter:

Andere: