Sarah Vaughan – Anatomie eines Skandals

Du willst deinem Ehemann glauben. Sie will ihn zerstören.

Beschreibung
Sophie ist glückliche Ehefrau des charismatischen Parlamentspolitikers James. Bis er ihr eine Affäre mit seiner Assistentin gesteht. Die ihn nun wegen Vergewaltigung verklagt. James leugnet und setzt auf die Loyalität des Premierministers, der ihm noch einen Gefallen schuldet. Staatsanwältin Kate sieht die Anklageschrift mit großem Interesse auf ihren Schreibtisch flattern. Aus Gründen, die in ihre Zeit in Oxford zurückreichen. Ein Prozess mit unerwartetem Finale stellt Loyalitäten auf den Prüfstand. Und verändert nicht nur Sophies und James‘ Leben…

Sprecher
Sabine Arnhold

Länge
13 h 17 m

Meine Meinung
Solch eine Geschichte hatte ich nach obiger Beschreibung nicht erwartet. Es hat mich dann doch etwas umgehauen. Denn die Erlebnisse, die hier sehr eindrücklich von den betroffenen Personen beschrieben werden, fand ich derart glaubwürdig und echt geschildert, dass mir stellenweise wirklich zum Heulen zumute war. Eine grausame Welt für die einen, eine erfolgreiche Welt für die anderen. Furchtbar! Großartig geschrieben!

Sabine Arnhold als Sprecherin war auch sehr passend für diese Geschichte.

Weitere Informationen
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Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Beschreibung
Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat.

Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen…

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
20 h 04 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist sicherlich eine gute Idee, mit dem sich das Buch befasst, doch so wirklich gepackt hat mich die Story leider nicht. Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran das lag, was mir gefehlt hat, aber irgendwie hat hier bei vielem einfach das Quentchen gefehlt, dass mich in Begeisterung versetzt hätte.

Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Geschichte, die zwar auch einige Länge aufweist, aber insgesamt doch recht unterhaltsam ist.

Richard Barenberg fand ich wieder sehr gut. Ich habe ihn mittlerweile als sehr guten Sprecher zu schätzen gelernt.

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Sam Feuerbach, Thariot – Instabil: Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen

Beschreibung
Zeitreisethriller – Patrick Richter weiß nicht, wie ihm geschieht. Früh am Morgen wird er von einem Sondereinsatzkommando aus dem Bett gerissen, verhaftet und verhört. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Er ist unschuldig, aber die deutschen Behörden kümmert das wenig. Er wird an das FBI ausgeliefert und soll nach Guantanamo überstellt werden. Doch dann verschwindet er unerklärlicherweise aus seiner Auslieferungszelle…

Sprecher
Thomas Dellenbusch

Länge
11 h 13 m

Meine Meinung
Mit Instabil habe ich mein erstes Hörbuch von Sam Feuerbach und Thariot gehört. Was soll ich sagen: Es war ein Volltreffer!

Patrick ist ein Durchschnittstyp. Nichts ist außergewöhnlich an ihm, weder in die eine noch in die andere Richtung. Eigentlich ein Langweiler, der sich mit Ach und Krach durchs Leben schlägt. Bis zu einer ganz normalen Nacht, als er von einem Sondereinsatzkommando aus dem Bett gerissen und verhaftet wird. Er wird verhört, jedoch nur recht halbherzig und soll schon am nächsten Tag nach Guantanamo überstellt werden. Doch als er in der Umkleidekabine seinen orangenen GTMO-Haftanzug anziehen soll, verschwindet er auf unerklärliche Weise aus der Kabine. Weder die Polizei noch Patrick selbst können sich dieses Verschwinden erklären. Und so beginnt eine irre Hetzjagd auf Patrick, bei der er nicht selten plötzlich verschwindet und sich so dem Zugriff in letzter Minute widersetzen kann.

Eine Journalistin, die hier „die Story“ ihres Lebens wittert, erschwert Patrick noch die Flucht, da nun die ganze Bevölkerung sein Gesicht kennt und ihn für ein Al-Kaida-Mitglied hält. Spannend, spannend kann ich da nur sagen.

Besonders gut hat mir hier die erfrischende Sprache des Buches gefallen. Sie scheint aus dem Leben gegriffen und kommt einfach locker, flockig daher. Über viel Humor (und auch schwarzen Humor) darf man sich ebenfalls freuen.

Klasse finde ich ja immer bei den Zeitreisebüchern, dass man ordentliche Gehirnknoten bekommt. Und die bekommt man hier in reichlicher Dosis.

Kurz, dieses Hörbuch hat mich sehr begeistert. Wie ich gelesen haben, wird es wohl eine 3-teilige Reihe werden wird. Doch da muss ich mich wohl noch etwas gedulden.

Den Sprecher fand ich im Großen und Ganzen ganz ok, wenn mir auch etwas mehr Enthusiasmus besser gefallen hätte. Sprich, da ist meiner Meinung nach noch Luft nach oben. Aber trotzdem hat er seine Sache gut gemacht.

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Michael Lüders – Never say anything

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Eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten und einer entfesselten Moral.

Die Journalistin Sophie Schelling hatte sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen.

In seinem packenden Polit-Thriller führt Michael Lüders auf die dunkle Seite des amerikanischen Drohnenkriegs und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Immer tiefer verstrickt sich Sophie in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis aus ihrer Suche ein blutiger Kampf ums Überleben wird.

Sprecher
Steffen Groth

Länge
10 h 04 m

Meine Meinung
Von Michael Lüders hatte ich zunächst „Wer den Wind sät“ gehört. Ein Sachbuch, dass sich mit der Situation im Orient beschäftigt. Dieses fand ich äußerst interessant und ich wollte natürlich wissen, ob er auch einen guten Politthriller schreiben konnte.

Natürlich handelt die Story von einem Ereignis, das sich – zumindest in der Geschichte – im Orient abspielt. Ein schreckliches Ereignis, dessen Zeugin die Journalistin Sophie wird. Ein Drohnenangriff auf ein ärmliches Dorf, irgendwo im Niemandsland. Zurück bei Ihrer Zeitung hat sie ein großes Problem. Wieviel kann sie davon wahrheitsgetreu berichten, ohne selbst in allzu große Gefahr zu geraten? Denn durch die Medien wurde dieser Drohnenangriff der Öffentlichkeit anders dargestellt, als er sich tatsächlich zutrug.

Mir hat dieser Thriller gut gefallen. Jedoch war mir die Journalistin anfangs nicht tough genug dargestellt. Vermutlich entspricht dieses Verhalten aber wohl eher der Realität. Sie macht dann zwar letztendlich doch einen sehr gewagten Schritt, doch das dauert, bis sie zu diesem Schluss kommt.

Ein Zitat eines berühmten Songs fand ich hier sehr passend eingeschmiegt: You can check out any time you want, but you can never leave.

Der Anfang der Story war richtig gut, doch der Rest der Story flacht dann doch etwas ab.  Man darf also – außer am Anfang – keine allzu übertriebene Spannungserwartung haben, dann ist dieser Thriller echt gut. Leider lässt er auch viel mehr Wahrheit vermuten, als man von einem erfundenen Roman landläufig erwartet. Und eines ist sicher: Einen bleibenden Eindruck hat diese Story auf alle Fälle bei mir hinterlassen.

Steffen Groth ist zwar auch hier wieder recht langsam unterwegs, aber hier fand ich das nicht ganz so dramatisch. Etwas mehr Tempo hatte er nämlich durchaus zugelegt, als in „Wer den Wind sät“. Und das Geräusch, das er machte, um den Drohnenangriff darzustellen, fand ich äußerst klasse.

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Greg Iles – Natchez Burning

Natchez BurningBeschreibung
Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben.

Nun ist mit Viola Turner eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt – und stirbt wenig später. Die Polizei verhaftet ausgerechnet Penns Vater – er soll sie ermordet haben. Zusammen mit einem Journalisten macht Penn sich auf, das Rätsel dieses Mordes und vieler anderer zu lösen.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
32 h 28 m

Meine Meinung
Nach 32 Stunden und 28 m sollte man eigentlich froh sein, wenn eine Geschichte endlich zu Ende gehört ist. Nicht so hier. Ich hätte noch Stunden weiterhören können, was sicherlich auch mit dem offenen Ende zusammenhängt. Man darf sich also schon auf die Fortsetzung freuen.

Greg Iles nimmt uns bei dieser Geschichte unter anderem mit in die Jahre, in denen der Ku-Klux-Klan sein Unwesen trieb. Geschickt verknüpft er die Vergangenheit mit der Gegenwart und zeigt auf, dass einen die Vergangenheit doch immer wieder einholen kann, dass sie nie ganz abgeschlossen ist.

Den Spannungsbogen baut er gekonnt behutsam auf bis er zum Ende hin derart zum Bersten gespannt ist, dass man kaum noch atmen kann. Mir hat diese Art wieder sehr gut gefallen, denn man erfährt sehr viel von den geschichtlichen Hintergründen, die er aber keineswegs lehrmeisterhaft oder gar langweilig erzählt. Im Gegenteil, er erzählt und erzählt und man hängt förmlich an seinen (bzw. Teschners) Lippen, um ja keine Einzelheit zu verpassen. Grandios.

Die Personen und Schauplätze sind sehr gut beschrieben – ich hatte alles bildlich vor Augen. Auch sind die Handlungen der Protagonisten realistisch und jederzeit nachvollziehbar, so dass bei mir keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Story aufkam. Wenn ich auch vieles als äußerst schockierend empfand. Der Rassismus hatte/hat leider sehr schreckliche Auswüchse. (Siehe auch: John Katzenbach – Das Tribunal und Sue Monk Kidd – Die Erfindung der Flügel).

Uve Teschner ist hier wieder zur Bestform aufgelaufen. Somit war Teschner in Verbindung mit dieser tollen Story ein absoluter Hörgenuss, bei dem die über 32 Stunden wie im Flug vergingen. Somit sollte man sich von der Länge des Hörbuchs ganz sicher nicht abschrecken lassen. Im Gegenteil: Man darf sich auf stundenlange beste Unterhaltung freuen.

Klar, dass es auf meine Bestenliste kommt.

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Martin Suter – Montecristo

MontecristoBeschreibung
Als sein Intercity gewaltsam zum Stehen kommt, ahnt Jonas Brand noch nicht, in welches Abenteuer er gerade gerät. Die Weiterfahrt ist blockiert, draußen liegt ein Toter. Brand schultert die Kamera, hält die beklemmende Situation fest und befragt die Mitreisenden. Er ist freischaffender Videojournalist, der allerdings von Höherem träumt: Er möchte Filme machen – wenn ihm nur jemand eine Chance geben würde.

Drei Monate später spielt ihm der Zufall wieder etwas Seltsames in die Hände: zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer – beide eindeutig echt. Und dann wird Brands Wohnung durchwühlt und er selbst auf offener Straße zusammengeschlagen und beraubt. Jemand soll offenbar eine Ungereimtheit aus der Welt schaffen – und damit zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger staatstragender Persönlichkeiten.

Sprecher
Wanja Mues

Länge
7 h 31 m

Meine Meinung
Die meisten Bücher, die ich bisher von Martin Suter gehört habe, fand ich richtig klasse. Deshalb freute ich mich sehr auf sein neuestes Werk „Montecristo“. Kaum hatte ich es, startete ich auch sogleich damit. Es fing wieder sehr vielversprechend. Gespannt lauschte ich den Geschehnissen, die Jonas Brand zunächst in der Bahn erlebte, dann dem Einbruch in seiner Wohnung, dann wie er einen Tag später überfallen wurde. Ich war begeistert. Abwechslungsreich, kurzweilig – so mag ich das, so kenne ich das von Suter. Doch leider blieb es nicht so. Es kamen zwar weiterhin einige Überraschungen, aber die fand ich zunehmend konstruiert und meine Begeisterung mäßigte sich.

Als ich dann das Ende hörte, war ich derart enttäuscht, dass ich dachte, ich hätte etwas nicht richtig mitbekommen. Ich spulte zurück und musste feststellen, dass ich mich leider, leider nicht verhört hatte. Von allen Szenarien, die ich mir vorstellen konnte, wie das Buch enden würde, fand ich das nun die übelste Variante. Ich war ehrlich enttäuscht.

Wanja Mues als Sprecher war mir bis dato unbekannt. Er hat mir als Sprecher richtig gut gefallen. Er bekommt auf jeden Fall die volle Punktzahl, der Story an sich kann ich leider nur 3 Punkte geben.

Der nächste Suter wird hoffentlich wieder mehr nach meinem Geschmack ausfallen.

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Arno Strobel – Das Dorf

Das DorfBeschreibung
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass er Anna zuletzt gesehen hat. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
8 h 54 m

Meine Meinung
Soeben habe ich das Hörbuch fertig gehört. Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert, entsetzt, begeistert, schockiert – und froh, dass ich nun endlich die Auflösung kenne. Diese hat mich allerdings mehr als verblüfft. Meine Ahnung, wohin das führen würde, war mal wieder total falsch. Ein Glück, denn das wirkliche Ende fand ich tausend Mal besser, als mein „Geahntes“.

Wie oben bereits beschrieben, fährt Bastian in ein kleines Dorf an der Müritz, aus dem er einen Hilferuf seiner Exfreundin Anna erhielt. Sein Freund Safir kommt mit und will ihm helfen, Anna wiederzufinden. Doch in dem Dorf ist alles mehr als seltsam. Vieles deutet darauf hin, dass Anna hier festgehalten wird und trotzdem kann er sie nicht finden. Die Dorfbewohner sind mehr als unfreundlich und wollen ihm nicht helfen. Einzig Mia schenkt ihm ein offenes Ohr und hilft ihm. Seltsame Dinge passieren, die Bastian nach und nach immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen. Den Hörer übrigens auch. Die Geschichte ist stellenweise äußerst verwirrend aber nicht so, dass man denkt, was ein Mist, sondern vielmehr so, dass man sagt: Gott, der arme Kerl – was geschieht da.

Ich will von der Geschichte nicht mehr erzählen, denn sie soll für dich ja genauso spannend bleiben, wie die Story für mich war. Ich lauschte jedenfalls gebannt jeder Minute der knapp 9 Stunden und fand sie durchweg spannend und interessant. Zum Ende hin nahm die Story sogar nochmals mehr an Fahrt auf, was meine Nerven schier zum Bersten brachte. Na, und das Ende fand ich toll.

Sascha Rotermund fand ich wieder ganz hervorragend in seiner Rolle des Sprechers. Er passt sehr gut zu Strobels Büchern.

Kurzum, „Das Dorf“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, genau so, wie ich mir einen Psychothriller vorstelle.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Siehe auch:

 

 

Andreas Eschbach – Todesengel

TodesengelBeschreibung
Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind – erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz.

Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den „Racheengel“ zum Star – und löst damit eine Katastrophe aus…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
16 h 26 m

Meine Meinung
Mit „Todesengel“ hat sich Andreas Eschbach ein sehr heikles Thema zur Brust genommen. Und wie immer hat er daraus eine faszinierte und äußerst interessante Story gebastelt. Doch um was geht es eigentlich in „Todesengel“? Das ist wohl in einem Satz schwer zu sagen. Deshalb will ich etwas weiter ausholen.

Es geht um aggressive Jugendliche, die auf Unschuldige einprügeln. Es geht um einen „Todesengel“, der diese Jugendlichen erschießt, da es Unrecht ist, was sie tun. Es geht um Gewalt, um Selbstjustiz, um die deutsche Rechtsprechung, um Täter- und Opferschutz im Vergleich, es geht um journalistische Arbeit, um die Verarbeitung von Schocks und nicht zuletzt um: wo hört Notwehr auf und fängt Rache an.

Der Journalist Ingo Praise bekommt die Chance, das erste Opfer in dieser Geschichte, den Renter Erich Sassbeck, zu interviewen. Ingo glaubt dem Mann seine Darstellung, dass ein Engel die Jugendlichen erschossen hat und nicht er, auch wenn er früher Grenzpolizist war und sie damals die Dienstwaffen der Marke Makarov nutzten, mit der jetzt die Jugendlichen erschossen wurden. Die Polizei will ihm die Geschichte mit dem Todesengel zunächst nicht abnehmen. Ingo bekommt die Chance, sein Interview in der Zeitungsausgabe von City TV groß herauszubringen. Das schlägt ein wie eine Bombe und Ingo bekommt eine eigene TV-Show. Der Name der Show: Anwalt der Opfer. Ingo scheint am Ziel seiner Träume. Denn er kämpfte schon immer für die Opfer, leider konnte er wenig ausrichten. Doch jetzt mit dieser Show stehen ihm alle Türen offen. Es werden – wie üblich in solchen Talkshows – viele Menschen eingeladen, die ganz kontroverse Meinungen zu diesem Thema haben. Die Show hat Einschaltquoten wie es der Sender noch nie erlebt hat und dann, ja dann passiert der Sugergau.

Mehr will ich hier nicht verraten.

Ich fand dieses Hörbuch derart interessant und informativ, dass ich mich nur schwer davon loseisen konnte. Der Spannungsbogen wird gespannt und gespannt, bis er schier zu platzen droht. Und gerade dann, wenn man denkt, ok, jetzt kann ich etwas verschnaufen passiert das Schlimmste überhaupt. Unglaublich gut hat das Andreas Eschbach gemacht.

Sehr interessant fand ich die Diskussionen während der TV-Shows. Es wurden viele Beispiele genannt, bei denen man wirklich nur den Kopf über die Rechtsprechung schütteln kann. Doch was wäre der richtige Weg, um die Kriminalität einzudämmen? Und wie würde eine gerechtere Rechtsprechung aussehen? Wie hart darf man sich wehren, wenn man angegriffen wird? Leistet man Hilfe läuft man Gefahr, selbst bestraft zu werden – hilft man nicht, kann man wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden. Und, und, und…

Die Charaktere wurden durch die Bank weg lebensecht, glaubhaft und jederzeit nachvollziehbar in ihren Handlungen dargestellt. Besonders Ingo Praise ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Insgesamt hat Eschbach mit seinem neuesten Buch „Todesengel“ ein topaktuelles Thema aufgegriffen, das er – wie immer – brillant umgesetzt hat. „Todesengel“ ist eine sehr kurzweilige, äußerst interessante und verdammt gut Story. Ich war mal wieder sehr begeistert und bin schon jetzt gespannt darauf, welches Thema er sich für sein nächstes Buch auswählen wird.

Andreas Eschbach und Matthias Koeberlin passen verdammt gut zueinander. Wie Deckel auf Topf. finde ich. Von mir aus könnte er gerne alle weiteren Bücher von ihm ebenfalls sprechen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Eschbach – Todesengel

Siehe auch: