Jussi Adler-Olsen – Opfer 2117 (Carl Mørck 8)

Beschreibung
Auf Zypern wird eine Tote aus dem Wasser geborgen. Offenbar eine Geflüchtete aus dem Nahen Osten. Auf der sogenannten „Tafel der Schande“ in Barcelona, wo die aktuelle Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge angezeigt wird, ist sie das „Opfer 2117“. Doch die alte Frau ist nicht ertrunken, sondern wurde ermordet. In Kopenhagen spielt der 22-jährige Alexander das Computerspiel „Kill Sublime“. Das Foto des „Opfers 2117“ hängt direkt vor ihm. Sein Hass auf die Gesellschaft, die gegenüber dem Elend der Welt gleichgültig ist, ist so groß, dass er beschließt, für diese Frau Rache zu nehmen, sobald er in „Kill Sublime“ Level 2117 erreicht hat. Können Carl Mørck und Assad ihn rechtzeitig aufhalten?

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
18 h 9 m

Meine Meinung
Uff, Opfer 2117 ist hart, hart an der Grenze des Erträglichen, hart, was die erzählte Geschichte an sich angeht und hart was wir über die Geschichte von Assad erfahren.

Ist Assad aus den vorherigen Bänden als zwar sehr intelligent aber doch ein klein wenig trottelig – immer mit seinen Kamelwitzen und seinen herrlichen Wortverdrehungen – bekannt, so bekommen wir hier Assad in einem ganz anderen Licht präsentiert. Hier erfährt man so einiges über seine Herkunft aus Syrien, was er früher wirklich getan hat und dass er das reinste Sprachgenie ist. Findest du nun unglaubwürdig? So ging es mir im ersten Moment auch. Ich dachte sogar: Boah, nee, ist Jussi sonst nix eingefallen, als solch eine unglaubwürdige Story? Kurz davor, das Buch abzubrechen, hörte ich doch weiter. Denn ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Jussi seine Fans mit so etwas abspeisen würde. Was ein Glück kann ich im Nachhinein  nur sagen. Denn je weiter die Story voran schreitete, um so glaubwürdiger fand ich alles und umso schrecklicher weil durchaus vorstellbar.

Es ist wirklich keine leichte Kost, die wir als Hörer dieser 8. Fortsetzung auf die Ohren bekommen. Ganz im Gegenteil. Es bewegt sich hart an der Grenze zum Erträglichen. Tja, wie soll ich das nun weiter beschreiben, ohne etwas zu verraten? Nur soviel: Alles hängt zusammen, das Opfer 2117, der noch recht junge angehende Attentäter, der mit einer Machete Gerechtigkeit für das Opfer 2117 fordern will, der Syrien-Krieg, die Uno, Selbstmordattentäter… und und und… Fantastisch, wie Jussi hier die Fäden gezogen hat und wie clever er hier das Netz der Zusammengehörigkeit gewoben hat.

Auch darf man sich wieder auf Rose freuen. Sie ist wieder da, und zwar gewaltig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Sprecher Wolfram Koch war natürlich wieder in Höchstform. Er und kein anderer gehört zu dieser Reihe. Er passt einfach wie der Deckel auf den Topf.

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Jussi Adler-Olsen – Selfies (Carl Mørck 7)

Beschreibung
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Sie kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Und welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Der neue Thriller von Jussi Adler-Olsen verspricht atemberaubende Spannung bis zur letzten Minute – ungekürzt gelesen von Wolfram Koch.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Bei dieser Folge ist die Ermittlungsarbeit im eigentlichen Fall etwas Nebensache. So kam es mir jedenfalls vor. Es geht hier hauptsächlich um Rose, die in ein sehr tiefes psychisches Loch gefallen ist und dort nicht mehr herausfindet. Carl und Assad versuchen nun also, auch Roses Vergangenheit aufzuklären, um ihr irgendwie helfen zu können.

Den Fall an sich fand ich dieses Mal ziemlich gut aber nicht super spannend. Es ging hier hauptsächlich um Sozialschmarotzer und jede Menge Gesellschaftskritik. Das war natürlich schon sehr interessant. Durchzogen mit den privaten Dramen ergab es eine kurzweilige Story, der man stundenlang zuhören konnte, ohne langweilig zu werden.

Wolfram Koch gehört zu Carl und Assad wie David Nathan zu Stephen King. Das perfekte Paar.

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Jussi Adler-Olsen – Verheißung: Der Grenzenlose (Carl Mørck 6)

VerheißungBeschreibung
Eine Tote hing kopfüber in einem Baum und keiner weiß, was damals geschah. Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Habersaat versucht, den tragischen Tod der jungen Frau aufzuklären. Doch jetzt, kurz nachdem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet, kommt er selbst auf schockierende Weise ums Leben – und wenig später stirbt auch sein Sohn.

Die Recherchen bringen Carl Mørck und sein Team auf die Insel Öland, zu einem Mann, der mit seinen Heilsversprechen Sinnsucher aus ganz Europa anlockt. Der neue Fall führt Carl, Assad und Rose weit über ihre Grenzen hinaus. Und lange ahnen sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie sich befinden.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Ein neuer Fall für das Sonderdezernat Q. Zwar will Carl – wie eigentlich immer – zunächst nichts von dem Fall wissen, doch schnell packt auch ihn die Neugier und die Gewissheit, dass der Unfall, der bereits 18 Jahre her ist, kein Unfall sondern vielmehr ein eiskalter Mord war. Und so beginnt die Ermittlungsarbeit des genialen Trios mit Carl, Assad und Rose. Anfangs plätschert die Story etwas vor sich hin, doch schnell ist die Einführung gehört und fortan will man den Player nicht mehr abschalten, so spannend beschreibt Jussi Adler-Olsen die Ereignisse.

„Verheißung“ ist ein Krimi, der einige Handlungsstränge gekonnt miteinander verknüpft. War mir anfangs noch völlig schleierhaft, wie sich das alles zu einem Großen und Ganzen fügen soll, dämmert es einem im Laufe der Story und man ist wieder einmal mehr begeistert von Jussis gekonnter Art, vielschichtige Geschichten geschickt und äußerst spannend zu erzählen. Sich solch eine komplexe Story überhaupt erst einmal einfallen zu lassen, ist absolut bewundernswert.

Lange Zeit war ich auf einer falschen Fährte, wurde hierin und dahin gelockt mit meinem Verdächtigungen und doch immer wieder eines Besseren belehrt. Und wie sich das alles am Ende aufklärte, war hochdramatisch, für mich unerwartet und genial überlegt und erzählt.

Einzigartig, wie präzise die Personen und die verschiedenen Schauplätze beschrieben wurden, so dass sich wieder sehr schnell das Gefühl „Kopfkino“ einstellte. 18 Stunden beste und spannende Unterhaltung, die Carl, Assad und Rose nicht selten an den Rand ihrer Kräfte trieb.

Sehr toll war auch wieder der Wortwitz, den die Unterhaltungen boten. Ich habe trotz der Dramatik sehr oft sehr herzhaft gelacht. Und natürlich fehlten auch die Kamelwitze nicht. Äußerst interessant fand ich den kurzen Exkurs eines Professors, dass alle Weltreligionen auf ein und denselben Ursprung zurückzuführen sind.

Somit ist auch der 6. Teil der Carl Mørck-Reihe wieder ein Meisterwerk der Krimikunst. Jussi Adler-Olsen ist in meinen Ohren einer der besten skandinavischen Krimi-Autoren.

Wolfram Koch als Sprecher war wieder perfekt. Keiner könnte diese Reihe besser lesen, als er. Man könnte sagen: Was David Nathan für Stephen King, ist Wolfram Koch für Jussi Adler-Olsen. Eine andere Kombination ist schlichtweg undenkbar!

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Weitere Informationen

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Jussi Adler-Olsen – Erwartung: Der Marco-Effekt (Carl Mørck 5)

ErwartungBeschreibung
Der 15-jährige Marco ist Mitglied eines Clans, der sich mit Einbrüchen, Diebstählen und Bettelei über Wasser hält. Als der Clan droht, ihn zum Krüppel zu machen, flüchtet Marco Hals über Kopf und stolpert im Wald über eine Leiche. Das Gesicht des Toten lässt ihm keine Ruhe mehr und er setzt alles daran, das Verbrechen aufzuklären.

Parallel nimmt auch Carl Mørck die Fährte auf – wie es scheint, ist der Tote in einen politischen Skandal über die Veruntreuung von Entwicklungshilfegeldern verstrickt. Gemeinsam kommen Mørck und Marco dem Komplott auf die Spur. Doch Marcos ehemaliger Bandenchef bleibt ihnen dicht auf den Fersen.

„Erwartung“ ist der fünfte Fall für Carl Mørck und seinen Assistenten Assad, packend gelesen von Wolfram Koch.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Ich habe die bisher vier erschienen Krimis um das Sonderdezenat Q rund um Carl Mørck, Assad und Rose verschlungen. Natürlich war ich auf den fünften Band sehr gespannt. Kaum erschienen, schon hatte ich ihn mir geladen und angefangen zu hören.

Marco ist ein sehr cleverer junger Kerl, der äußerst wissbegierig ist und von einem ganz normalen Leben träumt. Doch leider verhindert das der Clan, dem er unfreiwillig angehört und der ihn zu Einbrüchen und Diebstählen zwingt. Als das Oberhaupt des Clans dann beschließt, ihn zum Krüppel zu machen, nimmt er reiß aus und versteckt sich vor seinen Verfolgern in einem Erdloch im Wald. Als die Gefahr einigermaßen gebannt scheint und sie die Suche zunächst abbrechen, schlüpft er wieder aus dem Erdloch heraus. Etwas sich seltsam anfühlendes hat er berührt. Als er genauer nachschaut stellt er mit Entsetzen fest, dass er sich neben einer Leiche versteckt hat! Das Gesicht des Toten kann er fortan nicht mehr vergessen. Und als ihm dann auch noch dämmert, dass sein Clan diesen Mann getötet hat, wird seine Panik und seine Angst noch viel größer.

Währenddessen schließen Carl, Assad und Rose gerade einen anderen ungeklärten Fall auf. Für Carl ist die Sache zwar noch nicht ganz abgehakt, aber Rose besteht darauf, als nächstes in einem Fall zu ermitteln, in dem es um einen seit Jahren vermissten Mann geht, der im Bereich Entwicklungshilfe für Afrika tätig war. Carl kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Rose unbedingt diesen Fall bearbeiten will. Doch dann ereignen sich Dinge, die ebenfalls auf diesen Fall deuten. Und diese Dinge ereignen sich durch Marco. Denn so gut wie er Sachen aus fremden Taschen klauen kann, so gut kann er auch etwas in fremde Taschen hineinschmuggeln.

Abwechselnd erfährt man nun von dem Fortgang von Carls Ermittlungen und von Marcos Flucht vor seinen Peinigern. Denn der Bandenchef hat nicht nur seinen ganzen Clan auf ihn angesetzt, nein, es suchen auch noch Kerle ganz anderen Kalibers nach ihm. Angeheuerte Kindersoldaten, die vor nichts zurückschrecken und die nur ein Ziel vor Augen haben: Marco zu töten.

In diesem Buch menschelt es sehr. Und das fand ich so richtig klasse. So hat sich Mona z. B. von Carl getrennt. Und die Gefühle, die fortan in Carl wüten, hat Jussi Adler-Olsen dermaßen gut beschrieben, dass ich mit Carl litt, mit ihm spürte, wie die Brust zu eng wurde. Doch nicht nur Carls menschliche Regungen wurden bravourös beschrieben. Auch Marcos Angst und Verzweiflung wurden hervorragend gezeichnet – kurz, ich war wirklich sehr angetan, von diesen fantastisch zutreffenden Beschreibungen nicht nur der Gefühle, sondern auch der Körperreaktionen. Wirklich toll, wie Jussi es versteht, dies in Worte zu fassen. Wer da keine Gänsehaut bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Assad darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Ihm geht es in diesem Band langsam wieder etwas besser, nachdem er ja vom letzten Fall noch mächtig lädiert war. Im Laufe der Geschichte macht er immer weitere Fortschritte und seine Kamelsprüche waren wie immer erste Sahne. Ich muss schon wieder lachen, wenn ich nur daran denke.

Den Ausgang der Geschichte fand ich genial. Ich weiß zwar nicht, ob das in … Nein. Kein Wort mehr dazu. Ich fand das klasse – fertig, aus.

Wolfram Koch ist für mich „Die Stimme“ für Jussis Carl Mørck-Geschichten. Das dürfte niemand, wirklich niemand anderes sprechen. Besonders die Art, wie er Assads Stimme spricht, lässt mich immer wieder dahin schmelzen.

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Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jussi Adler-Olsen – Erwartung: Der Marco-Effekt (Carl Morck 5)

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Jussi Adler-Olsen – Verachtung (Carl Mørck 4)

VerachtungBeschreibung
Carl Mørck vom Sonderdezernat Q ermittelt in einem neuen Fall: eine Reihe vermisster Personen aus dem Jahr 1987. Die Spur führt ihn zu Nete Hermansen, die als junges Mädchen ihre Mutter verlor und ein entsetzliches Schicksal erlitt. Von ihren Vormündern grausam misshandelt, durch einen fanatischen Arzt zwangssterilisiert, wurde sie schließlich nach Sprogø verbannt, der Insel für ausgestoßene Frauen. Als sie entlassen wird, lernt Nete zu vergessen. Sie heiratet und führt ein glückliches Leben – bis sie Jahre später erneut auf ihre Peiniger trifft und beschließt, grausame Rache zu nehmen.

„Verachtung“ („Journal 64“, 2010) ist der vierte Fall für Carl Mørck und seinen Assistenten Assad, packend gelesen von Wolfram Koch.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 26 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch ging mir tief unter die Haut. Es wird hier die Geschichte von Nete Hermansen die erzählt, die eine Kindheit und Jugend durchleben musste, wie es schlimmer wohl kaum noch geht. Doch sie ist eine starke Frau und schafft es, trotz aller Widrigkeiten glücklich zu werden.

Als sie dann wieder auf ihre früheren Peiniger trifft, wird ihr Leben abermals aus der Bahn geworfen. Und jetzt – nach so vielen Jahren – beschließt sie endlich, Rache zu üben. Völlig verständlicherweise wie ich finde.

Die Geschichte wird in verschiedenen Zeiten erzählt. Zum Einen, aus der Kindheit von Nete, wenn sie sich erinnert, dann 1987, als einige Menschen spurlos verschwanden und natürlich aus dem Jahre 2010 als Carl Mørck und sein Assistent Assad in diesem ungeklärten Fall ermitteln. Dadurch baut sich die Geschichte Stück für Stück auf, immer mehr furchtbare Details kommen ans Tageslicht. Ich als Hörerin war immer entsetzter, als ich hörte, wozu Menschen in der Lage sind – was sie anderen antun können. Und das Schlimme dabei: es ist ja nicht an den Haaren herbeigezogen. Die Geschichte könnte durchaus passiert sein!

Dies ist kein Krimi, der blutig daher kommt. Nein, hier geht es vielmehr um die seelische Vernichtung von Menschen durch pure Verachtung. Machtspiele, Intrigen und Lügen die sich gegen Nete richteten, gaben ihr in ihrem Leben kaum eine Chance.

Doch trotz aller Ernsthaftigkeit der Thematik und der ganzen Grausamkeiten, kam auch hier der Charme in den Dialogen zwischen Carl und Assad nicht zu kurz. Und das war gut so. Denn dieses Hörbuch ist so schockierend, dass man es ohne kurz mal auflachen zu können, kaum aushalten könnte.

Wolfram Koch hat seine ganz eigene Art. Manchmal spricht er etwas abgehackt, aber das auf eine so interessante Art, dass es mir sehr gut gefällt. Und seine Stimme mag ich sowieso.

Insgesamt ist „Verachtung“ eine sehr vielschichtige Geschichte mit Tiefgang, die man ganz sicher so schnell nicht wieder vergisst.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jussi Adler-Olsen – Verachtung

Siehe auch:

 

Jussi Adler-Olsen – Erlösung

Beschreibung
Jahrelang bleibt der Hilfeschrei ungehört, als Brief im Inneren einer verwitterten Flaschenpost verborgen. Dann landet die Botschaft im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Entsetzt stellen Kommissar Carl Mørck und sein Assistent Assad fest, dass der Brief mit menschlichem Blut geschrieben wurde. Offenbar ist er das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt wurden. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Bald steht fest: Der Täter läuft noch immer frei herum.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
504 Minuten

Meine Meinung
Das war mal wieder ein Krimi, genau wie ich ihn mag. Der mir äußerst sympathische Kommissar Karl und sein Assistent Assad gaben mal wieder alles, um einen uralten Fall aufzuklären. Und ein Mörder, ein Mister Superschlau, der so von sich und seiner Klugheit überzeugt war, dass er jahrelang mit seinem Tun unentdeckt blieb. Sehr spannend durfte man miterleben, wie sich die Schlinge immer enger zuzog – ich konnte gar nicht aufhören zu hören! Die Geschichte war an sich von Anfang bis zum Ende sehr spannend. Und dann gab einem Jussi Adler-Olsen nochmals  zwischendurch mit der ein oder anderen Schilderung einen richtigen Adrenalinstoß obendrauf – klasse. Somit vergingen die achteinhalb Stunden wie im Flug.

Der Sprecher Wolfram Koch hat dieses Hörbuch, wie auch schon die anderen beiden von Alder-Olsen, sehr gut gesprochen. Ich mag seine Art, wie er Sätze und einzelne Wörter betont, sehr.

Fazit: absolut empfehlenswert

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Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jussi Adler-Olsen – Erlösung

Siehe auch:

 

Jussi Adler-Olsen – Schändung

Beschreibung
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig: Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt ist. Zwanzig Jahre später holen Carl Mørck und sein Assistent Assad die Akte wieder hervor und finden neue Hinweise. Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft und nach unten zu den Ärmsten der Armen: in die Welt der Obdachlosen.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
444 Minuten

Meine Meinung
Auch den zweiten Krimi von Jussi Adler-Olsen fand ich gut. Allerdings nicht so gut wie den ersten Krimi „Erbarmen„. Bei „Schändung“ zieht es sich anfangs doch recht hin, so dass mir die insgesamt knapp 7 1/2 Stunden schon sehr lange vorkamen. Allerdings entschädigt der absolut spannende Showdown für die Geduld, die man zuvor aufbringen musste.

Die Geschichte baut sich Stück für Stück auf. Man hat also einen Eindruck von den Leuten, allerdings wird man – je weiter man in der Geschichte voran schreitet – eines besseren belehrt. Stellenweise wirklich fassungslos lauschte ich den Geschehnissen, wie sie sich tatsächlich zugetragen hatten. Die Darstellung ist manchmal sehr grausam. Aber gut, wie soll man die Hölle auf Erden auch sonst beschreiben, die die Protagonistin durchgemacht hatte. Dies sei also verziehen.

In diesem Hörbuch sind mir des öfteren sehr schöne Redewendungen und Metaphern aufgefallen. Und auch humorvolle Stellen sind in diesem Krimi zu finden, aber natürlich nicht sonderlich viele, klar.

Zur Machart des Hörbuchs: es waren hier seltsame Pausen eingefügt. Sprich, man hörte, dass der Sprecher Luft holt um weiter zu sprechen, aber dann war erstmal kurz Pause, dann ging es weiter. Das störte mich etwas. Ich weiß jetzt nicht, ob die Pausen nachträglich vom Verlag eingebaut wurden oder ob der Sprecher dies so machte. Aber da es mir im ersten Buch nicht auffiel, denke ich mal, dass im Nachhinein Pausen eingefügt wurden. Falls dem so ist, dann hätte man sich hier doch ein wenig mehr Mühe geben sollen. Aber das schmälert in keinster Weise die wieder sehr gute Leistung von Wolfram Koch.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
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Jussi Adler-Olsen – Erbarmen

Beschreibung
Kommissar Carl Mørk hat ausgedient. Nach einem traumatischen Ereignis im Dienst wird er in das Sonderdezernat Q versetzt, um ungelöste Fälle neu aufzurollen. Die Geschichte einer jungen Politikerin, die vor fünf Jahren spurlos verschwand, weckt seine verschüttet geglaubten Ermittlerinstinkte.

Je mehr sich Mørk in die alten Akten vertieft, desto größer werden die Ungereimtheiten. Ist es wirklich denkbar, dass die Frau noch am Leben ist? Festgehalten und gequält an einem unvorstellbaren Ort? Ein atemberaubendes Debüt, das den Hörer mitnimmt in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.

Sprecher
Wolfram Koch und Ulrike Hübschmann

Länge
386 Minuten

Meine Meinung
Sechseinhalb Stunden die wie im freien Fall vergingen.  Zunächst dachte ich: na toll, da wird nun ein uralter Fall aus den Akten gekramt, was soll denn daran spannend sein? Die Spuren, die es gab, dürften ja wohl längst überprüft worden sein, alle anderen längst verwischt. Aber das man aus solch einer alten Akte eine derart spannende und packende Story herausarbeiten kann, hätte ich wirklich nicht vermutet.

Die beiden Ermittler Carl Mørk und sein Gehilfe Assad, die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten, wachsen einem sehr schnell ans Herz, auch wenn gerade Mørk ein doch sehr schrulliger Typ zu sein scheint. Aber gut, gibt es in der Literatur einen Kommissar der „normal“ ist (außer Brunetti vielleicht)?  Das gehört wohl einfach zum Klischee und ich finde es auch ok.

Assad, der eigentlich nur zum Kaffee kochen, putzen und als Mørks Fahrer fungieren sollte, erweist sich sehr schnell als cleveres Kerlchen, der eins und eins zusammen zählen kann und auch entsprechend handelt. Und Mørk bleibt oft nichts anderes übrig, seine manchmal etwas regelwidrigen Handlungen zu unterstützen – dient ja schließlich einem höheren Zweck.

Dadurch, dass für das Hörbuch ein Mann und eine Frau als Sprecher ausgewählt wurden, konnte man jederzeit direkt einordnen, wo man sich befand. Und beide Sprecher haben wirklich eine sehr gute Leistung gebracht! Wolfram Koch kannte ich bisher noch nicht, aber Ulrike Hübschmann. Und die beiden haben wirklich sehr gut zusammen gepasst.

Insgesamt hat mich dieses Hörbuch absolut überzeugt. Es war spannend, fesselnd und ich klebte wirklich die ganzen 6 1/2 Stunden an den Lippen der beiden Sprecher. Das nächste Hörbuch von Jussi Adler Olsen „Schändung“ steht schon auf meiner Wunschliste. Ich freue mich schon auf weitere spannende Stunden mit Mørk und Assad.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
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