Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Beschreibung
Tina und Anders hatten einmal andere Wünsche ans Leben. Jetzt sind sie Anfang sechzig und haben beide gerade jemanden verloren, der ihnen sehr nahestand und der eine Lücke hinterlässt, die zu füllen ihnen unmöglich scheint. Und auch ihre Hoffnungen und Träume haben sie mit den Jahren aus den Augen verloren – das Leben zog vorbei, und dieser eine Moment kam nie.

Tina und Anders sind sich noch nie begegnet, doch durch Zufall beginnen sie einen Briefwechsel. Sie teilen Glück und Sorgen, tauschen sich über Familie und Arbeit, Kunst und Natur aus. Durch ihre Freundschaft entwickeln sie bald einen Hunger nach Veränderung, der es ihnen unmöglich macht, wieder in ihre alte Rolle zurückzukehren.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Wolfram Koch

Länge
7 h 27 m

Meine Meinung
Tina lernt Christian durch einen Zufall kennen. Mit Anfang 60 schreibt sie an einen Museumsleiter, dessen Museum sie als Kind schon besuchen wollte. Da er natürlich nicht mehr lebt, erhält sie Antwort von seinem Nachfolger, einem ebenfalls um die 60-jährigen Mann. Daraus entwickelt sich unverhofft eine innige Brieffreundschaft. Sind die Briefe anfangs noch recht allgemein und Moorleichen und Landschaften betreffend, so werden sie zunehmend privater und vertrauter. Bis die beiden bald eine äußerst innige Beziehung in Form von Briefen führen. Denn gesehen haben sie sich noch nie.

Mir hat die Art der Briefe sehr gut gefallen. Beide könnten kaum unterschiedlichere Laben führen und doch vereint sie ein zartes Band des gegenseitigen Verstehens. Die Freude auf den nächsten Brief des jeweils anderen steigert sich immer mehr, bis plötzlich und völlig unvorhergesehen Tina den Briefwechsel beenden will. Ohne Begründung. Einfach so. Das kann Christian natürlich überhaupt nicht verstehen und bohrt nach – jedoch auf eine sehr feinfühlige Art, so dass ihre Briefe doch wieder aufgenommen bzw. weitergeführt werden. Hier wird es dann sehr tragisch.

Waren die Briefwechsel anfangs noch banalen Themen gewidmet, so wurden sie später hin immer vertrauter. Mir hat dieser Aufbau sehr gut gefallen. Und ich fand ihn absolut glaubwürdig! Denn ich hatte auch solch einen Freund, mit dem ich über Jahre – zwar keine Briefe – aber E-Mails austauschte. Bei uns war die Entwicklung exakt so, wie hier in diesem Buch geschrieben. Leider ist mein E-Mail-Freund dieses Jahr im viel zu jungen Alter von 60 Jahren verstorben. Joschi, ich werde dich nie vergessen! (Dieser absolut private Einschub musste jetzt sein – in Gedenken an ihn.)

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist ruhig, manchmal trivial, manchmal aber auch voller Emotionen.

Andrea Sawatzki und Wolfram Koch hier als Sprecher auszuwählen, fand ich die absolut richtige Wahl! Die beiden waren spitzenmäßig.

PS: Den Original-Titel finde ich wesentlich treffender: Meet me at the Museum. Auch das englische Cover gefällt mir viel besser.

Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Yrsa Sigurdardóttir – Das glühende Grab (Dóra Gudmundsdóttir 3)

Beschreibung
Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús mit Hilfe seiner Anwältin Dóra die Ausgrabung unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra glaubt an Markús‘ Unschuld und will herausfinden, was wirklich geschehen ist. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt…

Sprecher
Christiane Marx

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
Also der 3. Teil der Reihe forderte wirklich all meine Geduld. Die ersten sieben Stunden fand ich derart langweilig, dass ich wirklich überlegte, ob ich es nicht abbrechen soll. Gerade als ich dachte: „Ok, 30 Minuten gebe ich dem Hörbuch noch, wenn es dann nicht spannender wird, war es das“ wurde es spannend. Und wie. Ich saß dann bis 1 Uhr in der Nacht gefesselt von der Geschichte auf der Couch.

Und gerade als ich dachte, dass diese Auflösung nun für all die langweiligen Stunden zuvor belohnte, und ich eigentlich nur noch auf das Ende wartete, nahm die Story nochmals eine Wende und alles wurde über den Haufen geworfen. Poh, aber das fand ich dann derart konstruiert und unglaubwürdig, dass ich es echt nicht glauben wollte. Schade drum.

Christiane Marx war hier wieder sehr gut!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yrsa Sigurdardóttir – Das glühende Grab

Siehe auch:

Yrsa Sigurdardóttir – Das gefrorene Licht (Dora Gudmundsdóttir 2)

Beschreibung
Auf der isländischen Halbinsel Snæfellsnes wird die Architektin eines Wellness-Hotels tot am Strand aufgefunden. Sie wurde vergewaltigt und brutal erschlagen, in ihren Fußsohlen stecken Nadeln. Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir findet heraus, dass die Ermordete sich sehr für die Geschichte der verlassenen Gegend interessiert hat. Vor vielen Jahrzehnten standen auf dem Hotelgrundstück die Höfe zweier Brüder. Offenbar ist das Opfer auf ein unaussprechliches Familiengeheimnis gestoßen.

Sprecher
Christiane Marx

Länge
12 h 9 m

Meine Meinung
Der 2. Teil der Reihe hat mir zwar auch gut gefallen, doch ich fand ihn nicht so spannend, wie den 1. Teil. Lange rätselte ich mit, doch so wirklich mitgefiebert habe ich hier nicht. Den Fall an sich fand ich einfach nicht so interessant. Am Ende stellte sich zwar durchaus eine schockierende Auflösung heraus, doch da man so lange im Dunkeln tappte, war die Story insgesamt schon recht langatmig.

Die Dialoge waren hier nicht mehr so unbeholfen wie im 1. Teil. Auch das Privatleben von Dorá gestaltete sich hier sehr turbulent. Ja, die Entwicklung in ihrem privaten Umfeld fand ich sogar spannender als den Fall an sich.

Die Sprecherin hat mir in dieser Folge besser gefallen. Hier bekommt sie die volle Punktzahl von mir.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yrsa Sigurdardóttir – Das gefrorene Licht

Siehe auch:

 

Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Beschreibung
Die fünfzehnjährige Melody schleicht sich heimlich fort, um den Geburtstag ihrer Freundin Simone zu feiern. Als sie heimkommt, steht der Reiterhof ihrer Mutter in Flammen. Ihre Mutter, ihr kleiner Bruder und eine Pferdewirtin kommen ums Leben. Der Brandstifter wird nicht gefasst. Zwanzig Jahre später kehrt sie nach Martinsfehn zurück und ist erneut auf Simones Geburtstag eingeladen. Simone verkündet auf der Feier, dass sie den Brandstifter kennt. Am nächsten Tag ist sie tot. Die Kommissare Nola von Heerden und Renke Nordmann müssen tief in der Vergangenheit graben, um den Täter zu finden.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
13 h 09 m

Meine Meinung in Kürze
Bisher haben mir die Krimis von Barbara Wendelken immer sehr gut gefallen. Doch bei diesem hier brauchte ich wirklich sehr viel Geduld. Denn lange passiert einfach nichts. Die Charaktere fand ich so ziemlich alle äußerst unsympathisch, wenig Spannung – nun, das machte es mir wirklich schwer, dabei zu bleiben.

Das Ende fand ich dann zwar doch recht gut, so dass ich es letztendlich nicht bereut habe, so lange durchgehalten zu haben. Doch so wirklich vom Hocker gerissen, hat mich der 4. Teil der Martinsfehn-Reihe leider nicht.

Jürgen Holdorf fand ich wieder klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Siehe auch: 

Eva Almstädt – Ostseejagd (Pia Korittki 12)

Beschreibung
„Lieber Jäger, lass mich leben, will dir meine Schwester geben…“

In einem Badeort an der Ostsee entdeckt ein Hotelbesitzer am Strand eine Leiche. Das Gesicht der Toten ist unkenntlich, niemand scheint sie zu vermissen. Kurz darauf stolpert eine Jägerin im Wald über ein menschliches Skelett. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Toten? Und welche Rolle spielen die zwei Schwestern, die mit einem Kind zurückgezogen auf einem Bauernhof leben?

Pia Korittki, die in Lübeck von einem Stalker bedroht wird, übernimmt den Fall und zieht vorübergehend an den Ort der Ermittlungen, um aus der „Schusslinie“ zu sein. Eine Entscheidung, die sich als folgenschwer erweist…

Ein neuer Fall für Kommissarin Pia Korittki. Das spannende Hörbuch zum zwölften Band der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt!

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Anne Moll

Länge
10 h 20 m

Meine Meinung
Die bisher letzte Folge der Pia-Korittki-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Krimi war äußerst rätselhaft, doch auch recht brutal von der Beschreibung der Leiche her. Mir gefällt einfach die Art, wie Eva Almstädt ihre Krimis aufbaut. Man ist sofort in der Geschichte drin und ist doch völlig ahnungslos, was sich hier wohl wieder zugetragen haben mag. Nach und nach lüpft sich dann ein Stückchen der Vorhang, doch niemals zuviel, so dass einem schon alles klar wird, obwohl erst die Hälfte der Story vorüber ist.

Hier haben wir es mit sehr interessanten Nebenschauplätzen zu tun, die eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen wollen. Und natürlich fehlen auch die Außenseiterrollen nicht.

Die Auflösung hat mir dann auch wieder sehr gut gefallen und wie immer fügte sich am Ende alles zu einem schlüssigen Bild zusammen.

Hoffentlich war das nicht die letzte Folge um die sympathische und mit privaten Problemen belastete Kommissarin Pia Korittki. Ich könnte jedenfalls immer wieder ihren spannenden Fällen lauschen, ohne jemals das Interesse zu verlieren.

Hier war auch wieder die typische Pia Korittki-Stimme am Start. Anne Moll. So soll es sein – so ist es toll.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Eva Almstädt – Ostseejagd (Pia Korittki 12)

Siehe auch: 

Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Beschreibung
Ein beschaulicher Ort in Frankreich im Jahr 1999: Der zwölfjährige Antoine verbringt seine Tage zusammen mit dem Hund Odysseus im nahgelegenen Wald.

Als wenige Tage vor Weihnachten sein Nachbar, der kleine Rémi, innerhalb weniger Stunden spurlos verschwindet, stehen die Anwohner Beauvals unter Schock. Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet. Dabei wird vor allem der angrenzende Wald durchsucht, in dem Antoine und Rémi viel Zeit miteinander verbracht haben. Am dritten Tag muss die Suche nach dem verschwundenen Kind abgebrochen werden. Ein Jahrhundertsturm zieht auf. Rémi bleibt verschwunden, die Bewohner Beauvals verdächtigen sich gegenseitig und Antoine schweigt, obwohl er der einzige ist, der weiß, was in jenen verhängnisvollen Stunden mit seinem Freund Rémi geschah.

Das Hörbuch erscheint als ungekürzte Lesung bei DAV

Kann ein Kind schuldig sein?

Behutsam und verständnisvoll widmet sich der Prix-Goncourt-Preisträger Pierre Lemaitre in seinem Roman »Drei Tage und ein Leben« dem Schicksal des Protagonisten, schreibt über Schuld, Verantwortung und Adoleszenz. Glaubhaft erzählt er Antoines Geschichte, der als Heranwachsender seinen Heimatort verlässt, versucht, mit der Schuld umzugehen, die er als Junge auf sich geladen hat und schließlich doch wieder nach Beauval zurückkehrt.

»Drei Tage und ein Leben«, produziert von NDR Kultur, wird packend interpretiert von Torben Kessler

Der aus Fernsehen, Kino und Theater bekannte Schauspieler Torben Kessler zählt zu den bekanntesten Hörbuch-Sprechern Deutschlands und hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen, darunter auch Hanya Yanagiharas »Ein wenig Leben«.

Auch mit seiner Lesung von Pierre Lemaitres Roman weiß er zu überzeugen. Mit seiner gefühlvollen und unaufgeregten Darbietung erweist er sich als der ideale Erzähler der Geschichte rund um den jungen Antoine und die Geschehnisse während der drei Tage im Dezember.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
6 h 28 m

Meine Meinung
Als ich vor zwei Jahren „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre gehört hatte und völlig fasziniert war, war ich äußerst begeistert als ich sah, dass es ein neues Hörbuch von Lemaitre gibt. Selbstverständlich wollte ich das sofort hören. Meine hohen Erwartungen und Hoffnungen wurden in keinster Weise enttäuscht. Ich war wieder äußerst begeistert! „Drei Tage und ein Leben“ ist zwar leider recht kurz, dafür aber umso intensiver.

Es ist wirklich erstaunlich, wie sich der Autor in den jungen Antoine versetzen  und seine Gefühle erzählen kann. Ist der Junge doch völlig verzweifelt, entsetzt von seiner Tat, hin- und hergerissen, wie er sich nun verhalten soll. Soll er seine Schuld eingestehen? Oder doch lieber fliehen? Aber nein, das geht nicht. Selbstmord? Ja, das ist gut, denn mit dieser Schuld zu leben ist für ihn unvorstellbar.

Ich habe nur sehr selten eine solch gute Darstellung der inneren Zerrissenheit eines Menschen gehört. Lemaitre hat das wirklich bis zum i-Tüpfelchen perfektioniert.

Und das Endprodukt ist eine wirklich mitreißende Story, bei der ich den Mörder gar lieben lernte und mit ihm bangte und hoffte. Und klar stellt sich hier dann wieder die Frage: Kann man ein Kind wirklich als Mörder bezeichnen? Wenn ich mir die Situation nochmals vorstelle, wie sie geschildert wurde, dann war ich natürlich schockiert und entsetzt! Doch wenn ich mir dann überlege, in welcher Gefühlslage er sich gerade befand, nun… Aber – lieber Leser/Hörer – bilde dir bitte eine eigene Meinung über den jungen Antoine und seine Tat.

Auch das Ende fand ich perfekt ausgearbeitet. Es waren wirklich einige Szenarien möglich, wie die Story zu einem Ende geführt hätte werden können. Die von Lemaitre gewählte hat mir sehr gut gefallen. Warum kann ich hier nicht beschreiben, da würde ich wohl etwas die Spannung nehmen. Und das will ich auf keinen Fall riskieren. Denn „Drei Tage und ein Leben“ ist eine Geschichte, in die man unbedingt selbst eintauchen und mitfiebern sollte, ohne den geringsten Schimmer zu haben, wie es enden wird.

Torben Kessler als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen. Er hat diese eindringliche Story wirklich ganz hervorragend gesprochen, niemals aufdringlich, aber immer äußerst gefühlsbetont. Toll.

Ich wünsche spannende sechseinhalb Stunden beim Lauschen dieser wirklich außergewöhnlich guten Story.

s5g5h

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei „Der Audio-Verlag“ Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Siehe auch:

Herzlichen Dank an den Audio-Verlag für das Rezensionsexemplar, das sich als wahrer Schatz entpuppte.

Persönliche Anmerkung:
Innerhalb von 2 Wochen 3 Hörbücher, die es auf meine Bestenliste geschafft haben, und das noch aus völlig verschiedenen Genres, das gab es noch nie!

Die anderen beiden sind:

Yrsa Sigurdardóttir – SOG (Huldar & Freyja 2)

Beschreibung
Hinter allem Bösen schreitet die Rache.

Kommissar Huldar hatte keinen guten Start bei seiner Zusammenarbeit mit der Kinderpsychologin Freyja. Dennoch zieht er sie bei den aktuellen Ermittlungen wieder zurate: In Reykjavik wird nach zehn Jahren eine in einen Grundstein eingemauerte Zeitkapsel mit Briefen von damaligen Schülern gehoben. Unter den Briefen findet sich auch eine Nachricht, die akribisch die Initialen zukünftiger Mordopfer auflistet. Als kurz darauf zwei Hände gefunden werden, die ihren Besitzern bei lebendigem Leib abgetrennt wurden, ist klar, dass diese Nachricht aus der Zeitkapsel tödlich ernst zu nehmen ist…

Gelesen von Dietmar Wunder, u. a. die Synchronstimme von James Bond-Darsteller Daniel Craig.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
12 h 04 m

Meine Meinung
Nach DNA, dem ersten Teil der Reihe, konnte ich mir kaum vorstellen, dass im zweiten Teil dieses hohe Spannungsniveau gehalten werden könnte. Doch Yrsa hat es geschafft, auch mit SOG ein äußerst spannendes und schockierendes Buch zu liefern.

Auch in diesem Hörbuch mangelt es nicht an außergewöhnlichen Ideen und Situationen. Sehr interessant fand ich z. B. die Idee mit der Zeitkapsel. Denn diese zieht sich durch die gesamte Story wie ein roter Faden und findet erst ganz zum Ende seine Auflösung. Auch die diversen Morde sind – wie soll ich sagen – sehr kreativ ausgeführt. Es ist also nichts für schwache Nerven.

Auch das Drama um Hulda und Freyja nimmt weiter seinen Lauf. Ob Freyja ihm wohl je verzeihen kann? Vielleicht in Band 6? 😉

Insgesamt fand ich die Fortsetzung der Reihe wieder sehr gelungen. Es trägt den Namen „SOG“ nicht umsonst, denn einmal angefangen mit der Geschichte, kann man nicht mehr aufhören, bis man es fertig gehört hat.

Dietmar Wunder fand ich sehr gut. Erstaunlich, wie er die zungenbrecherischen Namen aussprechen konnte. Warum allerdings der Sprecher gewechselt wurde, weiß ich nicht. Denn Mark Waschke hatte mir im ersten Teil auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yrsa Sigurdardóttir – SOG

Siehe auch:

 

Gard Sveen – Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1)

Beschreibung
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Er war eine Institution in Norwegen. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man drei weitere Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen.

Kommissar Tommy Bergmann ist scharfsinnig, klug und ein eingefleischter Selbsthasser voller innerer Abgründe. Er sieht einen Zusammenhang: Alle Toten haben eine Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes gegen die deutsche Besatzung.

Ein fesselnder Spionagethriller gelesen von Detlef Bierstedt, der deutschen Stimme von George Clooney.

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
16 h 39 h

Meine Meinung in Kürze
Die Story geht weit zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs. In Rückblicken und aktuellen Geschehnissen setzt sich die Geschichte langsam aber sicher zu einem Plot zusammen, der mich oftmals aufgrund seiner Plausibilität sehr schockiert hat. Doch das ganze Ausmaß erfährt man erst ganz zum Schluss.

Diese Detektivgeschichte ist nicht sonderlich spannend, im Gegenteil sie verläuft über weite Strecken sehr gemächlich, was die Intensität der Geschehnisse noch vertieft.

Detlef Bierstedt als Sprecher passte hier sehr gut.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Gard Sveen – Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1)

Barbara Wendelken – Ihr einziges Kind (Martinsfehn-Krimi 3)

Beschreibung
Cord Cassjen ist überglücklich, sein Sohn Caspar hat das Licht der Welt erblickt. Aber seine Frau Silvana leidet an einer postpartalen Psychose, sieht sich und vor allem das Baby von allen Seiten bedroht. Und dann passiert das Unfassbare – Cord wird erschossen, Silvana ist mitsamt dem Säugling verschwunden. Die Kommissare Renke Nordmann und Nola van Heerden stehen vor einem Rätsel: Gab es vielleicht doch den großen Unbekannten, vor dem Silvana sich so sehr fürchtete? In größter Eile machen sie sich auf die Suche nach den beiden Vermissten, da sie vor allem um das Leben des Kindes bangen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
16 h 25 m

Meine Meinung
Auch hier gilt wieder, dass ich zu lange mit meiner Rezension gewartet habe. Aber folgendes weiß ich noch:

  • Ich fand den dritten Teil wieder besser, als den geringfügig schwächeren zweiten Teil
  • Man konnte wieder herrlich miträtseln – das Geheimnis lüftete sich erst ganz am Ende
  • Spannung recht konstant hoch
  • Bewertung: Höchstpunktzahl

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Barbara Wendelken – Ihr einziges Kind (Martinsfehn-Krimi 3)

Siehe auch: 

 

Luca D’Andrea – Der Tod so kalt

Beschreibung
Eine gigantische Schlucht, ein reißender Bach: eine tödliche Falle.

Südtirol, Dolomiten, 1985. In der Bletterbach-Klamm, einer gigantischen Schlucht, in der Fossilien von der Erdgeschichte erzählen, werden drei schrecklich entstellte Leichen gefunden. Wer kann einen solch brutalen Mord begangen haben? Ist ein menschliches Wesen dazu überhaupt fähig? Dreißig Jahre später ist der amerikanische Dokumentarfilmer Jeremiah Salinger besessen davon, die Wahrheit herausfinden – allen Warnungen der Einheimischen zum Trotz. Es scheint nämlich, als trügen die Morde einen Fluch in sich. Als sei in Bletterbach etwas Furchtbares wiedererwacht, das längst verschwunden geglaubt war. Etwas, so uralt wie die Erde selbst…

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
Bozen in Südtirol. Eine wunderschöne Gegend. Hier in den Bergen spielt diese Geschichte. Den Ort der Handlung finde ich dementsprechend schon mal genial gewählt. Dort gibt es die Bletterbachschlucht (diese gibt es wirklich) und das Dorf Siebenhoch (das Dorf ist rein fiktiv). Den Amerikaner und Drehbuchautor Salinger verschlägt die Liebe in dieses kleine südtiroler Dorf. Seit er bei Dreharbeiten bei einem Bergunglück inmitten des Geschehnisses ist und als einziger das Drama überlebt, schlägt er sich mit Depressionen und Alpträumen herum.

Bei seinen Versuchen, mit den Dorfbewohnern näher in Kontakt zu kommen, macht er zunächst kleine Fortschritte. Doch als er von einem grausamen Drama erfährt, welches sich vor 30 Jahren in der Bletterbachschlucht zugetragen hat und dieses seine Neugierde weckt, stößt er nur noch auf Schweigen und Misstrauen. Niemand will über diese Geschichte reden. Sie ist im Dorf zwar immer präsent, wird aber hartnäckig todgeschwiegen. Doch Salinger hat „Blut geleckt“. Gerade diese Verschwiegenheit macht ihn immer neugieriger, auch wenn er damit sogar seine Beziehung zu seiner eigenen Frau aufs Spiel setzt.

Die Wendung zum Ende hin fand ich klasse und völlig unerwartet.

Die Dorfbewohner und natürlich die Protagonisten selbst wurden bildlich und charakterlich sehr gut beschrieben, so dass man sich die Siebenhöcher sehr gut vorstellen konnte. Auch oder gerade die Landschaftsbeschreibungen fand ich toll. Kann aber auch sein, dass ich voreingenommen bin, da ich schon ein paar Mal selbst in der Gegend war.

Den Erzählstil fand ich kurzweilig und spannend, einzig das „blutleere Geflüster“ vom Sprecher hat mir nicht so gut gefallen. Viele mögen seine Art, ich nicht so sehr.

Der Tod so kalt ist eine sehr beklemmende Geschichte. Sie ging mir direkt unter die Haut und ich werde sie wohl so schnell nicht vergessen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Luca D’Angelo – Der Tod so kalt.