Nell Leyshon – Der Wald

Beschreibung
Nell Leyshons neuer Roman nach dem Überraschungsbestseller „Die Farbe von Milch“.

Polen im Zweiten Weltkrieg: Der kleine Pawel wächst wohlbehütet in einem Haushalt gebildeter Frauen auf. Doch als der Krieg Warschau erreicht und sein Vater sich im Widerstand gegen die Nazis engagiert, ändert sich alles. Angst ist das alles bestimmende Gefühl, Überleben das Einzige, was zählt. Eines Nachts bringt der Vater einen schwer verwundeten englischen Kampfpiloten mit ins Haus, um ihn in Würde sterben zu lassen. Doch der Pilot überlebt und bringt damit die ganze Familie in höchste Gefahr – am Ende bleibt Mutter und Sohn nur die Flucht in den Wald…

Fesselnd und einfühlsam zugleich gelesen von Hörbuchpreisträgerin Laura Maire.

Sprecher
Laura Maire

Meine Meinung in Kürze
Nach „Die Farbe von Milch“ war ich natürlich sehr verwöhnt und wollte einen gleichwertig guten Roman hören. Doch dieser Roman konnte mich nicht gänzlich überzeugen. Er ist zwar vom Thema und von der Message her ebenso gut, doch die Umsetzung hat mich hier nicht überzeugt. Ich fand es ziemlich langatmig und stellenweise auch anstrengend. Letztendlich war ich einfach nur noch froh, als das Hörbuch fertig war.

Laura Maire war natürlich wieder hervorragend.

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Siehe auch:

Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Beschreibung
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist an harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch als sie fünfzehn wird, ändert sich alles. Mary zieht in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten.

Bei ihr, einer zarten, mitfühlenden Kranken erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Für Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Gelesen von Hörbuchpreisträgerin Laura Maire.

Sprecher
Laura Maire

Länge
4 h 38 m

Meine Meinung in Kürze
Diese Geschichte ist ein wahres Kleinod. Sie ist zwar sehr schnell durchgehört, doch dafür geht sie tief unter die Haut und bleibt da.

Toll gesprochen von Laura Maire.

Weitere Informationen
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Andreas Eschbach – NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Beschreibung
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

Sprecher
Laura Maire

Länge
22 h 14 m

Meine Meinung
Grandios! Schon alleine die Idee fand ich klasse. Klar, wird in einem Krieg – zu im 2. Weltkrieg – viel mit Überwachung gemacht. Doch was wäre gewesen, wenn man damals schon die Technik von heute gehabt hätte?

Mir hat dieses Gedankenspiel sehr gut gefallen. Vor allem auch in Hinsicht auf unsere Zukunft. Eschbach hat uns hier ganz deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren unser heutige sehr unbedachte Umgang mit dem Internet birgt. Er hat hier Episoden angeführt, auf die man erst einmal kommen muss. Aber abwegig fand ich diese auf keinen Fall! Und oben drein, hat Eschbach hier nur einfachste „Strickmuster“ angeführt, die noch weit entfernt von den heute tatsächlichen Möglichkeiten sind.

Doch selbst wenn man sich vom Internet weitgehend fernhält, man ist durchsichtig, ob man will oder nicht.

Dazu war diese Geschichte keine Minute langweilig. Im Gegenteil, die über 22 Stunden vergingen wie im Flug, und ich hörte wirklich in jeder freien Minute, die ich erübrigen konnte.

Unsere Protagonistin Helene war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Klasse fand ich auch ihre Berufsbezeichnung: Programmstrickerin. Denn das Programmieren war eine typische Frauenarbeit, wie das Kochen oder eben die Haus- und Handarbeit. Für Männer war das nichts, diese niedere Tätigkeit.

Nett fand ich auch seine Andeutung auf „Teufelsgold“.

Laura Maire als Sprecherin hat mir als Stimme zum Hörbuch auch äußerst gut gefallen. Ich bin nun kein ausgesprochener Fan von ihr, manchmal ist sie mir einen Tick zu schrill. Aber hier fand ich sie richtig klasse.

Weitere Informationen
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Claire Douglas – Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit

Beschreibung
Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Frankie und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen die Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. 18 Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Frankie weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund.

Sprecher
Cathlen Gawlich, Laura Maire

Länge
10 h 42 m

Meine Meinung
Das Hörbuch „Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit“ hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt.

Aufgebaut ist die Story folgendermaßen: Erzählt wird zum einen die Geschichte aus der heutigen Sicht von Frankie, sprich 18 Jahre nach dem Tod von Sophie und zum anderen wird aus Sophies Tagebuch berichtet. Nach und nach erfährt man immer mehr aus der Jugendzeit der beiden Freundinnen. Und ebenso nach und nach wandelt sich der Eindruck, den man von den agierenden Personen hat. Doch was sich dann tatsächlich in dieser verhängnisvollen Nacht zutrug, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Sehr interessant fand ich den geschickten Aufbau. Durch die immer hin- und her wechselnden Erzählstränge/Zeitebenen wurden einem völlig unterschiedliche Meinungen/Ansichten zu ein und denselben Geschehnissen präsentiert. Wie es im Leben eben so oft ist. Zwei Menschen empfinden die gleiche Situation eben nicht gleich.

Die beiden Sprecherinnen waren nicht nur eine sehr gute Wahl, sie erleichterten auch das Zuhören enorm. Denn so wusste man jederzeit ganz genau, aus wessen Sicht die Story gerade weitererzählt wird.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Claire Douglas – Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit

Elisabeth Herrmann – Die Mühle

Die MühleBeschreibung
Wahrheit, Lüge, Tod

„The Court“ – das waren die Coolen. Die Angesagten, die Unerreichbaren, die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben? Der Trip führt die Clique in eine alte Mühle, umgeben von wilder Natur. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als dann der erste der Freunde verschwindet, wird Lana klar, dass sie in der Falle sitzt. Denn es geht um Leben und Tod…

Laura Maire, beim Deutschen Hörbuchpreis 2011 und 2014 als Beste Interpretin ausgezeichnet, hat bisher sämtlichen Jugendromanen von Elisabeth Herrmann ihre Stimme geliehen.

Sprecher
Laura Maire

Länge
10 h 56 m

Meine Meinung
Warnung! Dieses Hörbuch ist nicht geeignet für Leute mit einem schwachen Herz!

Von Elisabeth Herrmann kenne ich bisher nur „Das Dorf der Mörder“. Das ist nun schon länger her, dass ich das Hörbuch hörte, jedoch blieb mir dieses sehr gut in Erinnerung.

Das Thema des neuesten Werks von ihr interessierte mich. Das Cover fand ich ebenfalls sehr gelungen, der Erscheinungstermin ward sofort notiert. Am selben Tag kam es auf meinen Player. Heute morgen habe ich es fertig gehört. Und ich kann nur sagen: Wow!

Zunächst fängt die Story harmlos an. Die Ich-Erzählerin Lana wird durch Zufall die siebte Teilnehmerin eines Kurzurlaubs. Die Clique, die früher „The Court“ genannt wurde und aus sieben Personen bestand, wollten dieses Wochenende in einem Luxushotel in Tschechien verbringen.  Einer dieser sieben liegt durch einen dummen Zufall im Krankenhaus und gibt seine Einladung an Lana weiter. Sie soll doch bitte für ihn dort hin fahren. Kaum ist sie dort, lernt sie die anderen kennen. Schnell merkt sie, zu wem sie einen Draht hat und zu wem nicht. Die Personen werden clever in die Geschichte eingeführt, schnell hat man selbst einen Eindruck von den verschiedenen Persönlichkeiten. Der Abend verläuft etwas angespannt, da sich alle Beteiligten schon lange nicht mehr gesehen hatten. Und immer steht das Rätsel im Raum: Wer von ihnen hat sie eigentlich alle zu diesem Event eingeladen? Alle bestreiten, der großzügige Gastgeber zu sein. Die Frage lässt sich an diesem Abend jedenfalls nicht mehr klären.

Am nächsten Tag steht ein Ausflug an. Sie versammeln sich alle, eine riesen große Limousine fährt vor und holt sie ab.  Dann geht es ab in die Berge. Irgendwo hält die Limousine an, die Clique samt Lana steigen aus. Dann braust die Limousine davon. Keiner von ihnen hatte bei diesem Ausflug damit gerechnet, dass es eine Bergtour werden würde. Dementsprechend ungeeignet ist die Kleidung, vor allem das Schuhwerk. Was tun? Sie laufen los in die Richtung, die ihnen gezeigt wird. Bald stehen sie vor einem enormen Abgrund der nur über eine Hängebrücke zu überwinden ist. Auf der anderen Seite steht eine reich gedeckte Tafel. Und hier braucht ein herzkranker Zuhörer zum ersten Mal seine Tropfen…

Für mich als ein von Höhenangst geplagter Mensch war diese Szene das pure Horrorszenario. Doch das war erst der Anfang. Weiter führt der Weg zu einer alten stillgelegten Mühle. Und hier beginnt die Story erst so richtig, Fahrt aufzunehmen. Über die nachfolgenden Geschehnisse will ich nichts, aber auch gar nichts verraten. Denn was dann kommt, ist fast nicht mehr an Spannung und Dramatik zu überbieten.

Die psychologischen Aspekte kamen hier auch nicht zu kurz. Lange Zeit kann nicht erklärt werden, wer denn zu dieser apokalyptischen Reise eingeladen hat. Und immer wieder steht die Glaubwürdigkeit von Lana, die ja eigentlich gar nicht zu der Clique gehört, im Vordergrund.

Ich fand dieses Hörbuch äußerst clever aufgebaut. Der Spannungsbogen wurde ab dem Zeitpunkt des Ausflugs konstant straff gehalten, man konnte kaum durchschnaufen. Aber warum sollte man das können, wenn es die Protagonisten aufgrund der ständig lauernden Gefahren auch nicht konnten. Ist doch nur fair.  😉

Das i-Tüpfelchen der Spannung setzte Laura Maire mit ihrem äußerst engagierten Vortrag. Sie durchlebte die Geschichte körperlich, kämpfte mit den Worten, Schrie, als würde sie gerade persönlich angegriffen, verlor sich in tiefster Verzweiflung. Sie versank förmlich in der Geschichte und – so kam es einem vor – in der Person Lana. Einfach klasse.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Michael Robotham – Sag, es tut dir leid

Sag es tut dir leidBeschreibung
Nachdem Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos aus dem kleinen Ort Bingham bei Oxford verschwunden waren, konnte auch keine groß angelegte Fahndung aufdecken, was mit ihnen passiert war. Trotz aller Bemühungen wurden die Mädchen nie gefunden.

Drei Jahre später wird ein Ehepaar in seinem Haus in Oxford brutal ermordet. Der Psychologe Joe O’Loughlin wird hinzugezogen und ihm ist schnell klar, dass am Tatort irgendetwas nicht stimmt. Außer dem Mörder muss noch eine Person anwesend gewesen sein. War es das Mädchen, das kurz zuvor tot im nahe gelegenen See gefunden wurde? Und was hat es mit dem Fall der verschwundenen Bingham-Mädchen zu tun?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Laura Maire, Johannes Steck

Länge
12 h 51 m

Meine Meinung
Mein Adrenalinpegel ist immer noch abartig hoch. Vor zehn Minuten habe ich diesen Thriller beendet und ich zittere immer noch. „Sag, es tut dir leid“ war seit langer Zeit mal wieder ein Thriller genau nach meinem Geschmack.

Ganz am Anfang erfährt man, dass eine tote Frau in einem See gefunden wurde. Weiterhin erfährt man, dass vor 3 Jahren zwei Teenager spurlos verschwunden sind. Zunächst „plätschert“ die Story vor sich hin, ist aber auch in dieser Phase des Einstiegs keineswegs langweilig. Im Gegenteil. Ich lauschte gebannt und ahnte schlimmes. Zunächst war das Bangen noch recht vage, ich wusste nicht so recht, wohin die Story eigentlich führen wird. Doch das änderte sich schlagartig als klar wurde, wer die tote Frau aus dem See war. Ab da hatte ich sozusagen durchgängiges Herzrasen. Der Spannungsbogen lies meiner Meinung nach zu keiner Minute bis zum Ende hin nach. Es war für mich das reinste Formel-1-Rennen der Ängste, des Bangens und des Hoffens.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen aus der Sicht des Psychologen Joe, der zunächst recht unfreiwillig, später dann äußerst engagiert der Polizei behilflich ist, den Fall zu lösen. Und zum anderen aus der Sicht von Piper, die aus ihrer „Gefängniszelle“ berichtet. Dieser Erzählstil brachte nicht nur viel Abwechslung sondern auch wahnsinnig viel Schwung in den Erzählfluss. Denn als Hörer wusste man über lange Zeit mehr als die Polizei und auch mehr als Piper. Und doch reichte dieses Wissen nicht aus, um den Übeltäter – als Hörer zumindest – zu überführen.

Michael Robotham hat mich verdammt oft auf eine falsche Fährte geführt, so dass ich diverse Personen im Visier hatte und fest davon überzeugt war, richtig zu liegen. Aber nein, Michael wusste es natürlich besser. Klar 😉 Wer es dann letztendlich wirklich war, überraschte mich dann sehr. Toll gemacht.

Ein ganzes großes Lob gebührt auch den beiden Sprechern. Es war der reinste Genuss, Laura Maire und Johannes Steck bei ihren Gefühlsausbrüchen, Wutanfällen und Verzweiflungen zuzuhören. Besser geht es gar nicht.

Somit war für mich „Sag, es tut dir leid“ ein perfekter Thriller, der knapp 13 Stunden meines Lebens mit atemberaubender Geschwindigkeit und einer tollen Story ausfüllte. Und ich bereue keine Minute davon.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michael Robotham – Sag, es tut dir leid

Siehe auch: 

 

Chevy Stevens – Never Knowing: Endlose Angst

Beschreibung
Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd – nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist – nämlich dass er Teil deines Lebens werden will…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Laura Maire

Länge
756 Minuten

Meine Meinung
Das waren meine langweiligsten 756 Minuten der letzten Jahre. 10 Stunden lang darf man Telefonaten zwischen Sara und ihrem Vater – einem Serienkiller – lauschen. Und wenn sie nicht gerade mit ihm telefoniert, dann streitet sie sich mit ihrem Verlobten, ob sie nun ihren Vater treffen soll oder nicht. Sie will – er nicht. Leute, da braucht man echt Geduld ohne Ende.

Die Idee der Geschichte finde ich ja echt gut. Sara wurde adoptiert und macht sich irgendwann auf die Suche nach ihren wahren Eltern. Wer rechnet schon damit, dass der leibliche Vater ein Serienkiller ist? Und dass das dann zu Schwierigkeiten führen kann, nun – das kann man sich denken. Man hätte sicherlich eine tolle Story daraus machen kann. Aber Chevy Stevens hat hier über weite Strecken eine derartige Gummimasse produziert, das war schon schier nicht mehr zum Aushalten. Erst die letzten zweieinhalb Stunden nahm die Geschichte etwas an Fahrt auf und wurde dann noch einigermaßen spannend.

Zur Glaubwürdigkeit: Ich fühlte mich hier schon leicht veräppelt. Wer bitte agiert so dumm, wie es die Personen in diesem Buch ständig tun? Kein Mensch auf der Welt würde so handeln! Und dann: gefühlte 1000 Telefonate führt Sara mit ihrem Vater – alle schön überwacht von der Polizei. Doch die Polizei ist nicht in der Lage, ihn zu fangen? Das glaubt doch kein Mensch. Oder sollte die Polizei in ganz Kanada tatsächlich so unfähig sein? Ich denke nein.

Laura Maire als Sprecherin fand ich hier mehr als deplaziert. Sie hat eine viel zu jugendliche Stimme – sie klingt wie eine 16-Jährige. Aber die Protagonistin ist über 30 Jahre alt – das passte absolut nicht zusammen. Und dass ihre Interpretationen manchmal echt nervig sein können, das hat sie schon in „Still Missing: Kein Entkommen“ bewiesen.
(In „Die verborgene Sprache der Blumen“ hat sie zur Protagonisten gepasst – hier hatte sie eine gute Leistung gebracht. Sicherlich sollte sie eher Bücher lesen, bei denen die Protagonistin dem Alter ihrer Stimme entspricht.)

Fazit:

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Chevy Stevens – Never Knowing: Endlose Angst

Siehe auch:

Chevy Stevens – Still Missing – Kein Entkommen

Beschreibung
Eine Frau, ein Psychopath, eine Flucht ohne Ende.
Ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Kunde mit einem freundlichen Lächeln. Doch im nächsten Moment liegt die junge Maklerin Annie O Sullivan betäubt und gefesselt in einem Lastwagen. Als sie erwacht, findet sie sich in einer abgelegenen, schallisolierten Blockhütte wieder. Ihr Entführer übt die absolute Kontrolle über sie aus ein endloser Albtraum beginnt
Ein unheimlich fesselnder Thriller mit grausam überraschenden Wendungen, verstörend eindringlich aus der Perspektive des Opfers erzählt.
Sprecherin Laura Maire liest mit großer Intensität und Ausdrucksstärke.

Sprecher
Laura Maire

Länge
6 CDs

Meine Meinung
Bis zur 5. CD war ich ziemlich angetan von diesem Buch. Ok, es hagelte zwar Klischees, aber trotzdem war es spannend und die nervige Mutter total nervig und der trottelige Dorfpolizist eben total trottelig. Alles noch im grünen Bereich. Man konnte sich sehr gut in das Opfer hineinversetzen, man litt und zitterte mit ihr, auch wenn vom ersten Satz an klar war, dass sie das alles überlebt hatte. Denn die Erzählperspektive ist die, dass die Protagonistin ihre Geschichte ihrer Therapeutin erzählt. Und dabei darf man lauschen. Fand ich eine gute Idee. Und ihre Befreiung wurde nicht durch einen „edlen Ritter“ herbeigeführt. Auch das fand ich ganz gut.

Doch als ich dann die 6. CD anhörte und die Auflösung kam, nee, also da hat es mir echt die Sprache verschlagen. Der Schluss vermasselt wirklich komplett die gute Story der vorangegangen 5 CDs.

Schade, wirklich schade. Ich hatte mir aufgrund der guten Bewertungen und Empfehlungen mehr von dem gesamten Buch versprochen. Aber mit dem Ende, nein, das hat mich derart enttäuscht – da muss ich 2 Sterne abziehen.

Die Sprecherin war ganz ok, die Protagonistin hat sie sehr gut vorgetragen, aber die restlichen Personen, naja – hat mich stellenweise etwas genervt.

Fazit: ganz nett

Siehe auch:

Vanessa Diffenbaugh – Die verborgene Sprache der Blumen

Beschreibung
Victoria Jones kennt von Geburt an nur Waisenhäuser und Pflegefamilien und ist am liebsten allein. Einzig für Blumen interessiert sie sich, und für ihre verborgene Bedeutung, in die Elizabeth sie eingeweiht hat. Elizabeth ist die Einzige, die ihr jemals das Gefühl von einem Zuhause gegeben hat. Mit 18 Jahren ist Victoria schließlich auf sich allein gestellt, ist obdachlos, bis sie einen Job in einem kleinen Blumenladen findet. Auf dem Markt lernt sie Grant kennen und stellt erstaunt fest, dass er ebenfalls die Sprache der Blumen versteht. Zum ersten Mal hofft sie wieder auf Liebe und eine Familie. Doch ihre Vergangenheit, ihr Gefühl, nichts wert zu sein, holen sie immer wieder ein.

Sprecher
Laura Maire

Länge
453 Minuten

Meine Meinung
„Die verborgene Sprache der Blumen“ ist ein schönes Buch. Wenn es mir auch einen Hauch zu schnulzig war.

Die Geschichte der Victoria, die in ihrer Kindheit und Jugend nichts als Heime und Pflegefamilien kannte, wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum Einen ihre Erfahrungen, die sie als Kind/Jugendliche macht und zum Anderen, wie sie sich als 18 Jährige, zum ersten Mal auf sich alleine gestellt, durch ihr Leben kämpft.

Unfähig Nähe und Liebe zuzulassen, stößt sie unermüdlich jeden vor den Kopf, der in ihr eine wertvolle und liebenswerte Person sieht. Denn aufgrund ihrer Erfahrung aus der Vergangenheit und ihrer daraus resultierenden „Ich weiß genau, dass das nicht klappen wird“-Einstellung für die Zukunft, steht sie sich immer und immer wieder selbst im Weg und verpasst dabei gänzlich, ihr Leben in der Gegenwart wirklich zu leben.

Sehr schön fand ich die Bedeutungen der verschiedenen Blumen, dessen Beschreibung sich als ein roter Faden durch das ganze Buch hindurch zieht. Und ich, die mit Nachnamen Distel heißt, komme dabei natürlich verdammt schlecht dabei weg. Aber das war mir auch schon vor diesem Buch klar 😉

Die Sprecherin, die mir bis dato noch nicht bekannt war, hat diese Geschichte absolut toll vorgetragen! Wirklich mit 100 % Herzblut hat sie jeden Satz gesprochen, mitgelitten, sich mitgefreut und diese Stimmungen sehr überzeugend rüber gebracht – doch, also die Leistung von Laura Maire muss hier ganz besonders hervorgehoben werden. Und ihre Stimme passte perfekt, sowohl zur jungen als auch zur etwas älteren Victoria.

Insgesamt war „Die verborgene Sprache der Blumen“ ein schönes Buch, das sich zu hören ganz sicher lohnt! Mir persönlich war es zum Schluss hin ein wenig zu rührselig. Aber dass sich ein Mensch so dermaßen selbst im Weg stehen kann, was sein eigenes Glück betrifft, kann ich nachvollziehen. Davon laufen genug Exemplare auf unseren Straßen herum.

Fazit: stars_4 empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Vanessa Diffenbaugh – Die verborgene Sprache der Blumen