Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 1 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Beschreibung
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Gott alle erdenklichen Fragen über das Leben hier auf Erden stellen – Fragen über die Liebe, den Tod, über Gut und Böse. Und stellen Sie sich vor, dass Gott Ihnen auf jede Ihrer Fragen klar und verständlich antwortet… Es ist ein Dialog der besonderen Art, der in diesem ersten Band der Bestseller-Trilogie vor allem um Probleme und Fragen des individuellen Schicksals kreist.

Walschs Gespräche mit Gott sind inzwischen einem Millionenpublikum bekannt.

Sprecher
Joachim Aich, Marie-Anne Baum, Rainer Bärensprung

Länge
8 h 04 m

Meine Meinung
Vor gut 30 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Aus Überzeugung – bis heute. Doch die Institution Kirche hat meiner Meinung nach mit Gott, oder welchen Namen oder welche Bezeichnung man auch immer dafür verwenden will, nichts zu tun. Dieses Hörbuch habe ich – zugegeben mit anfänglicher Skepsis – auf Empfehlung meiner Nichte gehört.

Ich war sehr erfreut, als ich sehr schnell feststellte, dass dieser Dialog mit der Kirche rein gar nichts zu tun hat. Ganz im Gegenteil! Hier wird sogar sehr oft die Kirche kritisiert und das nicht gerade zurückhaltend.

Beim ersten Hören habe ich nicht alles verstanden und habe deshalb nach Beendigung des Hörbuches gleich wieder von vorne angefangen. Da habe ich dann schon viel mehr verstanden. Ich sollte es sicherlich noch ein drittes Mal hören, um noch weitere Dinge zu verstehen, doch das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt tun. Jetzt heißt es für mich erst einmal: Das Gesagte wirken zu lassen und darüber nachzudenken. Aber eines ist gewiss. Ich werde mir ganz sicher noch den zweiten und auch den dritten Teil dieser Reihe anhören. (Der dritte Teil ist allerdings noch nicht als Hörbuch erschienen.)

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 1 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Siehe auch:

 

Sam Feuerbach – Die Myrnengöttin (Die Krosann-Saga – Königsweg 1)

Beschreibung
Die Auftragsmörderin sehnt sich zurück nach Freiheit und Unabhängigkeit. Doch die Schatten der Vergangenheit, die Begegnungen der Gegenwart und die Aufgaben der Zukunft sind tödlicher denn je. Nicht nur ein alter Feind, ein kleines Mädchen und ein ganzes Volk zehren an ihren Kräften…

Auf Burg Felsbach findet Karek keine Ruhe. Der König kämpft gegen eine tödliche Krankheit, der schwelende Bürgerkrieg und die Unruhe am Hof sind kaum noch beherrschbar und dann machen seine Kameraden auch noch eine fürchterliche Entdeckung.

Sprecher
Robert Frank

Länge
10 h 42 m

Meine Meinung
Auch dieser Teil der Krosann-Saga glänzt wieder durch Wortwitz, Spannung und Abenteuer.

Die Hand des Schwertmeisters macht sich – nachdem es Tedore ein Glück wieder besser geht – auf ins Ostmeer, um eine verborgene Insel zu finden, die noch nie zuvor ein Mensch gefunden hat. Doch der kleine Königskabu gibt hierzu eindeutige Hinweise. Scheint die Mission zunächst an Sturm und Nebel zu scheitern, so gelingt  Karek mit seinen alten und neuen Freunden an Bord doch das Unmögliche.

Schnell geraten sie auch hier wieder in Todesgefahr. Und völlig überraschenderweise treffen sie hier auch auf Mika, die über einen gänzlich anderen Weg auf die Insel gelangte.

Die größte Entwicklung durchläuft hier eindeutig die Auftragsmörderin Mika, von deren Herkunft man in diesem Teil etwas mehr erfährt.

Dieser Teil endet mit einer äußerst witzigen Szene. Ich musste wirklich laut lachen, als ich das hörte. Und Karek versteht die Welt nicht mehr – logisch.

Robert Frank ist auch in dieser Folge wieder ganz hervorragend.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sam Feuerbach -Die Myrnengöttin (Die Krosann-Saga – Königsweg 1)

Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Beschreibung
Das Finale der Kain-Trilogie

Durch puren Zufall erfährt das FBI am 3. März um 19 Uhr abends von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane, die amerikanische Präsidentin. Um 20.30 Uhr wissen fünf Personen alle Details – eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mike Andrews bleibt übrig. Er hat genau sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen, denn der unbekannte Täter scheint aus den eigenen Reihen zu kommen. Und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
7 h 34 m

Meine Meinung
Beim dritten und somit letzten Teil der Trilogie hat Jeffrey Archer wieder mehr Einfallsreichtum bewiesen. „Kains Erbe“ ist äußerst kurzweilig und sehr rasant geschrieben. Allerdings könnte dies auch eine x-beliebige Agentenstory sein, völlig losgelöst von dieser Trilogie. Denn außer dass es um Florentyna Kain geht, auf die ein Mordanschlag geplant ist, hat die Story reichlich wenig mit Kain und Abel zu tun. Denn Florentyna kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Eigentlich hat sie nur jeweils einen kleinen Part am Anfang und am Ende der Story.

Die Thematik der Story – nämlich die Änderung des Waffengesetzes in den USA – ist natürlich hochbrisant und somit sehr interessant. Die Ausarbeitung, wie die Verabschiedung des neuen Gesetzes verhindert werden soll, ist einfallsreich, detailliert und sehr menschlich beschrieben. Ich fieberte jedenfalls jede Minute mit dem Agenten Mike Andrews mit.

Richard Barenberg fand ich – wie immer – spitzenmäßig als Sprecher.

Jetzt habe ich lange überlegt, wie ich diesen dritten Teil nun bewerten soll. Soll ich einen Punkt abziehen, da es so wenig mit der Trilogie zu tun hat? Oder soll ich das einfach als gegeben hinnehmen und mich über die wirklich sehr kurzweilige und unterhaltsame Story freuen? Ich entschied mich für letzteres. Denn ich wurde über die gesamte Zeit sehr gut unterhalten. Mir hat es gefallen.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

Karen Hamilton – Perfect Girlfriend: Du weißt, du liebst mich

Beschreibung
Sie ist die perfekte Freundin. Sie würde alles für dich tun… Du kannst ihr nicht entkommen.

Juliette Price weiß genau, was sie will und wen sie will. Um ihrem Freund Nate nahe zu sein, wird sie Flugbegleiterin bei der Airline, für die er als Pilot arbeitet. Sie sind füreinander bestimmt, da ist Juliette sich absolut sicher. Dass Nate vor ein paar Monaten mit ihr Schluss gemacht hat, bedeutet nichts. Denn Juliette hat einen Plan, wie sie ihn zurückgewinnen wird. Sie ist die perfekte Freundin, und sie wird ihm zeigen, wie sehr er sie in seinem tiefsten Inneren noch liebt – und wenn er sie dafür erst einmal fürchten lernen muss…

Fragil und doch abgrundtief böse gelesen von Nora Waldstätten.

Sprecher
Nora Waldstätten

Länge
12 h 06 m

Meine Meinung
Poh, dieses Hörbuch hat mir wirklich einige graue Haar beschert. Fand ich den Plot anfangs ja noch richtig gut und wirklich spannend aufgebaut, so wird er etwas vor der Hälfte echt – hm, wie soll ich sagen  – bescheuert! Da plant  sie und plant, man denkt, heijah, wenn man sich die Blöße geben will, derart einem Mann nachzurennen – bitte, und dann – Peng – an einem Abend macht sie alles kaputt. Aber nicht so, dass es ein Versehen gewesen wäre. Nein, das war wirklich von der Autorin so gewollt!

Das war der Moment, an dem ich das Hörbuch abbrechen wollte. Hätte ich mal besser getan. Aber nein, meine Neugierde war natürlich größer und ich hörte weiter. Doch anschließend habe ich mich eigentlich nur noch aufgeregt. Eine Frau mit einem kompletten Sockenschuss und ein Mann wie ein Waschlappen. Machtspielchen, eins nach dem anderen… hach, es war einfach nur noch ein Dilemma, diesem Drama zuzuhören. Doch ich hörte weiter, ich wollte unbedingt wissen, wie es denn nun ausgeht. Und ja, auch hier wurde ich wieder bitter enttäuscht.

Nein, also trotz der wirklich sehr guten Leistung von Nora Waldstätten, die ich bisher übrigens noch gar nicht als Sprecherin kannte, hat mich diese Story einfach nur enttäuscht und genervt.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Karen Hamilton – Perfect Girlfriend

Gil Ribeiro – Spur der Schatten (Lost in Fuseta 2)

Beschreibung
„Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt angekommen“, hatte Leander Lost, schwer verletzt, aber glücklich, seinen portugiesischen Kollegen nach ihrem ersten erfolgreich gelösten Fall gesagt. Nun stürzt sich der schlaksige deutsche Kommissar und Asperger-Autist gemeinsam mit Graciana Rosado und Carlos Estevez in die Ermittlungen um eine ermordete Kollegin – nicht zuletzt, weil er fasziniert ist von der Tochter der Toten, die ähnlich eigenwillig auf die Welt blickt, wie er. Die Zeugenbefragungen führen das Trio auf die Spur einer politischen Aktivistin aus Angola, deren Aufenthalt in der ehemaligen Kolonialmacht Portugal sogar das Innenministerium aufschreckt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Andreas Pietschmann

Länge
10 h 01 m

Meine Meinung in Kürze
Das war wieder spannende Unterhaltung pur. Leander ist und bleibt ein besonderer Mensch, den man einfach lieben muss. So geht es hier auch einigen Frauen – und gerade diese Episoden sind durchaus zum Schmunzeln. Wie auch etliche andere Stellen in dieser Story.

Der Kriminalfall an sich ist natürlich auch wieder sehr interessant und Leander wäre nicht Leander, wenn sich am Ende nicht… ach ich will hier nicht zu viel verraten.

Andreas Pietschmann war auch hier wieder perfekt. Er spricht Leander Lost einfach genial.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Gil Ribeiro – Spur der Schatten (Lost in Fuseta 2)

Siehe auch:

Kazuo Ishiguro – Was vom Tage übrig blieb

Beschreibung
Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur 2017

Seit Jahrzehnten dient Stevens als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Er hat sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn gestellt, niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Jetzt bricht er zum ersten Mal aus seiner gewohnten Welt aus, um seine ehemalige Kollegin, Miss Stenton, in Cornwall zu besuchen. Die Fahrt wird für Stevens zu einer Reise in die Vergangenheit und schließlich auch zu einer Reise zu sich selbst.

Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
8 h 49 m

Meine Meinung
„Was vom Tage übrig blieb“ – man könnte auch sagen: „Was vom Leben übrig blieb“. Denn Stevens, der zeitlebens als Butler auf Darlington Hall arbeitete, verbringt sein ganzes Leben damit, seinem Herren zu dienen, stets alles zu geben und niemals irgendwelche Geheimnisse preiszugeben. Er steht zu 100 % hinter seinem Chef, hinterfragt nicht, arbeitet und stellt seine eigenen Bedürfnisse hinten an. Er geht sogar soweit, dass er seine eigenen Bedürfnisse gar nicht wahrnimmt.

Als er die Möglichkeit bekommt, mit dem Ford seinen Herrn eine Urlaubsreise anzutreten, führt ihn diese Reise nicht nur an wunderbare Orte, die er zuvor niemals gesehen hatte und von denen er auch rein gar nichts ahnte – war er doch immer nur auf Darlington Hall gewesen. Nein, diese Reise führt ihn auch zu seiner ehemaligen Arbeitskollegin, die ihn damals geliebt hatte und er vor lauter Ehrgeiz nicht den leisesten Schimmer davon hatte.

Mit jedem weiteren Kilometer führt ihn diese Reise auch zu sich selbst, er reflektiert sein Leben, sein Handeln, seine Intention und kommt damit zu der Erkenntnis, was vom Tage übrig blieb. Oder auch – wie ich schon geschrieben habe – was von seinem Leben übrig blieb.

„Was vom Tage übrig blieb“ ist ein geruhsames Resumé auf ein Leben, das geprägt von Pflichtbewusstsein und Fleiß gänzlich am Protagonisten vorüber ging.

Gert Heidenreich als Sprecher war auch bei diesem Hörbuch wieder sehr, sehr gut. Ich mag einfach seine Stimme und seine Art.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Audible.de und bei Random House Audio. Hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kazuo Ishiguro – Was vom Tage übrig blieb

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar.

Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Beschreibung
Ein beschaulicher Ort in Frankreich im Jahr 1999: Der zwölfjährige Antoine verbringt seine Tage zusammen mit dem Hund Odysseus im nahgelegenen Wald.

Als wenige Tage vor Weihnachten sein Nachbar, der kleine Rémi, innerhalb weniger Stunden spurlos verschwindet, stehen die Anwohner Beauvals unter Schock. Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet. Dabei wird vor allem der angrenzende Wald durchsucht, in dem Antoine und Rémi viel Zeit miteinander verbracht haben. Am dritten Tag muss die Suche nach dem verschwundenen Kind abgebrochen werden. Ein Jahrhundertsturm zieht auf. Rémi bleibt verschwunden, die Bewohner Beauvals verdächtigen sich gegenseitig und Antoine schweigt, obwohl er der einzige ist, der weiß, was in jenen verhängnisvollen Stunden mit seinem Freund Rémi geschah.

Das Hörbuch erscheint als ungekürzte Lesung bei DAV

Kann ein Kind schuldig sein?

Behutsam und verständnisvoll widmet sich der Prix-Goncourt-Preisträger Pierre Lemaitre in seinem Roman »Drei Tage und ein Leben« dem Schicksal des Protagonisten, schreibt über Schuld, Verantwortung und Adoleszenz. Glaubhaft erzählt er Antoines Geschichte, der als Heranwachsender seinen Heimatort verlässt, versucht, mit der Schuld umzugehen, die er als Junge auf sich geladen hat und schließlich doch wieder nach Beauval zurückkehrt.

»Drei Tage und ein Leben«, produziert von NDR Kultur, wird packend interpretiert von Torben Kessler

Der aus Fernsehen, Kino und Theater bekannte Schauspieler Torben Kessler zählt zu den bekanntesten Hörbuch-Sprechern Deutschlands und hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen, darunter auch Hanya Yanagiharas »Ein wenig Leben«.

Auch mit seiner Lesung von Pierre Lemaitres Roman weiß er zu überzeugen. Mit seiner gefühlvollen und unaufgeregten Darbietung erweist er sich als der ideale Erzähler der Geschichte rund um den jungen Antoine und die Geschehnisse während der drei Tage im Dezember.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
6 h 28 m

Meine Meinung
Als ich vor zwei Jahren „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre gehört hatte und völlig fasziniert war, war ich äußerst begeistert als ich sah, dass es ein neues Hörbuch von Lemaitre gibt. Selbstverständlich wollte ich das sofort hören. Meine hohen Erwartungen und Hoffnungen wurden in keinster Weise enttäuscht. Ich war wieder äußerst begeistert! „Drei Tage und ein Leben“ ist zwar leider recht kurz, dafür aber umso intensiver.

Es ist wirklich erstaunlich, wie sich der Autor in den jungen Antoine versetzen  und seine Gefühle erzählen kann. Ist der Junge doch völlig verzweifelt, entsetzt von seiner Tat, hin- und hergerissen, wie er sich nun verhalten soll. Soll er seine Schuld eingestehen? Oder doch lieber fliehen? Aber nein, das geht nicht. Selbstmord? Ja, das ist gut, denn mit dieser Schuld zu leben ist für ihn unvorstellbar.

Ich habe nur sehr selten eine solch gute Darstellung der inneren Zerrissenheit eines Menschen gehört. Lemaitre hat das wirklich bis zum i-Tüpfelchen perfektioniert.

Und das Endprodukt ist eine wirklich mitreißende Story, bei der ich den Mörder gar lieben lernte und mit ihm bangte und hoffte. Und klar stellt sich hier dann wieder die Frage: Kann man ein Kind wirklich als Mörder bezeichnen? Wenn ich mir die Situation nochmals vorstelle, wie sie geschildert wurde, dann war ich natürlich schockiert und entsetzt! Doch wenn ich mir dann überlege, in welcher Gefühlslage er sich gerade befand, nun… Aber – lieber Leser/Hörer – bilde dir bitte eine eigene Meinung über den jungen Antoine und seine Tat.

Auch das Ende fand ich perfekt ausgearbeitet. Es waren wirklich einige Szenarien möglich, wie die Story zu einem Ende geführt hätte werden können. Die von Lemaitre gewählte hat mir sehr gut gefallen. Warum kann ich hier nicht beschreiben, da würde ich wohl etwas die Spannung nehmen. Und das will ich auf keinen Fall riskieren. Denn „Drei Tage und ein Leben“ ist eine Geschichte, in die man unbedingt selbst eintauchen und mitfiebern sollte, ohne den geringsten Schimmer zu haben, wie es enden wird.

Torben Kessler als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen. Er hat diese eindringliche Story wirklich ganz hervorragend gesprochen, niemals aufdringlich, aber immer äußerst gefühlsbetont. Toll.

Ich wünsche spannende sechseinhalb Stunden beim Lauschen dieser wirklich außergewöhnlich guten Story.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei „Der Audio-Verlag“ Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Siehe auch:

Herzlichen Dank an den Audio-Verlag für das Rezensionsexemplar, das sich als wahrer Schatz entpuppte.

Persönliche Anmerkung:
Innerhalb von 2 Wochen 3 Hörbücher, die es auf meine Bestenliste geschafft haben, und das noch aus völlig verschiedenen Genres, das gab es noch nie!

Die anderen beiden sind:

Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

Beschreibung

Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben.

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. Was man von hier aus sehen kann ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit.

Sprecher
Sandra Hüller

Länge
8 h 01 m

Meine Meinung
Was selten vorkommt: Dass ich ein Hörbuch nach dem Beenden direkt nochmals von vorne anfange. Ja, bei diesem Hörbuch war das so. Nicht, weil es so kompliziert, sondern weil es einfach so schön war und ich mich auch an der Sprecherin einfach nicht satt hören konnte. Sie hat eine wunderbare Stimme und eine ganz eigentümliche Art, die Sätze zu betonen. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen.

Überhaupt habe ich das ganze Dorf in mein Herz geschlossen. All diese Leute mit ihren sehr detailliert beschriebenen Eigenarten. Selbst die „Stinkstiefel“ hat man einfach gern. Es gibt in diesem Roman derart viele tolle Szenen, dass man ab liebsten umziehen möchte. In eben genau dieses Dorf im Westerwald. Denn dort scheinen auch die schlimmsten Erlebnisse mit viel Liebe und Mitgefühl überwindbar zu sein.

Die Botschaft der Geschichte – nämlich die unbedingte Anwesenheitspflicht im Leben – wurde auf so herrliche Art und Weise beschrieben, dass man ins Grübeln kommt, ob man eigentlich selbst wirklich anwesend in seinem eigenen Leben ist.

Diesem Roman zu lauschen ist wie eine leichte Sommerbrise mit einem heftigen Gewitter mittendrin. Ich kann dieses Hörbuch uneingeschränkt jedem empfehlen, der einfach mal etwas Balsam für die Seele braucht. Und wer braucht das heutzutage nicht?

Dieses Buch bereichert ab sofort meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

Mark Douglas-Home – Ein Grab in den Wellen (Sea Detective 1)

Beschreibung
Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht.

Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Michael Schwarzmaier

Länge
11 h 29 m

Meine Meinung
Insgesamt gesehen fand ich diesen Krimi ziemlich gut, allerdings gibt es nicht nur positive, sondern auch einige negative Dinge zu erwähnen.

Zunächst das Positive:
Der Protagonist Cal ist ein sympathischer Typ, der in keine Schublade passt. Das finde ich persönlich schon mal sehr interessant. Allerdings war er manches Mal auch ziemlich blauäugig und vertrauensseelig.

Das indische Mädchen fand ich gut beschrieben, sie hat eine erstaunliche Entwicklung während der Story durchlebt.

Auch Helen Jamieson fand ich klasse. Insbesondere wie sie mit dem Ekel von Chef umging. Ja Sir, nein Sir, doch Sir – das waren herrliche Dialoge. Da musste ich oft schmunzeln.

Der Plot insgesamt war auch sehr interessant und gut aufgebaut.

Doch nun das Negative
Die Geschichte um Cals Opa fand ich langatmig und auch irgendwie fehl am Platz. Meiner Meinung nach nahm dieser Teil einen viel zu großen Raum in der Story ein. Es war zwar durchaus eine recht interessante Story, aber für meinen Geschmack passte sie einfach nicht richtig in die Story. Man hätte da vielleicht eine eigene Geschichte daraus machen können.

Auch den Sprecher fand ich nicht so passend. Er las fast das ganze Buch ein bisschen so, als würde er eine Komödie sprechen. Das fand ich für das dramatische Thema wirklich unpassend.

Ja, es fällt mir schon ein wenig schwer, diese Story zu bewerten. Denn es lohnt sich schon, sich diese Story anzuhören, trotz der negativen Aspekte. Aber vielleicht sehe auch nur ich das so. Ergo gilt auch hier: Selbst anhören und eigene Meinung bilden.

Weitere Informationen
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David Eagleman – The Brain: Die Geschichte von dir

Beschreibung
Die Hirnforschung macht rasante Fortschritte, aber nur selten treten wir einen Schritt zurück und fragen uns, was es heißt, ein Lebewesen und Mensch zu sein. Der renommierte Neurowissenschaftler David Eagleman nimmt uns mit auf die Reise durch das Gewirr aus Milliarden von Hirnzellen und Billionen von Synapsen – und zu uns selbst.

Sprecher
Helge Heynold

Länge
5 h 12 m

Meine Meinung
Klasse! Dieses Sachbuch hat mir so richtig gut gefallen. Der Autor berichtet hier von vielen Tests, die erstaunliche Ergebnisse zu Tage bringen. Ok,  den ein oder anderen Test kannte ich schon aus anderen Büchern. Aber trotzdem ist es immer wieder faszinierend, den Testergebnissen zu lauschen. Unglaublich, was man damit alles herausfinden kann.

Es kommt nicht von ungefähr, wenn gesagt wird, dass das Umfeld durchaus für die Entwicklung eines Kindes sehr beeinflussend ist. Auch das ist leicht verständlich und sehr einleuchtend beschrieben, erklärt und anhand von Beispielen belegt.

Dieses Hörbuch kann ich nur empfehlen. Denn es ist für jeden verständlich geschrieben und dem Sprecher Helge Heynold kann man auch sehr gut zuhören. Und der Inhalt ist einfach äußerst interessant.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: David Eagleman – The Brain: Die Geschichte von dir

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