Marc-Uwe Kling – QualityLand (Dunkle Edition)

Beschreibung
Willkommen in QualityLand! In der Zukunft ist alles durch Algorithmen optimiert: QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt. Das selbstfahrende Auto weiß, wo du hinwillst. Und wer bei TheShop angemeldet ist, bekommt alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, automatisch zugeschickt. Kein Mensch ist mehr gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen – denn in QualityLand lautet die Antwort auf alle Fragen: o.k.

Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter immer mehr das Gefühl, dass mit dem System etwas nicht stimmt. Warum gibt es Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller?

Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

Die dunkle und helle Ausgabe unterscheiden sich durch Empfehlungen/Nachrichten/Werbung, die zwischen den Kapiteln eingefügt sind und jeweils ein anderes Weltbild zeichnen:
Hörer der dunklen Edition finden hier den Newsfeed der hellen Edition: qualityland.de/hell.
Hörer der hellen Edition finden hier den Newsfeed der dunklen Edition: qualityland.de/dunkel

Sprecher
Marc-Uwe Kling

Länge
8 h 26 m

Meine Meinung
Ich habe mich schon lange nicht mehr so köstlich amüsiert wie mit QualityLand. Marc-Uwe Kling hat hier eine herrliche Science-Fiction-Geschichte geschrieben, die gar nicht mal so weit hergeholt ist. Denn vieles ist ja heute durchaus schon Realität. Er hat alles nur etwas auf die Spitze getrieben. Dies jedoch jeweils höchst pointiert und präzise. Und dabei auch noch urkomisch formuliert und perfekt von ihm selbst vorgetragen.

Es fängt schon gleich zu Beginn mit einer herrlichen Änderung an. Denn Namen wie Müller, Meier oder Schmitt passen einfach nicht mehr in das gewollte Bild von QualityLand. Deshalb gab es eine Namensreform, die folgendermaßen aussieht: Alle Kinder tragen den Nachnamen des ausgeübten Berufes seines Erzeugers und zwar zum Zeitpunkt der Zeugung. So gibt es dann Namen wie Sebastian Vorstandsvorsitzender, Paul Bankkaufmann oder auch Ulrike Geschichtslehrer. Peter, unser Protagonist der Geschichte, hatte leider nicht so viel Glück und heißt Peter Arbeitsloser. Das schlägt sich natürlich auch in seinen Zukunftsmöglichkeiten nieder. Denn jeder Mensch wird mit Qualitys bewertet. Man kann diese aufbauen, aber man bezahlt auch damit. Vorteile kann man auch durch hohe Bewertungen erhalten. Doch um dorthin zu kommen,  ist es ein langer Weg und für manche gänzlich unmöglich zu gehen. Denn sie bekommen erst gar nicht die Möglichkeit, sich solche Qualitys zu zulegen.

Sehr köstlich fand ich auch die Drohnen von The Shop, die einem ständig Dinge vorbei brachten, von denen man gar nicht wusste, dass man sie haben wollte. Doch da die Algorithmen das so errechnet haben, muss es ja schließlich stimmen. Ja, und auf solch einen ungewollt zugestellten Artikel baut sich auch die Geschichte auf. Herrlich.

Der Dialog  mit der Hotline von The Shop, oder auch der bevorstehende Wahlkampf, oder auch Peters Maschinenfreunde im Keller, die alle nicht mehr ganz dicht in ihren Schaltkreisen waren, es gibt hier sehr viele herrlich komische Szenen.

Ach, ich könnte hier noch ewig weiter von diesem Hörbuch schwärmen, doch hör es dir einfach selbst an. Es nimmt unsere Gesellschaft auf herzhaft erfrischende Art auf die Schippe, wenn es auch nicht gänzlich erfunden ist und sich durchaus so oder so ähnlich in der Zukunft darstellen könnte. Was dann aber vermutlich nicht mehr so lustig wäre.

Von mir gibt es hierfür eine ganz klare Hörempfehlung und es kommt natürlich auf meine Bestenliste. Diesen Platz hat es wahrlich verdient.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Marc-Uwe Kling – QualityLand (Dunkle Edition)

Siehe auch:

11. Deutscher Hörbuchpreis 2013 – und wir waren dabei

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14. Februar 2013 – Mittagspause:
Wie immer öffne ich ziemlich gelangweilt meine Post – sind ja meist nur Rechnungen und Werbung. Doch an diesem Tag ist ein äußerst interessanter Umschlag dabei. Vom WDR! An mich persönlich! Ich öffne neugierig den Umschlag und halte eine Einladung zum Deutschen Hörbuchpreis 2013 in Händen! Ich muss zweimal hinschauen, um das zu realisieren.

Ich lese, was da alles drauf steht – schlagartig habe ich ein Problem: ‚Um Abendkleidung wird gebeten!‘ Im Geiste durchforste ich meinen Kleiderschrank. Oh Schreck: Ich habe nichts zum Anziehen!

14. Februar 2013 – abends:
Mist, die Veranstaltung findet in Köln statt, das ist verdammt weit weg von meinem Wohnort. Da kann ich abends nicht wieder nach Hause fahren. Doch dieses Problem besteht nur sehr kurz. Denn Myriam und Arthur Gelderblom haben ebenfalls eine Einladung. Und sie wohnen ganz in der Nähe von Köln. Die beiden laden mich direkt ein, bei ihnen zu übernachten. Ok, Problem 1 ist gelöst. Problem 2 – die Kleiderfrage – besteht nach wie vor.

15. Februar 2013 – tagsüber:
Bei der Arbeit 2 Tage Urlaub eingereicht.

16. Februar 2013 – abends:
Shoppen im Internet. Schnell ist ein schmucker Hosenanzug gefunden und bestellt. Dieser kommt nach 2 Tagen. Bei der Anprobe stellt sich heraus, dass die Hose viel zu weit ist – aber dank der weltbesten Schneiderin (meiner Mutti), ist auch das kein Problem.

19. Februar 2013 – abends:
Anprobe des geänderten Hosenanzugs: Passt perfekt.

20. Februar bis 04. März 2013:
Vorfreude, große Vorfreude, riesige Vorfreude!

05. März 2013 – tagsüber:
Ich werde nervös. Ich war noch nie bei solch einem festlichen Anlass. Und schon gar nicht bei einer Veranstaltung, die in 5 Radiosendern live und 2 Tage später im Fernsehen übertragen wird. Die Nervosität steigt.

05. März 2013 – abends:
Ute, mach dich nicht verrückt! Du bist dort Zuschauer! Alles ist gut. Du solltest aber langsam mal anfangen zu packen…

06. März 2013 – morgens:
Gemütlich Kaffee trinken, ausgiebig baden. Gegen 11.00 Uhr starte ich in Richtung Köln. Gegen 14.00 Uhr treffe ich bei Myriam und Arthur Gelderblom ein. Freudige Begrüßung und Kennenlernen der beiden neuen Mitbewohner Mylady und MissIggy – zwei zuckersüße Katzen.

Wir trinken Kaffee, reden, spielen mit den Katzen. Dann geht’s ans Aufhübschen. Auch das ist erstaunlich schnell über die Bühne.

06. März 2013 – 17:45 Uhr:20130306_190610
Wir drei sitzen aufgebretzelt im Auto und starten in Richtung Köln. Kurze Zeit später stecken wir im dicksten Berufsverkehr fest. Ich werde immer nervöser, da ich keine Ahnung habe, wie weit es noch ist. Arthur bleibt gelassen: ‚Ist nicht weit – wir sind gleich dort.‘ Er behält Recht.

Um kurz vor 19.00 Uhr sind wir am Funkhaus Wallrafplatz. Ein kurzer Abstecher um die Ecke, damit ich als Touri den Kölner Dom fotografieren kann. Dann wieder zurück zum Funkhaus.

06. März 2013 – 19:00 Uhr:
Wir laufen gebührend über den roten Teppich und zeigen stolz unsere Einladungen vor. Wir werden mit Namen begrüßt und erhalten Sitzkärtchen – Reihe 8 bis 24 – freie Platzwahl.

Da wir spätestens um 19.40 Uhr im Saal sein sollen und wir noch Zeit haben, bleiben wir zunächst im Foyer, trinken etwas und essen ein paar Häppchen, die netterweise gereicht werden.

06. März 2013 – 19:35 Uhr:
Jetzt wird es aber Zeit. Wir gehen in den Saal. Der ist schon sehr gut gefüllt, es gibt nur noch in den hinteren Reihen freie Plätze für uns. Wir setzen uns. Fast jeder hat sein Handy in der Hand, twittert und fotografiert was das Zeug hält. Um 19.55 Uhr betritt Dieter Moor die Bühne und motzt das Publikum an: „War ja wieder klar! Ihr solltet um 19:40 Uhr spätestens sitzen, da es eine Live-Übertragung ist. Aber nein, hier ist noch ein Geräuschpegel, der keine Live-Übertragung zulässt!“ Motz, motz, motz. Wir werden ganz still. Dann grinst Dieter Moor, meint: „Na also, geht doch.“ Dann gibt er uns noch die Anweisung, alle Handys auszuschalten. Also nicht den Flugzeugmodus an – nein, ganz auszuschalten. Sonst gibt es Störungen bei der Übertragung. Schweren Herzens schalte ich mein Handy aus. Aber ein Bild konnte ich vorher doch noch schnell machen.

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06. März 2013 – 20:05 Uhr:
Pünktlich beginnt die Live-Übertragung im Radio. Die beiden Moderatoren Katty Salié und Dieter Moor betreten die Bühne. Sofort bricht tosender Applaus los, so dass man die Begrüßungsworte der beiden Moderatoren kaum verstehen kann. Macht aber nix – es weiß ja eh jeder, um was es geht.

Am Piano sitzt der musikalische Leiter des WDR Mike Herting und sorgt für leichte Untermalung. Und er hat sichtlich Spaß an seiner Aufgabe.

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Dann geht es auch gleich los mit der Verleihung des ersten Preises.
(Wenn du auf die Bilder klickst, kommst du auf die jeweilige Seite des Hörbuchpreises. Hier gibt es jeweils ein Hörbeispiel, eine Kurzbeschreibung des Hörbuches, die Begründung der Preisträgerjury, die Begründung der Nominierungsjury und Informationen zum Preisträger selbst.) 

Er wird verliehen in der Kategorie:„Bester Interpret“

Sibylle Bergmit dem Hörbuch von
Sibylle Berg: „Vielen Dank für das Leben“
Der Preisträger ist: Gustav Peter Wöhler

Gustav Peter Wöhler ist live vor Ort und liest einen Ausschnitt aus dem Hörbuch.

Nach der Lesung wird Herr Wöhler interviewt und er bekommt seine Trophäe überreicht.

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Gleich geht es weiter mit der nächsten Preisverleihung:

Kategorie: „Bestes Kinderhörbuch“

Zorgamazoomit dem Hörbuch von: Robert Paul Weston
Übersetzung: Uwe-Michael Gutzschhahn
Hörbuch: „Zorgamzoo“
Sprecher: Martin Baltscheit
Verlag: Silberfisch im Hörbuch Hamburg Verlag

Auch Martin Baltscheit war live dabei und hat eine Szene aus diesem komplett gereimten Hörbuch vorgetragen.  Und das hat mich derart begeistert, dass ich mir (wieder zuhause) das Kinderhörbuch direkt gekauft und angehört habe. Ich war begeistert! Meine Rezension hierzu gibt es hier:
Robert Paul Weston – Zorgamazoo

Selbstverständlich wurde auch Martin Baltscheit interviewt.

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Den nächsten Preis gibt es in der Kategorie: „Bestes Sachhörbuch“

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Den Preis gewann „Der Heilige Pillendreher. Ein elektroakustisches Hörbuch“ von Jean-Henri Fabre
Sprecher: Gertd Heidenreich
Verlag: Buchfunk
Musik: Robert Rehnig

Hier war der Sprecher nicht vor Ort. Es wurde ein kleiner Film über den Mistkäfer eingespielt, der mit dem Ton des Hörbuches hinterlegt war. Den Preis nahm David Fischbach stolz entgegen.

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Danach folgte eine musikalische Unterhaltung durch das Ensemble Spark.

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Weiter ging es im Programm in der Kategorie: „Beste Interpretin“

AugustMit dem Hörbuch von
Christa Wolf „August“
Preisträgerin: „Dagmar Manzel“

Dagmar Manzel war ebenfalls live dabei und hat einen Auszug aus dem Hörbuch vorgetragen. Sehr ergreifend.

Und dann, dann lag ich schier unterm Sessel vor Lachen.

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Der nächste Preis ging in der Kategorie: „Das besondere Hörbuch / Beste Unterhaltung“

Känguruan Marc-Uwe Kling mit „Die Känguru-Chroniken. Live und ungekürzt“
Verlag: Hörbuch Hamburg

Marc-Uwe Kling liest seine Lieblingsepisode aus dem Hörbuch, die betitelt ist mit „Theorie und Praxis“. Auch diese Lesung hat mich derart begeistert, dass ich mir das Hörbuch kaufte und sofort hörte. Ich habe Tränen gelacht!

Meine Rezension dazu gibt es hier:
Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt

Ein sehr amüsantes kurzes Interview folgte mit dem Autor und Sprecher.

Anschließend kam die absolute Ernüchterung.

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Der nächste Preis wurde verliehen in der Kategorie: „Beste verlegerische Leistung“

Erzählerstimmenfür das Hörbuch „Erzählerstimmen – Die Bibliothek der Autoren“
von „Christiane Collorio, Michael Krüger und Hans Sarkowicz (Hg.)
Verlag: „Der Hörverlag“

Hier war natürlich keiner der Sprecher live auf der Bühne, da viele ja bereits tot sind. Es handelt sich hier um reine Archivaufnahmen.

Den Preis nahmen Claudia Baumhöfer und Christiane Collorio entgegen.

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Weiter ging es mit der Verleihung des „HÖRkulino“.

Der Preisträger war hier noch nicht im Vorfeld bekannt und wurde erst an diesem Abend verkündet.

GespensterDer „HÖRkulino“ ging an das Hörbuch:
„Gespenster gibt es doch“
von Kate und M. Sarah Klise
Verlag: „Audiolino“

Hierzu gab es ein kurzes Video mit dem Hörbuchtext hinterlegt. Das war schön gemacht.

Den Preis nahm Rainer Gussek (Regisseur und Verleger) entgegen.

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Weiter ging es mit dem „HörKules“

ZiemlichGewonnen hat
„Ziemlich beste Freunde: Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo“
von: Philippe Pozzo di Borgo
Sprecher: Frank Röth

Der Sprecher Frank Röth nahm den Preis entgegen und las auch einen Ausschnitt aus dem Hörbuch.

Zur Info: Das Hörbuch ist nicht die Vorlage für den äußerst bekannten und gleichnamigen Film.

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Und dann war auch schon die letzte Verleihung:

In der Kategorie: „Bestes Hörspiel“ und „Hörspiel des Jahres der hr2-Hörbuchbestenliste“

Ulyssesshat gewonnen: „Ulysses“
von: „James Joyce“
Verlag: „Der Hörverlag / SWR, DLF“

Den Preis nahmen die Herren Manfred Hess und Klaus Buhlert entgegen.

Sie wurden natürlich kurz interviewt und anschließend las Corinna Harfouch sehr enthusiastisch aus dem Hörspiel vor.

Ihr Vortrag hat mich dann doch neugierig gemacht. Ich hatte mit diesem Hörbuch zwar schon einmal begonnen, aber bereits nach ca. 10 Minuten aufgegeben. Arthur Gelderblom, der das Hörspiel bereits gehört hatte, meinte zu mir, dass der Anfang sehr anstrengend sei, dann aber besser weitergehen würde. Der Vortrag von Corinna Harfouch zeigte dies eindrucksvoll. Ich werde es also nochmals versuchen.

Nach diesem Vortrag beendete das Ensemble Sparks diesen wundervollen Abend mit einer weiteren musikalischen Einlage.

Doch damit war noch nicht Schluss. Wieder draußen im Foyer wurden alle Gäste mit Essen und Trinken vom Feinsten verwöhnt. Auch die Preisträger und diverse bekannte Gesichter aus dem Fernsehen liefen umher. Wenn ich mehr fernsehen würde, könnte ich hier vielleicht auch Namen nennen. So leider nicht.

Nach einer kurzen Stärkung traf ich dann auch noch einen langjährigen Hörbuchfreund von mir, den ich bisher aber nur über das Internet kannte und noch nie live gesehen hatte. Das war zu all den bisherigen Highlights ein weiteres i-Tüpfelchen des Abends.

Gegen 23:30 ging es zurück, es gab noch lange Gespräche in der Küche von Myriam und Arthur Gelderblom bis wir um 1:30 Uhr schließlich todmüde aber glücklich in die Betten fielen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück musste ich dann leider schon den Rückweg antreten, da ich am nächsten Tag wieder arbeiten musste.

Fazit:

Die Verleihung des 11. Deutschen Hörbuchpreises 2013 war für mich ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Zum Einen empfand ich die Einladung als eine wirkliche Ehre für meine langjährige Leidenschaft als Hörbuchhörerin und Bloggerin. Zum Anderen war es aber auch äußerst interessant, eine derartige Übertragung live erleben zu dürfen. Dachte ich doch immer, dass die Moderatoren alles im Griff hätten (zeitlich), so wurde ich hier eines Besseren belehrt. Rannte doch ständig ein Mann (war es der Produktionsleiter oder der Regisseur? Oh Gott, ich kenne mich beim Thema TV überhaupt nicht aus) mit Schildern am Bühnenrand auf und ab und gab den Moderatoren Anweisungen… ja, was auf den Schildern stand, weiß ich nicht wirklich. Nur einmal sagte Frau Collorio während ihres Interviews: „Da läuft ständig einer herum und hält ein Schild hoch, auf dem steht, dass nichts mehr ginge. Aber es geht doch noch alles“. So oder so ähnlich jedenfalls. Dies ist in der TV-Aufzeichnung nicht zu sehen. Überhaupt ist die TV-Sendung 25 Minuten kürzer. Die Preisverleihung ging bis 22:00 Uhr. Die Sendung ist aber „nur“ 1,5 Stunden lang.

Erstaunlich finde ich, dass die Kürzungen in der TV-Aufnahme so dermaßen gut eingebaut sind, dass mir – bis auf den oben erwähnten Ausspruch von Frau Collorio – keine Kürzungen aufgefallen sind. Die Jungs verstehen ihr Handwerk wirklich sehr gut.

Hach, es war ein toller Abend. Und ich würde mich gerne persönlich bei der Person bedanken, der ich diese Einladung zu verdanken habe. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, wem ich sie zu verdanken habe. Vielleicht meldet sich der nette Gönner / die nette Gönnerin bei mir? Ich würde mich sehr freuen.

Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt

KänguruBeschreibung
„Kannst du heute mal bezahlen?“, fragt das Känguru nach dem Essen. „Heute?“, frage ich. „Mal?“, frage ich. „Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mit nimmst.“ „Tja“, sagt das Känguru lächelnd. „So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.“

Ein Kleinkünstler, der nicht Kleinkünstler genannt werden will, und ein kommunistisches Känguru, das total auf Schnapspralinen steht. Marc-Uwe Kling erzählt vom Alltag und den revolutionären Eskapaden dieser wunderlichen WG.

Sprecher
Marc-Uwe Kling

Länge
4 h 53 m

Meine Meinung
Heute schon gelacht? Also so richtig herzhaft laut losgelacht? Nein? Dann solltest du dir dieses Hörbuch anhören. Ich habe vier Stunden und dreiundfünfzig Minuten nur gelacht – stellenweise sind mir sogar die Tränen gekullert. Falls man es in der Öffentlichkeit hört, sollte man sich bewusst sein, dass man garantiert irritierte Blicke ernten wird.

Dieses Hörbuch ist eine Sammlung von vielen kleinen Episoden, die zwar zusammengehören, die man aber ohne Weiteres auch einzeln hören kann. Von daher muss man es nicht in einem Rutsch durchhören. Es ist hervorragend dazu geeignet, sich des öfteren seine tägliche Dosis Lachen abzuholen.

Marc-Uwe Kling spricht sein Buch selbst. Und es könnte wohl auch keiner besser als er selbst.

Das Hörbuch „Die Känguru-Chroniken“ hat den Deutschen Hörbuchpreis 2013 in der Kategorie „Das besondere Hörbuch / Beste Unterhaltung“ erhalten. Und das völlig verdient wie ich meine.

Nachtrag am 21.11.2013: Pressemitteilung von Hörbuch Hamburg:
„Die Känguru-Chroniken“ hüpfen über die 100.000-Marke
Hörbuch Hamburg überreicht „Goldene Schallplatte“ an Marc-Uwe Kling

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt

Siehe auch: