Martin Suter – Allmen und die Erotik

Beschreibung
Nicht nur Gefällig-Harmloses lässt sich in edles Porzellan gießen, sondern auch Deftig-Anzügliches in vollendeter Kunst. Allmen und Carlos geraten an einen geheimen Schatz wertvoller Porzellanfigürchen für Liebhaber der expliziten erotischen Darstellung. Ein Fall, der sie gehörig ins Schwitzen bringt. Denn sie ermitteln nicht ganz freiwillig. Ein erpresserischer Komplize hat sie in der Hand.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
5 h 26 m

Meine Meinung
Der 5. Teil um den Bonvivant Allmen und seinen Diener Carlos hat mich wieder bestens unterhalten. Allmen lebt in einem steten Wandel zwischen pleite und ziemlich reich. Als er beim Diebstahl eines kleinen Fabergé-Eis von einem Detektiv gefilmt wird, gestaltet sich Allmens Leben heikler als sonst. Denn der Detektiv zwingt ihn und somit Carlos zu einem Diebstahl, von dem beide Parteien profitieren würden. Der Detektiv, weil er dem Bestohlenen seine Sicherheitssysteme und die zukünftige Sicherung der Gebäude verkaufen können würde und Allmen in seiner Funktion als Spezialist für die Wiederbeschaffung verschwundener Kunstgegenstände. Nicht ganz freiwillig und schon gar nicht glücklich lassen sich die beiden auf diesen Handel ein. Was darauf folgt ist eine witzige und kurzweilige Geschichte, die sich hauptsächlich um die erotischen Stücke des Meißner Porzellans dreht.

Ich hatte während des Hörens ein Dauergrinsen im Gesicht. Sowohl die Beschreibungen der Erotika-Reihe als auch die Dialoge zwischen Allmen, Carlos und vor allem Maria fand ich herrlich ausgearbeitet. Ich konnte mir die Szenen wunderbar vorstellen.

Doch am besten fand ich die Pointe der Geschichte. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, fand es aber perfekt für diese charmante und humorvolle Geschichte.

Gert Heidenreich war natürlich wieder ganz hervorragend als Sprecher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Martin Suter – Allmen und die Erotik

Siehe auch: 

Martin Suter – Elefant

martin-suter-elefantBeschreibung
Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte eine weltweite Sensation daraus machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn es gibt auch Leute, die es beschützen wollen, etwa der burmesische Elefantenflüsterer Kaung.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
7 h 47 m

Meine Meinung
Ich bin verliebt bis über beide Ohren! Und zwar in den kleinen rosa Elefanten, der im Dunkeln leuchtet. Die Beschreibung dieses kleinen aber trotzdem sehr stolzen Elefanten hat mich derart mitten ins Herz getroffen, dass ich immer noch Schmetterlinge im Bauch habe.

Doch nicht nur der kleine rosa Elefant ist genial in dieser Geschichte. Nein, auch die ganze Story drumherum, bei der sich natürlich alles um den kleinen Elefanten dreht, fand ich klasse aufgezogen. Sie nimmt einen sofort mit auf eine ungewöhnliche Reise und entführt einen in so manche Gesellschaft. Kaum eine bleibt eigentlich unerwähnt. Ob es nun die Obdachlosen oder die Reichen, die Gutgläubigen oder die Gierhälse sind, ob Tierschützer oder Jäger – alle finden hier ihre Erwähnung. Und aus all diesen verschiedenartigen Menschen hat Suter mal wieder eine kurzweilige, gehaltvolle Geschichte gebastelt, die zudem auch noch höchst interessant ist. Denn dem Thema Genmanipulation wird in meinen Augen sowieso viel zu wenig Achtung geschenkt. Gut also, dass man sich auf Suter immer wieder verlassen kann.

Die Personenbeschreibungen fand ich auch sehr gelungen und die Protagonisten waren sehr glaubhaft in ihren Handlungen. Besonders viele Überraschungen gibt es von dieser Seite her also nicht. Doch dafür birgt die Entwicklung der Geschichte so einige überraschende Momente.

Gert Heidenreich als Sprecher war natürlich – wie immer – erste Sahne. Ich mag ihn als Sprecher sehr gerne und er ist für mich fast schon so etwas wie ein Qualitätssiegel. Wenn ich sehe, dass Heidenreich spricht, dann muss es ja ein gutes Buch sein.

Ich empfehle, die Lektüre dieses herzraubenden Romans an einem verregneten Sonntagvormittag zu beginnen, dann hat man den ganzen Tag Zeit und im Zimmer leuchtet es auch noch liebevoll rosa. Und trotz der Farbe ist dieses Hörbuch natürlich auch für Männer sehr gut geeignet.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Martin Suter – Elefant

Siehe auch: 

Martin Suter – Business Class

business-classBeschreibung
„Business Class“ spielt auf dem glatten Parkett der Chefetagen, im Dschungel des mittleren Managements, in der Welt der ausgebrannten niederen Chargen, beschreibt Riten und Eitelkeiten, Intrigen und Ängste einer streßgeplagten Zunft.

Sprecher
Martin Suter

Länge
55 m

Meine Meinung
Schon lange nicht mehr geschmunzelt? Dann höre dir dieses kleine, aber feine Hörbuch an. Es sind lauter kurze Episoden aus den oberen Führungsetagen unserer Wirtschaft. Äußerst pointiert liest hier Martin Suter bei einer Live-Lesung seinen Text. Wer bei all dieser herrlichen Ironie nicht lachen muss, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.

Wer selbst in einem größeren Unternehmen arbeitet, wird ganz sicher in jedem Management-Typ einen ihm bekannten Menschen vor Augen haben. Ich konnte jedenfalls jeden zuordnen. Treffender geht es nicht.

Beste Unterhaltung ist hier garantiert. Nur schade, dass es so kurz ist. Ich hätte gerne noch vielen weiteren Episoden gelauscht.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Martin Suter – Business Class

Siehe auch: 

Martin Suter – Montecristo

MontecristoBeschreibung
Als sein Intercity gewaltsam zum Stehen kommt, ahnt Jonas Brand noch nicht, in welches Abenteuer er gerade gerät. Die Weiterfahrt ist blockiert, draußen liegt ein Toter. Brand schultert die Kamera, hält die beklemmende Situation fest und befragt die Mitreisenden. Er ist freischaffender Videojournalist, der allerdings von Höherem träumt: Er möchte Filme machen – wenn ihm nur jemand eine Chance geben würde.

Drei Monate später spielt ihm der Zufall wieder etwas Seltsames in die Hände: zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer – beide eindeutig echt. Und dann wird Brands Wohnung durchwühlt und er selbst auf offener Straße zusammengeschlagen und beraubt. Jemand soll offenbar eine Ungereimtheit aus der Welt schaffen – und damit zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger staatstragender Persönlichkeiten.

Sprecher
Wanja Mues

Länge
7 h 31 m

Meine Meinung
Die meisten Bücher, die ich bisher von Martin Suter gehört habe, fand ich richtig klasse. Deshalb freute ich mich sehr auf sein neuestes Werk „Montecristo“. Kaum hatte ich es, startete ich auch sogleich damit. Es fing wieder sehr vielversprechend. Gespannt lauschte ich den Geschehnissen, die Jonas Brand zunächst in der Bahn erlebte, dann dem Einbruch in seiner Wohnung, dann wie er einen Tag später überfallen wurde. Ich war begeistert. Abwechslungsreich, kurzweilig – so mag ich das, so kenne ich das von Suter. Doch leider blieb es nicht so. Es kamen zwar weiterhin einige Überraschungen, aber die fand ich zunehmend konstruiert und meine Begeisterung mäßigte sich.

Als ich dann das Ende hörte, war ich derart enttäuscht, dass ich dachte, ich hätte etwas nicht richtig mitbekommen. Ich spulte zurück und musste feststellen, dass ich mich leider, leider nicht verhört hatte. Von allen Szenarien, die ich mir vorstellen konnte, wie das Buch enden würde, fand ich das nun die übelste Variante. Ich war ehrlich enttäuscht.

Wanja Mues als Sprecher war mir bis dato unbekannt. Er hat mir als Sprecher richtig gut gefallen. Er bekommt auf jeden Fall die volle Punktzahl, der Story an sich kann ich leider nur 3 Punkte geben.

Der nächste Suter wird hoffentlich wieder mehr nach meinem Geschmack ausfallen.

s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Martin Suter – Montecristo

Siehe auch: 

Martin Suter – Allmen und der rosa Diamant (Allmen 2)

Allmen und der rosa Diamant (Allmen 2)Beschreibung
Ein sehr wertvoller rosa Diamant ist verschwunden, und ebenso ein mysteriöser Russe mit Wohnsitz in der Schweiz, der verdächtigt wird, ihn entwendet zu haben. Das Duo Allmen/Carlos soll ihn ausfindig machen, und die Spur führt von London über diverse schäbige Zürcher Außenquartiere zu einem Grandhotel im deutschen Ostseebad Heiligendamm, und zurück zum Gärtnerhaus der Villa Schwarzacker. Wo es bald sehr ungemütlich wird… Es wird also ernst: Der erste große Fall für „Allmen International Inquiries“.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
4 h 36 m

Meine Meinung
Den ersten Allmen fand ich toll, es war übrigens das erste Buch, das ich überhaupt von Suter hörte. Dementsprechend freute ich mich natürlich auf den zweiten Teil. Auch in diesem Buch brilliert Suter wieder mit seinem Schreibstil. Doch leider fand ich die Geschichte dieses Mal nicht ganz so genial, wie die bisher von ihm gehörten.

Natürlich gibt es hier wieder einiges zu schmunzeln, gerade in Hinblick auf den durchtriebenen Butler Carlo. Und auch die Reisen, die beschreiben werden, sind sehr anschaulich und recht kurzweilig beschrieben. Doch bei diesem Buch wollte bei mir der Funke einfach nicht richtig überspringen.

Ich habe es mir zwar gerne angehört, aber irgendwie wartete ich auf den Kick, der meiner Meinung bei diesem Buch etwas zu kurz kommt. Aber nichtsdestotrotz ist „Allmen und der rosa Diamant“ eine nette Unterhaltung, die einem angenehm die Zeit vertreibt.

Gert Heidenreich fand ich wie immer wunderbar. Ich liebe seine gediegene, sonore Stimme.

s5g3s5g3=3,4

Weitere Informationen

Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Allmen und der rosa Diamant (Allmen 2)

Siehe auch: 

 

Martin Suter – Der letzte Weynfeldt

Der letzte WeynfeldtBeschreibung
Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, großbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie – entgegen seinen Gepflogenheiten – mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schließlich merkt, dass nichts ist, wie es scheint.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
8 h 21 m

Meine Meinung
Dieses war nun das sechste Buch, das ich von Martin Suter gehört habe. Und wieder bin ich sehr fasziniert von seinem Schreibstil, von seiner gediegenen Art, Geschichten leise aber doch spannend zu erzählen. Ok, der Einstieg dauert hier etwas länger, aber wer Suter kennt weiß, dass es sich lohnt.

Adrian Weynfeldt ist sehr reich, hat ein weltmännisches aber sehr zurückhaltendes Auftreten und erkauft sich Freundschaften damit er nicht immer so alleine ist. Er ist pflichtbewusst und ein wahrer Kunstexperte.

In diesem Hörbuch geht es um ein ganz spezielles Gemälde. Da ich ein paar Wochen zuvor die Verfilmung des Buches gesehen hatte, hatte ich das Gemälde noch sehr gut vor Augen. Und hier muss ich sagen, rein von der Beschreibung hätte ich es mir wohl nicht so gut vorstellen können. Von daher war ich froh, dass ich den Film (der übrigens sehr gut verfilmt wurde) gesehen hatte.

Zurück zu Adrian. Sein Leben läuft sehr geordnet ab, wie auch er sehr geordnet ist. Es passiert nie etwas unvorhergesehenes. Bis zu diesem einen Abend in der Bar… als sich diese junge hübsche Frau zu ihm gesellt… und er sie mit nach Hause nimmt. Von da an wird sein Leben – sagen wir einmal – etwas überraschender und abwechslungsreicher.

Er hilft der Dame immer wieder gerne aus jeder Patsche heraus – immer dreht es sich dabei um Geld – er tut das ganz gentlemanlike. Bis er dann letztendlich… Nein. Stopp. Bis hierhin und nicht weiter.

Dieses Hörbuch ist für mich wieder ein echter Suter und somit natürlich empfehlenswert.

Was für das Duo Stephen King und David Nathan gilt, gilt auch für Martin Suter und Gert Heidenreich. Perfekter geht es nicht.

s5g4

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Der letzte Weynfeldt

Siehe auch: 

Martin Suter – Der Koch

Martin Suter - Der KochBeschreibung
Maravan, 33, tamilischer Asylbewerber, arbeitet als Hilfskraft in einem Zürcher Sternelokal, tief unter seinem Niveau, denn Maravan ist ein begnadeter, leidenschaftlicher Koch.

In Sri Lanka hatte ihn seine Großtante in die Kochkunst eingeweiht, nicht zuletzt in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche. Als er gefeuert wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea, die von seinen Fähigkeiten weiß, zu einem Deal der besonderen Art: einem gemeinsamen Catering für Liebesmenüs. Anfangs kochen sie für Kunden, die ihnen eine Sexualtherapeutin vermittelt. Doch ihr Erfolg spricht sich herum, und eine weitaus zahlungskräftigere Klientel bekundet Interesse: Männer aus Politik und Wirtschaft – und deren Grauzonen. Maravan hat Sorge, das Geschäft könne unanständig werden. Und das wird es. Doch er benötigt das Geld, um seine Familie in Sri Lanka am Leben zu erhalten.

Sprecher
Heikko Deutschmann

Länge
7 h 14 m

Meine Meinung
Eine weitere Perle aus Suters Feder. Hungrig sollte man sich dieses Hörbuch nicht anhören. Und selbst wenn man satt ist, läuft einem bei der Beschreibung der „sinnlichen Gerichte“ das Wasser im Mund zusammen. Auch wenn mir die meisten Namen der Gerichte gänzlich unbekannt waren (kulinarisch bin ich eher der Typ: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“), so bekam ich selbst in gesättigtem Zustand unbändigen Appetit.

Maravan hat es in der Schweiz nicht einfach. Denn er muss nicht nur für seinen eigenen Unterhalt sorgen, er muss auch seine Familie in Sri Lanka unterhalten, was als Küchenhilfe nicht ganz einfach ist. Als er dann auch noch entlassen wird, steht er zunächst vor dem Nichts. Doch eine ehemalige Kollegin, die um seiner Kochkunst weiß, schlägt ihm ein Catering-Konzept vor, dass ihn in einen Zwiespalt zwischen seinem Glauben, seiner Erziehung und der Notwendigkeit, Geld zu verdienen, bringt. Er willigt letztendlich ein und das Geschäft läuft bombig.

Mehr will ich von der Geschichte nicht verraten. Ich will ja keinem den Genuss des Selbsthörens nehmen.

Martin Suter versteht es mal wieder ganz wunderbar, Liebe und Leid, Gefühl und Kaltherzigkeit und eine ordentliche Portion Leidenschaft in die Geschichte zu packen. Somit ist das Hörbuch herrlich kurzweilig und unterhaltsam. Und das Ende fand ich richtig klasse!

Heikko Deutschmann als Sprecher fand ich bei diesem Hörbuch sehr gut. Er hat selbst die außergewöhnlichsten und durchaus sehr schwierig auszusprechenden Gerichte perfekt gesprochen. Aber auch alles andere hat sehr gut gepasst.

Insgesamt kann man sagen, „Der Koch“ ist ein rundum gelungenes Hörbuch. Ich kann es ganz klar empfehlen.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Der Koch

Siehe auch: 

 

Martin Suter – Small World

Small wordlBeschreibung
Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit Alzheimer, raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

.

Sprecher
Dietmar Mues

Länge
6 h 27 m

Meine Meinung
Martin Suter bringt mich einfach immer wieder zum Staunen! So auch wieder mit diesem Buch „Small World“. Erzählt wird hier die Geschichte von Konrad Lang, der knapp über 60 Jahre alt ist. Bei ihm fängt die Krankheit Alzheimer schleichend an – mit kleinen Vergesslichkeiten und Verwechslungen. Als es immer schlimmer wird, kommt Konrad in die Obhut einer ihm seit seiner Kindheit verbundenen steinreichen alten Dame, bei der ihm eine „Privatklinik“ eingerichtet wird. Die vernachlässigte Schwiegertochter kümmert sich rührend und aufopfernd um Konrad Lange. Doch nach und nach tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Es scheint, als gäbe es in der Vergangenheit von Konrad etwas zu verbergen. Und dieses Geheimnis weiterhin zu verbergen wird immer schwieriger, da er sich ja immer besser an seine Kindheit und Jugend erinnert als an gestern….

Martin Suter erzählt diese Geschichte gekonnt souverän. Zunächst fragte ich mich – wie so oft bei seinen Büchern – worauf will er eigentlich hinaus? Stück für Stück offenbart er Konrads Leben, seine Kindheit, wo und wie er aufwuchs, seine Bekannten, wie er als Erwachsener lebte. Zunächst spielt es in der Gegenwart. Erst als die Alzheimer-Krankheit immer schlimmer wird, verschiebt es sich in die Vergangenheit. In die Vergangenheit von Konrad Lang. Und was hier offenbart wurde, hat mich wirklich schockiert. Zu, da ich mit so etwas überhaupt nicht gerechnet hätte. Aber wie schon oben erwähnt, Suter bringt mich immer wieder zu Staunen.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Suter vermag es, die Dinge in super kurzen Sätzen exakt auf den Punkt zu bringen. Bewundernswert! Er trifft jederzeit genau das richtige Wort und versteht es perfekt, gezielt Pointen zu setzen. Auch der Humor (wenn auch etwas schwarz) kommt hier nicht zu kurz. Ich bin immer wieder begeistert, wie er es schafft, Situationskomik derart gut zu erzählen.

Diese tolle Geschichte in Verbindung mit der genialen sprachlichen Umsetzung von Dietmar Mues war für mich ein Hörgenuss par excellence. Ich kann dieses Hörbuch mit bestem Gewissen weiterempfehlen.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Small World

Siehe auch: 

Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Die dunkle Seite des MondesBeschreibung
Wirtschaftsanwalt Urs Blank hat seine Gefühle im Griff. Er ist Fachmann für Fusionsverhandlungen und der Star der Branche. In letzter Zeit allerdings quält ihn ein diffuses Unbehagen – auch ein Grund, warum er sich so intensiv um die schöne Lucille bemüht, die ein so völlig anderes Leben führt. Durch sie lernt er die magische Welt der halluzinogenen Pilze kennen.

Bei einem überwältigenden Trip spielt ihm jedoch ein unbekannter zyanblauer Pilz einen bösen Streich. Blanks Persönlichkeit ist fortan verändert. Er fühlt sich gottgleich und gibt jeder Gefühlsregung sofort Ausdruck. Er erkennt, dass ihm keiner helfen kann, und flieht in den Wald, den einzigen Ort, wo er zur Ruhe kommt, niemandem gefährlich werden kann. Und während man in der „zivilisierten“ Welt denkt, der Staranwalt habe sich das Leben genommen, lernt Blank das Überleben in den Wäldern.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
8 h 27 m

Meine Meinung
Martin Suters Romane sind anders. Das stelle ich immer wieder fest. Aber mir gefallen seine Geschichten und Ideen und wie er seine Figuren handeln lässt.

„Die dunkle Seite des Mondes“ fängt recht normal an. Ein erfolgreicher Anwalt in der Midlifecrisis lernt eine junge, hübsche, ausgeflippte Frau kennen. Er lässt sich auf ein Verhältnis mit ihr ein und probiert Dinge aus, die er noch nie gemacht hat. So probiert er auch die Wirkung von halluzinogenen Pilzen. Leider hat sich da ein kleiner zyanblauer Pilz drunter gemischt, der ihm gar nicht gut tut. Nach dem Trip findet er nicht mehr zu sich und seiner Persönlichkeit zurück. Er verwandelt sich zum rücksichtslosen Menschen, was ihm auch selbst auffällt. Er versucht es mit psychologischer Hilfe – bringt ihn aber nicht weiter. Er versucht es erneut mit Pilzen, auch das hilft nicht. Von da an widmet er sich ausgiebig dem Studium des Waldes. Und als er genug Wissen angesammelt hat, flüchtet er in den Wald und will von nun an dort leben. Im Wald kann er keinem Menschen mehr schaden.

Diese Phase wird sehr ausführlich erzählt, knapp an der Grenze zum zu ausführlich. Ich fand das Geschilderte äußerst spannend und interessant. Wie die Geschichte ausgeht, werde ich hier natürlich nicht erzählen. Nur soviel: ich fand es wieder einmal klasse.

Ein weiterer Suter-Roman, der von mir volle Sternenzahl erhält.

Gert Heidenreich als Sprecher passt hervorragend zu Suters Geschichten. So auch hier wieder. Ein perfektes Duo. Gert Heidenreich zu lauschen ist für mich immer wieder ein Hörgenuss.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Siehe auch: 

Martin Suter – Die Zeit, die Zeit

Die ZeitBeschreibung
Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten – und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse im Nachbarhaus verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen – allein schier unmöglich. Deshalb soll Taler ihm dabei helfen.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
7 h 48 m

Meine Meinung
Die Zeit ist ein beliebtes Thema – und ein faszinierendes Thema zugleich, wie ich finde. Ist sie doch allgegenwärtig und doch nicht greifbar.

Den achtzigjährigen Knupp und den wesentlich jüngeren Peter Taler verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie in der gleichen Straße wohnen. Beide haben sie auch ihre geliebten Frauen an den Tod verloren. Knupp vor über 20 Jahren, Taler vor erst einem Jahr. Beide trauern.

Im Laufe der Jahre hat Knupp seine eigene Theorie aufgestellt, wie es sich mit der Zeit verhält. Untermauert durch Literatur, die von einigen wenigen Menschen als die einzig richtige Theorie angesehen wird, beginnt er Taler davon zu erzählen. Die Theorie besagt, dass es die Zeit nicht gibt. Es gibt nur die Veränderung. Und wenn man alle Veränderungen rückgängig macht, dann befindet man sich wieder an genau diesem Tag. Akribisch hat er alles fotografiert und will durch Talers Hilfe die gesamte Straße wieder in den Zustand vom 11. Oktober vor 20 Jahren zurückversetzen. Dafür werden Pflanzen und Bäume ausgerissen und durch kleinere ersetzt, Swimmingpools werden demontiert und die Fläche wieder mit Rollrasen bestückt… Ein wahrer Irrsinn beginnt. Und beide verfolgen ihre Ziele: Knupp will eine in der Vergangenheit getroffene fatale Entscheidung ändern und Taler will den Mörder seiner Frau fassen. Gemeinsam arbeiten sie an diesem Projekt.

Rasant geht die Geschichte nicht gerade voran. Warum auch, es gibt die Zeit ja gar nicht. Also was ist dann schnell und was ist langsam? Trotzdem fand ich die Geschichte keine Minute langweilig. Immer mehr steigern sich die beiden Witwer in ihr Vorhaben und man ahnt bald Schlimmes…

Das Ende fand ich auch richtig klasse. Ich fühlte mich mit diesem Hörbuch bestens unterhalten. Ist es doch einmal eine ganz andere Geschichte, als die „normalen“ Zeitreise-Thriller.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Martin Suter – Die Zeit, die Zeit

Siehe auch: