Elly Griffiths – Gezeitengrab (Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 3)

Beschreibung
Das Meer gibt alles wieder her, auch die Wahrheit?

Sechs Leichen. An Händen und Füßen gefesselt. Eine hält einen Rosenkranz. Die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway untersucht die Skelette und findet heraus, dass sie aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen. Damals soll eine Heimwehr die Küste Norfolks verteidigt haben. Die ehemaligen Mitglieder schweigen – doch nach der Vernehmung sterben sie. Einer nach dem anderen. Ein Zufall kann das kaum sein. Da spült die Flut eine weitere Leiche an den Strand…

Ruth Galloways dritter Fall.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
10 h 16 m

Meine Meinung
Nachdem ich nach Teil 2 etwas ins Zweifeln gekommen war, ob mir Ruths Männergeschichten nicht etwas zu viel werden, bin ich hier nach dem 3. Teil wieder sehr besänftigt. Sie hat nun ihr Kind, es gibt keinen Mann in ihrem Leben, außer ab und an den wahren Vater ihrer Tochter. Die Mutterschaft von Ruth fügte sich hier sehr harmonisch in den wirklich spannenden und sehr interessanten Fall ein. Dieser Fall führt Ruth nicht so sehr weit in die Vergangenheit. Er geht zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs. Was sie hier „ausgräbt“ ist wirklich unglaublich und grausam, wie ein Krieg eben ist. Doch hier geht es über normale Kriegsopfer hinaus.

Mir hat der 3. Fall wieder so gut wie der 1. Teil gefallen, weshalb ich sicherlich die Reihe weiterverfolgen werde.

Gabriele Blum – hach, ich mag sie einfach als Sprecherin. Ihr kann ich stundenlang gebannt lauschen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elly Griffiths – Gezeitengrab (Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 3)

Siehe auch:

Maja Lunde – Die Geschichte des Wassers (Das Klima-Quartett 2)

Beschreibung
Nach dem Sensationserfolg „Die Geschichte der Bienen“: der neue Bestseller von Maja Lunde

Was geschieht, wenn unser Wasser knapp wird – wie weit sind wir bereit zu gehen? Virtuos verknüpft Maja Lunde Gegenwart und nahe Zukunft zu einer ergreifenden Geschichte über die Grundlagen des Lebens.

Irgendwo in der Nordsee im Jahr 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe will von Norwegen bis an die französische Küste segeln – um jenen Mann zur Rede zu stellen, der die Liebe ihres Lebens gewesen ist. Doch weit draußen auf dem Meer gerät ihr Schiff mitsamt seiner bedeutsamen Fracht in einen gewaltigen Sturm…

Frankreich im Jahr 2041. Eine große Dürre und verheerende Brände zwingen die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden. Die Situation scheint für David und seine kleine Tochter Lou ausweglos – bis die beiden in einem vertrockneten Garten ein altes Segelboot entdecken, meilenweit von der Küste entfernt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Christiane Pearce-Blumhoff, Shenja Lacher

Länge
10 h 02 m

Meine Meinung
Nachdem mir „Die Geschichte der Bienen“ so sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich hocherfreut, nun den 2. Teil in Händen zu halten bzw. auf dem iPod zu haben.

„Die Geschichte des Wassers“ ist ähnlich aufgebaut wie „Die Geschichte der Bienen“. Es sind hier zwei Zeitebenen, die sich aber in drei Ebenen aufteilen. Zum einen Signes Kindheit und Jugend an die sie sich erinnert, zum anderen Signe als alte Frau in unserer Gegenwart, die über das Meer segelt und dann gibt es da noch David mit seiner Tochter Lou in Frankreich, die im Jahr 2041 mit Dürre und Bränden zu kämpfen haben. Sehr geschickt verknüpft Maja Lunde auch hier wieder diese drei Zeiten zu einer sehr interessanten Geschichte um das Thema Wasser.

Signe als junge Frau ist – wie ihr Vater – sehr auf die Natur bedacht. Bei Demos ist sie oft zu finden, sie ist eine echte Umweltaktivistin. Und das bleibt sie ihr Leben lang. Ihre große Liebe mit Magnus geht in die Brüche, da die beiden unterschiedliche Einstellungen zum Thema Umweltschutz haben. Signe knabbert ihr Leben lang an dieser zerbrochenen Liebe. So kommt es auch, dass sie sich mit fast 70 in ihr Segelboot, die Bleu, setzt, kistenweise Gletschereis im Gepäck, um dieses ihrem ehemaligen Geliebten, der nun in Frankreich lebt, vor die Füße zu kippen. Dass diese Reise ganz alleine nicht ganz ungefährlich ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Im Jahr 2041 sind David und seine kleine Tochter Lou auf der Flucht. Die südlichen Länder sind von Dürre und Bränden geplagt, die Grenzen zu den Wasserländern im Norden sind geschlossen. So „stranden“ sie in einem Flüchtlingscamp in Frankreich, dass sie sich als Ziel für den Notfall ausgesucht hatten. Bei der Flucht verlieren David und Lou seine Frau und den kleinen Bruder. Doch sie geben die Hoffnung nicht auf, dass sie sich in diesem Flüchtlingslager wiedertreffen werden. Sehr interessant fand ich hier die Schilderungen, wie es in dem Camp zuging. Und das mitten in Europa. Einziger Hoffnungsschimmer ist ein blaues Segelboot, dass mitten auf dem Land steht, weitab vom Meer. Zunächst als Spielzeug für Lou wird es bald zur letzten Hoffnung für die beiden.

Leider Gottes scheint mir das alles gar nicht so weit hergeholt. Doch noch kann sich das in unserem reichen Europa ja keiner so recht vorstellen. Und will es auch nicht. Doch es hat ja bekanntlich noch nie etwas genützt, wenn man die Augen vor etwas verschließt. Es ist nun mal trotzdem da. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen und uns in unserem momentanen Reichtum nicht vorstellen können. Was für Europa wie eine Dystopie klingt, ist ja leider in anderen Regionen auf der Welt schon lange bittere Realität.

Maja Lunde hat auch hier wieder ihre große erzählerische Kunst unter Beweis gestellt. Die zehn Stunden vergehen wie im Flug und man kann mit den jeweiligen Protagonisten sehr gut mitfühlen.

Die beiden Sprecher waren mir bisher noch völlig unbekannt. Doch ich bin von beiden wirklich sehr begeistert! Gerne mehr mit diesen beiden Sprechern. In Kombination sind sie eine Wucht. Doch auch einzeln könnte ich sie mir sehr gut vorstellen. Zwei wahre Neuentdeckungen am Sprecherhimmel wie ich meine.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Maja Lunde – Die Geschichte des Wasser

Siehe auch

Sharon Bolton – Böse Lügen

Böse LügenBeschreibung
Vier verschwundene kleine Jungen. Drei Geständnisse. Zwei Lügner. Ein Killer.

In einer kleinen Gemeinschaft wie der auf den Falklands gehen keine Kinder verloren. Und wenn doch, so kann es sich nur um einen tragischen Unfall handeln, schließlich sind die rauen Küsten der Inselgruppe nicht ungefährlich. Doch als zum dritten Mal ein kleiner Junge verschwindet, glaubt kaum noch jemand an einen Zufall. Die Bewohner müssen befürchten, dass einer von ihnen ein Mörder ist.

Auch Catrin Quinn, die nach dem Tod ihrer beiden Söhne ein zurückgezogenes Leben führt, wird in die Suche hineingezogen. Mit jeder Stunde steigen Misstrauen und Hysterie, bis eine regelrechte Hexenjagd beginnt. In ihrem Zentrum stehen Catrin selbst; Rachel, ihre beste Freundin aus Kindertagen; und Catrins ehemaliger Liebhaber Callum. Alle drei hüten Geheimnisse, die sie bis in ihre Träume verfolgen. Und sie vertrauen niemandem – nicht einmal sich selbst. Schließlich wären sie zu allem fähig…

Sprecher
Cathrin Bürger

Länge
12 h 39 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch holte ich mir, da es mal einen wirklich außergewöhnlichen Schauplatz hat. Die Falkland-Inseln. Ich kannte sie bis dato nur als Kriegsschauplatz vor etlichen Jahren. Doch ein Buch hatte ich darüber noch nie gehört/gelesen.

Das Hörbuch fängt gleich sehr gut an. Es geht um die Überlegung, ob man dazu fähig ist, zu töten. Schluck. Nein! Niemals! War mein erster Gedanke. Doch stimmt das? Stimmt das wirklich? Was wäre wenn….

Na, das hat mir schon mal sehr gut gefallen. Des Weiteren lauscht man nun der Protagonistin, die sich selbst nicht gerade als Mutter Teresa beschreibt. Dann wechselt die Perspektive und jemand anderes erzählt. Ich gestehe, ich hatte anfangs etwas Mühe, das zu kapieren. Aber als ich das dann blickte, war die gute Unterhaltung zu 100 % gegeben. Die Spannung steigerte sich immer weiter und ich konnte/wollte das Hörbuch kaum noch unterbrechen.

Die Protagonisten wurden durch die Bank weg sehr gut beschrieben, auch das Leben und die Mentalität der Menschen auf der Insel kann ich mir jetzt wesentlich besser vorstellen.

Ich will hier gar keine großen Reden schwingen. Diesen Thriller fand ich nicht nur wegen seines außergewöhnlichen Schauplatzes besonders sondern auch aufgrund der ganz anderen Story, die einem hier präsentiert wurde. Das war mal eine echte Abwechslung, die ich wirklich nur empfehlen kann.

Einen Stern Abzug gibt es einzig dafür, dass man meiner Meinung nach in der Hörbuchvariante verschiedene Sprecher für die verschiedenen Perspektiven hätte nehmen sollen. Denn ich fand es wirklich schwierig zu unterscheiden, wer denn nun gerade seine Sichtweise erzählt. Cathrin Bürger hat zwar alles getan, um dieses Hörbuch engagiert und perfekt zu sprechen, aber der Unterschied war mir oft einfach zu spät offensichtlich. Was zu einiger Verwirrung in meinem Kopf führte.

s4g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sharon Bolton – Böse Lügen