Mark Douglas-Home – Ein Grab in den Wellen (Sea Detective 1)

Beschreibung
Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht.

Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Michael Schwarzmaier

Länge
11 h 29 m

Meine Meinung
Insgesamt gesehen fand ich diesen Krimi ziemlich gut, allerdings gibt es nicht nur positive, sondern auch einige negative Dinge zu erwähnen.

Zunächst das Positive:
Der Protagonist Cal ist ein sympathischer Typ, der in keine Schublade passt. Das finde ich persönlich schon mal sehr interessant. Allerdings war er manches Mal auch ziemlich blauäugig und vertrauensseelig.

Das indische Mädchen fand ich gut beschrieben, sie hat eine erstaunliche Entwicklung während der Story durchlebt.

Auch Helen Jamieson fand ich klasse. Insbesondere wie sie mit dem Ekel von Chef umging. Ja Sir, nein Sir, doch Sir – das waren herrliche Dialoge. Da musste ich oft schmunzeln.

Der Plot insgesamt war auch sehr interessant und gut aufgebaut.

Doch nun das Negative
Die Geschichte um Cals Opa fand ich langatmig und auch irgendwie fehl am Platz. Meiner Meinung nach nahm dieser Teil einen viel zu großen Raum in der Story ein. Es war zwar durchaus eine recht interessante Story, aber für meinen Geschmack passte sie einfach nicht richtig in die Story. Man hätte da vielleicht eine eigene Geschichte daraus machen können.

Auch den Sprecher fand ich nicht so passend. Er las fast das ganze Buch ein bisschen so, als würde er eine Komödie sprechen. Das fand ich für das dramatische Thema wirklich unpassend.

Ja, es fällt mir schon ein wenig schwer, diese Story zu bewerten. Denn es lohnt sich schon, sich diese Story anzuhören, trotz der negativen Aspekte. Aber vielleicht sehe auch nur ich das so. Ergo gilt auch hier: Selbst anhören und eigene Meinung bilden.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Mark Douglas-Home – Ein Grab in der Wellen (Sea Detective 1)

Linda Castillo – Böse Seelen (Kate Burkholder 8)

Beschreibung
Die junge Rachel Esh wird tot im Wald gefunden. Sie war fünfzehn und erfror jämmerlich. Offenbar wollte sie weg von zu Hause. Schon längere Zeit machen böse Gerüchte die Runde über diese isolierte Amisch-Gemeinde im Bundesstaat New York. Aber niemand will offen sprechen. Deshalb bittet die örtliche Polizei Kate Burkholder um Hilfe. Allein und auf sich selbst gestellt soll sie herausfinden, was sich dort wirklich abspielt. Kate gibt sich als trauernde Witwe aus und taucht ein in eine Welt, die voller Verbrechen und Grausamkeit ist.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Tanja Geke

Länge
9 h 59 m

Meine Meinung
Ach herrjeh! Dieses Mal meint es das Schicksal mit Kate Burkholder nicht gut. Sie wird darum gebeten, ihren ersten Undercover-Einsatz in einer Amisch-Siedlung anzutreten. Denn dort ist ein junges Mädchen unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und beängstigende Gerüchte kommen auf. Kate – bei ihrem Stolz und ihrer Neugierde gepackt – nimmt den Auftrag natürlich an und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr.

Sie fädelt ihre Undercover-Mission sehr geschickt ein und fällt in der Siedlung nicht weiter auf. Sie ist eben die Neue, die Witwe, die einen Neuanfang wagt. Sie integriert sich perfekt und kann Stück für Stück die Leute kennenlernen und ihr Vertrauen gewinnen. Doch irgendwann wird die Situation dann doch brenzlig für sie. Sogar sehr!

Ob es das nun war mit der Kate-Burkholder-Serie werde ich hier natürlich nicht verraten. Nur soviel möchte ich dazu sagen: Auch der 8. Teil der Serie ist wieder äußerst spannend und kurzweilig. Adrenalin gibt es noch reichlich obendrauf.

Tanja Geke als Sprecherin mag ich zwar aus der Vergangenheit nicht so sehr, aber sie mausert sich in meinen Ohren immer mehr zu einer wirklich guten Sprecherin. Besonders zur Kate-Burkholder-Reihe passt sie meiner Meinung nach mittlerweile richtig gut.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Lawrence Hill – Ich habe einen Namen

Ich habe einen NamenBeschreibung
Westafrika, Mitte des 18. Jahrhunderts. Die kleine Aminata lebt mit ihren Eltern in einer friedlichen Dorfgemeinschaft. Doch der Sklavenhandel blüht, auf den Plantagen der neuen Kolonien braucht man Arbeitskräfte, und die britischen Machthaber sind skrupellos.

Als Aminata elf Jahre alt ist, wird ihr Dorf überfallen und sie gefangengenommen. Auf einem Frachter bringt man sie mit vielen anderen Sklaven nach Amerika, wo sie an einen Großgrundbesitzer verkauft wird. Während der Wirren des Unabhängigkeitskriegs gelingt Aminata die Flucht.

Sie folgt ihrem Herzen zurück nach Afrika und von dort nach London, um für die Befreiung der Schwarzen zu kämpfen. Ihre Geschichte ist das eindrückliche Porträt einer unglaublich starken Frau, die es geschafft hat, schwierigste Bedingungen zu überleben und dabei anderen zu helfen. Es ist eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst, voller Hoffnung und Zuversicht.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
15 h 55 m

Meine Meinung
Um was es in diesem eindrucksvollen Roman geht, wird bereits oben im Text beschrieben. Deshalb will ich dazu gar nicht mehr viel sagen. Die Person Aminata Diallo gab es nicht im reellen Leben, auch wenn sich die Geschichte anhört wie eine Biografie. Doch trotzdem beruht diese Geschichte auf wahren Geschehnissen, die von dem Autor Lawrence Hill sehr einfühlsam verarbeitet wurden. Als Hörerin wurde ich von der Story direkt gepackt, fühlte jede Minute mit Aminata mit, hatte Angst, hatte Wut, leistete Widerstand, lernte zu schweigen und zu rebellieren.

Aminata hat von ihrem Vater lesen und schreiben gelernt, spricht 2 Sprachen, was sie in ihrem weiteren Leben noch weiter ausweiten kann. Von ihrer Mutter lernte sie den Beruf der Hebamme. Diese beiden „Talente“ verhelfen ihr zu einem etwas besseren Leben, auch wenn es immer noch weit entfernt von selbsbestimmt und frei ist.

Aminatas unfreiwillige Reise bringt sie fort aus ihrem Heimatdorf in Guinea nach South-Carolina, über New York nach Nova Scotia, zurück nach Afrika und letztendlich nach England. Als freier Mensch schreibt sie dort ihre Biografie und unterstützt die Abolitionisten im Kampf um die Abschaffung der Sklaverei.

In diesem Buch hat mich vieles sehr beeindruckt. Zum einen natürlich die Protagonistin Aminata Diallo. Ihr Mut und ihre Willenskraft, ihre Stärke und ihr Kampfgeist haben mich wirklich sehr fasziniert. Und oft dachte ich mir, dass ich diesen Mut vermutlich nie aufgebracht hätte. Aber auch viele andere Personen begeisterten mich. Überhaupt hat der Autor sehr viel Augenmerk auf die Personenbeschreibung gelegt. Und auch die Umstände, in denen sie leben mussten, wurden sehr bildlich dargestellt, so dass man durchaus von Kopfkino sprechen kann.

Sehr beeindruckend fand ich auch die genaue Erklärung, wie Indigo hergestellt wird. Denn Aminata arbeitete lange auf einer Indigo-Plantage und wurde zur wahren Expertin.

Rein historisch gesehen bietet dieser Roman viele Details, die nicht so weitläufig bekannt sind.

Die Sprecherin Gabriele Blum liebe ich! Sie hat eine sehr klare und deutliche, angenehme Stimme. Ich mag ihren Stil, Texte zu vertonen, sehr. Und hier passte sie ganz hervorragend zu der Erzählerin Aminata Diallo.

Und bei so viel Begeisterung kommt dieses Hörbuch natürlich auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lawrence Hill – Ich habe einen Namen

Auch interessant
Da wir ja gerne in dem Glauben leben, Sklaverei gäbe es nicht mehr, sollte man sich einmal z. B. diese Seite anschauen: „How many slaves work for me“

Mini-Serie: The Book of Negroes
Bei meinen Nachforschungen zu dem Buch bin ich unter anderem auf die Mini-Serie: „The Book of Negroes“ gestoßen, wie das Buch im Original heißt. Sie besteht aus 6 Folgen. Da mir das Hörbuch so gut gefiel, kaufte ich mir die Serie auf DVD.

Die erste Folge ist genau wie im Buch, der Rest wird dann etwas verändert. Wie in dem „Making of“ zu erfahren ist, war dies notwendig, da eine Mini-Serie anders funktioniert, als ein Buch. Ich fand das zunächst sehr schade, aber die Erklärung leuchtete mir dann doch ein.

Insgesamt gesehen, fand ich diese Mini-Serie ziemlich gut. Hätte ich das Buch zuvor nicht gehört, hätte sie mich wohl sehr beeindruckt. Andererseits wäre ich ohne das Buch vermutlich nie auf diese Serie gestoßen.

Siehe auch:

Sue Monk Kidd – Die Erfindung der Flügel

Die Erfindung der FlügelBeschreibung
Zu ihrem elften Geburtstag erhält Sarah, Tochter reicher Gutsbesitzer, ein ungewöhnliches Geschenk: die zehnjährige Sklavin Hetty, die ihr als Dienstmädchen zur Verfügung stehen soll. Doch Sarah geht das gegen den Strich, und stattdessen bringt sie dem Mädchen Lesen und Schreiben bei – obwohl das streng verboten ist. Gemeinsam kämpfen sie fortan einen schwierigen und mutigen Kampf gegen Zwänge und Konventionen ihrer Zeit – über mehr als dreißig Jahre hinweg. Dabei geht es nicht nur um die Rechte als Frau oder gar als Mensch, um herbe Verluste, unnachgiebige Intriganten und das ein oder andere unerwartete Geheimnis, sondern vor allem um die Kraft der Freundschaft.

Der neue Roman von Bestsellerautorin Sue Monk Kidd („Die Bienenhüterin“) über Frauen, die die Welt verändern.

Sprecher
Inka Friedrich, Bibiana Beglau

Länge
13 h 34 m

Meine Meinung
In meiner Jugend hatte mich die Fernsehserie „Roots“ schon sehr berührt. Ähnlich ging es mir bei diesem Hörbuch. Denn auch hier geht es um das unfassbar grausame Thema Sklaverei. Sarah bekommt zu ihrem elften Geburtstag eine Sklavin – selbst ein zehnjähriges Kind – geschenkt! Das alleine fand ich schon schockierend genug. Doch Sarah tickt anders als ihre Eltern. Ist ja nichts Neues, dass Kinder viel besser zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können, als Erwachsene. Doch Sarah bewahrt sich ihre Vehemenz gegen die Sklaverei bis ins Erwachsenenleben hinein – auch wenn ihr Leben dadurch nicht gerade bequem wird. Sie kämpft für ihre Überzeugung und gerät immer wieder an Grenzen, stellt Zweifel an, wird hoffnungs- und mutlos – doch letztendlich weist ihr ihr Herz doch immer wieder den rechten Weg. Der ist zwar steinig, doch sie beschreitet ihn tapfer und zielstrebig.

Unterdessen muss natürlich auch Hetty, die eigentlich Handful heißt, ihr hartes Leben als Sklavin bestreiten. Und dass das natürlich alles andere als ein schönes Leben ist, kann man sich lebhaft vorstellen. Doch sie hat eine starke, eine wirklich toughe Moma, die ihr immer wieder Kraft schenkt. Was auch sonst. Sie haben ja nichts. Absolut nichts. Sie sind der Besitz der reichen Leute und ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Doch sie sind auch einfallsreich, um sich hier und da ein klitze kleines Stück Selbstwertgefühl zu erhalten.

Mich hat diese Geschichte tief berührt. Es geht hier fast ausschließlich um starke Frauen, die für ihre Überzeugungen kämpfen, aber sie stehen für all die armen Sklaven, die nie ein anderes Leben kannten, die nie eine Chance bekamen und deren Leben einfach als unwürdig angesehen und vergessen wurden.

Eine Leichte Kost war dieses Hörbuch für mich nicht. Aber das ist auch gut so. Denn ein seichtes Allerlei findet man leider nur all zu oft. Dieses Hörbuch ist das Gegenteil. Gut so.

Ich fand es sehr gut, dass dieses Hörbuch von zwei Sprechern gesprochen wurde. Eine Stimme war Sarah, die andere Handful. Die Stimme von Sarah fand ich durchweg sehr gut, die Stimme von Handful – also Hetty – fand ich nicht immer angenehm. Diese Stimme ist zwar besonders, aber eben für meinen Geschmack manchmal etwas zu besonders. Doch möchte ich dafür keinen Punkt abziehen, denn insgesamt haben beide Sprecherinnen eine fantastische Leistung gebracht und die Geschichte bildlich erscheinen lassen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sue Monk Kidd – Die Erfindung der Flügel

Susanne Pilastro – Schachmatt, die Liebe und der Tod

SchachmattBeschreibung
Malaga 1859: Madalena Ramirez Lamberti, die Tochter des Schachmeisters Palban Ramirez Costega, erhält gemäß der uralten Familientradition an ihrem sechzehnten Geburtstag einen eigenen Schachsatz und wird – sehr zum Argwohn ihres Bruders Antonio – als erste Frau in die Sociedad del Ajedrez, den Schachclub des Vaters, aufgenommen. Die Begabung für dieses Spiel könnte bei den beiden Geschwistern nicht unterschiedlicher sein: Madalena, die Jüngere, beherrscht die Taktiken um einiges besser als der Bruder. Als der mit Hilfe seiner Schwester die eigenen Spielschulden begleichen will, schlägt Madalena einen steinigen Weg ein: Nach mehreren Schicksalsschlägen des Glaubens an die Liebe beraubt, droht die junge Frau zu zerbrechen. Eine Reise über den Atlantik scheint der einzige Ausweg zu sein …

Sprecher
Juliane Ahlemeier

Länge
7 h 01 m

Meine Meinung
Eins vorweg: Man muss kein Meister des Schachspiels sein, um dieses Hörbuch zu verstehen und schön zu finden.

Madalena wächst in einer Familie mit einer langen Schachtradition auf. Wie oben bereits beschrieben, erhält sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen eigenen Schachsatz. Als ihr Vater sie dann auch noch mit zu seinem Schachclub nimmt und sie dort als Mitglied aufgenommen wird, könnte ihre Freude nicht größer sein. Dort hat sie die Möglichkeit, gegen die besten Schachspieler anzutreten und schlägt sich richtig gut. Dies macht den Bruder jedoch äußerst eifersüchtig, ist er doch lange nicht so begabt wie seine Schwester.

Als er eines Abends eine schändliche Niederlage im Schachclub erlebt, wendet er sich einem anderen Schachclub zu. Doch in diesem treffen sich nicht die feinen Herren der Gesellschaft, vielmehr befinden sich darunter üble Gesellen, die Antonio zunächst gewinnen lassen, doch ihm dann nur noch das Geld aus der Tasche ziehen. Schnell ist er bis über beide Ohren verschuldet und da der Vater nicht mehr länger für seine Schulden aufkommen will, weiß er sich keinen anderen Rat mehr, als seine Schwester mitten in Nacht um Hilfe zu bitten. Sie soll ein bereits begonnenes Schachspiel für ihn zuende spielen. Wenn sie gewinnt, werden ihm seine Spielschulden erlassen. Madalena gewinnt, alles scheint gut, Bruder und Schwester steigen in die Kutsche, da wird Antonio zurückgerufen, er solle nochmals kurz zurückkommen. In diesem kurzen Moment steigt ein Mann zu Madalena in die Kutsche und bedrängt sie. Für Madalena ist das der Schock ihres Lebens.

Kurze Zeit später will Antonio sie wieder zu nächtlicher Stunde in die Spelunke entführen, um seinen Kopf erneut aus der Schlinge zu ziehen. Natürlich ist Madalena wenig begeistert, steckt ihr das furchtbare Erlebnis noch immer tief in den Knochen. Der Vater hatte einen „guten Riecher“ und hatte sich in der Halle im Dunkeln versteckt. Als die beiden das Haus verlassen wollen, stellt er beide zur Rede. Madalena reagiert sehr heftig, so dass der Vater gar Schlimmes erahnt. Die Folge: er wirft Antonio aus dem Haus.

Madalenas Mutter, die die ganze Zeit schon verzweifelt versucht hatte, ihre Tochter unter die Haube zu bringen, verfällt in Depressionen und lässt sich komplett gehen. So hat Madalena endlich Zeit und muss sich nicht tagtäglich reichen Söhnen präsentieren, die eventuelle Heiratskandidaten wären. Denn ihr steht der Kopf ganz und gar nicht nach Hochzeit.

Der Vater und Antonio stehen in Kontakt. Oder besser gesagt, Antonio schreibt seinem Vater, der Vater antwortet jedoch nicht auf seine Briefe. Doch zumnindest weiß er durch diese, dass sein Sohn noch lebt und wo er sich aufhält. Die Nachrichten sind immer alles andere als beruhigend.

Die Jahre vergehen. Langsam erinnert sich die Mutter an das mittlerweile fortgeschrittene Alter von Madalena und sie wird wieder aktiv, was die Vermählung ihrer Tochter angeht. Doch Madalena hat bereits ihren Prinzen gefunden. Jedoch schweigen sie über ihre Beziehung, da der junge Mann vermutlich nicht ganz den Vorstellungen der Mutter entspricht. Sie planen also, dass er zunächst sein Studium abschließt, damit er etwas vorweisen kann.

Hier gibt es sehr schöne Passagen, bei manchen Schilderungen musste ich wirklich laut lachen ob der Komik.

Doch dann wird das Land durch politische Veränderungen gebeutelt und Madalenas Verlobter wird ermordet.

Viel mehr will ich hier gar nicht erzählen, nur soviel: es geht turbulent und spannend weiter. Madalenas Lebensweg nimmt eine dramatische Wendung und sie muss einige schwerwiegende Entscheidungen treffen.

Susanne Pilastro präsentiert uns mit „Schachmatt, die Liebe und der Tod“ eine spannende und interessante Geschichte, die durch sehr gut gezeichnete Protagonisten kurzweiligen Hörgenuss garantiert. Ich hatte alle Personen genau vor Augen und konnte mir auch die beschriebenen Situationen sehr gut vorstellen. Auch die Landschaft und die Clubs etc. wurden gut beschrieben, so dass dieses Hörbuch zum reinsten Kopfkino wurde.

Man konnte sehr schnell erkennen, wer zu den Guten und wer zu den Schurken gehört. Alles war in etwa wie ein Schachbrett: Schwarz und Weiß. Und dann stand die Welt plötzlich Kopf und alles schien dann doch wesentlich mehr Facetten zu haben, als zunächst angenommen. Mir hat das sehr gut gefallen.

Und wie es mit Madalena weitergeht kann man in der Fortsetzung „Der Kakao, die Liebe und der Tod“ hören.

Anmerkung:
Im Dezember 2013 entdeckte ich das Hörbuch: „Der Kakao, die Liebe und der Tod„. Ich hörte es mir an und fand es sehr schön. Mir war jedoch nicht bewusst, dass dies die Fortsetzung von „Schachmatt, die Liebe und der Tod“ ist. Ich wusste gar nichts von der Existenz dieses ersten Teils. Ich finde es jetzt zwar nicht tragisch, dass ich Band 2 vor Band 1 gehört habe, jedoch empfehle ich „Neueinsteigern“ durchaus, die Reihenfolge einzuhalten.

Ich freue mich jetzt jedenfalls auf die Band 3, der aber vermutlich noch etwas auf sich warten lassen wird.

Juliane Ahlemeier als Sprecherin fand ich meistens sehr angenehmen. Jedoch hatte ich den Eindruck, dass sie bei den spanischen Begriffen eher über ihre eigene Zunge stolperte, als dass sie ihr zügig von den Lippen kam. Anfangs störte mich das extrem, später gewöhnte ich mich einigermaßen daran. Und abgesehen von den spanischen Begriffen hat sie mir durchaus gut gefallen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Susanne Pilastro – Schachmatt, die Liebe und der Tod

Siehe auch: