Bridget Collins – Die verborgenen Stimmen der Bücher

Beschreibung
Emmett Farmer arbeitet auf dem Hof seiner Eltern, als ein Brief ihn erreicht. Er soll bei einer Buchbinderin in die Lehre gehen. Seine Eltern, die wie alle anderen Menschen Bücher aus ihrer Welt verbannt haben, lassen ihn ziehen – auch weil sie glauben, dass er nach einer schweren Krankheit die Arbeit auf dem Hof nicht leisten kann. Die Begegnung mit der alten Buchbinderin beeindruckt den Jungen, dabei lässt Seredith ihn nicht in das Gewölbe mit den kostbaren Büchern. Menschen von nah und fern kommen heimlich zu ihr. Emmett kommt ein dunkler Verdacht: Liegt ihre Gabe darin, den Menschen ihre Seele zu nehmen? Dann stirbt die alte Frau – und der Junge erkennt, welch Wohltäterin sie war – und in welche Gefahr er selbst geraten ist.

Sprecher
Frank Stieren

Länge
14 h 54 m

Meine Meinung in Kürze
Wer liebt sie nicht, die Bücher, in denen es um Bücher geht. Hier haben wir wieder solch ein Exemplar. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Anfangs fand ich sie zwar etwas befremdlich, doch je weiter die Story voran schritt, umso besser gefiel sie mir. Und am Ende war ich äußerst zufrieden mit dem gesamten Plot.

Vielleicht wurden hier etwas viele Themen aufgearbeitet, doch ich fand die drei verschiedenen Themen durchaus gut in die Story eingeflochten, so dass sie mir nicht überfüllt vorkam. Im Gegenteil, irgendwie gehörte es einfach alles zusammen.

Der Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Bridget Collins – Die verborgenen Stimmen der Bücher

Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Beschreibung
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist an harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch als sie fünfzehn wird, ändert sich alles. Mary zieht in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten.

Bei ihr, einer zarten, mitfühlenden Kranken erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Für Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Gelesen von Hörbuchpreisträgerin Laura Maire.

Sprecher
Laura Maire

Länge
4 h 38 m

Meine Meinung in Kürze
Diese Geschichte ist ein wahres Kleinod. Sie ist zwar sehr schnell durchgehört, doch dafür geht sie tief unter die Haut und bleibt da.

Toll gesprochen von Laura Maire.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

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Elizabeth George – Wer Strafe verdient

Beschreibung
Der 20. Fall für Inspector Thomas Lynley und Barbara Havers!

Die Bürger des englischen Städtchens Ludlow sind zutiefst entsetzt, als man den örtlichen Diakon eines schweren Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Kurz darauf wird er in Polizeigewahrsam tot aufgefunden. Im Auftrag Scotland Yards versucht Sergeant Barbara Havers Licht ins Dunkel um die geheimnisvollen Vorfälle zu bringen. Zunächst weist tatsächlich alles auf den Selbstmord eines Verzweifelten hin – doch Barbara und mit ihr DI Thomas Lynley trauen dieser Version der Ereignisse nicht. Gemeinsam werfen sie einen genaueren Blick hinter die idyllische Fassade Ludlows – und entdecken, dass jeder hier etwas zu verbergen hat…

Sprecher
Stefan Wilkening

Länge
20 h 12 m

Meine Meinung
Bisher habe ich nur ein anderes Hörbuch von Elizabeth George gehört. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, wie ich jetzt festgestellt habe. Denn den Fall, den ich mir hier zum Anhören ausgesucht habe, ist bereits der 20.! Unglaublich, was ich vermutlich schon alles an guten Kriminalstories verpasst habe.

Doch jetzt zum Buch. Barbara Havers ist bei den Vorgesetzten aufgrund ihrer aufmüpfigen Art ziemlich in Ungnade gefallen. Somit gilt es für sie, in diesem Fall zu beweisen, dass sie sehr wohl Befehle auch befolgen kann. Doch die Situation, in die sie gesteckt wird, um eben ihre Folgsamkeit zu beweisen, könnte kaum komplizierter sein. Denn die Vorgesetzte, mit der sie auf Reisen geschickt wird, um einen Fall genauer unter die Lupe zu nehmen, ist Alkoholikerin und will einzig so schnell zurück wie nur möglich. An der Wahrheit ist sie nicht wirklich interessiert – auch aus politischen Gründen nicht. Sie will einzig den vorliegenden Bericht bestätigen und bald wieder heim. Denn ihr Mann wird in naher Zukunft mit ihren gemeinsamen Kindern und mit seiner neuen Lebensgefährtin nach Australien auswandern. Was sie natürlich zu verhindern versucht.

Doch Barbara fallen durchaus Ungereimtheiten auf. Diese erwähnt sie in ihrem Bericht und wird prompt von ihrer Vorgesetzten angehalten, diese zweifelnden Passagen aus ihrem Bericht zu eliminieren. Widerstrebend folgt sie, will sie doch nicht ins Nirwana strafversetzt werden. Doch ihr ehemaliger Kollege Inspector Thomas Lynley bekommt den unverfälschten Bericht in die Hände. Und so werden Barbara und Thomas erneut zum Ort des Verbrechens geschickt, um die wahren Geschehnisse ans Licht zu bringen.

Mir haben die beiden Protagonisten, Barbara Havers und Thomas Lynley sofort gefallen. Denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch eben genau das macht die Würze ihres erfolgreichen Teams aus.

Zitterte ich noch im ersten Teil mit Barbara mit, dass sie sich doch bitte mit der Alkoholikerin einigermaßen arrangieren möge, so fieberte ich im zweiten Teil mit Barbara und Thomas mit, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Und die fand ich äußerst schockierend und überraschend.

Insgesamt hat mir dieser Krimi richtig gut gefallen. Er hat mich von Anfang an gefesselt und ich hörte in jeder freien Minute, die ich hatte. Mit dem festen Vorsatz, mir noch weitere Titel von Elizabeth George anzuhören, gebe ich diesem Hörbuch die volle Punktzahl.

Stefan Wilkening habe ich ja mittlerweile auch als sehr guten Sprecher für meinen Geschmack vermerkt. Er hat mich auch bei diesem Hörbuch nicht enttäuscht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elizabeth George – Wer Strafe verdient

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Carla Buckley – Mondscheinjunge

MondscheinjungeBeschreibung
Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber er weiß nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen. Tylor kann nur leben, wenn es dunkel ist, Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu. Seine Tage verbringt er in einem geschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift.

Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt…

Sprecher
Mark Bremer

Länge
12 h 35 m

Meine Meinung
Von der sogenannten „Mondscheinkrankheit“ (Xeroderma pigmentosum – kurz: XP) hatte ich schon einmal gehört, jedoch hatte ich mir dahin gehend nur Gedanken gemacht, dass es ja furchtbar sein muss, niemals die Welt bei strahlendem Sonnenschein bewundern zu dürfen. Der Titel und die Beschreibung weisen natürlich darauf hin, dass Tylor an XP leidet. Die Problematik fand ich somit  schon mal interessant und recht bald hatte ich das Hörbuch auch auf den Ohren.

Die Geschichte fängt bei der Geburtstagsparty von Tylor an. Mit dieser Beschreibung bekommt man schon einen recht guten Eindruck, wie Tylors Leben in der Dunkelheit aussieht. Freunde sind spärlich gesät, da er ja nur per Computer von zuhause am Unterricht teilnehmen kann. Auch kann ihn – mit Ausnahme seines besten Freundes – niemand tagsüber besuchen. Und abends müssen die Kids ja normalerweise daheim sein. Immerhin sprechen wir hier von Jungs im Alter von ca. 14 Jahren.

Die Nachbarschaft ist über die Krankheit des Jungen informiert und somit lebt die ganze Sackgasse ohne Straßenbeleuchtung, da diese Tylor gefährden würde. Auch müssen die Autoscheinwerfer ausgeschaltet werden, wenn sie nachts nach Hause kommen, da auch diese für Tylor lebensbedrohlich sind. In der Nachbarschaft wohnt auch die beste Freundin von Tylors Mutter. Charlotte hat eine 11-jährige Tochter, die vernarrt ist in Tylor und somit viel Zeit bei ihnen verbringt. Als sie plötzlich spurlos verschwindet, wandelt sich die bis dato so vor sich hin dümpelnde Geschichte zu einem Psychothriller. Hier kam dann erstmals Spannung auf. Doch das wurde dann derart absurd, dass ich ziemlich schnell nur noch den Kopf schüttelte. Und das Endkonstrukt – anders kann ich es kaum benennen – fand ich schon mehr als an den Haaren herbeigezogen – und das mit einem kurzen, schmerzhaften Ruck.

Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Einschränkungen in Tylors Leben. Man bekam einen recht guten Eindruck, was diese schlimme Krankheit mit dem Leben nicht nur des direkt Betroffenen sondern auch mit dessen Umfeld macht.

Die typisch amerikanische Art, mit der Sensation eines verschwundenen Kindes umzugehen (Reportermassen im Vorgarten und Dauerreportagen im Fernsehen etc.) wurde sehr glaubhaft umgesetzt.

Was mir aber nicht gefallen hat, ist diese absurde Abwärtsspirale, in der sich zum Schluss alle gegenseitig verdächtigt haben. Das fand ich derart überspitzt, dass es wirklich nicht mehr gut war. Und was Carla Buckley einem dann als Auflösung des Falles präsentierte – nun das war ein Konstrukt, das seinesgleichen sucht. Von der pathetischen Charlotte am Ende ganz zu schweigen.

Wäre da nicht der sehr gute Sprecher Mark Bremer, den ich bis dato noch nicht kannte, gewesen, so hätte ich das Hörbuch spätestens nach dem zweiten Drittel in die Ecke gepfeffert.

Wer gerne so richtig typisch amerikanische Geschichten hört, der mag vielleicht etwas mehr Spaß an diesem Hörbuch haben. Für meinen Geschmack war es leider nichts.

Ich habe nun lange überlegt, wie ich dieses Hörbuch bewerten soll. Mein erster Gedanke war: 2 Pingu-Punkte. Dann schwankte ich, ob nicht vielleicht 3 Pps angemessener wären, da man ja doch recht viel über das Leben als „Mondscheinjunge“ erfährt. Da aber der medizinische Aspekt quasi vollkommen außer Acht gelassen wurde, bleibe ich nun bei den 2 Pps für die Story. Der Sprecher, der mich über die zwölfeinhalb Stunden überhaupt bei der Stange gehalten hat, bekommt hingegen die vollen 5 Pingu-Punkte.

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Herzlichen Dank an den Rubikon Audioverlag für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
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Bei Audible.de. kann man es natürlich auch herunterladen: Hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carla Buckley – Mondscheinjunge

Ramez Naam – Crux (Nexus-Trilogie 2)

CruxBeschreibung
Die Erfindung der Nano-Droge Nexus hat die Menschheit in ein neues Zeitalter katapultiert. Die Verschmelzung von Mensch und Internet hat zu einer internationalen Terrorkrise geführt. Kade Lane, ein brillanter Forscher und Miterfinder von Nexus, findet sich plötzlich wieder in einem undurchsichtigen Kampf zwischen unerbittlichen US-Behörden und skrupellosen Terroristen. Sein größter Gegner, die Chinesin Su-Yong, tritt ihm als scheinbar übermächtiges Cyberwesen entgegen. Eine atemlose Jagd beginnt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
17 h 26 m

Meine Meinung
Nach dem sehr interessanten 1. Teil, an dem ich ja einzig die vielen Kampfszenen zu bemängeln hatte, ansonsten aber vollends begeistert war, freute ich mich auf die Fortsetzung. Gespannt lud mich mir also den 2. Teil auf den Player. Doch was war denn nun passiert? Ich war sehr schnell von all den Namen sehr verwirrt. Vermutlich waren es gar nicht so viele Mitwirkenden, aber mal wurden sie mit Vornamen, dann mit Nachnamen benannt. Da waren es schon mal zwei. Und das bei vielen Personen. Hinzu kamen sehr viele für europäische Ohren nicht gerade gängige Namen… nochmal schwierig. Vor allem: ist das nun Männlein oder Weiblein? Und selbst bei amerikanischen Namen hatte ich beim Hören meine liebe Mühe. Ok, Kade (ein Mann) und Sam (eine Frau) kennt man schon von Teil 1. Doch im Hörbuch hört sich Kade nunmal wie Kate an und bei Sam denke ich zunächst an einen männlichen Namen. Hach, die Verwirrung war groß.

Auch mit Uve Teschner hatte ich meine Mühe. Er hat das Hörbuch super gesprochen, keine Frage! Aber durch sein Engagement wurden sehr viele Szenen (gerade wieder diese unsäglichen Kampfszenen) sehr laut, gar geschrien, andere wieder waren dann so leise, dass ich kaum was verstand. Ich musste also ständig an der Lautstärke regulieren. Ok. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht mehr allzu gut höre. Aber ich hatte schon lange nicht mehr solche Probleme mit einem Hörbuch. Vor allem nicht bei einer Lesung. Eigentlich war dies bisher einzig ein Problem bei Hörspielen. Nun gut, ich hoffe, es bleibt die Ausnahme.

Die Idee der Story fand ich wieder gut! Nur deshalb habe ich überhaupt bis zum Schluss durchgehalten. Denn ich wollte ja schon wissen, wie es denn nun ausgeht. Aber eins steht fest. Teil 3 der Trilogie werde ich mir nicht mehr holen. Teil 2 hat mich zu viele Nerven gekostet und mich zu sehr angestrengt, über die knapp siebzehneinhalb Stunden überhaupt durchzuhalten. Und vermutlich wird der 3. Teil ähnlich werden. Schön für alle die, die den Stil bisher toll fanden. Schade für mich, da ich dann das wahre Ende nie erfahren werde. Aber naja, damit kann ich/muss ich leben.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ramez Naam – Crux

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Claire Kendal – Du bist mein Tod

Du bist mein TodBeschreibung
Ein Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt: der Traum einer jeden Frau. Doch für Clarissa ist es ein Alptraum. Denn sie will seine Geschenke, seine Blumen, seine Nähe nicht. Nirgends ist sie mehr sicher. Er lauert ihr auf, Tag und Nacht. Aber keiner erkennt die Gefahr, selbst ihre beste Freundin nicht. Für alle anderen sieht es aus wie die große Liebe. Was sie auch macht, sie kann sich nicht wehren, er kommt ihr näher und näher.

Dann erfährt sie, dass seine Exfreundin seit Jahren vermisst wird. Clarissa fürchtet um ihr Leben. Bis sie endlich zurückschlägt.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
10 h 08 m

Meine Meinung
Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen. Clarissas Leben ändert sich von heute auf morgen. Heute noch ein Single ist sie am nächsten Tag schon in ihrem schlimmsten Albtraum gefangen. Und es scheint, dass dieser Albtraum niemals enden wird. Rafe setzt alles daran, sich ihr aufzudrängen. Er will sie besitzen und zwar ganz und gar. Doch für Clarissa war der One-Night-Stand nicht mehr als eben das: Ein One-Night-Stand, an den sie sich noch nicht mal mehr richtig erinnern kann.

Rafe bedrängt sie zunehmend, überschüttet sie mit Geschenken, lauert ihr ständig auf, ja er scheint sein Leben komplett aufgegeben zu haben, nur um sie aufzuspüren. Für die Außenwelt präsentiert sich Rafe als Traummann, als äußerst großzügiger und verständnisvoller Liebhaber. Doch für Clarissa ist dies die Hölle.

Währenddessen ist sie als Geschworene bei einer Gerichtsverhandlung tätig, bei der ein ähnliches Verbrechen behandelt wird. Dort lernt sie auch einen wirklich sympathischen Feuermann kennen, in den sie sich recht schnell verliebt. Doch zunächst traut sie sich nicht, ihn in ihr Problem einzuweihen.

Nicht nur Clarissas Welt und Handlungsspielraum wird immer enger, auch als Hörer schnürt einem diese Bedrängnis des Stalkers immer mehr den Hals zu. Clarissas Not fand ich äußerst beklemmend beschrieben. Kendal hat es hier wunderbar verstanden, das Thema Stalking lebensecht und glaubhaft darzustellen.

Und kaum denkt man, dass sich alles zum Guten wenden wird, kommt der Schluss, den ich so nun wirklich nicht erwartet hatte.

Vera Teltz hat diese Story perfekt gelesen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Claire Kendal – Du bist mein Tod

Christina Baker Kline – Der Zug der Waisen

Der Zug der WaisenBeschreibung
New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisenkindern wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Stattdessen müssen sie als billige Landarbeiter, Haushaltshilfen oder Näherinnen harte Knochenarbeit leisten.

Auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor, bis es ihr nach entbehrungsreichen Jahren endlich gelingt, einen Ort der Geborgenheit zu finden und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Aber erst Jahrzehnte später vermag sie, durch die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen jungen Mädchen, das wie sie seine Eltern verloren hat, das Schweigen zu brechen und wahren Frieden zu finden.

Sprecher
Beate Himmelstoß, Susanne Schroeder

Länge
10 h 22 m

Meine Meinung
Dieser Roman hat mich sehr berührt. Von dem „Zug der Waisen“ hatte ich zuvor noch nicht gehört. Der Zug brachte Waisenkinder in den Mittleren Westen, um dort von Familien adoptiert werden zu können. Manche Kinder hatten Glück und fanden liebevolle Familien, die sie wirklich wie ihre eigenen Kinder aufzogen. Andere hatten nicht so viel Glück und wurden als „Arbeitstiere“ ausgebeutet.

Vivian Daly verlor ihr Familie. Ganz auf sich alleine gestellt, wurde sie von den Behörden in einen solchen Waisenzug gesteckt und musste auf ihr Glück hoffen. Doch leider war sie schon ein wenig zu alt, man konnte sie bereits zum Arbeiten gebrauchen. Fortan begann für sie eine Odysee der unmenschlichen Art.

Molly lebt in einer Pflegefamilie. Sie muss Sozialstunden abarbeiten. Sie wird zu Vivian Daly geschickt, die mittlerweile über 90 Jahre alt ist. Die alte Dame will ihren Dachstuhl entrümpeln und benötigt hierzu Unterstützung.

Die Story hat zwei Handlungsstränge, einen in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart. Durch die alten Gegenstände auf dem Dach wird Vivian an ihre Kindheit erinnert und sie erzählt Molly (und dem Hörer) ein Stück ihrer Lebensgeschichte.

Einmal angefangen, hat mich diese Geschichte nicht mehr losgelassen. Die Erfahrungen, die Vivian in ihrer Kindheit gemacht hat, werden sehr intensiv und glaubhaft erzählt. Die Unterbrechungen, in denen man in die heutige Zeit zurückkehrt, sprich, in denen von Molly erzählt wird, kamen immer genau zur richtigen Zeit. Die Protagonisten wurden ebenfalls sehr gut gezeichnet, so dass ich ein klares Bild von ihnen vor Augen hatte.

Mich hat „Der Zug der Waisen“ sehr begeistert. Es ist ein sehr intensiver und gefühlvoller Roman, dessen Ende mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.

Auch die beiden Sprecherinnen fand ich sehr passend. Kurz, das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen und erhält somit die vollen Pingu-Punkte.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Baker Kline – Der Zug der Waisen

Lars Kepler – Flammenkinder

FlammenkinderBeschreibung
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden – aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
15 h 15 m

Meine Meinung
Eine recht gute Beschreibung des Inhalts bietet bereits der obige Klappentext. Somit will ich mich hier auf die Wirkung auf mich beschränken.

Ich fand dieses Geschichte gar gruselig. Lange Zeit tappte ich mit der Polizei im Dunkeln und fieberte mit allen mit. Auch hatte ich einige Verdächtige im Auge, nur eigentlich nie die, die von Anfang an als Täterin „überfuhrt“ zu sein schien. Doch mit der wahren Auflösung hatte ich natürlich auch nicht gerechnet. Somit war ich am Ende dann doch sprachlos und entsetzt.

Die Story fand ich fast durchgehend ziemlich nervenaufreibend und spannend. Ich hatte mich – wie bei „Der Hypnotiseur“ auf eine etwas langatmige Geschichte eingestellt, doch dieses Buch fand ich alles andere als langatmig. Im Gegenteil. Es hat mir richtig gut gefallen und mich über die 15 Stunden hin gut unterhalten. Für Krimi-Fans finde ich „Flammenkinder“ somit empfehlenswert. Was ich allerdings nicht verstanden habe, ist der Titel. Warum heißt das Buch „Flammenkinder“? Falls das jemand verstanden hat, wäre ich für Aufklärung dankbar.

Simon Jäger als Sprecher war gewohnt genial. Er hat einfach das gewisse Krimi/Thriller-Sprecher-Gen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lars Keppler – Flammenkinder

Siehe auch: