Ellen Sandberg – Das Erbe

Beschreibung
Eine Geschichte von Familie, Verrat und Verbrechen.

Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: „Mona wird das Richtige tun.“ Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München, 1938. Die vierzehnjährige Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater, dem Staatsanwalt Ernst-Friedrich Hacker, und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen…

Sprecher
Thomas M. Meinhardt

Länge
14 h 38 m

Meine Meinung
Nachdem ich vor eineinhalb Jahren den Roman „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg gehört und für toll befunden habe, habe ich mir natürlich sofort nach der Entdeckung den neuen Roman „Das Erbe“ geholt. Wieder hatte ich damit einen  sehr eindrucksvollen Roman von Ellen Sandberg auf den Ohren. In diesem Roman, der wieder in Rückblicken im zweiten Weltkrieg und im Wechsel auch in der heutigen Zeit spielt, geht es um die Arisierung und die  spätere Restitution. Doch ist dieser Fall nicht so eindeutig, wie man auf den ersten Blick meinen könnte. Denn dieser Roman ist mal wieder viel tiefgründiger und beschäftigt sich nicht nur mit obigen beiden Themen, sondern auch mit Liebe und Hass, Habgier bis hin zur Raffgier, Betrug und Egoismus.

Kein Wunder also, dass mich dieser Roman sofort gefesselt hatte. Mona ist die mir äußerst sympatische Protagonistin und somit die Erbin. Sie wird als Gutmensch bezeichnet, was sogleich die Frage aufwirft, wann und warum denn eigentlich dieser Begriff – insbesondere das Gute – so einen negativen Ruf bekommen hat. Denn heutzutage wird der Begriff Gutmensch ja wirklich als Schimpfwort für einen Menschen benutzt, der sich stets sich selbst und anderen gegenüber integer verhält.

Die Geschichte, die hier ans Licht kommt, ist keine leichte Kost. Doch ich will von der Geschichte hier überhaupt nichts weiter erzählen. So soviel sei noch gesagt: Wenn du dich bei Romanen gerne fragst, wie du dich selbst in dieser oder jenen Situation verhalten und wie du dich letztendlich entschieden hättest, dann ist dieses Hörbuch genau richtig für dich. Wenn du allerdings mit Gutmenschen gar nichts anfangen kannst und sie einfach nur für einfältig und blauäugig hältst, dann lass lieber die Finger davon.

Mir hat dieser Roman jedenfalls sehr gut gefallen. Er ist äußerst interessant, sehr kurzweilig und obendrein noch ganz toll von Thomas M. Meinhardt gesprochen. Allerdings braucht der Sprecher einen Moment, bis er flüssig in die Story eintaucht. Also nicht gleich aufgeben, ok? Denn dann passt er ganz hervorragend, auch wenn die Protagonistin eine Frau ist.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Emelie Schepp – Im Namen des Sohnes (Jana Berzelius 4)

Beschreibung
An einem warmen Sommerabend ruft ein sechsjähriger Junge seinen Papa an. Zutiefst verängstigt berichtet er, dass ein Mann ins Haus eingedrungen sei und Mama niedergeschlagen habe. Diese Worte sind die letzten, die Sam seinen Jungen sagen hört, bevor der Kleine spurlos verschwindet… Die unnahbare Staatsanwältin Jana Berzelius leitet die Ermittlung. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr entgleitet ihr der Fall. Als die Entscheidung über Leben und Tod allein in Janas Händen liegt, beginnt ein Kampf gegen die Zeit.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
10 h 10 m

Meine ultrakurze Meinung dazu
Ein guter Krimi, der eine überraschende Lösung parat hält.

Weitere Informationen
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Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Beschreibung
Die Geschichte einer eigenwilligen Außenseiterin – einfühlsam und packend gelesen von Luise Helm.

In den 1960er-Jahren schwirren viele Gerüchte über Kya Clark durch die ruhige Küstenstadt Barkley Cove. Isoliert lebt sie im Marschland mit seinen Salzwiesen, Sandbänken, Buchten. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwei junge Männer werden auf die wilde Schöne aufmerksam, und Kya öffnet sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Als einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich die Bewohner sicher: Das „Marschmädchen“ ist schuld. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

Sprecher
Luise Helm

Länge
13 h 04 m

Meine Meinung
Wenn ich ein Hörbuch direkt nach dem Beenden des letzten Satzes gleich nochmals von vorne starte, dann hat es mich entweder völlig verwirrt oder aber es hat mir so gut gefallen, dass ich es direkt nochmals hören möchte. Den Gesang der Flusskrebse fand ich derart beeindruckend, dass eindeutig letzteres zutraf.

Diese Geschichte ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Es spielt in einer nicht gerade gängigen Gegend, sprich das Setting – nämlich im Marschland – ist für sich genommen schon äußerst interessant und nicht gerade Standard in Romanen.

Die Protagonistin ist ebenso wild und eigenwillig wie die Gegend. Ihr Schicksal wird hier sehr ausführlich, sehr gefühlvoll und äußerst glaubwürdig geschildert. Ganz selten kommt man in den Genuss, Gefühle so echt und so schonungslos erzählt zu bekommen, wie in dieser Geschichte. Ich fühlte förmlich die gnadenlose Einsamkeit und ihre Andersartigkeit, die Kya in ihrem jungen Leben und auch später durchleben musste.

Sehr fasziniert haben mich auch die detaillierten Naturbeschreibungen. Die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert und all ihr Wissen in eine kurzweilige, sehr spannende und insgesamt äußerst interessante Geschichte gepackt. Ich will hier gar nicht viel über die Story an sich erzählen.  Aber eins will ich ganz bestimmt: Eine klare Hörempfehlung aussprechen!

Luise Helm hat dieses Meisterwerk an Erzählkunst ganz hervorragend vertont. Sie war die perfekte Stimme für dieses Buch. Sie hat sogar gesungen. Und das ganz wunderbar.

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Alex Michaelidis – Die stumme Patientin

Beschreibung
Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?

Sprecher
Uve Teschner

Länge
9 h 42 m

Meine Meinung
Dieser Thriller braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen. Ich fand die Story wirklich sehr lange ein wenig belanglos, da einfach nichts voran ging. Als ich schon fast die Lust verloren hatte, wurde dann doch etwas erwähnt, das mich aufhorchen ließ. Gebannt lauschte ich also weiter, ob sich noch weitere kleinere Begebenheiten ergeben würden, die allem einen Sinn verleihen würden.

Sie kamen, die Begebenheiten. Und ich war wirklich von der Auflösung überrascht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man für diesen Thriller wirklich sehr viel Geduld braucht. Es sind keine großartig spannenden Episoden darin, dafür umso mehr Rätselhaftes, das sich erst ziemlich spät entwirren und zu einem Gesamtbild zusammensetzen lässt. Wer also Geduld hat und selbst einem Thriller seine „Entwicklungszeit“ gönnt, dem wird diese Story sicherlich gefallen. Wer es lieber rasant und mit viel Action mag, sollte besser die Finger davon lassen.

Uve Teschner als Sprecher hat mir hier sehr gut gefallen. Er hatte hier auch kaum Möglichkeiten, laut zu werden – ein Glück. Ruhiger mag ich nämlich seine Stimme viel lieber.

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Dolores Redondo – Alles was ich dir geben will

Beschreibung
Wie weit geht eine Familie, um ihr Ansehen zu retten?

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Die dortige Polizei ist auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Manuel muss feststellen, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardia Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Die führen ihn in eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, die für ihr Ansehen über Leichen geht.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
18 h 11 m

Meine Meinung
Dieser Krimi findet sich in der Rubrik Krimi wieder. Ja, es ist wohl ein Krimi, allerdings bekommt man hier sehr viel Story und wenig Krimi. Was aber nicht negativ gemeint ist. Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal etwas arg langsam voran geht. Doch man soll sich für ein Buch ja bekanntlich Zeit lassen. So what.
Die Tatsachen, die immer  – wie soll ich sagen – „erstaunlicher“ wurden, zeigten sich nur langsam bis man am Ende das gesamte Puzzle zusammensetzen konnte. Und das Ergebnis hätte ich am Anfang nie und nimmer vermutet.
Die Beschreibung der Personen hat mir sehr gut gefallen. Sie waren etwas anders als in den meisten Krimis. Was aber vielleicht auch an ihrer Nationalität lag. Ich fand sie jedenfalls sehr glaubwürdig dargestellt, da ihre Reaktionen sehr menschlich und meist nachvollziehbar waren.
Matthias Koeberlin als Sprecher fand ich für diese Story passend. Er ist ja eher der zurückhaltende Sprechertyp, was hier genau richtig war.

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Dashka Slater – Bus 57: Eine wahre Geschichte

Beschreibung
Der Bus der Linie 57 ist das einzige, was Sasha und Richard miteinander verbindet. Richard ist Afroamerikaner, geht auf eine öffentliche Schule und hat gerade einen längeren Aufenthalt in einer betreuten Wohngruppe für jugendliche Straftäter hinter sich. Sasha ist weiß, besucht eine Privatschule und identifiziert sich selbst als agender. Nur acht Minuten täglich verbringen Sasha und Richard gemeinsam im Bus 57. Bis zu dem Tag als Sasha den langen weißen Rock trägt und Richard ihn anzündet.

Dashka Slater hat den nachfolgenden Gerichtsprozess monatelang verfolgt, mit Beteiligten gesprochen und die Hintergründe recherchiert. Bus 57 ist die akribische Dokumentation eines berührenden Falles, der tragischen Verstrickung zweier Jugendlicher, die doch nur eines wollen: glücklich sein, trotz allem.

Im Februar 2015 erschien im New York Times Magazine unter der Überschrift „The Fire on the 57 Bus“ ein längerer Artikel der Journalistin Dashka Slater über einen Vorfall, der sich eineinhalb Jahre zuvor in Oakland ereignet hatte. Ein afroamerikanischer Teenager setzt die Kleidung eines Gleichaltrigen in Brand, der genderqueer ist. Sashas und Richards Schicksal ließ Dashka Slater nicht mehr los, so dass aus dem Artikel dieses Buch entstanden ist. Sie erzählt darin von Sashas ungewöhnlicher fantasievoller Kindheit, dem Coming-Out, den Krankenhausaufenthalten, aber auch von der Unterstützung, die Sasha erfährt, nicht nur in der LGBTQ-Community. Genauso sorgfältig arbeitet sie Richards Geschichte auf und wirft einen Blick auf ein Justizsystem, das afroamerikanische Jugendliche anders zu behandeln scheint als weiße. Die Staatsanwaltschaft stuft Richards Tat zunächst als Hate-Crime ein, wodurch ihm ein Verfahren unter Erwachsenenstrafrecht droht und damit eine womöglich lebenslange Haftstrafe.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
6 h 39 m

Meine Meinung
Die Geschichte ist keine leichte Kost, ganz besonders wenn man bedenkt, dass sie auf Tatsachen beruht. Das Thema fand ich durchaus interessant, da ich mich damit eigentlich gedanklich noch gar nicht richtig beschäftigt hatte. Auch die Gewalt und wie es dazu kommt, fand ich sehr gut beschrieben.

Der Erzählstil war sehr interessant. Viele Fakten, die als eine Aufzählung vorgetragen wurden, aber dann auch wieder weite Strecken mit normalen erzählenden Abschnitten. Letzteres gefiel mir natürlich besser, aber die Fakten halfen, das alles zu verstehen. Obwohl es wirklich verdammt schwierig ist, das Geschehene überhaupt verstehen zu wollen.

Den Sprecher fand ich klasse. Der passte richtig gut sowohl zum Inhalt als auch zum Stil des Hörbuches.

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Joel Dicker – Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Beschreibung
Joël Dicker ist zurück – so intensiv, stimmungsvoll und packend wie „Harry Quebert“.

Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin. Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau…

Die idyllischen Hamptons sind Schauplatz einer fatalen Intrige, die Joël Dicker mit einzigartigem Gespür für Tempo und erzählerische Raffinesse entfaltet.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
19 h 53 m

Meine Meinung
Grandios! Dass Joel Dicker verdammt gut erzählen kann, hat er schon in „Die Geschichte der Baltimores“ und „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ unter Beweis gestellt. Und hier hat er dieses Statement erneut untermauert. Allerdings sind hier wieder sehr viele Personen am Start, so dass ich mir beim ersten Durchlauf wirklich etwas schwer tat, die vielen Personen immer richtig zuzuordnen. Aus diesem Grund habe ich dieses Hörbuch nach dem ersten Hören gleich nochmals gestartet. Und dieser zweite Durchgang hat dann so richtig Spaß gemacht. Ich kannte die Leute bereits, konnte sie problemlos zuordnen und war nicht mehr darauf fixiert, die vielen Zusammenhänge sofort verstehen zu müssen. Es war einfach ein wahrer Genuss, vieles wurde deutlicher, Kleinigkeiten, die ich vorher gar nicht registriert hatte, erfasste ich nun komplett und konnte diese wirklich toll aufgebaute Story einfach nur genießen.

Sehr hilfreich fand ich auch, dass die Geschichte bei Kapitel 7 beginnt und somit der Countdown und schließlich der Showdown besser einzuschätzen ist.

Doch man muss wirklich gut aufpassen! Denn hier wird sehr oft zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, und das ist nicht immer sofort deutlich erkennbar.

Torben Kessler als Sprecher war wieder klasse. Ich mag seine Stimme und seine Art zu lesen/sprechen mittlerweile sehr gerne.

Und das ist nun das erste Hörbuch von Joel Dicker, das es verdient auf meine Bestenliste geschafft hat.

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Siehe auch:

Pierre Martin – Madame le Commissaire und der tote Liebhaber (Isabelle Bonnet 6)

Beschreibung
Untermalt vom Summen der Zikaden und Lavendelduft gleiten die Tage in Fragolin in der Provence friedlich vorüber. Bis das Undenkbare geschieht und das Städtchen jäh aus dem sanften Sommerschlummer reißt: Eines Morgens findet man den Bürgermeister Thierry – tot, mit durchschnittener Kehle. Zwar waren er und Kommissarin Isabelle Bonnet schon länger kein Paar mehr, dennoch trifft sein Tod Isabelle zutiefst.

Dabei werden gerade jetzt die Fähigkeiten von Madame le Commissaire gebraucht, denn am Tatort gibt es keine brauchbaren Spuren. Und wer sollte schon einen Grund gehabt haben, den beliebten Bürgermeister zu ermorden? Ihre Nachforschungen führen Isabelle zum Tatort nach Sanary-sur-Mer, jenem Küstenort, in dem in den Dreißiger und Vierziger Jahren viele deutsche Künstler und Intellektuelle Zuflucht gefunden haben.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 22 m

Meine Meinung
Ich weiß gar nicht so recht, woran es liegt. Aber dieser Teil der Reihe hat mir nicht so gut gefallen, wie die anderen.

Es ist zwar hochdramatisch, wer hier mit durchtrennter Kehle aufgefunden wird, doch so wirklich packen konnte mich dieser Fall einfach nicht. Ich fand es über weite Strecken wirklich langweilig und anstrengend. Das ist mir bei den vorherigen Teilen nie so vorgekommen. Auch habe ich Apollinaires Glanzleistungen vermisst. Er kam mir hier größtenteils einfach nur zerstreut vor. Isabelle fand ich hier recht hochnäsig und eingebildet. Und ihre Trauer um den Bürgermeister kam bei mir nun auch nicht so wirklich glaubwürdig an.

Vielleicht war es aber auch einfach nur der falsche Zeitpunkt zum Hören dieser Story. Ich hatte schon drei Anläufe gebraucht, um überhaupt in diese Geschichte hineinzufinden. Vermutlich hätte ich es besser auf den Winter verschoben. Oder so.

Gabriele Blum hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie hat wieder ihr bestes gegeben.

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Siehe auch:

Gil Ribeiro – Weiße Fracht (Lost in Fuseta 3)

Beschreibung
Der große Rausch: Leander Losts dritter Fall. Kann es tatsächlich sein, dass sie ihn liebt? Ihn? Einen mit Asperger-Syndrom? Der Kuss von Soraia Rosado am Flughafen von Faro hat den Hamburger Kommissar Leander Lost in große Verwirrung gestürzt. Verstärkt wird Losts Gefühlschaos noch dadurch, dass bald seine Rückkehr nach Deutschland droht.

Dann werden kurz hintereinander zwei Morde an der Algarve verübt. Für Leander Lost und seine Kollegen von der portugiesischen Polícia Judiciária scheinen die beiden Opfer auch auf den zweiten Blick nicht miteinander in Verbindung zu stehen. Bis im benachbarten Spanien ein ehemaliger Drogenboss aus dem Gefängnis entlassen wird …

Sprecher
Andreas Pietschmann

Länge
10 h 50 m

Meine Meinung
Leander Losts Rückkehr nach Deutschland steht kurz bevor. Doch so wirklich zurück will der sympathische Asperger gar nicht, sind ihm seine portugiesischen Kollegen mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen. Doch nicht nur seine Kollegen. Ständig muss er an Soraia denken – aber warum? Für Lost ist das gar nicht so einfach einzuordnen.

Doch dann überschlagen sich erst einmal die beruflichen Ereignisse. Drogen werden geschmuggelt und Menschen ermordet. Bald stellt sich heraus, dass hier ein perfider Racheplan verfolgt wird. Für Lost und seine Kollegen ist dieser Fall eine echte Herausforderung. Und sehr schnell befinden sie sich selbst im Visier des Killers.

Das ist nun schon der dritte Teil der Reihe „Lost in Fuseta“ und ich finde, sie wird immer besser – falls das überhaupt möglich ist. Schon der erste Teil hatte ja die volle Punktzahl von mir erhalten. Vermutlich liegt meine Begeisterung daran, dass man ja mittlerweile die Protagonisten sehr gut kennt und sich bei ihnen wie zuhause fühlt. Auch dieser Kriminalfall hatte es wieder in sich und wurde spannend und kurzweilig erzählt. Auch die Situationskomik kam hier wieder nicht zu kurz und auch die Beschreibung, wie Leander Lost die Liebe etwas zu verstehen beginnt, fand ich sehr schön erzählt.

Insgesamt fand ich „Weiße Fracht“ sehr kurzweilig, humorvoll unterhaltsam und stellenweise richtig spannend. Die perfekte Krimi-Lektüre für sonnige Tage.

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Siehe auch:

Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Beschreibung
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist an harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch als sie fünfzehn wird, ändert sich alles. Mary zieht in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten.

Bei ihr, einer zarten, mitfühlenden Kranken erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Für Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Gelesen von Hörbuchpreisträgerin Laura Maire.

Sprecher
Laura Maire

Länge
4 h 38 m

Meine Meinung in Kürze
Diese Geschichte ist ein wahres Kleinod. Sie ist zwar sehr schnell durchgehört, doch dafür geht sie tief unter die Haut und bleibt da.

Toll gesprochen von Laura Maire.

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Siehe auch: