Candice Fox – Crimson Lake

Beschreibung
Sechs Minuten, für die er kein Alibi hat – mehr braucht es nicht, um das Leben von Detective Ted Conkaffey vollständig zu ruinieren. Die Anklage gegen ihn wegen Vergewaltigung der dreizehnjährigen Claire wird zwar fallengelassen, doch alle Welt glaubt zu wissen, dass er schuldig ist.

Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake im Norden Australiens zurück und trifft dort auf Amanda Pharrell. Auch diese saß wegen eines angeblichen Verbrechens im Gefängnis. Nun tun sich die beiden Außenseiter zusammen und arbeiten als Privatdetektive. Doch ihre Vergangenheit holt sie wieder ein.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
10 h 17 m

Meine Meinung
Diesen Thriller fand ich außergewöhnlich ruhig und trotzdem äußerst spannend. Denn einen großen Teil der Spannung machen hier die Charaktere an sich aus. Zwei Personen, die in keine Schublade passen – zumindest von Amanda kann man das ganz und gar nicht behaupten. Sie ist wirklich sehr speziell. Doch auch Ted ist nicht gerade ein 08/15-Charakter. Sein bester Freund: Eine Graugans mit Nachwuchs. Sein Leben wurde innerhalb von 6 Minuten komplett zerstört. 6 Minuten, in denen er nicht nachweisen kann, wo er war. Er wird zwar freigesprochen, doch wenn die Gesellschaft einen erst einmal verurteilt hat, dann bleibt das haften – egal wie das Gericht entscheidet. Und da hilft ihm auch nicht die Flucht in ein verschlafenes Nest irgendwo im Nirgendwo. Denn hier muss er nicht nur mit Krokodilen kämpfen, sondern einen viel härteren Kampf muss er hier gegen zwei Cops ausfechten, die ihn auf dem Kieker haben. Seine geschäftliche Partnerschaft zu einer verurteilten Mörderin macht ihm das Leben nicht gerade leichter – doch für den Hörer umso interessanter.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Er ist eine sehr ungewöhnliche Story, die durch ihre toll dargestellten Charaktere sehr an Tiefe gewinnt. Sie kommt ohne viele Gewaltbeschreibungen aus und glänzt mehr durch menschliche Züge, denn durch Blut.

Uve Teschner hat mir hier sehr gut gefallen. Hier gab es auch nicht viel zum Schreien. Ein Glück.

Weitere Informationen
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S. K. Tremayne – Eisige Schwestern

Eisige SchwesternBeschreibung
Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt.

Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
10 h 25 m

Meine Meinung
Um was es in der Story geht, steht schon im Großen und Ganzen oben beschrieben. Deshalb will ich darauf gar nicht weiter eingehen.

Anfangs hatte ich etwas Mühe mit der Geschichte, denn zunächst plätschert die Story einfach nur so vor sich hin. Doch im weiteren Verlauf wird sie immer verwirrender und man kommt selbst sehr ins Grübeln, welcher Zwilling denn nun lebt, was damals wirklich passiert ist, ob sie schizophren oder einfach nur unsicher ist und, und, und. Viele Zweifel – viele Lösungsmöglichkeiten. Und alle falsch. Zumidest ging es mir so. Denn die Auflösung des „Rätsels“ war dann ganz anders als vermutet. Aber gut, es kam so überraschend anders, dass man auch sagen könnte, es war etwas konstruiert. Aber so negativ will ich es gar nicht formulieren, da es ja schließlich doch passte und stimmig war.

Vera Teltz hatte mir über weite Strecken sehr gut gefallen. Nur manchmal war sie mir zu laut und zu schrill. Dafür gibt es einen Pingu-Punkt Abzug.

„Eisige Schwestern“ ist ein guter Psychothriller mit düsterer Atmosphäre, der zwar nicht von Anfang an begeistert, sich aber zum Ende hin ziemlich mausert.

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Weitere Informationen
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Nina George – Das Lavendelzimmer

Das LavendelzimmerBeschreibung
Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der „literarischen Apotheke“, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.

Sprecher
Nina George, Richard Barenberg

Länge
9 h 40 m

Meine Meinung
Dies ist das zweite Buch, das ich von Nina George gehört habe. Ok, es hat es nicht ganz auf meine Bestenliste geschafft, wie „Die Mondspielerin„, aber es erhält die Höchstpunktzahl. Denn auch dieses Buch verzaubert. Nicht zuletzt durch die Liebe zu den Büchern.

Jean Perdu ist ein einsamer Mensch. Er hat ein Schiff. Ein Bücherschiff. In diesem Bücherschiff verkauft er Literatur. Er nennt sein Schiff „Die literarische Apotheke“, denn er verkauft die Bücher als Medizin. Er hat ein sehr gutes Gespür, welches Buch für welchen Menschen, in welcher Lebenssituation genau das richtige ist, um ihn von seinem Seelenleid zu heilen. Wie er das spürt, ist ihm selbst ein Rätsel, aber er hat guten Erfolg damit und die Leser sind im dankbar. Nur, für sein eigenes Seelenleid hat er noch nicht das richtige Buch gefunden. Er lebt einsam und zurückgezogen in seiner Wohnung in einem Mietshaus, hat nur das Minimum an Möbeln. Er besitzt 3 Sätze identischer Kleidung, einzig Bücher stapeln sich überall in seiner Wohnung.

Als dann in der Wohnung gegenüber Catherine einzieht, die nichts außer einen Kleiderkoffer hat, da sie von ihrem Mann nach zig Jahren Ehe einfach vor die Tür gesetzt wurde, bittet die Concierge die Bewohner, ihr doch etwas zu spenden. Jean soll einen Tisch spenden. Ok, denkt er. Ich habe noch einen Tisch. Doch dieser Tisch steht in einem Zimmer in seiner Wohnung, das er seit 21 Jahren nicht mehr betreten hat. Er überlegt kurz, ob er Catherine nicht besser einfach einen Tisch kauft, anstatt dieses Zimmer zu betreten. Doch letztendlich öffnet er den Raum doch, holt den kleinen weißen Tisch heraus und schenkt ihn Catherine. Bzw. stellt ihn vor ihre Türe. Denn sie öffnet ihm nicht. Sie unterhalten sich kurz durch die Tür und Jean ist sofort klar: Diese Frau braucht Bücher zum Weinen. Sie muss noch ganz viel weinen, bevor es ihr wieder besser gehen kann. Er stellt also einen ganzen Stapel als Medizin für Catherine zusammen. Catherine gibt ihm bei dieser Gelegenheit einen ungeöffneten Brief, den sie in der Schublade des weißen Tisches gefunden hat. Jean flippt schier aus. Er will diesen Brief nicht lesen. Sie könne damit machen, was sie wolle, er will ihn jedenfalls nicht. Catherine „zwingt“ ihn auf ihre Art, ihn doch zu lesen und sie verabreden sich zum Essen. Doch er muss bitte seinen eigenen Teller mitbringen, sie hat nur einen. Dabei kommen sich die beiden näher.

Als Jean dann den Brief öffnet, ist er der Verzweiflung nahe. Manon, seine große Liebe, die ihn vor 21 Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einfach wortlos in der Nacht verlassen hat, gesteht ihm, warum sie gegangen ist. Nämlich dass sie todkrank ist und nicht wollte, dass er ihr Leiden mit ansehen muss. Doch jetzt, da sie ohne ihn ist, wisse sie, dass dies keine gute Entscheidung war, sie bittet ihn, doch zu ihr zu kommen.

Jean ist wütend auf sich selbst. Vor lauter Selbstmitleid und Wut und Eitelkeit hat er ihren Brief nie gelesen. Und nun ist sie seit 21 Jahren tot und er hat sie im Stich gelassen. Völlig außer sich, macht er das Bücherschiff fahrbereit und macht sich auf eine Reise zu sich selbst. Mit an Bord ist der junge Schriftsteller Max, der nach einem Sensationsstart mit dem Buch „Die Nacht“, auf der Flucht vor sich, seiner eigenen Courage und seiner Schreibblockade ist.

Diese Reise ist so skurril, so wunderbar, so außergewöhnlich, es ist ein wahrer Genuss, den Geschehnissen zu lauschen. Auf ihrer Reise begegnen sie allerhand völlig verschiedener Menschen, alle sind irgendwie auf der Suche, und natürlich hat diese Suche immer mit der Suche nach sich selbst und der Suche nach dem großen Glück, der Liebe zu tun. Einfach eine wundervolle Reisebeschreibung.

Unterbrochen werden Jeans Erlebnisse durch Reiseberichte, die Manon damals geschrieben hatte, als sie mit Jean zusammen war. So erfährt man Stück für Stück immer mehr über die wirklich wertvolle Liebe, die die beiden verbunden hatte.

Besonders gut haben mir in diesem Buch die vielen Wortkreationen gefunden. Jean war dabei ein Lexikon der Gefühle zu schreiben. Viele, sehr viele wunderschöne neue  Wörter kamen hier zu Tage, die man zwar so noch nicht kennt, die aber treffender nicht sein könnten.

Wie die Geschichte ausgeht, das muss jeder selbst hören. Doch eins kann ich verraten: Es werden äußerst unterhaltsame knappe 10 Stunden, die man so schnell nicht mehr vergessen wird.

Richard Barenberg passte zu Jean Perdu ganz wunderbar. Und Nina George, die Manons Part las, fand ich auch ganz toll.

Ich bin also rundum glücklich mit diesem Buch und habe eine neue Lieblingsschriftstellerin gefunden.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Nina George – Das Lavendelzimmer

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Sergio Bambaren – Die Rose von Jericho. Die Geschichte eines Neuanfangs

Die Rose von JerichoBeschreibung
Die Rose von Jericho ist eine der ältesten Wüstenblumen der Welt, die auch nach langer Dürre immer wieder zu neuer Blüte erwacht… Einfühlsam und berührend erzählt Erfolgsautor Sergio Bambaren von der Chance im Leben jedes Menschen, noch einmal ganz neu anzufangen. Sergio Bambarens ehrlichstes und mutigstes Buch.

Sergio Bambaren sagt dazu: „Meine Erzählung ist indirekt autobiographisch: Auch ich hatte eine persönliche Krise zu meistern, in meinem Fall eine schwere Krankheit. Die zwölf Schritte haben mir geholfen und mich gelehrt, die Freude am Leben wieder zu finden.“

Sprecher
Markus Hoffmann

Länge
2 h 55 m

Meine Meinung
Dieses Buch erschien mir wie eine einzige Lobeshymne an die Anonymen Alkoholiker. Was hatte ich erwartet? Na, das bestimmt nicht. „Die Rose von Jericho“ lässt ja einiges an Fantasie zu und bei dem Autor erwartete ich vielmehr eine schöne Geschichte à la „Der träumende Delphin„. Da hätte ich wohl nicht so voreilig mit dem Herunterladen, sondern erstmal die Rezensionen lesen sollen.

Gut. Nun hatte ich also dieses Hörbuch – also hörte ich es auch an. Es ist sicherlich ein gutes Buch für Suchtkranke. Und wenn man einen Zugang zur Spiritualität hat, dann mag es einem auch helfen. Laut Sergio Bambaren ist das 12-Schritte-Programm der AA (=Anonyme Alkoholiker) für viele Menschen eine wirkliche Hilfe und ein Leitfaden, ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Und diese 12-Schritte können nicht nur bei Alkoholismus angewendet werden. Sie helfen wohl im Allgemeinen ganz gut. Sei es eine andere Sucht oder auch eine schwere Krankheit. Bei Sergio Bambaren hat es ganz offensichtlich gut funktioniert (siehe oben).

Mir persönlich hat das Hörbuch nicht so gut gefallen. Denn zu oft kamen mir hier Begriffe wie „Gott (wie du ihn verstehst)“ oder „Demut“ etc. vor. Auch waren mir hier zu viele Klischees aufgeführt. „Der Vater war suchtkrank, also musste zwangsläufig auch die Tochter aufgrund ihres Genpools suchtkrank werden.“

Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein kleines Mutmachbuch sein kann. Eine Einordnung in die Kategorie „Lebenshilfe“ und nicht in „Romane“ wäre m. E. passender.

Markus Hoffmann hat das Hörbuch sehr gut gesprochen. Seine ruhige Stimme passte gut zu diesem Hörbuch.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sergio Bambaren – Die Rose von Jericho. Die Geschichte eines Neuanfangs

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