Karin Slaughter – Pretty Girls

Pretty GirlsBeschreibung
SAG‘ MIR, WER DU WIRKLICH BIST…

Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. 24 Jahre später erschüttert eine Mordserie den Bundesstaat Georgia. Die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes Filmmaterial findet, in dem Menschen auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr Mann damit zu tun?
Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an den eigenen Abgrund führt.

Sprecher
Nina Petri, Dietmar Wunder

Länge
7 h 56 m (gekürzt)

Meine Meinung
Die Beschreibung klang sehr spannend. Und natürlich deutet es auch darauf hin, dass es da mehrere Opfer gibt. Aber auf das, was mich dann letztendlich erwartete, war ich nicht vorbereitet. Wirklich nicht. Puh, ich bin froh, dass ich dieses Hörbuch jetzt beendet habe und dass es eine gekürzte Fassung war. Länger hätte ich das wohl nicht ausgehalten.

Die Geschichte fängt spannend an, ein brutaler Überfall auf Claire und Paul in einer Seitengasse. Paul überlebt das nicht. So weit, so gut. Doch was dann Stück für Stück herauskommt – nun, das fand ich schon grenzwertig, des öfteren auch grenzüberschreitend. Mir war das eindeutig zu viel des Abartigen, der viel zu detaillierten Beschreibungen der Grausamkeiten, der immer noch schlimmer werdenden Szenerien, nein, das war mir eindeutig zu viel des „Bösen“. Vielleicht werde ich ja auch mit zunehmendem Alter immer weicheiiger, mag sein. Aber solche Geschichten mag ich nun wirklich nicht mehr hören. Karin Slaughter hat hier ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Die doch öfters in den Vordergrund treten wollende durchaus interessante Geschichte um die Geschwister, die Eltern etc. kamen bei mir gar nicht richtig zu Geltung, da sie ganz schnell wieder durch unnötig detailliert heftig beschriebene Gewalttaten in den Hintergrund geraten sind.

Spannend war das Hörbuch, keine Frage. Und sicherlich finden es auch die meisten, die derartige Thriller lieben, ganz klasse. Aber mir ist da ein echter Psychothriller viel lieber, der ohne viel grausame Beschreibungen auskommt, sondern vielmehr mit der Fantasie des Lesers/Hörers spielt.

Ich denke, ich werde in Zukunft die Finger von Karin-Slaughter-Büchern lassen. Denn eines ist dieses Hörbuch bestimmt: Ein typischer Slaughter-Thriller.

Ein Tipp noch zum Schluss: Versuche nicht, während des Hörens etwas zu essen. Es vergeht einem wirklich dabei. Ich bin nun nicht der Typ, der ständig am Essen ist, aber immer dann, wenn ich mich gerade hinsetzte und mich auf mein Essen freute…nun, ich wiederhole mich.

Die beiden Sprecher hingegen fand ich sehr gut. Jedoch kam Dietmar Wunder eher selten ans Mikro. Aber wenn er dann mal das Wort hatte, dann machte er das in gewohnt perfekter Art und Weise.

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Rowan Coleman – Einfach unvergesslich

Einfach unvergesslichBeschreibung
Neuerdings weiß Claire nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuß gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heißt, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiß, dass das nicht normal ist. Sie ist doch erst Mitte vierzig. Aber das Leben ist zu kurz, um Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzte Erinnerung verblasst, all die großen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt…

Ein ebenso zärtlicher wie humorvoller Roman über das Leben mit Alzheimer, über letzte Chancen, wahre Liebe und den Zauber einzelner Augenblicke.

Sprecher
Nina Petri, Vanida Karun, Achim Buch, Charlotte Schwab

Länge
10 h 34 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch wird dich verzaubern. Jedenfalls ging es mir so. Die Geschichte um Claire, die viel zu früh an Alzheimer erkrankt, ist einfach wundervoll geschrieben. Sie ist sehr einfühlsam aber auch sehr humorvoll geschrieben. Somit war der Schrecken, was die Krankheit aus einem Menschen macht und das Schmunzeln in einem ausgewogenen Maß vorhanden und die Story kippte nie in die eine oder andere Richtung zu sehr ab.

Zwar hat es mich nicht ganz so begeistert, wie „Mein Leben ohne Gestern“ von Lisa Genova, doch trotzdem bekommt es die volle Punktzahl. Nur kommt es eben nicht auf meine Bestenliste.

Die vier verschiedenen Sprecher passten auch sehr gut. Jedoch ist es kein Hörspiel. Vielmehr erzählt mal die eine, mal die andere Person. Das brachte zusätzlich Abwechslung in die ohnehin sehr kurzweilige Story.

Ich kann dieses Hörbuch wärmstens empfehlen, wenn einen das Thema an sich interessiert.

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Peter Prange – Himmelsdiebe

HimmelsdiebeBeschreibung
Als Laura Paddington das erste Mal Harry Winter begegnet, glaubt sie, dem „großen Zauberer“ gegenüberzustehen – jenem Mann, von dem sie seit Kindertagen träumt. Es ist der Beginn einer großen Leidenschaft zwischen der kaum zwanzigjährigen Malerin und dem großen Außenseiter der Kunst. Gegen den Willen ihrer Eltern folgt Laura Harry ins Paris der dreißiger Jahre und später in ein idyllisches Dorf in den Pyrenäen. Doch die Zeiten sind dunkel. Sie müssen fliehen und begeben sich auf eine Odyssee, die sie quer durch Europa führt. Jetzt muss sich zeigen, was stärker ist: die Wirklichkeit oder die Phantasie. Die Barbarei oder die Liebe.

Sprecher
Marlen Diekhoff, Peter Franke, Nina Petri

Länge
7 h 29 m

Meine Meinung
Geht es dir manchmal auch so, dass es dir beim ersten Mal schwer fällt, in ein Buch hineinzukommen und beim zweiten Versuch würdest du es am liebsten verschlingen? Mir ist das jetzt schon öfter passiert. So auch bei diesem Hörbuch. Beim ersten Versuch schaffte ich knapp ein Viertel und legte es dann beiseite. Beim zweiten Versuch verfluchte ich die Nacht, die mich am Weiterhören hinderte.

„Himmelsdiebe“ ist ein Buch über die Malerei, über die Kunst im Allgemeinen, über die Liebe, über den Krieg, über Flucht, über Kreativität, über Drogen, über Wahnsinn und über Sinn und Unsinn des Lebens. Es ist so vielfältig, dass ich gar nicht recht weiß, in welche Kategorie ich es denn einsortieren soll. Andererseits macht es genau das so wahnsinnig interessant. Nämlich, dass es einfach in „keine Schublade“ passt.

Die Geschichte begleitet die beiden Protagonisten Laura und Harry über viele Jahre. Die ersten Jahre, wie sie zusammen leben und sich lieben, dann wie Harry im Krieg festgenommen wird – hier teilt sich die Geschichte auf: was macht Laura, was macht Harry. Wie sie dann getrennt weiterleben, ohne den anderen jedoch vergessen zu können. Die Story ist so prallvoll mit Gefühlen und Farben und verrückten Ideen, es erinnerte mich an ein buntes Feuerwerk des Lebens.

Peter Prange ist mit „Himmelsdiebe“ ein wahres Meisterwerk gelungen. Wenn man sich erst einmal auf die Geschichte eingelassen hat, kann und will man nicht mehr aufhören. Ich hätte gerne noch einige Stunden weitergelauscht. Schade, dass es das Hörbuch nur in gekürzter Version gibt.

Die Sprecher waren über die ganze Zeit weg sehr gut. Dass es verschiedene Sprecher gesprochen haben, passte hervorragend zu den verschiedenen Parts.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

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R. J. Palacio – Wunder

WunderBeschreibung
Um jemanden zu lieben, braucht man keine Augen, nicht wahr? Man fühlt es einfach im Inneren. Der zehnjährige August leidet an einem Gendefekt. Sein Gesicht ist stark entstellt, seit seiner Geburt musste er oft operiert werden. Eine Schule hat er nie besucht. August ist es gewöhnt, angestarrt zu werden. Und jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Natürlich ist es sein sehnlichster Wunsch, dort nicht weiter aufzufallen. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn man so witzig, klug und großzügig ist wie August. Ein unvergesslicher Roman über einen ganz besonderen Helden. Eine vielstimmige Hörbuchinszenierung.

Sprecher
Andreas Steinhöfel, Sascha Icks, Birte Schnöink, Mirco Kreibich, Nina Petri, Boris Aljinovic, Hans Löw und Julia Casper

Länge
4 h 47 m

Meine Meinung
„Wunder“ ist ein richtiges Herzensbuch. Es erzählt die Geschichte des 10-jährigen August, dessen Gesicht durch einen Gendefekt entstellt ist. Sehr viele Operationen hat er schon über sich ergehen lassen müssen. Zur Schule ging er bisher nicht – er wurde zuhause von seiner Mutter unterrichtet. Doch nun soll August doch in die Schule gehen. In die 5. Klasse. Er ist total aufgeregt, reagieren die Menschen doch immer sehr schockiert, wenn sie ihn sehen. Er kann es nicht ganz verstehen, denn er findet, dass er ein ganz normaler Junge ist. Ok, es ist ihm durchaus bewusst, dass er anders aussieht, als andere Menschen. Aber das findet er selbst gar nicht so schlimm. Nur die Reaktionen der anderen findet er schlimm.

Seine Eltern haben ihm gesagt, dass er jederzeit wieder von der Schule abgehen kann, wenn es nicht geht, wenn es für ihn zu unerträglich ist. Aber August ist wissbegierig, unheimlich clever, witzig, feinfühlig und erstaunlich selbstbewusst.

Wie man sich vorstellen kann, hat es August nun wirklich nicht leicht in der Schule. Und natürlich bekommt er die Gemeinheiten, die seine Mitschüler hinter seinem Rücken über ihn erzählen, mit. Doch er kämpft sich weiter tapfer durch. Bis er eines Tages eine abfällige Bemerkung von seinem besten Freund – wie er bis dato dachte – per Zufall mitbekommt. Dann will er nicht mehr länger zur Schule gehen…

Diese Geschichte ist so rührend und so herzlich, dass ich oft Tränen in den Augen stehen hatte. Und doch ist sie durch die erfrischende und äußerst menschliche Art des August kein bisschen schnulzig. Sie ist einfach nur wunderschön.

Die verschiedenen Sprecher machten es leicht, der Geschichte zu folgen und jederzeit genau zu wissen, wer nun gerade spricht. Es ist aber kein Hörspiel, es ist vielmehr eine vielstimmige Hörbuchinszenierung. Das fand ich sehr schön gemacht.

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

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Nachtrag am 15.10.2013: 

Beim neu initiierten BEO – Deutscher Kinderhörbuchpreis setzt sich die mehrstimmige Lesung von „Wunder“ der amerikanischen Autorin Raquel J. Palacio, erschienen bei Silberfisch / Hörbuch  Hamburg, sogleich in zwei Kategorien durch.

Das Sprecherensemble mit Andreas Steinhöfel, Sascha Icks, Birte Schnöink, Mirco Kreibich, Nina Petri, Boris Aljinovic, Hans Löw und Julia Casper (Regie: Gabriele Kreis und Margrit Osterwold) überzeugte die Preisträgerjury in der Kategorie II (7 – 11 Jahre).

„Es ist ein langsames, vielstimmiges Einkreisen mit einem exzellenten Sprecherensemble, das der Regie hier gelungen ist. Am Ende ist nicht August umzingelt, sondern der Hörer – ein „wunder“bares Hörbuch!“, heißt es in der Jurybegründung.

Die Geschichte des zehnjährigen August, dessen Gesicht aufgrund eines Gendefekts entstellt ist, der sich aber nichts sehnlicher wünscht, als nicht aufzufallen und wie ein „ganz normaler Junge“ behandelt zu werden, überzeugte nicht nur die Erwachsenenjury.

Auch die Kinderjury der Altana-Kulturstiftung favorisiert „Wunder“ gegenüber den beiden Mitnominierten.

Aus der Jurybegründung der BEO-Kids der ALTANA Kulturstiftung:

„Wir haben das Hörbuch „Wunder“ zum BEO-Preisträger 2013 gewählt, weil uns der Inhalt sehr berührt hat und wir etwas von der Geschichte lernen konnten. Weil es ein Hörbuch über die inneren Werte ist und das ‚Anderssein‘ thematisiert. Weil es nicht kindisch gemacht ist, verschiedene Sprecher den Text lebendig vorlesen, das Hörbuch spannend aufgebaut ist und man immer Lust hat, weiter zu hören.“

“Dass das „Wunder“-Hörbuch mehrfach und von ganz unterschiedlichen Jurys ausgezeichnet wird, ist eine großartige Anerkennung für eine, ja, wunderbare Produktion.“, freut sich Silberfisch-Programmleiterin Dörte Brunotte über die doppelte Ehrung.

Die Preisverleihung findet am 7. November 2013 in feierlichem Rahmen im Hamburger Thalia Theater in der Gaußstraße statt.

Der BEO ist eine Initiative des Vereins „Kinder hören e.V.“ und wird vom Arbeitskreis Hörbuch des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisatorisch unterstützt. Ausgezeichnet werden Hörbücher von herausragender Qualität und mit ihnen ihre Interpreten, Textbearbeiter, Regisseure und Komponisten.

Weitere Informationen sind unter www.kinderhoerbuchpreis.de zu finden.

 

Toni Jordan – Die schönsten Dinge

Die schönsten DingeBeschreibung
Nach dem Überraschungserfolg von „Tausend kleine Schritte“ legt Toni Jordan den nächsten Roman über eine hinreißend originelle Heldin vor – eine Wissenschaftlerin, die keine ist, auf der Suche nach einem Tier, das es nicht gibt, verliebt in einen Mann, den sie maßlos unterschätzt.

Sie ist klug, attraktiv und engagiert – Ella Canfield scheint Wissenschaftlerin mit Leib und Seele zu sein. Als Evolutionsbiologin forscht sie über ausgestorbene Tiere wie den Tasmanischen Tiger. Ella weiß, was sie will – undhat endlich den idealen Geldgeber für ihr Projekt gefunden: Daniel Metcalf, den gutaussehenden und schwerreichen Vorsitzenden der Metcalf-Stiftung. Daniel interessiert sich brennend für Unternehmungen wie das von Ella. Bedauerlicherweise gibt es zwei Haken an der Sache. Haken Nummer eins: Dr. Ella Canfield heißt in Wirklichkeit Della Gilmore und ist gar keine Wissenschaftlerin. Haken Nummer zwei: Della Gilmore ist zwar ausgesprochen klug, aber nicht klug genug, um der trügerischen Anziehungskraft von Daniel Metcalf zu widerstehen.

Sprecher
Nina Petri

Länge
7 h 46 m (gekürzt)

Meine Meinung
Eine große Familie – alles Gauner. Herrlich. Die Geschichte beginnt damit, dass Ella Canfield bei dem reichen Daniel Metcalf vorspricht, um von seiner Stiftung das dringend benötigte Geld für ihr etwas abwegiges Forschungsprojekt zu erhalten. Dieser Auftritt von ihr ist schon mal sehr witzig erzählt. Kurz darauf erfährt man, dass sie gar keine Evolutionsbiologin ist, sondern eine ausgemachte Gaunerin. Das Geld braucht sie nämlich nicht für ein Forschungsprojekt. Sie benötigt es vielmehr, um das marode Haus, in dem sie und ihre ganze Gaunerfamilie wohnt, wieder auf Vordermann zu bringen und natürlich auch, um überleben zu können.

So haben sie also zusammen einen Plan ausgeheckt, wie sie dem reichen „Schnösel“ sein Geld aus der Tasche ziehen könnten. Und die ganze Familie ist mit von der Partie, wenn es darum geht, Daniel Metcalf davon zu überzeugen, dass Ella eine angesehene Wissenschaftlerin ist.

Die Maßnahmen, die sie ergreifen, um dies glaubhaft in Szene zu setzen, könnten skurriler nicht sein. Ich habe mich während des Hörens köstlich amüsiert und nicht selten laut gelacht.

Und das Beste kam dann zum Schluss. Auf die Idee wäre ich ja in meinem Leben nicht gekommen.

„Die schönsten Dinge“ ist keine tiefgehende Story. Aber es ist ein Buch, das einen permanent lächeln lässt. Es ist witzig und flott geschrieben und Nina Petri als Sprecherin hat ihren Job auch sehr gut gemacht.

Insgesamt also eine absolut runde Sache, die ich gerne weiterempfehlen möchte.

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

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David Nicholls – Zwei an einem Tag

Beschreibung
„Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!“ – doch in dieser Nacht, am 15. Juli 1998, sind Emma und Dexter noch zwanzig, haben sich bei der Abschlussfeier kennengelernt, die Nacht zusammen durchgemacht, am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in all den darauffolgenden Jahren? Und werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können und deren Wege sich immer wieder kreuzen, weiterhin immer gerade knapp verpassen – oder können sie sich selbst und dem anderen irgendwann eingestehen, dass sie trotz aller markanten Unterschiede füreinander bestimmt sind?

Sprecher
Nina Petri, Andreas Fröhlich

Länge
478 Minuten

Meine Meinung
Also ich weiß ja nicht, ob es an den gnadenlosen Kürzungen lag oder ob mir die Geschichte auch ungekürzt nicht zugesagt hätte. Aber ich fand die beiden Charaktere einfach nur nervig. Man will ihnen am liebsten helfen, dass sie endlich zu ihrem Glück finden – aber nein, auf mich hört ja keiner 😉 Bis zur Hälfte habe ich durchgehalten, dann habe ich beschlossen, das Hörbuch abzubrechen.

Fazitstars_2 naja

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Siehe auch:

Elia Barceló – Töchter des Schweigens

Beschreibung
Margarita, Ana, Magdalena, Teresa, Carmen, Candela und Soledad: Sie haben ihre Kindheit zusammen verbracht, gemeinsam die Liebe entdeckt, Pläne geschmiedet und einander vertraut. Und sie teilen ein Geheimnis: ein schreckliches Erlebnis in der Vergangenheit. Etwas, das in einer mallorquinischen Nacht geschah, das sie alle zu Schuldigen macht und ihr Leben bestimmt. Als sie sich nach vielen Jahren wiedersehen, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, werden alte Gefühle neu entfacht. Bis eine von ihnen unter rätselhaften Umständen ihr Leben verliert. Und auf einmal wird das, was einst geschah, zur gefährlichen Bedrohung.

Sprecher
Nina Petri

Länge
466 Minuten

Meine Meinung
466 Minuten können verdammt lang sein, wenn man keinen Bezug zum Buch / zur Geschichte findet. So erging es mir hier. Eigentlich hat die Geschichte alles, was zu einem guten Roman gehört. Viele verschiedene Themen wie z. B. Homosexualität, Kindesmissbrauch durch Vertreter der Kirche, Mord, Intrigen – alles da. Aber das Buch hat es nicht geschafft, mich zu fesseln. Da frage ich mich natürlich warum? Ich glaube, ein Großteil liegt daran, dass ich die Frauen sehr lange überhaupt nicht auseinander halten konnte. Da gab es eine Margarita, eine Magdalena, eine Matti und dann noch Spitznamen aus der Jugend, eine nennt sich nun Rita – mein Gott, ich war ständig durcheinander. Wenn die einzelnen Personen deutlicher herausgearbeitet worden wären, wäre mir das sicherlich einfacher gefallen. Aber dem war leider nicht so. Erst ziemlich zum Schluss konnte ich die Personen auseinander halten.

Die Geschichte wurde in Zeitsprüngen erzählt. 1974, 2007 vor Lenas Tod und dann noch 2007 nach Lenas Tod. Ok, das fand ich ganz in Ordnung. Man wusste eigentlich immer, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Doch sehr schnell wurde durch das Hin und Her auch klar, was denn passiert war – ziemlich durchschaubar – selbst für mich 😉

Von diesem Buch hatte ich mir wesentlich mehr erwartet. Und ich überlegte wirklich des Öfteren, ob ich es überhaupt zu Ende hören soll. Ok, das habe ich geschafft – aber letztendlich hätte ich es mir auch sparen können.

Nina Petri war gut, außer in den Szenen, in denen sie Schreie o. ä. vertonen sollte. Das war mehr als lächerlich. Aber das kam ein Glück nicht oft vor.

Fazit: naja

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David Safier – Mieses Karma

Beschreibung
Die Ehe der Fernsehmoderatorin Kim Lange ist zwar zerrüttet, aber dafür hat sie im Beruf riesigen Erfolg: sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Schade eigentlich, daß sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt sie, daß sie in ihrem Leben viel zu viel mieses Karma gesammelt hat: sie hat ihre kleine Tochter vernachlässigt und ihren Mann betrogen. Zur Strafe wird sie jetzt als Ameise wiedergeboren. Das Leben als Ameise ist ein hartes Los. Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht. Doch der Weg vom Insekt zurück zum Zweibeiner ist hart und voller Rückschläge. Nach einem kurzen Leben als Beagle schafft sie es schließlich, als fettleibige Frittenverkäuferin wiedergeboren zu werden. Gerade noch rechtzeitig, um die Ehe ihres früheren Mannes mit ihrer intriganten besten Freundin zu sabotieren. Vom Shootingstar der deutschen Drehbuchszene, dem Mann hinter der erfolgreichen deutschen TV-Serie »Berlin, Berlin«.

Sprecher
Nina Petri

Länge
4 CDs

Meine Meinung
Dieses Hörbuch muss man eindeutig in drei Teile teilen. 1. CD, 2. und 3. CD und dann die 4. CD.

1. CD:
Hier brauchte ich wirklich Geduld. Die Sprecherin war hier nicht gut (später wurde es aber besser) – bildliche Stellen trug sie derart lächerlich vor, dass es schon nicht mehr lustig war. Die Witze fand ich auch einfach nur reichlich künstlich und der viel zu häufige Einsatz von Metaphern machte das Werk auch nicht lustiger, schon gar nicht mit den völlig überzogenen Vergleichen.

Dann die 2. und 3. CD:
Der Mittelteil des Romans hat mir dann richtig gut gefallen. Die Witze waren nicht mehr so gekünstelt, die Situationskomik nahm zu und der Gebrauch der Methaphern wurde auch zurückgeschraubt. Sehr schön. Dauerschmunzeln war angesagt.

Doch dann die 4. CD:
Also das Ende fand ich wieder so übertrieben, dass ich direkt wieder an die 1. CD erinnert wurde.

Somit steht es quasi 50:50, was ich gut und was ich nicht gut fand – also rein zeitlich gesehen. Aber: eine Geschichte muss man ja im Ganzen sehen. Und da muss ich sagen, dass ich die Idee klasse fand, die Story insgesamt wirklich sehr lustig war und ich über lange Zeit sehr gut unterhalten wurde. Natürlich ist die ganze Geschichte totaler Quatsch. Und für so etwas sollte man auch empfänglich sein, sonst wird man keinen Spaß an diesem Buch haben. Als ich die Geschichte heute einer Kollegin erzählte, mussten wir wieder köstlich lachen und meine Kollegin meinte dann noch: das wäre guter Stoff für einen Film. Stimmt! Also liebe Animationsfilmebastler: macht was draus!

Fazit: stars_4 (bedingt) empfehlenswert