Elizabeth George – Wer Strafe verdient

Beschreibung
Der 20. Fall für Inspector Thomas Lynley und Barbara Havers!

Die Bürger des englischen Städtchens Ludlow sind zutiefst entsetzt, als man den örtlichen Diakon eines schweren Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Kurz darauf wird er in Polizeigewahrsam tot aufgefunden. Im Auftrag Scotland Yards versucht Sergeant Barbara Havers Licht ins Dunkel um die geheimnisvollen Vorfälle zu bringen. Zunächst weist tatsächlich alles auf den Selbstmord eines Verzweifelten hin – doch Barbara und mit ihr DI Thomas Lynley trauen dieser Version der Ereignisse nicht. Gemeinsam werfen sie einen genaueren Blick hinter die idyllische Fassade Ludlows – und entdecken, dass jeder hier etwas zu verbergen hat…

Sprecher
Stefan Wilkening

Länge
20 h 12 m

Meine Meinung
Bisher habe ich nur ein anderes Hörbuch von Elizabeth George gehört. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, wie ich jetzt festgestellt habe. Denn den Fall, den ich mir hier zum Anhören ausgesucht habe, ist bereits der 20.! Unglaublich, was ich vermutlich schon alles an guten Kriminalstories verpasst habe.

Doch jetzt zum Buch. Barbara Havers ist bei den Vorgesetzten aufgrund ihrer aufmüpfigen Art ziemlich in Ungnade gefallen. Somit gilt es für sie, in diesem Fall zu beweisen, dass sie sehr wohl Befehle auch befolgen kann. Doch die Situation, in die sie gesteckt wird, um eben ihre Folgsamkeit zu beweisen, könnte kaum komplizierter sein. Denn die Vorgesetzte, mit der sie auf Reisen geschickt wird, um einen Fall genauer unter die Lupe zu nehmen, ist Alkoholikerin und will einzig so schnell zurück wie nur möglich. An der Wahrheit ist sie nicht wirklich interessiert – auch aus politischen Gründen nicht. Sie will einzig den vorliegenden Bericht bestätigen und bald wieder heim. Denn ihr Mann wird in naher Zukunft mit ihren gemeinsamen Kindern und mit seiner neuen Lebensgefährtin nach Australien auswandern. Was sie natürlich zu verhindern versucht.

Doch Barbara fallen durchaus Ungereimtheiten auf. Diese erwähnt sie in ihrem Bericht und wird prompt von ihrer Vorgesetzten angehalten, diese zweifelnden Passagen aus ihrem Bericht zu eliminieren. Widerstrebend folgt sie, will sie doch nicht ins Nirwana strafversetzt werden. Doch ihr ehemaliger Kollege Inspector Thomas Lynley bekommt den unverfälschten Bericht in die Hände. Und so werden Barbara und Thomas erneut zum Ort des Verbrechens geschickt, um die wahren Geschehnisse ans Licht zu bringen.

Mir haben die beiden Protagonisten, Barbara Havers und Thomas Lynley sofort gefallen. Denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch eben genau das macht die Würze ihres erfolgreichen Teams aus.

Zitterte ich noch im ersten Teil mit Barbara mit, dass sie sich doch bitte mit der Alkoholikerin einigermaßen arrangieren möge, so fieberte ich im zweiten Teil mit Barbara und Thomas mit, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Und die fand ich äußerst schockierend und überraschend.

Insgesamt hat mir dieser Krimi richtig gut gefallen. Er hat mich von Anfang an gefesselt und ich hörte in jeder freien Minute, die ich hatte. Mit dem festen Vorsatz, mir noch weitere Titel von Elizabeth George anzuhören, gebe ich diesem Hörbuch die volle Punktzahl.

Stefan Wilkening habe ich ja mittlerweile auch als sehr guten Sprecher für meinen Geschmack vermerkt. Er hat mich auch bei diesem Hörbuch nicht enttäuscht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elizabeth George – Wer Strafe verdient

Siehe auch:

Kristina Ohlsson – Papierjunge (Frederika Bergmann 5)

PapierjungeBeschreibung
In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, fragen sich die Ermittler Frederika Bergman und Alex Recht, ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 24 m

Meine Meinung
Diesen Krimi fand ich ziemlich heftig, sind die Opfer doch mal wieder Kinder. Somit sollte man sich also gut überlegen, ob man sich diese Geschichte „antun“ will. Ich wollte und mir hat die Story auch gut gefallen. Zwar tappt man sehr lange im Dunkeln und möchte manchmal den beiden durchaus sympathischen Ermittlern gerne auf die Sprünge helfen – denn die eigentliche Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge findet wirklich erst ganz zum Schluss statt. Man braucht also durchaus Geduld, um dieser Story mit Spannung zu folgen. Doch im Großen und Ganzen lohnt es sich.

Gut gefallen haben mir hier die Personenbeschreibungen. Sehr ausführlich, manchmal zu detailliert, dass man kurzfristig völlig von der eigentlichen Handlung weggeführt wurde. Doch wenn man es nicht eilig hat, das Buch zu Ende zu hören, sondern sich einfach auf die Story einlässt, dann ergibt das einen durchaus gehaltvollen Roman.

Uve Teschner fand ich wieder sehr gut als Sprecher. Er hat die vielen verschiedenen Personen sehr gut stimmlich interpretiert, so dass es ein Genuss war, ihm zuzuhören.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kristina Ohlsson – Papierjung (Frederika Bergmann 5)

Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):

 

Kristina Ohlsson – Tausendschön

TausendschönBeschreibung
Ein junges Mädchen wird am Mittsommerabend überfallen und vergewaltigt. Fünfzehn Jahre später stirbt ein Mann bei einem Unfall mit Fahrerflucht, doch niemand scheint ihn zu vermissen. Zeitgleich begehen ein Pfarrer und seine Frau Selbstmord. Oder hat es nur den Anschein?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
12 h 29 m

Meine Meinung
„Tausendschön“ fängt furchtbar an. Wird doch gleich ein junges Mädchen vergewaltigt. Davon hört man über ganz lange Zeit nichts mehr. 

Vielmehr geht es um eine totes Pfarrerehepaar, das anscheinend Selbstmord begangen hat. Doch nach und nach kommen Zweifel auf. Währenddessen erfährt man von einer jungen Frau, die in Bangkok sitzt und deren Identität sich zunehmends in Luft aufzulösen scheint. Zunächst weiß die Fluggesellschaft nichts von ihrer Flugbuchung, dann sind alle ihre E-Mail-Postfächer gelöscht und im Hotel erkennt man die junge Frau nicht wieder. Die Eltern sind unerreichbar, der Telefonanschluss existiert nicht mehr. Alles äußerst dubios – und eine furchtbare Vorstellung, wenn man alleine in Bangkok sitzt und keine Möglichkeit mehr sieht, wieder nach Hause zu kommen.

In Schweden überschlagen sich derweil die Ereignisse. Ein Ausländer wird überfahren, ein Banküberfall ereignet sich, ein weiterer illegal eingeschleuster Asylant wird in einer Wohnung festgehalten…

Diese ganzen Ereignisse – und noch einige mehr – haben mich am Anfang ziemlich verwirrt. Aber doch war es interessant genug, um weiterzuhören und nicht zu resignieren. Die „alten Bekannten“ aus Aschenputtel ermitteln an diesem Fall, oder sind es mehrere Fälle? Wieder tragen alle ihre privaten Probleme mehr oder weniger auf der Stirn zur Schau und wieder hätte ich dem Team ab und an gerne auf die Sprünge geholfen.

Insgesamt hat mir „Tausendschön“ ziemlich gut gefallen, aber es war mir ein wenig zu verworren. Hier wurden sämtliche Indizien durch geschicktes Erzählen derart durcheinander gewirbelt, dass ich wirklich meine liebe Mühe hatte, der Story zu folgen. Und erst ganz am Schluss löst sich das ganze Chaos in eine wahnsinns Story auf. Den Plot an sich fand ich somit richtig gut, nur die Erzählweise hat mir nicht ganz so gut gefallen.

Uve Teschner als Sprecher hat wieder seine gewohnt gekonnte Leistung hingelegt. Es war ein wahrer Genuss, ihm zuzuhören.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kristina Ohlsson – Tausendschön

Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):