Gregory David Roberts – Shantaram

Beschreibung von Audible
Interpol, Indien und das innere Ich: „Shantaram“ von Gregory David Roberts

Was zählt im Leben und wie finden wir uns wieder? Dass dies nur zwei Aspekte sind, denen Gregory David Robert in „Shantaram“ nachgeht, deutet auf die Vielseitigkeit der Geschichte vor der atemberaubenden exotischen Kulisse Indiens.

In „Shantaram“ spricht Jürgen Holdorf die spannende Geschichte des Australiers Lindsay, der nach zwei Jahren Gefängnis auf der Flucht vor Interpol ist. Er taucht in Bombay unter und trifft dort auf Prabaker, einen jungen Inder, der ihm die Metropole und die Möglichkeiten zeigt, die eigene innere Mitte wiederzufinden. Als Lindsay sich an der Seite der Armen in Sicherheit glaubt, macht ihm die Bekanntschaft einer jungen Frau einen Strich durch die Rechnung.

Dieses Hörbuch lädt Sie ein, das faszinierende Indien kennenzulernen und gleichzeitig einer spannenden Geschichte über den Sinn des Lebens zu lauschen.

Inhaltsangabe
Eine ebenso tollkühne wie bewegende Reise ohne Rückfahrkarte in das Indien abseits der touristischen Routen.

Als der Australier Lindsay mit falschen Papieren in Bombay strandet, hat er einen spektakulären Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Ohne Sprachkenntnisse und Kontakte ist das Überleben in der chaotischen Metropole jedoch schwer. Zu seinem Glück begegnet Lindsay dem jungen Inder Prabaker, der in den Slums lebt und ihn unter seine Fittiche nimmt.

Auf ihren Streifzügen durch die exotische, schillernde, aber auch zutiefst brutale und gnadenlose Stadt schließen die beiden eine innige Freundschaft. Von Prabaker lernt Lindsay nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen und Verantwortung zu übernehmen: Als „Shantaram“, als „Mann des Friedens“ wird er zum Anwalt der Armen und kämpft fortan mutig und aufopferungsvoll für eine menschenwürdigere Welt.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
45 h 16 m

Meine Meinung
Shantaram ist eine wundervolle Geschichte mit philosophierenden Gangstern und jeder Menge Gefühle. Stinkig, wohlduftend, elendig, berauschend, gefühlsduselig und schockierend – alles ist vorhanden in diesem 45-Stunden-Werk von Gregory David Roberts, der hier eine halbautobiografische Geschichte zu Papier gebracht hat.

Ich war noch nie in Bombay. Doch jetzt nach diesem Hörbuch habe ich das Gefühl, dass ich den Herzschlag der Stadt kenne, dass ich all die schönen Plätze doch mehr noch die schmutzigen und verwegenen Orte der Stadt kenne. Und fast hatte ich den Eindruck, dass „Prabakers Slum“ der schönste Ort der Welt sein muss… Okay, zurück in die Realtität.

Beim Kauf des Hörbuches dachte ich mir: 45 Stunden, hm, das ist lang, aber ich kann ja zwischendurch etwas anderes hören, wenn es mir gerade zu langatmig wird. Tja, jetzt kann ich berichten, dass ich in jeder freien Minute dieses Hörbuch gehört habe und im Traum nicht auf die Idee kam, es zu unterbrechen. Denn ist absolut spannend. Nicht nur aufgrund der vielen Geschehnisse, die den Protagonisten ereilen, auch von den örtlichen Beschreibungen und von den vielen, vielen Gedankengängen her ist es einfach nie langweilig. Und man merkt wirklich, dass der Autor vieles davon tatsächlich selbst erlebt hat.

Im letzten Fünftel des Hörbuches muss ich allerdings gestehen, dass ich über die immer mehr überbordenden blumigen Metaphern meist nur noch lachen musste. Bollywood hat wohl doch sehr auf ihn und seine Gefühlswelt eingewirkt. Doch es schadet der Gesamtstory ganz und gar nicht. Höhen und Tiefen durchlebt Lin, der Protagonist, mehr als genug, wobei sich die Tiefen eindeutig häufen und die Höhen eher verschwindend gering sind. Doch einer meiner persönlichen Highlights war immer wieder der Auftritt des kleinen immer strahlenden Inders Prabaker, oder auch Prabo, wenn man ein Freund von ihm war. Dieser kleine herzensgute Mensch hat es mir so richtig angetan, ihn habe ich wirklich lieben gelernt. Ein Lieblingsausdruck von ihm: „Viel prima gut“. Hach, das wird mir noch lange in den Ohren klingen. Vor allem da Jürgen Holdorf ihn so genial gesprochen hat. Doch nicht nur ihn, auch alle anderen Personen, und davon gab es verdammt viele – ich fand seine Leistung wirklich bombastisch gut und würde ihm gerne noch ein paar mehr Pingus geben.

Die Geschichte mit der dressierten Maus – nur ein kleiner Absatz in diesem Hörbuch – hat mir sehr zugesetzt. Es geht hier um eine kleine Maus und ich kämpfte mit den Tränen.

Zur Entwicklung des Protagonisten möchte ich sagen, dass ich ihn anfangs sehr bewunderte, wie er seine zunächst wirklich fatale Lage gemeistert hat. Doch im weiteren Verlauf der Story, hätte ich ihm gerne öfter mal in den Allerwertesten getreten, doch bitte nicht immer so blauäugig den Menschen zu vertrauen. Doch ganz am Ende, nach viel Leid und Enttäuschung hat selbst er einiges über das Leben gelernt. Doch da er vermutlich kein Unikat auf dieser Welt ist, der erst ganz harte Prüfungen hinter sich bringen muss, um zu begreifen, will ich das gerne verzeihen.

Sehr köstlich hingegen fand ich die „philosophierenden Debattierstunden“ der Gangster, um nicht zu sagen Schwerverbrecher. Es war immer wieder interessant, diesen Diskussionen und Gedankengängen zu lauschen.

Insgesamt ist Shantaram ein wahrhaft berauschendes Hörbuch, das an Spannung nicht spart, das durch detaillierte Beschreibungen lebhaft und glaubhaft wird und einen leichten Hauch von Bollywood aufzeigt. Letzteres ist auf die gewählte oftmals übertrieben blumige Ausdrucksweise des Autors bezogen – insbesondere, wenn es um seine große Liebe Karla ging. Ich konnte diese Frau – bei mir war sie von Anfang an nur: „Miss Superschlau“ – nicht leiden. Was der Protagonist an ihr so toll fand, war für mich dementsprechend schwer nachvollziehbar. Aber – wo die Liebe hinfällt.

Ich kann dieses Hörbuch also besten Gewissens allen empfehlen, die gerne Spannung, fremde Länder und Erfahrungen und natürlich philosophische Gedanken lieben. Ein Mann auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Eine geniale Mischung von allem bietet diese Geschichte. Von der Länge des Hörbuches sollte man sich wirklich nicht abschrecken lassen. Denn fast jede Minute ist äußerst hörenswert.

Weitere Informationen
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Harald Lesch , Wilhelm Vossenkuhl – Kant 3.0: Dialog über einen kritischen Geist

kant-3-0Beschreibung
WWW. So heißt heute die Lösung für die meisten Probleme. Ein kurzer Blick ins Internet und schon ist die Frage gelöst. WWW. So könnte man auch Immanuel Kants Projekt der Philosophie nennen: Kant 3.0: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Damit hat Kant die Philosophie auf den Punkt gebracht. Seine Antworten darauf haben auch nach über 200 Jahren im 21. Jahrhundert eine große Bedeutung.

Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist Inhaber des Lehrstuhls I für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Prof. Dr. Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie an der Ludwig-Maximilians-Universität und Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München sowie Moderator der ZDF-Reihe „Abenteuer Forschung“.

Sprecher
Harald Lesch , Wilhelm Vossenkuhl

Länge
1 h 18 m

Meine Meinung
Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl plaudern über die Ansichten von Immanuel Kant und vergleichen unter anderem unsere heutige Art, an Informationen zu kommen und zu denken mit der von Kant.

Natürlich geht es auch um die Frage, wie man z. B. ohne die entsprechenden Begriffe Zusammenhänge verstehen kann. Das fragte ich mich damals auch, als ich erfuhr, dass meine Nichte taub ist. Da kam bei mir dann auch der Gedanke auf: Wie funktioniert bei ihr eigentlich das Denken?

Ich fand das Gespräch der beiden kurzweilig, interessant und sehr informativ. Und eines habe ich davon mitgenommen: kaum noch einer nimmt sich heutzutage wirklich noch die Zeit, über ein Thema gründlicher nachzudenken. Man holt sich die gesuchten Informationen im Internet, denkt aber kaum noch darüber nach. Das sollten wir unbedingt wieder ändern.

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Siehe auch:

Sergej Lukianenko – Spektrum

SpektrumBeschreibung
In nicht allzu ferner Zukunft werden auf der Erde von Außerirdischen installierte Tore entdeckt, die Teil eines gigantischen Teleportationsnetzes sind. Mittels dieser Tore kann man in wenigen Sekunden zu zahllosen, weit in der Galaxis verstreuten Planeten reisen. Als Bezahlung für ihre Benutzung möchten die außerirdischen Torwächter lediglich eine Geschichte hören – doch gefällt sie ihnen nicht, wird man womöglich für immer in fremde Welten verschlagen.

Der Moskauer Privatdetektiv Martin Dugin erhält den Auftrag, ein junges Mädchen zu suchen, das durch eines dieser Tore ausgerissen ist. Doch kaum hat er sie auf dem Planeten „Bibliothek“ gefunden, fällt sie einem Attentat zum Opfer. Kurz vor ihrem Tod gibt sie ihm noch ein Zeichen, das ihn auf einen weiteren Planeten führt – und dort findet er ein Mädchen, das ihre Doppelgängerin zu sein scheint…

Hatte Irina etwas mit dem Geheimnis zu tun, das sich hinter dem rätselhaften Teleportationssystem befindet? Für Dugin beginnt eine gefährliche Reise, die über das Schicksal der gesamten Menschheit entscheidet…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
22 h 39 m

Meine Meinung
Martin Dugin, seines Zeichens Privatdetektiv, ist ein wahrer »Weltenbummler« – intergalaktisch versteht sich. Auf der Suche nach einem ausgerissenen Teenager-Mädchen bereist er viele verschiedene Welten. Doch diese kann er nur besuchen, wenn er die sogenannten »Schließer« mit seinen Geschichten unterhalten kann. Gefallen sie ihnen, darf er weiterreisen, gefallen sie nicht, kann man auf alle Ewigkeit verdammt werden. Dugin ist ein guter Geschichtenerzähler. Er nimmt hier jeweils die Charaktere der besuchten Welten zum Ausgangspunkt und ersinnt darüber philosophische Geschichten. Mir hat dieses Schema sehr gut gefallen. Denn so wurden die einzelnen Klischees der jeweiligen Welten philosophisch hinterfragt und »ausgewertet«.

Die beste Spezies fand ich die, bei denen nur die Kinder denken und ab einem gewissen Alter, also kurz vor dem erwachsen werden, stellen sie das Denken ein. Das heißt, die Erwachsenen wissen nur das, was sie bis dahin in ihrem Leben gelernt haben. Manchmal rasten manche Erwachsenen aus. Dann »Leiden sie an Verstand« und sind somit krank. Ein Schelm, wer denkt, er hätte hier von der Erde philosophiert.

Natürlich ist diese Geschichte noch um einiges vielschichtiger. Doch mehr will ich gar nicht dazu sagen. Ich fand die Idee und die Umsetzung gleichermaßen gut. Einzig die Überlänge empfand ich etwas anstrengend. M. E. nach hätte es gereicht, wenn Dugin 2 oder 3 Welten weniger bereist hätte. Aber das scheint ein spezifisches Problem zwischen Lukianenko und mir zu sein. Auch sein anderes Buch »Der falsche Spiegel« war mir persönlich zu lang und hätte etwas kürzer ausfallen dürfen.

David Nathan passte auch zu dieser Geschichte ganz hervorragend. Er ist einfach ein Meister für fast alle Genres.

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Siehe auch:

Jostein Gaarder – Sofies Welt

Sofies WeltBeschreibung
Begleiten Sie die fünfzehnjährige Sofie auf ihrer aufregenden Reise durch die Geschichte der Philosophie. Lauschen Sie voller Spannung, wenn Aristoteles sie in die Geheimnisse und Ursprünge abendländischen Denkens einweiht und folgen Sie ihr auf ihren akustischen Streifzügen durch das mystische Mittelalter über Kants Königsberg, bis auf Freuds berühmte Couch und in unsere Gegenwart.

Die stimmungsvolle Musik und so großartige Sprecher wie Matthias Habich oder Gunda Aurich lassen die faszinierenden Gedankenwelten der großen Philosophen immer wieder aufs Neue lebendig werden.

Sprecher
Peter Fitz, Gunda Aurich, Matthias Habich u. v. a.  (-> Hörspiel)

Länge
5 h 34 m

Meine Meinung
Inspiriert durch meine Nichte, die vor kurzem die Philosophie für sich entdeckt hat und gerade das Buch liest, dachte ich, ich könnte mir diese wundervolle Geschichte auch noch einmal zu Gemüte fahren. Vor vielen Jahren hatte ich das Buch gelesen, jetzt wollte ich das Hörspiel hören. Selbst nach all den Jahren und den mittlerweile doch etlichen anderen Büchern, die ich zum Thema Philosophie bereits gehörte habe, hat dieses Buch kein bisschen von seiner Genialität verloren. Ganz im Gegenteil. Die Inszenierung als Hörspiel fand ich grandios umgesetzt und mit tollen Sprechern besetzt!

Die Idee von Gaarder, die Philosophie auf so spannende Weise zu präsentieren, finde ich extrem gut (wie meine Nichte sagen würde). Ich will hier nicht verraten, wie er das gemacht hat, ich will hier ja nichts ausplappern, was sich wirklich lohnt, selbst herauszufinden. Obwohl: Gibt es überhaupt noch irgend jemanden, der diese Geschichte nicht kennt? Ok, ja klar. Die jungen Leute von heute. Für die ist es noch neu und unbekannt. Und an die richte ich mich jetzt ganz direkt: Lasst euch gesagt sagt, kaum ein anderes Buch vermag die Philosophie so lebhaft, spannend, kurzweilig und vor allem leicht verständlich zu präsentieren wie „Sofies Welt“. Lasst euch entführen auf eine ganz besondere Reise! Und wenn Ihr wieder zurück im Hier und Jetzt seid, werdet Ihr die Welt mit anderen Augen sehen. Viel Spaß damit!

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Weitere Informationen
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Philipp Hübl – Folge dem weißen Kaninchen…in die Welt der Philosophie

Folge dem weißen KaninchenBeschreibung
Philipp Hübl führt intelligent und unterhaltsam in die moderne Philosophie ein und gibt klare Antworten auf die großen Fragen des Lebens: Gibt es Gott? Kann man ohne Gefühle leben? Sind wir frei in unseren Entscheidungen? Haben Träume eine Funktion? Warum ist uns Schönheit so wichtig? Hat der Tod einen Sinn? Wer dem weißen Kaninchen folgt, sieht das Wunderland der Wirklichkeit mit neuen Augen. Es ist eine Jagd mit reicher Beute, hin und her, querweltein, durchs ganze Leben und zurück.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
9 h 56 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch will ich gar nicht viele Worte machen. Denn hier gilt: Selbst anhören und staunen!

Ich war von diesem Hörbuch wirklich sehr begeistert. Und einmal mehr wurde mir klar, dass die Philosophie unser täglicher Begleiter ist. Es ist etwas wissenschaftlicher als „Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern“, doch mindestens genauso interessant und nicht weniger verständlich. Auch hier werden viele Beispiele genannt. Ok, einige hörte ich auch schon bei „Ohne Heute…“. Aber das waren dann die Standard-Beispiel-Fragen, die durch Wiederholung kein bisschen uninteressanter werden oder an ihrer Wahrheit verlieren.

Vieles hat mich hier sehr verblüfft. So werden hier u. a. viele Beispiele aus der Medizin angeführt. Hier staunte ich nicht schlecht. Es waren tolle, verblüffende Experimente dabei, die sehr gut zeigen, wie der Mensch so tickt.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage: Hör dir dieses Hörbuch an. Aber wirklich: Es ist gut investierte Zeit! Ich werde es jedenfalls irgendwann nochmals hören. Und ich merke, dass ich ein immer größerer Freund der Philosophie werde. „Alice im Wunderland“ werde ich zukünftig mit anderen Augen sehen.

Richard Barenberg war für dieses Hörbuch genau richtig. Er hat dieses Sachbuch sehr lebhaft und äußerst inspirierend vorgetragen.

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Yves Bossart – Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern: Philosophische Gedankenspiele

Ohne HeuteBeschreibung
Gedankenspiele sind seit über zweitausend Jahren die Werkzeuge der Philosophie – sie helfen dabei, Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens zu finden. Die großen Philosophen – von Sokrates bis Sartre – haben solche geistigen Experimente entwickelt, um sich Themen wie Moral, Freiheit oder Gerechtigkeit zu nähern: Wie würden wir leben, wenn wir unsterblich wären? Wenn ich mein Gehirn mit dem meines Nachbarn tausche – wer wohnt dann wo? Wie kann ein angeketteter Hund glücklich werden? Könnte unser Leben ein langer Traum sein? Können Roboter menschliche Gefühle haben? Wir fangen an nachzudenken – die Philosophie hat uns gepackt.

Yves Bossart versammelt die wichtigsten Gedankenspiele, stellt sie klar und verständlich dar, kommentiert und verführt den Leser dazu, sich selbst Antworten zu geben. „Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern“ bietet eine Fülle von verblüffend einfachen, erstaunlich raumgreifenden und auch immer wieder herrlich absurden Abkürzungen in die faszinierende Welt der Philosophie.

Achtung: Lektüre führt zu tieferer Erkenntnis und höherer Klarheit!

Sprecher
Frank Arnold

Länge
7 h 45 m

Meine Meinung
Anhören! Unbedingt anhören! Dieses Hörbuch fand ich äußerst informativ, unterhaltsam und verblüffend zugleich. Ein tolles Buch zum Mitdenken. Jedoch muss jetzt keiner einen Schrecken bekommen. Es werden einfach Fragen ist den Raum gestellt und die Rahmenbedingungen dazu erklärt. Nun, was denkst du?  Ist das z. B. gerecht? Was ist aber, wenn… Hier werden wirklich herrliche Gedankenspiele aufgestellt, sehr oft auch welche, die zum Schmunzeln anregen. Hier haben wir es also in keinster Weise mit trockener Philosophie zu tun, sondern mit bester Unterhaltung. Und durch die Vielfalt der Themen wird es auch nie langweilig. Für mich vergingen die knapp 8 Stunden wie im Flug und ich war perplex und ja auch traurig, als das Hörbuch schon vorbei war. Ich hätte noch stundenlang den Gedankenspielchen lauschen können und wollen.

Yves Bossart zeigt mit diesem Hörbuch wundervoll auf, dass Philosophie kein abstrakter Begriff ist, dem sich nur ein paar schlaue Köpfe widmen. Nein, er zeigt hier auf einer lockeren und leicht verständlichen Art, dass uns die Philosophie tagtäglich begleitet. Ob wir das nun so nennen wollen oder nicht. Die Fragen unseres Lebens sind eindeutig philosophischer Natur.

Sehr schön fand ich natürlich, dass dieses interessante Thema durch Frank Arnold vorgetragen wurde. Denn er zählt im Bereich „Sachbuch“ zu meinen absoluten Lieblingssprechern.

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Jean-Paul Sartre – Das Spiel ist aus

Das Spiel ist ausBeschreibung
Pierre, der Revolutionär, und Eve, eine Dame der Gesellschaft, sterben zu gleicher Stunde durch Gewalt, begegnen sich in einer Welt der Schatten und verlieben sich leidenschaftlich ineinander: „Ich gäbe meine Seele, wenn ich deinetwillen noch einmal leben dürfte.“ Der Wunsch wird Realität und die Uhr des Schicksals zurückgedreht. Aber die Vergangenheit stellt ihre Forderungen …

Über den Autor (von Amazon)
Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter im Jahre 1917 bei seinen Großeltern Schweitzer in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele zu einem emanzipatorischen Vorbild wurde. 1931-1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon und 1937-1944 in Paris. 1933 Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit der Philosophie Husserls auseinandersetzte. Am 2.9.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. Noch 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Unmittelbar nach dem Krieg wurde Sartres Philosophie unter dem journalistischen Schlagwort «Existenzialismus»zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und in fast alle Länder Europas. Er traf sich mit Roosevelt, Chruschtschow, Mao Tse-tung, Castro, Che Guevara, Tito, Kubitschek, Nasser, Eschkol. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).

Länge
144 Seiten

Verlag
rororo

Meine Meinung
Zu Lebzeiten nahmen Pierre, der Revolutionär, und Eve, eine Dame der Gesellschaft, keine Notiz voneinander. Erst nach ihrem gewaltsamen Tod begegnen sie sich in der Welt der Toten und verlieben sich ineinander. Diese Welt der Toten stellt sich so dar, dass alle Toten, die jemals an diesem Ort gelebt haben, noch immer dort in ihren jeweiligen Kostümen / Bekleidungen herumwandeln, von den Lebenden aber nicht wahr genommen werden.

Pierre kann also als Toter in Erfahrung bringen, dass die von ihm geplante Revolte dem Militär bekannt ist und dass drastische Abwehrmaßnahmen vorbereitet wurden. Eve erfährt, dass ihr Gatte, der sie umgebracht hat, sich an ihre kleine Schwester heranmachen will, um auch ihre Mitgift zu kassieren.

Derweil wird durch ihr Tanzen und ihre Liebe im Tod dem Totenreich klar, dass hier ein Fehler vorliegen muss. Beide bekommen die Chance, für 24 Stunden zurück ins Leben zu kommen. Und wenn sie es schaffen, sich innerhalb dieser 24 Stunden in vollem Vertrauen und mit aller Kraft zu lieben, dann bleiben sie am Leben.

Die Uhr wird also zurückgedreht und beide sterben nicht bei den jeweiligen Mordanschlägen auf sie. Sie erhalten eine neue Chance.

Doch kann sich eine Liebe wirklich entwickeln, wenn die Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist? Können zwei Menschen, die von völlig verschiedener Herkunft stammen, dies wirklich schaffen? Können sie dank ihres neu erlangten Wissens, die Zukunft ändern? Welchen Einfluss hat die Vergangenheit auf die Zukunft?

„Das Spiel ist aus“ ist als Drehbuch geschrieben. Und gerade dadurch entstehen ganz klare Bilder ohne viel schnörkeliges philosophisches Gerede. Im Gegenteil. Es ist eine wundervoll rasante Geschichte, in der nicht die Philosophie im Vordergrund steht, die aber doch in jedem Satz, in jeder Handlung mitspielt. Das Agieren der Protagonisten ist jederzeit klar nachvollziehbar und man stellt sich immer wieder die Frage: Wie hätte ich reagiert, was hätte ich getan?

Vor über 30 Jahren hatte ich dieses Buch schon einmal gelesen. Doch was mir als Erinnerung blieb, war einzig der Gedanke, dass die Toten sich in den Wohnungen der Lebenden tümmeln, ohne dass man es mitbekommt. Mir war über die Jahre gänzlich entfallen, wie das Buch hieß, vom wem es war und um was es ging. Doch immer wenn meine Katzen einmal wieder etwas in meiner Wohnung anfauchten oder streng ansahen, was ich überhaupt nicht wahrgenommen hatte, kam mir der Gedanke dieser wandelnden Toten. Um so erfreuter war ich, als ich vor kurzem dieses Büchlein von einer lieben Freundin geschenkt bekam und mir schon beim Lesen der ersten Seiten auffiel, dass dies genau das Buch ist, nachdem ich so viele Jahre gesucht hatte.

Danke Carina!

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Richard David Precht – Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Beschreibung
Bücher über Philosophie gibt es viele. Doch Richard David Prechts Buch „Wer bin ich, und wenn ja wie viele?“ ist anders als alle anderen Einführungen. Niemand zuvor hat den Leser so kenntnisreich und kompetent und zugleich so spielerisch und elegant an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt.

In seiner faszinierenden Reise in die Welt der Philosophie führt Richard David Precht mit Hilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse kompetent und unterhaltsam an die großen Fragen des Lebens heran.
Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein?

Eine Einladung, lustvoll und spielerisch über das Leben und seine Möglichkeiten nachzudenken.

Sprecher
Caroline Mart, Bodo Primus

Länge
313 Minuten

Meine Meinung
Schade, dass ich das Buch nun schon fertig gehört habe. Ich könnte Richard David Precht wirklich ewig zuhören! Ich finde es echt genial: er stellt eine Frage, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, diese Frage überhaupt zu stellen! Und die Gedanken, die er zu dieser Fragestellung hat, einfach klasse. Das ist Philosophie, wie sie mir gefällt. Vor allem, weil sie nicht abgedreht und völlig unverständlich erklärt wird, sondern weil er es hervorragend versteht , den „Sachverhalt“ auch philosophischen Laien (die sich aber doch schon so ihre eigenen Gedanken machen) so zu erklären, dass sie es auch verstehen.

Auch im 3. Buch, das ich nun von ihm gehört habe, spricht er wieder viele aktuelle Themen an und hat mir einige neue Denkansätze gegeben, über die ich mir die nächsten Tage jetzt erstmal meine Gedanken machen kann. Sehr schön 🙂

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Und hier noch ein sehr interessanter Link zu Youtube bzgl. des Buches:

Siehe auch: