Sebastian Fitzek – Der Insasse

Der Insasse200Beschreibung
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sich sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Doch die Ermittler haben keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Da macht ein Kommissar dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in den Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie ein, als falscher Patient, mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie möglich kommt und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 13 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich ging mal wieder mit großer Skepsis an dieses Hörbuch heran. Denn eigentlich will ich Sebastian Fitzek nicht mehr hören, da er mich einfach schon oft enttäuscht hat. Doch dann kann ich die Finger doch nicht davon lassen. Denn seine Ideen sind ja halt einfach immer klasse. Und es sind ja nicht die Ideen, die mir nicht gefallen, sondern eher die Durchführung.

Diese Geschichte aber fand ich mal wieder so richtig gut. Ok, es ist natürlich ein irrsinniger Plan, sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, wenn man völlig gesund ist. Aber hey, ich hatte ja ein Buch von Fitzek in Händen. Also alles soweit völlig „normal“.

Den Verlauf der Geschichte fand ich durchweg spannend. Es gab so einige Wendungen mit denen ich im Traum nicht gerechnet hätte – in realen Gedanken natürlich auch nicht – aber die hatten es in sich. Immer wieder wurde die Geschichte rätselhafter und ich fieberte zunehmend mit dem Protagonisten mit, der sich immer mehr in einer aussichtslosen Situation befand. Doch selbst all diese Wendungen brachten mich nicht im Entferntesten auf eine leise Ahnung, wohin das alles führen sollte! Somit kam das Ende für mich absolut überraschend und ich war verblüfft. Echt.

Simon Jäger war natürlich wieder richtig gut in seiner Rolle. Die beiden gehören einfach zusammen wie David Nathan zu Stephen King.

Fitzeks Nachwort fand ich dieses Mal auch echt klasse. Hör es dir bis zum Schluss an, es lohnt sich 😉

Ja, und somit bekommt „Der Insasse“ tatsächlich die volle Punktzahl von mir!

 

 

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Arno Strobel – Kalte Angst (Im Kopf des Mörders 2)

Beschreibung
Grausam und fesselnd. Gänsehaut garantiert!

Der neue Fall von Max Bischoff und seinem Partner Horst Böhmer gibt ihnen nichts als Rätsel auf. Scheinbar wahllos dringt ein Unbekannter nachts in Wohnungen und Häuser ein. Er überwältigt die Bewohner und lässt jedes Mal nur einen Überlebenden zurück. Und eine Botschaft: „Erzähl es den anderen.“ Dann erhält Max einen Anruf vom Leiter der Klinik für Forensische Psychiatrie. Siegfried Fissmann, einer der Patienten, sagt diese Morde genau voraus. Bischoff bleibt nichts Anderes übrig, als sich auf Fissmann einzulassen, wenn er verhindern will, dass noch weitere Menschen sterben. Auch wenn das bedeutet, dass er selbst an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit gerät.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Götz Otto

Länge
9 h 08 m

Meine Meinung
Kalte Angst ist eine ziemlich gute Fortsetzung der Reihe um Max Bischoff und Horst Böhmer. Grausame Morde (Vorsicht, die sind wirklich grausam!) an Familien geschehen, doch einer wird immer am Leben gelassen. Dieser eine muss dem Geschehen zusehen und bekommt die Anweisung: „Erzähl es den anderen“. Harter Tobak? Oh ja. Zimperlich sollte man nicht sein, weder im Gesagten noch in dem, was man sich selbst dazu ausmalt.

Ein Insasse einer Psychiatrie kann aus unerfindlichen Gründen immer Hinweise auf die Orte geben, an denen vermutlich das nächste Massaker stattfinden wird. Doch woher dieser das wissen kann, bleibt ein Rätsel. Denn raus kann er nie, Kontakte nach draußen hat er auch keine.

Die Idee fand ich gut, die Ausführung fand ich auch sehr gut, auch wenn es ein bisschen weniger Blut meiner Meinung auch getan hätte. Die Story ist jedenfalls durchgehend sehr spannend und gut zum Miträtseln.

Die Auflösung hat mich allerdings etwas enttäuscht. Auch wenn sie nicht schlecht war, doch mir hat einfach die akribische Polizeiarbeit gefehlt, bei dem man sich der Lösung Stück für Stück nähert. Vielmehr … ach, na höre es dir selbst an. Ob dir das Ende nun besser gefällt als mir oder nicht, ist eigentlich egal. Denn die Stunden davor sind es allemal wert, gehört zu werden. Zumindest für eingefleischte Krimi -Fans.

Götz Otto als Sprecher hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er hat eine angenehme Stimme in meinen Ohren.

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Nancy Bush – Nirgends wirst du sicher sein (Rafferty 1)

Nirgends wirst du sicher seinBeschreibung
Weil sie verspätet aus der Mittagspause zurückkehrt, entgeht Liv um Haaresbreite einem Massaker an ihrem Arbeitsplatz. Doch galt der Anschlag wirklich der Firma, die Gerüchten zufolge für das US-Militär arbeitet?

Liv befürchtet, dass sie das eigentliche Opfer hätte sein sollen. Sie vermutet einen Zusammenhang mit dem mysteriösen Päckchen, das sie vor wenigen Tagen aus dem Nachlass ihrer Adoptivmutter erhalten hat. In Panik kidnappt Liv den nächstbesten Wagen samt Fahrer. Dabei handelt es sich ausgerechnet um den Undercover-Detective August Rafferty…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
12 h 14 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch war eine echte Herausforderung für meine Geduld. In der ersten Hälfte wurde dermaßen intensiv auf die Psychose von Liv eingegangen, dies auch mit mehrmaligen Wiederholungen in anderen Worten – puh, das fand ich wirklich grenzwertig. Auch fand ich einige Geschehnisse ziemlich konstruiert und die Handlungen der Protagonistin konnte ich auch nur selten nachvollziehen. Das Ende hätte ich zwar so nicht erwartet, auch wenn es im Nachhinein betrachtet, recht logisch war. Aber ich muss gestehen, dass ich einfach schon zu genervt von den vorherigen Stunden war, dass mich auch das Ende nicht mehr wirklich mit der Story versöhnen konnte.

Eigentlich hat die Idee der Story wirklich viel Potenzial, doch die zahlreichen Wiederholungen und Endlosschleifen, in denen man sich zu drehen schien, waren mir einfach zu viel.

Die Sprecherin war zwar insgesamt gut, sie gab aber ihrer Stimme oft einen genervten, unterkühlten Ton. Und das an Stellen, wo ich das nicht gerade passend fand.

Insgesamt war es für mich also ein eher mäßiges Hörerlebnis.

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Ursula Poznanski – Stimmen (Beatrice Kaspary 3)

StimmenBeschreibung
Ein junger Arzt wird tot im Behandlungsraum einer Psychiatrie gefunden. Auf seiner Brust sind kunstvoll bunte Plastikmesser drapiert, und in seinem Hals steckt eine Stahlschiene. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mann bereits tot war, bevor er von dem Metall durchbohrt wurde. Den Kommissaren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen alle Personen auf der Station befragen.

Doch die Ärzte sind nicht sehr redselig und die Patienten schwer gestört. In dieser bedrückenden Atmosphäre eskalieren die Gefühle, nicht nur die der Patienten, sondern auch die zwischen Florin und Beatrice. Dann stirbt eine Patientin…

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
7 h 47 m

Meine Meinung
Nach „Fünf“ und „Blinde Vögel“ war ich sehr gespannt auf den neuen Krimi mit den beiden Ermittlern Kaspary und Wenninger. Dieses Mal spielt die Story in einer Psychiatrie, in der ein Arzt ermordet aufgefunden wurde. Das Umfeld, in dem das Ermittlerduo ihre Nachforschungen anstellen müssen, ist alles andere als gesprächig. Die meisten Patienten sind nicht in der Lage, klare Auskünfte zu erteilen und die Ärzteschaft schweigt ebenfalls lieber, als dass sie hilfreich wären. Doch Kaspary ist nicht nur eine gute Zuhörerin, nein sie kann auch sehr gut beobachten. Und dies bringt sie letztendlich auf die Lösung des Falles.

„Stimmen“ empfand ich wieder als einen sehr guten Krimi, der jedoch nicht ganz so rasant los rast, wie die beiden Vorgänger. Nichtsdestotrotz fand ich die Sisyphos-Arbeit, durch die sich Beatrice zusammen mit ihrem Kollegen Florin kämpft, sehr interessant. Das Ende kam vielleicht nicht völlig überraschend, man ahnte schon, wohin es vermutlich führen würde, trotzdem fand ich es gut und schlüssig.

Auch der Einbau des Privatlebens von Beatrice Kaspary hat mir gut gefallen. Es war nicht zu dominant und doch ein sehr wichtiger Teil des Gesamtbildes.

Von „Stimmen“ war ich nicht ganz so begeistert, wie von den beiden ersten Teilen, und doch war es eine kurzweilige Krimiunterhaltung.

Andrea Sawatzki wächst mir immer mehr ans Herz als Hörbuchsprecherin. Sie hat das wieder toll gemacht.

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John Katzenbach – Der Psychiater

Der PsychiaterBeschreibung
Timothy Warner, Spitzname „Moth“, 24 Jahre alt, studiert Geschichte an der University of Miami – und hat ein Problem. Genauer gesagt: ein Alkoholproblem. Jetzt ist er seit hundert Tagen „clean“, doch das hat er nur mit Hilfe seines Onkels Ed geschafft, eines prominenten Psychiaters, der so etwas wie Moths Rettungsanker ist. Als Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird, stürzt Moth ins Bodenlose. Doch eines ist ihm klar: Niemals war dies ein Suizid, auch wenn die Polizei noch so sehr davon überzeugt ist. Moths neuer Halt im Leben wird es, den Mörder zu stellen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
14 h 39 m

Meine Meinung
Diese Geschichte fängt eigentlich recht gemütlich an. Ok, mal abgesehen davon, dass Moths Onkel Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird. Moth glaubt keine Sekunde, dass sein Onkel sich umgebracht hat. Doch die Polizei kann er nicht davon überzeugen, dass es ein Mord gewesen sein muss. Also versucht er selbst, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und bald befindet er sich mitten drin in einer spannenden Mörderjagd.

Im ersten Teil brauchte ich noch viel Geduld, denn es passierte eigentlich recht wenig. Hier wurde sehr viel Augenmerk auf die Personenbeschreibung gelegt, was natürlich nicht uninteressant war, aber eben auch keinen mächtigen Spannungsbogen erzeugte. Ab der zweiten Hälfte wurde es dann schon „actionreicher“. Obwohl Action hier wohl eher der falsche Begriff ist. Doch das Tempo zog gnadenlos an, bis zum fulminanten Ende, welches ich wirklich grandios fand.

Katzenbach versteht es sehr gut, zu erzählen und zu erzählen und man selbst hört einfach zu und nimmt alles in sich auf. An die hervorragende Leistung von „Der Sumpf“ oder „Das Tribunal“ reicht es zwar meiner Meinung nach nicht heran. Doch trotzdem ist es ein absolut empfehlenswerter Thriller.

Uve Teschner als Sprecher, na, was soll ich zu ihm noch sagen? Er ist einfach große Klasse.

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Tom Rob Smith – Ohne jeden Zweifel

Ohne jeden ZweifelBeschreibung
Der Anruf des Vaters ist ein Schock: Daniels Mutter, die seit einigen Monaten mit ihrem Mann in Schweden lebt, wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Ida leide unter Verfolgungsangst und Wahnvorstellungen, behauptet ihr Mann. Doch Ida selbst erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine von vertuschten Verbrechen, vom Verschwinden einer jungen Frau, von einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft in einer abgelegenen Gegend Schwedens. Und von ihrer Angst, dass niemand ihr glaubt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Beate Himmelstoß, Friedrich Mücke

Länge
9 h 36 m

Meine Meinung
Wie schon im Klappentext beschrieben, erhält Daniel von seinem Vater die Nachricht, dass seine Mutter Tilda (nicht Ida) in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Natürlich ist Daniel von dieser Nachricht entsetzt und will sofort nach Schweden reisen, um seine Mutter zu besuchen und herauszufinden, was denn passiert war.

Daniels Eltern waren im Frühjahr nach Schweden gezogen. Sie hatten ihr Leben in London aufgegeben und wollten ihren Lebensabend in Tildas Heimatland auf einem kleinen Hof verbringen. Daniel hatte sie in dem halben Jahr, die sie nun dort lebten, noch nicht besucht und er hatte deshalb ein schlechtes Gewissen. Denn der Grund war sein Freund Mark. Er wusste nicht recht, wie er seinen Eltern erzählen sollte, dass er mit einem Mann zusammen lebte. Zwar glaubte er nicht, dass seine Eltern ihn deshalb „verdammen“ würden, doch passte es einfach nicht in die heile Familienwelt, die sie bisher hatten. Denn in Daniels Familie, die nur aus seiner Mutter, seinem Vater und ihm bestand, gab es nie Streit. Er wuchs in Watte gepackt auf und alles war glücklich und harmonisch. Und nun das – seine Mutter war in die Psychiatrie eingewiesen worden.

Daniel wollte also nach Schweden. Doch kaum war er am Flughafen erhielt er einen Anruf von seiner Mutter, dass sie bereits auf dem Weg nach London zu ihm sei. Er holt sie am Flughafen ab. Sie hat kein Gepäck dabei, nur eine alte abgegriffene große und sichtlich sehr schwere Ledertasche. Die hütet sie, wie ihren Augapfel. Sie ist sichtlich abgemagert und sieht ungepflegt aus – ganz anders als er sie kannte. Daniel will natürlich sofort wissen, was denn los sei, doch seine Mutter sagt: Nicht hier, wir müssen an einen sicheren Ort, wo uns niemand sieht und hört. Sie fahren also zu Daniel nach Hause.

Bis dahin fand ich die Geschichte spannend.

Die Mutter fängt an zu erzählen. Zunächst: Er solle dem Vater kein Wort glauben. Sowohl Daniel als auch der Leser/Hörer haben keine Ahnung, um was es geht. Die Mutter holt nach und nach ihre Beweisstücke aus ihrer Ledertasche heraus. Dies macht sie chronologisch, so wie die Dinge aus ihrer Sicht passiert sind. Denn sie sagt, sie habe ihre Geschichte schon einmal falsch erzählt und keiner habe ihr geglaubt. Deshalb müsse sie es so erzählen. Daniel und ich saßen über Stunden der Mutter gegenüber, die ihre Beweise präsentiert und erzählt, was es mit ihnen ihrer Meinung nach auf sich hat. Doch für Daniel und mich waren das keine Beweise, höchstens Indizien, doch für was überhaupt?

Man braucht für den ersten Teil der Geschichte unendlich viel Geduld. Man spürt zwar, da ist was nicht in Ordnung, doch wird man sehr, sehr lange auf die Folter gespannt. Den zweiten Teil fand ich dann wesentlich interessanter. Hier machte sich Daniel auf nach Schweden, um der Sache selbst auf den Grund zu gehen.

Die meisten Protagonisten fand ich ziemlich gut ausgearbeitet, bis auf den Vater. Von ihm konnte ich mir kein rechtes Bild machen.

Ich glaube, wenn das Buch nicht von Tom Rob Smith gewesen wäre, dann hätte ich die erste Hälfte nicht überstanden. Wahrscheinlich hätte ich es abgebrochen. Doch von „Kind 44“ und „Kolyma“ her wusste ich, dass Tom Rob Smith verdammt gut erzählen kann. Dieses Buch ist nun ganz anders. Zum Einen vom Thema her – klar – und dann auch von der Spannung. Dennoch fand ich die Geschichte insgesamt betrachtet gut. Ich fand den Aufbau, mit dem ewig langen ersten Teil, ungeschickt gelöst, doch lohnt es sich letztendlich, der Geschichte bis zum Schluss zuzuhören. Ich war entsetzt.

Das Buch wird als Psychothriller verkauft. Es gibt in dieser Geschichte zwar viel Psycho aber auf den Thrill wartet man vergeblich. Das finde ich persönlich nun nicht schlimm, da ich nicht unbedingt den Thrill brauche, um eine Geschichte gut zu finden. Und diese Geschichte fand ich gut. Nicht so gut wie die Bücher um Leo Demidow, aber trotzdem empfehlenswert (für geduldige Leser/Hörer).

Die Geschichte wurde von Beate Himmelstoß als Tilda und Friedrich Mücke als Daniel erzählt. Dass hier zwei Sprecher gewählt wurden, fand ich sehr gut, brachte es doch etwas Abwechslung gerade in den langen ersten Teil. Mit der Leistung der Sprecher war ich auch zufrieden, wobei mir Mücke ein Tick besser gefallen hat als Himmelstoß.

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Siehe auch:

 

Sebastian Schlösser – Lieber Matz, dein Papa hat ’ne Meise. Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie

Beschreibung
Mit der Diagnose „manisch-depressiv“ landet Sebastian Schlösser in der Psychiatrie. In seinen Briefen erzählt er seinem achtjährigen Sohn, was die Krankheit mit ihm gemacht hat. Er gilt als Shooting Star. Mit 27 wird er Theaterregisseur am Hamburger Schauspielhaus. Doch der Höhenflug endet abrupt: Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung. In den manischen Phasen ist er größenwahnsinnig, arbeitet Tag und Nacht und ist durch nichts zu bremsen. In den depressiven Phasen hält er sich für einen Niemand, bewegt sich nicht aus dem Bett und denkt an Selbstmord. Schließlich bricht er zusammen und erkennt: So kann es nicht weitergehen.

Was mit einem Menschen passiert, der in die „Irrenanstalt“ eingeliefert wird; was es bedeutete, psychisch krank zu sein; und wie schwierig es ist, seine „Meise“ zu bezwingen – das alles beschreibt Schlösser auf wunderbare Weise seinem Sohn.

Sprecher
Andreas Fröhlich

Länge
226 Minuten

Meine Meinung
Psychische Erkrankungen nehmen in den letzten Jahren laut Presseberichten immer mehr zu. Klar, dass es auch immer mehr Bücher zu diesem Thema gibt. Dieses Hörbuch ist eines davon. Sebastian Schlösser hat es erwischt. Und zwar heftig. So heftig, dass er in eine Psychiatrie eingewiesen wird.

Der Titel lässt vermuten, dass Sebastian Schlösser seinem Sohn Matz berichtet, wie es ihm in diesem Krankenhaus ergeht. Doch dem ist nicht so. Vielmehr erzählt er ausführlich, wie es dazu kam, wie er sich verhalten hat, wie er sich fühlte – bevor er »eingeliefert« wurde. Von seinen Erfahrungen in der Psychiatrie erfährt man eher wenig. Nun gut, wollen wir diese kleine Irreführung im Titel nicht zerreißen.

Die Briefe, die er seinem kleinen Sohn schreibt, sind für die Zukunft gedacht. Denn ein kleiner Kerl, wie der Matz noch ist, könnte das alles nicht verstehen. Und auch als erwachsener »normal tickender« Mensch hatte ich ab und an meine Schwierigkeiten damit. Was natürlich die Diagnose »manisch-depressiv« mit sich bringt. In den manischen Phasen mutierte er zu einem unausstehlichen Menschen, in den depressiven Phasen konnte man ihm auch nicht weiterhelfen. Eine schlimme Erkrankung ist das.

Das ganze Hörbuch besteht aus diesen Briefen, die offen, ehrlich und gnadenlos erschreckend daher kommen. Keine Minute zweifelte ich an der Glaubwürdigkeit.
Schwierig finde ich, dieses Buch zu bewerten. Da es ja eine Art »Erfahrungsbericht« ist, kann man an dem Inhalt nichts bemängeln. So war es, so hat er es geschrieben. Punkt. Einen halben Stern Abzug gibt es für die Irreführung im  Titel und einen weiteren halben Stern Abzug muss ich für den sonst tollen Sprecher Andreas Fröhlich geben. Er sprach meist viel zu schnell, oftmals wurde das erste Wort eines Satzes sogar ganz verschluckt.

Bleiben insgesamt 4 Sterne übrig mit Vorbehalt. Denn nur wer sich wirklich für diese Thematik interessiert, wird dieses Buch gut finden.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Sebastian Schlösser – Lieber Matz, dein Papa hat ’ne Meise. Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychatrie