Alex Michaelidis – Die stumme Patientin

Beschreibung
Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?

Sprecher
Uve Teschner

Länge
9 h 42 m

Meine Meinung
Dieser Thriller braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen. Ich fand die Story wirklich sehr lange ein wenig belanglos, da einfach nichts voran ging. Als ich schon fast die Lust verloren hatte, wurde dann doch etwas erwähnt, das mich aufhorchen ließ. Gebannt lauschte ich also weiter, ob sich noch weitere kleinere Begebenheiten ergeben würden, die allem einen Sinn verleihen würden.

Sie kamen, die Begebenheiten. Und ich war wirklich von der Auflösung überrascht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man für diesen Thriller wirklich sehr viel Geduld braucht. Es sind keine großartig spannenden Episoden darin, dafür umso mehr Rätselhaftes, das sich erst ziemlich spät entwirren und zu einem Gesamtbild zusammensetzen lässt. Wer also Geduld hat und selbst einem Thriller seine „Entwicklungszeit“ gönnt, dem wird diese Story sicherlich gefallen. Wer es lieber rasant und mit viel Action mag, sollte besser die Finger davon lassen.

Uve Teschner als Sprecher hat mir hier sehr gut gefallen. Er hatte hier auch kaum Möglichkeiten, laut zu werden – ein Glück. Ruhiger mag ich nämlich seine Stimme viel lieber.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Alex Michaelidis – Die stumme Patientin

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Beschreibung
Schweig, um zu leben. Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an – aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr. Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder. Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist – und dass sie in großer Gefahr schweben…

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 55 m

Meine Meinung
Dieser Thriller hat mich köstlich amüsiert. Das lag aber weniger an der Story als vielmehr am Sprecher Simon Jäger, der diesen Psychothriller eher wie eine Komödie gelesen hat, als wie einen spannenden Killerroman. Fand ich das gut? Naja, ich fand es lustig, aber nicht passend. Denn immerhin kommen hier einige Personen auf grausame Weise um.

Aber zurück zur Story. Das Landei Leni kommt nach Hamburg, um ein Praktikum als Lektorin in einem Verlag anzutreten. Ziemlich zu Beginn lernt sie eine Urlauberin kennen, die nach Hamburg gekommen ist, um sich einen Millionär zu angeln. Nun, unterschiedlicher könnten die beiden jungen Frauen kaum sein. Doch wie sich herausstellt, wohnen sie in der gleichen Wohnung, die beide über eine der modernen Zimmervermittlungsagenturen gemietet haben. Nach einem furchtbaren Abend für Leni und einem supertollen Abend im gleichen angesagten Hamburger Club, ist die Freundin am nächsten Tag spurlos verschwunden. Und schon macht sich unser Landei Sorgen. Parallel dazu beobachtet der kürzlich erst wohnungslos gewordene Freddy einen grausamen Mord in einem Auto. Und so kreuzen sich die Wege von Leni und Freddy und beide gehen der Sache genauer auf den Grund. Natürlich geraten sie dabei selbst in Lebensgefahr.

Es ist sicherlich eine nette Idee, allerdings fand ich vieles an den Haaren herbeigezogen und sehr klischeehaft dargestellt. Aber trotzdem war die Story spannend und ziemlich temporeich. Aber wirklich vom Hocker gerissen hat sie mich nicht. Und dies in Verbindung mit der komödienartigen Präsentation von Simon Jäger lässt mich dem Hörbuch insgesamt nur 4,0 Punkte geben. Naja, was heißt nur, 4,0 von 5,0 ist auch noch ganz schön gut.

Für Fans von Fitzek und Co. ist dieses Hörbuch sicherlich ein Muss. Ja, ich dachte eigentlich öfters, dass dies sehr Fitzeks Schreibe gleicht. Winkelmann kannte ich bisher anders.

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Michael Robotham – Die Rivalin

Beschreibung
Agatha, Ende 30, Aushilfskraft in einem Londoner Supermarkt, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven, wohlhabenden Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um die zwei reizenden Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts ahnt von den sehnsuchtsvollen Blicken, die sie immerzu verfolgen. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen, denn beide haben ihre ganz speziellen Geheimnisse. Als Agatha nicht mehr zuschauen will, gerät auch Meghans Leben völlig außer Kontrolle…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sandra Schwittau, Katja Bürkle

Länge
13 h 41 m

Meine Meinung
„Die Rivalin“ hat mir sehr gut gefallen. Das Leben von Agatha ist geprägt von Leid und Einsamkeit, Meg hingegeben ist auf der Sonnenseite aufgewachsen, hat Mann und zwei Kinder und ist nun zum 3. Mal schwanger. Agatha kann keine Kinder mehr bekommen. Und so arbeitet sie äußerst akribisch an einem perfiden Plan. Doch dann wird es immer enger für sie.

Die Personen wurden sehr plastisch und menschlich beschrieben. Die Charaktere fand ich glaubhaft und lebensnah geschildert.

Den Plot an sich fand ich auch toll aufgebaut. Denn erst nach und nach erfährt man die ganze schlimme Geschichte um Agatha und auch bei Meg und Jack ist nicht alles so eitel Sonnenschein, wie man zunächst glaubt. Kurz, wie aus dem richtigen Leben erzählt.

Die beiden Sprecherinnen fand ich auch sehr toll und gut ausgewählt. Denn sie haben wirklich äußerst unterschiedliche Stimmen, so dass man leicht erkennen konnte, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Insgesamt ist es eine kurzweilige Story, die einen völlig in seinen Bann zieht und bei der man selbst oft gefühlt zwischen zwei Stühlen sitzt. Fassungslos und zugleich auch ziemlich bewundernd für diesen akribisch ausgearbeiteten Plan hört man dieser Geschichte zu und zittert mit und betet am Ende für beide Parteien gleichermaßen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Michael Robotham – Die Rivalin

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Andreas Winkelmann – Housesitter

Beschreibung
Stell dir vor, du kommst mit deiner Freundin aus dem Urlaub in dein Haus zurück. Du merkst sofort, dass irgendetwas anders ist: Die Möbel sind verrückt. In der Küche stehen benutzte Töpfe. Die Handtücher riechen fremd.

Dann spürst du einen jähen Schmerz – und es wird Nacht um dich. Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf. Deine Freundin ist verschwunden – entführt. Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben. Und er ist zu allem entschlossen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
13 h 34 m

Meine Meinung in Kürze:
Der selbsternannte Housesitter ist nicht gerade zimperlich. Er hat einen Traum und diesen verfolgt er akribisch. Die Story an sich ist ziemlich gut, wenn auch nicht gerade berstend vor Spannung.

Normalerweise liege ich mit meinen Vermutungen, wer denn wohl der Übeltäter ist, daneben. Hier allerdings nicht. Schon sehr schnell war mir hier klar, vor wem man sich in Acht nehmen muss.

Den Sprecher Richard Barenberg fand ich hier etwas steif. Eine kleine Auflockerung gibt es etwa in der Mitte des Hörbuches, als Barenberg eine weibliche Stimme spricht, obwohl es eine männliche Rolle war und er sich selbst korrigiert. Ein klarer Fehler, der wohl vergessen wurde, herauszuschneiden. Doch finde ich das nicht schlimm, im Gegenteil, es lässt einen kurz aufhorchen, zurückspulen, nochmals hören und grinsen. Netter kleiner Fauxpas.

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Ivonne Keller – Unglücksspiel

Beschreibung
Nerina hat Angst. Todesangst. Besonders seit jenem Tag vor elf Jahren, an dem sie etwas Unverzeihliches tat. Die Angst vor der Strafe Gottes und vor der Abschiebung zurück in den Kosovo, aus dem sie einst floh, verfolgt sie. Immer.

Als eine junge Frau mit Kind in die Nachbarschaft zieht und sich mit ihr anfreundet, sieht Nerina einen Hoffnungsschimmer, vergisst für einen Moment ihre Angst. Doch dann macht die neue Nachbarin einen Fund, der Nerinas Geheimnis in Gefahr bringt. Für Nerina beginnt ein Alptraum, aus dem es nur einen Ausweg zu geben scheint…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
11 h 17 m

Meine Meinung
Also die Schriftstellerin Ivonne Keller werde ich im Auge behalten. Das ist das zweite Hörbuch, das ich von ihr gehört habe. Es ist ganz anders als „Hirngespenster“ und trotzdem wieder sehr, sehr gut.

Nerina ist einst aus dem Kosovo geflohen. Die Erinnerungen an den Krieg dort begleiten sie Nacht für Nacht in ihrem Träumen und stets lebt sie in der Angst, dass sie wieder zurückgeschickt wird. Zurück in ein Land, in dem es für sie und ihre Familie keine Zukunft zu geben scheint. So lebt sie zurückgezogen und unauffällig in Deutschland und wagt sich nicht, Freundschaften zu schließen. Doch eines Tages zieht eine junge Mutter mit Tochter in der Nachbarschaft ein. Diese braucht dringend jemand, der sich um ihre Tochter kümmert, während sie arbeiten geht. Recht schnell sind sich die beiden Frauen einig. Doch so sehr zuverlässig, scheint Nerina nicht zu sein. Denn ab und an kommt sie einfach nicht zur vereinbarten Zeit und in der Mutter wächst der Verdacht, dass Nerina von ihrem Mann geschlagen und unterdrückt wird. Doch ist dieser Verdacht berechtigt? Soll sie sich einmischen?

Sehr gut gefallen hat mir hier der behutsame Aufbau der Geschichte. Langsam kommen sich die Frauen näher. Durch Rückblenden erfährt man nach und nach, was sich in dem Haus damals vor 10 Jahren zugetragen hatte.

Auch die Auflösung all der Rätsel, die sich im Lauf der Story im Kopf des Zuhörers bilden, werden am Ende allesamt zufriedenstellend aufgeklärt.

Vera Teltz als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen.

Ich freue mich jedenfalls, auf das nächste Buch von Ivonne Keller und bin schon sehr gespannt, mit welcher Geschichte sie mich dann in ihren Bann ziehen wird.

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Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ivonne Keller – Unglücksspiel

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Donato Carrisi – Der Nebelmann

Beschreibung
In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, „Nebelmann“ genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Als ein Psychiater gerufen wird, um ihn zu befragen, beginnt Vogel zu erzählen. Sein Bericht ist ungeheuerlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
8 h 59 m

Meine Meinung
Dieser Thriller ist etwas anders als andere. Und er ist sehr genial. Der Star-Ermittler Vogel hat schnell einen Tatverdächtigen im Visier. Und schon tut er alles, um ihm das Leben zur Hölle zu machen. Denn er weiß sehr geschickt, die Medien für seine Zwecke einzusetzen. Und natürlich kommt es, wie es kommen muss. Der Tatverdächtige hat schier kein Leben mehr und als Hörer hat man wirklich Mitleid mit ihm, während man verzweifelt versucht selbst herauszufinden, wer denn der wirkliche Täter ist.

Ich fand diesen Thriller genial aufgebaut, sehr spannend umgesetzt und er ist verdammt gut zum „selbst ermitteln“.

Die Personen wurden durch die Bank weg sehr gut gezeichnet, ich konnte mir die einzelnen Agierenden lebhaft vorstellen und ich fieberte richtig mit.

Das Ende fand ich dann sehr genial. Mit dieser Auflösung hätte ich nie und nimmer gerechnet!

Uve Teschner fand ich hier gewohnt gut.

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Siehe auch:

Ivonne Keller – Hirngespenster

Beschreibung
Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch stand, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
11 h 36 m

Meine Meinung
Was für eine Vorstellung. Silvie weiß noch, dass sie einen Unfall hatte. Als sie wieder zu Bewusstsein kommt, befindet sie sich als Pflegefall bei ihrem eigenen Mann, der mittlerweile seine Jugendliebe (ihre größte Rivalin) geheiratet hat. Beide kümmern sich rührend um sie, füttern sie, legen sie schlafen, decken sie liebevoll zu. Und sie küssen sich vor ihren Augen. Was für eine Vorstellung. Und sie ist nicht einmal in der Lage, irgendetwas zu sagen. Außer Ahhh und Ohhhh bekommt sie einfach nichts über ihre Lippen.

Die Story wird aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Dadurch lernt man die Personen sehr gut kennen und fragt sich zunehmend, was denn nun wirklich passiert ist? Was um alles in der Welt ist ihr widerfahren und wie ist sie in diese fatale Lage geraten? Denn eins wird immer gewisser: Irgendetwas stimmt da nimmt.

Die Auflösung fand ich dann so richtig überraschend und sehr, sehr gut.

Vera Teltz als Sprecherin fand ich auch sehr gut und passend. Bis auf die Ahhhs und die Ohhhs fand ich ihre Leistung genial.

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Kevin O’Brien – Und in dir die Finsternis

Beschreibung
Seattle in den USA. Megan hütet ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis. Seit dem Tag vor 14 Jahren, als sie ihren Tod vortäuschte, um ihrem sadistischen Ehemann zu entkommen, und ein neues Leben unter neuem Namen begann. Josh, Megans 14-jähriger Sohn, weiß nichts von ihrer schrecklichen Vergangenheit. Doch jemand anderes schon.

Zuerst sind es nur anonyme E-Mails und Anrufe, die nach Lisa, ihrem richtigen Namen, fragen. Aber dann passiert das Unfassbare: Ein maskierter Mann bricht in ihr Zuhause ein und entführt Josh. Um ihren Sohn zu retten, bleibt Megan keine andere Wahl, als sich ihren Dämonen zu stellen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
18 h 43 m

Meine Meinung
Dieser Thriller hat mir richtig gut gefallen. Ich fand ihn – trotz der knapp 19 Stunden – keine Minute langweilig. Im Gegenteil, ich lauschte mit gespitzten Ohren jedem einzelnen Satz, jedem Wort. Die Spannung fand ich von Anfang bis Ende ziemlich gleichbleibend hoch, wobei sich der Bogen zum Ende hin natürlich nochmals extrem spannte.

Die Erzählweise fand ich auch sehr interessant gestaltet. Hauptsächlich wurde  in der Gegenwart erzählt, doch durch Rückblicke erfuhr man nach und nach die Vergangenheit, und warum sich was wie zugetragen hat und nun die Situation ist, wie sie ist. Ich fand die einzelnen Rückblicke sehr gekonnt an den jeweils richtigen Stellen eingestreut. Gerade wenn man dachte, das sei doch nun aber vielleicht etwas unlogisch oder übertrieben, wurde man eines Besseren belehrt. Und doch erschien es mir zu keiner Zeit konstruiert – ich fand dies alles zutiefst menschlich und verständlich. Was natürlich jedoch nur begrenzt auf den Antagonisten zutraf.

Lisa, bzw. Megan, wie sie sich seit ihrer Flucht nannte, und ihren Sohn hatte ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie wurden natürlich auch entsprechend dargestellt. Aber nichts wurde hier übertrieben oder gar in rosarot gezeichnet. Man hatte ständig im Hinterkopf, dass eine große Gefahr lauert. Doch wie groß diese Gefahr wirklich war, das wird einem selbst und Lisa erst im Verlauf der Geschichte so richtig bewusst.

Psychologisch fand ich den gesamten Plot perfekt aufgebaut. Der Schrecken spitzte sich immer mehr zu und als Hörer war man über weite Strecken ebenso ratlos wie Lisa selbst. Einzig Josh, dem Sohn, hatte man als Hörer einiges an Wissen voraus.

Hatte ich bei „Der Feind in mir“ noch einige Längen zu bemängeln, so kann ich hier nur sagen, dass dieses Hörbuch gänzlich frei von langatmigen Szenen ist.

Auch den Sprecher Nils Nelleßen fand ich hier sehr gut! Er hat den verschiedenen Personen jeweils ihre eigenen Stimmen verpasst, und alle Stimmen passten sehr gut zu den einzelnen Charakteren.

Und schon habe ich wieder ein Hörbuch für meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

 

Marina Heib – Drei Meter unter Null

Beschreibung
Sie tötet, um zu leben.

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Der Weg der Gewalt ist nicht grundlos. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Der Tag, an dem sie eine Mörderin wird. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

Sprecherin Anna Thalbach blickt in die Abgründe der menschlichen Seele.

Sprecher
Anna Thalbach

Länge
6 h 27 m

Meine Meinung
Drei Meter unter Null ist keine leichte Kost. Ich musste während des Hörens öfters schlucken und ich war manches Mal kurz davor, das Hörbuch ganz abzuschalten. Doch letzteres geht natürlich nicht. Denn das Hörbuch fesselt einen zunehmend, mit jeder Minute, die man weiterhört.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive erzählt, aus der Ich-Perspektive einer Mörderin, die ihre Pläne eiskalt durchzieht. Lange steht man im Dunkeln, warum diese Frau denn diese Morde ausüben will, ja förmlich ausüben muss. Sie scheint gar nicht anders zu können, als ihrer Mordlust nachzugeben. Doch warum? Was hat sie dazu getrieben?

Die Sprecherin Anna Thalbach fand ich für die Zeit, als die Protagonistin aus ihrer Kindheit erzählte, sehr passend. Doch als sie dann erwachsen wurde, fand ich ihre kindliche Stimme zunächst unpassend, da sie einfach nicht zu der eiskalten Mörderin so recht passen wollte. Doch auch hier wird es im Laufe der Zeit immer passender, zu da sich Frau Thalbach mächtig ins Zeug legt und gefühlt echte Emotionen in ihre Stimme legt. Hierdurch konnte man die Zerrissenheit der Protagonisten noch besser nachvollziehen, als es durch die geschriebenen Worte eh schon möglich war.

Apropos Sprache. Schon lange habe ich kein so intensives und wortgewaltiges Hörbuch gehört, wie Drei Meter unter Null. Die Autorin verwendet recht außergewöhnliche Metaphern, die aber jederzeit perfekt passen und die düstere Grundstimmung noch unterstreichen.

Auch wenn ich an dem Plot aufgrund der Heftigkeit echt hart zu knabbern hatte, so konnte ich das Hörbuch doch keine Minute von den Ohren nehmen, bis ich das bittere Ende auch gehört hatte. Um 22:30 Uhr war ich mit dem Hörbuch fertig – und auch mit den Nerven.

Insgesamt war das Buch wirklich außergewöhnlich gut – eine Frau, im Inneren zerrissen, erfüllt von dem Gedanken der gnadenlosen Rache.

Mahatma Gandhi hätte sich im Grabe umgedreht.

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Sarah Pinborough – Sie weiß von dir

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Wie ist als Single-Frau damit umzugehen, wenn die leidenschaftliche Bekanntschaft des Abends sich am Tag danach plötzlich als der neue Vorgesetzte herausstellt? Und was, wenn dann auch noch dessen Ehefrau auftaucht und Freundschaft schließen will? Was zunächst lediglich nach einer komplizierten Affäre klingt, ist für die alleinstehende Louise bald mehr als nur ein verzwicktes Frauenproblem. Denn plötzlich glaubt sie hinter ihrem Liebhaber und seiner Frau Geheimnisse zu erahnen, die die ungewöhnliche Bekanntschaft zu einem lebensbedrohlichen Spiel werden lassen – doch als sie sich dessen bewusst wird, gibt es bereits kein Zurück mehr… Jetzt erscheint der atemraubende Thriller aus Großbritannien in einer ungekürzten Lesung als Hörbuch beim DAV.

»Ein Stimmchen in meinem Kopf rät mir, die Begegnung jetzt und hier zu beenden. Natürlich höre ich nicht darauf.«

Als sich die alleinerziehende Louise von David leidenschaftlich küssen lässt, ahnt sie nicht, dass ihre Begegnung schon bald weitaus mehr sein wird, als eine flüchtige Bar-Bekanntschaft. Nicht nur stellt sich der reizvolle Unbekannte als ihr neuer Chef heraus, sie lernt auch noch seine makellos schöne Ehefrau Adele kennen und die verhält sich schon bald auffallend merkwürdig. Louise wird misstrauisch und erfährt immer mehr über das dunkle Geheimnis des Ehepaars, doch noch bevor sie dessen Ausmaße erahnen kann, überschlagen sich die Ereignisse… Mit »Sie weiß von dir« schafft Sarah Pinborough einen packenden Thriller um Faszination und Besessenheit, dessen Abgründe besonders als Hörbuch ihre markerschütternde Wirkung nicht verfehlen.

Rike Schmid, Maria Koschny und Simon Jäger weben stimmlich gekonnt ein Netz fataler Beziehungen

Sarah Pinborough entwirft mit ihrem neuen Werk nicht nur eine vom ersten Augenblick an fesselnde Geschichte, sondern zeichnet auch Charaktere von einer einzigartigen Undurchschaubarkeit, die stets vage befürchten lassen, dass unter ihrer Oberfläche einiges mehr verborgen liegt, als es zunächst den Anschein macht. Rike Schmid, Maria Koschny und Simon Jäger, die dem DAV bereits für zahlreiche andere Hörbücher ihre Stimme liehen, schaffen ein Geflecht aus Perspektiven, das den Hörer einfängt, in Sicherheit wiegt, und ihn im letzten Moment doch immer wieder im Ungewissen zurücklässt. Das Hörbuch »Sie weiß von dir« erscheint als ungekürzte Lesung auf einer Mp3-CD.

Sprecher
Rike Schmid, Maria Koschny, Simon Jäger

Länge
13 h 25 m

Meine Meinung
Eine Situation, um im nächsten Mauseloch verschwinden zu wollen. Gleich zu Beginn. Ein toller Start für eine erstaunliche Geschichte.

Die alleinerziehende junge Mutter Louise lernt abends in einer Bar den sympathischen und gutaussehenden David kennen. Am Ende des Abends kommt es zu einem leidenschaftlichen Kuss, dann verabschieden sich die beiden.
Am nächsten Morgen wird eben dieser gutaussehende Mann zusammen mit seiner Frau durch die Praxisräume geführt, in der Louise arbeitet. Wie sich herausstellt, wird er ihr neuer Chef sein. Eine Situation zum Davonlaufen. Und das tut Louise auch zunächst. Sie rennt auf die Toilette und schließt sich dort ein.

Ich möchte hier keine kleine Inhaltsangabe machen, denn dazu ist die Story zu vielschichtig, als das man sie knapp zusammenfassen könnte. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und erst nach und nach lichtet sich der Vorhang und man ahnt zusammen mit Louise, was hier eigentlich für ein perfides Spiel getrieben wird. Doch zunächst tappt man im Dunkeln, zweifelt mal an David (dem Arzt), mal an seiner Frau Adele, mal an Louises Verstand. Durch die verschiedenen Perspektiven erhascht man mal hier ein Fitzelchen, mal da. Doch um aus all den Details ein Ganzes zu machen, braucht man wirklich lange, was aber nicht heißt, dass es langatmig wäre. Ganz im Gegenteil! Man ahnt zwar zunehmend, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, doch man kann einfach nicht greifen, wo denn der Hund eigentlich begraben liegt. Als man es endlich in seinem ganzen Ausmaß begreift, scheint es bereits zu spät.

Und kaum denkt man, was für eine Story, echt verdammt gut, geht die Geschichte kurzerhand weiter. Ich dachte: Nanu? War das noch nicht das Ende? Nein, weit gefehlt. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei der Weiterführung der Story die Gemüter streiten könnten. Mir hat es jedoch sehr gut gefallen, auch wenn es dabei etwas – ich würde sagen – ins Mystische führt. Jedoch fand ich es im Gesamtbild letztendlich sehr passend. Deshalb findet es meine volle Zustimmung.

Die drei Sprecher für die verschiedenen Perspektiven fand ich äußerst passend gewählt. Zum einen überzeugte jede Stimme in seiner Rolle und zum anderen erleichterte es dem Hörer ungemein nachzuvollziehen, wer gerade erzählt.

Mir hat „Sie weiß von dir“ sehr gut gefallen. Deshalb gibt es eine klare Hörempfehlung meinerseits.

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Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.