Karl Olsberg – Enter

EnterBeschreibung
Der Stromausfall in ganz Berlin ist Auftakt einer Anschlagserie der radikalen Aktivistengruppe NTR. Hauptkommissar Eisenberg und seine Sonderermittlungsgruppe Internet sollen das Landeskriminalamt unterstützen, doch der zuständige Fahndungsleiter hält wenig von der SEGI und ihren ungewöhnlichen Methoden. Als dann ein führender Computerwissenschaftler ermordet wird, verbittet er sich jede Einmischung. Und während weitere Anschläge geschehen und die Hintergründe des Mordes immer mysteriöser werden, fällt ein dunkler Schatten auf das SEGI-Team…

Internetterror, künstliche Intelligenz und der Verlust der Privatsphäre sind die hochaktuellen Themen, die Olsberg in seinem neuen Thriller einmal mehr zur packenden Story verwebt.

Sprecher
Rainer Fritzsche

Länge
10 h 31 m

Meine Meinung
Die Sondereinheit SEGI ist aus ziemlich ungleichen Typen zusammengewürfelt, die sich untereinander nicht wirklich gut verstehen, aber ein hervorragendes Team bilden, wenn es ums Ganze geht. Leider wird die SEGI vom Fahndungsleiter nicht sonderlich geschätzt, was ihnen ihre Arbeit zusätzlich erschwert. Sie erhalten kaum Details zum Terroranschlag und müssen sich mit winzigen Informationsfetzen zufrieden geben. Doch das hindert sie nicht daran, Zusammenhänge zu finden und die betroffenen Personen damit in die Enge zu treiben.

Mir hat die Story sehr gut gefallen. Natürlich war es akribische Kleinarbeit für die SEGI, so dass vlt. der Eindruck entstehen könnte, dass die Spannung auf der Strecke bleibt. Das fand ich jedoch gar nicht. Denn Polizeiarbeit ist sicherlich nicht immer so spannend, wie sie in den meisten Krimis dargestellt wird. Vielmehr ist es doch immer ein sehr großes Puzzle, bei dem zunächst die einzelnen Puzzleteile gefunden und dann auch noch richtig zusammengesetzt werden müssen. Ich fand die Schlussfolgerungen aus den minimalen Stückchen genial und war fast über die ganze Zeit sehr gefesselt von der Story. Was natürlich nicht zuletzt auch an dem mich sehr faszinierenden Thema Künstliche Intelligenz liegt.

Olsberg versteht es hier gut, die Chancen aber auch die Gefahren der KI zu beleuchten.

Die Charaktere – insbesondere der SEGI-Mitglieder – fand ich auch wieder sehr gut herausgearbeitet.

Auch der Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Somit kann ich an diesem Buch nichts finden, was ich auszusetzen hätte. Ich fühlte mich über die 10 Stunden bestens unterhalten und dachte am Ende: Ja, das ist eine tolle Geschichte.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Enter

Siehe auch:

Karl Olsberg – Delete

DeleteBeschreibung
Sein Bestseller „Das System“ hat Maßstäbe gesetzt, jetzt kommt „Delete“, der lang erwartete neue Technik-Thriller von Karl Olsberg – rasant, klug und atemberaubend!

Vier Studenten werden vermisst. Sie alle haben dasselbe Online-Computerspiel gespielt – und offenbar die reale Welt, in der sie leben, für eine Simulation gehalten. Während Hauptkommissar Eisenberg noch rätselt, ob überhaupt ein Verbrechen vorliegt, verschwindet eine weitere junge Frau spurlos. Gemeinsam mit seiner „Sonderermittlungsgruppe Internet“ beginnt Eisenberg zu recherchieren. Hat ein Serienkiller fünf Menschen auf dem Gewissen? Oder ist das ganze bloß ein perfider Scherz? Doch bald gerät Eisenberg selbst in ein grausames Spiel mit der Realität!

Sprecher
Rainer Fritzsche

Länge
11 h 49 m

Meine Meinung
Nachdem ich vor kurzem erst „Paradox“ von Phillip P. Peterson  gehört hatte, fand ich „Delete“ eine weitere Bereicherung für das Gedankenspiel: Ist die Welt real?

Alles fängt ganz harmlos an. Ein Computerspiel, das eine virtuelle Welt darstellt und in der Spieler eine andere Persönlichkeit annehmen können, als in Echt. In diesem Spiel tummeln sich die seltsamsten Wesen. Klar. Doch plötzlich, kurz vor einem Angriff, sagt ein Mitspieler im Chat-Fenster: Welt am Draht – das ist alles wahr! Von da an fehlt jede Spur von ihm. Nicht nur im Computerspiel, auch in der echten Welt ist er wie vom Erdboden verschluckt. Eine Mitspielerin, die eine Kommilitonin des Vermissten ist, sucht ihn, kann ihn aber nicht finden. Letztendlich wendet sie sich an die Polizei und möchte eine Vermisstenmeldung aufgeben. Doch dort wird sie nur belächelt, er würde schon wieder auftauchen, das käme öfter vor, als man sich das vorstelle – meist wäre alles ganz harmlos. Also versucht sie weiterhin auf eigene Faust, Thomas, so heißt der Vermisste – übrigens bereits der 4. Spieler, der wie vom Erdboden verschluckt scheint, zu finden und gerät bald selbst in Lebensgefahr.

Währenddessen lässt sich Kommissar Adam Eisenberg nach einem verpatzten Einsatz von Hamburg nach Berlin versetzen. Dort soll er der Leiter einer sehr skurrilen Einheit werden, der Segi. Diese soll sich damit befassen, Verbrechen mit Hilfe des Internets aufzudecken, bevor sie begangen werden. Die Truppe die er vorfindet ist ein zerstrittener Haufen von Genies, jeder auf seinem Gebiet ein echter Spezialist. Zunächst hat Eisenberg alle Hände voll damit zu tun, die Gruppe zu versöhnen, so dass man eventuell vielleicht einmal zusammen arbeiten kann. Gar nicht so leicht, wie sich schnell herausstellt.

Doch als ihre Abteilung Wind von den vermissten Personen bekommt, hält die Gruppe zusammen und sie arbeiten Hand in Hand. Was im weiteren Verlauf der Geschichte aufgedeckt wird, fand ich persönlich sehr genial.

Karl Olsberg versteht es gut, den Spannungsbogen immer wieder anzuziehen und dann wieder etwas zu lockern, so dass man ständig am Ball bleibt und keine Minute langweilig wird. Man steht nun nicht unter „Dauerstrom“, und das fand ich sehr angenehm beim Zuhören.

Adam Eisenberg und sein Vater sind mir sehr ans Herz gewachsen, und auch der Autist hat meine Sympathie für sich gewonnen. Alle wichtigen Protagonisten wurden sehr gut beschrieben. Nicht alle fand ich nett, was eine gute Mischung ergab. Die Mischung innerhalb des Teams fand ich sehr interessant und ich kann mir gut vorstellen, dass solch eine Truppe wirklich etwas erreichen kann.

Rainer Fritzsche fand ich im Großen und Ganzen auch sehr gut. Er hätte nur ab und an ein wenig mehr Enthusiasmus in seine Stimme legen können. Den Antagonisten hat er aber ganz wunderbar vertont.

Da mir dieses Hörbuch, welches ich schon sehr lange auf meinem Merkzettel hatte, so gut gefallen hat, werde ich mir ganz sicher weitere Hörbücher von Karl Olsberg anhören. Ich bin schon sehr gespannt auf seine weiteren Geschichten.

s4g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Delete

Siehe auch:

Sergej Lukianenko – Der falsche Spiegel

Beschreibung
Computer gehören zu unserem Alltag, und das Internet scheint uns absolute Freiheit und unendliche Möglichkeiten zu bieten. Doch mittlerweile ist das Netz für viele Menschen zum Alptraum geworden, denn sie sind gefangen in der „Tiefe“, dem virtuellen Raum, den nur wenige Menschen jemals wieder verlassen können. Leonid gehört zu den Glücklichen, die sich aus der „Tiefe“ wieder befreien können – doch als sein ehemaliger Partner ermordet wird, muss er sich auf ein tödliches Spiel einlassen, das ihm alles abverlangt.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Rainer Fritzsche

Länge
991 Minuten

Meine Meinung
Die Idee einer zweiten Welt im Internet ist nicht neu. Aber die Beschreibung von Deep Town, wie diese zweite Welt in dem Hörbuch heißt, ist klasse. Man malte sich einfach alles, was man haben wollte, auch konnte man so viele Charaktere in die »Unterwelt« schicken, wie einem lieb war. Dadurch war es möglich, Inkognito durch Deep Town zu reisen. Alles in Deep Town war virtuell, nichts war real und doch fanden viele Menschen nicht mehr zurück ins wahre Leben. Auch das ist nicht neu. In diesem Buch wird es als Deep-Psychose bezeichnet. Sogar arbeiten konnte man in der virtuellen Welt. Leonid, unser sympathischer Protagonist, hatte einen Job als Diver. Die Diver retteten die armen Gestalten aus Deep Town, wenn sie nicht mehr herauskamen. Sprich, er riss sie in der realen Welt vom heimischen PC weg, damit sie nicht verhungerten o. ä.

Natürlich gab es auch Waffen in Deep Town. Logisch, eine Welt ohne Waffen gibt es leider nicht. Als sein ehemaliger Partner aus Deep Town heraus in der realen Welt getötet wird, macht sich Leonid auf die Suche nach dem Mörder. Und natürlich nach der Waffe, die die Grenzen der beiden Welten überschreiten kann. Klingt verwirrend? Ist es aber nicht. Das wird sehr gut in dem Hörbuch dargestellt und erklärt. Soweit zum Inhalt.

Die Umsetzung fand ich nicht so gut. Das Buch hatte schier endlose Längen – allein die Beschreibung durch das »Labyrinth des Todes« hat sehr viel Geduld von mir abverlangt. Sicherlich war alles phantasievoll beschrieben. Aber eben auch mit sehr vielen Wiederholungen. Wenn man gedanklich abschweifte, war das nicht weiter tragisch, da man meistens nichts verpasst hat. Zum Schluss hin hörte ich nur noch mit einem Ohr zu. Wäre es ein Buch gewesen, ich hätte es zugeklappt und ad acta gelegt.

Die Charaktere waren durchweg gut beschrieben, ich hatte sie bildlich vor Augen und konnte auch abschätzen, wie die einzelnen Personen in den diversen Situationen reagieren würden. Das machte aber auch die ganze Geschichte sehr durchschaubar. Und Leonid, unserem Helden, hätte ich gerne ab und an auf die Sprünge geholfen. So begriffsstutzig, wie er manchmal war, grenzte es schon an Dusseligkeit.

Ich glaube, dieses Hörbuch würde durch eine Kürzung auf etwa die Hälfte viel an Spannung gewinnen. In dieser ungekürzten Lesung (16,5 Stunden) fand ich es viel zu langatmig.

Rainer Fritzsche als Sprecher hat einen sehr guten Job gemacht. Er gab den einzelnen Personen jeweils eine eigene Stimme, so dass jederzeit klar war, wer gerade spricht.

Zusammenfassend möchte ich sagen: Die Thematik hat mich faszinierend. Die Geschichte an sich war interessant, aber die Umsetzung war zu langatmig. Dadurch blieb fast jegliche Spannung auf der Strecke. Schade.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Sergej Lukianenko – Der falsche Spiegel

Siehe auch: