Ramez Naam – Crux (Nexus-Trilogie 2)

CruxBeschreibung
Die Erfindung der Nano-Droge Nexus hat die Menschheit in ein neues Zeitalter katapultiert. Die Verschmelzung von Mensch und Internet hat zu einer internationalen Terrorkrise geführt. Kade Lane, ein brillanter Forscher und Miterfinder von Nexus, findet sich plötzlich wieder in einem undurchsichtigen Kampf zwischen unerbittlichen US-Behörden und skrupellosen Terroristen. Sein größter Gegner, die Chinesin Su-Yong, tritt ihm als scheinbar übermächtiges Cyberwesen entgegen. Eine atemlose Jagd beginnt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
17 h 26 m

Meine Meinung
Nach dem sehr interessanten 1. Teil, an dem ich ja einzig die vielen Kampfszenen zu bemängeln hatte, ansonsten aber vollends begeistert war, freute ich mich auf die Fortsetzung. Gespannt lud mich mir also den 2. Teil auf den Player. Doch was war denn nun passiert? Ich war sehr schnell von all den Namen sehr verwirrt. Vermutlich waren es gar nicht so viele Mitwirkenden, aber mal wurden sie mit Vornamen, dann mit Nachnamen benannt. Da waren es schon mal zwei. Und das bei vielen Personen. Hinzu kamen sehr viele für europäische Ohren nicht gerade gängige Namen… nochmal schwierig. Vor allem: ist das nun Männlein oder Weiblein? Und selbst bei amerikanischen Namen hatte ich beim Hören meine liebe Mühe. Ok, Kade (ein Mann) und Sam (eine Frau) kennt man schon von Teil 1. Doch im Hörbuch hört sich Kade nunmal wie Kate an und bei Sam denke ich zunächst an einen männlichen Namen. Hach, die Verwirrung war groß.

Auch mit Uve Teschner hatte ich meine Mühe. Er hat das Hörbuch super gesprochen, keine Frage! Aber durch sein Engagement wurden sehr viele Szenen (gerade wieder diese unsäglichen Kampfszenen) sehr laut, gar geschrien, andere wieder waren dann so leise, dass ich kaum was verstand. Ich musste also ständig an der Lautstärke regulieren. Ok. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht mehr allzu gut höre. Aber ich hatte schon lange nicht mehr solche Probleme mit einem Hörbuch. Vor allem nicht bei einer Lesung. Eigentlich war dies bisher einzig ein Problem bei Hörspielen. Nun gut, ich hoffe, es bleibt die Ausnahme.

Die Idee der Story fand ich wieder gut! Nur deshalb habe ich überhaupt bis zum Schluss durchgehalten. Denn ich wollte ja schon wissen, wie es denn nun ausgeht. Aber eins steht fest. Teil 3 der Trilogie werde ich mir nicht mehr holen. Teil 2 hat mich zu viele Nerven gekostet und mich zu sehr angestrengt, über die knapp siebzehneinhalb Stunden überhaupt durchzuhalten. Und vermutlich wird der 3. Teil ähnlich werden. Schön für alle die, die den Stil bisher toll fanden. Schade für mich, da ich dann das wahre Ende nie erfahren werde. Aber naja, damit kann ich/muss ich leben.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ramez Naam – Crux

Siehe auch:

 

Ramez Naam – Nexus: Das Internet im Kopf

NexusBeschreibung
Die Nano-Droge ermöglicht es einem, sich mental mit anderen Menschen und mit den Datenströmen des Internets zu verbinden. Der US-Behörde ERD ist Nexus jedoch ein Dorn im Auge.Sie zwingen den jungen Programmierer Kaden Lane, einen der Miterfinder von Nexus, sich bei einer skrupellosen chinesischen Wissenschaftlerin einzuschleusen. Sie plant, die gesamte Menschheit zu unterwerfen. Doch auch die Behörden gehen für Nexus über Leichen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
15 h 09 m

Meine Meinung
„Nexus“, so wird die Nano-Droge genannt, mit der man sich u. a. mental mit anderen Menschen unterhalten kann. Tolle Zukunftsvision oder Horrorszenario? Nun, ich denke, es ist ein wenig von beidem. Jedenfalls finde ich die Vorstellung grandios – solange Nexus „richtig“ eingesetzt wird. Doch wie mit allen großen Erfindungen, birgt es natürlich auch Gefahren, wenn die Erfindung z. B. zur Machterhaltung oder zu Kriegszwecken eingesetzt wird.

Ramez Naam hat sich mit „Nexus“ eine tolle Story einfallen lassen, die eben diese Gratwanderung zwischen Gut und Böse beschreibt. In diesem Szenario wurde Nexus entwickelt, um Patienten die z. B. einen Arm verloren hatten und die nun mit einer Prothese versorgt wurden, lebensechte Bewegungsabläufe mittels Gedanken zu ermöglichen. Dass sie nicht nur einen Gegenstand greifen, sondern auch kleine, filigrane Arbeiten damit verrichten konnten. Eben Feinmotorik statt nur Grobmotorik. Doch die Regierungen sahen auch direkt ihre Chancen, was sie mit Nexus alles anstellen könnten. Nämlich das Volk komplett zu manipulieren und zu unterwerfen. Borg-ähnliche Zustände mit kollektivem Bewusstsein. Das kann gut sein, das kann übelst sein – je nach dem, wer die Führung hat.

Naam hat dies in eine spannende Geschichte gepackt, in der es an Kampfszenen nicht mangelt. Leider waren diese Kampfszenen zu oft, zu detailliert und zu lange für meinen Geschmack. Kürzere Beschreibungen hätten mir da vollkommen ausgereicht. Doch sonst war die Story wirklich irre spannend und sehr nahe an einer vorstellbaren Zukunft. Denn so abwegig ist diese Idee ganz und gar nicht mehr.

In dem äußerst interessanten Nachwort erklärt Ramez Naam, wie er zu der Idee von Nexus kam – auf welchen heute bereits vorhandenen Technologien er aufgesetzt hat. So wurde z. B. auch das Cochlear Implantat erwähnt und erklärt, welches meine Nichte z. B. hat. Sie wurde mit an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit geboren. Mit knapp zwei Jahren hat sie das erste CI (kurz für Cochlear Implantat) bekommen, mit sechs Jahren das zweite. Dank dieser Implantate kann sie hören und sprechen. Gäbe es diese Technologie nicht, könnte sie nichts hören und wir könnten nur mittels Gebärdensprache mit ihr kommunizieren. Gerade heute Abend ist sie auf einem Musikfestival. Das wäre sie als taubes Mädchen sicherlich nicht.

Kurzum, Nexus ist ein geniales, äußerst interessantes Zukunftsszenario, das zwar meiner Meinung nach einige Längen (siehe Kampfszenen) hat, dafür aber mit vielen glaubhaften und vorstellbaren Ideen brilliert.

Warum im Titel allerdings der Zusatz „Das Internet im Kopf“ zu finden ist, leuchtet mir nicht ganz ein. Denn damit hat es nicht sonderlich viel zu tun. Vermutlich steht das da nur, um die Leser/Hörer zu locken.

Uve Teschner bei diesem Hörbuch als Sprecher einzusetzen, war natürlich ebenfalls eine sehr gute Entscheidung. Er war mal wieder perfekt in seiner Rolle.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ramez Naam – Nexus: Das Internet im Kopf

Siehe auch: