Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Beschreibung
Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit.

Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bodo Primus

Länge
8 h 30 m

Meine Meinung
„Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ ist ein weiteres, meiner Meinung nach sehr wichtiges Buch, aus der Feder von Richard David Precht.

Zitat: „Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?“ finde ich einen äußerst interessanten Denkansatz. Denn momentan scheinen ja die meisten einfach nur mehr oder weniger gespannt zu warten, was denn die Zukunft so bringen mag. Dass dies vielleicht nicht ganz die richtige Einstellung an diesem wichtigen Scheidepunkt ist, erklärt Precht hier wieder für jeden leicht verständlich.

Besonders hervorheben möchte ich seine Gedanken bezüglich des „BGE – des bedingungslosen Grundeinkommens“. Bisher fand ich die Idee zwar durchaus klasse, konnte mir aber nicht recht vorstellen, wie man das realisieren könnte. Precht erklärt, wie es funktionieren kann und dass es für unsere Zukunft wohl kaum einen Weg daran vorbei geben wird. Denn wenn die meisten Arbeitsplätze einfach nicht mehr da sind, wie sollen dann die Menschen überleben (also zumindest in den Industriestaaten)?

Ich fand seine Gedankengänge bzgl. des BGE äußerst interessant und überlegenswert. Doch dieses Buch beschäftigt sich natürlich nicht nur mit dem Thema BGE. Viele weitere zu bedenkende Themen für unsere Zukunft werden hier angesprochen.

Insgesamt bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass dieses Hörbuch auf meine Bestenliste gehört.

Bodo Primus als Sprecher fand ich auch klasse, auch wenn ich dieses Hörbuch lieber von Precht selbst gelesen angehört hätte. Aber man kann ja nicht alles haben.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Siehe auch:

Richard David Precht – Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen der Menschen

tiere-denkenBeschreibung
Können wir wirklich so weitermachen? Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und hassen, wir verzärteln und essen sie. Doch ist unser Umgang richtig und moralisch vertretbar?

Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Am Ende steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Anstoß dazu, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird im Download exklusiv von Audible präsentiert.

Sprecher
Ernst Walter Siemon

Länge
14 h 35 m

Meine Meinung
Als ich las, dass Richard David Precht ein neues Buch geschrieben hat mit dem Titel „Tiere denken“ dachte ich zuerst: Nanu, springt er nun auf den Bucherfolg von Peter Wohllebens Titel „Das Seelenleben der Tiere“ auf? Doch das konnte ich mir beim besten Willen nicht von Richard David Precht vorstellen. Als ich dann das erste Mal den vollständigen Titel sah, nämlich: „Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen der Menschen“ war mir klar, dass es hier nicht darum geht zu beweisen, dass Tiere denken, sondern um etwas ganz anderes. Und das war dann wieder genau das, was ich an Precht so sehr schätze: Seine hinterfragende, geschichtlich fundierte Sichtweise, wie und warum Dinge heute so sind, wie sie sind und noch viel wichtiger: Ist unsere heutige Sichtweise moralisch noch vertretbar, logisch nachvollziehbar, überhaupt noch akzeptabel, gut oder verachtend, gerecht oder völlig desolat – nun, die Liste könnte man noch schier endlos weiterführen.

Richard David Precht hat sein Buch in vier Bereiche aufgeteilt.

  1. Das Menschentier
    Hier geht es um die biologische Sicht
  2. Das Tier im Auge des Menschen
    Hier beschreibt er unser Bild der Tiere in der Kulturgeschichte, der abendländischen Philosophie
  3. Eine neue Tierethik
    Hier hinterfragt er die moralische Vertretbarkeit unseres Handelns
  4. Was tun?

Ich lauschte jedem einzelnen der vier Kapitel sehr genau und gewann dadurch sehr viele neue Erkenntnisse. Seine Art Dinge zu erklären und Zusammenhänge verständlich zu machen, finde ich immer wieder hervorragend. Auch hat er kein Thema unangesprochen gelassen, soweit ich das beurteilen kann. Er hat derart viele Aspekte und Sichtweisen hinterfragt, zerlegt, gar zerpflückt, dass man wirklich von äußerst umfassender Information sprechen kann. Und diese Informationen ergeben zusammen ein Bild, bei dem sich jeder Mensch selbst fragen muss: Was tue ich da eigentlich?

Auch betrachtet er unser geltendes Tierschutzgesetz genauer. Ich muss gestehen, ich war entsetzt. Wähnte ich mich doch immer in der vagen Bequemlichkeit, dass wir ja immerhin ein Tierschutzgesetz haben. Ich dachte immer, man müsse daran sicher noch vieles verbessern, wenn man von all den Massentierhaltungen und Tierversuchen liest. Doch wie „desolat“ dieses unsere Tierschutzgesetz tatsächlich ist, war mir in keinster Weise bewusst. Gerne warf ich auch Tierschutz und Tierrecht in einen Topf. Nun, auch das werde ich in Zukunft lassen.

Themen wie Tiere im Zoo, die Jagd, Tiere auf unserem Teller, Tiere zum Zwecke der medizinischen Forschung, Erhaltung der Artenvielfalt – er geht sie alle an und hinterfragt kritisch. Und natürlich bleibt auch nicht die Frage offen, wie er selbst zu Tieren und unserer Behandlung/Misshandlung dergleichen gegenüber steht.

Richard David Precht ist mit seinem neuesten Buch wieder einmal gelungen, dass man gründlicher nachdenkt, selbst dann doch auch tiefer sein eigenes Tun hinterfragt und im besten Falle auch eine Entscheidung im Sinne der Tiere fällt. Der Trend zu vegetarischer und auch veganer Ernährung ist nun ja nicht mehr neu, doch ich denke, er könnte nun – da dieses Buch erschienen ist und es hoffentlich ganz viele Menschen lesen/hören werden – noch schneller voranschreiten oder zumindest zu einem bewussteren Verzehr führen. Das wäre zwar erst die erste Stufe von vielen, die noch erklommen werden sollten, doch bekanntlich fängt ja jede Reise mit dem ersten Schritt an.

Den Sprecher Ernst Walter Siemon fand ich sehr gut. Er hat eine angenehme Stimme, der man stundenlang zuhören kann. Und das ist gerade bei diesem Buch sehr wichtig. Denn auf der einen Seite ist es sicherlich keine leichte Kost und auf der anderen Seite fesselt es aber auch derart, dass man kaum pausieren möchte.

Und wenn ich von einem Hörbuch derart voll des Lobes bin, dann hat es natürlich auch einen Platz auf meiner Bestenliste verdient. Es ist ein wichtiges Buch, ein Buch, das wirklich jeder kennen sollte. Denn dieses Thema geht uns alle an.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Richard David Precht – Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen der Menschen

Und hier noch ein sehr interessanter Link: Buchmesse Frankfurt 2016 – „Richard David Precht auf dem blauen Sofa“

Siehe auch:

Richard David Precht – Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Beschreibung
Bücher über Philosophie gibt es viele. Doch Richard David Prechts Buch „Wer bin ich, und wenn ja wie viele?“ ist anders als alle anderen Einführungen. Niemand zuvor hat den Leser so kenntnisreich und kompetent und zugleich so spielerisch und elegant an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt.

In seiner faszinierenden Reise in die Welt der Philosophie führt Richard David Precht mit Hilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse kompetent und unterhaltsam an die großen Fragen des Lebens heran.
Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein?

Eine Einladung, lustvoll und spielerisch über das Leben und seine Möglichkeiten nachzudenken.

Sprecher
Caroline Mart, Bodo Primus

Länge
313 Minuten

Meine Meinung
Schade, dass ich das Buch nun schon fertig gehört habe. Ich könnte Richard David Precht wirklich ewig zuhören! Ich finde es echt genial: er stellt eine Frage, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, diese Frage überhaupt zu stellen! Und die Gedanken, die er zu dieser Fragestellung hat, einfach klasse. Das ist Philosophie, wie sie mir gefällt. Vor allem, weil sie nicht abgedreht und völlig unverständlich erklärt wird, sondern weil er es hervorragend versteht , den „Sachverhalt“ auch philosophischen Laien (die sich aber doch schon so ihre eigenen Gedanken machen) so zu erklären, dass sie es auch verstehen.

Auch im 3. Buch, das ich nun von ihm gehört habe, spricht er wieder viele aktuelle Themen an und hat mir einige neue Denkansätze gegeben, über die ich mir die nächsten Tage jetzt erstmal meine Gedanken machen kann. Sehr schön 🙂

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Und hier noch ein sehr interessanter Link zu Youtube bzgl. des Buches:

Siehe auch:

 

Richard David Precht – Liebe. Ein unordentliches Gefühl

Beschreibung
Richard D. Precht ist inzwischen zu einem Medienphänomen geworden. Telegen und auf zurückhaltende Art medienkompatibel, dürfte er der einzige deutsche Philosoph sein, der ein breites, auch fachfremdes Publikum erreicht. Nach dem Überraschungserfolg von „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ hat er nun einen weiteren furiosen Streifzug durch die Wissenschaftsgeschichte unternommen. Diesmal geht es um das vielleicht älteste Thema, das den Menschen bewegt: die Liebe.

Precht führt über die biologischen und kulturellen Grundlagen zum Kern der menschlichen Liebesbeziehungen und prüft gängige Thesen z. B. aus Psychologie, Evolution oder Neurologie auf ihre Belastbarkeit hin. Dabei wird auch so manche Theorie des Mainstreams infrage gestellt. Der abschließende Teil ist eng an den heutigen Lebens- und Liebesrealitäten orientiert und befasst sich etwa mit „Romantik als Konsum“ oder der Frage, was von der Liebe übrig bleibt, wenn der Nachwuchs kommt.

Und natürlich geht es auch um Sex. Als durchaus erklärungsbedürftig bezeichnet Precht den Befund, dass einerseits Sex nie allgegenwärtiger war als heute (als Fantasie, Kaufanreiz, Wettkampf, Anspruch…), gleichzeitig seine faktische Bedeutung stark abnimmt. Hier kommt kein Kulturpessimismus konservativer Prägung zum Tragen – vielmehr wird eine Schieflage, die wohl kaum jemandem entgangen sein dürfte, einer nüchternen Analyse zugeführt.

Wie schon im Vorgängerband hat Precht hier keine kryptische wissenschaftliche Abhandlung verfasst. Vielmehr begeistert und unterhält er den Leser mit eleganter Leichtigkeit – und dies mit durchaus grundsätzlichen Gedanken über die Entwicklung des Menschen, die eigene Geschichte und das Zusammenleben mit dem Partner.

Sprecher
Richard David Precht, Caroline Mart (sie ist übrigens seine Frau)

Länge
314 Minuten

Meine Meinung
Das war nun das zweite Buch, das ich von Richard David Precht gehört habe. Es hat mir auch wieder gut gefallen, nicht so gut wie das erste, das muss ich zugeben, aber das liegt wahrscheinlich auch im Thema an sich begründet (ich bin überzeugter und glücklicher Single).

Das „Liebes-Haus“, das er vom Fundament bis zum letzten Stockwerk nach und nach aufgebaut hat, fand ich sehr interessant und natürlich hat er alles wieder so erklärt, dass auch Laien das verstehen können. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich öfter mit meinen Gedanken abschweifte, was darauf hindeutet, dass ich nicht alles so super interessant fand.

Sehr schön fand ich die Machart mit den zwei Sprechern, deren Stimmen sehr gut zusammen passten und die schöne Musikeinspielungen nach den meisten Kapiteln.

Absolut klasse fand ich den Spruch zur Lage der Nation: oversexed und abgefuckt! Hehe, das fand ich äußerst treffend. Klingt jetzt hier so aus dem Kontext genommen natürlich ziemlich derb, aber wenn er uns unsere heutige Welt erklärt, dann ist das gar nicht mehr nur derb sondern einfach zutreffend. Glaubst du nicht? Dann hör es dir an 😉

Fazit: stars_4 empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Siehe auch:

 

Richard David Precht – Die Kunst, kein Egoist zu sein

Beschreibung

Ist der Mensch gut oder schlecht? Ist er in der Tiefe seines Herzens ein Egoist oder hilfsbereit? Und wie kommt es eigentlich, dass sich fast alle Menschen mehr oder weniger für die „Guten“ halten und es trotzdem so viel Unheil in der Welt gibt?

Das Hörbuch stellt keine Forderung auf, wie der Mensch zu sein hat. Es untersucht – quer zu unseren etablierten Weltbildern – die Frage, wie wir uns in unserem täglichen Leben tatsächlich verhalten und warum wir so sind, wie wir sind: Egoisten und Altruisten, selbstsüchtig und selbstlos, rivalisierend und kooperativ, nachtragend und verzeihend, kurzsichtig und verantwortungsbewusst. Je besser und unbestechlicher wir unsere wahre Natur erkennen, desto gezielter können wir unsere Gesellschaft verändern und verbessern. Ein Hörbuch, das uns dazu bringt, uns selbst mit neuen Augen zu sehen!

Sprecher
Richard David Precht und Caroline Mart

Länge
383 Minuten

Meine Meinung
Im Zuge der letztjährigen Buchmesse sah ich im TV Richard David Precht in einem Interview zu diesem Buch auf dem „Blauen Sofa“. Dieses Interview machte mich neugierig. Heute habe ich das Hörbuch in einem Zug gehört – jede auch noch so kleine Unterbrechung hat mich immens gestört. Denn meine Erwartungen an dieses Buch wurden weit übertroffen. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für jeden Menschen und vor allem für alle Politiker werden!

Auch für Laien völlig verständlich erklärt Precht anhand der Psychologie, warum unsere Gesellschaft so ist wie sie ist und präsentiert meiner Meinung nach gangbare Wege, wie man aus dieser Misere wieder heraus kommen könnte – wenn denn einfach mehr Menschen – insbesondere unsere Politiker – ihr Handeln reflektieren und wieder mehr Verantwortung für die Zukunft übernehmen würden.

Allerdings ist dieses Buch nicht in erster Linie politisch – im Gegenteil, es erklärt uns einfach, wie wir sind und zeigt einem anhand zahlreicher angeführter Tests, die über die Jahrzehnte durchgeführt wurden, warum wir so handeln, wie wir es oft tun – und uns anschließend über uns selbst wundern: warum habe ich das nur gemacht/gesagt? Wenn einem das erst einmal bewusst wird und man es nicht innerhalb einiger weniger Tage  wieder vergisst, könnte der menschliche Umgang mit- und untereinander wesentlich verbessert werden.

Die Begriffe „Pfadabhängigkeit“ und „Shifting Baselines“ werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. Denn sie haben mir so vieles erklärt, was ich bis dato einfach nicht begreifen konnte. Wenn du dich nun fragst, was denn die beiden Begriffe bedeuten, dann kann ich dir nur raten: höre dir dieses Hörbuch an! Es ist sehr gut investierte Lebenszeit. Denn es kann ja nie schaden, in Reflexion mit sich selbst zu gehen.

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Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Siehe auch:

 

Ein anderes Sachbuch, das ich ebenso interessant fand, ist von
Frank Arnold – Management. Von den Besten lernen