Jeffrey Archer – Das letzte Plädoyer

Beschreibung
Hätte Danny Cartwright seiner Freundin Beth den Heiratsantrag nur einen Tag früher oder später gemacht, wäre er nicht verhaftet und wegen Mordes an seinem besten Freund angeklagt worden. Vor Gericht steht die Aussage des unschuldigen Mechanikers aus dem Londoner East End gegen die Aussagen von vier Gentlemen. Schnell wird klar, dass Dannys Version der Geschichte die Geschworenen nicht überzeugt: Er wird zu 22 Jahren Haft verurteilt. Die wahren Schuldigen kommen davon. Vorerst – denn alle vier unterschätzen Dannys Entschlossenheit zur Rache: Er kämpft für eine Gerechtigkeit, die die skrupellosen Täter das Fürchten lehren wird.

Sprecher
Maximilian Laprell

Länge
18 h 38 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich brauchte drei Anläufe, um letztlich in die Story zu finden und um sie dann nicht mehr ausschalten zu wollen. Anfangs fand ich es total unlogisch, dass Danny eben noch ganz normal redete. Doch kaum war er im Knast, stellte man fest, dass er keinen korrekten Satz sagen konnte, dass sein Dialekt und sein Benehmen mehr als zu wünschen übrig ließen. Eben ein typischer Arbeiter, der keine gute Ausbildung genossen hatte. Das wollte mir nicht so recht einleuchten. Ich begann also nochmals von vorne und lauschte ganz genau auf Dannys Worte. Und da stellte ich fest, dass er eigentlich vorher nicht viel sagte. Also schluckte ich es und hörte weiter. Welch ein Glück. Denn wie sich diese Geschichte entwickelte, fand ich derart spannend, dass ich – hatte ich erst einmal Blut geleckt – nur noch mit Ohrhörern anzutreffen war.

Danny hatte es im Knast gut getroffen. Denn in der breiten Bevölkerung bestanden durchaus Zweifel, ob Danny wirklich der Mörder war. Und so wurde er zu zwei Inhaftierten in eine Zelle gesperrt, die keine Schwerverbrecher waren. Einer davon war ein durchaus betuchter Herr aus sehr gutem Hause. Dieser nahm sich Danny an und brachte ihm das Lesen und Schreiben bei und auch wie man sich angemessen in der Gesellschaft verhält. Nach und nach wurden sich die beiden immer ähnlicher, da sie von gleicher Statur waren, sich eh schon ziemlich ähnlich sahen und durch die Anpassung von Dannys Haarschnitt wurde es bald sehr schwer, die beiden überhaupt noch auseinanderhalten zu können.

Dann ergab sich eine tragische Chance für Danny, auf „fast“ legalem Wege aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Diese ergriff er natürlich. Und fortan arbeitete er an seinem Racheplan. Mehr will ich aber nicht zu der Geschichte erzählen. Höre es dir selbst an! Nur soviel sei gesagt: Niemand will Danny zum Feind.

Insgesamt fand ich diesen Thriller aus Archers Feder wirklich absolut klasse! Das einzige, das man bemängeln könnte, wenn man nun unbedingt in den Krümeln suchen möchte, dann wäre es dies: Wieder typisch Archer, ein armer Kerl kommt groß raus. Aber das wäre dann hier doch recht weit geholt, denn diese Story mutet ganz anders an als z. B. Die Clifton-Saga oder Kain und Abel.

Wenn das nicht sehr nach Bestenliste aussieht, dann weiß ich auch nicht.

Kurz noch zum Sprecher. Maximilian Laprell hat mir sehr gut gefallen! Auch er bekommt die volle Punktzahl.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Das letzte Plädoyer

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

Anja Jonuleit – Rabenfrauen

Beschreibung
Sommer 1959. Die Freundinnen Ruth und Christa verlieben sich in den jungen Freikirchler Erich. Als dieser nach Chile geht, um beim Aufbau einer christlichen Gemeinschaft, der Colonia Dignidad, zu helfen, folgt ihm die lebenshungrige Christa, während Ruth zurückbleibt. Was als Abenteuer beginnt, wird bald zum Albtraum. Noch Jahrzehnte später plagt Ruth das Schuldgefühl, die beiden nicht aufgehalten zu haben.

Eine berührende und erschütternde Geschichte über zwei außergewöhnliche Frauenschicksale und die zerstörerische Kraft der Colonia Dignidad.

Sprecher
Marion Mertienzen, Anja Jonuleit, Birte Schnöink

Länge
8 h 24 m

Meine Meinung
Rabenfrauen erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in den Sog der Colognia Dignidad – einer üblen Sekte – gerieten. Christa mehr als Ruth, Christa geht mit nach Chile, Ruth zweifelt immer mehr an den Freikirchlern und bleibt alleine zurück.

Ich fand diese Geschichte wirklich toll aufgebaut und auch richtig klasse von den drei sehr passenden Sprecherinnen gesprochen. Ich konnte mir schon sehr gut vorstellen, wie Christa und Ruth von dem charmanten und gut aussehenden Erich fasziniert waren. Aufgrund ihrer verschiedenen Charaktere konnte ich auch ihre unterschiedlichen Entscheidungen nachvollziehen. Allerdings fiel mir das bei Ruth etwas schwerer. Doch vermutlich ahnte ich schon schlimmes, wie hätte das Ruth in ihrer Verliebtheit erkennen sollen? Ich glaube, ihre Entscheidung sollte man nicht leichthin als blauäugig abtun. War es damals doch alles neu und entwickelte sich ja erst zu dem, was es dann wurde.

Erzählt wird die Story in Rückblicken, somit setzt sich nur Stück für Stück das ganze Ausmaß dieser gnadenlosen Sekte zusammen. Ich hatte den Begriff Colognia Dignidad zwar schon mal gehört, konnte aber nicht wirklich etwas damit in Verbindung bringen. Ich staunte von Minute zu Minute mehr und konnte das Hörbuch nicht mehr ausschalten. Anschließend recherchierte ich zu dieser Sekte im Internet. Unglaublich.

Mich hat dieses Hörbuch jedenfalls sehr begeistert. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es als Hörbuch mit diesen drei Stimmen noch eindrücklicher ist, als wenn man es selbst als Buch lesen würde. Denn dies ist keine reine Lesung. Dies ist Kopfkino pur.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Anja Jonuleit – Rabenfrauen

Siehe auch:

Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Beschreibung
Tina und Anders hatten einmal andere Wünsche ans Leben. Jetzt sind sie Anfang sechzig und haben beide gerade jemanden verloren, der ihnen sehr nahestand und der eine Lücke hinterlässt, die zu füllen ihnen unmöglich scheint. Und auch ihre Hoffnungen und Träume haben sie mit den Jahren aus den Augen verloren – das Leben zog vorbei, und dieser eine Moment kam nie.

Tina und Anders sind sich noch nie begegnet, doch durch Zufall beginnen sie einen Briefwechsel. Sie teilen Glück und Sorgen, tauschen sich über Familie und Arbeit, Kunst und Natur aus. Durch ihre Freundschaft entwickeln sie bald einen Hunger nach Veränderung, der es ihnen unmöglich macht, wieder in ihre alte Rolle zurückzukehren.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Wolfram Koch

Länge
7 h 27 m

Meine Meinung
Tina lernt Christian durch einen Zufall kennen. Mit Anfang 60 schreibt sie an einen Museumsleiter, dessen Museum sie als Kind schon besuchen wollte. Da er natürlich nicht mehr lebt, erhält sie Antwort von seinem Nachfolger, einem ebenfalls um die 60-jährigen Mann. Daraus entwickelt sich unverhofft eine innige Brieffreundschaft. Sind die Briefe anfangs noch recht allgemein und Moorleichen und Landschaften betreffend, so werden sie zunehmend privater und vertrauter. Bis die beiden bald eine äußerst innige Beziehung in Form von Briefen führen. Denn gesehen haben sie sich noch nie.

Mir hat die Art der Briefe sehr gut gefallen. Beide könnten kaum unterschiedlichere Laben führen und doch vereint sie ein zartes Band des gegenseitigen Verstehens. Die Freude auf den nächsten Brief des jeweils anderen steigert sich immer mehr, bis plötzlich und völlig unvorhergesehen Tina den Briefwechsel beenden will. Ohne Begründung. Einfach so. Das kann Christian natürlich überhaupt nicht verstehen und bohrt nach – jedoch auf eine sehr feinfühlige Art, so dass ihre Briefe doch wieder aufgenommen bzw. weitergeführt werden. Hier wird es dann sehr tragisch.

Waren die Briefwechsel anfangs noch banalen Themen gewidmet, so wurden sie später hin immer vertrauter. Mir hat dieser Aufbau sehr gut gefallen. Und ich fand ihn absolut glaubwürdig! Denn ich hatte auch solch einen Freund, mit dem ich über Jahre – zwar keine Briefe – aber E-Mails austauschte. Bei uns war die Entwicklung exakt so, wie hier in diesem Buch geschrieben. Leider ist mein E-Mail-Freund dieses Jahr im viel zu jungen Alter von 60 Jahren verstorben. Joschi, ich werde dich nie vergessen! (Dieser absolut private Einschub musste jetzt sein – in Gedenken an ihn.)

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist ruhig, manchmal trivial, manchmal aber auch voller Emotionen.

Andrea Sawatzki und Wolfram Koch hier als Sprecher auszuwählen, fand ich die absolut richtige Wahl! Die beiden waren spitzenmäßig.

PS: Den Original-Titel finde ich wesentlich treffender: Meet me at the Museum. Auch das englische Cover gefällt mir viel besser.

Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Chloe Benjamin – Die Unsterblichen

Beschreibung
Wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst: Wie würdest du leben?
New York 1969: die Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya legen ihr Taschengeld zusammen und suchen eine Wahrsagerin auf. Die kann angeblich den Tag des Todes vorhersagen. Aufgebracht, ungläubig, schulterzuckend reagieren die Kinder auf die Prophezeiung – und doch wird das Wissen ihr Leben beeinflussen. Während Simon sein Glück im liberalen San Francisco der 80er Jahre findet und Klara sich ihrer Leidenschaft Magie verschreibt, suchen Daniel als Arzt und Varya als Wissenschaftlerin sicheren Boden. Und die Antwort auf die Frage, ob die Wahrsagerin recht behalten würde…

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
13 h 25 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mich wirklich fasziniert. Ich hatte mir selbst schon die Frage gestellt, ob ich wissen wollte, wann ich sterben würde. Ich habe diese Frage für mich verneint. Und zwar einfach deshalb, weil ich nicht wusste, wie mich dieses Wissen in meinem zukünftigen Leben beeinflussen würde. Somit fand ich es natürlich spannend, als ich die Beschreibung dieses Hörbuches las.

Vier noch junge Geschwister haben nun alle ein Datum im Kopf, wann sie sterben werden. So ganz ernst nimmt man es nicht – zumindest nicht nach außen hin. Doch innen sieht es dann doch anders aus. Zu, da manche nicht sonderlich alt werden sollen.

Fortan wird die Geschichte der Geschwister erzählt. Diese Episoden fand ich sehr spannend, interessant und kurzweilig beschrieben. Ich konnte ihre Lebensentscheidungen gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer von Glück gekrönt waren. Dadurch gingen einem die einzelnen Schicksale natürlich noch mehr  zu Herzen. Aber kein Kitsch. Einfach nur das wahre Leben, wie es sich den ganz normalen Menschen eben entgegenstellt, manchmal auch in den Weg stellt.

Wolfram Koch als Sprecher liebe ich! Und er hat mich auch hier nicht enttäuscht. Ganz wunderbar hat er „Die Unsterblichen“ gesprochen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Chloe Benjamin – Die Unsterblichen

Christina Dalcher – VOX

Beschreibung
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…

Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
9 h 47 m

Meine Meinung
Als ich die Beschreibung las, war ich zunächst schockiert und dann wollte ich es natürlich sofort hören. Denn dieser Gedanke, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, ist ja nun mehr als schockierend. Was sind schon 100 Wörter?

Doch leider finde ich, dass hier einiges an Potenzial verschenkt wurde. Denn der Grundgedanke ist ja ohne Frage unglaublich gut. (Ich will hier gar nicht ins Interpretieren kommen.) Doch die Umsetzung fand ich stellenweise wirklich etwas schwierig nachvollziehbar. Der Plot an sich war zwar klar, doch es gab hier einige (für meinen Geschmack zu viele) Stellen, die meiner Meinung nach nicht wirklich gut ausgearbeitet waren.

Insgesamt fand ich die Geschichte als Mahnung zwar unheimlich wichtig und lohnend, doch ich hatte mir wirklich mehr davon erhofft.

Dennoch möchte ich es allen empfehlen. Denn die Botschaft dahinter ist ohne Frage unglaublich wichtig.

Andrea Sawatzki war natürlich unglaublich gut.

PS: Diese kurze Rezension umfasst ohne diesen Satz hier 147 Wörter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Dalcher – VOX

Annette Hess – Deutsches Haus

Beschreibung
Frankfurt 1963. Eva, gelernte Dolmetscherin und jüngste Tochter der Wirtsleute Bruhns, steht kurz vor ihrer Verlobung. Unvorhergesehen wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen. Ihre Eltern sind, wie ihr zukünftiger Verlobter, dagegen: Es ist der erste Auschwitz-Prozess, der in der Stadt gerade vorbereitet wird. Eva, die noch nie etwas von diesem Ort gehört hat, folgt ihrem Gefühl und widersetzt sich ihrer Familie. Sie nimmt die Herausforderung an, ohne zu ahnen, dass dieser Jahrhundertprozess nicht nur das Land, sondern auch ihr eigenes Leben unwiderruflich verändern wird.

Sprecher
Eva Meckbach

Länge
8 h 56 m

Meine Meinung
1963. Damals wurde die deutsche Geschichte noch nicht in der Schule aufgearbeitet, wie dies heute ein Glück der Fall. Wie man bei diesem Buch sehen kann, hatten die meisten Kinder, die während oder nach des 2. Weltkrieges geboren wurden, keine Ahnung von dem, was sich damals zutrug. Alles wurde totgeschwiegen, das ganze Ausmaß kam wohl auch erst nach und nach ans Licht.

Und so nahm die junge Eva völlig unbedarft als Dolmetscherin eine Stelle bei dem ersten Auschwitz-Prozess in ihrer Heimatstadt Frankfurt an. Sie war Übersetzerin für die polnische Sprache und dolmetschte somit die Aussagen der ehemaligen Gefangenen, der Überlebenden des Horrors aber auch die Zeugenaussagen, die über die grausamen Morde getroffen wurden. Eva war entsetzt! Und ich als Zuhörer auch. Auch wenn es für mich nun nicht neu war. Aber die Beschreibung der Zustände und Behandlungen und die Gleichgültigkeit der Angeklagten machten wirklich sprachlos, wütend, fassungslos und – hierfür gibt es gar nicht die richtigen Worte. Nicht schuldig, immer nur nicht schuldig. Anette Hess hat die Stimmung im Gerichtssaal sehr gut beschrieben und auch die Gedanken, die Eva Bruhns immer schlimmer quälten.

Und dann muss sie auch noch feststellen, dass selbst ihre eigene Familiengeschichte davon betroffen ist.

Eva Bruhns wächst im Laufe der Geschichte von der unbedarften Verlobten zu einer Frau mit Selbstbewusstsein und Kampfgeist heran. Ihre Entwicklung hat mir auch sehr gut gefallen.

Insgesamt fand ich also sowohl den Plot an sich als auch die persönliche Geschichte um unsere Protagonistin herum sehr bewegend und absolut empfehlenswert.

Eva Meckbach fand ich auch ganz hervorragend passend zu dieser Geschichte. Zurückhaltend und doch sehr intensiv hat sie dieses Hörbuch gesprochen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Annette Hess – Deutsches Haus

Kristina Moninger – Hundert kalte Winter

Beschreibung
Eine Geschichte über die Bedeutung von Verlust und den unschätzbaren Wert von Freundschaft und Liebe von Bestsellerautorin Kristina Moninger.

Wenige Sekunden sind genug, um einem anderen Menschen Hoffnung zu geben und die eigene für immer zu begraben. Sekunden, nach denen für Sandra und ihre Familie nichts mehr ist, wie es früher war, und sie die schwerste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat: Sie muss ihren Sohn Jonah loslassen, damit ein anderes Kind weiterleben darf.

Katharina bangt um ihre jüngste Tochter Mila. Das Kind hat einen schweren Herzfehler und lebt nach mehreren erfolglosen Operationen mit einem externen Kunstherz. Das einzige, was Mila retten kann ist eine Herztransplantation.

Zwei Frauen, die sich vermutlich nie begegnet wären, wenn das Schicksal ihre Wege nicht zusammengeführt hätte. Zwei Familien, deren Lebens- und Liebesglück auf dem Spiel steht. Denn was geschieht, wenn Sandra das Kind kennenlernt, in dem Jonahs Herz schlägt?

Sprecher
Tanja Fornaro

Länge
9 h 48 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch habe ich von einer Freundin empfohlen bekommen. Keine Beschreibung – nur: „Das ist toll“.  Ohne die Beschreibung zu lesen, habe ich damit angefangen und wollte mich einfach mal überraschen lassen, um was es denn überhaupt geht.

Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht, dass es sich um eine derart emotionale Geschichte handelt. Es fing zwar etwas langatmig an, aber nachdem man alle Personen erst einmal kennengelernt hatte, wurde es richtig gut. Es wurde derart gut, dass ich es in einem Rutsch durchgehört hatte. Und das war dann mitten in der Nacht. Und da mich die Geschichte derart berührt hatte, habe ich in der Nacht dann auch noch davon geträumt.

Die Protagonisten wurden sehr gut und glaubwürdig beschrieben. Auch die Handlungen der Beteiligten fand ich überzeugend und jederzeit nachvollziehbar. Man könnte sagen, es menschelt hier sehr. Denn alles könnte sich genauso im echten Leben zutragen. Solche Geschichten mag ich sehr gerne, die so nachvollziehbar und echt beschrieben sind. Voller Emotionen, Entscheidungen und Fehlentscheidungen, Wut und Vergebung. Hier war so ziemlich jede emotionale Gefühlsregung dabei.

Tanja Fornaro als Sprecherin fand ich auch absolut klasse. Sie hat jeder Person die richtige eigene Stimme verliehen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kristina Moninger – Hundert kalte Winter

Lucinda Riley – Die Mondschwester (Die sieben Schwestern 5)

Beschreibung
Der 5. Teil der Schwestern-Saga

Tiggy d’Aplièse hatte schon als Kind eine innige Beziehung zu Tieren. Als die junge Zoologin das Angebot von Charlie Kinnaird erhält, auf seinem Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien – eine schicksalhafte Begegnung. Denn er hilft Tiggy, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem glamourösen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, einer berühmten Flamenco-Tänzerin. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde…

Sprecher
Katja Hirsch, Oliver Siebeck, Britta Steffenhagen

Länge
20 h 42 m

Meine Meinung
Die Reihe neigt sich mit diesem 5. Teil langsam dem Ende zu. In diesem Band geht es um Tiggy, die sich – wie schon vier ihrer Schwestern zuvor – auf die Suche nach ihren Wurzeln macht.

Tiggy nimmt einen Job  in den schottischen Highlands als Betreuerin von Wildkatzen an. Die Beschreibungen der Landschaft und der selten gesehenen Wildkatzen fand ich sehr interessant. Auch fand ich Tiggys Erlebnisse mit dem Besitzer des Anwesens stellenweise amüsant, stellenweise dramatisch. Man konnte jedenfalls unangestrengt der Story lauschen.

Der 5. Teil hat mich nicht in völlige Entzückung versetzt, doch es machte durchaus wieder Spaß, dem Fortgang der Geschichte zu lauschen.

Die Sprecher fand ich auch durchweg eine gute Wahl für die verschiedenen Handlungen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lucinda Riley – Die Mondschwester

Siehe auch:

Peter Dempf – Das Gold der Fugger

Beschreibung
Lange stand Agnes‘ Vater als Fuhrwerker in Diensten der Fugger. Eines Tages aber wird ihm vorgeworfen, Gold gestohlen zu haben. Nicht zuletzt, weil ein junger Patriziersohn ihn beschuldigt, reichen den Gerichtsherren drei Münzen als Beweis und als Grund, ihn auf dem Schindanger hinzurichten. Agnes ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt und schwört herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Heimlich schließt sie sich einem Fuggertross an und macht sich unter Lebensgefahr auf den Weg von Augsburg nach Prag…

Sprecher
Carolin Sophie Göbel

Länge
13 h 14 m

Meine Meinung
Diese Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. Ich bekam kaum bis keine Vorstellung, wie die Landschaften oder die Städte waren. Selbst den Tross, mit dem die Protagonistin von Augsburg nach Prag reiste, konnte ich mir nicht recht vorstellen. Es wurden keinerlei Angaben über die Größe gemacht. So habe ich bis heute nur eine vage Vorstellung von den Wagen, die hier reisten.

Es gab aber auch durchaus einige Passagen, die ich sehr interessant fand. Doch insgesamt fand ich die Story eher mäßig nett. Ganz gut anzuhören, doch nichts, was großartig im Gedächtnis haften bleiben würde.

Da ich von der Familie Fugger eine gänzlich andere Vorstellung hatte, googelte ich natürlich im Anschluss, woher denn meine Vorstellung von den gutherzigen Fuggers kam oder ob ich schlicht den Namen verwechselte. Doch nein, die Fuggerei, die es bis heute in Augsburg gibt, ist eine Ansammlung von Sozialbauten, die auch heute noch von der Familie Fugger unterstützt wird. Und eben genau in dieser Zeit der Entstehung der Sozialsiedlung der Fuggers spielt dieser Roman. Und hier werden die Fuggers als gnadenlose Ausbeuter dargestellt. Hm. Wäre die Story 100 Jahre früher angesiedelt, ok. Aber so – nein, das fand ich nicht sonderlich überzeugend oder passend.

Die Sprecherin hingegen hat mir sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Peter Dempf – Das Gold der Fugger

Martin Suter – Allmen und die Erotik

Beschreibung
Nicht nur Gefällig-Harmloses lässt sich in edles Porzellan gießen, sondern auch Deftig-Anzügliches in vollendeter Kunst. Allmen und Carlos geraten an einen geheimen Schatz wertvoller Porzellanfigürchen für Liebhaber der expliziten erotischen Darstellung. Ein Fall, der sie gehörig ins Schwitzen bringt. Denn sie ermitteln nicht ganz freiwillig. Ein erpresserischer Komplize hat sie in der Hand.

Sprecher
Gert Heidenreich

Länge
5 h 26 m

Meine Meinung
Der 5. Teil um den Bonvivant Allmen und seinen Diener Carlos hat mich wieder bestens unterhalten. Allmen lebt in einem steten Wandel zwischen pleite und ziemlich reich. Als er beim Diebstahl eines kleinen Fabergé-Eis von einem Detektiv gefilmt wird, gestaltet sich Allmens Leben heikler als sonst. Denn der Detektiv zwingt ihn und somit Carlos zu einem Diebstahl, von dem beide Parteien profitieren würden. Der Detektiv, weil er dem Bestohlenen seine Sicherheitssysteme und die zukünftige Sicherung der Gebäude verkaufen können würde und Allmen in seiner Funktion als Spezialist für die Wiederbeschaffung verschwundener Kunstgegenstände. Nicht ganz freiwillig und schon gar nicht glücklich lassen sich die beiden auf diesen Handel ein. Was darauf folgt ist eine witzige und kurzweilige Geschichte, die sich hauptsächlich um die erotischen Stücke des Meißner Porzellans dreht.

Ich hatte während des Hörens ein Dauergrinsen im Gesicht. Sowohl die Beschreibungen der Erotika-Reihe als auch die Dialoge zwischen Allmen, Carlos und vor allem Maria fand ich herrlich ausgearbeitet. Ich konnte mir die Szenen wunderbar vorstellen.

Doch am besten fand ich die Pointe der Geschichte. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, fand es aber perfekt für diese charmante und humorvolle Geschichte.

Gert Heidenreich war natürlich wieder ganz hervorragend als Sprecher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Martin Suter – Allmen und die Erotik

Siehe auch: