Lucinda Riley – Die Perlenschwester (Die sieben Schwestern 4)

Beschreibung
Von den exotischen Stränden Thailands in die Weiten des australischen Outbacks.

Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d’Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen, einer Schottin, die im 19. Jahrhundert nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katharina Spiering, Oliver Siebeck, Katja Hirsch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Um CeCe dreht sich der 4. Teil der Reihe „Die sieben Schwestern“. Eigentlich gab es CeCe bisher nur im Doppelpack mit ihrer Schwester Star. Doch da diese sich im 3. Teil endlich von ihrer Schwester abnabelte, stand CeCe nun ziemlich alleine da und machte sich dann halt doch auf, ihre eigenen Wurzeln zu finden. Die Hinweise, die ihr ihr Vater hinterlassen hatte, waren – wie so üblich – recht spärlich. Doch eines war klar: Sie führen sie nach Australien und hier sogar bis ins Outback zu den Aborigines.

Doch bis sie in Australien ankommt, strandet sie zunächst in Thailand. Dort lernt sie den sympathischen Ace (ich vermute er schreibt sich so, alle Leser des Romans mögen mich hier gerne korrigieren) kennen, der seine Herkunft und seine wahre Identität vor ihr verborgen hält. Doch für CeCe ist das ok. Als sie ein wenig von sich preisgibt, besorgt Ace sofort die Biografie von Kitty Mercer, auf die die Hinweise ihres Vaters hindeuten. CeCe findet das nun nicht so toll, muss sie ihm doch gestehen, dass sie nicht gerade gut lesen kann. Er nimmt es locker und beginnt ihr die Biografie vorzulesen.

Als sie weiter nach Australien reist, wird sie bereits am Flughafen von einer äußerst hilfsbereiten Servicemitarbeiterin begrüßt. Die beiden schließen recht schnell Freundschaft. Dadurch gelingt es CeCe sehr schnell, ihre Wurzeln  zu finden. Und hier komme ich nun zum wirklich sehr interessanten Teil der Geschichte. Denn ihre Wurzeln basieren auf einer äußerst starken und tapferen Persönlichkeit: Kitty Mercer.

Die historische Geschichte um Kitty Mercer, die aus der Not heraus zu einer äußerst erfolgreichen Geschäftsfrau im Perlenfischergewerbe wurde, fand ich sehr interessant. Sie war keine Minute langweilig. Ich konnte mir das kleine Städtchen irgendwo im Nirgendwo sehr gut vorstellen und welche Probleme eine alleinstehende Frau dort durchlebt. Ok, sie war nicht von Anfang an alleinstehend. Für sie galt es äußerst turbulente Jahre zu durchleben, bis sie einigermaßen zur Ruhe fand. Hier gibt es übrigens einige sehr aufregende aber auch sehr lustige Szenenbeschreibungen.

Diesen historischen Teil bewerte ich liebend gerne mit 5 Punkten, denn ich lauschte wirklich gebannt jeder Sekunde.

Den aktuellen Part um CeCe hingegen fand ich zwar auch interessant, besonders als sie …. (wird nicht verraten), doch insgesamt fand ich die Gegenwartsstory derart schnulzig, dass es für mich echt grenzwertig war. Auch war mir die Portion an Selbstmitleid und -zweifel einfach ein wenig zu ausgesprägt. Für die Gegenwartsstory kann ich nur 3 Punkte vergeben. Mehr nicht.

Im Gesamtbild ergibt dies eine Bewertung von 4 Punkten für die Story insgesamt.

Den Sprecher Oliver Siebeck fand ich absolut klasse. Den Punktabzug gibt es für die beiden Frauen. Die Erzählerin von CeCes Part fand ich meist gut, doch die Vorschausprecherin auf den nächsten Teil fand ich wirklich nicht so gut. Ich weiß jetzt leider nicht, welche der beiden Damen welchen Teil gesprochen hat.

Ich hoffe sehr, dass der 5. Teil der Reihe nicht nochmals an „Schnulzigkeit“ zulegt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lucinda Riley – Die Perlenschwester

Siehe auch:

Mark Douglas-Home – Ein Grab in den Wellen (Sea Detective 1)

Beschreibung
Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht.

Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Michael Schwarzmaier

Länge
11 h 29 m

Meine Meinung
Insgesamt gesehen fand ich diesen Krimi ziemlich gut, allerdings gibt es nicht nur positive, sondern auch einige negative Dinge zu erwähnen.

Zunächst das Positive:
Der Protagonist Cal ist ein sympathischer Typ, der in keine Schublade passt. Das finde ich persönlich schon mal sehr interessant. Allerdings war er manches Mal auch ziemlich blauäugig und vertrauensseelig.

Das indische Mädchen fand ich gut beschrieben, sie hat eine erstaunliche Entwicklung während der Story durchlebt.

Auch Helen Jamieson fand ich klasse. Insbesondere wie sie mit dem Ekel von Chef umging. Ja Sir, nein Sir, doch Sir – das waren herrliche Dialoge. Da musste ich oft schmunzeln.

Der Plot insgesamt war auch sehr interessant und gut aufgebaut.

Doch nun das Negative
Die Geschichte um Cals Opa fand ich langatmig und auch irgendwie fehl am Platz. Meiner Meinung nach nahm dieser Teil einen viel zu großen Raum in der Story ein. Es war zwar durchaus eine recht interessante Story, aber für meinen Geschmack passte sie einfach nicht richtig in die Story. Man hätte da vielleicht eine eigene Geschichte daraus machen können.

Auch den Sprecher fand ich nicht so passend. Er las fast das ganze Buch ein bisschen so, als würde er eine Komödie sprechen. Das fand ich für das dramatische Thema wirklich unpassend.

Ja, es fällt mir schon ein wenig schwer, diese Story zu bewerten. Denn es lohnt sich schon, sich diese Story anzuhören, trotz der negativen Aspekte. Aber vielleicht sehe auch nur ich das so. Ergo gilt auch hier: Selbst anhören und eigene Meinung bilden.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Mark Douglas-Home – Ein Grab in der Wellen (Sea Detective 1)

Christina Baker Kline – Der Zug der Waisen

Der Zug der WaisenBeschreibung
New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisenkindern wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Stattdessen müssen sie als billige Landarbeiter, Haushaltshilfen oder Näherinnen harte Knochenarbeit leisten.

Auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor, bis es ihr nach entbehrungsreichen Jahren endlich gelingt, einen Ort der Geborgenheit zu finden und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Aber erst Jahrzehnte später vermag sie, durch die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen jungen Mädchen, das wie sie seine Eltern verloren hat, das Schweigen zu brechen und wahren Frieden zu finden.

Sprecher
Beate Himmelstoß, Susanne Schroeder

Länge
10 h 22 m

Meine Meinung
Dieser Roman hat mich sehr berührt. Von dem „Zug der Waisen“ hatte ich zuvor noch nicht gehört. Der Zug brachte Waisenkinder in den Mittleren Westen, um dort von Familien adoptiert werden zu können. Manche Kinder hatten Glück und fanden liebevolle Familien, die sie wirklich wie ihre eigenen Kinder aufzogen. Andere hatten nicht so viel Glück und wurden als „Arbeitstiere“ ausgebeutet.

Vivian Daly verlor ihr Familie. Ganz auf sich alleine gestellt, wurde sie von den Behörden in einen solchen Waisenzug gesteckt und musste auf ihr Glück hoffen. Doch leider war sie schon ein wenig zu alt, man konnte sie bereits zum Arbeiten gebrauchen. Fortan begann für sie eine Odysee der unmenschlichen Art.

Molly lebt in einer Pflegefamilie. Sie muss Sozialstunden abarbeiten. Sie wird zu Vivian Daly geschickt, die mittlerweile über 90 Jahre alt ist. Die alte Dame will ihren Dachstuhl entrümpeln und benötigt hierzu Unterstützung.

Die Story hat zwei Handlungsstränge, einen in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart. Durch die alten Gegenstände auf dem Dach wird Vivian an ihre Kindheit erinnert und sie erzählt Molly (und dem Hörer) ein Stück ihrer Lebensgeschichte.

Einmal angefangen, hat mich diese Geschichte nicht mehr losgelassen. Die Erfahrungen, die Vivian in ihrer Kindheit gemacht hat, werden sehr intensiv und glaubhaft erzählt. Die Unterbrechungen, in denen man in die heutige Zeit zurückkehrt, sprich, in denen von Molly erzählt wird, kamen immer genau zur richtigen Zeit. Die Protagonisten wurden ebenfalls sehr gut gezeichnet, so dass ich ein klares Bild von ihnen vor Augen hatte.

Mich hat „Der Zug der Waisen“ sehr begeistert. Es ist ein sehr intensiver und gefühlvoller Roman, dessen Ende mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.

Auch die beiden Sprecherinnen fand ich sehr passend. Kurz, das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen und erhält somit die vollen Pingu-Punkte.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Baker Kline – Der Zug der Waisen

Gabriele Bingenheimer – Merida

MeridaBeschreibung
Merida, eine temperamentvolle Prinzessin, soll verheiratet werden. So hat es ihre Mutter bestimmt. Ein Wettstreit wird entscheiden, welcher Erstgeborene der schottischen Clans Merida zur Frau bekommt. Die talentierte Bogenschützin hält sich aber nicht an diese Tradition. Sie kämpft um ihre eigene Hand und beleidigt damit die anderen Clans des Königreichs. Die Allianz droht zu zerbrechen. Trotzdem lenkt Merida nicht ein, sie will ihr Schicksal ändern und sucht eine Hexe auf. Doch der Zauber wirkt anders als gedacht und Merida muss ihren ganzen Mut beweisen, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will…

Sprecher
Sabina Godec, Nora Tschirner, Bernd Rumpf (Hörspiel)

Länge
1 h 07 m

Meine Meinung
Merida ist eine be- und verzaubernde kleine Geschichte, die in Schottland spielt. Toll als Hörspiel umgesetzt und für Kinder äußerst spannend aufbereitet. Doch auch einer alten Eselin wie mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte mir die handelnden Figuren, die alle ziemlich überspitzt dargestellt wurden, von der ersten Minute an in meinem geistigen Auge sehr gut vorstellen und sie sorgten für eine äußerst kurzweilige und unterhaltsame Abendstunde.

Kopfkino pur. Sehr schön.

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Gabriele Bingenheimer – Merida